Presseberichte HSG 1.Frauen
Saison 2010/11
„Hambuirger Wochenblatt vom 21.5.11“
Zeit
für nette Gesten
Handballerinnen des SC Alstertal-Langenhorn
Oberligameister
Langenhorn - Um 20:26 Uhr gab es auf der Bank des SC Alstertal-Langenhorn kein Halten mehr. Die Wechselspielerinnen stürmten das Spielfeld, und bildeten mit ihren Kameradinnen auf dem Feld eine riesige Jubeltraube. Gerade hatten die Handballerinnen 26:21 gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen und die Meisterschaft in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Hol-stein gewonnen.
Auf eindrucksvolle Art haben die
Alstertal-Langenhornerinnen den Titel geholt. Am Wochenende zuvor hatten sie
noch beim Tabellenletzten gepatzt. Nun ließen sie keine Zweifel aufkommen, dass
sie den letzten fehlenden Punkt zur Meisterschaft im letzten Punktspiel der
Oberliga holen werden.
Nie führte die HSG in diesem Spiel, der SC gab das Heft
des Handelns nicht aus der Hand. "Die HSG liegt uns", meinte
SCALA-Trainer Uwe Rakowski nach dem Sieg lakonisch. Da blieb sogar noch Zeit
für nette Gesten. Als beispielsweise in den Schlussminuten Kiels Jasmin Kaps
auf dem Feld mit Krämpfen zusammen sackte, war Alstertals siebenfache
Torschützin Maike Wieding sofort zur Stelle, um die verkrampfte Wade zu dehnen.
Doch Minuten später waren die Alstertal-Langenhornerinnen zum Jubeln unter sich. Mit 19 Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen hatten sie sich die Meisterschaft in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein gesichert. Dafür gab es Urkunde, Pokal und Siegermedaillen aus der Hand von Detlev Reimer, Spielwart im Hamburger Handball-Verband. Reimer hatte den Erfolg der Alstertal-Langenhornerinnen mit Genugtuung verfolgt. "Wir haben extra für die Meisterschaft einen Pokal, der die Handballverbände von Hamburg und Schleswig-Holstein symbolisiert, entwerfen lassen. Neben dem großen, übermächtigen Schleswig-Holstein ist daneben das kleine Symbol für den Hamburger Verband. Und die Hamburger haben es den Schleswig-Holsteinern gezeigt", meinte Reimer in seiner Laudatio.
SC
Alstertal-Langenhorn – HSG Holstein Kiel/Kronshagen 26:21 (12:11)
Furioses Saison-Finale in der Frauen-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Durch ihren Heimsieg über HSG Holstein Kiel/Kronshagen entschieden die Handballerinnen des SC Alstertal-Langenhorn Hamburg das Titel-Rennen im Fernduell mit dem Ahrensburger TSV für sich.
Statt Selter gab es für Alstertal Sekt zur Meisterschaft. Von der ersten Sekunde merkte man hoch motivierten Hamburgerinnen den größeren Siegeswillen an, obwohl sich Holstein tapfer
wehrte. Fünf vergebene Siebenmeter gegen SC-Torhüterin Stefanie Riebe waren allerdings des Guten zu viel, zumal die gefürchtete Kieler erste sowie zweite Welle häufig verebbte. So blieb
HSG-Trainer Michael Schwarz nur übrig, fair zu gratulieren: „Herzlichen Glückwunsch zum verdienten Titel. Für uns gibt es keinen Grund traurig zu sein. Wir haben eine traumhafte Saison
gespielt.“ Rückraum-Strategin Mandy Schrader hängte sich bei den „Krabben“ gewohntermaßen voll rein. Jasmin Kaps führte klug Regie, obwohl kein Remis heraussprang, da man ohne
Nele Johannsen, Hannah Meenke und Annika Just dem Kräfteverschleiß am Ende Tribut zollen musste.
HSG Holstein
Kiel/Kronshagen: Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar 2, Huß 3, Lang 1,
Lübker, Reimers, Mumm 3, Schrader 5/1, Tetzlaff 3/1, Kaps 4/1.
Verdirbt
HSG auch Alstertal Titel-Spaß?
Spannendes
Finale in der Handball-Oberliga
Zum Saisonabschluss in der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein der Frauen dürften beim Herzschlag-Finale die Handys noch einmal kräftig vibrieren. Im Meisterschafts-Fernduell zwischen Spitzenreiter SC Alstertal-Langenhorn Hamburg und dem Verfolger Ahrensburger TSV bleibt als bestes Rückrunden- Team die viertplatzierte HSG Holstein Kiel/Kronshagen das Zünglein an der Waage.
Sollten allerdings
beide Titelanwärter auf den Aufstieg in die Dritte Liga verzichten, müsste
neben drei Regel-Absteigern ein weiteres Team in die SH-Liga absteigen. Beim
THW Kiel (9.), Bredstedter TSV (10.) und bei der HSG Fockbek/Nübbel (11.) muss
also weiter gezittert werden.
SC
Alstertal-Langenhorn – Holstein/Kro. (Sbd., 19 Uhr)
Dem Tabellenführer
reicht bereits ein Remis, doch wie vor einem Jahr gegen den TSV Wattenbek
wollen die „Krabben“ wieder den Spaßverderber spielen. „Wir verteilen keine
Geschenke, sondern vertrauen unseren eigenen Stärken“, so HSG-Trainer Michael
Schwarz, der auf Linksaußen Hannah Meenke (Abitur), Regisseurin Annika Just
(privat verhindert) und Nele Johannsen (Knie-Verletzung) verzichten muss.
HSG
Holstein Kiel/Kronshagen – TSV Wattenbek 26:14 (10:6)
Neumünster - Im Frauen-Prestigeduell wurde TSV Wattenbek beim Erzrivalen HSG Holstein Kiel/Kronshagen vorgeführt. THW Kiel zittert nach einer Heimniederlage gegen Lauenburg bis zum Herzschlag-Finale um den Klassenerhalt.
Holstein
deklassierte harmlose Wattenbekerinnen vor mehr als 150 Zuschauern nach allen
Regeln hoher Handball-Kunst und bleibt das beste Team der Rückrunde. Hoffnung
auf einen offenen Schlagabtausch keimte beim Derby lediglich kurzfristig auf,
weil mental stärkere Kielerinnen den größeren Siegeswillen zeigten. Dank vieler
Emotionen machten bis in die Haarspitzen motivierte „Krabben“ nach dem
Seitenwechsel kurzen Prozess mit fortan wie begossene Pudel wirkenden Gästen.
Aus einer HSG-Mannschaft ohne Schwachpunkt ragte neben Kreisläuferin Alisa Lang
und Nele Johannsen im linken Rückraum das Torhüterinnen-Duo Marion
Albrecht/Yvonne Matalewski heraus, während beim Gegner allein Keeper Tanja
Rathje Widerstand leistete. Dass sich Nele Johannsen am Knie verletzte, blieb
der einzige kleine Wermutstropfen, was Coach Michael Schwarz stolz
kommentierte: „Wir haben uns im bisherigen Saisonverlauf super weiterentwickelt
und den Fans oft spektakulären Sport geboten.“ Kollege Torge Hass fühlte sich
stattdessen an Fußball- Bundesligatrainer Holger Stanislawski vom FC St. Pauli
Hamburg ob der peinlichen 1:8-Pleite gegen Bayern München erinnert. „Der Sieg
geht auch in dieser Höhe in Ordnung, da wir uns fast wehrlos ergeben haben. Die
Art und Weise war das Schlimmste, was ich jemals erleben musste.“
HSG Holstein Kiel/Kronshagen:
Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar 4, Huß 3, Just, Lang 4, Lübker, Mumm 3/1,
Schrader 3/1, Tetzlaff 2, Kaps 2/1, Johannsen 3/1, Meenke 2 –
TSV Wattenbek:
Müller, Rathje – Beck, Gabriel, Mordhorst 2, Petersen 3, Potratz 2, Mirja
Schulz 2, Nina Schulz 3, Westphal, Wilimzig 2, Ziller, Seidel.
„Holsteinischer Courier vom 9.5.11“
14:26
– TSV Wattenbek steht völlig neben sich
Kronshagen - Gedanklich war Frauenhandball-Oberligist TSV Wattenbek wohl bereits in der Sommerpause, anders ließ sich die gestrige 14:26-Auswärtsniederlage bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen für Trainer Torge Haß nicht erklären. Den Klassenerhalt in der Staffel Hamburg/Schleswig-Holstein hatte das Team bereits zwei Spieltage zuvor gesichert und hätte befreit sowie ohne Druck das Restprogramm absolvieren können. Doch bereits in der vergangen Woche erlebte Haß in der zweiten Halbzeit der Begegnung mit dem MTV Herzhorn eine „Vollkatastrophe“ (O-Ton Haß), die aber noch mit einem knappen 20:19-Sieg geendet war. „Diesmal haben wir das sogar noch getoppt und uns nach dem 6:10-Pausenrückstand in der zweiten Halbzeit lieber gleich ergeben“, lautete der Kommentar des Wattenbeker Trainers, der allerdings auch zugab, in Kronshagen nicht ganz schuldlos an dieser Situation gewesen zu sein. „Ich bin da auch zu relaxt rangegangen. Den Mädels tut es ja auch Leid, besonders für die mitgereisten Fans, aber wir haben einfach nichts zu Stande bekommen“, zeigte sich Haß ratlos und hatte zum Abschluss nur noch einen Wunsch: „Bitte nicht noch einmal.“ Beim letzten Saisonspiel muss er übrigens auf Grund einer verlorenen Wette im Anzug auf der Bank Platz nehmen.
TSV Wattenbek: Müller, Rathje –
Gabriel, Potratz (2), Westphal, Beck, N. Schulz (3), M. Schulz (2), Mordhorst
(2), Ziller, Petersen (3), Seidel, Wilimzig (2).
SR: Norman/Schrader. – Zuschauer: 80. – Nächster Gegner:
HSG Tarp/Wanderup (H/Sonnabend, 19 Uhr, Sporthalle Bordesholm).
Gewinner
feiern besser
HSG Holstein
Kiel – TSV Wattenbek
Im letzten
Heimspiel vor dem Saison-Finale in der Frauen Oberliga
Hamburg/Schleswig-Holstein wollen sich die Kieler Handballerinnen (beide heute,
17 Uhr) mit Siegen von ihren Fans verabschieden. Das Prestigederby zwischen der
HSG Holstein als Vierter und Verfolger TSV Wattenbek (5.) garantiert Emotionen
pur.
Zu Gerstensaft und Grillwurst sind nicht nur alle „Krabben“-Freunde anschließend herzlich eingeladen, sondern auch die Gäste. Auf dem Hallenparkett werden allerdings traditionell kaum Geschenke gegenseitig verteilt. „Ein sehr unbequemer Gegner mit starker Abwehr, weshalb es jedem Team im Positionsspiel schwerfällt, selbst Tore zu werfen. Die Wattenbekerinnen genießen unseren größten Respekt, aber wir brauchen vor niemandem zu kuschen. Als Gewinnern feiert es sich hinterher besser“, weiß HSG-Coach Michael Schwarz, dienstältester Oberliga-Trainer, erfahrungsgemäß zu berichten. Der offizielle Abschied von Janina Wildner (wechselt nach ihrer Babypause zurück gen Neumünster) beschert den Kielerinnen wehmütige Gefühle. Wiebke Mumm (weilte zuletzt wegen der Hochzeit ihrer besten Freundin in Berlin) steht Holstein wieder zur Verfügung, so dass lediglich Schwester Beke Reimers krank fehlt.
„KN - Holsteiner Ausgabe vom
7.5.11“
Prestigeduell
zwischen Holstein und Wattenbek
HSG Holstein/Kronshagen
– Wattenbek (heute, 17 Uhr)
Neumünster - Ihren Leistungsnachweis haben die Oberliga-Handballer der SG Wift und die Frauen des TSV Wattenbek längst erbracht. Dennoch können beide Teams am vorletzten Spieltag gegen die jeweils besten Rückrundenmannschaften noch einmal zum Spielverderber aufschwingen.
Die Begegnung des
Fünften beim Vierten fällt ganz klar in die Kategorie „Prestigeduell“. Doch Wattenbeks Trainer Torge Haß will keine
Phrasen dreschen: „Ich denke, beide Mannschaften sehnen das Saisonende herbei.“
Seine Mannschaft hätte in der ersten gemeinsamen Saison mit dem Hamburger
Landesverband viele Drucksituationen gemeistert, so dass jetzt nicht noch eine
weitere künstlich erzeugt werden müsste. Wenn es dann doch noch einen Stachel
zwischen beiden Mannschaften geben sollte, dann ist es das 23:23 vom letzten
Saisonspiel der vergangenen Serie, als die „Krabben“ Wattenbek den Meistertitel
wegfischten und den Stadtrivalen TSV Altenholz zum Landesmeister machten.
Insgesamt ist die Bilanz zwischen beiden Teams mit je drei Siegen und drei
Niederlagen sowie einem Unentschieden in sieben Spielen ausgeglichen.
Torhüterin Alena Grümmer und Annika Jappe werden bei der Aufgabe in Kiel
fehlen.
„Flensborg AVIS vom 3.5.11“
Jörl
ist die Pause nicht bekommen
EGGEBEK - Der TSV
Jörl meldet sich mit einer enorm schwachen Partie aus der dreiwöchigen Oberliga
Hamburg/Schleswig-Holstein Pause gegen Tabellennachbar Holstein Kiel Kronshagen
zurück. Am Ende stand eine 26:30-Niederlage, womit der Klassenerhalt weiterhin
am seidenen Faden hängt. »Uns ist die Pause ganz und gar nicht bekommen«,
erklärt Jörl Coach Kalli Thiesen das Ende von vier siegreichen Spielen in
Serie. Die Jörler fanden zu keiner Zeit zu ihrem gewohnten Spiel und lagen
bereits nach wenigen Minuten 1:4 zurück. »Wir wussten, dass Kiel über ein super
Kreisspiel verfügt, konnten dies aber zu keiner Zeit unterbinden«, bemängelte
Thiesen das Defensiv-Spiel seiner Mannschaft. Jörl agierte kopflos im
Aufbauspiel und ohne jegliche Sicherheit in der Deckung, so zogen die Gäste
schnell bis auf 12:6 davon. Zur Halbzeit verkürzten die Gastgeber bis auf
12:16.
Nach dem
Seitenwechsel stellte Thiesen auf eine offensivere 5-1-Deckung um, Jörl
mobilisierte sämtliche Kräfte und biss sich bis auf 26:27 an den Kontrahenten
heran. Die Aufholjagd kostete den dezimierten Jörlern zu viel Kraft. In der
Folge gelang den Hausherren kein Treffer mehr und Kiel fuhr einen verdienten
30:26-Auswärtserfolg ein. Nächstes Wochenende trifft der TSV im Oberliga Derby
auf die HSG Tarp Wanderup, ein Schlüsselspiel für Trainer Thiesen. »Nun
gewinnen wir gegen Tarp und lösen das Ticket für die kommende Oberliga-Saison.«
TSV
Jörl – Holstein Kiel/K’hagen 26:30
Holstein/Kronshagen
setzt sich im oberen Tabellendrittel der Handball-Oberliga Frauen
Hamburg/Schleswig-Holstein fest.
Beide Mannschaften
lieferten sich einen flotten Tanz in den Mai mit Holstein als jubelnde
Siegerinnen, weil die „Krabben“ von der ersten Minute bis zur letzten Sekunde
stets führten. Rassige Zweikämpfe sowie spielerische Klasse wechselten sich bei
den Kielerinnen auf sehr gutem Niveau ab. Über ihre starke linke Angriffsseite
wurde der Gegner permanent unter Druck gesetzt. Anna-Lena Tetzlaff blieb im
Rückraum besonders beweglich und erzielte sieben lupenreine Tore.
Flügelflitzerin Hannah Meenke, frisch geehrte schleswig-holsteinische A-Jugend
Oberliga-Titelträgerin, trumpfte einmal mehr meisterlich auf. Erst kurz vor
Schluss musste das Team von HSG-Trainer Michael Schwarz dem hohen Tempo Tribut
zollen. Jörl erzielte zwar den 26:27-Anschlusstreffer (57.), doch Annika Just
nahm ihr Herz in beide Hände und machte den Erfolg ohne zu zittern klar. „Ein
schönes Gefühl, hier völlig verdient zu gewinnen“, lobte Michael Schwarz die
Nervenstärke seiner Spielerinnen.
HSG: Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar 2, Huß 1, Just
3, Lang 2, Lübker 2, Reimers, Schrader 2/1, Tetzlaff 7, Kaps 3, Johannsen 4/3,
Meenke 4.
„Flensburger Tageblatt vom
2.5.11“
Jörler
Abwehr zu löchrig
26:30-Heimniederlage gegen die HSG Holstein
Kiel/Kronshagen
Eggebek - Im Endspurt der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein mussten die Handballfrauen des TSV Jörl einen Rückschlag hinnehmen. Von Beginn an war bei den Gastgeberinnen der Wurm drin, so unterlagen sie gegen die HSG Holstein Kiel/ Kronshagen mit 26:30 (12:16).
Die HSG war von Anfang an das spielbestimmende Team und setzte sich schnell auf 4:1 ab. „In der ersten Hälfte lief bei uns in der Deckung gar nicht zusammen“, sagte Jörls Coach Kalli Thiesen. Die Gäste spielten wie gewohnt hauptsächlich über den Kreis. Doch darauf konnte sich Jörl nicht einstellen. Zudem hatten die Gastgeberinnen mit personellen Engpässen zu kämpfen. Durch das Fehlen von Kathrin Riebow war der ohnehin schon kleine Kader zusätzlich geschwächt. Bis Mitte der ersten Hälfte hatten die Kielerinnen sich auf 12:6 abgesetzt. Besonders die starke HSG-Torfrau brachte die Gastgeberinnen immer wieder zur Verzweiflung. Erst kurz vor der Pause unterband Jörl die Kreisanspiele der Gäste besser und verkürzte auf drei Treffer zum 12:15.
Nach dem Wechsel hatten die Gäste erneut den besseren
Start und bauten den Vorsprung wieder auf fünf Treffer aus. Die Jörlerinnen
fanden dann wieder besser ins Spiel und hielten dagegen. Der Rückstand konnte
aber zunächst nicht verkürzt werden. „Kronshagen hat seinen Stiefel herunter
gespielt, und wir fanden kein Mittel dagegen“, so Thiesen. In der Schlussphase
wurde es aber noch einmal spannend. Beim Stand von 23:27 stellte Thiesen die
Deckung auf 5:1 um. Dadurch fischten die Gastgeberinnen einige Bälle und
erzielten einfache Treffer. Die Gäste wurden zunehmend unsicher und so hatte
der TSV Jörl beim Stand von 26:27 den Anschlusstreffer erzielt. Danach
schlichen sich allerdings einige unnötige Fehler ein, so dass die Gäste sich
wieder absetzten. „Am Ende waren unsere Kräfte leider verbraucht, ansonsten
hätten wir das Ding vielleicht noch drehen können“, meinte Thiesen.
TSV Jörl: Kruse, Paulsen (n.e.) –
Kahlund (5), Börnsen (6), May (6), N. Martensen (4), Scholz (1), Jensen, Tölle
(3), J. Martensen.
Beste Werferin HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Tetzlaff (7).
TSV Jörl – HSG Holstein (heute, 16.45 Uhr)
Nach
dreiwöchiger Osterpause wird mit dem Tanz in den Mai am 24. Spieltag der
Frauen-Oberliga die entscheidende Phase für alle Kieler Handballerinnen
eingeleitet. Viertplatzierte Holstein-„Krabben“ hoffen bis zum Saisonfinale
ebenso auf einen Wonnemonat wie auch abstiegsbedrohte „Zebra“-Damen des THW.
Flotte
Unterhaltung dürfte in Eggebek garantiert sein. Beide Teams spüren keinerlei
Druck mehr und sind ohnehin für attraktiven Handball bekannt. „Allen Fans wird
bestimmt ein ganz tolles Duell geboten. Selbstverständlich möchten wir gern
gewinnen, um unseren Hinrunden-Triumph zu wiederholen“, kündigt HSG-Trainer
Michael Schwarz an. Intern sieht Holsteins Zukunft mit einem ebenfalls
leistungsorientierten Landesliga-Unterbau für Talente recht rosig aus. „Die
Weichen wurden, wie von mir gewünscht, gestellt.“ Dass Konkurrenz das Geschäft
bereits gegenwärtig belebt, stellten die „Krabben“ im bisherigen Saisonverlauf
beispielhaft auf der Kreisläufer-Position unter Beweis, wo sich Caja Lübker
oder Alisa Lang sehr gut ergänzten. Beke Reimers (zuletzt privat verhindert)
und Mandy Schrader (fehlte wegen Uni-Exkursion) komplettieren den Kader.
„Flensburger Tageblatt vom
30.4.11“
Jörl
will wieder Vollgas geben
Oberliga-Handballerinnen
brauchen gegen HSG Holstein/Kronshagen noch Punkte
Eggebek - Für die Handballfrauen des TSV Jörl startet heute (16.45 Uhr) das knallharte Restprogramm in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Mit der HSG Holstein Kiel/Kronshagen schlägt der Tabellenvierte in der Sporthalle Eggebek auf. Noch hat das Team von Coach Kalli Thiesen den Klassenerhalt nicht gesichert, darum sind heute zwei Punkte Pflicht. Denn nach der HSG folgt das Derby in Tarp und schließlich muss Jörl noch gegen den Ahrensburger TSV ran, der momentan auf Rang zwei steht.
„Wir wollen einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und werden von Anfang an um jeden Ball kämpfen“, verspricht Thiesen. Mit einem Sieg sind die Gastgeberinnen diesem Ziel ganz nah. Falls aber zwei Nord-Teams aus der 3. Liga absteigen sollten, ist Jörl auch bei einem doppelten Punktgewinn nicht vollends gesichert.
Für die Gäste ist die Meisterschaft zwar kein Thema mehr, aber trotzdem werden die Kielerinnen die Reise nicht umsonst auf sich nehmen. Immerhin winkt bei einem Erfolg noch der dritte Tabellenplatz. „Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen ist ziemlich schwer einzuschätzen, das macht es für uns nicht gerade einfach“, meint Thiesen. In der Tat zeigten die Gäste sich in der laufenden Serie nicht sonderlich konstant. So stehen hohe Niederlagen bei Gegnern aus dem unteren Tabellendrittel Siegen gegen die Tabellenspitze gegenüber. In der Hinrunde mussten die Jörlerinnen sich knapp mit 23:25 geschlagen geben. Diesmal setzen sie auf den Heimvorteil.
Nach dem letzten Sieg haben die Jörlerinnen erstmals in
der Serie ein positives Punktekonto. Dank der makellosen Rückrundenbilanz steht
das Thiesen-Team momentan auf dem siebten Tabellenrang.
Lediglich gegen den Spitzenreiter HSG Alstertal/Langenhorn musste man beide
Punkte abgeben, ansonsten steht keine Niederlage zu Buche. „Wir hatten jetzt
zwar zwei Wochen Pause, aber in dieser Zeit konnten wir uns gut vorbereiten“,
sagt Thiesen. Die Gastgeberinnen haben immer noch mit einem kleinen Kader zu
kämpfen, aber in der Vergangenheit hat das Team eindrucksvoll bewiesen, dass es
trotzdem über die gesamte Zeit Vollgas geben kann. „Und genau das haben wir
vor, dann wird es mit einem Sieg auch klappen“, meint Thiesen.
HSG
Holstein – SG Hamburg-N. 27:16 (11:6)
Neumünster - Beim Kampf um den Klassenerhalt gewannen die Frauen des THW Kiel sogar gleich an mehreren Fronten, da HSG Holstein Kiel/Kronshagen und TSV Wattenbek den „Zebras“ wertvolle Schützenhilfe leisteten.
Holsteins
Kantersieg hilft auch dem Kieler Lokalrivalen THW. Ob 6:0-, 5:1, 4:2- oder
offene Manndeckung: Egal, welche unorthodoxe Taktik abstiegsbedrohte
Hamburgerinnen auch wählten, konzentrierte „Krabben“ hatten stets das probate
Mittel parat, um die gegnerische Abwehr nach allen Regeln der Kunst
auszuhebeln. Defensiv klappte das Zusammenspiel zwischen den sehr starken
Torhüterinnen Marion Albrecht (1. Halbzeit) und Julia Immoor mit ihren
Vorderleuten nahezu perfekt. Auch ein Verdienst von Caja Lübker. Die 18-Jährige
stellte ihre Chefrolle am eigenen Kreis einmal mehr mit lautstarken Kommandos
unter Beweis. Im Angriff hatte Wiebke Mumm das Sagen und ragte im Rückraum aus
einer ansonsten geschlossen starken Mannschaft heraus. „Heute fand ich kein
einziges Haar in der Suppe. Schön zu sehen, wie wir uns weiterentwickeln. Das
Spiel hat die bessere Abwehr klar entschieden“, stellte HSG-Trainer Michael
Schwarz zufrieden fest.
HSG Holstein:
Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar 3, Huß, Just, Lang 1, Lübker 3, Mumm
12/4, Tetzlaff 4, Kaps 2, Johannsen 2/1.
THW
und Holstein empfangen Abstiegskandidaten aus Hamburg
Nach kleinerer Durststrecke zuletzt in der Frauen-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein fanden hoch motivierte Kieler Handballerinnen gerade wieder zur früheren Form. Vor der dreiwöchigen Osterpause gilt es für viertplatzierte „Krabben“ und abstiegsbedrohte „Zebra“-Damen (11.) gleichermaßen, mit dem Heimvorteil am 23. Spieltag das nächste Punkte-Nest erfolgreich zu suchen, statt faule Eier einzusammeln.
HSG Holstein –
SG Hamburg-Nord (heute, 19 Uhr)
„Ich bin ein Freund kürzerer Anreisen und dramatischer Derbys“, spielt HSG-Coach Michael Schwarz verbal den Ball wohlwollend zum THW zurück. Beruflich bedingt fuhr er unter der Woche zwar 1800 Kilometer zwischen Nürnberg und Nordstrand, doch die Zeit wurde genutzt, um sich neue Ziele zu setzen: „Wir wollen Schleswig-Holsteins stärkste Oberliga-Mannschaft werden, um Lauenburg als bisher bestes Team auf Platz drei noch einholen.“ Mit breiter Bank und stolzgeschwellter Brust sind favorisierte Kielerinnen gegen den Tabellenzwölften selbstbewusst genug, um einen Sieg fest anzuvisieren. „Wir haben keine erste Sieben, sondern viele sehr gute Spielerinnen. Das macht uns unberechenbar“, frohlockt Michael Schwarz. Allein Mandy Schrader (Studien-Exkursion)sowie Johanna Huber (Kreuzbandriss) als Rekonvaleszentin fehlen bei den „Krabben“ im Vergleich zum klaren Hinspiel-Sieg. Stattdessen gibt es für Wiebke Mumm und Anica Huß neue Bewährungschancen
„Flensborg AVIS vom 5.4.11“
Torhüterin
Albrecht raubte den BTSV-Werfern den Nerv
Bredstedt
verlor wichtige Punkte im Abstiegs-Kampf.
BREKLUM - Der
Bredstedter TSV musste eine ärgerliche 21:23-Niederlage gegen die HSG Holstein
Kiel/Kronshagen im Abstiegskampf der Oberliga HH/SH hinnehmen. Im ersten
Spielabschnitt sah es gut aus. »Wir haben uns sehr gut auf die Kieler
vorbereitet«, erklärte BTSV-Coach Ralf Johannsen die gute Anfangsphase seines
Teams. Bredstedt führte schnell 5:1. Dominant ging es über 6:3 zur
9:6-Halbzeitführung. »Im ersten Spielabschnitt profitierten wir von einer
stabilen 6:0-Deckung, leider ließen wir zu viele Chancen liegen um die Führung
auszubauen«, so Johannsen.
Den Start in die
zweiten 30 Minuten verschlief die Bredstedter. Kiel kam mit »Wut im Bauch« aus
der Kabine und konnte mit 10:9 in Front gehen. Der Gastgeber wollte sich vor
eigener Kulisse jedoch nicht geschlagen geben und kämpfte sich beim 14:14
zurück in die Partie, doch verzweifelte in der Folge an Kiels Torhüterin Marion
Albrecht.
Während Albrecht
sämtliche Bredstedter Würfe entschärfte, fanden ihre Mitspieler ein Konzept
gegen die BTSV-Deckung. »Ab der 40. Minute schoss der Kieler Rückraum sich warm
und wir vergaben unsere Chancen zu leichtfertig«, ärgerte sich Johannsen. So
erspielten die Gäste sich einen 8:0-Lauf, den Bredstedt nicht mehr bewältigen
konnte und mit 21:23 verlor.
Bredstedter TSV:
Poltrock - Paulsen 5, Brodersen 1, Schmidt 6, Boddenberg, Wittlinger,
Köster4/2, Christiansen 2/1, Hansen 1, Jakobsen 2, Carstensen
Bredstedter
TSV – HSG Holstein 21:23 (9:7)
Nach drei
Niederlagen zuletzt in Serie im Punktspiel oder HVSH-Pokalfinale kehrte
Holstein in die Erfolgsspur zurück. Bis zum 12:14 (35.) merkte man den
„Krabben“ allerdings ihre Verunsicherung an. Sechs von neun Siebenmetern wurden
vergeben. Matchwinner Marion Albrecht war es zu verdanken, dass das Duell
binnen 15 Minuten kippte (20:14). Kiels Klasse-Keeper parierte serienweise
schwere Bälle des mitharten Bandagen kämpfenden Gegners. Auch Wiebke Mumm
machte sich am 29. Geburtstag selbst das schönste Geschenk mit acht Treffern.
Zudem besaß die Mannschaft von HSG-Trainer Michael Schwarz nach anfänglich
eklatanter Chancenverwertung eine breiter und besser besetzte Einwechselbank,
was sich gerade auf der Mittelposition durch Annika Just und Jasmin Kaps
auszahlte: „Anfänglich machten wir uns das Leben unnötig schwer, konnten aber
mit den Kräften gut haushalten und das Niveau ohne Einbruch leistungsmäßig
konstant hoch halten.“
Holstein:
Albrecht, Matalewski, Immoor – Hribar 2, Huß 1, Just 3, Lang 1, Lübker 1,
Reimers, Mumm 8/3, Schrader, Tetzlaff 5, Kaps 2, Johannsen.
„Flensburger Tageblatt vom
4.4.11“
Bredstedter
Frauen gehen unter
21:32-Pleite gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen
nach guter erster Halbzeit
Breklum - Die Oberliga-Handball-Frauen des Bredstedter TSV schafften es nicht, der HSG Holstein Kiel/Kronshagen ein Bein zu stellen. Die favorisierten „Krabben“ siegten nach starker zweiter Halbzeit 32:21 (7:9) – und zwar klarer, als es das Ergebnis verrät. Knackpunkt der Partie waren starke zehn Minuten der Kielerinnen, die einen 12:14-Rückstand mit acht Toren in Folge in eine 20:14-Führung (50.) umwandelten. Den Gastgeberinnen ist lediglich zugute zu halten, dass sie nicht aufsteckten und in den Schlussminuten die drohende Klatsche in ein erträglicheres Resultat abmilderten.
Der BTSV leistete sich 15 Fehlversuche aus guten Wurfpositionen – und dazu eine ganze Serie technischer Fehler. Ein Rückraum beim BTSV war mit wenigen Ausnahmen (Marieke Paulsen) nicht auszumachen. Die Gastgeberinnen fanden gegen die 6:0-Abwehr der HSG kein Rezept. Und wenn mal eine Lücke erspielt wurde, zeigte HSG-Torfrau Marion Albrecht ihre überragenden Qualitäten. Zudem war Meike Schmidt über 50 Minuten so gut wie neutralisiert.
Im ersten Durchgang sah es hoffnungsvoll für den BTSV
aus, der 5:1, 6:3 und 9:6 vorn lag und zur Pause verdient führte. Nach einem
verschlafenen Wiederbeginn und 9:10-Rückstand fing sich der BTSV und ließ die
Fans bis zum 14:14 hoffen. Dann der Einbruch...
Bredstedter TSV: Poltrock – Paulsen
(5), Brodersen (1), Schmidt (6), Boddenberg, Wittlinger, Köster (4/2),
Christiansen (2/1), Hansen (1), Jakobsen (2), Carstensen.
Zuschauer: 100
Holstein
will Platz vier verteidigen
Bredstedter TSV
– HSG Holstein (morgen, 15 Uhr)
Nach ihrer Endspiel-Niederlage beim Frauen Final Four gegen den TSV Owschlag als HVSH-Pokalsieger ist der Tanz auf zwei Hochzeiten für die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen Geschichte. Jetzt wollen viertplatzierte „Krabben“ in der Oberliga noch ein paar flotte Sohlen aufs Parkett legen.
Mit drei Pleiten
in Serie im Hinterkopf dürfte sich jetzt zeigen, ob die „Krabben“ einen kleinen
Knacks abbekommen haben. Laut HSG-Chefcoach Michael Schwarz eher nicht: „Gegen
den Drittligisten TSV Owschlag zu verlieren, ist für mich keine Schande. Das
Final Four machte dennoch viel Spaß, und wenn wir aus unseren Fehlern lernen,
ist der Erfolg bald wieder da.“ Um Platz vier gleich vor mehreren Verfolgern zu
verteidigen, müssen Carolin Hribar, Anica Huß, Alisa Lang, Jasmin Kaps, Caja
Lübker und Mandy Schrader allerdings zur Top-Form des 26:25-Siegs im Hinspiel
finden. Auf die Spezialität der Bredstedterinnen, ihren Keeper regelmäßig als
siebte Feldspielerin angreifen zu lassen, war Holstein taktisch perfekt
eingestellt. Annika Just und Anna-Lena Tetzlaff trafen jeweils das leere
TSV-Tor. Da Tetzlaff in Owschlag schmerzlich vermisst wurde, hoffen die
Kielerinnen, dass sie Grippe genesen Akzente setzen kann.
„Nordfriesland Tageblatt vom
2.4.11“
Kieler
HSG kommt: Extratraining für den Klassenerhalt
Bredstedt/Breklum - Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen ist am Sonntag (15 Uhr Sporthalle Breklum) in der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein nächster Gegner des Bredstedter TSV. Der Tabellenvierte kommt als Favorit nach Nordfriesland, zumal auch noch mit der Empfehlung, im Final Four des SHHV das Finale erreicht zu haben, das allerdings 19:31 gegen den Drittligisten TSV Owschlag verloren wurde. Im Hinspiel unterlag die Mannschaft von Ralf Johannsen unglücklich mit 25:26.
„Dieses Ergebnis wollen wir gerade rücken“, gibt der BTSV-Coach vor, der hofft, alle Spielerinnen einsetzen zu können, wenngleich es noch (z.B. bei Marieke Paulsen) einige Fragezeichen gibt. Die Mannschaft hat in der Woche ein Extratraining absolviert, zumal sie unter dem Zwang steht, mindestens noch zwei Heimspiele gewinnen zu müssen, um den Klassenerhalt zu sichern. Die HSG aus Kiel und Kronshagen hat sich nach einem Fehlstart gut gefangen und sich ins obere Tabellendrittel katapultiert.
„Wir sehen dieser Partie optimistisch entgegen“, strahlt
Trainer Johannsen Zuversicht aus. Weniger zuversichtlich sieht er der
Neuansetzung des wegen Krankheit von fünf Spielerinnen ausgefallenen Spiels gegen
die HSG Fockbek/Nübbel entgegen. Noch an diesem Wochenende soll entschieden
werden, wann und wo die Nachholpartie stattfindet. In Bredstedt ist man in
Sorge, dass der BTSV wegen des krankheitsbedingten Spielausfalls mit dem Entzug
des Heimrechts bestraft wird. Doch die Antwort auf die Frage nach dem Wo, Wann
und Warum sei, wie es von der Staffelleitung heißt, ein „schwebendes
Verfahren“, dessen Ausgang man abwarten müsse. Das bestätigte Staffelleiter
Rainer Tschirne. „Es geht um Neuansetzung oder Wertungsentscheid“, so der
Büdelsdorfer. Pikant, bedenkt man, dass der BTSV zurzeit Neunter ist – das ist
der erste sichere Platz, um den Klassenerhalt in der Oberliga zu schaffen.
Fockbek/Nübbel ist Zehnter, liegt nur zwei Zähler hinter den Nordfriesinnen, und
würde sich über das „Geschenk“ eines zusätzlichen Heimspiels sicherlich freuen.
Laut Tschirne habe Fockbek/Nübbel bereits bei der Verlegung darauf hingewiesen,
dass es Probleme mit einem Nachholtermin aus Urlaubs- bzw. beruflichen Gründen
geben könnte. Warum Bredstedt allerdings für die erwiesene und attestierte
Erkrankung von fünf Spielerinnen bestraft werden soll, erschließt sich nicht.
TSVO-Frauen
beherrschen Premiere
Final Four: Holstein
kämpfte sich ins Endspiel
Owschlag - Handball-Drittligist TSV Owschlag hat als erster Sieger des zweitägigen „Final-Four-Turniers“ für Frauen-Teams wie erwartet Pokal-Geschichte in Schleswig-Holstein geschrieben. Der Lokalmatador und Top-Favorit ging durch einen 31:19 (19:10)-Sieg im Endspiel über den Oberligisten HSG Holstein Kiel/Kronshagen in die HVSH-Annalen ein. Das Duell um Platz drei gewann TSV Jörl 31:22 (15:10) gegen HSG Fockbek/Nübbel.
Schon beim
Halbfinale wurde am Sonnabend mit ganz großen Gefühlen alles geboten, was das
Herz begehrt. Im ersten höchst dramatischen Spiel lieferten sich HSG Holstein
Kiel/Kronshagen und HSG Fockbek/Nübbel einen spannenden Handball-Krimi dank
wechselnder Führungen, den letztlich etwas glücklichere „Krabben“ 30:23 (25:23,
22:22, 14:11) nach Verlängerung für sich entschieden, obwohl man kurz vorm
Schlusspfiff der regulären 60 Minuten bereits am Rand einer Niederlage stand.
Als Fockbeks Kräfte schwanden, fortan nur noch ein einziger Treffer gelang,
setzten sich
konditionell bärenstarke Kielerinnen angetrieben von Mandy Schrader aus dem
linken Rückraum und Kreisläuferin Alisa Lang durch. Weitaus weniger Mühe hatten
Owschlags „Junge Wilde“, um den TSV Jörl 40:22 (18:11) zu deklassieren.
Statt Emotionen
pur gab es gestern allerdings eher Dienst nach Vorschrift. Dem 6:1-Blitzstart
(5.) für Owschlag folgte Holsteins frühe Auszeit, doch die „Jungen Wilden“
blieben stets körperlich wie gedanklich einen Tick schneller. Spielerisch
hilflose Kielerinnen kämpften immerhin um ihre sportliche Ehre. Das
Torhüterinnen-Duo Marion Albrecht/Yvonne Matalewski hielt die Niederlage
halbwegs in
Grenzen. Owschlag reichte eine Durchschnittsleistung zum ungefährdeten Triumph.
Neben mannschaftlich großer Geschlossenheit fiel Torfrau Kerstin Hartmann als
beste
Spielerin auf.
Lautstarker Jubel und stehende Ovationen für Sieger und Verlierer folgten erst
bei der finalen Pokalübergabe im glitzernden Konfetti-Regen durch Gaststar Lone
Fischer, die einst beim TSV Owschlag das Handball ABC lernte, zum
Bundesligisten Buxtehude wechselte und inzwischen auf dem Sprung in die
deutschen Nationalmannschaft steht. Als Gewinner darf sich der Frauen-Handball
in Schleswig-Holstein fühlen, da der HVSH vor insgesamt mehr als 850 Fans ein
erstklassiges Event beim zweitägigen Final-Four-Turnier rundum perfekt
organisierte.
Halbfinale
HSG
Holstein – HSG Fockbek/Nübbel 30:23 (25:23; 22:22; 14:11) n.V.
Holstein:
Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar 5, Huß 3, Just 1, Lang 3, Lübker 1,
Reimers, Mumm 5/2, Schrader 5, Kaps 2, Johannsen 5/4.
Fockbek:
Kaiser, Milferstädt – Kurbjuhn 5, Reinert 3, Stahlke, Tiedtke 2, Annika
Scheller 3, Miskic 1, Sievers 7/2, Dorthe Scheller 1, Krakuhn 1.
TSV
Jörl – TSV Owschlag 22:40 (11:18)
Jörl:
Paulsen, Kruse – Riebow 3, Kahlund 6/1, Börnsen 2, May 7/4, Martensen 2,
Scholz, Jensen 2, Tölle, Türk.
Owschlag:
Hartmann, Kühl – Schmidt-Vollgraf 3, Trceziok 3, Stolley 8/1, Zadow, Rohwer 3,
Schulz 6, Hagenah 1, Kirste, Gümmer 7, Machau 9/1, Linke, Elwardt.
Spiel
um Platz drei
HSG
Fockbek – TSV Jörl 22:31 (10:15)
HSG:
Kaiser, Milferstädt – Kurbjuhn 7, Reinert, Stahlke 2, Tiedtke, Annika Scheller
10, Miskic, Sievers 2, Dorthe Scheller 1.
Jörl:
Paulsen, Kruse – Riebow 4, Kahlund 11, Börnsen 5, May 5, Martensen 3, Scholz 1,
Jensen 1, Sreenbück, Türk 1.
Endspiel:
HSG
Holstein – TSV Owschlag 19:31 (10:19)
HSG
Holstein: Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar 2, Huß 2, Just 2, Lang 4,
Lübker, Reimers 2, Mumm 3/1, Schrader 3/1, Kaps 1, Johannsen.
Owschlag: Hartmann, Kühl – Schmidt-Vollgraf, Trceziok 6, Stolley 5/3, Zadow, Rohwer 2, Schulz 3/1, Hagenah 4, Kirste 3/1, Gümmer 3/1, Machau 4, Linke 1, Elwardt.
„Landeszeitung vom 28.2.11“
Der
erste Titel ist da
Drittligist TSV Owschlag wird seiner Favoritenrolle
gerecht und triumphiert beim Final Four
Owschlag - Am Ende wurde Christian Hungerecker doch noch nass. Kathleen Schulz und Alke Trceziok ließen es sich nicht nehmen, ihrem Trainer, der sich zunächst davon geschlichen hatte, eine Sektdusche zu verpassen. Doch Hungerecker ertrug das Ritual, das solche Feierlichkeiten mit sich bringen, mit stoischer Ruhe. Und zu Feiern hatten Schulz und Co. eine Menge. Die Owschlagerinnen haben gestern das erste Final Four des Handball-Verbandes Schleswig-Holstein gewonnen.
Bei der Premiere der Pokal-Endrunde in Owschlag setzte sich der gastgebende TSV im Finale vor 400 Zuschauern gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 31:19 (19:10) durch und schrieb damit ein Stück Geschichte. „Das ist schon ein tolles Gefühl, als erste Mannschaft diesen Pokal gewonnen zu haben“, strahle Schulz. Dass Owschlags Mannschaftsführerin Greta Stolley am Ende der zwei Tage die neu angefertigte Siegertrophäe in die Höhe recken durfte, daran gab es schon vor dem Anpfiff zur ersten Partie am Sonnabend kaum Zweifel. Schließlich hatten sich neben dem Tabellenzweiten der 3. Liga mit der HSG Holstein Kiel/Kronshagen, dem TSV Jörl und der HSG Fockbek/Nübbel lediglich Oberligisten für die Finalrunde qualifiziert, weil viele Drittligisten für den Wettbewerb gar nicht gemeldet hatten. So litt die Veranstaltung etwas darunter, dass dem TSV Owschlag ein ebenbürtiger Gegner fehlte. Im Halbfinale zeigten die Hungerecker-Schützlinge dem TSV Jörl beim 40:22 (18:11) deutlich die Grenzen auf. Und auch das Finale war eine einseitige Sache. „Dennoch war es nicht ganz einfach für uns. Wir waren schon ein wenig nervös, weil ja alle erwartet haben, dass wir gewinnen. Nun sind wir glücklich, dass es geklappt hat. Pokalsieger ist doch ein schöner Titel“, verriet Greta Stolley. Sicherlich hätten seine Spielerinnen „nicht den besten Handball“ gezeigt, meinte Hungerecker, „aber dazu sind wir einfach zu wenig gefordert worden. Dennoch war das Turnier eine tolle Sache. Das ist der richtige Weg, um den Pokalwettbewerb wieder interessant zu machen.“
Michael Näve, Trainer der HSG Fockbek/Nübbel, fand ebenfalls Gefallen am neuen Modus. „Das sollte man unbedingt beibehalten. Das ist eine Bereicherung für den Handball.“ Sportlich lief es für sein Team indes nicht wie erhofft. Im Halbfinale scheiterte der Oberligist unglücklich am Ligakonkurrenten HSG Holstein Kiel/Kronshagen. 13 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit traf Lone Kurbjuhn beim Stand von 22:22 nur den Innenpfosten, somit musste die Verlängerung über Sieger und Verlierer entscheiden. Und in der Extrazeit entpuppten sich die Kielerinnen als die bessere Mannschaft. Mit 8:1 gewann Holstein die zweimal fünf Minuten. Im Spiel um Platz 3 gegen den TSV Jörl fehlte den Näve-Schützlingen dann die mentale Frische. Zudem musste die HSG auf Melanie Krakuhn verzichten, die sich in der Vorschlussrunde am Fuß verletzt hatte. Mit 22:31 (10.15) ging das kleine Finale verloren. „Ich hoffe, wir machen es am kommenden Sonnabend besser“, meinte Annika Scheller. Denn in fünf Tagen geht es in der Oberliga gegen den gleichen Gegner um wichtige Punkte.
Auch im Lager des TSV Owschlag gilt die ganze Konzentration nun wieder der Punktrunde. Im Kampf um die Meisterschaft in der 3. Liga liegt der TSV vier Spieltage vor Saisonende weiter auf Platz zwei, mit einem Zähler Rückstand auf den VfL Oldenburg II. Bei den Niedersachsen hat allerdings der Hauptsponsor Konkurs angemeldet. Ob der Bundesligist eine Lizenz für die 1. oder 2. Liga für die kommende Saison beantragt ist ungewiss. Wie es dann mit der Reserve weitergeht ebenfalls. „Deshalb müssen wir sehen, dass wir auf alle Fälle unseren zweiten Platz verteidigen und an den Relegationsspielen teilnehmen, falls Oldenburg verzichtet“, sagt Hungerecker. Ziel sei aber nach wie vor die Meisterschaft. Hungerecker: „Noch ist alles möglich.“ Der Pokal soll nicht der einzige Titel sein, der in dieser Saison beim TSV Owschlag gefeiert wird.
„Kieler Nachrichten vom 26.3.11“
Vorhang
auf zum ersten Final Four
Gastgeber
Owschlag in der Favoritenrolle
Owschlag - Das Premieren-Fieber steigt. Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen lockt ein zweitägiges Handball-Fest mehr als 1000 Fans nach Owschlag. Schleswig-Holstein sucht beim „Final Four“ den Frauen-Pokalsieger und alle wollen live dabei sein.
Vom reformierten
Modus einer viel professionelleren Struktur, dem bunten Rahmenprogramm und
Emotionen pur fühlen sich heute und morgen nicht nur die Menschen magisch
angezogen,
sondern auch vier
qualifizierte Mannschaften mit TSV Jörl, HSG Fockbek/Nübbel, HSG Holstein
Kiel/Kronshagen als Oberligisten sowie Drittligist TSV Owschlag. Selbst ohne
den Heimvorteil
wären Owschlags
„Junge Wilde“ erklärter Favorit, um im zweiten Halbfinale gegen den TSV Jörl
anzutreten (heute, 19 Uhr). „Bei allem Respekt vor jedem Gegner. Das ist unser
Anspruch. Deshalb werde ich Jörls Spielerinnen jetzt auch nicht stärker reden
als sie es tatsächlich sind“, nimmt TSVO-Chefcoach Christian Hungerecker die
von allen Szene-Kennern zugedachte
Rollenverteilung
an. „Wir wollen das Turnier gern erfolgreich gestalten und meine Mannschaft
freut sich drauf.“
Eher offen
erscheint das erste Halbfinale zwischen HSG Holstein und HSG Fockbek/Nübbel
sein (heute, 17 Uhr), obwohl hoch motivierte „Krabben“ im Saisonverlauf beide
Duelle um Punkte für sich entscheiden konnten. „Neben der Tagesform vielleicht
ein kleiner psychologischer Vorteil für uns“, spekuliert Holstein-Trainer
Michael Schwarz. „So einen Festtag wird niemand allzu oft in seiner
Handball-Karriere erleben.“ Knapp 100 Fans wollen ihr Team als Karawane von
Kiel bis nach Owschlag begleiten. Offen bleibt, wer in Bestbesetzung das
Potenzial hat, zur Pokal-Heldin zu avancieren. Im Viertelfinale war
Kreisläuferin Caja Lübker Matchwinnerin mit dem Siegtreffer über Drittligist HF
HUK.
Kampfkraft und
Teamgeist, statt Kuschelkurs sind morgen vor der Pokalübergabe erneut angesagt,
wenn zunächst beide Verlierer im kleinen Finale um Platz drei wetteifern (13
Uhr), ehe das Endspiel den Saison-Höhepunkt markiert (15 Uhr). Dass Michael
Schwarz ein Duzfreund von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry
Carstensen ist, gilt bei der HSG Holstein intern als gutes Omen, den Pott nach
Kiel zu holen.
„Landeszeitung vom 26.2.11“
Wer
schreibt Pokalgeschichte?
Gastgeber TSV Owschlag geht als großer Favorit ins
Final Four bei den Frauen – HSG Fockbek/Nübbel will ins Endspiel
Owschlag/Fockbek - Keine Frage, für die Handballerinnen des TSV Owschlag und der HSG Fockbek/Nübbel ist es der Höhepunkt der Saison, wenngleich der Fokus in beiden Lagern auf der Punktrunde liegt. Während die Owschlagerinnen noch um den Aufstieg in die 2. Liga kämpfen, stemmen sich die Fockbekerinnen mit aller Macht gegen den Abstieg aus der Oberliga. Doch das zählt an diesem Wochenende nicht, kann doch eines der beiden Teams morgen Geschichte schreiben. Denn erstmals wird der Pokalsieger auf Landesebene in einem Final Four ermittelt. „Das ist eine Super-Sache“, sagen Owschlags Trainer Christian Hungerecker und sein Pendant auf Fockbek/Nübbeler Seite, Michael Näve, unisono. „Durch diese neue Organisationsform hat der Pokal-Wettbewerb deutlich an Attraktivität gewonnen“, meint Hungerecker.
Seinem Team obliegt dabei nicht nur wegen des Heimvorteils die Favoritenrolle. Die Gastgeberinnen haben sich als einziger Drittliga-Vertreter für die Endrunde qualifiziert. Neben der HSG Fockbek/Nübbel komplettieren mit der HSG Holstein Kiel/Kronshagen und dem TSV Jörl zwei weitere Oberligisten das Teilnehmerfeld. „Die Owschlagerinnen werden wohl Turniersieger, im Vergleich zu uns Oberligateams ist Owschlag eineinhalb Ligen besser“, mutmaßt Näve, dessen Team im ersten Halbfinale heute um 17 Uhr auf die HSG Holstein Kiel/Kronshagen trifft. In der Punktrunde hatte Fockbek/Nübbel zweimal das Nachsehen. „Wir wollen im dritten Anlauf endlich einmal gewinnen“, stellt Näve klar. Für ihn steht fest, dass das Spiel um Platz drei nicht das Ziel ist. Mit Volldampf ins Finale ist das Motto. Die 18:26-Niederlage im Februar gegen die Kielerinnen macht ihm dabei in erster Linie Mut. „Das war so schlecht, so schlecht spielt man kein zweites Mal“, ist er sich sicher. Und wird sich immer sicherer, je häufiger er sich das Debakel auf DVD anschaut. Daraus hat er seine Schlüsse gezogen und seine Mannschaft ist sowieso heiß. „Die freuen sich auf das Ereignis“, erzählt Näve. Eine Einlaufhymne und Mannschaftsporträts mussten an den Veranstalter übermittelt werden und das hat man im Punktspielbetrieb höchstens bei Heimspielen. „Wir sind froh, dass wir beim ersten Final Four mit dabei sind. Wer weiß, wie sich das weiter entwickelt und angenommen wird. Für uns steht fest, dass die Partie gegen Kronshagen ein Pflichtsieg ist und dann schauen wir mal, wie die Kür im Finale wird“, sagt er.
Dort wird am Sonntag (15 Uhr) höchstwahrscheinlich der
TSV Owschlag warten, der heute um 19 Uhr gegen den TSV Jörl den zweiten Endspielteilnehmer
ermittelt. „Jörl wird sicher über den Kampf kommen, aber ich werde jetzt auch
keinen Gegner stärker reden als er ist“, sagt Christian Hungerecker. „Wir
müssen und wir werden die Aufgaben mit dem Anspruch eines Favoriten lösen. Die
Mannschaft freut sich auf dieses Turnier und wird dementsprechend auftreten.“
„Pinneberger Tageblatt vom
22.3.11“
Hohe
Hürde Kronshagen gemeistert
ELLERBEK -
"Die bittere Heimniederlage in der Hinrunde war nicht vergessen." Was
Manuela Henße, Trainerin der Oberliga-Handballerinnen vom TSV Ellerbek, kaum 30
Minuten nach dem Abpfiff ganz sachlich analysierte, das war während des
Punktspiels zuvor jederzeit zu beobachten gewesen: Die zwei Punkte vom Sonntag
wollten die Ellerbekerinnen nach ihrem 21:22 im November unbedingt.
Und das gelang: Mit 33:27 (14:12) meisterten die TSV-Frauen die Hürde HSG
Holstein Kiel/Kronshagen, und Henße genoss es in vollen Zügen: "In
Kronshagen gewinnen, das schafft nicht jeder." Und dabei war die Leistung
noch nicht einmal optimal: Obwohl intensiv auf die Angriffssysteme der HSG
vorbereitet, taten sich die Ellerbekerinnen hier lange Zeit schwer. So konnte
sich bis weit in die zweite Halbzeit hinein keines der beiden Teams absetzen.
Das gelang den Gästen in der letzten Viertelstunde, als sie aus dem knappen
22:21-Vorsprung (46. Minute) ein 29:23 (53.) machten. "Damit war der HSG
der Zahn gezogen", urteilte Henße, deren Team sich fortan damit begnügte,
den Vorsprung zu verwalten. Die Folge in der Tabelle: Bis auf einen Minuspunkt
ist Ellerbek an den unterlegenen Tabellenvierten herangerückt. Weiter geht es
nun erst am 3. April, wenn die HSG Tarp/Wanderup in Ellerbek antritt.
TSV Ellerbek:
Mohr, Laupichler - Steinberg (12), Günter (5), Schwarz (2), Lohmeier (4/1),
Lehmhagen (8/1), Jacobs (1), Höhne (1), Seemann, Jachimowitz.
„Kieler Nachrichten vom 21.3.11“
HSG
Holstein Kiel/Kron. – TSV Ellerbek 27:33 (12:14)
Eine Woche vor dem
Final Four Pokal-Spektakel des Schleswig-Holsteinischen Handball-Verbandes für
Frauen in Owschlag schienen die Kielerinnen nicht wie gewohnt bei der Sache zu
sein. Aggressivität und Abstimmung im Abwehrbereich fehlten. Stattdessen
durften Julia Steinberg (10 Tore) und Maren Lehmhagen (8 Treffer) aus dem
Ellerbeker Rückraum zum Rundschlag ansetzen. Weil weder Julia Immoor bis zur
Pause, noch Marion Albrecht in der zweiten Halbzeit Bälle anfassten, ging der
Schuss für Holstein bei dieser kaum einkalkulierten Heimniederlage nach hinten
los. Daran konnten auch Kreisläuferin Alisa Lang, die oft lediglich auf Kosten
von Siebenmeterreifen Fouls zu stoppen war, oder Allrounderin Mandy Schrader
mit offensiv guter Form nur wenig ändern. „Das war defensiv die mit Abstand
schlechteste Saison-Leistung. Insofern haben wir uns eigener Stärken, per
Tempogegenstoß zum Erfolg zu kommen, selbst beraubt“, sagte HSG-Trainer Michael
Schwarz.
HSG Holstein:
Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar 2, Huß, Just 1, Lang 1, Lübker 3, Reimers
1, Mumm 3/1, Schrader 6/2, Tetzlaff 3, Kaps 4/1, Johannsen 3/3.
„Kieler Nachrichten vom 19.3.11“
Kieler
Duo sucht die Erfolgsspur
HSG Holstein
und THW hoffen auf Heimsiege
Mit einer ganz
gehörigen Portion Wut im Bauch treten die Kieler Handballerinnen am 21.
Saison-Spieltag der Frauen-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein an, um zwei
unnötige Niederlagen
in positive
Energie zu verwandeln. Während sich die HSG Holstein (4.) zuletzt von den
Schiedsrichtern stark benachteiligt fühlte, übte der THW als Tabellenelfter
Selbstkritik. Heimsiege sollen helfen zur Erfolgsspur zurückzukehren.
Holstein
Kiel/Kronshagen – Ellerbek (morgen, 17 Uhr)
Neben zwei höchst
umstritten verlorenen Punkten droht den „Krabben“ sogar eine doppelte
Bestrafung, falls Chefcoach Michael Schwarz wegen seiner Roten Karte vor
Wochenfrist gesperrt wird. Intern büßte er bereits: „Unsere Abschlussfahrt
finanziere ich durch mein Verwarnungsgeld erheblich mit.“ Im Verfolgerduell
gegen den Tabellenfünften Ellerbek geht es nichtsdestotrotz zur Tagesordnung
über. Auch bei der jüngsten Niederlage zeigte Holstein handballerisch eine
überzeugende Leistung. Die Kielerinnen kämpfen ohnehin wie Löwen, um den treuen
Fans beste Unterhaltung zu bieten. Als Alternative zu Flügelflitzerin Johanna
Huber (Kreuzbandriss) wurde Mandy Schrader vorteilhaft auf Linksaußen umgeschult.
Nele Johannsen steht nicht nur sehr nervenstark in der Deckung ihre Frau,
sondern auch beim Strafwurf, weshalb Michael Schwarz seiner Mannschaft einen
Heimsieg als Reaktion zutraut.
„Pinneberger Tageblatt vom
18.3.11“
Ellerbeks
Handballerinnen setzen auf ihre Glücksbringerin
ELLERBEK -
Glücksbringer sind solange beliebt, wie sie ihrem Namen alle Ehre machen. Im
Duell mit dem MTV Herzhorn am vergangenen Wochenende wirkte sich die, wenn auch
nicht auf dem Spielfeld, Anwesenheit von Frederike Wedding jedenfalls positiv
auf das Spiel der Ellerbeker Handballerinnen aus. Die frühere TSV-Akteurin zog
es Anfang der Saison aus beruflichen Gründen nach Mallorca, derzeit befindet
sich Wedding auf "Heimaturlaub".
Ob sie auch am Sonntag um 17 Uhr unter den Zuschauern in der Kieler Sporthalle
am Suchsdorfer Weg weilen wird, ist noch unklar. Sicher ist jedoch, dass der
Oberligist aus Ellerbek den Tabellennachbarn der SG Holstein Kiel/Kronshagen
(Platz vier) wahrscheinlich in bestechender Form antreffen wird. So verlor die
Spielgemeinschaft jüngst sogar beim Tabellenzweiten Ahrensburger TSV mit nur
einem Tor.
Vielleicht kann sich Julia Steinberg nach überstandener Erkältung erneut zur
Tormaschine entwickeln, stolze sechzehn Treffer aus dem Rückraum schenkte sie
kürzlich dem MTV Herzhorn ein. "Wenn nicht, müssen eben andere
einspringen", so TSV-Trainerin Manuela Henße.
„Stormarner Tageblatt vom
16.3.11“
ATSV
weiter im Titelkampf
Oberliga-Handballerinnen besiegen Holstein Kiel/Kronshagen mit 29:28 / Verfolger Lauenburger SV patzt
Ahrensburg - Denkbar knapp mit 29:28 (16:14) haben die Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV gegen den Tabellenvierten HSG Holstein Kiel/Kronshagen die Oberhand behalten und damit den zweiten Tabellenrang verteidigt. Klassenprimus SC Alstertal-Langenhorn wankte zwar in Wattenbek, fiel aber beim 18:17-Erfolg letztlich nicht und liegt weiter einen Punkt vorn. Verfolger Lauenburger SV patzte hingegen beim zuvor Tabellenletzten HSG Hamburg-Nord und liegt nun zwei Punkte hinter dem ATSV. Es bleibt also spannend in der Frage um Meisterschaft und Aufstieg in die 3. Liga.
„Das Spiel haben wir über den Kampf gewonnen“, resümierte Trainerin Kathrin Herzberg. Denn gegen das Team von der Förde tat sich ihre Sieben zunächst schwer. Im Angriff agierte der ATSV zu dicht vor der defensiven 6:0-Abwehr der Gäste und entwickelte entsprechend wenig Durchschlagskraft. Zudem scheiterten die Schlossstädterinnen oft an der zunächst starken Torhüterin Marion Albrecht.
Eine Auszeit von Herzberg nach elf Minuten beim Stand von 5:8 brachte ihre Schützlinge auf den richtigen Weg. Auch weil Kiels Trainer Michael Schwarz Albrecht auswechselte und ihr Ersatz Yvonne Matalewski kaum eine Hand an den Ball bekam, glichen die Stormarnerinnen schnell zum 11:11 aus und erspielten sich eine 16:13-Führung. Ärgerlich war der Gegentreffer zum 16:14 mit dem Halbzeitpfiff.
Die Führung war nach der Pause schnell aufgebraucht. In der Folge blieb es spannend. Vier Minuten vor dem Ende lagen die Herzberg-Schützlinge mit 27:28 hinten. Als dann Torhüterin Lena Teufel eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Meckerns erhielt, parierte ihr Ersatz Lisa Schier gleich einen Siebenmeter. Am Ende aber hatten die Ahrensburgerinnen großes Glück, als bei einem Foul statt auf Siebenmeter gegen den ATSV auf Abwurf entschieden wurde. „Ich habe die Situation nicht gesehen“, erklärte Herzberg. „Aber wenige Sekunden zuvor wurde gegen uns ein Stürmerfoul gepfiffen, das keins war.“
„Krabben“-Trainer Schwarz brüskierte sich so sehr über
die Entscheidung der Schiedsrichter, dass er die Rote Karte sah. Da somit sein
Team zwei Minuten in Unterzahl spielen musste, konnte der ATSV in Überzahl
durch Bianca Schuster den Siegtreffer erzielen. Zwar gab es mit dem Abpfiff
noch einen letzten Freiwurf für die Gäste, der jedoch neben dem Tor landete.
Entsprechend groß war der Jubel bei den Hausherrinnen, die im Jahr 2011
weiterhin ohne Niederlage bleiben und nun seit neun Spielen ungeschlagen sind.
Aufstellung Ahrensburg: Lena Teufel (1.-56. Minute), Lisa Schier (56.-60.) – Carolin Fischer (8/5), Janicke Bielfeldt, Melanie Schlüter (je 5), Nadine Grunwald (4), Ilka Bernhardt, Bianca Schuster (je 3), Sina Jaeger (1/1).
„Ahrensburger Zeitung vom
15.3.11“
"Jetzt
wollen wir Meister werden"
Nach dem 29:28-Sieg gegen Kiel formulieren Ahrensburgs
Oberliga-Handballerinnen ein neues Saisonziel
Ahrensburg - Der effektivste Spielerinnenwechsel war ungewollt. Als Torfrau Lena Teufel vom Ahrensburger TSV in der 56. Minute eine Zeitstrafe wegen Meckerns kassierte, musste neben ihr auch noch eine Feldspielerin auf der Auswechselbank Platz nehmen. Dafür ging zum ersten Mal in dieser Oberligapartie Lisa Schier ins Tor der Gastgeberinnen. Die 24-Jährige wehrte gleich einen Strafwurf ab sowie anschließend noch zwei wichtige Bälle. So reichte es für Ahrensburgs Handball-Frauen dann doch zum mühsamen 29:28 (16:14)-Erfolg gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Eine Minute vor Schluss hatten die Stormarnerinnen noch mit 27:28 hinten gelegen, ehe Melanie Schlüter und Bianca Schuster mit ihren Treffern das Blatt wendeten.
"Lena genießt derzeit das etwas größere Vertrauen bei mir. Sie benötigt im Spiel nur eine gute Parade und schon ist sie da. Daher stand sie auch gegen Kiel so lange im Tor", sagte Trainerin Kathrin Herzberg. Teufel rechtfertigte dies mit 17 Paraden. Doch zu welcher Klasse auch Bauingenieurwesen-Studentin Schier fähig ist, hatte sie vor allem in der vergangenen Serie gezeigt, als sie ein sicherer Rückhalt war. In dieser Saison konnte sie daran nicht immer anknüpfen, aber vielleicht gibt ihr die starke Schlussphase gegen Kiel das nötige Selbstvertrauen. Herzberg: "Sie wird sicher in den nächsten Partien wieder deutlich mehr Spielanteile bekommen."
Die Ahrensburgerinnen taten sich lange schwer. Reihenweise technische Fehler, schleppende Rückzugsbewegungen sowie schwache Würfe gegen Kiels starke Torfrau Marion Albrecht machten es dem Tabellenzweiten, der auf die abwehrstarke Jessica Fraatz (berufliche Fortbildung) verzichten musste, schwer, sich abzusetzen.
Bei den Gastgeberinnen gefiel vor allem Schlüter, die diesmal sowohl auf Rechts- als auch auf Linksaußen eingesetzt wurde. Die 33-Jährige war mit sechs Treffern zweitbeste Werferin bei den Ahrensburgerinnen. Nur Carolin Fischer traf mit acht Toren häufiger, fünf davon aber nach Siebenmetern. In der teaminternen Torschützenliste hat Carolin Fischer nun mit Janicke Bielfeldt gleichgezogen - beide haben jeweils 80 Tore geworfen.
Die Abwehrleistung war überwiegend solide. Nadine Grunwald und Julia Nikoleit standen sehr sicher. Die Gäste, die auch nach der Niederlage Tabellenvierte bleiben, erzielten neun ihrer Tore nach Tempogegenstößen sowie drei per Siebenmeter. Allerdings erwies Trainer Michael Schwarz seinem Team einen Bärendienst, als er 72 Sekunden vor Spielende wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte sah und seine Mannschaft deshalb in Unterzahl zu Ende spielen musste.
Beim ATSV lief über weite Strecken im Rückraum wenig zusammen, die mangelnden Alternativen machten sich einmal mehr bemerkbar. Doch mit großem Kampf und unerschütterlichem Selbstvertrauen setzten sich die Sormarnerinnen erneut durch. "Unsere Mannschaftsleistung war wieder super. Selbst wenn einige mal keinen guten Tag haben, können es die anderen kompensieren", sagte die Trainerin.
Da Konkurrent Lauenburger SV bei der abstiegsgefährdeten SG Hamburg-Nord mit 16:17 patzte, scheint sich der Meisterschaftskampf zum Duell zwischen Spitzenreiter SC Alstertal-Langenhorn (32:8 Punkte) und dem ATSV (31:9) zu entwickeln. Dafür benötigen die Stormarnerinnen auch am Sonnabend (17 Uhr, Friedrich-Hebbel-Straße) einen Sieg beim Tabellenachten HSG Tarp-Wanderup.
Herzberg, die sich öffentlich bislang noch nicht zu einem möglichen Titelgewinn geäußert hatte, formuliert nun deutlich selbstbewusster eine neue Zielvorgabe: "Jetzt wollen wir auch Meister werden."
Die weiteren Tore für den Ahrensburger TSV erzielten: Janicke Bielfeldt, Nadine Grunwald (je 4), Ilka Bernhardt, Bianca Schuster (je 3) und Sina Jäger (1/1).
„Kieler Nachrichten vom 14.3.11“
„Krabben“
hadern mit dem Schicksal
Ahrensburger
TSV – Holstein/Kronshagen 29:28 (16:14)
Wattenbek - Bei den Frauen wurden die jüngsten Serien
von Holstein und Wattenbek gestoppt.
Nach sechs Siegen
in Serie endete Holsteins Höhenflug. Weil Ahrensburger Härten selten geahndet
wurden, haderten die „Krabben“ mit dem Schicksal. „Wir wurden von der ersten
Minute bis zur letzten Sekunde klar benachteiligt und mussten gegen neun Gegner
antreten. So etwas habe ich noch nie erlebt “, echauffierte sich HSG-Coach
Michael Schwarz, der sogar die Rote Karte (59.) wegen Beleidigung der Referees
sah. Zuvor hatte Keeper Marion Albrecht zwar einen Siebenmeter von Carolin
Fischer pariert, war aber beim Nachwurf machtlos. Obwohl der Abpraller Fischer
auf den Fuß fiel und sie im Kreis stand, zählte ihr Tor zum 28:28. Im Gegenstoß
blieb das Foul an Carolin Hribar ohne Zeitstrafe und Freiwurf ungesühnt, so
dass Michael Schwarz kaum zu bremsen war. In Überzahl erzielte die
Ex-Altenholzerin Bianca Schuster mit finaler Aktion sogar noch den Siegtreffer:
„Ich muss mich bei meinem Team entschuldigen. Der Ausraster von mir ist
unverzeihlich. Die bessere Mannschaft hat deshalb verloren.“
HSG Holstein
Kiel/Kronshagen: Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar 4, Huß 4, Just, Lang 1,
Lübker 4, Reimers, Mumm, Schrader 5, Tetzlaff 4, Kaps 3, Johannsen 3/3.
„Kieler Nachrichten vom 12.3.11“
Holstein-„Krabben“
treten beim Ahrensburger TSV an
Ahrensburger
TSV – HSG Holstein/K. (So., 15 Uhr)
Klassenerhalt war
das erklärte Minimalziel vor dem Saison-Start in der Frauen-Oberliga für die
Kieler Handballerinnen. Während die „Zebra“-Damen im Abstiegskampf wohl noch
bis zum Herzschlagfinale zittern müssen, legen Holsteins „Krabben“
ambitionierte Maßstäbe an.
Ohne Furcht vor dem Favoriten klappert bei den „Krabben“ nur der Storch. Kapitänin Janina Wildner fällt fortan wegen ihrer Babypause aus. Die Ahrensburgerinnen sind nicht nur spielerisch der stärkste Gegner, sondern bieten mit offensiv orientierter 3-2-1-Abwehr auch attraktiven Handball. Taktisch wird sich Holstein etwas einfallen lassen müssen. „Dass wir so weit oben stehen, hat uns wohl kein Mensch zugetraut. Ich rechne mir ganz gute Chancen aus, Revanche für eine herbe 22:30-Hinrundenniederlage in Kiel zu nehmen“, so HSG-Coach Michael Schwarz. Personell kann Michael Schwarz bis auf Rekonvaleszentin Johanna Huber (Kreuzbandriss) aus dem Vollen schöpfen.
„Stormarner Tageblatt vom
11.3.11“
Herzberg-Sieben muss ihre
Hausaufgaben machen
Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV empfangen
HSG Holstein Kiel/Kronshagen / Eine Serie wird sicher reißen
Ahrensburg - Auch nach dem Kantersieg im Nachholspiel gegen Ellerbek hat sich für die Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV nicht viel geändert. Zwar hat das Team von Trainerin Kathrin Herzberg die Lauenburger SV in der Tabelle überholt und steht nun auf Platz zwei (29:9 Punkte). Vorne ist jedoch immer noch mit einem Punkt Vorsprung der SC Alstertal-Langenhorn, so dass die Stormarnerinnen auf einen Ausrutscher des SC warten müssen.
Wenn der ATSV ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden will, muss er weiter seine Hausaufgaben machen. Dabei wartet morgen (15 Uhr, Heimgartenhalle) eine schwere Aufgabe auf die Herzberg-Sieben. Mit dem Tabellenvierten HSG Holstein Kiel/Kronshagen (24:14) kommt ein Team nach Ahrensburg, das sechs Mal in Folge gewinnen konnte. Lediglich in der ersten Partie des neuen Jahres gab es eine 20:25-Niederlage gegen Alstertal. Nur die Serie des ATSV ist noch beeindruckender: Acht Mal in Folge sind die Ahrensburgerinnen ungeschlagen und verloren 2011 noch keine Partie. Zuletzt gab es ebenfalls sechs Siege in Folge. Egal, wie die Partie also ausgeht, eine Serie wird sicher reißen.
Das Hinspiel gewann der ATSV deutlich mit 30:22. „Ich habe die Partie gar nicht mehr richtig in Erinnerung“, erklärt Herzberg. „Aber bislang sind wir ja ganz gut damit gefahren, uns nicht speziell auf den Gegner vorzubereiten, sondern unser Spiel zu machen.“
Ein Fragezeichen steht hinter Spielführerin Lena David,
die an einer Blutvergiftung leidet und stark erkältet ist. Ansonsten hat
Herzberg voraussichtlich alle Spielerinnen an Bord.
„Flensborg AVIS vom 1.3.11“
Herbe
Blamage für die HSG-Frauen
HSG
Tarp-Wanderup gerät in Kiel mit 19:35 unter die Räder.
KIEL - 19:35!
Diese Niederlage tat den Oberliga-Handballerinnen der HSG Tarp-Wanderup beim
THW Kiel gleich doppelt weh. Gegen den direkten Konkurrenten HSG Holstein
Kiel/Kronshagen erlebten die Handballerinnen von der Treene eine Blamage. Schon
zur Pause lag die Mannschaft um HSG-Trainerin Anette Hesse mit 7:15 deutlich im
Hintertreffen. Der große Rückstand lag nicht unbedingt an der Dominanz der
Kieler, sonder eher an der Chancenverwertung der Gäste.
Dutzendweise
Fehlversuche brachten die HSG um die Chance eine Aufholjagd zu starten.
Stattdessen spielten sich die Gastgeberinnen in einen Rausch und zogen über
zahlreiche Gegenstöße bis auf 35:19 davon. Für die Tarper gilt es die Blamage
schnelst möglich abzuschütteln und sich weiter auf den Verbleib in der Oberliga
HH/SH zu konzentrieren.
Holstein/Kr’hagen
– Tarp-Wanderup 35:19 (15:7)
Holstein setzte
seinen Höhenflug im Stil eines Spitzenteams fort. Der 35:19-Erfolg war sogar
die vorläufige Krönung der bisherigen Super-Saison. Schlüssel zum sechsten
Rückrunden-Sieg in Serie war einmal mehr Kiels bärenstarke 6:0-Deckung. Tarps
sonst stets gefürchtete Kreisläuferin Katrin Lucht kam kaum zur Entfaltung.
Während sich fast fehlerfreie „Krabben“ bis zum finalen Spielrausch steigerten,
wirkte Wanderup häufig hilflos. Allein Rechtsaußen Carolin Hribar traf neunmal
über erste oder zweite Welle per Tempogegenstoß, um aus einer Mannschaft ohne
Schwachpunkt herauszuragen. „Einfach geil“, kommentierte HSG-Trainer Michael
Schwarz den Triumph. „Das war Frauen-Handball vom Feinsten. Ich bin wunschlos
glücklich.“ Seine Truppe indes noch lange nicht, denn schon unmittelbar nach
dem Abpfiff schworen sich Anica Huß, Jasmin Kaps, Nele Johannsen, Anna-Lena
Tetzlaff und Co. auf den nächsten Gegner, Ahrensburger TSV, ein, um 12:0-Punkte
als Zwischenbilanz weiter auszubauen.
HSG: Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar 9, Huß 4, Just
3, Lang, Lübker, Mumm 4/2, Schrader 3, Tetzlaff 2, Kaps 6/2, Johannsen 4/1.
19:35
in Kiel: Ein Spiel zum Vergessen
KIEL - Bisher waren die Partie zwischen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen und der HSG Tarp-Wanderup immer spannende und knappe Spiel gewesen. Doch im Rückspiel der Oberliga Hamburg/SH gab es am Sieger keine Zweifel: Die Tarper Handball-Frauen erwischten einen rabenschwarzen Tag und verloren klar und deutlich mit 19:35 (7:15). „Das Spiel müssen wir schleunigst vergessen. Von hinten bis vorne haben wir einfach nur schlecht gespielt“, sagte Kreisläuferin May-Britt Petersen.
In der Anfangsphase hielt Tarp noch gut mit. Bis zum 5:5 blieb die Partie deshalb auch ausgeglichen. Doch dann zogen die Kielerinnen davon. Aber nicht dank ihrer eigenen Stärke, sondern aufgrund der schlechten Wurfauswahl der Gäste. „Wir haben viel zu überhastet abgeschlossen und sind oft im Block hängen geblieben. So hatte es Holstein dann auch einfach, zu kontern“, so Petersen. Sieben Tore in Folge zum 12:5 waren dann auch eine deutliche Sprache. Bis zur Pause stabilisierte sich Tarp dann etwas.
Im zweiten Durchgang wollten die Gäste dann auch weiter
dran bleiben. Doch die Geduld fehlte erneut. „Ganze 59 Fehlversuche haben wir
produziert. Das ist natürlich viel zu viel“, ärgerte sich Petersen. So blieb
eine Aufholjagd aus und stattdessen hatten die Kielerinnen Spaß daran gefunden,
Tempogegenstöße zu laufen. Über 18:10 zog Holstein auf 23:13 und 29:15 davon.
Allein Tarps Torhüterin Vera Callsen-Bracker verhinderte
ein noch höheres Debakel.
HSG Tarp-Wanderup: Lucht (1), Lorenzen (2), Petersen (2), Heyck-Schäfer (3), Luth (1), Lilienthal (2), Jacobsen (2), J. Hansen (6/2).
HSG Holstein – Tarp-Wand. (So., 17 Uhr)
In
der Handball-Oberliga HH/SH der Frauen scheint der THW Kiel trotz der jüngsten
Niederlage im Stadtduell bei „HolKro“ für das nächste Derby beim TSV Wattenbek
(7.) gewappnet zu sein, während HSG Holstein Kiel/Kronshagen den Höhenflug zu
Hause mit dem sechsten Sieg in Serie fortsetzen will.
„Mir
machte es in meiner Karriere noch nie mehr Spaß zu trainieren als mit dieser
tollen Mannschaft“, sagt HSG-Coach Michael Schwarz. Nun soll Wanderup Holsteins
Euphorie zu spüren bekommen, zumal es seit der Kieler 23:25- Hinspielniederlage
eine Rechnung zu begleichen gilt. Schwarz: „Da machten wir taktische Fehler und
ließen uns über den Kreis aushebeln. Das darf nicht wieder passieren.“
Allerdings fehlen Johanna Huber (Kreuzband-OP in zwei Wochen) und Janina
Wildner (Knochenabsplitterung am Sprunggelenk). Das geglückte Comeback der
torgefährlichen Wiebke Mumm macht indes Mut. Marion Albrecht sowie Mandy
Schrader komplettieren den Kieler Kader.
Mumm
war die Matchwinnerin
Handball vom
Feinsten bekamen 150 Fans im Kieler Derby der Handball-Oberliga HH/SH zwischen
den Frauen von HSG Holstein Kiel/Kronshagen und dem THW Kiel geboten. An Ende
hatten die „Krabben" gegen die „Zebras" knapp mit 24:22 (12:11) die
Nase vorn.
Kleinere Schwächephasen
des THW nutzte die HSG konsequent zum Sieg. „Da schien mehr drin. Sieben zu
unaufmerksame Minuten haben uns den Sieg gekostet", sagte THW-Betreuerin
Christel Rieck, nachdem die HSG von 17:17 (43.) vorentscheidend auf 20:17 (50.)
davongezogen war, und ergänzte: „Diesen Tick war Holstein hinsichtlich der
Tagesform besser." Ein Lob gab's für Torhüterin Inga Siedenburg.
Linksaußen Julia Kiener und Rechtsaußen Samira Krischewski konnten dem
enttäuschten Team von Michael Fischer nach der unnötigen Niederlage kaum Trost
spenden.
Nichtsdestotrotz
gewann HSG-Trainer Michael Schwarz mit seiner Mannschaft auch ohne Stammkräfte
wie Keeper Marion Albrecht (Grippe geschwächt), Mandy Schrader (Urlaub) und
Johanna Huber (Kreuzbandriss) verdient. Dafür avancierte Wiebke Mumm beim
Comeback nach Knie-Operation und Babypause mit fünf Treffern aus dem rechten
Rückraum zur Matchwinnerin. Als neue Nummer eins in Kiel galt der Dank auch Regisseurin
Annika Just. „Eine tolle Sache. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste
Duell und hoffen, dass auch THW den Klassenerhalt schafft", sagte Schwarz.
HSG: Immoor, Matalewski – Hribar 1, Huß 1, Just 5, Lang, Lübker 2, Reimers 1, Mumm 5, Tetzlaff 3, Kaps 6/2, Johannsen.
THW: Pulwitt, Siedenburg – Ach 4, Flach, Hell, Hild 1, Kiener 4/2, Krischewski 6, Niemann, Petermann 3, Scherner 4, Skrzypczak, Weber.
HSG-Holstein
ist wieder Kiels Nummer eins
Im
Oberliga-Stadtderby gestern Abend besaßen wie in dieser Szene Wiebke Mumm
(Foto) die Frauen der HSG Holstein Kronshagen zum Spielende Lufthoheit gegen
den THW Kiel. Beim 24:22-Heimsieg über die „Zebra"-Damen glückte den
„Krabben" damit ihre erhoffte Revanche für die deutliche 16:25-Hinrundenniederlage
beim THW. Beide Lokalrivalen boten im Prestigeduell vor fast 150 Handball-Fans
einen offenen Schlagabtausch auf gutklassigem Niveau. Bis zur 43. Minute
(17:17) stand das Stadtduell auf des Messers Schneide, ehe Holstein kleinere
Unaufmerksamkeiten beim THW zur vorentscheidenden 20:17-Führung (50.)
bestrafte. Unterm Strich ein nicht unverdienter Sieg der neuen Nummer
eins in Kiel.
Holstein
und THW pokern vor dem großen Frauen-Duell
HSG will
morgen Wiedergutmachung für 16:25 im Hinspiel
Die erste Poker-Partie
vor dem Prestigederby in der Frauen-Oberliga Hamburg/Schleswig zwischen den
hochmotivierten Handballerinnen von HSG Holstein Kiel/Kronshagen und dem THW
Kiel ist eröffnet. Kein Lokalrivale möchte sich schon vor dem Anpfiff in
taktischer und personeller Hinsicht in die Karten schauen lassen. Alle
Handball-Fans sind deshalb umso gespannter, welche Trümpfe im mit Spannung
erwarteten Stadtduell des 18. Spieltages stechen werden, um über Sieg oder
Niederlage zu entscheiden (So., 19 Uhr).
Beim Großkampftag
kommt zweifelsfrei tierische Vorfreude auf, wenn zurzeit viertplatzierte
„Krabben“ gegen zehntplatzierte „Zebra“-Damen Revanche für die empfindliche
16:25-Niederlage im Hinspiel nehmen wollen. „So dürfen wir uns nicht noch
einmal präsentieren“, erinnert sich HSG-Coach Michael Schwarz voller Entsetzen
an den rabenschwarzen 23. Oktober 2010 zurück. In der zweiten Halbzeit wurde
die HSG Holstein/Kronshagen vom Gegner nach allen Regeln der Handball-Kunst
vorgeführt.
Schwarz:
„Inzwischen hat sich meine junge Mannschaft aber prima weiterentwickelt.“ Vier
Rückrunden-Siege sowie das Erreichen des Final Four im Pokal des
Handball-Verbandes Schleswig-Holstein stempeln die „Krabben“ selbst ohne Janina
Wildner (Sprunggelenk) oder Johanna Huber (Knie) zum leichten Favoriten. Neben
der Tagesform dürfte ebenfalls das Torfrauen-Duell zwischen Marion Albrecht
(HSG, Grippe geschwächt) und Inga Siedenburg (THW) maßgeblich mitentscheidend
sein.
Während Michael
Schwarz auf weitere Überraschungseffekte hofft, greift Kollege Michael Fischer
trotz bester Saisonleistung im ersten Derby erneut in die psychologische
Trickkiste: „Ich gratuliere Holstein nicht nur zur tollen Truppe, sondern zu 95
Prozent auch zum Sieg, denn unter der Woche meldeten sich bei mir lediglich
sechs gesunde Spielerinnen voll einsatzfähig.“ Julia Kiener, Jana Schultz und
Sarah Scherner lagen erkrankt im Bett. Manya Petermann büffelte hingegen für
die in Kürze anstehenden Abitur-Klausuren. Ulrike Niemann absolviert derzeit
ein Praktikum bei einer Hamburger Reederei. Samira Krischewski sowie Hanna Hell
standen als Sportstudentinnen an der Christian-Albrechts-Universität beim
Geräteturnen unter großem Prüfungs-Stress. Tief stapeln, um dann hoch zu
gewinnen – mit dieser Taktik hat‘s für den THW bekanntlich schon einmalgeklappt.
Nichtsdestotrotz wollen die „Krabben“den „Zebra“-Damen einen heißen Tanz auf dem Parkett bieten.
HSG
Holstein trotz Auswärtssieg geschockt
MTV Herzhorn –
Holstein/Kr. 27:28 (12:14)
Holstein bleibt in
der Rückrunde ungeschlagen. Allerdings wurden beide Punkte teuer erkauft, denn
Flügelflitzerin Johanna Huber verdrehte sich ohne Fremdeinwirkung schon nach
zwei Minuten das Knie, um mit Verdacht auf Kreuzbandriss auszuscheiden. Trotz
des frühen Schocks bewahrten nervenstarke „Krabben“ ihre spielerische Linie
bei, kamen immer wieder über erste oder zweite Angriffswelle zu Toren. Vor
allem Rechtsaußen Carolin Hribar sowie Johanna Huber Ersatz Anica Huß auf
Linksaußen wussten zusammen ein Dutzend Mal per Tempogegenstoß zu gefallen.
Herzhorn kämpfte beherzt, präsentierte sich viel besser als es der vorletzte
Tabellenplatz vermuten lässt. Der 27:28-Anschlusstreffer kam bloß zu spät. „Es
ist eben nicht nur Glück, dass wir oft knapp gewinnen, aber der Sieg ist
Anbetracht der fatalen Verletzung von Johanna Huber sekundär“, sagte
HSG-Trainer Michael Schwarz.
HSG: Immoor, Matalewski – Hribar 7, Huber, Huß 5, Just 2, Lang, Lübker 3, Beke Reimers, Schrader, Tetzlaff 3/1, Kaps 3, Johannsen 5/5.
Leistungssteigerung
reicht nicht
HERZHORN - Gut gespielt und doch verloren – so lautet das Fazit der Oberliga-Handballerinnen des MTV Herzhorn. Sie hatten die HSG Holstein Kiel/Kronshagen zu Gast und unterlagen denkbar knapp mit 27:28 (12:14). „Diese Niederlage schmerzt natürlich sehr, aber man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Im Gegensatz zum letzten Spiel war es eine deutliche Leistungssteigerung und die Moral bei uns ist intakt“, so ein verständlicherweise etwas enttäuschter Trainer Kai Seefeld.
Wieder einmal zeigte sich, dass der Herzhorner Kader in der Breite nicht stark genug aufgestellt ist, um gut in der Liga mit zu spielen, zumal aus dem Jugendbereich derzeit auch nicht mit ausreichend Nachwuchs zu rechnen ist.
Die Blau-Gelben erwischten einen schlechten Start und gerieten trotz einer 1:0-Führung durch Christina Hinrichs schnell mit 2:4 ins Hintertreffen. Dabei bissen sie sich ein ums andere Mal an der defensiven Abwehr ihrer Gäste fest und ließen sich zu unvorbereiteten Würfen verleiten. Doch die Seefeld-Schützlinge fanden nach diesem Rückstand in der 10. Minute besser ins Spiel und bereits in der 15. Minute glich Gesche Seebandt zum 5:5 aus.
Von da an entwickelte sich eine enge Partie, in der die Kielerinnen zwar stets vorlegten, die Herzhornerinnen jedoch umgehend ausglichen. Erst zum Ende der ersten Halbzeit hin konnten die Gäste sich erneut ein wenig absetzen und führten in der 25. Minute mit 13:10. Treffer von Christina Hinrichs und Maike Langenberg sorgten dann für das 12:14 zur Pause.
Während der Halbzeit hatten die Seefeld-Schützlinge ihre Probleme besprochen und starteten gut. Mit viel Tempo begannen sie und bereits in der 33. Minute waren sie zum 14:15 „dran“. Elina Hesse und Christina Hinrichs setzten gleich noch zwei weitere Treffer drauf und so hatte beim Stande von 16:15 (35.) das Blatt sich ein klein wenig gewendet.
Doch die Kielerinnen waren clever genug, sich schnell auf das veränderte Spiel ihrer Gegnerinnen einzustellen, stellten Abwehr und Angriff um und in der 40. Minute stand es 19:19. Doch die Gastgeberinnen hatten vorerst weiterhin die Nase vorn. Mit einem verwandelten Strafwurf von Christina Hinrichs und einem Treffer von Maike Langenberg setzen sie sich auf 21:19 ab und hatten in dieser Phase die Partie eigentlich gut im Griff.
Doch sie verstanden es nicht, sich einen höheren und
somit beruhigenden Vorsprung zu erspielen. Ihre Gegnerinnen blieben dran und so
stand es in der 50. Minute 23:23. Doch immer noch lagen die Vorteile bei den
Herzhornerinnen und sie setzten sich erneut auf zwei Tore (25:23) ab. Dann
jedoch verloren sie nach einer bis dahin wirklich guten Leistung den Faden und
die Begegnung kippte. In der 54. Minute glich Kiel zum 25:25 aus, Herzhorn ging
zwar erneut in Führung, doch zwei darauf folgende Fehlwürfe wurden zum
schnellen Gegenstoß genutzt und schon lag die HSG mit 28:26 in Führung. Zwar
verkürzte Christina Hinrichs, die mit 13 Toren die gefährlichste Schützin war,
noch auf 27:28, doch es gelang nicht mehr, den verdienten Ausgleich zu
erzielen.
MTV Herzhorn: Mareike Struck, Marion Demant – Janna Wilcke 1, Elina Hesse 2, Maike Langenberg 6, Andrea Lorenzen, Franziska Petschke, Swetlana Frizler, Gesche Seebandt 5, Christina Hinrichs 13 (3), Annika Schulz
THW
setzt auf Abwehr, HSG auf Kondition
MTV
Herzhorn – HSG Holstein (heute, 18.30 Uhr)
Laut
des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Instituts liegt Kiel im Profisport-Ranking
hinter Hamburg, München und Berlin bundesweit auf Rang vier. Das spiegelt sich
auch in der Handball-Oberliga der Frauen wider, in der die HSG Holstein als
Tabellenvierter und THW (6.) vordere Plätze belegen, was sich am 17.
Saison-Spieltag keinesfalls ändern soll.
Während die „Krabben“ ihr Potenzial gerade mit drei Siegen voll ausschöpften, verkaufte sich Herzhorn bisher als Vorletzter weit unter Wert. Das weiß HSG-Trainer Michael Schwarz ganz genau, um vor dem angeschlagenen, aber gefährlichen Gegner zu warnen: „Wir fahren mit sehr viel Respekt nach Glückstadt. Torjägerin Gesche Seebandt ist eine Klasse für sich. Herzhorn hat im kleinen Kader bloß oft das Problem, dass sich trotz guter Leistungen zum Schluss Kräfteverschleiß bemerkbar macht. Deshalb drücken wir von der ersten Minute an aufs Tempo. Am Ende wird unsere bessere Kondition belohnt.“ Im Hinspiel besiegten Anna-Lena Tetzlaff und Mandy Schrader MTV mit 16 Treffern aus dem Kieler Rückraum fast allein. Rechtsaußen Carolin Hribar erhält nach ihrem Urlaub nun wieder das volle Vertrauen, obwohl Stellvertreterin Anica Huß vor Wochenfrist restlos überzeugte.
„Norddeutsche Rundschau vom 11.2.11“
Herzhorner
Frauen brauchen Punkte gegen Kiel/Kronshagen
Herzhorn - Noch sind es zehn Spiele für die Oberliga-Handballerinnen des MTV Herzhorn – noch können die Schützlinge von Trainer Kai Seefeldt den neuerlichen Abstieg verhindern. Doch der Druck wächst: Vor der Partie gegen den Tabellenvierten HSG Holstein Kiel/Kronshagen (18:14 Punkte) beträgt der Rückstand des Vorletzten (10:22) auf das rettende Ufer drei bis fünf Punkte – je nach dem, wie viele Absteiger es aus Liga Drei geben wird.
In Herzhorn weiß man natürlich, was für den Klassenverbleib nötig ist. „Unsere Heimspiele müssen wir auf jeden Fall gewinnen“, sagt Seefeldt. „Auch den einen oder anderen Auswärtserfolg müssen wir dann noch holen.“ Der MTV-Coach hofft, dass sein Team endlich die guten Trainingsleistungen auch in den Punktspielen über 60 Minuten auf das Parkett bringen kann. Leicht wird die Aufgabe gegen die Gäste aus der Landeshauptstadt sicher nicht. Die HSG hatte sich zum Saisonbeginn den Klassenverbleib zum Ziel gesetzt, steht mit Rang vier derzeit allerdings glänzend da. Vor kurzem gewannen die Kielerinnen sogar beim damaligen Spitzenreiter mit 24:22. Das Team von Trainer Michael Schwarz ist ausgeglichen besetzt: Nicht einzelne Akteure entscheiden meist die Spiele, sondern die mannschaftliche Geschlossenheit ist das große Plus der HSG. Die auffälligsten Spielerpersönlichkeiten sind die Rückraum-Akteure Anna-Lena Tetzlaff, Janine Wildner und Mandy Schrader. Im Tor ist Marion Albrecht eine Bank. Sie leitet oft nach gewonnenen Bällen in der Abwehr den schnellen Gegenstoß mit ihren Pässen ein. Dem muss der MTV mit sicheren Angriffen und gutem Rückzugsverhalten zu begegnen.
Im Angriff arbeiten die Herzhornerinnen daran, wieder von
allen drei Rückraumpositionen Torgefahr auszustrahlen – zuletzt lastete eine zu
große Last auf einzelnen Spielerinnen. „Möglicherweise werden wir auch mit
einer 5:1-Abwehr beginnen“, macht sich Seefeldt Gedanken über seine Defensive.
„Ich hoffe, dass wir damit einige Bälle klauen können und zu leichten Toren
kommen.“ Fehlen wird ihm dabei Yana Hesse, die an einer Mandelentzündung
leidet. Möglicherweise könnte dafür eine Spielerin aus der A-Jugend oder der zweiten
Mannschaft in den Kader rücken.
„Kieler Nachrichten vom 7.2.11“
Holstein
Kiel/Kronshagen – Fockbek/Nübbel 26:18 (13:6)
Am 16. Spieltag der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein überwogen überraschend die positiven Schlagzeilen. Für alle Frauen von HSG Holstein Kiel/Kronshagen und des THW Kiel lief bei ihren Heimsiegen alles wunschgemäß, während TSV Wattenbek ohne Chance blieb.
Mehr als 150
Handball-Fans honorierten Holsteins Höhenflug. Ebenso motivierte wie
konzentrierte Kielerinnen knüpften genau dort an, wo sie seit Wochen fast
fehlerfrei aufhörten. Das klare Ergebnis spiegelte den Spielverlauf wider. Dank
des 6:1-Blitzstarts (10.) fiel die Vorentscheidung früh, weil sich beflügelte
„Krabben“ keine Blößen gaben, sondern körperlich selbst Präsenz zeigten. Ohne
Carolin Hribar (Urlaub) nutzte Anica Huß alternativ als Rechtsaußen ihre
Bewährungschance mit fünf blitzsauberen Toren. Nele Johannsen bewies vom
Siebenmeterpunkt gute Nerven. Mentale Stärke demonstrierte auch Caja Lübker am
eigenen und gegnerischen Kreis. „Ein sehr entspannter Sonntag für mich auf der
Trainerbank. Das Gesamtpaket passt bei uns zurzeit super“, lobte HSG-Chefcoach
Michael Schwarz.
HSG: Albrecht, Immoor, Matalewski – Huber 4, Huß 5, Just 1, Lang, Lübker 2, Reimers, Schrader 3, Tetzlaff 3/1, Kaps 1, Johannsen 7/5.
„Landeszeitung vom 7.2.11“
Sechste
Niederlage in Folge: Fockbek/Nübbel ganz nah an der Abstiegszone
Kiel - Die Negativserie der HSG Fockbek/Nübbel in der Handball-Oberliga der Frauen geht weiter. Zum sechsten Mal in Folge verlor die Mannschaft von Trainer Michael Näve ein Punktspiel. Gestern Abend war die HSG Holstein Kiel/Kronshagen beim 18:26 (6:13) stärker. Und wieder einmal blieb Näve nichts Anderes übrig, als über die mangelhafte Chancenverwertung seiner Mannschaft den Kopf zu schütteln.
Wer es gestern erst später in die Sporthalle Kronshagen geschafft hatte, der musste sich nicht über verpasste Fockbeker Tore ärgern. Das erste gelang der Näve-Sieben erst nach zehn Minuten, da stand es aufgrund zweier gehaltener Siebenmeter durch Stephanie Kaiser allerdings erst 1:3 gegen die Gäste und damit war noch alles drin. „Es war jedoch leider bezeichnend, denn wir haben richtig grottig angefangen“, ärgerte sich Näve. Über 3:6 (18.) und 4:10 (24.) wurde es nicht besser. Dabei war Holstein nicht spielerisch so viel stärker, sondern nutzte einfach die vielen Fehler aus, die sich Fockbek leistete. Zu den massenhaft ausgelassenen Chancen gesellten sich ebenso viele schlechte Pässe. Aus 26 Angriffen machte Näves Team letztlich nur sechs Tore bis zur Pause, was erneut früh die Weichen auf Niederlage stellte.
Wie so oft, wurde es im zweiten Durchgang besser, aber
nicht mehr viel. „Zwölf Treffer aus 33 Versuchen sind ebenfalls eine schlechte
Quote. Wir zeigen gute Spielzüge und versagen vor dem Tor“, kritisierte Näve.
Nach dem 11:16 (40.) zog Kiel bis zur 50. Minute uneinholbar davon (14:24). Am
Ende hieß es 18:26 aus Gäste-Sicht. Zurück blieb eine enttäuschte Fockbeker
Mannschaft, deren größtes Problem, die Chancenauswertung, kein Stück kleiner
geworden ist. Die Abstiegszone ist nur noch wenige Punkte entfernt.
HSG Fockbek/Nübbel: Kaiser, Milferstädt - D. Scheller (4), A. Scheller (1), Stahlke (2), Krakuhn (3), Miskic (2), Kurbjuhn (3), Tiedtke (2), Sievers (1), Reinert
„Kieler Nachrichten vom 5.2.11“
THW
und HSG zu Hause
HSG Holstein/K.
– HSG Fockbek/N. (So., 17 Uhr)
Die Kieler Handballerinnen gehören in der Frauen-Oberliga zu den stärksten Rückrunden-Teams. Mit dem Heimvorteil wollen die HSG Holstein (4.) und der THW Kiel (10.) ihre Erfolgsserien fortsetzen.
Das Duell der frisch gefeierten Pokal-Helden sollte Spannung und Emotionen pur garantieren. Beide Mannschaften sind seit acht Tagen fürs Final Four auf HVSH-Ebene qualifiziert, wo sie am 26. März im Halbfinale oder sogar beim Endspiel (27.) vielleicht erneut ihre Kräfte messen. „Unsere Priorität liegt allerdings auf dem Punktspiel. Niemand darf sich momentan vom Höhenflug blenden lassen. Wir müssen weiter hart daran arbeiten, um nicht mehr Gefahr zu laufen, abzusteigen“, tritt HSG-Erfolgscoach Michael Schwarz verbal ein bisschen auf die Euphoriebremse. Seine Handball-Philosophie ist aber klar zu erkennen, um aus einer sicheren Abwehr schnell zu kontern. Tempogegenstoß-Spezialistin Carolin Hribar weilt jedoch unter südlicher Sonne im Urlaub und fällt als einzige Linkshänderin gegen den Tabellenneunten ebenso aus wie Janina Wildner (Fuß-Verletzung). Stattdessen rückt Nele Johannsen in das Kieler Aufgebot. Anica Huß probiert sich alternativ auf dem rechten Flügel. „Fockbek ist ein sehr unbequemer Gegner. Wir spielen alle für Carolin und Janina“, beschwört Michael Fischer den Holstein-Geist.
„Landeszeitung vom 5.2.11“
Faktor
Chancenverwertung
Fockbek - Mit einem erfolgreichen Pokalauftritt im Rücken, die HSG Fockbek/Nübbel qualifizierte sich am letzten Wochenende für das Landes-Pokalhalbfinale, will Michael Näves Damenmannschaft nun auch in der Oberliga wieder punkten.
Dass dazu Tore nötig sind, erklärt sich von selbst, doch es sollten mehr sein, als in den meisten Spielen der Hinrunde. Zumindest zur Pause. Oft schon wurde an dieser Stelle erwähnt, dass die regelmäßig einstellige Torausbeute nach 30 Minuten viele Punkte gekostet hat. Hier nun der statistische Beweis: In 15 Spielen hat die HSG es bisher neunmal nicht geschafft, zur Halbzeit zweistellig getroffen zu haben. Sieben dieser Begegnungen endeten mit einer Niederlage. Der Gegenvergleich zeigt: Von den übrigen sechs Partien, in denen zehn oder mehr Tore nach der Hälfte der Zeit erzielt worden waren, gewann Fockbek vier und spielte einmal unentschieden. Der beste Weg, um am Sonntag um 17 Uhr bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen zu gewinnen, wäre ein zweistelliger Zwischenstand – zumindest statistisch. Im Grunde beschreibt das jedoch nur, was Näve seit Wochen gebetsmühlenartig wiederholt: Seine Frauen spielen nicht schlecht, müssen allerdings die guten Chancen auch verwerten. Das Hinspiel ist dafür ein schlechtes Vorbild, dem 8:13 lief Fockbek bis zum 23:26-Endstand hinterher.
Die HSG trennen als Tabellenneunter zwei Punkte zum
fünften Platz, aber auch zwei zum Zwölften. „Zwei Siege und man ist oben mit
dabei, zwei Niederlagen und man steht unten“, beschreibt Näve die Situation.
Außer Steffi Paulsen sind alle Spielerinnen morgen dabei. Auch Melanie Krakuhn
kehrt zurück und soll für einfache Tore aus dem Rückraum sorgen.
„Lübecker Nachrichten vom 1.2.11“
22:23
– Lübeck 1876 verpasst Final Four nach tollem Pokalfight
Lübeck - Die SH-Liga-Handballerinnen von Lübeck 1876 haben das erstmals
ausgetragene „Final Four“ im Landespokal verpasst. Gegen die Oberliga-Sieben
der HSG Holstein Kiel/Kronshagen verloren sie unglücklich mit 22:23 (9:10).
„Von einem
Klassenunterschied war in diesem typischen Pokalfight wenig zu merken“, meinte
Piotr Szynwelski hinterher, der wegen seiner Sperre als Trainer zum Zuschauen
verdammt war. Er sah seine 76-Frauen im ersten Abschnitt in der Abwehr mit
allzu viel Respekt und im Abschluss mitunter zu zögerlich agieren. Nach dem
Seitenwechsel legten die Gastgeberinnen jegliche Scheu ab und hielten das
Fünftrunden-Duell bis in die Schlussphase hinein offen. Kleine Fehler wurden
von den Gästen jedoch sofort bestraft, und so stand es nach 55 Minuten 19:23.
Mit toller Moral kämpften sich die Lübeckerinnen zwar noch auf 22:23 heran.
Doch als Svenja Möller (7 Tore) dann 30 Sekunden vor dem Abpfiff trotz eines
Fouls zum vermeintlichen Ausgleich traf, entschieden die Unparteiischen auf
Freiwurf und „verhinderten“ damit die Verlängerung.
Die übrigen 1876-Tore erzielten Kranz (5), Szynwelska (4), Knop (2), Tronnier, Richter, Schmiedeberg und Manthe (je 1).
„Kieler Nachrichten vom 31.1.11“
HSG
Holstein zitterte sich ins Final Four
Handball-Pokal:
„Krabben“ nahm die Hürde beim SH-Ligisten Lübeck 76
Kiel - Der
beeindruckende Höhenflug für die Handballerinnen vom Oberligisten HSG Holstein
Kiel/Kronshagen setzt sich neben dem Punktspiel-Betrieb im DHB Frauen-Pokal
fort. Dank eines
23:22 (10:9)
Viertelfinal-Zittersiegs beim Schleswig-Holstein Liga-Spitzenreiter Lübeck 1876
qualifizierten sich nervenstarke „Krabben“ für das Final Four auf HVSH-Ebene am
26. und 27. März in Owschlag.
Ohne
Defensivkünstlerin Janina Wildner (Knöchelverletzung) bekam Holsteins
6:0-Abwehr den Gegner ganz gut unter Kontrolle, gleichwohl man selbst Probleme
im Positionsangriff hatte. Zog Kiel dagegen das Tempo an, kamen die
Gastgeberinnen gehörig ins Schwitzen, so dass viele Treffer über die erste oder
zweite Welle fielen. Als Flügelzange wussten Johanna Huber und Carolin Hribar
zu gefallen. Nach einer 23:19-Führung geriet der Erfolg noch einmal in Gefahr,
weil Lübeck den 23:22-Anschluss (59.) schaffte. Finaler Ballbesitz sechs
Sekunden vorm Abpfiff brachte allerdings keine Verlängerung mehr. „Das Spiel
bot an Dramatik und Leidenschaft pur alles, was das Herz begehrt. Jetzt freuen
wir uns auf das Turnier der besten vier schleswig-holsteinischen
Frauen-Pokalteams“, so HSG-Trainer Michael Schwarz.
HSG Holstein: Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar 6, Huber 4, Huß 1, Just 1, Lang, Lübker 2, Beke Reimers, Schrader 4/3, Tetzlaff 2, Kaps 3.
„Kieler Nachrichten vom 29.1.11“
Letzter
Schritt zum Final Four
Holsteins
Handball-Frauen nach Lübeck
DHB-Pokalspiele auf
HVSH-Ebene besaßen früher selten oberste Priorität. Das ist dieses Jahr völlig
anders. Zum ersten Mal wird Schleswig-Holsteins bestes Frauen-Team gesucht, um
den Norden bundesweit zu repräsentieren. Im Viertelfinale tritt Oberligist HSG
Holstein Kiel/Kronshagen am Sonntag beim SH-Liga-Spitzenreiter Lübeck 1876
dementsprechend engagiert an, um sich ab 17.30 Uhr in der Burgfeldhalle fürs
Final Four zu qualifizieren.
„Die
Idee ist innovativ. Wir würden liebend gern am Turnier im April in Owschlag
teilnehmen“, beteuert HSG-Trainer Michael Schwarz. Holstein gilt zwar als
leicht favorisiert, aber Pokalspiele
haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze, und schon im Vorjahr war Lübeck für die HSG Endstation. „Eine sehr körperbetont kämpfende Mannschaft und längst Oberligareif. Mit ihrem Heimvorteil ist unsere Chance weiterzukommen pari. Wer zur stärkeren Tagesform findet, gewinnt“, so Schwarz. Echte Pfunde, mit denen die Kieler „Krabben“ wuchern sollten, sind ihre Schnelligkeit sowie Beweglichkeit. Zudem strotzen Carolin Hribar, Janina Wildner, Anna-Lena Tetzlaff und Co. nur so vor Selbstvertrauen, seit sie letzte Woche Oberliga-Tabellenführer Lauenburger SV auswärts stürzten. Mandy Schrader und Alisa Lang sind als ehemalige Lübeckerinnen ohnehin heiß. Lediglich Nele Johannsen verpasst, privat verhindert, den Pokalfight. Bei allen anderen Handballerinnen steigt die Vorfreude. Noch ein Sieg fehlt und der große Traum vom Final Four erfüllt sich für HSG Holstein Kiel/Kronshagen.
„Lübecker Nachrichten vom
28.1.11“
Lübeck 1876 im Pokaleinsatz
Im
Frauen-Landespokal (5.Runde) erwartet Lübeck 1876 am Sonntag die HSG Holstein
Kiel/Kronshagen (17,30 Uhr, Burgfeldhalle). Die Oberliga-Gäste sind zwar favorisiert,
aber der Tabellenführer der SH-Liga ist ebenfalls „reif" für das
anvisierte Final Four, auch wenn er vorerst auf Marina Schwichtenberg
verzichten muss: Sie sieht Mutterfreuden entgegen.
„Lübecker Nachrichten vom
25.1.11“
Die Vorgaben wurden nicht konsequent umgesetzt
Sechzehn Monate waren die Frauen des Lauenburger SV in eigener Halle ungeschlagen, am Sonnabend ging diese Serie zu Ende. Mit 22:24 (12:16) wurde in der Oberliga gegen den HSG Holstein Kiel/Kronshagen verloren. Der LSV bleibt an der Spitze, doch nach der Niederlage von Alstertal gegen Ahrensburg hätte man nicht nur den Vorsprung ausbauen sondern auch ein Zeichen setzen können. Es sollte jedoch nicht sein, da die Mannschaft an diesem Tag komplett enttäuschte.
"Die Vorgaben wurden nicht konsequent umgesetzt", war Trainer Rolf Ahrenbog nicht zufrieden, zumal alle Dinge, die auf sie zukommen sollten besprochen wurden. "Wir wussten von der Gefährlichkeit einer Caro Rieber, wir hatten eigentlich auf alles eine Antwort, doch was wir besprochen hatten wurde einfach nicht in die Tat umgesetzt", so Ahrenbog, der in der Anfangsphase einen 3:7 Rückstand fassungslos mit ansehen musste. Beim 9:10 (22.) war der LSV zwar wieder dran, doch bis zur Pause zogen die Gäste erneut davon.
Der zweite Abschnitt wurde zum Spiegelbild der Ersten. Beim 17:17 (42.) gelang der Ausgleich, doch drei Tore in Folge brachten Holstein auf die Siegerstraße, zumal der LSV um Mehrkens (6/5), Lucas (5), Asmussen (3), Lemmermann, Jender, Gesche und Streisel (je 2) lediglich beim 21:22 nur noch einmal den Anschluss fand. Eine der besten Spielerinnen auf dem Platz war Holsteins Torhüterin Albrecht, die etliche Großchancen des LSV vereitelte. "Wir haben in diesem Spiel nicht einmal geführt. Wir haben das Ding mit einer schwachen Leistung selbst verloren und ein Ruck ging an diesem Tag nie durch die Mannschaft", so ein enttäuschter Ahrenbog.
Beim gestrigen Training wurde das Spiel analysiert, heute geht es zum Pizzaessen und da wird man über die anstehenden Aufgaben sprechen. Das kommende Spielfreie Wochenende kommt Ahrenbog nicht Ungelegen, können die Spielerinnen noch einmal Kraft tanken für die letzten elf Spiele der Saison.
„Spielbericht Lauenburg vom 24.1.11“
Krabben
zerreißen Heimnimbus
"Die Krabben wollten den Sieg einfach mehr als wir", fasste Elbidven-Trainer Rolf Ahrenbog nach dem Spiel seiner Damen gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen zusammen. Der Einsatz der Damen aus der Landeshauptstadt stimmte einfach. "Man muss klar anerkennen, dass die Mannschaft heute besser war."
Die Damen des Lauenburger SV gerieten gegen den Konkurrenten aus der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein schnell mit 0:4 ins Hintertreffen und lagen nach zehn Minuten 3:7 zurück. Nach der Auszeit kämpften sich die Elbdiven heran und waren in der 19. Minute beim Stand von 9:10 dran. Doch dann folgten neun Minuten ohne Tor und es ging mit 12:16 in die Pause. "Da wurde es lauter als sonst", erklärte Ahrenbog und ergänzt: "Wir haben dann aber überlegt wie wir das Spiel noch drehen können."
Und das schien zu greifen. Die LSV-Damen glichen zum 17:17 aus. Doch dann verfiel man in alte Verhaltensweisen und lag zur 46. Minute erneut mit vier Treffern zurück (17:21). Vier Minuten vor dem Ende hatten die Elbdiven in Überzahl beim Stand von 21:22 erneut die Chance zum Ausgleich, doch nutzte man auch diese nicht. So blieb unter dem Strich eine 22:24 Niederlage. "Kiel hat sich ein Bein ausgerissen um das Spiel zu gewinnen und ich denke, dass vor allem Marion Albrecht im Tor, die hervorragend gehalten hat, den Unterscheid ausgemacht hat. Die war von Anfang an heiß und das hat sich auch aufs Team übertragen", analysierte der LSV-Coach.
Die erste Heim-Niederlage nach 19 Oberligaspielen ist aber für den Trainer kein Beinbruch. "Wir haben zwar Hochwasser in Lauenburg, aber uns steht das Wasser nicht bis zum Hals, sondern wir bleiben Tabellenführer." Denn der Verfolger SC Alstertal-Langenhorn gönnte sich am Wochenende auch einen Aussetzer und kam gegen den Tabellendritten in eigener Halle mit 17:29 gewaltig unter die Räder. Schadenfreude? "Schadenfreude ganz sicher nicht, aber die Niederlage kam schon zu einem guten Zeitpunkt", erklärt Ahrenbog mit einem Schmunzeln. Sein Team führt somit weiter mit einem Punkt Vorsprung die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein an.
Nun haben die Diven aber erst einmal zwei Wochen Zeit, um sich auf das Spiel bei der HSG Tarp-Wanderup vorzubereiten. Im Hinspiel hieß es übrigens 35:24. Ein gutes Vorzeichen?
LSV-Tore: Lena Mehrkens (6/5), Maren Lucas (5), Ari Asmussen (3), Kristina Streisel, Ulli Geschke, Felicitas Jender, Sarah Lemmermann (je 2).
„Kieler Nachrichten vom 24.1.11“
„Krabben“
verputzen Tabellenführer
Lauenburger SV
– HSG Holstein 22:24 (12:16)
Gute Gründe zum Feiern gab es in der Oberliga
Hamburg/Schleswig-Holstein für heimstarke Männer der SG Wift nach dem Erfolg
über die HG Hamburg-Barmbek sowie das Kieler Frauen-Duo. HSG Holstein stutzte
fast schon sensationell Spitzenreiter Lauenburger SV und THW gewann beim
Schlusslicht SG Hamburg-Nord problemlos.
Fast 200 Zuschauer
sorgten mit Pauken und Trompeten für tolle Atmosphäre. Doch Holstein ließ sich
zu keinem Zeitpunkt nervös machen, sondern hielt heißblütig sowie kaltschnäuzig
dagegen. Konzentrierte„Krabben“ führten schnell 7:3, um den Vorsprung fortan
nicht mehr aus ihren Händen zu geben. Beim Schlusspfiff waren sogar die
LSV-Fans verstummt. Der Schlüssel zum Erfolg war Kiels ballorientierte
6:0-Deckung neben einem gut aufgelegten Klassekeeper Marion Albrecht. Dank
prächtiger Paraden und präziser Pässe auf Tempogegenstoß-Spezialistin Carolin
Hribar (fünf Treffer) wurde Lauenburg regelmäßig überlaufen. Zudem ließ man
Lena Mehrkens nie wie gewohnt zur Entfaltung kommen. Ein einziges Feldtor
spricht für sich. Taktisch stets diszipliniert bescherte das Team von
HSG-Trainer Michael Schwarz dem düpierten verdient gewonnen. Das macht Hoffnung
auf mehr.“
HSG: Albrecht, Matalewski – Hribar 5, Huber 1, Huß 2,
Just 2, Lang, Lübker 2, Beke Reimers, Schrader 3/3, Tetzlaff 3, Wildner 4, Kaps
2, Johannsen.
„Bergedorfer Zeitung vom 24.1.11“
Der
Angstgegner ist wieder da
Lauenburg
- Es gibt einfach Gegner, die einer Mannschaft nicht liegen. Die werden im
Allgemeinen als Angstgegner bezeichnet. Für die Oberliga-Handballerinnen der
Lauenburger SV ist dies definitiv die HSG Kiel/Kronshagen.
Bereits
in der vergangen Saison verloren die Elbestädterinnen beide Partien gegen die
HSG. Aber nach dem Erfolg in der Hinrunde schien die LSV ihr Trauma gegen die
Mannschaft aus der Landeshauptstadt überwunden zu haben. Doch falsch gedacht:
Lauenburg unterlag am Sonnabend in der heimischen Hasenberghalle mit 22:24.
Die
ersten zehn Minuten wahren nichts für Handball-Feinschmecker. Viele technische
Fehler auf beiden Seiten prägten das Spielgeschehen. Dazu war der
Tabellenführer aus Lauenburg mit den Gedanken noch beim Warmmachen und lag früh
mit 3:7 (10.) zurück. LSV-Trainer Rolf Ahrenbog nahm die Auszeit und stellte
sein Team neu ein. Mit Erfolg: Über schnelle Tempogegenstöße kämpften sich die
"Elbdiven" an die Gäste heran (9:10, 19.). Doch Sarah Lemmermann von
der LSV versagten im Anschluss die Nerven, und sie verpasste freistehend den
fälligen Ausgleich. Damit wendete sich das Blatt wieder. Ganze neun Minuten
blieben die Elbestädterinnen ohne Torerfolg: Blamabel! Verdient ging es mit
einem 12:16- Rückstand in die Kabine.
„Die liegen uns einfach nicht“, merkte LSV-Manager Arne Bahde in der Halbzeit an. Dabei kam seine Mannschaft gut aus der Pause und glich nach zehn Minuten im zweiten Durchgang zum 17:17 aus. Leider stellte Lauenburg den Spielbetrieb wieder ein und ließ den Gegner davonziehen (17:21, 46.). Eklatante Schwächen im Abschluss zeigte vor allem Rückraumschützin Lena Mehrkens. Sie nahm sich zu viele unvorbereitete Würfe. Die Folge: nur ein Treffer aus dem Spiel heraus.
Spannend
wurde es noch mal vier Minuten vor Ende der Begegnung (21:22). Die LSV spielte
jetzt zwei Minuten in Überzahl. Trotzdem hielt die Abwehrreihe weiter
Tiefschlaf, und der Angriff war an mangelnder Effizienz kaum zu überbieten.
„Das war sicherlich nicht unser optimales Spiel. Der Kampf hat gestimmt, doch
wir haben die falschen Mittel gewählt. Aber vielleicht war das ja ein
Hallo-Wach!-Erlebnis für uns“, sagt ein geknickter Ahrenbog nach der Partie.
Hoffentlich behält er Recht, mehrere solcher Ruhetage darf sich die LSV nicht
erlauben.
Immerhin
bleiben die Lauenburgerinnen Tabellenführer. Am Sonntagabend unterlag der
ärgste Verfolger der LSV, der SC Alstertal-Langenhorn, dem Tabellendritten
Ahrensburger TSV mit 17:29.
LSV-Tore:
Mehrkens (6/5), Lucas (5), Asmussen (3), Streisel, Geschke, Jender, Lemmermann
(je 2).
„Krabben“
versprechen Biss
Lauenburger SV
– HSG Holstein (heute, 17 Uhr)
Nicht nur die
Deiche entlang des Elbufers stehen unter Druck, sondern auch alle Kieler
Handballerinnen. Trotz Hochwasserwarnung am 15. Spieltag der Frauen-Oberliga
HH/SH ist man
beim
Tabellenfünften HSG Holstein und THW Kiel (11.) überzeugt, dass sportlich keine
Dämme gegen Spitzenreiter Lauenburger SV oder im Kellerduell mit SG
Hamburg-Nord (13.) brechen.
Das aktuelle
Tabellenbild trügt etwas, denn vier Punkte bis zu den Regelabstiegsplätzen sind
für Holstein als Ruhepolster kaum geeignet. Das weiß HSG-Chefcoach Michael
Schwarz natürlich nur zu genau. „Wir müssen wachsam bleiben und stets ein
aufmerksames Auge im Abstiegskampf haben. Alles andere ist verantwortungslos.“
Die Rollen scheinen klar verteilt, nichtsdestotrotz möchten die „Krabben“
Lauenburg gern die Leviten lesen. Schon bei der Hinrunden-Niederlage (19:22)
bot man beherzt Paroli, als Alisa Lang den Gegner oft am Kreis aushebelte. Weil
in der kleinen, engen Halle das Spiel über beide Flügel eher schwer fällt,
dürfte der Rückraum umso mehr gefordert sein. „LSV steht als stärkstes
Oberliga-Team zurecht ganz oben, doch unschlagbar ist niemand“, spricht Michael
Schwarz seiner Mannschaft Mut zu.
„Vorbericht LSV vom 20.1.11“
Lauenburger
SV - HSG Holstein Kiel / Kronshagen
HSG
Holstein Kiel/Kronshagen 22:17 (11:8)
Das erste Spiel der Rückrunde bestritten wir am Sonntag in Kronshagen. Nachdem
wir Anfang der Saison eine sehr konzentrierte und gute Leistung zu Hause
geboten hatten, fuhren wir motiviert und mit 11 Spielerinnen los, um weitere
zwei Punkte gegen die „Krabben“ zu holen. Vor allem über die Abwehr wollten wir
das Spiel gewinnen, obwohl wir natürlich auch im Angriff darauf achten müssen,
unsere Chancen zu verwerten. Dies war sicherlich das Problem der letzten
Spiele: Gut herausgespielte Möglichkeiten vergeben wir zu häufig.
Den Beginn der Partie verpassten wir zunächst, lagen schnell 2:0 und
dann 4:1 zurück, aber wir kämpften uns wieder heran und konnten mit 6:4 in
Führung gehen. Doch leider agierten wir danach erneut zu unkonzentriert
schlossen zu überhastet ab. Per Tempogegenstoß nutzten die Kielerinnen unsere
Fehler, so dass wir mit einem Drei-Tore-Rückstand (11:8) in die Kabine gingen.
Wir haben schon mehrmals Rückstande aufholen können und daran erinnerte uns
Holger auch. Die zweite Halbzeit verlief allerdings ähnlich wie die erste. Nach
schlechtem Start lagen wir schon mit 15:10 zurück, bevor wir uns auf 16:14 herankämpften,
dann allerdings sanken die Kräfte und wir verloren schließlich mit 22:17.
So konnten wir wieder keine Punkte aus Schleswig-Holstein mitbringen,
hoffen aber, zumindest die, die wir im Hinspiel an Tarp abgegeben haben, am
Sonntag beim Heimspiel in der Halle am Wegenkamp zu behalten.
Tore: Katha 4, Anna 3, Annika 1, Birthe 1, Kaschi 1, Nadine 5, Wiebke 2
HSG Holstein – SG Altona Hamburg 22:17 (11:8)
Kiel - Die Frauen feiern, die Männer trauern möglichen Punktgewinnen hinterher. Während die HSG Holstein und der TSV Wattenbek allmählich der größten Sorgen im Abstiegskampf der Handball-Oberliga HH/SH ledig sind, versäumten die SG Wift und des TSV Altenholz II einen Befreiungsschlag vermissen.
Zunächst
dominierten eher die Deckungsreihen, bis das Umschalten von Abwehr auf Umgriff
bei Holstein fortan besser klappte. Vor allem Kiels Flügelflitzerin Anica Huß
hebelte Altona über Links- und Rechtsaußen aus, rechtfertigte das in sie
gesetzte Vertrauen. Im linken Rückraum nutzte Nele Johannsen ebenfalls ihre
Bewährungschance, so dass sich disziplinierte „Krabben“ Tor um Tor absetzten.
Von präzisen Pässen des sehr guten Torhüterinnen-Gespanns Julia Immoor oder
Marion Albrecht konnten Johanna Huber sowie Carolin Hribar mehrfach im
Tempogegenstoß profitieren. Da auch Janina Wildner nach längerer
Verletzungspause zu alter Stärke zurückfand, blieb Hamburg unterm Strich ohne
Chance. „Ein wichtiger Sieg, denn meine junge Mannschaft kam mit unserer
Drucksituation erstaunlich gut klar“, beteuerte HSG-Coach Michael Schwarz
glaubhaft.
Holstein: Immoor, Albrecht – Hribar 3, Huber 2, Huß 4, Just 2, Lang, Lübker 1, Beke Reimers, Schrader, Tetzlaff 4, Wildner 2/1, Kaps 2, Johannsen 2.
HSG
steht der Sinn nach Revanche
HSG
Holstein/Kronshagen – SG Altona (So., 17 Uhr)
Beim heutigen Rückrunden-Start in der Frauen-Oberliga HH/SH soll die Zeit reif sein für eine Revanche. Da es zum Saisonfinale bei Punktegleichstand auf den direkten Vergleich ankommt, hat fortan auch für alle Kieler Handballerinnen jede Partie ein bisschen Endspielcharakter. So streben der THW Kiel als Tabellenzwölfter und Holstein (9.) im Abstiegskampf jeweils klare Heimsiege an.
Bei Holstein laufen die Personalplanungen für die Zukunft schon auf Hochtouren. Fast alle „Krabben“ wollen weiterhin das HSG-Trikot tragen, nur Janina Wildner erbat sich etwas Bedenkzeit. HSG-Coach Michael Schwarz: „Es wäre toll, wenn wir gemeinsam die Früchte unserer harten Arbeit ernten, weil hier perspektivisch ausgezeichnete Nachwuchsarbeit geleistet wird.“ Zwar zahlen die Kieler Talente bisweilen noch Lehrgeld, doch mehr Konstanz ist nur eine Frage der Zeit. Kreisläuferin Caja Lübker brachte zwar von einer Kreuzfahrt ein paar Gleichgewichtsstörungen mit, ist nun aber wieder an Bord. Ohne Mandy Schrader, Anna-Lena Tetzlaff und Marion Albrecht verlor Holstein bei Altona 18:25. Nun ist die Zeit reif für eine Revanche.
„Spielbericht Alstertal-Langenhorn vom 12.1.11“
Zähe
Partie – dennoch verdient zwei Punkte geholt
HSG Holstein Kiel / Kronshagen - SC Alstertal-Langenhorn 20:25 (12:14)
Die Scala-Damen hatten gute 3 Wochen Zeit, das lange und erfolgreiche Handballjahr 2010 Revue passieren zu lassen und sich ein wenig zu erholen bzw. in die Vorbereitung für den zweiten Teil der Saison zu gehen. Erstaunlicherweise muss man sagen, dass das erste Spiel des neuen Jahres das letzte der Hinrunde in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein war. Um am Tabellenführer Lauenburg dran bleiben zu können, mussten in Kiel unbedingt zwei Punkte her.
Gut erholt, jedoch nicht optimal vorbereitet und mit einigen kleinen Verletzungen/Krankheiten ging es los. Der Trainer hat uns ausdrücklich vor der sehr schnellen Rechtsaußen der Kieler „Krabben“ gewarnt. Diese sei die stärkste Waffe des Gegners. Aus diesem Grund galt es Tempogegenstöße zu verhindern, um die Kieler nicht ins Spiel kommen zu lassen. Das gelang uns sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit sehr gut. Dennoch haben wir nie richtig ins Spiel gefunden und machten abermals zu viele Fehler. Außerdem agierten wir in der Abwehr oftmals nicht als Team, sodass die Partie bis zur Halbzeit (12:14) sehr offen gehalten wurde.
Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Erneut wurden unsere Angriffe zu schnell abgeschlossen, sodass bis zur 45. Minute ein Zwischenstand von 17:18 zu verzeichnen war. Die Kieler standen uns in nichts nach und machten ebenfalls viele technische Fehler. Durch die doppelte Unterzahl der Gastgeberinnen konnten wir uns zumindest einen kleinen Vorsprung (17:21) erspielen. Aber auch die Kieler hatten ihre Möglichkeiten. Es gelang ihnen immer wieder, sich im eins gegen eins durchzusetzen bzw. einen der zahlreichen Siebenmeter heraus zu holen. Dieses nutze ihnen nichts, weil Sie insgesamt an 5 von 9 Siebenmetern scheiterten. Ingesamt haben wir einen glanzlosen Sieg (20:25) eingefahren.
Holstein
frustriert
HSG Holstein –
SC Alstertal-L. 20:25 (10:12)
Kiel - Einen eher hoffnungsvollen Hinrunden-Abschluss gab es am 13. Handball-Spieltag der Frauen-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein mit zwei Siegen für TSV Wattenbek und den THW Kiel. Lediglich HSG Holstein Kiel/Kronshagen ging leer aus.
Unnötige Heimniederlage
für Holstein beim Zeitstrafen- und Siebenmeterfestival: Trotz vieler
technischer Fehler konnte Kiel das Spiel bis zum 17:18-Zwischenstand (45.)
offen gestalten, ehe in doppelter Unterzahl binnen vier Minuten die
Vorentscheidung zum 17:21 fiel. Insgesamt mussten die „Krabben“ sogar neunmal
das numerische Übergewicht von Alstertal kompensieren, während ihr Plus an
Strafwürfen keinen Vorteil brachte. Bei fünf von neun Siebenmetern scheiterten
Mandy Schrader, Jasmin Kaps und Co. kläglich. Weil man Langenhorns Achse
zwischen Rückraum-Strategin Maike Wieding und Kreisläuferin Ulrike Heesch
ebenfalls nie in den Griff bekam, gingen zwei wichtige Punkte im Kampf um den
Klassenerhalt verloren. „Ärgerlich“, echauffierte sich HSG-Trainer Michael
Schwarz. „Die vielen Zeitstrafen demoralisierten meine Mannschaft.“
Holstein:
Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar 4, Huber 1, Huß 2, Just, Lang, Beke
Reimers 1, Schrader 3/1, Tetzlaff 3, Wildner, Kaps 4/2, Johannsen 2/2.
Holstein
empfängt Langenhorn
HSG Holstein –
SC Alstertal-Langh. (morgen, 17 Uhr)
Handball paradox in der Frauen-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein, denn das erste Spiel des neuen Jahres beendet die Hinrunde. Mit dem Heimvorteil wollen HSG Holstein Kiel/Kronshagen als Tabellensiebter sowie Schlusslicht THW Kiel ohne Sand im Getriebe erfolgreich aus dem kurzen Winterschlaf starten.
Die „Krabben“
hatten drei Wochen Zeit, um sich die Wunden der Niederlage in Wattenbek zu
lecken. Einmal mehr unterlag Holstein gegen einen direkten
Abstiegs-Konkurrenten, während
man favorisierten
Rivalen vom Kaliber des SC Alstertal stets beherzter Paroli bietet. „Meine
junge Truppe darf nicht kneifen, wenn es wehtut, sondern muss körperlich und
mental immer
hundert Prozent bei der Sache sein“, fordert HSG-Trainer Michael Schwarz Leidenschaft pur. „Für Schönspielerei gewinnt man kaum Preise.“ Vorbildlich, wie Kreisläuferin Caya Lübker extra ihre Kreuzfahrt verkürzte, um pünktlich auf dem Hallen-Parkett zu stehen. Weniger Geduld brachten die talentierten Theresa Schmidt und Kim-Berit Wotschke im ersten Frauen-Lehrjahr auf, um fortan lieber in der dritten Kieler Kreisoberliga-Mannschaft größere Spielanteile zu ergattern, als zweite Wahl auf der Oberliga-Einwechselbank zu sein.
„KN - Holsteiner Ausgabe vom
21.12.10“
Das
Wattenbeker Gesetz der Serie
TSV besiegt
HSG Holstein
Wattenbek. Schöner
als mit einem 25:21 (12:7)-Derbysieg gegen die HSG Holstein konnten die
Oberliga-Handballerinnen des TSV Wattenbek kaum in die Weihnachtspause gehen.
Im Nachbarschaftsduell, das 80 Zuschauer in die Hans-Brüggemann-Schule lockte,
rissen zwei Serien, eine hingegen blieb bestehen. Die heimischen „Peitschen“
hatten in dieser Saison erst
vier Spiele
verloren, dann vier gewonnen und wieder drei verloren. Die zuletzt erlebte
Negativserie bescherte dem Team um Trainer Torge Haß nur noch einen Punkt
Vorsprung zum Tabellenletzten. Doch mit dem speziell in der Abwehr errungenen
Sieg über die „Krabben“ endete die Talfahrt. Gleichzeitig war die Holsteiner
Erfolgsstory von vier doppelten Punktgewinnen nacheinander ebenso Geschichte.
Doch eine Serie
hielt. „Ich habe als Trainer noch nie gegen die HSG Holstein verloren“, sagte
Haß bereits vor dem Derby, das vom Ergebnis nur in der Anfangsphase Spannung
erzeugte.
Die Partie begann
zäh: Erst nach 349 Sekunden warf Wattenbeks Nina Schulz das erste Derbytor,
nach zehn Minuten stand es gerade einmal 2:1. Zu diesem Zeitpunkt hatten die
Torfrauen Tanja Rathje und Marion Albrecht, einst das Torhüterduo beim MTSV
Olympia Neumünster, einen tollen Job gemacht. Als die Hallenuhr beim
5:4-Führungstreffer von „Krabbe“ Anna-Lena Tetzlaff gespielte 17:50 Minuten
anzeigte, beschritten ausgerechnet die Wattenbekerinnen ihren Erfolgsweg.
Trainer Torge Haß
erfreute sich der „Leidenschaft“, mit der sein Team auftrumpfte, während sich
sein Pendant Michael Schwarz über die Einstellung seiner Schützlinge ärgerte:
„In einem Derby muss man mehr Gas geben. 80 bis 90 Prozent reichen in der
Oberliga nicht.“ Zudem bemängelte er neben technischen Fehlern auch taktische
Defizite, die drei Steffi-Beck-Tore vom Kreis ermöglichten. Jene Beck war es
auch, die in einer „endlich wieder guten Abwehr“ (Haß) beherzt zupackte, so
dass Torhüterin Rathje mit unzähligen Paraden nebst zwei gehaltenen Strafwürfe
in den Fokus rückte. „Wir können es doch, wir müssen unsere Leistung nur
abrufen“, zeigte sich die überragende 33-Jährige zwischen den Pfosten
erleichtert über den „ganz wichtigen und hart erkämpften Sieg gegen alte Bekannte“.
Im Angriff erzielte Tanja Potratz ihre Saisontreffer 49 bis 55 und erhöhte ihre
Anzahl der Siebenmetertore auf nunmehr 20. Ganz stark präsentierte sich zudem
Annika Jappe: Erzielte die 32-Jährige in den vorangegangenen neun Partien neun
Treffer, hämmerte sie den Ball von Rechtsaußen bei nur einem Fehlwurf satte
sechs Mal in die gegnerischen Tormaschen. Sie war es auch, die mit dem Abpfiff
das finale 25:21 erzielte, nachdem die Wattenbekerinnen etwas fahrlässig eine
24:17-Führung (54.) schrumpfenn ließen.
Haß, dem es imponierte, dass die Partie bei zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Vorsprüngen (18:11/21:14) nie eng wurde, kommentierte diesen kleinen Einbruch in der Schlussphase mit einem Augenzwinkern: „Diese schlechten fünf Minuten zum Schluss haben wir uns in den 55 Minuten zuvor erarbeitet.“
„Krabben“-Cocktail
für Wattenbek
Wattenbek - Die Handballerinnen des TSV Wattenbek haben ihre Talfahrt gestoppt und gleichzeitig den Höhenflug der HSG Holstein/Kronshagen in der Oberliga der Frauen beendet. Etwas unter Wert wurden die THW-Frauen von Spitzenreiter Lauenburg bezwungen.
TSV Wattenbek –
HSG Holstein 25:21 (12:7)
Die selbst
ernannten „Peitschen“ aus Wattenbek haben sich pünktlich zur Weihnachtsfeier
einen „Krabben“-Cocktail gegönnt. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie fand
das Team um Trainer Torge Haß ausgerechnet im Holsteiner Derby zur zuletzt
verloren geglaubten Kampfkraft zurück. „Wir haben gegen eine kompromisslos zu
Werke gehende Wattenbeker 6:0-Abwehr keine Mittel gefunden. In Halbzeit eins
bin ich sogar der Meinung, dass nicht genug gekämpft wurde“, zeigte sich
HSG-Coach Michael Schwarz „unzufrieden“. Zu Beginn setzte Holsteins Anna-Lena
Tetzlaff dem Nachbarschaftsduell mit vier der ersten fünf Gästetreffer ihren
Stempel auf. Doch die 5:4-Führung (18.) sollte die letzte Positivmeldung des
Schwarz-Teams sein. Fortan packte der heimische Mittelblock um Christina
Gabriel und Stefanie Beck beherzt zu, Torfrau Tanja Rathje wurde zur „Wand“, so
dass die nach vier Siegen auf Rang fünf hochgeschnellten „Krabben“ zur Pause
mit 7:12 hinten lagen.
Heran kam die HSG
erst in der Schlussphase, als sich die Wattenbekerinnen eine Schwächephase
gönnten. Bei zwischenzeitlichen Rückständen von 10:16 (36.), 12:19 (43.) und
14:21 (53.) sprach Schwarz von einem „verdienten Wattenbeker Sieg“.
TSV: Rathje,
Müller; Westphal, Beck 3, Gabriel, Jappe 6, Mordhorst 3/1, Petersen 2, Potratz
7/3, M. Schulz 1, N. Schulz 2, Ziller, Hübner 1
HSG: Albrecht,
Matalewski; Schrader 4/1, Lübker, Huber, Tetzlaff 4/1, Just, Wildner, Kaps 5,
Johannsen, Lang 1, Hribar 4, Reimers, Huß 3.
25:21
– Wattenbek feiert Weihnachten als Tabellenachter
Bordesholm - Nach drei Niederlagen in Folge legten die Frauen des TSV Wattenbek in der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein endlich wieder die von Trainer Torge Haß vermisste Leidenschaft an den Tag und fuhren gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen einen nie gefährdeten 25:21-Heimsieg ein. Damit belegen die Wattenbekerinnen vor der Weihnachtspause mit 10:14 Punkten unter 14 Teams den achten Rang in der Tabelle.
„Die erste Hälfte verlief zunächst recht ausgeglichen. In der 17. Minute stand es gerade einmal 5:5, danach haben wir uns peu à peu abgesetzt und lagen zur Pause mit 12:7 in Führung“, berichtete Haß. Einen besonders guten Eindruck hinterließen dabei Christina Gabriel und Stefanie Beck im Mittelblock der Abwehr sowie die wieder einmal bestens aufgelegte Torfrau Tanja Rathje. In der zweiten Hälfte spielten beide Teams ihre Stiefel herunter. „Wir haben den Gegner nie richtig herankommen lassen, aber Holstein/Kronshagen hat uns auch nicht vor allzu schwierige Aufgaben gestellt“, erklärte Haß, der auch für den Auftritt von Annika Jappe und ihre sechs erzielten Treffer ein Lob fand. Im sicheren Gefühl, die Begegnung im Griff zu haben, gingen die Wattenbekerinnen nach dem 24:17-Vorsprung in der 53. Minute auch nicht mehr mit der nötigen Konsequenz zu Werke. Die Gäste konnten zwar so noch aufschließen und Ergebniskosmetik betreiben, am Sieg der Einheimischen gab es aber nichts mehr zu rütteln.
TSV Wattenbek: Müller, Rathje –
Westphal, Beck (3), Gabriel, Jappe (6), Mordhorst (3/davon 1 Siebenmeter),
Petersen (2), Potratz (7/4), M. Schultz (1), N. Schultz (2), Ziller, Hübner
(1).
SR: Cramer/Kröger. – Zuschauer: 80. – Nächster Wattenbek-Gegner: HSG Tarp/Wanderup (A/Sonnabend,
8. Januar, 19 Uhr, in Tarp).
HSG Holstein will Serie fortstricken
Bestimmt
kein „Freundschaftsspiel“ in der Oberliga bei Wattenbek
Wann denn sonst, wenn nicht Weihnachten, werden Wunder wahr? Im festen Glauben dran tritt Schlusslicht THW Kiel am letzten Spieltag der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein Frauen des Jahres bei Spitzenreiter Lauenburger SV an. Unerklärliche Phänomene sind ebenfalls im Prestigeduell zwischen dem zehntplatzierten TSV Wattenbek und HSG Holstein Kiel/Kronshagen als Tabellenfünfter häufig mit von dieser stets brisanten Partie.
TSV Wattenbek – HSG Holstein (heute, 17 Uhr)
Nach einer 22:30-Niederlage gegen Ahrensburg am 6. November setzten sich trotzige „Krabben“ das positive Punktekonto zum ersten Etappenziel, was fortan greifbar nah scheint. Die Kieler Erfolgsserie soll nun mit dem fünften Sieg verlängert werden, ehe abends im mexikanischen Restaurant „Santa Fe“ zünftig feiern angesagt ist. Genauso feurig dürfte es vorher auf dem Hallenparkett zur Sache gehen. Das Nachbarschaftsduell bietet traditionell eine ordentliche Portion Pfeffer, nicht erst seit Holstein Wattenbek in der Vorsaison die Meisterschaft beim Herzschlagfinale (23:23) versalzen hat. Der TSV-Traum platzte. Statt Sekt flossen Tränen. Schon gedruckte Titel T-Shirts blieben unausgepackt. „Bloß weil wir sportlich fair immer alles geben, brachte uns das aus gewissen Kreisen hinterher nur ärgerliche Vorwürfe ein“, weiß HSG-Trainer Michael Schwarz zu berichten. Vergangenheit, aber nicht vergessen. In Bestbesetzung soll der HSG-Höhenflug fortgesetzt werden. Yvonne Matalewski hütet für Julia Immoor, Matchwinner vor acht Tagen gegen Jörl, das Tor, da sie Wattenbeks Wurfbild aus dem Effeff kennt.
„KN - Holsteiner Ausgabe vom
18.12.10“
Kehraus
mit Derby
Handball-Nachbarschaftsduell
Wattenbek– Holstein/Kronshagen
Wattenbek – Jahreskehraus bei den Handballern. Ob es dabei am letzten Spieltag in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein für die Männer der SG Wift und die Frauen des TSV Wattenbek noch etwas zu feiern gibt? Vom Papier her sind beide Klubs in der Außenseiterrolle.
TSV Wattenbek – Holst./Kronsh. (heute, 17 Uhr)
Es ist eine Achterbahnfahrt, die der TSV Wattenbek in
dieser Spielzeit fährt. Augenblicklich rauscht das Team von Trainer Torge Haß
dem Tal der Tiefe entgegen. Der letzte Tabellenplatz ist nur noch einen Punkt
entfernt. „Die Liga ist verrückt, aber wir schauen nicht auf die Tabelle,
sondern wollen vernünftigen Handball spielen“, sagt der Coach des
Tabellenzehnten. Das wird im Nachbarschaftsderby auch vonnöten sein. Die
„Krabben“ haben nach anfänglichem Zickzack-Kurs vier Siege in Serie gelandet
und sich auf Platz fünf nach vorne gespielt. Die Favoritenrolle ist verteilt
und wird durch die Gesamtstatistik fundiert: In sechs Vergleichen seit 2007
ging Wattenbek erst zweimal als Sieger vom Feld. Personell hat der TSVW wieder
eine Alternative mehr. Nele Hübner ist wieder im Training, Gaby Wilimzig fällt
weiter aus. Anschließend gewährt Haß keine Trainingspause, sondern lässt
zwischen den Tagen trainieren. Avanciert er damit zum Magath des Nordens?
„Flensborg AVIS vom 14.12.10“
Jörl
patzt
FLENSBURG - In der
Handball-Oberliga Schleswig-Holstein/Hamburg der Frauen gab es für die drei
Nordvertreter nur einen Sieg. Der TSV Jörl unterlag bei der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen mit 23:25. Damit haben sowohl die »Bredis« mit Trainer Ralf Johannsen
als auch das Jörl-Team von Trainer »Kalli« Thiesen nur noch zwei Punkte
Vorsprung vor Schlusslicht THW Kiel.
Holstein - Jörl
25:23
Die erste Halbzeit
verlief sehr ausgeglichen. Holstein erarbeitete sich eine 11:7-Führung, doch
Jörl kämpfte sich bis zur Pause wieder auf 10:11 heran. »Auch im zweiten
Durchgang zeigte der TSV eine geschlossene Mannschaftsleistung und setzte die
taktischen Vorgaben gut um«, so Trainer »Kalli« Thiesen. Bei 21:18-Führung
schien sogar ein Jörler Sieg möglich. »Doch dann haben wir uns in der Deckung
vier Mal von den gleichen Mitteln übertölpeln lassen«, konstatierte »Kalli«
Thiesen und sein Team unterlag am Ende 23:25. »Mit nur neun Spielerinnen war
unsere Personaldecke wohl zu dünn, fehlte am Ende Kondition und Konzentration«,
erkannte »Kalli« Thiesen den Grund für diese Niederlage.
TSV Jörl: Miriam
Kruse - Kathrin Riebow 6, Ose Kahlund 1, Nane Martensen 5, Lena Martensen, Lena
Scholz 3, Sarah-Lena Börnsen 3, Jördis Jensen 2, Levke Tölle 3.
„Krabben“
setzen Aufschwung fort
Eiskalt in der
Schlussphase beim 25:23 gegen Jörl
Neumünster - Für erfolgreiche Teams der Handball-Oberliga wie die Männer der SG Wift oder die Frauen HSG Holstein Kiel/Kronshagen war im letzten Heimspiel des Jahres gefühlsmäßig fast schon Weihnachten. Bei den anderen abstiegsbedrohten Mannschaften THW Kiel, TSV Wattenbek und TSV Altenholz II gab es stattdessen eher eine böse Bescherung.
HSG Holstein
Kiel – TSV Jörl 25:23 (11:10)
Beide Teams boten
den Fans einen offenen Schlagabtausch auf gutem Niveau. Holstein hatte in der
ersten Halbzeit knapp die Nase vorn, weil Rechtsaußen Carolin Hribar fünfmal
eiskalt vollstreckte und Anna-Lena Tetzlaff als Ideengeberin so kreativ
agierte, dass sie vom Gegner fortan kurz gedeckt wurde. Jörl kippte das Spiel
zur eigenen 23:21-Führung (55.). Obwohl ihre Erfolgssträhne am seidenen Faden
hing, blieben selbstbewusste „Krabben“ ganz cool. Gerade eingewechselt,
parierte Ersatzkeeperin Julia Immoor mit tollen Reflexen vier schwere Bälle. Mandy
Schrader egalisierte nervenstark per Siebenmeter, ehe Annika Just, gleich
zweimal auf Linksaußen perfekt in Szene gesetzt, zur gefeierten Matchwinnerin
avancierte. „Was mein Team zurzeit leistet, ist aller Ehren wert. Solche engen
Duelle hätten wir letztes Jahr noch verloren“, kommentierte HSG-Trainer Michael
Schwarz den fünften Sieg in Serie sowie die Saisonpremiere
eines positiven
Punktekontos.
HSG: Albrecht,
Immoor – Hribar 5, Huber, Huß 1, Just 2, Lang, Lübker 3, Schmidt, Schrader 6/4,
Tetzlaff 3, Wildner 1, Kaps 2, Johannsen 2/1.
„Flensburger Tageblatt vom
13.12.10“
Jörl
fehlt am Ende die Kraft
TSV kann 21:18-Führung nicht halten und verliert 23:25
in Kronshagen
Kronshagen - Ohne Punkte mussten die Handballerinnen vom TSV Jörl gestern die Rückreise aus Kronshagen antreten. Das Team von Coach „Kalli“ Thiesen unterlag der HSG Holstein Kiel/Kronshagen im Punktspiel der Oberliga HH/SH unglücklich mit 23:25 (10:11).
Zu Beginn hatten beide Teams auf Augenhöhe agiert. Bis Mitte der ersten Hälfte konnten sich weder Kiel/Kronshagen noch Jörl entscheidend absetzen. Danach leisteten die Gäste sich vermehrt technische Fehler und auch in der Deckung gab es zunehmend Unkonzentriertheiten. „Wir haben den Ball zu oft einfach weggeworfen“, so Thiesen. Die Gastgeberinnen hatten nun Vorteile und führten zwischenzeitlich mit vier Treffern. Thiesen reagierte und stellte die Deckung um. Diese Maßnahme fruchtete, zur Halbzeit war beim Stand von 10:11 noch alles drin für Jörl.
Im zweiten Durchgang entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, wobei die Gastgeberinnen stets einen Treffer vorlegten. So setzte sich das Geschehen bis zur 50. Minute fort. „Dann haben wir mit sehr viel Kampf die Wendung herbeigeführt“, sagte Thiesen. Mit druckvollem Spiel und konzentrierten Abschlüssen erarbeiteten die Gäste sich eine Drei-Tore-Führung zum 21:18. Allerdings waren die Jörler Frauen mit nur neun Spielerinnen angereist, was sich in den Schlussminuten bemerkbar machte. Auf der rechten Abwehrseite wurde vier Mal der gleiche Fehler gemacht, so dass die Gastgeberinnen kurz vor Schluss zum 23:23 ausgleichen konnten.
Danach gelang den Jörlerinnen kein Treffer mehr, dafür
waren die Kielerinnen in der Schlussphase noch doppelt erfolgreich. „Die
Niederlage war unnötig, aber am Ende haben uns leider die Kräfte gefehlt“,
bedauerte Trainer Thiesen.
TSV Jörl: Kruse – Riebow (6),
Kahlund (1), Börnsen (3), Jensen (2), N. Martensen (5), Scholz (3), L.
Martensen, Tölle (3).
Beste Werferinnen Kiel/Kronshagen: Schrader (6), Hribar (5).
HSG-Coach
Michael Schwarz: „Wir sind unberechenbar“
Handball-Oberliga
Hamburg/Schleswig-Holstein: Kiel und Kronshagen strotzen wiedererstarkt vor
Selbstbewusstsein
Im letzten
Heimspiel des Jahres könnten die Handballerinnen aus Kiel in der
Frauen-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein einen guten Eindruck bei ihren
treuen Fans hinterlassen. Allen Widrigkeiten zum Trotz wollen akut
abstiegsbedrohte „Zebra“-Damen des THW als Zwölfter unbedingt gegen TSV
Ellerbek (9.) punkten. Fünftplatzierte Holstein-„Krabben“ möchten mit dem
vierten Sieg über
TSV Jörl (7.) diese Erfolgsserie verlängern.
Holstein
Kiel/Kronshagen – TSV Jörl (So., 17 Uhr)
Holstein strotzt
wiedererstarkt vor Selbstbewusstsein. Das soll als nächster Gegner nun Jörl zu
spüren bekommen, auch wenn HSG-Coach Michael Schwarz warnt: „Eine tolle Truppe
ohne Stars, sondern mit vielen Talenten, die sich seit der C-Jugend sehr gut
entwickelt haben. Ich freue mich auf das Duell, weil beide Mannschaften den
Zuschauern attraktiven Handball bieten.“ Ob der Trainer wieder die bewährte
Aufstellung aufbietet, scheint offen. Nele Johannsen, unfreiwillig in
Nordfriesland eingeschneit, drängte sich zwischenzeitlich wieder im Training
auf. Janina Wildner sammelte selbst als Kapitän und Trumpf in der Hinterhand
nach verheiltem Bänderriss lediglich ein paar Minuten Wettkampfpraxis, da
Anna-Lena Tetzlaff, Jasmin Kaps sowie Mandy Schrader aus dem Rückraum, das Duo
Caja Lübker/Alisa Lang am gegnerischen Kreis oder die Flügelzange Carolin
Hribar, Anica Huß beziehungsweise Johanna Huber von allen Positionen
Torgefährlichkeit ausstrahlen. „Die Vielseitigkeit ist unser größter Vorteil.
Wir sind unberechenbar“, betont Michael Schwarz.
„Flensborg AVIS vom 10.12.10“
Nordlichter:
Den Blick nach vorne richten
FLENSBURG
- In der Handball-Oberliga Schleswig-Holstein/Hamburg sind die drei
Nordvertreter, Bredstedter TSV (Sechster), TSV Jörl (Siebenter) und HSG
Tarp-Wanderup (Achter) Tabellennachbarn. Alle haben sie neun Pluspunkte
(Bredstedt muss noch ein Nachholspiel gegen Herzhorn bestreiten) Obwohl es bis
zu den Abstiegsrängen nur zwei Punkte sind wollen alle drei Vereine doch lieber
ihren Blick nach oben richten, müssen Bredstedt und Jörl allerdings auswärts
bei vor ihnen liegenden Mannschaften antreten.
Der
TSV Jörl spiel bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen (Sonntag 17 Uhr). Holstein
liegt mit 10:10 Zählern in Schlagdistanz zu den Nordvertretern. Doch nur wenn
das Jörler Team von Trainer »Kalli« Thiesen in Kiel gewinnt, können die
Nordteams, immer zudem einen eigenen Erfolg vorausgesetzt, an Holstein
vorbeiziehen. Dabei muss beim TSV Jörl die Chancenverwertung besser werden als
in der Vorwoche.
„Spielbericht SG Hamburg-Nord vom
8.12.10“
Das
musste nicht sein!
Am Sonntagnachmittag bei heimischer Kulisse ist es uns gelungen die zwei Punkte der HSG Holstein Kiel/Kronshagen mitzugeben!!! Der Start ins Spiel war eigentlich recht vielversprechend für uns. Wir konnten aus dem Positionsangriff sowie aus zweiter Welle und Gegenstoß die Bälle unterbringen und führten zeitweise mit 2 Toren. Unsere Abwehr stand noch relativ sicher und hatte die Kreisläuferin und die angesagten Pässe recht gut im Griff. Nach ca. 15 Minuten taten wir uns immer schwerer, obwohl unsere Gegner ihr Spiel nicht besonders verändert hatten. Wir begannen wieder gegen uns zu spielen. Auch die von Antje genommene Auszeit verhinderte nicht den Rückstand von 12:13 zur Halbzeit.
Doch 30 Minuten sind lang und ein Tor beim Handball bekanntermaßen durchaus schnell gemacht. So ging´s motiviert in Runde 2. Wer konnte ahnen, dass diese Halbzeit direkt an die Erste anknüpfte. So musste ein langer und wichtiger Teil in Unterzahl bestritten werden (5 Zeitstrafen). Grund dafür, na klar, Löcher in der Abwehr und zum Teil ungeschicktes Zupacken. Wir standen nicht zusammen und jeder war auf sich gestellt. Ohne Leidenschaft und Kampfgeist.
Im Angriff klappten unsere Spielzüge nicht, wir spielten uns die Finger wund ohne den Ball im Netz unterzubringen und von schnell nach vorne oder schneller Anwurf war nicht die Rede. Die umgestellte Abwehr auf 5:1 und dann 4:2 brachte nicht den gewünschten Erfolg und unser Können blitzte immer nur sehr kurz auf. Das wusste Holstein/Kiel zu nutzen. Sie warfen die einfachen Tore und legten auch ein paar schnelle Konter drauf. Wir kamen nicht mehr ran. Somit stand es am Ende 23:28. Dieses Spiel war einfach nicht gut. Für uns heißt es jetzt natürlich nicht die Köpfe in den Sand zu stecken, sondern jetzt erst recht. Denn wir können auch anders!
Durch den Ausfall von Helen (Urlaub) wurden wir von Torhüterin Jana aus der A-Jugend tatkräftig unterstützt. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle nochmal. Mirja war noch verletzt und Tanni musste erkältet die Bank hüten.
HSG-Frauen
mit starken Flügeln
SG Hamburg-Nord
– HSG Holstein 23:28 (12:13)
Wattenbek - Den dritten Sieg in Serie gab es für die Holstein-Frauen, während der THW Kiel und auch der TSV Wattenbek am zweiten Advent leer ausgingen.
Körperbetonte
Gegner liegen Holstein eigentlich selten. Diesmal ließen sich coole „Krabben“
allerdings nicht den Schneid abkaufen, sondern hielten dagegen. Vor allem mit
gut auf gelegter Flügelzange wussten die Gäste zu gefallen. Anica Huß und
Johanna Huber ergänzten sich als Linksaußen kongenial. Rechtsaußen Carolin
Hribar traf fast ohne Fehlversuch allein siebenmal.
„Das war der
Schlüssel zum Sieg“, verteilte HSG-Coach Michael Schwarz Extralob. Binnen
weniger Minuten zog Kiel vorentscheidend vom 18:17 (40.) zum 24:18 (48.) davon.
Auch begünstigt durch Torhüterin Marion Albrecht. Sie wehrte serienweise
Bälleab und verbuchte eine persönlicher Top-Quote (60 Prozent).
HSG Holstein:
Albrecht, Matalewski – Hribar 7, Huber 3, Huß 3, Just 1, Lang, Lübker 1,
Schmidt, Schrader 6/3, Tetzlaff 5, Wildner, Wotschke, Kaps 2/1.
HSG:
„Nerven wie Drahtseile“
SG Hamburg-Nord
– HSG Holstein Kiel/Kr. (So., 15 Uhr).
Am zehnten Saison-Spieltag der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein geht es für alle Kieler Handballerinnen auf nach Hamburg. Sowohl die HSG Holstein als auch der THW wollen Frau Holle und Väterchen Frost erfolgreich ein Schnippchen schlagen, statt selbst auf das Glatteis geführt zu werden.
Nach drei denkbar
knappen Siegen soll die Euphorie unter den „Krabben“ nicht so schnell
verfliegen, sondern endlich mal in der Hansestadt gewonnen werden. „Niemand
hebt bei uns ab. Wir arbeiten weiterhin sehr hart. Neben dem notwendigen
Quäntchen Glück stimmt auch das Können“, beteuert HSG-Coach Michael Schwarz,
dass sich niemand aus seinem erstmals kompletten Kader auf Lorbeeren ausruht.
Auf Wunsch des ehrgeizigen Teams führt Holstein sogar die dritte
Trainingseinheit ein. Als Tabellenachter überstand Kiel großes Verletzungspech
bestens. Auch Kapitänin Janina Wildner gibt gegen die zwölftplatzierten
Hamburger „Deerns“ mit verheiltem Bänderriss am Fuß ihr Comeback, so dass
Michael Schwarz in Bestbesetzung nur die Qual der Wahl unter den Spielerinnen
richtig lösen muss: „Janina hat ihren Stammplatz als Fels in der Brandung
sicher. Unser Vorteil ist, dass wir alle Lasten gleichmäßig verantwortlich auf
ganz viele Schultern
verteilen können,
Nerven wie Drahtseile besitzen und in Sachen Kondition gut in Form sind. Das
macht Lust auf mehr.“
„Krabben“
mit Dreh für knappe Siege
HSG Holstein – Bredstedter TSV 26:25 (11:13)
Kiel - Nach dem
Winter-Einbruch am neunten Spieltag der Handball-Oberliga
Hamburg/Schleswig-Holstein freuten sich zumindest alle Fans von den Frauen der
HSG Holstein Kiel/Kronshagen beim Sturz des Bredstedter TSV wie Schneekönige
über wichtige Siege. TSV Wattenbek und THW Kiel rutschten allerdings selbst
aus.
Mit
mentaler Stärke läuft es für Holstein dank des dritten knappen Sieges in Serie
wie geschmiert. Trotz eines frühen 2:6-Rückstands ließ sich keine Kielerin
beirren, sondern kämpfte unverdrossen aufopferungsvoll. Jasmin Kaps setzte als
Spielmacherin nicht nur ihre Nebenleute, sondern sich auch selbst achtmal sehr
erfolgreich perfekt in Szene. Eine ähnlich blitzsaubere
Top-Leistung
rief ebenfalls Linksaußen Johanna Huber offensiv und defensiv ab. 15 Sekunden
vor dem Abpfiff konnte Bredstedt zwar die 25:24-Führung der „Krabben“
egalisieren, doch
aufgrund
ihrer finalen Einzelaktion avancierte Mandy Schrader zur gefeierten
Matchwinnerin. „Einfach Klasse! Wir haben schon den dritten
Regionalliga-Absteiger zu Fall gebracht. Ich bin
unendlich
stolz auf meine junge Truppe“, rang HSG-Trainer Michael Schwarz um Fassung.
HSG Holstein
– Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar, Huber 5, Huß 1, Just, Lang1, Lübker,
Schrader 4/1, Tetzlaff 6, Wotschke, Kaps 8/1, Johannsen 1.
„Flensburger Tageblatt vom
29.11.10“
Bredstedter
TSV verliert in letzter Sekunde
Kronshagen - Es fing so gut an – und endete mit einer enttäuschenden Niederlage, die erst mit der Schlusssirene perfekt war. Die Handball-Frauen des Bredstedter TSV unterlagen in der Oberliga HH/SH bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 25:26 (13:11). Im ersten Durchgang war die Welt für die „Bredis“ und ihren Coach Ralf Johannsen noch in Ordnung. Die Mannschaft führte 7:2, 11:8 und 13:11. Einen ersten Einbruch gab es durch die frühe Verletzung von Marieke Paulsen, die in der Anfangsphase vier Treffer erzielt hatte.
Dass es im zweiten Durchgang abwärts ging, lag nicht
zuletzt an den faustdicken Chancen, die vor allem von Lisa May und Sarah
Henningsen nicht verwandelt werden konnten. Das konnte auch eine
aufopferungsvoll im Verein mit Meike Schmidt kämpfende Petra Köster nicht kompensieren.
Dennoch hätte es fast noch zu einem Remis gereicht. Doch die Gastgeberinnen
nahmen 17 Sekunden vor dem Abpfiff eine Auszeit und brachten den BTSV aus dem
Konzept. Irgendwie kullerte der Ball im letzten Atemzug der spannenden Partie
zum 26:25 über die Torlinie. Der BTSV offenbarte neben der desolaten
Wurfausbeute Schwächen in der Abwehr und bekam die quirlige Jasmin Kaps zu
keinem Zeitpunkt in den Griff.
Bredstedter TSV: Sibbersen, Köster
(1) – Paulsen (4), Brodersen, Schmidt (11/1), Boddenberg, Wittlinger,
Christiansen (2), Hansen, May (4), Klappstein (1), Bünter, Carstensen,
Henningsen (2).
Beste Werferinnen Kronshagen: Jasmin Kaps (9/1), Mandy Schrader (6/3).
„Krabben“
kennen keine Angst vor großen Namen
Holstein
Kiel/Kronshagen – Bredstedter TSV (So., 17 Uhr)
Am neunten Spieltag der Handball-Oberliga der Frauen
wollen sowohl der THW Kiel (9.) als auch die HSG Holstein Kiel/Kronshagen (12.)
im heimischen Wohnzimmer handballerisch
eine flotte
Sohle auf das Parkett legen.
Holsteins
„Krabben“ kennen offensichtlich kaum Angst vor ganz großen Namen. Wer einen
Drittligisten wie HF Henstedt-Ulzburg/Kisdorf 21:20 aus dem laufenden
Pokalwettbewerb wirft,
braucht auch
Bredstedt nicht fürchten. „Mit Herzhorn und Ellerbek haben wir schon zwei
Regionalliga-Absteiger geschlagen. Vielleicht sind ja aller guten Dinge drei“,
prophezeit HSG-Chefcoach Michael Schwarz Leidenschaft pur. Gestärktes
Selbstvertrauen versprüht Annika Just, die Torgefahr ausstrahlt und den Durchbruch
nach längerer Durststrecke schaffte. Anna-Lena Tetzlaff glückte ebenfalls ein
couragiertes Comeback (Fuß-Bänderriss auskuriert). Weil Rekonvaleszentin Janina
Wildner und Rechtsaußen Carolin Hribar (Urlaub) Gewehr bei Fuß bereitstehen,
bietet Kiel außer Linksaußen Kim-Berit Wotschke (umgeknickt) den kompletten
Kader auf. Da Theresa Schmidt und Anica Huß zurzeit formstark für Furore
sorgen, will Michael Schwarz den Favoriten über beide Flügel in die Zange
nehmen: „Dank unserer breiten Einwechselbank können wir Bredstedt ein Bein
stellen.
„Nordfriesland Tageblatt vom
27.11.10“
„Bredis“
zu Gast beim Pokal-Überraschungsteam
Seit drei Wochen hat der Bredstedter TSV kein Punktspiel
mehr bestritten, beim Pokal-Erfolg in Tarp machte sich
das Team von Trainer Ralf Johannsen fit für die Auswärtspartie bei der HSG
Holstein Kiel/Kronshagen. Die „Krabben“ aus der Landeshauptstadt haben zwar in
der Liga noch keine Bäume ausgerissen (Platz zwölf, zwei von drei Heimspielen
verloren), am vergangenen Wochenende schafften sie jedoch im Pokal eine
Überraschung, als sie den Drittligisten HF HUK (Henstedt-Ulzburg/Kisdorf)
mit 21:20 aus dem Rennen warfen. Anwurf ist am Sonntag um 17 Uhr in der
Sporthalle am Suchsdorfer Weg in Kronshagen.
„Segeberger Tageblatt vom
23.11.10“
Bitteres
Aus für die HF HUK
20:21
bei Oberligist HSG Holstein Kiel
Kreis Segeberg - Die Drittliga-Handballer des SV
Henstedt-Ulzburg sind der letzte Kreisvertreter im Landespokal. Die
Schützlinge von Trainer Tobias Skerka gewannen bereits in der vergangenen Woche
ihr Viertrundenspiel bei der SG Wift Neumünster mit 38:24. Für die Handballfrauen
Henstedt-Ulzburg/Kisdorf war hingegen überraschend Endstation. Der
Drittligist verlor beim Oberligisten HSG Holstein Kiel/ Kronshagen mit 20:21.
HSG
Holst. Kiel/Kronsh. - HF HUK 21:20 (14:15)
Nach drei Niederlagen in der Liga kassierten die Schützlinge
von Trainer Jens Molkow nun auch das bittere Aus im Pokal. Nach einer
indiskutablen Leistung, die in nur fünf Treffern in der zweiten Spielhälfte
gipfelte, musste die HF HUK den aufopferungsvoll kämpfenden Kieler den Vortritt
lassen. Sieben Holztreffer hatte Molkow gezählt. Obendrein ließen die Gäste
drei Siebenmeter ungenutzt. ,.Das war eine Mischung aus Pleiten, Pech und
Pannen", stöhnte der Coach, dessen Team 40 Sekunden vor dem Abpfiff den
Treffer von HSG-Kreisläuferin Caja Lübker zum 21:20 für die Landeshauptstädterinnen
schlucken musste.
Tore HF Henstedt-Ulzburg/Kisdorf: Tina Pejic
(5), Sophia Herzer (5/1), Jacqueline Galow (2), Svenja Skalnik (2), Leonie
Tüngel (2), Julia Müller (2), Natalie Buthmann, Inga Schlegel (je 1).
„Norderstedter Zeitung vom
23.11.10“
Raus ohne Applaus: Die Handballfrauen
Henstedt-Ulzburg/Kisdorf (3. Liga) sind mit einer 20:21 (15:14)-Niederlage beim
Oberliga-Verein HSG Holstein Kiel/Kronshagen
in der vierten Runde des Landespokals
ausgeschieden.
Henstedt-Ulzburg - "Das war eine Mischung aus Pleiten, Pech und Pannen", sagte Trainer Jens Molkow, "was wir nach dem Wechsel verworfen haben, geht auf keine Kuhhaut." Die Henstedt-Ulzburgerinnen trafen in der Landeshauptstadt siebenmal Pfosten oder Latte und vergaben zudem drei Siebenmeter und zwei Tempogegenstöße. Ohne Mirlinda Hani und Laura Neu, die privat verhindert waren, fehlte im Angriff die Durchschlagskraft. Die Defensive der Gäste funktionierte recht ordentlich, zumal sich Torfrau Laura Ristau in der zweiten Halbzeit deutlich steigerte.
Die Tore der HF Henstedt-Ulzburg/Kisdorf: Tina Pejic (5), Sophia Herzer (5/1), Jaqueline Galow, Svenja Skalnik, Leonie Tüngel, Julia Müller (je 2), Natalie Buthmann, Inga Schlegel (je 1)
„Kieler Nachrichten vom 22.11.10“
„Krabben“
gelingt Pokal-Coup
Holstein
Kiel/Kr’hagen – Henstedt-Ulzb./Kisdorf 21:20 (14:15)
Kiel - Beim
DHB-Pokal Frauen-Wettbewerb auf HVSH-Ebene sind die Handballerinnen des THW
Kiel und Preetzer TSV im Achtelfinale gescheitert. Die HSG Holstein
Kiel/Kronshagen konnte sich dagegen für das Viertelfinale am 8./9. Januar 2011
qualifizieren.
Dramatik pur in
Kiel. Holstein lieferte dem Drittligisten eine tolle Abwehrschlacht, so dass
der sensationelle Sieg verdient ausfiel. Aus dem Rückraum setzten Annika Just,
Anna-Lena Tetzlaff, Jasmin Kaps und Mandy Schrader HUK immer wieder erfolgreich
unter Druck. Defensiv wurden zweite Halbzeit fast 80 Prozent der gegnerischen
Würfe abgeblockt oder von Keeperin
Marion Albrecht
pariert. Trotz doppelter Manndeckung ließ sich keine Spielerin aus der Ruhe
bringen. Auf Pass von Anna-Lena Tetzlaff avancierte Kreisläuferin Caja Lübker
40 Sekunden vorm Abpfiff zur gefeierten Pokalheldin. „Eine sehr starke Leistung
unserer Mannschaft“, sagte HSG-Assistenztrainer Björn Hamborg.
HSG: Albrecht,
Immoor, Matalewski – Huber, Huß 3, Just 3, Lang, Lübker 3, Schmidt 2, Schrader
4/2, Tetzlaff 3, Wotschke 1, Kaps 2.
„Kieler Nachrichten vom 20.11.10“
Im
Pokal den Handball-Spaß ausleben
Preetz,
Holstein und THW gehen ehrgeizig, aber ohne Druck ins Frauen-Achtelfinale
Kiel/Preetz -
Punktspiele haben für den Preetzer TSV, THW Kiel und die HSG Holstein klar
Priorität. Aber auch im DHB-Pokal wollen die Handballerinnen im Achtelfinale
auf Landesebene
HSG Holstein –
HF Henstedt-Ulz. (morgen, 14.30 Uhr)
Das „Final Four“
bietet für den Kieler Oberligisten als Fernziel genügend Anreize, um beim
Gastspiel des Drittligisten über sich hinauszuwachsen. „Wir begrüßen die
Änderungen im Pokalmodus und freuen uns auf einen attraktiven Gegner. Gute
Gelegenheit, unserem Publikum etwas Besonderes zu bieten“, verspricht HSG-Coach
Michael Schwarz. Während er sich ein schon länger geplantes Wellness-Wochenende
gönnt, übernimmt Torwarttrainer Björn Hamborg den Job, HUK aus dem Wettbewerb
zu werfen. Anna-Lena Tetzlaff steht vor ihrem Comeback.
„Hamburger Abendblatt –
Pinneberger Ausgabe vom 15.11.10“
Deprimierte
Ellerbeker Frauen nach unverhoffter Heimpleite
Anastasia
Günter war ziemlich bedient. Die Rückraumspielerin, beim Handball-Oberligisten
TSV Ellerbek wegen einer leichten Schulterverletzung diesmal nur in der Abwehr
eingesetzt, empfand die 21:22 (9:10)-Heimniederlage gegen die HSG Holstein
Kiel/Kronshagen als besonders bedrückend.
Ellerbek - War ja auch kein Wunder, schließlich hatten sich die Ellerbekerinnen ausgerechnet gegen den Tabellenletzten eine nicht einkalkulierte Pleite erlaubt. Trainerin Manuela Henße machte aus ihrer Enttäuschung auch keinen Hehl und verließ bereits wenige Minuten nach Spielende die Harbig-Halle, um der dritten Mannschaft des Vereins in einem Punktspiel in aktiver Mission zur Verfügung zu stehen, zusammen mit Alina Kröger übrigens, die in der Oberliga nach längerer Abwesenheit ihr Comeback feierte und gestern in einer niedrigeren Klasse weitere Spielpraxis sammeln sollte.
An diesem Nachmittag ging einfach nichts bei den Ellerbekerinnen, auch wenn es letztlich nur eine knappe Niederlage war. "Wir sind alle sehr frustriert", bekräftigte Anastasia Günter, Tochter von Co-Trainerin Nadja Günter. "Das Spiel nach vorn hat heute nicht funktioniert. Wir sind einfach nicht ins Rollen gekommen, nur mit Einzelaktionen kann man nichts erreichen." Zwei Siebenmeterszenen waren überdies symptomatisch für den Spielverlauf: Kurz vor der Halbzeit bekamen die Gäste einen Strafwurf zugesprochen, den die Kielerinnen zur psychologisch wichtigen 10:9-Führung nutzten. Auf der anderen Seite hatte Verena Oberthaler Sekunden vor dem Ende die große Möglichkeit, per Siebenmeter wenigstens einen Punkt zu sichern, doch sie hatte 40 Sekunden vor Schluss nicht die nötigen Nerven dazu.
Bei nun 6:8 Punkten scheint die Oberliga-Saison für die Ellerbekerinnen - zumindest was die Orientierung nach oben angeht - fast schon gelaufen zu sein. Da die Klasse sehr ausgeglichen ist, wird es in den nächsten Wochen ohnehin darauf ankommen, in der Tabelle am Ende nicht sogar noch in den Sog nach unten zu geraten.
TSV Ellerbek: Juliane Mohr (1. Halbz.), Daniela
Laupichler (2. Halbz.) - Julia Steinberg (9), Verena Oberthaler, Jennifer
Jacobs (je 4), Ulrike Lohmeier (2), Maren Lehmhagen, Alina Kröger (je 1).
„Kieler Nachrichten vom 15.11.10“
TSV Ellerbek – HSG Holstein 21:22 (9:10)
Wattenbek - Erfolgreiches
Wochenende für die Holsteiner Frauen in der Handball-Oberliga HH/SH. Die
„Krabben“ von Holstein/Kronshagen und die Zebra-Frauen des THW fischen auswärts
Punkte ab, während der TSV Wattenbek zur Mannschaft der Stunde avanciert und
mit dem vierten Erfolg in Serie das Punktkonto ausgleicht.
Befreiungsschlag
für Holstein: Durch einen unterm Strich verdienten Erfolg in Ellerbek gab Kiel
die Rote Laterne des Schlusslichts an Herzhorn ab. Hinter der sehr präsenten
6:0-Deckung hielt Torhüterin Marion Albrecht ihren Mitspielerinnen 19 Mal den
Rücken frei. Das Umschalten von Abwehr auf Angriff und umgekehrt funktionierte
fast perfekt, um schnelle Kombinationen der
Gastgeberinnen
zu verhindern. Selbst als die „Krabben“ kurzfristig 17:19 in Rückstand
gerieten, behielten alle kühlen Kopf. Leidenschaft pur wurde belohnt.
Rechtsaußen Carolin Hribar übernahm mit fünf Treffern viel Verantwortung.
Kreisläuferin Alisa Lang avancierte trotz Fingerverletzung in letzter Minute
zur Matchwinnerin. „Sebastian Vettel ist Formel-1Weltmeister und wir haben auch
gewonnen. Was will man mehr“, kommentierte Trainer Michael Schwarz den Triumph.
Holstein: Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar (5),
Huber (2), Huß, Just (2), Lang (6), Lübker (2), Beke Reimers, Schmidt, Schrader
(3/2), Kaps (2), Johannsen.
„Pinneberger Tageblatt vom
15.11.10“
Mal
wieder das eine Tor: Ellerbeks Handball-Damen unglücklich
ELLERBEK - Vor dem
Schlusspfiff die Halle verlassen, weil die Partie schon entschieden ist? Im
Fall der Handballerinnen des TSV Ellerbek in der bisherigen Saison keine gute
Idee, immerhin endeten drei von sieben Begegnungen mit nur einem Treffer
Unterschied. Eingeschlossen auch das Zusammentreffen mit der HSG Holstein Kiel
/ Kronshagen, die sich mit 22:21 (10:9) gegen die gastgebenden Ellerbekerinnen
durchsetzte.
"Heute hat das Team gewonnen, das die wenigsten Fehler begangen hat",
sprach TSV-Co-Trainerin Nadja Günter eines der Mankos an. Zu nachlässig im
Abschluss und in der Abwehr zuhauf Lücken bietend: Der TSV Ellerbek wirkte
nicht wie auf dem Leistungszenit. Selbst die Einwechslung Henßes nach 23
Minuten brachte keinen frischen Wind, zumal die spielende Trainerin vier
Minuten später mit einer Zwei-Minuten-Strafe wieder das Feld räumen musste.
Nach der Halbzeitpause bot sich spielerisch nichts Neues. Kein Team setzte sich
mit mehr als zwei Treffern ab. Als Ellerbek diese beim Stand von 17:15 als
Polster verzeichnen konnte, brachte man sich selbst um den Lohn. Eine zweifache
Unterzahl (55. Minute) und ein an den Pfosten gesetzter Siebenmeter von Verena
Oberthaler (letzte Minute) ließen den knappen Vorsprung der
Landeshauptstädterinnen weiterhin von Bestand lassen.
TSV Ellerbek:
Laupichler, Mohr - Steinberg (9), Oberthaler (4/3), Jacobs (4), Lehmhagen (1),
Lohmeier (2), Kröger (1)
„Kieler Nachrichten vom 13.11.10“
„Krabben“
auf schwierigem Terrain
Für die HSG
Holstein hängen die Trauben in Ellerbek sehr hoch
Vor dem achten
Spieltag der Oberliga HH/SH der Frauen trennt sich allmählich die Spreu vom
Weizen. Für alle Kieler Handballerinnen gilt es, wichtige Punkte einzufahren.
Der THW tritt beim Top-Favoriten SC Alstertal (2.) an, während Schlusslicht HSG
Holstein in Ellerbek (6.) zwei Zähler aufgabeln will.
TSV Ellerbek –
HSG Holstein (Sonnt., 16 Uhr)
Intern gibt es von
einer Krise unter den „Krabben“ keine Spur, doch nun droht der nächste
Ellerbeker Rundschlag. „Klar haben alle den Ernst unserer Lage erkannt“,
beteuert Coach Michael Schwarz, dass beim Tabellenletzten niemand zur
Tagesordnung übergeht. „Auch wenn wir keine Profis sind, sondern nur Spaß am
Handball haben wollen.“ Kratzen und Hauen entsprechen
zwar kaum der
„Krabben“-Mentalität, aber im harten Abstiegskampf nützt taktische oder
technische Raffinesse wenig. Die HSG kassiert kaum Zeitstrafen. Mehr
körperliche Gegenwehr
bleibt Grundvoraussetzung, sonst sieht man wieder hilflos aus. Deshalb will Anna-Lena Tetzlaff trotz gerade erst verheiltem Bänderriss am Fuß auf die Zähne beißen. Das Comeback von Janina Wildner lässt wahrscheinlich noch auf sich warten. Sie hält dem Team von der Tribüne aus die Treue. Kim-Berit Wotschke brach das Training wegen ihrer Hand-Verletzung erneut ab.
„Hamburger Abendblatt –
Pinneberger Ausgabe vom 12.11.10“
TSV-Frauen
wollen Kontakt zur Spitze herstellen
Sie stehen am Scheideweg, jetzt wird sich für die
Handballfrauen des TSV Ellerbek entscheiden, wohin es für die Mannschaft in der
Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein geht.
Ellerbek - Bei einem Heimsieg am Sonntag (16 Uhr, Harbig-Halle) gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen könnten die Ellerbekerinnen (6:6 Punkte) der Spitzengruppe wieder ein Stück näher kommen, bei einem Remis oder bei einer Niederlage ist erst einmal wieder Tristesse im unteren Tabellendrittel angesagt. Der Punktestand des Tabellenletzten aus Kiel (4:10) zeigt schon, wie dicht die Klubs leistungsmäßig beieinander liegen - es kann in der Tat jeder jeden schlagen. Zum Beispiel besiegten die kommenden Gäste des TSV den MTV Herzhorn kürzlich mit vier Toren (26:22), dagegen gewannen die Schützlinge von Manuela Henße gegen denselben Gegner zuletzt "nur" mit 24:23. Die Trainerin kann im Wesentlichen aus dem Vollen schöpfen, nachdem Alina Kröger nach ihrer Weltreise in den Kader zurückgekehrt ist. Zudem stehen mit Juliane Mohr, Daniela Laupichler und Katharina Glamann jetzt drei Torhüterinnen zur Verfügung.
„Pinneberger Tageblatt vom
12.11.10“
TSV
Ellerbek jeweils gegen das Kellerkind
ELLERBEK - Beim
weiblichen Pendant der Ellerbeker Handballabteilung fehlt ein Name auf den
Spielbericht seit Wochen: Anastasia Günter. Eine hartnäckige Schulterverletzung
lässt die Tochter von Co-Trainerin Nadja Günter seit sechs Wochen pausieren.
Im Heimspiel am Sonntag um 16 Uhr gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen könnte
Günter, bei äußerster Not, am Mann aber kurzzeitig in der Abwehr zu Zuge
kommen. "Informationen über die Kieler liegen mir nicht im Detail vor,
aber die werden sich sowieso nach unserem Spiel richten müssen", gibt sich
Trainerin Manuela Henße selbstbewusst, fügt aber an: "Deren letzter
Tabellenplatz sagt gar nichts über ihre Spielstärke aus."
„Ahrensburger Zeitung vom
9.11.10“
Aggressive
Abwehr ist der Schlüssel zum Erfolg
Ahrensburgs Handball-Frauen gewinnen 30:22 gegen die
HSG Kiel/Kronshagen
Ahrensburg - Die Formkurve der Handball-Frauen des Ahrensburger TSV zeigt weiter nach oben. Das 30:22 (14:10) beim neuen Oberliga-Schlusslicht HSG Holstein Kiel/Kronshagen war für die Mannschaft von Trainerin Kathrin Herzberg der dritte Sieg in den vergangenen vier Partien.
Der Schlüssel zum Erfolg lag einmal mehr in der aggressiven Abwehr, wobei die Gegenspielerinnen früh angegriffen wurden. "Unsere Defensiv-Leistung war wirklich stark", sagte Herzberg, die Torfrau Lena Teufel aus dem Team heraushob. "Ihre Paraden, vor allem bei Gegenstößen von Kiel in der Anfangsphase, waren super - aber so kennen wir sie ja." Nach einer ausgeglichenen ersten Viertelstunde setzten sich die Gäste bis auf vier Treffer ab - auch, weil von den vier Rückraumspielerinnen Carolin Fischer (7/5 Tore), Lena David (5), Maren Franke (4) und Ilka Bernhardt (3) deutlich mehr Torgefahr ausging als in den vorherigen Spielen.
Herzberg: "Auch spielerisch haben wir uns gesteigert. Ich denke, man kann sagen, dass wir mit Kopf gespielt haben." Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Stormarnerinnen das Tempo und kassierten zwischen der 31. und 50. Minute gerade einmal sechs Gegentreffer. Dass die Ahrensburgerinnen dann aber in der Deckung die Zügel ein wenig schleifen ließen, missfiel Herzberg: "Wir hätten noch deutlicher gewinnen müssen."
Die Ahrensburgerinnen verbesserten sich in der Tabelle vom achten auf den sechsten Rang, haben aber wie der auf Rang zwei liegende SC Alstertal-Langenhorn auch acht Punkte auf der Habenseite. Mit 174 Toren aus sieben Partien stellen die Schlossstädterinnen aktuell die zweitbeste Offensive der Liga.
Nächster Gegner ist am Sonntag (15 Uhr, Heimgartenhalle) der Tabellenvierte HSG Tarp-Wanderup. ATSV-Neuzugang Melanie Schlüter wird dann gegen ihren früheren Verein ebenso wie Martin Müller, der sich künftig als Physiotherapeut um die Spielerinnen kümmert, erstmals auf der Bank Platz nehmen. Ob Rückraumakteurin Katja Schomburg (nach Achillessehnenproblemen) dann schon wieder einsatzfähig ist, steht noch nicht fest. Torfrau Lisa Schier (nach Indien-Rundreise) kehrt dagegen definitiv ins Team zurück.
Die weiteren Tore für den Ahrensburger TSV erzielten: Janicke Bielfeldt (4), Sina Jäger, Nadine Grunwald (je 2), Julia Nikoleit, Bianca Schuster und Nele Oosting (je 1).
„Stormarner Tageblatt vom
9.11.10“
ATSV
klettert auf Rang sechs
Ahrensburgerinnen feiern beim 30:22 über HSG Holstein
Kiel zweiten Sieg in Folge
Ahrensburg - Gerade einmal zwei Wochen ist es her, da standen die Oberliga-Handballerinnen des Ahrensburger TSV auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nach dem Heimsieg gegen Herzhorn vor einer Woche gewann das Team von Trainerin Kathrin Herzberg nun auch auswärts bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen deutlich mit 30:22 (14:10) und machte damit in der Tabelle einen Satz nach vorne auf Rang sechs.
Herzbergs Dank ging wieder nicht nur an ihre Mannschaft, sondern auch an die mitgereisten Fans: „Sie haben 60 Minuten lang gesungen, das war toll. Der Trainer des Gegners kam schon vor dem Spiel zu mir und hat sich geärgert, dass die Partie für seine Mannschaft wohl wie ein Auswärtsspiel werden würde.“
Unter den Anfeuerungsrufen des ATSV-Anhangs taten sich die Schlossstädterinnen anfangs allerdings schwer und liefen einem 2:4-Rückstand hinterher. „Wir hatten mit einer etwas defensiveren Abwehr angefangen, aber das können die Mädels halt nicht“, so Herzberg, die ihr Team fortan wieder offensiver agieren ließ. Mit Erfolg: Über 6:5 und 8:6 erspielten sich die Gäste eine 10:7-Führung, auch weil Lena Teufel im ATSV-Kasten einige sehenswerte Paraden ablieferte. Zur Pause führten die Ahrensburgerinnen mit vier Treffern, was jedoch bei Herzberg noch nicht für Entspannung sorgte. „Zu dem Zeitpunkt habe ich selbst noch nicht so richtig an den Erfolg geglaubt.“
Zwei schnelle Tore der Schlossstädterinnen nach dem Wechsel zum 16:10 führten dann zur bislang schnellsten Auszeit eines gegnerischen Trainers in der bisherigen Saison nach bereits 1:35 Minuten. Doch auch das Timeout brachte keine Besserung mehr für die HSG. Bis zur 50. Minute kassierte der ATSV lediglich sechs Gegentreffer und enteilte bis auf 26:16. „Dann wurden wir etwas luschig“, ärgerte sich Herzberg schließlich noch darüber, dass ihre Schützlinge dem Gegner am Ende etwas Ergebniskosmetik gestatteten.
Dennoch überwog bei der Übungsleiterin die Freude über den deutlichen Sieg. „30 Tore, die meisten davon aus dem regulären Spiel, sind eine schöne Sache“, so Herzberg, die auch noch ein Extralob für Spielmacherin Maren Franke loswerden wollte. „Sie steigert sich langsam, die Tendenz zeigt eindeutig nach oben.“
Auch wenn in der Liga alle Mannschaften nach wie vor eng
beieinander stehen und den Zweiten vom Letzten nur vier Punkte trennen, sorgt der
Blick auf die Tabelle nun wieder für glücklichere Gesichter auf Seiten des
ATSV. Und mit einem Sieg gegen die punktgleiche HSG Tarp-Wanderup (beide 8:6) am
kommenden Sonntag (15 Uhr Heimgartenhalle), kann der ATSV einen weiteren Sprung
nach vorne machen.
Aufstellung Ahrensburg: Lena Teufel – Carolin Fischer (7/5), Lena David (5), Janicke Bielfeldt, Maren Franke (je 4), Ilka Bernhardt (3), Sina Jaeger, Nadine Grunwald (je 2), Julia Nikoleit, Bianca Schuster, Nele Oosting (je 1), Lara Schlizio
„Kieler Nachrichten vom 8.11.10“
Holstein
kassierte deftige Niederlage
Neumünster - Pleiten, Pech und Pannen prägten den siebten Spieltag in der Oberliga HH/SH sowohl für die Frauen-Teams THW Kiel und HSG Holstein als auch die Männer-Mannschaften SG Wift oder TSV Altenholz II. Die Ausnahme: Die Handballerinnen des TSV Wattenbek rollen das Feld von hinten auf.
HSG Holstein –
Ahrensburger TSV 22:30 (10:14)
Vom
Verletzungspech arg gebeutelte „Krabben“ wirken psychisch angeknackst, denn die
dritte Niederlage in Serie gegen einen weiteren Gegner mutmaßlich auf Augenhöhe
im Abstiegskampf blieb absolut gerechtfertigt. Dabei schien anfänglich sogar
noch eine Kieler Trotzreaktion möglich. Holstein verpasste es bloß, höher als
4:2 (8.) zu führen, weil Mandy Schrader (2x), Annika Just
und Jasmin Kaps
per Siebenmeter scheiterten sowie ähnlich klare Chancen frei vorm ATSV-Tor zu
selten genutzt wurden. Hart aber fair verschafften sich routinierte
Ahrensburgerinnen
körperbetont
Respekt, um das Spiel zu kippen, da die HSG-Talente selbst aus
Überzahlsituationen kaum Kapital schlagen konnten. Nur Nele Johannsen schwamm
sich, ins kalte Wasser geworfen, fast ohne Fehlversuch frei. „Jetzt wird es
natürlich eng“, sagte Trainer Michael Schwarz, der nach dem Sturz ans
Tabellenende Seelenmassage betreiben muss.
Holstein: Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar (3), Huber (2), Huß, Just (2), Lang, Lübker (1), Schmidt, Schrader (3), Kaps (2), Johannsen (8/6), Meenke (1).
„Kieler Nachrichten vom 6.11.10“
„Krabben“ setzen auf die Zuschauer
Holstein von
Verletzungen gebeutelt
In der
Frauen-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein kann offensichtlich jedes
Handball-Team fast jeden Gegner schlagen. Schlusslicht TSV Wattenbek trennen
vom Tabellenvierten HSG Tarp-Wanderup gerade einmal zwei Punkte. Statt dort zu
verlieren, will THW Kiel wieder selbst gewinnen, während Lokalrivale HSG
Holstein Kiel/Kronshagen allen Widrigkeiten zum Trotz einen Heimsieg gegen den
Ahrensburger TSV am siebten Saison-Spieltag anstrebt.
HSG Holstein –
Ahrensburger TSV (heute, 19 Uhr)
Fußball spielen,
sollte Handballerinnen verboten werden, denn für Holstein reißen die
Hiobsbotschaften kaum ab. Nach Janina Wildner knickte unter der Woche Anna-Lena
Tetzlaff mit dem Knöchel um und fällt mit Bänderriss ähnlich lange aus. „Defensiv
meine beiden besten Spielerinnen. Bei so viel Mega-Verletzungspech verliert man
langsam die Lust“, vermeldet HSG-Coach Michael Schwarz große personelle
Probleme. Auf Linksaußen klafft eine weitere Lücke im Kieler Kader, denn
Kim-Berit Wotschke (Sehnenscheiden-Entzündung) und Beke Reimers
(Nierenbecken-Entzündung) gilt es zu ersetzen. „Das Publikum muss als achter
Mann helfen, dass der Funke überspringt“, richtet Michael Schwarz einen Appell
an alle Zuschauer zur lautstarken
Unterstützung.
Stormarner Tageblatt / 5.11.10
Herzberg:
„Die Abwehr entscheidet“
Ahrensburg reist nach Kronshagen
Ahrensburg – Nach dem 21:19-Erfolg gegen den MTV Herzhorn
sieht die Lage für die Handballerinnen des Ahrensburger TSV in der Oberliga
Hamburg/Schleswig-Holstein schon wieder wesentlich rosiger aus. Mit 6:6 Punkten
findet sich das Team von Trainerin Kathrin Herzberg derzeit auf Platz acht der
Tabelle wieder und kann mit einem Sieg morgen (19 Uhr, Sporthalle Kronshagen)
bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen (12., 4:8) einen weiteren Schritt nach
vorne machen. „Die Abwehr entscheidet“, sagt Herzberg, die ansonsten nicht
viele Informationen über den Gegner hat. „Ich kenne das Team nicht, wir lassen
das auf uns zukommen.“
Lediglich zwei Siege kann der Deutsche Meister von 1971 bisher aufweisen und
steht damit momentan auf einem Abstiegsplatz. Mit Dörte Paul (HSG
Kropp-Tetenhusen) und Nelly Thümer (TSV Altenholz) haben die „Krabben“ vor
Saisonbeginn noch ganz kurzfristig zwei Leistungsträgerinnen verloren und
vertrauen deshalb notgedrungen auf eine sehr junge Truppe mit mehreren
A-Jugendspielerinnen oder Akteurinnen, die gerade erst aus der Jugend gekommen
sind.
Erneut fehlen wird dem Ahrensburger TSV Torhüterin Lisa Schier (Urlaub).
Ansonsten stehen Herzberg alle Spielerinnen zur Verfügung. Nicht nur aus diesem
Grund ist die Übungsleiterin recht zuversichtlich, am Ende beide Punkte von der
Förde entführen zu können.
Im Bus nach Kronshagen sind noch Plätze für Anhänger der Schlossstädterinnen
frei. Wie bereits bei der Auswärtspartie in Fockbek können Fans für einen
Unkostenbeitrag in Höhe von 5 Euro mitfahren. Für Freigetränke ist gesorgt.
Abfahrt ist um 15.45 Uhr. Interessenten können sich bei Carolin Fischer unter
der Nummer 0176/62161961 melden.
„Kieler Nachrichten vom 1.11.10“
HSG
Tarp-Wanderup – HSG Holstein 25:23 (12:11)
Wegen der
1:7-Tiefschlafphase bis zur zehnten Minute wollten viele mitgereiste
Holstein-Fans fast schon zurück nach Hause fahren, doch während seiner Auszeit
appellierte HSGCoach
Michael Schwarz
ans Ehrgefühl. Fortan waren plötzlich aufopferungsvoll kämpfende „Krabben“ kaum
mehr wiederzuerkennen und starteten eine atemberaubende Aufholjagd – vor allem
über ihre linke Angriffsseite mit Flügelflitzerin Johanna Huber und Anna-Lena
Tetzlaff im Rückraum. Bloß defensiv bekam niemand Tarps reaktivierte
Kreisläuferin Tanja Heckel in den Griff. Weil
die sonst gute
Carolin Hribar kurz vorm Abpfiff von Rechtsaußen nur den Pfosten (58.) traf,
nahm das Unheil seinen Lauf. „Manchmal entscheiden eben Nuancen über Sieg oder
Niederlage. Eigentlich hatte es keine Mannschaft verdient zu verlieren.
Trotzdem fahren wir jetzt erhobenen Hauptes heim, auch wenn mein junges Team
noch Lehrgeld zahlt“, tröstete Michael Schwarz.
Holstein: Albrecht, Immoor, Matalewski – Hribar (3), Huber (5), Just, Lang, Lübker (1), Schmidt (1), Schrader (4/1), Tetzlaff (6), Kaps (1), Johannsen (2), Meenke.
„Flensburger Tageblatt vom
1.11.10“
Tarps
Heimserie hält: 25:23-Erfolg gegen Kiel
TARP - Die Tarper Handball-Frauen bleiben ihrer Linie treu. Nach dem schwachen Auftritt in Herzhorn gelang in eigener Halle Wiedergutmachung. So schaffte die HSG Tarp-Wanderup gegen die HSG Holstein Kiel/ Kronshagen ein umkämpftes, aber verdientes 25:23 (12:11) und kletterte in der Oberliga Hamburg/SH gehörig nach oben. „Das Spiel hat ganz schön Nerven gekostet. Aber wir haben diesmal kämpferisch über die gesamte Spielzeit überzeugt, auch wenn wir spielerisch Durststrecken hatten“, so Trainerin Anette Hesse.
Tarp-Wanderup musste erneut auf einige Spielerinnen verzichten, legte aber einen Bilderbuch-Start zum 7:1 (7.) hin, wobei Janine Hansen fünf Mal in Folge traf. Kiel nahm eine Auszeit und damit Tarp den Wind aus den Segeln. „Danach lief bei uns gar nichts mehr zusammen. Im Angriff war es nur noch Stückwerk“, wunderte sich Hesse. Kiel kam Tor um Tor auf 11:12 bis zur Pause heran.
In der zweiten Halbzeit zeigten die Treene-Handballerinnen
in der Abwehr einen großen Kampf. Tanja Heckel, Leihgabe aus der zweiten
Mannschaft, stopfte immer wieder Lücken und sorgte für die nötige Sicherheit.
Im Angriff kam der HSG Tarp-Wanderup ihre Vielseitigkeit
zu Gute. „Wir haben zwar einen kleinen Kader, doch dafür sind alle Spielerinnen
variabel einsetzbar. Kiel konnte sich nicht auf uns einstellen“, erklärte
Anette Hesse das Erfolgsrezept, das am Ende zum Sieg führte.
HSG Tarp-Wanderup: Callsen-Bracker - C. Hansen (4), Lucht (4/1), Lorenzen, Petersen (1), Lilienthal, Jacobsen (1), J. Hansen (8/4), Heyck-Schäfer (2), Luth, Heckel (2).
„Kieler Nachrichten vom 30.10.10“
HSG
Holstein will bei der HSG Tarp-Wanderup die gegen die „Zebras“ erlittene Schlappe
vergessen machen.
HSG
Tarp-Wanderup – HSG HolKro (Sbd., 17 Uhr)
Mit hängenden Köpfen schlichen die „Krabben“ nach der Klatsche gegen den THW vom Parkett. Beim Training hellten sich fast alle Gesichter wieder auf. „Hätten wir so im Derby Vollgas gegeben, wäre ich froh gewesen“, sagte HSG-Coach Michael Schwarz. Neben Janina Wildner (Fuß-Bänderriss) fällt auch noch Flügelflitzerin Kim-Berit Wotschke wegen einer Hand-Verletzung aus. „Janina fehlt natürlich an allen Ecken und Enden. Sie ist nicht nur Kapitänin, sondern auch das Herzstück unserer jungen Truppe“, betont Michael Schwarz. Offensiv soll Anna-Lena Tetzlaff das Manko als große Motivatorin kompensieren. Defensiv teilen sich beide Kreisläuferinnen, Alisa Lang und Caja Lübker, die Aufgaben. Weil Wanderup und Holstein oft wie Wundertüten wirken, darf man gespannt sein, welche Überraschungen im direkten Vergleich stecken.
„Flensborg AVIS vom 29.10.10“
Tarp ist gefordert
Für
den dritten Nordvertreter, die HSG Tarp-Wanderup, geht es darum möglichst im
Mittelfeld zu bleiben. Die Tabelle zeigt, dass es zwischen Mittelfeld und
Abstiegszone ganz eng wird. Nicht weniger als neun Teams weisen vier Pluspunkte
auf. Das gilt auch für die HSG TaWa und Gegner HSG Holstein Kiel/Kronshagen
(Sonnabend 17 Uhr, Treenehalle). TaWa-Trainerin Anette Hesse darf aber ruhig
optimistisch sein, denn beide Heimspiele gegen Altona (26:18) und Fockbek
(40:26) wurden sicher gewonnen.
THW
Kiel – HSG Holstein 25:16 (8:7)
THW
ist augenblicklich klar die Nummer eins in Kiel. Im Stadtderby wurde
Lokalrivale Holstein zweite Halbzeit sogar deklassiert. Bis dahin bekamen fast
150 Zuschauer eine sehr zerfahrene
Partie
mit beidseitig erstaunlich vielen technischen Defiziten geboten, in dem eher
die Deckungsarbeit dominierte. Erst nach der Pause legten alle „Zebra“-Damen ihre
Nervosität ab. Statt Fehler „en masse“ gab es plötzlich Rasse und Klasse,
während mutlose „Krabben“ den Beweis ähnlicher Spiel-Kultur sowie Leidenschaft
schuldig blieben.
Angetrieben
von Regisseurin Bianca Ach und gestützt auf 18 prächtige Paraden, darunter
gleich drei abgewehrte Siebenmeter, der erneut starken Inga Siedenburg zwischen
den Pfosten,
preschte
das Team von Trainer Michael Fischer wie im Rausch davon: „Da klappte es bei
uns taktisch und tempomäßig tatsächlich perfekt.“ Flügelflitzerin Anne Hild
trumpfte links treffsicher
wie
ein Derwisch auf, und Hanna Hell verwandelte beim couragierten Comeback nach
längerer Rekonvaleszenz ebenfalls dank toller Tore die brodelnde Halle in einen
Hexenkessel.
Dagegen stürzte Holstein in dem Prestigeduell binnen weniger Minuten vom Himmel in die Handball-Hölle. „Ich habe heute leider nur ein Team gesehen, das im Derby wirklich heiß war“, gratulierte HSG-Coach Michael Schwarz als Erster fair zum Sieg. Seine arg enttäuschende Truppe konnte lediglich sporadisch durch gute Einzelaktionen von Alisa Lang, Anna-Lena Tetzlaff, Mandy Schrader oder Caja Lübker halbwegs Paroli bieten. Unterm Strich jedoch zu wenig, im Kampf um die Nummer eins in Kiel.
THW:
Pulwitt, Siedenburg – Ach (3), Flach (2), Hell (2), Hild (5), Kiener,
Krischewski (3), Petermann (2), Scherner (3), Schultz (3), Skrzypczak, Steffen
(2/1), Weber.
HSG
Holstein: Albrecht, Matalewski – Hribar (1), Huber, Huß (1), Just, Lang (3),
Lübker (2), Schmidt, Schrader (3), Tetzlaff (4), Kaps (2), Johannsen, Wotschke.
Derby in der Frauen-Oberliga
Im
Kampf um den Klassenerhalt in der Frauen-Oberliga HH/SH liegen die
Handball-Teams des THW und von HSG Holstein im Saisonverlauf bis dato gut auf
Kurs. Wer sich als aktuelle Kieler Nummer eins fühlen darf, entscheidet heute
das Stadtduell (17 Uhr, Helmut-Wriedt-Halle).
„Für
mich besitzt so etwas eher statistischen Wert. Letztes Jahr wurden die Punkte
dank Sieg und Niederlage geteilt“, stapelt THW-Coach Michael Fischer trotz
traditioneller Brisanz ein bisschen zu tief. Vielleicht, weil während der
Herbstferien drei Wochen lang in punkto Vorbereitung viele Wünsche unerfüllt
blieben. „Es war wie verhext. Teilweise konnten nur sechs Spielerinnen wegen
Verletzung, Urlaub oder Studien-Exkursion trainieren. Das habe ich zwar noch
nie erlebt, aber jetzt treten wir frohen Mutes an.“ Julia Kiener und Jana
Schultz sind weiter krank geschrieben.
Manya
Petermann kurierte derweil ihre Lungenentzündung aus. Ob bei Samira Krischewski
eine Uni-Pilgerfahrt zum Jakobsweg für den Oberschenkel (Zerrung) die
Wunderheilung bewirkte, bleibt offen. Auch Joana Linke laboriert an ähnlichen
Problemen mit der Wade.
Heimvorteil für die „Zebra“-Damen hin oder her, wegen solch gravierender Personalsorgen gelten hoch motivierte „Krabben“ als leicht favorisiert. Schon erstaunlich, wie Holstein selbst namhafte Abgänge von Nelly Thümer oder Dörte Paul durch Mandy Schrader, Caja Lübker und Alisa Lang bisher bestens kompensierte. Annika Just knüpfte leistungsmäßig nahtlos an, wo sie vor ihrer Babypause aufhörte. Stammtorhüterin Marion Albrecht liebäugelt sogar nach auskurierter, komplizierter Fingerfraktur mit dem Comeback. Gleichwohl steigt nun intern die Spannung. „Wir freuen uns auf das Derby, kennen den Gegner gut. Klar ist die Rivalität groß genug, dass alle Freundschaften für 60 Minuten ruhen“, kündigt HSG-Trainer Michael Schwarz an.
Holstein kochte Herzhorn ab
HSG
Holstein – MTV Herzhorn 26:22 (12:10)
Altenholz
- Fast rabenschwarzer vierter Spieltag in der Handball Oberliga
Hamburg/Schleswig-Holstein für die Teams aus der Region Kiel: Für TSV Altenholz
II sowie TSV Wattenbek ist aufgrund einer anhaltenden Negativserie ihr
klassischer Saison-Fehlstart nunmehr perfekt. Auch SG Wift und THW Kiel
kassierten ernüchternde Heimniederlagen. HSG Holstein Kiel/Kronshagen blieb
allein als einziger kleiner Lichtblick erfolgreich.
Mit
dem zweiten Sieg in Serie warf Holstein den als Favoriten hoch gelobten MTV
Herzhorn in eine tiefe Krise. Vor allem aus ihrem sehr torgefährlichen Rückraum
setzten couragierte Kielerinnen den schon spürbar angeschlagenen Gegner unter
Druck. Mandy Schrader und Anna-Lena Tetzlaff erzielten aus beiden
Halbpositionen zusammen 16 Volltreffer. Da auch Kreisläuferin Caja Lübker als
talentierte A-Jugendliche 60 Minuten lang ohne Leistungsabfall defensiv wie
offensiv rackerte und etliche Siebenmeter
rausholte,
dürfte HSG-Trainer Michael Schwarz frohlocken: „Unsere positive Entwicklung ist
für das junge Team enorm wichtig. Jetzt arbeiten wir trotz dreiwöchiger
Herbstferien fleißig weiter und fiebern dem Kieler Kultderby gegen THW
entgegen.“
Holstein: Immoor, Matalewski – Hribar (1), Huber (1), Huß, Just (1/1), Lübker (1), Beke Reimers, Schmidt (1), Schrader (11/4), Tetzlaff (5), Wildner (2/1), Kaps (3), Johannsen.
„Norddeutsche Rundschau vom
4.10.10“
Seefeldt-Team verlor trotz guter Leistung
HERZHORN - Erneut gab es für die Oberliga-Handballerinnen des MTV Herzhorn eine Niederlage. Sie waren am Sonntagnachmittag zu Gast bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen und unterlagen dort mit 22:26 (10:12).
Dennoch zeigte sich nach der Partie Trainer Kai Seefeld nicht unzufrieden. „Vom Niveau her war die Leistung in Ordnung, hätten wir die vergangenen Wochen so gespielt, hätten wir die Begegnungen locker gewonnen. Doch in Anbetracht der Personallage ist zur Zeit einfach nicht mehr möglich“, so der Coach. Die Herzhornerinnen waren lediglich mit einer Auswechselspielerin angereist und das machte sich bemerkbar. Die Mannschaft hofft nun auf die Zeit nach den Herbstferien, denn dann soll sich die personelle Lage deutlich bessern, zumal auch Gesche Seebandt wieder dabei sein wird. Die Begegnung in Kiel begann recht ausgeglichen, obwohl die Seefeld-Schützlinge von Beginn an große Probleme mit der Kielerin Annalena Tetzlaff hatten, die immer wieder zu Torerfolgen kam.
Doch die Blau-Gelben spielten im Angriff stark und agierten beweglich und so war die Partie bis zum 4:4 in der 12. Minute völlig offen. Dann jedoch kam es zu einem kleinen Einbruch und die Gastgeberinnen setzten sich bis zur 20. Minute auf 9:5 ab. In dieser Phase tat sich immer wieder Manny Schrader hervor, die sowohl im rechten Rückraum für Gefahr sorgte, als auch über den Gegenstoß nicht zu bremsen war. Erst als Svetlana Frizler und Janna Wilcke ebenfalls über Tempo zu Treffern kamen und auf 7:9 verkürzten, sah die Bilanz wieder etwas besser aus.
Und es lief nun gut bei den Blau-Gelben. Mit einer soliden Abwehrleistung erkämpften sie sich ein ums andere Mal den Ball und hatten dann auch vorne gute Chancen und kurz vor der Pause verkürzte Maike Langenberg sogar auf 10:11. Sekunden vor dem Pausenpfiff fiel jedoch noch das 12:10 für die Kielerinnen.
Und diesem Rückstand lief man nach der Halbzeit hinterher. Doch nicht nur das: Die HSG fand wesentlich besser in die Partie zurück und setzte sich in der 40. Minute auf 18:14 ab. Im Anschluss nahmen die Herzhornerinnen mit Schrader und Tetzlaff zwei gegnerische Spielerinnen in kurze Deckung und mit dieser Maßnahme setzten sie die Gastgeberinnen deutlich unter Druck. Schnell verkürzten sie auf 18:20 und hatten dann die Riesenchance, mit einem Strafwurf bis auf einen Treffer heran zu kommen. Doch Maike Langenberg traf nur den Pfosten und Kiel bekam wieder Oberwasser.
Zudem nahmen die Kielerinnen jetzt Maike Langenberg in
kurze Deckung und die Seefeld-Schützlinge brauchten
einige Angriffe, um sich auf die veränderte Situation einzustellen. Die
Gastgeberinnen zogen auf 22:18 davon und hatten damit ihre Gegnerinnen
endgültig „geknackt“. Denen fehlte es ein wenig an Alternativen im Rückraum und
so machten sie den Rückstand nicht mehr wett. Bis zum Schluss gelang es nicht
mehr, entscheidend zu verkürzen und sie unterlagen mit 22:26 Toren.
MTV Herzhorn: Marion Demant, Mareike Struck – Janna Wilcke 2, Jana Hesse 1, Elina Hesse 3, Maike Langenberg 7 (2), Andrea Lorenzen 3, Svetlana Frizler 1, Christina Hinrichs 5
HSG Holstein mit Debütantin Johannsen
HSG
Holstein – Herzhorn (morgen, 17 Uhr, Suchsdorfer Weg)
Mit Auswärtssiegen betrieben die Kieler Handballerinnen der Oberliga HH/SH zuletzt Werbung in eigener Sache. Solch schöne Erfolge gilt es für THW und HSG Holstein nun am vierten Spieltag dank des Heimvorteils zu vergolden.
Den
flotten Schwung des ersten Saison-Triumphes möchten die „Krabben“ nun ins Spiel
gegen MTV Herzhorn mitnehmen und bestätigen. „Für mein junges Team war
das
Erfolgserlebnis in Fockbek sehr wichtig“, bestätigt Chefcoach Michael Schwarz
gewachsenes Vertrauen in eigene Stärken. Dort gilt es leistungsmäßig
anzuknüpfen,
zumal
beim Top-Favoriten nach zwei kaum einkalkulierten Niederlagen der Lack schon
etwas abblättert.
Holstein
präsentiert den Fans einen weiteren Neuzugang. Nele Johannsen kommt vom TSV Nord
Harrislee, spielte in der A-Jugend Regionalligaund entschied sich für Kiel,
anstelle
Wattenbek. „Nele passt wie die Faust aufs Auge zu uns und wird uns zukünftig
auf alle Fälle weiterhelfen“, lobt Michael Schwarz das 19-jährige
Rückraum-Talent
und prophezeit ein ähnlich gutes Debüt wie vor Wochenfrist von Mandy Schrader. „Ich freue mich drauf und zu Hause sind wir ohnehin nie chancenlos.“
„Spiel
gewinnt, wer weniger Fehler macht“
Herzhorns Oberliga-Handballerinnen gastieren
morgen in Kronshagen
Herzhorn - Wieder in die Erfolgsspur zurückfinden wollen am Sonntag (Anpfiff 17 Uhr) die Oberliga-Handballerinnen des MTV Herzhorn. Gastgeber für das Team von Trainer Kai Seefeldt ist in der Sporthalle Kronshagen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen.
Nach zwei Auftaktniederlagen bei der SG Hamburg Nord (18:25) und gegen den Lauenburger SV (19:22) gelang den Kieler „Krabben“ von Trainer Michael Schwarz bei der HSG Fockbek/Nübbel mit 26:23 zuletzt der erste Saisonerfolg. Im körperbetonten und schnellen Duell konnte Holstein voll überzeugen. Zur hochklassigen ersten Halbzeit ließen die „Krabben“ dank sehr sattelfester 6:0-Deckung neben dem starken Keeperinnen-Gespann Julia Immoor/Yvonne Matalewski gerade mal acht Gegentore zu. Diese Sicherheit übertrug sich auch auf den Angriff. Rechtsaußen Carolin Hribar hatte bei sechs Würfen keinen Fehlversuch. Mandy Schrader (7/3) glückte als Abwehr- und Siebenmeter-Spezialistin ein beeindruckendes Debüt. Die HSG verfügt eher nicht über die herausragende Einzelspielerin, tritt insgesamt aber sehr geschlossen auf und wartet meist auf die Fehler der anderen.
Bei den Herzhornerinnen waren unter der Woche Seelenmassage und Gespräche angesagt, um die Verunsicherung über das eigene Spiel vor allem im Positions-Angriff zu lösen. Schmerzlich vermisst wird die am Knie verletzte Gesche Seebandt mit ihrem Zug zum Tor. Zum anderen bindet sie auch verstärkt die Aufmerksamkeit der gegnerischen Abwehr und verschafft so ihren Mitspielerinnen mehr Raum. Doch das Problem wird sich für Sonntag nicht lösen lassen, denn wegen ihrer Knieverletzung fehlt sie auch weiterhin. „Wir müssen im Angriff in manchen Situationen entschlossener sein und konsequenter in die Abwehr gehen, um den Druck zu erhöhen“, sagt Kai Seefeldt.
Am liebsten würde das Team natürlich mit einem Sieg in
der Herbstferienpause gehen – das nächste Spiel steht dann erst wieder am 23.
Oktober (18.30 Uhr) gegen die HSG Tarp/Wanderup auf dem Programm. Allerdings
fährt man mit einem kleinen Kader nach Kiel, denn wegen annähernd zeitgleicher
Spiele wird es keine Unterstützung aus der A-Jugend und der zweiten
Damenmannschaft geben. Immerhin ist Merle Herzberg vor ihrem Studienbeginn zum
wohl vorerst letzten Mal mit von der Partie. Kai Seefeldt rechnet mit einem
sehr engen und eher torarmen Spiel. „Diese Partie wird wohl das Team gewinnen,
das konzentrierter agiert und weniger Fehler macht.“
Fockbek/Nübbel – Holstein Kiel/Kronshagen 23:26 (8:13)
Die Frauen von Holstein/Kronshagen kamen in der
Handball-Oberliga Frauen Hamburg/Schleswig-Holstein zum ersten Sieg.
Frauen-Handball
vom Feinsten wurde den Fans in Fockbek geboten. Im körperbetonten und schnellen
Duell konnte Holstein voll überzeugen. Zur hochklassigen ersten
Halbzeit
ließen die „Krabben“ dank sehr sattelfester 6-0-Deckung neben dem starken
Keeperinnen-Gespann Julia Immoor/Yvonne Matalewski gerade mal acht Gegentore
zu.
Diese Sicherheit übertrug sich auch auf den Angriff. Rechtsaußen Carolin Hribar
hatte bei sechs Würfen keinen Fehlversuch. Mandy Schrader glückte als Abwehr-
und
Siebenmeter-Spezialistin
ein beeindruckendes Debüt. „Taktisch haben wir alle Vorgaben beherzt“, stellte
HSG-Trainer Michael Schwarz zufrieden fast.
Immoor,
Matalewski – Hribar (6), Huber (3), Huß, Just (1), Lang, Lübker (3), Reimers,
Schmidt, Schrader (7/3), Wildner (3/1), Kaps (3).
„Landeszeitung vom 27.9.10“
Wieder
wird die Chancenauswertung Fockbek/Nübbel zum Verhängnis
Fockbek - Die HSG Fockbek/Nübbel ist auf dem besten Weg, den schlechten Saisonstart der Vorsaison zu wiederholen. Nach drei Spielen steht sie mit 2:4 Zählern auf dem viertletzten Platz der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Am Sonnabend erlitt das Team von Trainer Michael Näve gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen die erste Heimspielniederlage. 8:13 stand es nach 30 erneut torarmen Minuten, erst in der zweiten Halbzeit wurde die Ausbeute mit 15:13 besser, insgesamt reichte es somit nur zum 23:26.
„Es war wieder die Chancenauswertung“, klagte Näve nach dem Abpfiff und hätte es nicht tun müssen, wären die Handballtore nur ein paar Zentimeter breiter. Mehrfach trafen seine Frauen nur das Aluminium, besonders ärgerlich war eine Latten-Pfosten-Kombination Melanie Krakuhns, nach der der Ball wieder ins Feld statt ins Netz sprang. „Irgendwann wird es dann zur Kopfsache und man verliert den Glauben“, meinte Näve. Aber auch Holstein lieferte bis zum 8:8 (25.) keine gute Wurfausbeute, bekam danach aber für 14 Minuten spielentscheidendes Oberwasser. Fockbek vergab seine Angriffe, Kiel reagierte mit Tempogegenstößen, erhöhte zunächst bis zur Pause auf 13:8 und danach sogar auf 17:10 (39.). Sieben Tore in 21 Minuten aufzuholen ist nicht leicht und es gelang der heimischen HSG auch nicht.
„Der Kieler Trainer und ich waren uns sicher, dass nur
fünf Minuten mehr das Spiel gekippt hätten. Uns fehlte die Zeit hinten raus,
leider hatten wir nur 60 Minuten“, sagte Näve nach dem 23:26-Endstand. Um nicht
genauso wie im letzten Jahr in den freien Fall zu geraten, muss Näves Team in
der nächsten Woche die Reißleine ziehen. Am kommenden Sonnabend geht es zur HSG
Tarp/Wanderup, die ebenfalls mit 2:4 Punkten gestartet ist. Näve: „In Tarp
müssen wir gewinnen, das täte auch der Seele ganz gut. Der Knoten muss dann
platzen.“
HSG Fockbek/Nübbel: Kaiser, Paulsen, Milferstädt - Bock (2), D. Scheller (3), Reinert (1), A. Scheller (5), Sievers (3), Krakuhn (5), Kurbjuhn (3), Tiedke (1), Miskic, Stahlke, Ehlers
HSG
HolKro vertraut auf „guten Charakter“
HSG
Fockbek/Nübbel – HSG Holstein Kiel/Kronshagen (Sbd., 18.30 Uhr)
Nach dem ersten Saisonsieg vergangene Woche für den THW Kiel warten nunmehr nur noch die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen auf das ersehnte Erfolgserlebnis in der leistungshöheren Frauen-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Eine neue Option bietet sich am dritten Spieltag, wenn beide Teams auswärts um wichtige Punkte kämpfen.
Noch macht sich
unter den „Krabben“ kein mulmiges Gefühl im Magen breit. „Klar sind null Punkte
auf dem Konto ärgerlich, aber es gibt kaum Grund zur Sorgen, außer
ein paar
personelle Engpässe. Wichtig bleibt, dass meine Mannschaft weiterhin ihren
guten Charakter zeigt und um jeden Ball fightet“, beschwört HSG-Coach Michael
Schwarz Holsteins intakten Teamgeist. Mit Stammkeeperin Marion Albrecht (Fingerfraktur) oder Rückraum-Strategin Anna-Lena Tetzlaff (Oberschenkel-Verhärtung) fallen wichtige Eckpfeiler erneut aus. Dafür kehrt Mandy Schrader von einer Studienexkursion zum Kader zurück. „Wenn Thierry Omeyer ersetzt werden muss, kriegt sogar der THW ohne seine Paraden und Pässe zum Tempogegenstoß größere Probleme. Marion ist für uns ebenfalls eine Klasse für sich, obwohl Julia Immoor oder Yvonne Matalewski ihr Bestes geben. Deshalb sind wir auch in Fockbek nicht chancenlos“, erläuterte Michael Schwarz zuversichtlich.
„Landeszeitung vom 25.9.10“
Chancenverwertung
ist das Manko
Fockbek - „Soweit alles paletti“, beschreibt Michael Näve, Trainer der Oberliga-Handballerinnen der HSG Fockbek/Nübbel, die derzeitige Situation in seiner Mannschaft. Alle sind fit, alle sind heiß, so wünscht man es sich als Trainer. Wenn es jetzt auch handballerisch perfekt laufen würde, könnte sich Näve die Arbeit sparen, doch das tut es nicht. Eine Großbaustelle ist für ihn die Chancenauswertung, die im letzten Spiel die Punkte gegen Herzhorn gekostet hat. 51 Angriffe ergaben nur 22 Tore. Näve: „Schlechter geht es nicht, das ist unser Manko.“ Gut für ihn ist, dass es seiner Mannschaft nicht an der handballerischen Qualifikation fehlt, einen Ball gezielt aufs Tor zu werfen und auch das Vorbereiten der Chancen ist kein Problem. „Im Grunde muss der Knoten einfach platzen, denn alle Voraussetzungen sind da. Bis zum Abschluss läuft alles richtig, dann allerdings hapert es“, fasst der Trainer zusammen.
Auf Besserung hofft er heute gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen, den nächsten Gegner. Um 18.30 Uhr kommen die Landeshauptstädterinnen mit bisher 0:4 Punkten als Vorletzter zu Besuch in die Bürgermeister-Schadwinkel-Halle.
„Gegen Holstein waren es immer heiße Spiele, aber wir wollen ganz klar unsere Heimspiele gewinnen und sind deshalb guter Hoffnung“, sagt Näve. Wie sein Team hatte es der Gegner in den letzten Partien ebenfalls nicht mit dem üppigen Torewerfen, erzielte bisher nur 37 Treffer in zwei Spielen. Für die HSG Fockbek/Nübbel geht es darum, den Grundstein zu legen, um sich im oberen Tabellendrittel festzubeißen und nicht wie in der letzten Saison durch unnötige Niederlagen abzurutschen – und Holstein Kiel Gesellschaft zu leisten.
HSG
Holstein/Kronshagen – Lauenburger SV 19:22 (10:10)
Lauenburg
ist nicht länger Holsteins Lieblingsgegner. Nach zwei Kieler Siegen im Vorjahr
nahmen die Gäste nun erfolgreich Revanche. Allerdings waren die „Krabben“ an
ihrer Heimniederlage selbst schuld, denn Kampf, Wille und Motivation stimmten.
Bloß, wer vier Strafwürfe durch Jasmin Kaps, Annika Just, Janina Wildner und
Johanna
Huber
vergibt sowie sechs weitere Großchancen frei vor dem gegnerischen Tor
fahrlässig wegen Kreiseintritts zurückgepfiffen bekommt, braucht sich nicht zu
wundern. „Dabei hatten wir sogar extra Siebenmeter-Sonderschichten geschoben.
Training und Spiel bleiben halt zwei verschiedene Schuhe. Schade, da war wieder
mehr drin“, ärgerte sich HSG-Coach Michael Schwarz. Extralob heimste
Kreisläuferin Alisa Lang ein mit vielen guten Aktionen. Gute Noten verdiente
sich ebenso das Torhüter-
Gespann
Yvonne Matalewski/Julia Immoor.
HSG:
Immoor, Matalewski – Hribar (1), Huber (2), Huß, Just (2), Lang (5), Lübker,
Schmidt (1), Wildner (4), Wotschke (2), Kaps (2).
HolKro erwartet Lieblingsgegner
HSG
Holstein/Kronshagen – Lauenburger SV (So., 17 Uhr)
Nach dem missglückten Auftakt in der Frauen-Oberliga
Hamburg/Schleswig-Holstein fiebern die Kieler Handball-Teams am zweiten
Spieltag ihren Heimpremieren
entgegen.
Einen Fehlstart wollen THW und HSG Holstein unter allen Umständen vermeiden.
„Das
Oberliga-Niveau ist jetzt deutlich besser als im Vorjahr. Es gibt keine
leichten Gegner mehr“, prophezeit HSG-Trainer Michael Schwarz seinen „Krabben“
einen harten Kampf um den Klassenerhalt. Aus der erfolgreichen Stammformation
der Vorsaison sind nicht mehr viele Leistungsträgerinnen übriggeblieben.
Torhüterin Marion Albrecht fehlt wegen einer mehrfachen Fraktur des kleinen
Fingers längerfristig, Wiebke Reimers und Ines Böhrensen (kurieren beide
Kreuzbandrisse aus) ebenfalls. Zudem fehlen auch Johanna Huber (Urlaub), Mandy
Schrader (Exkursion) und eventuell sogar noch Anna-Lena Tetzlaff
(Muskelverhärtung). In die Bresche sollen die Neuzugänge Caja Lübker (HSG
Gettorf/Osdorf) und Alisa Lang (Lübecker TS) springen. Vielleicht will Holstein
das Glück sogar mit einem Kreisläuferinnen-Duo erzwingen. Lieblingsgegner
Lauenburg
wurde zuletzt zweimal besiegt.
Handballer
verpatzten Oberliga-Start
Altona Hamburg
– HSG Holstein 25:18 (11:9)
Der Start in die Handball-Oberliga Hamburg/ Schleswig-Holstein ging für die Clubs aus dem erweiterten Kieler Raum voll daneben
Klare Kieler
Klatsche in Hamburg: Die Krabbelgruppe der „Krabben“ zahlte Lehrgeld, obwohl
mit Linksaußen Kim-Berit Wotschke, Kreisläuferin Caja Lübker (jeweils vier
blitzsaubere
Treffer) und Rechtsaußen Theresa Schmidt gleich drei A-Jugendliche in der
Stammformation ihre Sache sehr ordentlich machten. Routiniers wie Janina
Wildner
oder Anna-Lena
Tetzlaff ließen sich eher nervös machen, statt Ruhe zu bewahren. Erfahrene
Hanseatinnen spielten dagegen ihren Stiefel schnörkellos runter, um zu einem
verdienten Heimsieg zu kommen. „Wir konnten unsere Aufregung zum Saisonauftakt
leider nie richtig ablegen“, übte Holstein-Trainer Michael Schwarz
Selbstkritik.
SG Altona HH – HSG
Holstein Kiel/Kronshagen 25:18 (11:9)
Holstein: Immoor, Matalewski – Hribar (3), Huß, Just (1), Lang (1), Lübker (4), Reimers, Schmidt, Tetzlaff (1), Wildner, Wotschke (4), Kaps (4/2).
Bangemachen gilt nicht in der Oberliga
Herausforderung für THW und Holstein
Wenn die neue Saison der Handball-Oberliga
Hamburg/Schleswig-Holstein am Wochenende ihre Pforten öffnet, ist es für viele
Vereine ein Sprung ins Haifischbecken.
Die
Frauen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen und des THW Kiel vertreten an 26
Spieltagen die Kieler Farben. Während nur der Oberliga-Meister in die Dritte
Liga aufsteigt, sind gleich drei Mannschaften zum Abstieg verdammt.
HSG
Holstein Kiel/Kronshagen.
Man
muss kein Prophet sein, um zu ahnen, dass Holstein vor einer schweren Mission
steht. Zwei sehr kurzfristige Abgänge schwächten den Kieler Kader erheblich.
Dörte
Paul
wechselte zur HSG Kropp-Tetenhusen. Nelly Thümer fand einen neuen Arbeitsplatz
mit Hilfe des TSV Altenholz. Ohne diese beiden Top-Leistungsträger wurde das
Kieler Konzept von heute auf morgen über den Haufen geworfen. Trotzdem sieht
HSG Trainer Michael Schwarz nicht schwarz. „Sportlich ganz klar eine kleine
Katastrophe, doch jetzt müssen halt andere in die Fußstapfen treten. Mir machen
solche Herausforderungen aber Spaß. Intern herrscht ebenfalls gute Stimmung,
nur im Umfeld sollte
man
uns anfangs Fehler verzeihen. Es dauert etwas, bis sich alles neu entwickelt
hat.“
Bezeichnend,
dass beim Spiel alt gegen jung, die 21-Jährigen schon zu den erfahreneren
Handballerinnen gehören. Gut zu wissen, dass Annika Just als Routinier nach
ihrer
Babypause sicherlich Ruhe ausstrahlen kann. Mandy Schrader, Alisa Lang und Caja
Lübker sollten fast alle Lücken schließen. Lediglich auf dem linken Flügel
besteht
akuter
Handlungsbedarf. Um dort das Vakuum halbwegs zu füllen, will Michael Schwarz
mit Beke Reimers, Johanna Huber oder Kim-Berit Wotschke geduldig improvisieren.
„Es
gibt keinen Plan B, sondern wir glauben felsenfest an den Klassenerhalt.
Tor:
Marion Albrecht, Julia Immoor HSG Mönkeberg-Schönkirchen), Yvonne Matalewski.
Feld:
Ines Böhrensen, Carolin Hribar, Johanna Huber, Anica Huß, Samiah Jakusch
(Doppelspielrecht eigene A-Jugend), Annika Just (Babypause beendet), Alisa Lang
(Lübecker TS), Celine Lange (Doppelspielrecht eigene A-Jugend), Caja Lübker
(HSG Gettorf/Osdorf), Beke Reimers, Wiebke Mumm (Babypause beendet), Theresa
Schmidt, Mandy Schrader (TuS Lübeck 93), Anna-Lena Tetzlaff, Janina Wildner,
Kim-Berit Wotschke (eigene A-Jgd.), Jasmin Kaps.
Trainer:
Michael Schwarz (im 3. Jahr).
Torwarttrainer:
Björn Hamborg.
Physiotherapeut:
Fritz Paysen.
Abgänge:
Tatjana Cornehl, Sonja Hansen (beide Karriereende), Dörte Paul (HSG
Kropp-Tetenhusen), Nelly Thümer (TSV Altenholz).
Zielsetzung:
Klassenerhalt.
Meisterschaftsfavoriten:
MTV Herzhorn, SC Alstertal-Langenhorn.
Erstes
Punktspiel: SG Altona Hamburg - HSG Holstein (Sonntag,
16 Uhr, Sporthalle Eck. Straße 70 in Hamburg).
Die
Handballerinnen des TSV Altenholz haben den 32. Kieler Woche Cup gewonnen und
ihren Titel aus dem Vorjahr beim Frauenturnier der HSG Holstein verteidigt. In
einem dramatischen Endspiel triumphierte das Team von TSVA-Trainer Dieter
Eigemann gegen Top-Favorit TSV Nord Harrislee mit 15:13. Dank jeweils vier
souveräner Siege trumpften beide Mannschaften sowohl Sonnabend in der Vorrunde
als auch gestern im Halbfinale bis zum direkten Vergleich sehr stark auf.
Oberliga-Meister Altenholz legte dann kämpferisch sogar noch mal eine Schippe
drauf, um sichtlich verdutzte Zweitliga-Spielerinnen zu düpieren. Vor allem
defensiv kaufte der Aufsteiger dem Gegner seinen Schneid ab, präsentierte sich
bereits Drittliga-reif, während TSV Nord Harrislee diese Härte monierte und den
Handschlag beim Schlusspfiff
verweigerte.
„Es
passte zwei Tage alles perfekt zusammen“, ließ sich Eigemann davon die gute
Stimmung nicht kaum vermiesen. „Wer uns nicht zum Kieler Woche Cup gratulieren
möchte, lässt es eben bleiben.“ Wie schon so oft im gesamten Saisonverlauf
zeichneten seinen Kader das gewisse Gewinner-Gen und gute Moral aus.
Das
kleine Finale um Platz drei entschied TSV Owschlag mit einem 33:18-Kantersieg
über HSG Tarp/Wanderup für sich, nachdem die „Jungen Wilden“ kurzfristig
eingesprungen waren. Per Fax hatte nämlich HSG Kropp/Tetenhusen seine Teilnahme
abgesagt. Der Hintergrund scheint eine eventuell drohende Sperre für die
wechselwillige Dörte Paul (HSG Holstein) zu sein, falls sich beide Vereine
nicht über Ablösemodalitäten einigen.
So
trommelte TSVO-Coach Christian Hungerecker spontan neben Leistungsträgerinnen
wie Greta Stolley oder Ina Lena Elwardt noch Hanna Goldberg, Katrin Rohwer und
Franziska
Peters aus der A-Jugend zusammen, um mit Torhüterin Inga Kühl als Neuzugang
(TSV Nord Harrislee) ebenfalls ein tolles Turnier zu spielen: „Wir mussten ein
bisschen improvisieren, waren aber gern beim Kieler-Woche-Cup dabei.“
Gastgeber
HSG Holstein verpasste zwar das Halbfinale, schaffte jedoch trotz des Theaters
hinter den Kulissen um Dörte Paul und einer Knieverletzung von Ines Böhrensen
als weiteren Wermutstropfen in den Platzierungsspielen Rang fünf, was
HSG-Trainer Michael Schwarz für seine „Krabben“ positiv wertete: „Ich bin total
zufrieden mit den Leistungen angesichts hochkarätiger Konkurrenz und unserer
etwas problematischen personellen Decke.“ Zudem konnten sich Debüts von
Keeperin Julia Immoor sowie Alisa Lang und Caja Lübker sehen lassen.
Altenholz geht auf Titelverteidigungskurs
Handball-Frauen-Oberligst HSG Holstein
Kiel/Kronshagen lädt zum 32. Mal zum gut besetzten Kieler-Woche-Cup
Frauen-Handball vom Feinsten wird am Wochenende wieder einmal beim Kieler-Woche-Cup 2010 geboten. Bereits das 32. Mal lädt Oberligist HSG Holstein Kiel/Kronshagen
zum traditionellen Cup in die Halle am Suchsdorfer Weg und erneut haben hochkarätige Teams ihre Teilnahme zugesagt. Gespielt wird heute ab 14 Uhr in zwei Gruppen. Neben den hoch motivierten Lokalmatadoren komplettieren Top-Favorit TSV Nord Harrislee (Zweite Bundesliga), Fortuna Neubrandenburg (Regionalliga) und HSG Tarp/Wanderup (Oberliga) die Staffel A.
Der TSV Altenholz möchte als Titelverteidiger und Aufsteiger in die Dritte Liga in Staffel B ebenso ein gewichtiges Wörtchen mitreden wie die HSG Kropp/Tetenhusen (Regionalliga), der Lauenburger SV (Oberliga) oder Stralsunder HV (Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern).
Nach der Vorrunde geht es dann am morgigen Sonntag um 10 Uhr mit den Platzierungsspielen weiter. Im kleinen Finale wird gegen 13.30 Uhr der dritte Rang ermittelt.
Das Endspiel ist für 14.30 Uhr terminiert, ehe die Siegerehrungen den Kieler-Woche-Cup wieder einmal gebührend ausklingen lassen. Die HSG Holstein gewann das eigene Turnier zwar zum letzten Mal 2003, soll sich den Fans aber als flotter Hecht im Karpfenteich präsentieren. „Wir freuen uns auf gute Spiele gegen hochkarätige Gegner“, rührt HSG-Coach Michael Schwarz verbal noch mal die Werbetrommel. Anna-Lena Tetzlaff weilt bereits im Urlaub, doch dafür gibt Kreisläuferin Caya Lübker (HSG
Gettorf/Osdorf) ihr Debüt für die Kieler „Krabben“. „Sie ist jung, talentiert und verfügt über großes Potenzial“, charakterisiert Michael Schwarz seinen Neuzugang.
Statt tief zu stapeln, arbeitet der TSV Altenholz auch
ohne Torjägerin Anja Fahrenkrog (Examensvorbereitung) daran, seinen Titel des Vorjahres
zu verteidigen. „Wir gehen unbelastet in das Turnier und schauen einfach, wie
weit wir diesmal kommen“, beteuert TSVA-Erfolgstrainer Dieter Eigemann
bescheiden.