Presseberichte HSG 1.Frauen
Saison 2005/06
„KN vom 2.5.06“
TSV
Neustadt - HSG Holstein 31:20 (17:13)
Die Kielerinnen schafften es nie, weder die Neustädter
Torjägerin Steffi Markmann (10 Treffer) noch Spielmacherin Antje Möller zu
neutralisieren, oder scheiterten selbst an der reaktionsschnellen TSV-Keeperin
Diana Schumacher.
HSG Holstein: Cornehl, Pulwitt - Gaber, Gerlach (2), Gronau (7/1), Hansen (1),
Reimers (2), Schüring (4), Sommer (4/1), Sturm (1), Böhrensen.
„Handballnews TSV Neustadt vom 1.5.06“
Oberliga Frauen:
TSV Neustadt - HSG Holstein Kiel/Kronshagen 31:20 (17:13)
Unerwartet souverän fegten Neustadts Oberliga-Frauen den Tabellennachbarn aus
der Landeshauptstadt aus der Pönitzer Realschulhalle. Dabei zeigte sich die
ersten 15 Minuten die Deckung wackelig und statisch. Danach legte sich die
Nervosität und man besann sich auf seine Abwehrstärken, die über die daraus
resultierenden gewohnt schnellen Konterabschlüsse von Stephanie Markmann ein
kontinuierliches Absetzen ermöglichten. Hinzu zeigte Diana Schumacher im Neustädter
Kasten ein mal mehr ihre hervorragende Form. So zog der TSV ab der 20 Minute
bei 10:10 das Tempo an und konnte mit dem ersten ernstzunehmenden Vorsprung von
17:13 in die Kabine gehen.
Auch in den folgenden 30 Minuten ließen sich die Neustädter Frauen nicht die
Butter vom Brot nehmen, setzten immer wieder durch schöne Anspiele Kreisläuferin
Tanja Jahrke in Szene oder stießen nach cleveren Abläufe mit Antje Möller und
Christin Lundius durch klaffende Kieler Abwehrlücken. Die Gäste selber stellten
ab der 48. Minute nahezu das Torewerfen ein. Das Neustädter Defensiv-Bollwerk
dominierte zusehends, und auch Strafwürfe wurden von der sicheren Keeperin
weggefischt. Über 22:16 (45.) und 25:20 (51.) entwickelte sich so der nicht
unverdient hohe 31:20 Endstand, der den 5. Tabellenplatz bei 28:24 Punkten und
593:586 Toren in der nun abgelaufenen Oberligasaison brachte. Der TSV stellt
damit die beste Oberliga-Damenmannschaft des Bezirks Süd im
schleswig-holsteinischen Oberhaus.
Die Treffer zu diesem hervorragenden Ergebnis steuerten dieses mal bei: Wendy
Guttau und Tanja Jahrke (je 4), Stephanie Markmann (10/2), Katja Kieckbusch
(2), Christin Lundius (6/2) Antje Möller (5).
„KN vom 24.4.06“
Lütjenburg
im Adrenalin-Rausch
Handball-Oberliga
der Frauen: Da/Lü wahrt mit Remis in Kiel die Chance auf den Klassenerhalt
Kiel - In der Handball-Oberliga der Frauen hat nach der GHG
Hahnheide am 25. Spieltag auch die HSG Hamdorf/Breiholz nach der Niederlage
gegen Heide den Kampf um den Klassenerhalt verloren. Eine Mannschaft muss
diesem Duo noch folgen. Ob es die SG Lütjenburg/ Dannau ist, entscheidet sich
erst am letzten Spieltag. Mit dem Remis in Kiel erhielten sich die
Lütjenburgerinnen die Chance auf den Klassenerhalt, da Leezen nur einen Punkt
voraus ist.
Holstein/Kronshagen
- Lütj./Dannau 22:22 (11:11)
Adrenalin-Ausschüttung von der ersten bis zur letzten
Sekunde. Nach dem Wechselbad der Gefühle in diesem dramatischen Derby wusste
niemand, ob die Punkteteilung ein Grund zur Freude oder Trauer war.
"Leistungsmäßig ist das Remis wohl am gerechtesten", resümierte
HSGCoach Fritz Sünkler. Obwohl es für die "Krabben" um nichts mehr
ging, zeigte sich Holstein hochmotiviert. Meike Gronau und Annika Gerlach
kurbelten die Kieler Offensive immer wieder erfolgreich an, und die 17-jährige
Julia Schüring grenzte den Wirkungskreis der SG-Regisseurin Jasmin Zurek
effektiv ein. In der spektakulären Schlussphase überschlugen sich die
Ereignisse. Catrin Böttger (58.) und Katrin Petersen (59.) mit einem im
Nachwurf verwandelten Siebenmeter glichen zunächst für Lütjenburg zum 22:22
aus. Angela Gaber hatte auf Rechtsaußen Sekunden vor dem Abpfiff den
Siegtreffer für Holstein in der Hand, scheiterte aber frei vor dem Tor an der
überragenden Keeperin Tanja Rathje. Den finalen Konter unterbanden die
Kielerinnen zwar durch ein taktisches Foul, mussten aber noch einmal kräftig
zittern. Beim fälligen Freiwurf setzte Lütjenburgs fleißige Antreiberin Maike
Fliessner den Ball an die Latte, der an den Rücken von Tatjana Cornehl prallte
und von dort neben das Tor kullerte. "Unglaublich. Normalerweise wäre ich
mit einem Punkt zufrieden. Was dieses Remis wert ist, muss man abwarten. Obwohl
wir nun schon seit fünf Spielen ohne Niederlage sind, geht das Zittern
weiter", sagte SGTrainer Hauke Seydler.
Holstein Kiel/Kronshagen: Cornehl, Möller - Gaber (6),
Gerlach (4), Gronau (7/2), Hansen, Reimers (2), Schüring (2), Sommer (1/1),
Büttner.
SG Lütjenburg/Dannau. Rathje Böttger (1), Bock, Anna Bunn
(1), Kristin Bunn (4), Conrad, Fliessner (3), Starkgraff, Tietjens (2),
Wendfand (2), Widderich, Zurek (2), Petersen (7/6).
„KN-Ostholsteiner Ausgabe vom 22.4.06“
SG
Da/LÜ muss das Fernduell fortsetzen
Lütjenburg - Der sportliche Überlebenskampf zum
Klassenerhalt in der Frauen-Oberliga geht für die Handballerinnen der SG
Lütjenburg/Dannau in die vorletzte Punktrunde. Am heutigen Sonnabend steht für
den abstiegsbedrohten Tabellen-Zwölften um 19 Uhr (Halle des Kronshagener
Schulzentrums am Suchsdorfer Weg) im brisanten Nachbarschaftsderby bei der HSG
Holstein Kiel/Kronshagen das nächste Schicksalsspiel auf dem Programm. Die
Energieleistung nach dem Fehlstart mit neun Niederlagen in dieser Saison dürfte
zwar einzigartig gewesen sein, doch 18:12 Punkte fortan nutzten bisher nichts,
um sich vorentscheidend von den drei Regelabstiegsplätzen abzusetzen, da auch
die Konkurrenten häufiger positiv überraschten, als es den Lütjenburgerinnen
lieb war.
Nach den Osterferien geht das Fernduell mit Leezen,
Herzhorn und Aumühle weiter. Man darf gespannt sein, wem die Nerven mehr
flattern und wem die Luft im Schlussspurt ausgeht. Für die "Küken"
kam die kleine Verschnaufpause jedenfalls gerade recht. Statt auf dem
Zahnfleisch zu krabbeln, wollen die frisch regenerierten Schützlinge von Hauke
Seydler die Trikotärmel wieder gewohnt kampfstark gegen die "Holstein-Krabben"
hochkrempeln und in der Tabelle endlich den vielleicht schon vorentscheidenden
Tick höher klettern. Die Serie von vier Spielen ohne Niederlage soll
fortgesetzt werden.
"Die Konstellation zum Klassenerhalt ist so günstig
wie lange nicht mehr", beschwört SG-Trainer Hauke Seydler nicht nur den
internen Teamgeist, sondern vertraut auch dem Fairplay-Gedanken, dass im
Abstiegskampf auch anderenorts keine freiwilligen Geschenke verteilt werden.
"Wir müssen die Spiele natürlich selbst gewinnen und dürfen uns nicht auf
Schützenhilfe verlassen. Die Chance auf ein Happy-End ist da, und ich bin mir
hundertprozentig sicher, dass alles wunschgemäß klappen wird."
Die Rekonvaleszentinnen Jennifer Tietjens
(Sehnenscheidenentzündung in der rechten Wurfhand), Wiebcke Bock (Bänderriss am
Fuß) und Kerstin Bunn (Virusinfektion) kurierten ihre Erkrankungen inzwischen
aus. Jessica Widderich beendete ebenfalls ihre schöpferische Pause und ist
neben Catrin Böttger am Kreis wieder erste Wahl, so dass die Lütjenburgerinnen
bis auf Torhüterin Bianca Hartz (Meniskusoperation) Bestbesetzung aufbieten.
Vor der zweiten Klasse-Keeperin Tanja Rathje haben die Kielerinnen aber sogar
noch mehr Respekt seit der 21:27-Hinspielniederlage.
"Wir wollen erst gar keine Revanchegelüste des Gegners
aufkommen lassen und den gefährlichen HSG-Rückraum auf Distanz halten. Wenn es
gelingt, Wiebke Reimers und Kerstin, Sommer unter Kontrolle zu kriegen, haben
wir den Sieg und unser Schicksal bis zum Finale selbst in der Hand",
muntert Hauke Seydler seine hochmotivierte Mannschaft noch einmal zum
Existenzkampf auf.
„KN vom 21.4.06“
Holstein/Kronshagen
- SG DaLü (Sa., 19 Uhr)
Wenn die "Krabben" im letzten Heimspiel ihre
weiße Rückrunden-Weste in eigener Halle behalten wollen, dürften blaue Flecken
und Nervenkitzel garantiert sein. Die Lütjenburgerinnen werden erbitterten
Widerstand leisten, um dem Abstieg doch noch zu entgehen. "Von uns gibt es
keine Geschenke. Wir haben nach der Hinspielniederlage etwas gut zu
machen", sagte HSG-Trainer Fritz Sünkler. Neben Torhüterin Anja Pullwitt
(verhindert) fallen Julia Schüring (Knie) und Svenja Sturm (Dienst) aus.
„KN-Holsteiner Ausgabe vom 4.4.06“
Dahme
machte den Unterschied
Neumünster - Osterferien! Olympia Neumünster hat sich die
19-tägige Spielpause in der Handball-Oberliga der Frauen redlich verdient. Nach
dem 25:23-Sieg über den ewigen Rivalen Holstein Kiel/Kronshagen war kollektives
Durchatmen angesagt.
"Die Kräfte gehen langsam zur Neige", meinte Olympias
Trainer Michael Schwarz. Aber gleichermaßen freute sich der Coach über die
Leistungen einzelner Spielerinnen. Wiebke Dahme machte für ihn den großen
Unterschied.
Die Keeperin glänzte vor allem im Eins-gegen-eins-Duell und
rettete in der Schlussphase freistehend gegen Sonja Hansen und Julia Schüring.
Zuvor hatte die 26-Jährige auch noch Holsteins erfolgreichster Werferin Wiebke
Reimers den Zahn gezogen. In der 20. Minute hatte Dahme sogar einen Ball der
Rückraumwerferin gefangen - die Höchststrafe.
Daniela Kuhlmann hatte ebenfalls großen Anteil am
Neumünsteraner Derbysieg. Die halblinke Abwehrspielerin attackierte früh und
stellte die Räume zu. "Das war sicher Danis stärkste Saisonleistung in der
Abwehr", sagte Schwarz. Herauszuheben war noch Janine Herbst. Mit Ausnahme
zweier Ballverluste in der Anfangsphase und ihres einzigen Fehlversuchs (20.)
gelang der 21-Jährigen fast alles, so dass am Ende neun Tore zu Protokoll
standen.
Zwei ganz wichtige waren die Tore 23 und 24, als die Gäste
bereits auf zwei Treffer herangekommen waren. Olympia schwächelte und leistete
sich viele unnötige Ballverluste. Einige gingen auf das Konto von Andrea
Petersen. In ihrem 444. Punktspieleinsatz, für den es weder Blumen noch eine
Gratulation per Mikrofon gab, war die Linkshänderin zu sehr um Spielkultur
bemüht. Allerdings war sie stark angeschlagen ins Spiel gegangen und hatte
sich, wie es für sie seit 0 Jahren
selbstverständlich ist, in den Dienst der Mannschaft gestellt.
„KN vom 3.4.06“
Traum-Quote
für Olympianerin Janine Herbst
Olympia
Neumünster - Holstein/Kronshagen 25:23
Mit der Einstellung seiner Mannschaft vor allem in der
ersten Halbzeit war "Krabben"-Trainer Fritz Sünkler unzufrieden. Es
schien, als ließen die Kielerinnen angesichts des Fehlens von Angela Gaber und
Henriette Hauke bereits vor dem Anpfiff die Köpfe hängen. Da Wiebke Reimers bei
der Neumünsteranerin Daniela Kuhlmann keinen Stich bekam, war die Rückraum-Last
für Meike Gronau zu schwer. Die Gastgeberinnen nutzten die sich bietenden
Gelegenheiten und hatten mit Janine Herbst (Quote: 90 Prozent) eine Werferin in
Topform. Zweites Plus war Torhüterin Wiebke Dahme, die 19 Bälle abwehrte und
das "Krabben"-Duo Tatjana Cornehl (sechs Paraden) und Anja Pulwitt
(vier gehaltene Bälle) klar ausstach. So konnte Olympia, das bereits 21:15
(45.) führte, seine konditionellen Probleme kompensieren.
Olympia: Dahme, Albrecht; Kuhlmann (3), Reinert,
Scheibenpflug (3), Petersen (2/1), Veldkamp, Währer (3), Wildner (5), Herbst
(9/3).
HSG: Cornehl, Pulwitt (ab 41.); Reimers (1), Sommer (5/2),
Hansen (3), Ziegler (3), Schüring (2), Gronau (6/1), Gerlach (3).
„Holsteinischer Courier vom 3.4.06“
Dahme
hält den Rücken frei
Olympia kann sich beim 25:23-Heimsieg auf seine
Torfrau verlassen
Neumünster – Mit einem 25:23-Sieg stoppten Olympia Neumünsters Oberliga-Handballerinnen die Serie der zuletzt mit vier Siegen aufwartenden HSG Holstein Kiel/Kronshagen und untermauerten ihren Anspruch auf den Vizemeistertitel. Dass Andrea Petersen ihr 444. Punktspiel für den MTSV bestritt, war den Verantwortlichen wohl entgangen, denn dieses Maß an Vereinstreue und Kontinuität wäre schon eine Aufmerksamkeit wert gewesen.
Olympia legte im prestigeträchtigen Duell einen Blitzstart hin und führte durch Maren Währer, Petersen und einen Siebenmeter von Janine Herbst schnell mit 3:0 (4.), agierte dann jedoch zu nachlässig. Holstein/Kronshagen sagte „danke“ und legte mit dem 3:4 (9.) und 4:5 (11.) zweimal vor, doch das sollten die einzigen Gästeführungen bleiben. In einer recht flotten ersten Halbzeit übernahm Olympia nun wieder das Kommando. Großer Rückhalt der insgesamt sattelfesten Abwehr war Torhüterin Wiebke Dahme, die den Kielerinnen zahlreiche freie Würfe abkaufte und ihre Gegenüber, Tatjana Cornehl und Ex-Olympianerin Anja Pulwitt, klar ausstach. Auffälligste Angreiferin war die bei Gegenstößen und in Eins-gegen-eins-Situationen auf Linksaußen kaum zu bremsende Janine Herbst, die sieben ihrer insgesamt neun Treffer schon vor dem Seitenwechsel markierte.
Doch Olympias beruhigendes Halbzeitpolster von 16:10 schmolz Mitte des zweiten Spielabschnitts zusammen. Die Gastgeber verzettelten sich in mehr von Krampf als Kampf bestimmten Einzelaktionen, es gab plötzlich kein Durchkommen mehr. „Hier wurde der Kräfteverschleiß spürbar. Man merkte beiden Teams an, dass die Serie langsam zu Ende geht“, sagte Olympias Trainer Michael Schwarz. Umso wichtiger waren die beiden Herbst-Treffer zum 23:20 und 24:20 (54./55.) - und natürlich Dahmes Glanzparaden.
Olympia Neumünster (Tore in Klammern): Albrecht, Dahme; Kuhlmann (3), Reinert, Scheibenpflug (3), Petersen (2), Veldkamp, Wähner (3), Wildner (5), Herbst (9).
„KN-Ostholsteiner Ausgabe vom 1.4.06“
Andrea
Petersen steht vor ihrem 444. Einsatz
Handball-Oberliga
der Frauen: Neumünster will die Revanche irn Derby
Neumünster - Es ist Derbyzeit, und das allein ist schon
etwas Besonderes. Für Olympias Andrea Petersen ist das Spiel heute Abend (19.30
Uhr, KSV-Halle) in der Handball-Oberliga-Frauen gegen die HSG Holstein
Kiel/Kronshagen noch mehr. Es wird ihr 444. Punktspieleinsatz.
20 Jahre hält die inzwischen 38-Jährige für ihren Verein
die Knochen hin. Der Werdegang führte die Linkshänderin von der Kreisliga bis
hinauf in die Regionalliga. Immer nur für einen Verein, trotz massiver
Anwerbeversuche - damals auch vom Zweitligisten Holstein Kiel. Aber ihre 2743
Tore erzielte die Rückraumspielerin allein für Olympia Neumünster. Die meisten
davon im Gegenstoß - der Spezialität Petersens. "Ich hoffe einfach, dass
Andreas Knochen noch ein bisschen halten. Sie ist eine wichtige Größe für
uns", sagt Olympias Trainer Michael Schwarz.
Knochen ist auch das Stichwort. Nach dem
verletzungsbedingten Ausscheiden in Lübeck vor sechs Tagen absolvierte Petersen
nur leichtes Lauftraining. "Mehr ging einfach nicht", meinte sie. Wer
Petersen kennt, weiß, dass sie spielen wird, sofern sie laufen kann...
Respekt wird ihr deshalb von allen Seiten entgegengebracht.
Auch von HolKro-Trainer Fritz Sünkler. "Wenn Petersen spielt, ist Olympia
auf jeden Fall stärker." Doch der Coach sieht auch seine Mannschaft nach
zuletzt vier Siegen im Aufwind. Man wolle die Hinspielniederlage auf jeden Fall
wettmachen. Dazu hat er bis auf Svenja Sturm das komplette Team beisammen.
"Wir müssen uns auf einen starken Kieler Rückraum
gefasst machen", sagt Olympias Trainer Schwarz. Die Linkshänderinnen
Wiebke Reimers und Angela Gaber werden Olympias linker Abwehrseite alles
abverlangen. Jana Reinert, Daniela Kuhlmann und Janina Wildner müssen laut
Schwarz "höllisch gut" zusammenarbeiten. Der Einsatz von Jasmin
Goebel ist fraglich, Jenny Scheibenpflug steht wieder zur Verfügung.
„KN vom 31.3.06“
Olympia
Neumünster - HSG HolKro
Nach vier Siegen in Serie wollen die "Krabben"
(Rang fünf) in Neumünster beim Nachbarschaftsderby mit dem Tabellenzweiten für
einen weiteren Prestigeerfolg sorgen. "Es ist noch eine Rechnung offen,
weil Olympia im Hinspiel zum ersten Mal seit Jahren gegen uns gewonnen
hat", so HolKro-Coach Fritz Sünkler. Polizistin Svenja Sturm fällt
aufgrund eines Dienseinsatzes aus und steht beruflich bedingt ohnehin in naher
Zukunft vor einem Vereinswechsel tendenziell Richtung Ostholstein. Zudem
laboriert HSG-Torjägerin Wiebke Reimers an einer Daumengelenks-Blessur der
Wurfhand. Anpfiff: Sonnabend, 19.30 Uhr (KSV-Halle).
„Holsteinischer Courier vom 31.3.06“
Olympia
will Revanche verhindern
Oberliga-Handballerinnen erwarten morgen HSG
Holstein/Kronshagen
Neumünster – Bevor es für die Handballfrauen von Olympia Neumünster in die zweiwöchige Osterpause geht, steht noch einmal ein ganz dicker Brocken auf dem Programm. Morgen zur ungewohnten Anstoßzeit um 19.30 Uhr gastiert der Regionalligaabsteiger HSG Holstein/Kronshagen zum Oberligaduell in der KSV-Halle.
Vergessen ist er noch nicht, der 4. Dezember 2005: An jenem denkwürdigen Sonntag fuhren die „Frettchen“ mit 23:21 ihren allerersten Punktspielsieg gegen die HSG überhaupt ein – und dies auch noch auswärts. Umso schwerer scheint nun das Rückspiel in den eigenen Gefilden zu werden. „Holstein hat sich als Mannschaft längst gefunden. Das wird ein ganz anderer Gegner sein als noch in Kronshagen“, weiß nicht nur Olympias Coach Mike Schwarz, was seinem Team blüht, zumal er den jüngsten Heimerfolg der HSG gegen DGF Flensborg (26:18) selbst mit verfolgte. Ohnehin hat das frühere schleswig-holsteinische Aushängeschild die letzten vier Begegnungen gewonnen und die Tabelle mächtig von hinten aufgerollt. Das Thema Abstieg wurde in der Landeshauptstadt jedenfalls längst ad acta gelegt.
Zurzeit steht die Mannschaft von Trainer Fritz Sünkler auf Platz 5, und der Coach kündigte jüngst an, mit einem Sieg gegen die „Frettchen“ noch weiter oben angreifen zu wollen. Ob die angeschlagene Andrea Petersen zum Anpfiff wieder fit sein wird, ist fraglich. Alle anderen Grün-Weißen haben ihre Blessuren aus der überharten Partie beim TuS Lübeck jedenfalls überwunden.
Die späte Anstoßzeit erklärt sich übrigens dadurch, dass Olympias eigene „Zweite“ vorher gegen den TuS Holtenau – Schwarz’ früherem Klub – das Saisonfinale in der Bezirksliga bestreitet, in dem es immerhin um nichts geringeres als die Meisterschaft geht. „Ich hoffe, dass dann auch bei uns die Hütte voll ist und wir lautstarke Unterstützung von den Rängen bekommen“, wünscht sich Schwarz ein volles Haus.
Der angekündigte Wechsel von Kristina Osterland (SV Fortuna Neubrandenburg) zum aktuellen Tabellenzweiten vom Forstweg ist übrigens mittlerweile unter Dach und Fach. Und in den nächsten Wochen will auch das Management sein Finanzkonzept für die kommende Spielzeit vorstellen. Doch vorher heißt es: Revanche der Kielerinnen verhindern und auf Platz 2 Ostern feiern...
„Flensborg AVIS vom 27.3.06“
DGF-Negativserie
hält weiter an
DGF Flensborg
unterlag bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 18:26.
KRONSHAGEN - Seit
sieben Spielen sind die Oberliga-Frauen des DGF (Dansk Gymnastikforening)
Flensborg ohne Erfolgserlebnis. Bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen kassierte
DGF eine 18:26 (10:11)-Niederlage und musste dabei einmal mehr dem dünnen Kader
und dem Kräfteverschleiß am Spielende Tribut zollen. »In der Praxis haben wir
ganz gut gespielt, ab der 45. Minute gehen unsere Kräfte jedoch rapide in den
Keller«, sagte DGF-Trainer Wolfgang Dehnecke, der die mangelnde Kondition
seiner Mannschaft auf eine ungenügende Saisonvorbereitung zurückführt.
Dazu kam gegen
die HSG ein erheblicher Personenengpass. Mit Jana Kräber, Inga Jacobsen und
Angela Mau fehlten bei DGF gleich drei Spielerinnen. Weder von der A-Jugend,
noch aus der Zweiten konnte sich Dehnecke an diesem Tag verstärken und so
musste DGF den Gegner ab der 45. Spielminute ziehen lassen. »Bis hierhin sah es
noch ganz gut aus«, sagte Dehnecke. Das Heimteam nutzte in der entscheidenden
Phase allerdings einige DGF-Fehlwürfe zu erfolgreichen Tempogegenstößen und
führte in der 50. Minute mit 22:14. DGF holte in der Schlussphase wieder etwas
auf, mehr war jedoch nicht drin.
»Nach unten ist
sicherlich rechnerisch noch nicht alles gelaufen, da mache ich mir jedoch keine
Sorgen«, erklärte Dehnecke trotz der anhaltenden Durststrecke seiner
Mannschaft. »Die anderen Teams müssten
alles gewinnen und wir alles verlieren, es muss schon sehr blöd laufen«, fügte
der DGF-Coach hinzu. »Wir haben jetzt ein Heimspiel gegen Leezen. Da müssen wir
noch mal richtig Gas geben und gewinnen. Danach kommt die Osterpause, die wir
zur Regeneration nutzen können, um dann auch noch die beiden letzten
Saisonspiele zu gewinnen.«
„KN vom 27.3.06“
"Krabben" sichern den Klassenerhalt
Kiel - Volldampf im Abstiegskampf. Während die
Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen den Oberliga Klassenerhalt
vorzeitig schafften, geht die Zittersaison für die SG Lütjenburg/Dannau sowie
die HSG Hamdorf/Breiholz weiter.
Holstein
Kiel/Kronshagen - DGF Flensborg 26:18 (11:10)
Die von Annika Gerlach glänzend organisierte Abwehr war der
Garant für den vierten Holstein-Sieg in Serie. Eine konsequent kurze Deckung
von Sonja Hansen gegen Tina
Sörensen degradierte die DGF-Torjägerin mit nur drei
Treffern fast zur Wirkungslosigkeit. Außerdem wurde die Flensburgerin Katrin
Lucht mit kollektiven Kieler Kräften komplett neutralisiert. Dafür liefen die
Tempogegenstöße der "Krabben" wie am Schnürchen. "Der
Klassenerhalt ist jetzt sicher", frohlockte HSG-Trainer Fritz Sünkler.
"Wenn wir nun noch kommende Woche in Neumünster
gewinnen, schaffen wir sogar wieder den Anschluss zur Spitzengruppe."
HSG: Cornehl, Pulwitt - Gaber (4), Gerlach (1), Gronau
(6/1), Hansen (3), Reimers (4), Schüring (4), Sommer (3/2), Sturm (1), Ziegler,
Hauke.
„Flensburger Tageblatt vom 27.3.06“
Wie
gehabt: DGF verliert auswärts
Handball-Oberliga
Frauen: 18:26 bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen
"Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, da sie
bis zum Schluss gekämpft hat. Es liegt an der mangelnden Salsonvorbereitung,
dass uns sehr oft die Kraft in der Schlussphase fehlt", erklärte Trainer
Wolfgang Denecke. So kam es für die Handball-Frauen von DGF Flensburg wie in
den letzten Spielen auch. Lange hielt man die Partie bei der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen offen, ehe zehn schwache Minuten alle Hoffnungen auf einen
Punktgewinn beendeten. Das 18:26 (10:11) ist die sechste Auswärtsniederlage in
Serie für den Regionalliga-Absteiger.
Kiel erwischte den besseren Start und führte nach einer
Viertelstunde 6:4. Bei DGF wurden Inga Jacobsen, Jana Kräber und Angela Mau
schmerzlich vermisst. "So hatten wir noch weniger Alternativen und konnten
auch nicht auf Hilfe aus der zweiten Mannschaft oder der A-Jugend bauen. Es
freut mich aber, dass die Mannschaft trotzdem gekämpft hat", sagte
Denecke.
Beim Stand von 6:10 (20.) erwachte DGF. Vor allem die
Deckung mit einer überragenden Julia Leopold im Tor, sorgte dafür, dass der
Rückstand zur Pause nur noch ein einziges Tor betrug. Beim Stand von 17:14
(40.) für Kiel nahmen die Flensburgerinnen ihre obligatorische "Auszeit"
von zehn Minuten und brachten sich selbst um den möglichen Punktgewinn. Nach 50
Minuten stand es 21:14, die Entscheidung war gefallen. In der Schlussphase
berappelte sich DGF dann zwar, der Rückstand war jedoch zu hoch, um noch etwas
zu ändern: "Wir müssen jetzt regenerieren, die Saison gut zu Ende bringen
und in der neuen wieder angreifen", erklärte Denecke.
DGF Flensburg: Siedenburg, Leopold - Quäck, Sörensen (3),
Terkelsen (4), Timm (3), Behncke (3), Lucht, Ottens-Herrmann (2), Hupfeld (3),
Mille.
„KN vom 24.3.06“
"Krabbe" Gerlach mit Sonderaufgabe
Handball-Oberliga: Holstein-Damen wollen
Klassenerhalt sichern
Die Männer des THW Kiel II haben
es in dieser Saison schon mit einer kleinen Siegesserie vorgemacht. Der
Klassenerhalt in der Handball-Oberliga wurde aus eigener Kraft frühzeitig
geschafft. Nun können die Frauen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen nachziehen.
HSG Holstein Kiel/Kronshagen - DGF Flensborg (Sbd.,
19 Uhr, Suchsdorfer Weg)
Mit dem abgeschlagenen Schlusslicht GHG Hahnheide steht
zwar der erste Regelabsteiger fest, aber im Endspurt wollen die
"Krabben" nichts dem Zufall überlassen und mit dem vierten Sieg in
Serie klare Verhältnisse schaffen. "Mich kann kaum noch etwas überraschen.
Deshalb ist es viel wichtig, dass wir unsere weiße Rückrunden-Weste in eigener
Halle weiterhin sauber halten", mahnt HSGTrainer Fritz Sünkler zur
Konzentration. Kraftpaket Kerstin Sommer klagt nach auskurierter Fußverletzung
noch über Trainingsrückstand, doch ansonsten ist der Kader komplett. Besonderer
Kieler Aufmerksamkeit dürfte sich Tina Sörensen erfreuen. Die umworbene
Flensburger Linkshänderin steht auf Platz zwei der Oberliga-Torjägerliste und
avancierte oft genug zur Matchwinnerin. Die Flensburger Alleinunterhalterin
unter Kontrolle zu bringen, ist genau die richtige Aufgabe für Holsteins
Abwehrchefin Annika Gerlach.
„Segeberger Tageblatt vom 20.3.06“
BW
Leezen verbessert, aber trotzdem 23:31 in Kiel
Leezen - Den Handballerinnen von Blau-Weiß Leezen droht im
Endspurt der Oberligasaison die Puste auszugehen. Nach dem 23:31 (13:15) beim
Tabellensiebten HSG Holstein Kiel/Kronshagen wird die Abstiegsgefahr für die
Leezenerinnen immer größer. Jetzt wird es richtig eng für uns", schätzt
BW-Spielerin Svenja Lassen die sportliche Situation realistisch ein, "wir
müssen jetzt alle Kräfte darauf konzentrieren, am nächsten Sonnabend unbedingt
unser Heimspiel gegen den MTV Heide zu gewinnen. "
Die von Reiner Reusch und Jens Scheunemann trainierten
Blau-Weißen benötigten einige Minuten, um ins Spiel zu finden. Kiel/Kronshagen
legte schnell ein 3:0 vor. Dann fingen sich die Gäste. Die Deckung stand
kompakt und im Angriff war Svenja Lassen nicht zu bremsen. In der 22. Minute
gelang mit 10:9 die erste Führung, die wenig später auf 11:9 ausgebaut werden
konnte. Doch in den Minuten vor der Pause riss der Faden. Die Kielerinnen
nutzten dies, um bis zum Seitenwechsel ein 15:13 vorzulegen.
Nach Wiederanpfiff benötigten die Leezenerinnen genau wie
in der Anfangsphase einige Minuten, um in Schwung zu kommen. Anja Fahrenkrog
führte ihr Team, nach 13:18-Rückstand, mit ihren Toren auf 18:20 heran,
"Aber dann ließ die Kraft nach. Es ist uns nicht mehr gelungen, konsequent
zu verteidigen. Und auch im Angriff ging kaum noch etwas", erläuterte
Svenja Lassen, warum es nicht gelang, das Spiel zu kippen. Die HSG
Kiel/Kronshagen nutzte das Nachlassen des Gegners, um noch deutlich auf 31:23
davonzuziehen.
"Wir haben uns gegenüber dem blamablen 14:30 in der
Vorwoche gegen den TSV Altenholz deutlich verbessert präsentiert", zog
Svenja Lassen Bilanz, "es hat zwar trotzdem nicht gereicht, in Kiel einen
Sieg einzufahren, aber auf diese Vorstellung lässt sich aufbauen."
Blau-Welß Leezen: Tabea Rickert, Tanja Christiansen - Anja
Fahrenkrog (10/1), Stefanie Danger (2), Svenja Davids (1), Svenja Lassen (8/1),
Madleine Stolten, Yvonne Daheim, Darinka Krause (2).
„Hamburger Abendblatt vom 20.3.06“
Blau-Weiß
Leezens Handballfrauen stecken nach erneuter Pleite in Kiel tief im
Abstiegssumpf
LEEZEN - Die Talfahrt der Oberliga-Handballerinnen von Blau-Weiß Leezen hält an. Trotz einer über weite Strecken engagierten Vorstellung kassierte die Mannschaft des Trainerduos Jens Scheunemann und Reiner Reusch bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen eine 23:31 (13:15)-Pleite. Die Niederlage wiegt schwer, weil Kiel einer der Konkurrenten im Abstiegskampf ist.
"Jetzt wird es noch einmal richtig eng für uns. Das nächste Spiel zu Hause gegen Heide müssen und wollen wir unbedingt gewinnen", faßte Teamsprecherin Svenja Lassen die Stimmungslage unter ihren Kameradinnen nach der Niederlage trotzig zusammen.
Dabei war der doppelte Punktverlust in der Landeshauptstadt nicht nötig gewesen. Nach verschlafenem Start hatten sich die Gäste bis zur 22. Minute mit einer soliden Abwehrarbeit und konsequenter Chancenverwertung erstmals einen Vorsprung herausgearbeitet. "Die Führung haben wir leider durch einige Unachtsamkeiten und hektische Abschlüsse verspielt", trauerte Lassen den vergebenen Möglichkeiten nach.
So geriet Blau-Weiß Leezen bis zur Pause in Rückstand. Als Kiel nach dem Wechsel mit fünf Toren davonzog, sah alles nach einem "glatten Gang" aus, doch die Leezenerinnen bäumten sich auf, kämpften sich bis auf zwei Treffer heran. Dann schwanden die Kräfte. Kein Wunder, denn mit Natalie Tonn (verletzt) und Madleine Stolten (krank) standen nur zwei angeschlagene Ersatzspielerinnen zur Verfügung. "Am Ende hatten wir große Lücken in der Deckung", so Trainer Scheunemann ernüchtert. "Das Ergebnis ist so viel zu hoch ausgefallen."
Als wichtige Erkenntnis nimmt Scheunemann die Tatsache mit in die nächsten Spiele, daß sich die Defensivabteilung auch ohne Abwehr-As Mareike Stockrahm (beruflich in Peru) über weite Strecken der Partie verbessert zeigte, und daß die beiden Leistungsträgerinnen Anja Fahrenkrog und Svenja Lassen ihre Treffsicherheit wiedergefunden haben. "Wir haben noch alles selbst in der Hand", predigt Scheunemann gedämpften Optimismus.
Spielverlauf: 3:0, 5:2, 6:5, 9:9, 9:11, 13:13, 15:13 - 18:13, 19:16, 20:18, 22:19, 24:20, 26:21, 27:22, 30:22, 31:23.
Die Tore von BW Leezen: Anja Fahrenkrog (10/1), Svenja Lassen (8/1), Darinka Krause (2), Stefanie Danger (2), Svenja Davids (1).
„KN vom 20.3.06“
Dritter
Sieg in Serie für HSG Holstein/Kronhagen
Holstein/Kronshagen
- BW Leezen 31:23 (15:13)
Dritter Sieg in Serie für Holstein. Dabei ragte Wiebke
Reimers aus einer Mannschaft ohne Schwachpunkte heraus. Leezen machte den
Kielerinnen das Leben allerdings nicht leicht. "Das war zwar verdient,
aber ein hartes Stück Arbeit", fand HSG-Coach Fritz Sünkler. Erst mit
vereinten Kräften bekamen die "Krabben" Anja Fahrenkrog unter
Kontrolle, die aus dem linken Rückraum mit zehn Treffern erfolgreich war und
nicht von ungefähr auf dem Wunschzettel vieler Vereine steht.
HSG: Cornehl, Pulwitt - Gaber (6), Gerlach (1), Gronau
(3/1), Hansen (4), Reimers (7/1), Schüring (4), Sommer (4/4), Hauke, Böhrensen
(2), Mordhorst.
„KN vom 17.3.06“
"Krabben"
ohne Sturm gegen Leezen
Während die "Krabben" zuletzt im Kampf um den Klassenerhalt fleißig
punkteten, ließen die schon sorgenfreien "Zebras" die Zügel etwas
schleifen. Am 22. Spieltag der Handball-Oberliga wollen nicht nur die Frauen
der HSG Holstein, sondern auch wieder die Männer des THW Kiel II in den
Heimspielen beherzt zur Sache gehen.
HSG Holstein/Kronshagen Leezen (morgen, 17 Uhr)
Die 22:30-Hinrundenniederlage war für Holstein der Tiefpunkt dieser Saison. Die
damalige Rücktrittsandrohung von HSG-Trainer Fritz Sünkler erzielte fortan die
gewünschte Wirkung. Seither krabbelten die "Krabben" kontinuierlich
aus dem Keller auf Rang acht. "Nach dem Sieg in Lübeck können wir jetzt
die nächste offene Rechnung begleichen und den Aufschwung fortsetzen. Vorsicht
bleibt aber geboten. Der Abstiegskampf ist zurzeit einfach zu kurios",
mahnt Sünkler. Bis auf die beruflich verhinderte Svenja Sturm bietet die HSG
Bestbesetzung auf. Zudem helfen Mylena Mordhorst und Ines Böhrensen aus der
zweiten Mannschaft aus. Auch Kerstin Sommer kommt nach auskurierter Fußverletzung
wieder in Tritt. "Sie verwandelt zumindest die Siebenmeter so nervenstark,
dass solche Bälle keine Strafe mehr für uns sind", so Sünkler.
„Lübecker Nachrichten vom 14.3.06“
Fataler
Böge-Fehlwurf
Handball-Oberliga
Frauen: TuS verliert erneut mit einem Tor
Zum zweiten Mal in Folge mussten sich die
Oberliga-Handballerinnen des TuS Lübeck 93 mit einem Tor geschlagen geben.
Diesmal gab's mit dem 20:21 (10:8) gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen eine
bittere Heimniederlage.
Nur bis zum 13:9 (39.) war die TuS-Welt in Ordnung. Dann
wurde Svenja Böge nach ihrem neunten von insgesamt elf Toren in"
Manndeckung" genommen. Trainer-Vater Klaus Böge sah das Unheil nahen:
"Ihr müsst dynamischer sein, mehr mit dem Körper arbeiten. Lasst sie nicht
zu nah ran kommen! " Auch die verletzte Torfrau Christel Müller versuchte
ihrer Vertretung Svenja Themer Mut zu machen, da Holstein immer wieder mit
hohen Bällen erfolgreich war.
Kiel glich beim 13:13 (44.) erstmals aus, ging bis zum
21:18 (56.) deutlich in Führung. Doch Kerstin Melahn (3/2) und Kirstin
Schukowski (2) sorgten für raschen Anschluss, ehe sich die Gäste fast selbst
noch ein Bein stellten. Der HSG-Betreuer konnte seinen Schiri-Unmut nicht
zügeln, Kiel kassierte eine Zeitstrafe und einen Strafwurf, den ausgerechnet
Svenja Böge "in die Wolken" beförderte. Doch auch eine weitere
Zeitstrafe gegen die Gäste, eine doppelte Überzahl, ein Kreiseintritt und ein
verunglückter Gegenstoß passten an diesem Tag ins Bild, das Co-Trainer Sören
Manthey zu Recht mit "echt unglücklich" umriss.
Weitere TuS-Tore: N.Böge (2/2), Hüttmann, Piesker (je 1).
„KN vom 13.3.06“
TuS
Lübeck 93 - HSG Holstein 20:21 (10:8)
Auf diese Revanche haben die "Krabben" seit der
20:21-Hinrundenniederlage gewartet. Aber erst Mitte der zweiten Halbzeit bekam
Holstein TuS-Torjägerin Svenja Böge
(elf Tore) unter Kontrolle. Trotz vierminütiger doppelter
Unterzahl wegen der Zeitstrafen gegen Imke Wefer, Sonja Hansen (zweimal) sowie
Physiotherapeut Fritz Paysen erzielte Angela Gaber den Siegtreffer. Beflügelt
trumpfte die vom Regionalligisten HSG Kropp/Tetenhusen umworbene Wiebke Reimers
auf, die unmittelbar vor der Partie Kiel den Vorzug gab.
HSG: Cornehl, Pulwitt - Gaber (1), Gerlach, Hansen (1),
Reimers (9/1), Schüring (2), Sommer (3/3), Sturm (3), Wefer (2), Hauke.
„KN vom 10.3.06“
HSG
Holstein hat offene Rechnung
Während für die Frauen der HSG Holstein der Klassenerhalt
in der Handball-Oberliga noch längst nicht in trockene Tücher gepackt ist,
peilen die Männer des THW II mit einem deutlichen Plus auf dem Punktekonto mehr
als nur dieses Minimalziel an.
TuS
Lübeck 93 - HSG Holstein (Sbd., 16.30 Uhr, Meesenhalle)
Seit der Hinrunde haben die Holsteinerinnen noch eine
Rechnung offen. Ein übersehener regulärer Treffer von Meike Gronau sowie der
ebenfalls vom Schiedsrichter-gespann nicht gegebene Siebenmeter in letzter
Sekunde summierten sich zur 20:21-Niederlage gegen Lübeck auf. "Jetzt ist
die Zeit reif zur Revanche. Wir wollen uns diese zwei Zähler zurück
holen", lässt HSG-Trainer Fritz Sünkler keine Zweifel zu. Meike Gronau
wird den Siegtreffer allerdings garantiert nicht werfen, da sie ihren Freund in
Schweden besucht. Dafür rücken Ines Böhrensen sowie Imke Wefer aus dem
Reserveteam in den Kieler Kader auf.
„Lübecker Nachrichten vom 7.3.06“
Hahnheide
„zu unreif“ für die Oberliga
Wieder
alles versucht – GHG-Frauen bringen sich mit vielen Fehlern um ihre
Möglichkeiten
Trittau – Mit der 21:24 (9:13)-Niederlage bei der HSG
Holstein Kiel/Kronshagen kassierten die Frauen der GHG Hahnheide die
16.Niederlage im 20.Punktspiel der Handball-Oberliga. „Wir haben 4:1 geführt,
dann aber alle Aktivitäten eingestellt und uns viel zu früh zurückgelehnt“, so
ein ratloser Trainer Ingo Naths. „Das die Gastgeber wieder herankamen und bis
zur Pause sogar vorbeizogen, lag in erster Linie an unseren eklatanten Fehlern
im Rückzugverhalten, bei dem die Zuordnung einfach nicht stimmte“, hatte Naths
die Schwachpunkte ausgemacht.
Nach dem Seitenwechsel lief dann phasenweise überhaupt
nichts mehr im Spiel der GHG, die den Kielern erlaubte, sich über 17:10 auf
19:12 abzusetzen. „Urplötzlich war die Mannschaft wieder wach“, wunderte sich
nicht nur der Gegner, sondern auch Ingo Naths. Sandra Pfalzgraf im Tor hielt
drei Siebenmeter, Claudia Wallnick stand bombensicher in der Hintermannschaft
und die Jugendspielerin Maren Franke (1) sorgte für viel frischen Wind. Claudia
Burmeister (10/5) verwandelte alle Siebenmeter und auch von Linksaußen durch
Dörte Möller (3) und Rechtsaußen durch Petra Gegner (3) wurde viel Druck
gemacht und endlich auch getroffen. Beim 21:19 (55.) war die GHG wieder dran,
eine entscheidene Wende wollte jedoch nicht gelingen. „Ich ziehe den Hut vor
meiner Mannschaft, die kämpferisch alles gegeben hat. Wir sind jedoch für die
Oberliga zu unreif und können die vielen Fehler auch durch Einsatz über sechzig
Minuten nicht wettmachen“, ist die Einschätzung des Trainers, der Halima
Hennings (2), Katrin Niemeier und Johanna Harnack (je 1) als weitere
Torschützen notierte.
„Stormarner Tageblatt vom 7.3.06“
21:24
– Die GHG Hahnheide spielt immer das gleiche Lied
Kiel/Trittau – Die Spiele der GHG Hahnheide in der
Handball-Oberliga der Frauen laufen fast durchweg nach dem selben Strickmuster
ab. Die Stormarnerinnen halten spielerisch mit ihren Gegnern absolut mit,
dominieren gar das Gros der Teams aus der unteren Tabellenhälfte und haben
konditionell keinerlei Defizite. Und doch verlieren sie in schöner
Regelmäßigkeit ihre Spiele und haben als Schlusslicht der Tabelle schon längst
keine realistischen Aussichten mehr auf den Klassenerhalt.
Die Partie bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen, die sie
mit 21:24 (9:13) verloren, war ein Musterbeispiel für den beschriebenen Trend.
„Es ist immer dasselbe: Meine Spielerinnen kämpfen vorbildlich und zeigen, dass
sie auch spielerisch Oberligaformat haben, begehen in den entscheidenen Phasen
dann aber immer die gleichen Fehler“, ist GHG-Trainer Ingo Naths dieser Misere
langsam überdrüssig.
In Kronshagen führte sein Team nach neun Minuten 4:1,
stellte dann aber aus unerfindlichen Gründen das Handballspielen ein und machte
dadurch den vorher schwachen Gegner stark. Der zog bis zur 42.Minute auf 19:12
davon, ehe die GHG „viel zu spät wieder Gas gab“, so der Trainer. Trotzdem
hätte es noch zur Wende reichen können, aber „als wir beim 19:21 noch einmal
auf zwei Tore dran waren, bekamen wir wieder Angst vor einem Sieg“, klagte
Naths sein Leid, ohne seinen tapfer kämpfenden Spielerinnen einen Vorwurf
machen zu wollen.
„Hamburger Abendblatt vom 7.2.06“
TRITTAU/LÜTJENSEE - Die Nachricht kam nicht unerwartet, und doch war sie ein Schock für Trainer Ingo Naths und die Handball-Frauen der GHG Hahnheide: Rückraumspielerin Britta Möller wird dem Oberligateam für den Rest der Serie fehlen, frühestens zum Start der kommenden Saison wieder zur Verfügung stehen. Wie befürchtet hat sich die Verletzung der 25jährigen aus dem Auswärtsspiel gegen Blau-Weiß Leezen als Kreuzbandriss entpuppt. Ende März oder Anfang April soll sie operiert werden, wird anschließend bis zu sechs Monate lang ausfallen.
In der Schlussphase der Saison geht dem Tabellenletzten das Personal aus. Zwar erwischte es Janicke Bielfeldt nicht ganz so schlimm wie Möller - die 17jährige muss wegen eines Meniskusanrisses drei bis vier Wochen pausieren. Doch in den kommenden beiden Partien gegen die DGF Flensborg (Sonnabend, 16.45 Uhr) und eine Woche später bei Olympia Neumünster fehlt zudem Leistungsträgerin Claudia Burmeister (Skiurlaub).
Erstaunlich, daß die Stormarnerinnen ohne Möller, Bielfeldt und die beruflich verhinderte Jana Eschbacher bei der 21:24 (9:13)-Auswärtsniederlage gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Schlussphase konditionell klar überlegen waren und die Partie um ein Haar noch gekippt hätten. "Der Gegner war platt, aber uns fehlte mal wieder die Abgeklärtheit", sagte Naths, nachdem seine Schützlinge ihre Chance auf einen Punktgewinn beim Stand von 19:21 mit unnötigen Fehlern leichtfertig vergeben hatten.
"Was bleibt, ist immer der Frust", so Naths, denn zu Beginn und gegen Ende zeigte die GHG ihre Klasse, brillierte mit Spielwitz. Dass sich nach der 4:1-Führung eine Vielzahl technischer Fehler einschlichen, verhalf Kiel bis Mitte der zweiten Halbzeit jedoch zu einem letztlich vorentscheidenden Sieben-Tore-Vorsprung. Erfreulich: Maren Franke, 17 Jahre alte Aushilfe aus der zweiten Mannschaft, hatte einige gute Aktionen und warf ihr erstes Oberliga-Tor.
Für die GHG Hahnheide trafen außerdem: Claudia Burmeister (10/5), Petra Gegner, Dörte Möller (je 3), Halina Hennings (2), Johanna Harnack und Katrin Niemeier (je 1).
„KN vom 7.3.06“
HSG
Holstein erfüllte gegen Hahnheide zumindest die Pflicht
HSG
Holstein Kiel/Kronshagen - GHG Hahnheide 24:21 (13:9)
Nicht schön, aber erfolgreich. Beim Heimsieg über das
Schlusslicht erfüllten die Holsteinerinnen ihre Pflicht. "Hauptsache
gewonnen. Gegen diesen Gegner sieht man schnell schlecht aus", sagte
HSG-Kapitän Sonja Hansen. Die Kielerinnen verpatzten zwar den Start, bekamen
die Probleme aber bis zum 19:12-Zwischenstand in den Griff. Nach fünf
verworfenen Siebenmetern durch Wiebke Reimers, Meike Gronau und Kerstin Sommer
hätten sich die Krabben fast zu früh gefreut (21:19, 56.). So sicherten erst
Julia Schüring und Svenja Sturm den Zittersieg.
HSG Holstein: Cornehl, Möller - Gaber (5), Gerlach (2),
Gronau (5/2), Hansen (1), Reimers (5), Schüring (3), Sommer, Sturm (3), Hauke.
„KN vom 4.3.06“
Fritz
Sünkler fordert Konzentration
Holstein-Frauen
empfangen Hahnheide
Während bei den Fußball-Fans ob des Wintereinbruchs wieder
einmal Frust herrscht, wird wenigstens den Kieler Handball-Anhängern in den
Hallen gewohntermaßen wohlig warm ums Herz. Die Männer des THW II und die
Frauen der HSG Holstein versprechen den Zuschauern an diesem Wochenende in den
beiden Oberliga-Partien jedenfalls zwei ganz heiße Tänze auf dem Parkett.
HSG
Holstein - GHG Hahnheide (Sbd., 16.30 Uhr, Kronshagen)
Im Kampf um den Klassenerhalt ist ein Sieg der
"Krabben" im Kellerduell gegen das Schlusslicht Pflicht. "Wir
dürfen an nichts anderes mehr denken", fordert HSG-Coach Fritz Sünkler
höchste Konzentration ein. Angeschlagene Gegner gelten ohnehin als besonders
gefährlich und die Gäste aus Trittau sind wegen ihrer unorthodoxen extrem
offensiv ausgerichteten 1:5-Deckung unberechenbar. Holsteins Torjägerin Kerstin
Sommer sitzt zumindest mit halbwegs auskurierter Fußverletzung auf der
Einwechselbank, um den Abwehrriegel notfalls knacken zu helfen. Für die auf
einer Hochzeitsfeier weilenden Anja Pulwitt hütet Anja Möller aus der zweiten
Mannschaft zusammen, mit Stammkeeperin Tatjana Cornehl das Holstein-Tor.
„KN vom 27.2.06“
MTV Herzhorn - HSG Holstein 29:21 (15:15)
Holstein rutscht das Herz im
Kampf um den Klassenerhalt wieder tiefer in die Hose. Mit nur einer Einwechselspielerin
hatte das letzte Aufgebot in Herzhorn keine Chance. Die Sonderbewachung von
Julia Schüring für MTV-Torjägerin Gesche Seebandt erzielte zwar den gewünschten
Zweck, doch ihre Ladehemmung konnten die Krabben mit ihrem kleinen Kader nicht
kompensieren.
HSG: Cornehl, Pulwitt - Gaber
(3), Gerlach (1), Gronau (8/4), Hansen (2), Reimers (1), Schüring (3). Sturm
(3).
„SHZ vom 24.2.06“
Janke-Team
muss Chancen konsequenter nutzen
Herzhorn - Mit einem Erfolg zögen die Blau-Gelben am
morgigen Gegner vorbei. Außerdem hätten die Janke-Schützlinge dann endlich mal
wieder ein wenig mehr Abstand zur akut gefährdeten Tabellenzone. "Wir
müssen auf jeden Fall gewinnen", fordert denn auch Coach Janke von seinem
Team. "Denn danach treffen wir mit DGF Flensburg und Olympia Neumünster
auf Gegner, die uns wohl noch mehr Probleme machen können."
Im kampfbetonten Hinspiel taten sich die Steinburgerinnen zunächst noch schwer,
doch nach einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang reichte es dann doch
noch zu einem 24:22-Erfolg in fremder Halle. Überragend spielte damals die
elffache Torschützin Maike Langenberg. Für sie ist allerdings nach einer
schweren Knieverletzung die Saison wohl schon beendet.
Zuletzt landeten die Kielerinnen einen ebenso hart
erkämpften wie wichtigen 23:19-Arbeitssieg im Kellerduell gegen die HSG
Breiholz/Hamdorf. Allerdings machten sich die "Krabben" das Leben
lange Zeit selbst unnötig schwer, bis der Erfolg nach zehn Zeitstrafen sowie
einer roten Karte gegen die Breiholzerin Astrid Marxen feststand. Immer wieder
scheiterten Wiebke Reimers (2), Meike Gronau, Julia Schüring und Annika Gerlach
selbst vom Siebenmeterpunkt an Kathleen Schewe zwischen den Pfosten. Erst mit
einem energischen Zwischenspurt setzten sich die konditionell stärkeren Holsteinerinnen
vorentscheidend auf 22:16 ab. Haupttorschützinnen sind aus dem Rückraum meist
Meike Gronau, Annika Gerlach und Kerstin Sommer.
Die Mannschaft von Trainer Fritz Sünkler, die in
vergangenen Saison aus der Regionalliga abgestiegen war, hatte in der ersten
Hälfte dieser Spielzeit zunächst Anpassungsprobleme und arbeitete sich erst
mühsam von Rang zwölf allmählich nach oben.
Die Herzhornerinnen mussten nach dem Ausfall ihres kompletten Rückraums bei
12:6 Punkten durch ein tiefes Tal: Nach 0:12 Zählern gab es erst jüngst mit
zwei Siegen aus den letzten drei Partien einen Aufwärtstrend. Ein zentrales
Manko blieb den Blau-Gelben allerdings treu: Egal ob Siebenmeter oder freie
Würfe - die Erfolgsquote der Janke-Schützlinge in der Chancenverwertung war einfach
zu niedrig. "Das zog sich wie roter Faden durch die Spiele. Damit bringen
wir uns natürlich allzu oft selbst um den durchaus möglichen Erfolg", sagt
Janke.
Dem hat der MTV-Coach im Training Rechnung. Es wird mehr gespielt, so dass die
Aktiven häufiger den Torabschluss im Echt-Geschehen proben können. Dabei spielt
die Einstellung eine ganz wesentliche Rolle. Janke: "Du musst auch im
Training unbedingt das Tor machen wollen, auf Vernichtung schießen. Mal schnell
im Spiel den Schalter umlegen zu wollen, klappt einfach nicht."
Ähnlich kompromisslos wünscht er sich sein Team auch im Abwehrverhalten. Ideal
wäre es aus seiner Sicht, dem Gegner gleich den Schneid abzukaufen - vor allem
dann, wenn es vorne mal nicht ganz so gut läuft. "Wir dürfen auf keinen den
Fall den Gegner zu nah an unser Tor heranlassen", fordert der Coach.
Fehlen wird ihm dabei Tina Puvogel, die im schon seit langem gebuchten
Ski-Urlaub weilt, und die zweite Torhüterin Marion Demant (Ellbogenverletzung).
Ansonsten hat Janke alle Frauen an Bord.
„KN vom 20.2.06“
HSG
Holstein und Olympia spielten ihre Kondition aus
HSG
Holstein Kiel/Kro. - HSG Hamdorf 23:19 (12:8)
Ein ebenso hart erkämpfter wie wichtiger Arbeitssieg für
die Kielerinnen im Kellerduell. Allerdings machten sich die "Krabben"
das Leben lange Zeit selbst unnötig schwer, bis der Erfolg nach 10 Zeitstrafen
sowie einer roten Karte gegen die Breiholzerin Astrid Marxen (58., 3 x2)
feststand. Wiebke Reimers (2), Meike Gronau, Julia Schüring und Annika Gerlach
scheiterten selbst vom Siebenmeterpunkt an Kathleen Schewe zwischen den
Pfosten. Erst mit einem energischen Zwischenspurt setzten sich die konditionell
stärkeren Holsteinerinnen auf 22:16 ab.
HSG Holstein: Cornehl, Pulwitt - Gerlach (2), Gronau (4),
Hansen (2), Reimers (6), Schüring (4), Sturm (3), Ziegler (2), Hauke,
Sievertsen.
„KN vom 17.2.06“
Zauberflöte
oder Kugelblitz
THW
II und HSG Holstein mit Heimrecht
Neben Kampfkraft ist für die beiden Kieler Klubs der
Handball-Oberliga auch Kreativität gefragt, um den Klassenerhalt so schnell wie
möglich zu schaffen. Allen Widrigkeiten zum Trotz mussten sich sowohl die
Männer des THW II als auch die Frauen der HSG Holstein für den 18. Spieltag
etwas einfallen lassen.
HSG
Holstein - HSG Hamdorf/Breiholz (Sbd., 19 Uhr, Kronshagen)
"Die Konstellationen werden zwar im Kampf um den
Klassenerhalt immer verrückter, aber noch können wir die Abstiegsgefahr aus
eigener Kraft bannen", muntert Holstein-Trainer Fritz Sünkler seinen
kleinen Kader auf. Nervenkitzel ist im Kellerduell garantiert, doch Angela
Gaber hat sich für einen ruhigen Abend in der Oper und "Mozarts
Zauberflöte" entschieden.
HSG-Torjägerin Kerstin
Sommer fällt wegen ihrer Fußverletzung trotz zaghafter Gehversuche weiterhin
aus. "Leider nur gerade aus. Es fehlt die Sprungkraft. Sonst würde sie uns
helfen. Kerstin ist hart im Nehmen", plaudert Fritz Sünkler aus dem
"Krabben-Nähkästchen". Dafür sollen Birgit Sievertsen sowie Mylena
Mordhorst aus dem Bezirksliga-Reserveteam aushelfen, um den Breiholzerinnen die
Flötentöne an der Kieler Förde in diesem "Vier-Punkte-Spiel"
beizubringen.
„Landeszeitung vom 13.2.06“
Mit
Riesenschritten Richtung Aufstieg
Handball-Oberliga:
Owschlags 17.Sieg im 17.Spiel
Owschlag – Die Owschlager Handball-Frauen blieben auch im 17.Saisonspiel in der
Oberliga ungeschlagen. Gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen reichten 15
starke Minuten, um den Gegner auf Distanz zu halten.
In eigener Halle gewann der unangefochtene Spitzenreiter 25:19 (11:9) gegen den
Regionalliga-Absteiger. Coach Christian Hungerecker war mit seinem Team
allerdings alles andere als zufrieden. Da sich die Verfolger TSV Altenholz und
Olympia Neumünster jedoch gegenseitig die Punkte abnahmen, beträgt der Abstand
auf Rang zwei neun Spieltage vor Toresschluss jetzt bereits elf Zähler.
Das Spiel begann als munterer Schlagabtausch. Gästetrainer Fritz Sünkler nahm
bereits nach fünf Minuten eine Auszeit, justierte nochmals die Feineinstellung
seiner Sieben. Mit Erfolg. Die Holsteiner „Krabben“ kombinierten gefällig. Vor
allem mit Übergängen aus dem Rückraum stellten sie den Gastgeber vor Probleme.
Immer wieder kassierte der TSV vermeintlich leichte Tore. Einzig Torhüterin
Carmen Frahm verhinderte mit starken Paraden einen Rückstand gegen den
Tabellen-Elften. Sämtliche spieltaktischen Ziele blieben in der ersten Halbzeit
in der Fantasie Hungereckers. In der Pausenbesprechung musste der Kieler
Übungsleiter gar zu den Grundlagen des Handballspiels zurückkehren:
„Einsatzbereitschaft in der Abwehr. Mut und Wille, den Ball in Richtung des
gegnerischen Tores zu bringen. Ich musste meine Spielerinnen erstmal wecken.“
Nach dem Wechsel spielten die Owschlagerinnen endlich nach Hungereckers
Vorstellungen. Insbesondere über die Deckungsspitze Hilke Zastrow gelangte der
TSV zu Ballgewinnen, die zu einfachen Gegenstößen führten. Über 12:9 und 16:9
baute der TSV Owschlag seinen Vorsprung bis auf 24:15 vorentscheidend aus,
verfiel dann aber in den alten Trott.
TSV Owschlag: Carmen Frahm (1.- 30.); Annkathrin Seubert (31.-60.); Kathleen
Schulz; Lena Linke (3); Lone Fischer (7); Greta Stolley (1); Sabrina Dahl (1);
Ina-Lena Elwardt (1), Hilke Zastrow (6); Annika Bock; Jana Waskow (4/4);
Melanie Krakuhn (2).
„KN vom 13.2.06“
Krabben
boten Owschlag lange Paroli
TSV
Owschlag – HSG Holstein 25:19 (11:9)
In der ersten Halbzeit spielten die abstiegsbedrohten
Holsteinerinnen mit viel Herz und machten dem Spitzenreiter so das Leben sehr
schwer. Statt zum gefürchteten Tempo-Handball zu finden, zwangen die
aufopferungsvoll kämpfenden Kielerinnen den Top-Favoriten ins Positionsspiel.
Annika Gerlach führte bei den "Krabben" glänzend Regie, so dass der
sogar schmeichelhafte Pausenstand lediglich den tollen Reflexen von TSVO-Torhüterin
Carmen Frahm zu verdanken war.
Erst nach einer Gardinenpredigt von Trainer Hungerecker
wurden die Owschlagerinnen ihrem Nimbus der Unbesiegbarkeit gerecht. Hilke
Zastrow zeichnete verantwortlich für viele Ballgewinne, zudem wurden die Kielerinnen
mit Gegenstößen über Jugendnationalspielerin Lone Fischer ausgekontert.
"Angesichts des klaren Vorsprungs ist es einfach schwer, sich ständig in
Bestform zu präsentieren", resümierte Christian Hungerecker. Bei Holstein
haben sich HSG-Coach Fritz Sünkler sowie die Spielerinnen auf einer
Mannschaftssitzung intern bereits geeinigt, in dieser Formation über diese
Saison hinaus weiterzumachen. Was zur Planungssicherheit allein noch fehlt, ist
nun noch der Klassenerhalt.
Owschlag: Frahm, Seubert Bock, Dahl (1), Elwardt (1),
Fischer (7), Krakuhn (2), Linke (3), Schulz, Stolley (1), Waskow (4/4), Zastrow
(6).
HSG Holstein: Cornehl, Pulwitt - Gaber (2), Gerlach (5),
Gronau (4/1), Hansen (2), Reimers (3/1), Schüring (2), Hauke (1), Sommerschuh.
„KN-Eckernförder Ausgabe vom 11.2.06“
TSV
Owschlag – HSG HolKro
Die Owschlagerinnen stehen heute (17 Uhr) gegen die „Kieler
Krabben“ vor einer kniffligen Aufgabe. Obwohl der HSG-Kader sehr klein ist,
wächst die Truppe von Fritz Sünkler häufig über sich hinaus. Im Hinspiel
schnupperten die Gäste phasenweise an einer Sensation und mussten erst im
Schlussspurt der „Jungen Wilden“ dem Kräfteverschleiß Tribut zollen. „Wir
werden die richtigen Lehren ziehen und nicht wieder mit angezogener Handbremse
spielen, sondern das Tempo hoch halten“, sagt TSVO-Trainer Christian
Hungerecker. Konditionell und personell kann der Favorit aus dem Vollen
schöpfen.
„Landeszeitung vom 11.2.06“
Der
nächste Schritt zum Titel
Oberliga Frauen:
Owschlagerinnen empfangen heute HSG Holstein/Kronshagen
Owschlag – Theoretisch könnte der verlustpunktfreie Oberliga-Spitzenreiter TSV
Owschlag von seinen ärgsten Verfolgern Olympia Neumünster und TSV Altenholz
noch geschnappt werden. Praktisch dürfen die TSV-Handballerinnen getrost für
die Regionalliga planen. Vorausgesetzt die Mitstreiter verschenken keine Punkte
mehr, könnte der TSV-Express bei fünf Siegen in den kommenden fünf Partien
bereits am sechstletzten Spieltag die Meisterschaft perfekt machen. Ein
weiteres Mosaiksteinchen soll heute um 17 Uhr gesetzt werden, wenn es zu Hause
gegen den Tabellenachten HSG Holstein Kiel/Kronshagen geht.
Das Team des Trainerduos Jens Meves und Christian Hungerecker erwartet jedoch
eine knifflige Aufgabe. Die „Krabben“, wie sich die Spielerinnen des
letztjährigen Regionalliga-Absteigers nennen, stoppten gerade noch rechtzeitig
den freien Fall. Nachdem sich die Schützlinge von Coach Fritz Sünkler am achten
Spieltag auf Platz zwölf wiederfanden, befürchtete man bei der
Spielgemeinschaft das Schlimmste. Der Abstand zur Abstiegsregion beträgt indes
immer noch magere zwei Zähler. Der Liga-Primus wird auf eine verschworene
Gemeinschaft treffen, die über sehr gute Individualisten verfügt. Hier gilt das
Augenmerk insbesondere den Ex-Owschlagerinnen Svenja Sturm sowie Julia
Schüring, die noch in der A-Jugend antreten könnte.
Hungerecker möchte einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg vollziehen: „Wir
werden nach den Erfahrungen des 27:22-Hinspielsieges nur mit der richtigen
Einstellung das Heft in die Hand bekommen. Dazu gehört ein aufmerksames
Abwehr-Spiel sowie ein konzentrierter Abschluss.“ Das Tempospiel des TSV soll
den kleinen Kader der Gäste „gehörig unter Druck setzen.“ Ina Haas und
Christiane Otruba sowie die Dauer-Rekonvaleszentin Sünje Gosch werden fehlen.
„KN vom 10.2.06“
Klare
Rollenverteilung
HSG
Holstein will Debakel vermeiden
Die Frauen der achtplatzierten HSG Holstein sind am
Sonnabend ganz krasser Außenseiter gegen den bisher schier unbesiegbaren
Spitzenreiter TSV Owschlag.
TSV
Owschlag - HSG Holstein Kiel/Kronshagen (Sonnabend, 17 Uhr)
Mit acht Gästen aus der Mannschaft waren unter der Woche
drei Handballerinnen mehr auf der Geburtstagsfeier von HSG-Trainer Fritz
Sünkler als gesunde
Spielerinnen beim Training. Kein Wunder, dass sich der
42-Jährige vor allem Schadensbegrenzung wünscht: "Trotz unseres
Aufwärtstrends muss man die Kirche im Dorf lassen. Ein Sieg in Owschlag ist
utopisch. Im Kampf um den Klassenerhalt sollte man aber auch das Torverhältnis
in der Tabelle nicht außer Acht lassen. " Die personellen Probleme sind
wohl zu groß, um für eine Sensation zu sorgen. Torjägerin Kerstin Sommer fällt
fortan mit einer Fußverletzung bis zu den Osterferien aus, so dass im Rückraum
schon der Schuh drückt. Dafür wurde neben Linksaußen Henriette Hauke mit Katja
Sommerschuh eine zweite A-Jugendliche nominiert. Die frühere Owschlagerin
Svenja Sturm fehlt beruflich bedingt. Dafür dürfte Julia Schüring hochmotiviert
an alte Wirkungsstätte zurückkehren, nachdem die sehr lange Wechselsperre durch
den TSVO gerade erst abgelaufen ist.
„Dithmarscher LZ vom 30.1.06“
Kiel - Die Handballerinnen des MTV Heide konnten ihre Lage in der Oberliga nicht verbessern. Nach dem 16:20 (9:9) bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen ist die Mannschaft bedrohlich in die Nähe der Abstiegsplätze gekommen.
Die Niederlage in der Landeshauptstadt war vermeidbar. Dabei fing es für den MTV Heide, der mit der Zeit aber viel zu viele Chancen vergab, gut an, denn nach acht Minuten lag die Mannschaft mit 6:4 in Front. Aber bereits bis zur 12. Minute glich Kiel aus. Mit wechselnder Führung ging es bis zum 9:9-Pausenstand weiter.
Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Heiderinnen einen 12:9-Vorsprung und lagen in der 40. Minute noch mit 13:12 vorn. In den folgenden zwölf Minuten brach das Unheil in Form von fünf aufeinanderfolgenden Gegentreffern über den MTV herein. Jetzt lief nichts mehr im Angriff zusammen.
Statt zumindest einen Zähler mit auf die Heimreise zu nehmen, stand der MTV wieder einmal mit leeren Händen da. In der entscheidenden Schlussphase zeigte sich überdies, dass es um Kondition und Kraft nicht zum besten bestellt ist. „Uns kommt die Spielpause gerade gelegen“ , betonte Trainierin Waltraud Häger betonte. „Wir werden die spielfreie Zeit nutzen, um im Heimspiel gegen den DGF Flensburg am 11. Februar fit zu sein.“
MTV Heide: Kaiser, Schlichting – Dallmeier-Tießen, Nommensen, Kühnel (2), Heesch (1/1), Milde (4/1), Rolfs, Finke, Tjarks (5/2), Jochimsen (4/2).
„KN vom 30.1.06“
Stehende
Ovationen für Krabben
HSG
Holstein/Kronshagen - MTV Heide 20:16 (9:9)
Das letzte Kieler Aufgebot nachdem Schlusspfiff mit
stehenden Ovationen von den Fans gefeiert. Dass der Wille Berge versetzt,
bewiesen die sechs eingesetzten Feldspielerinnen und Torhüterin Tatjana Cornehl
beim Sieg über Heide eindrucksvoll. Obwohl die Partie beim 9:12-Zwischenstand
zu kippen drohte, drehten die Krabben den Spieß aufopferungvoll um. "Wir
waren nicht nur konditionell stärker, sondern hatten auch das größere
Kämpferherz", lobte HSG-Trainer Fritz Sünkler.
HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Cornehl, Pulwitt - Gerlach
(2), Gronau (5), Gosch, Hansen (5), Reimers (4), Schüring (3), Böhrensen (1).
„KN vom 27.1.06“
Nur
fünf Gesunde
Handball-Oberliga:
HolKro in Not - THW mit Selbstvertrauen
Rückenstärkung der Fans erwünscht: Mit diesem Heimvorteil
wollen die beiden Kieler Klubs den Aufwärtstrend im Abstiegskampf der
Handball-Oberliga auch am 16. Spieltag fortsetzen. Während die Männer des THW
II gegen Neustadt Bestbesetzung aufbieten, plagen die Frauen der HSG Holstein
vor dem Kellerduell mit Heide personelle Probleme.
HSG
HolKro - MTV Heide (Sonnabend, 19 Uhr, Schulzentr. Suchsdorfer Weg)
Ausgerechnet beim Nachbarschaftsduell in Altenholz wurde
die bisher beste Saisonleistung der Kielerinnen nicht einmal mit einem Punkt
belohnt. Die Trauerstimmung über die unglückliche 24:25-Niederlage ist zwar
inzwischen in kollektive Trotzigkeit umgeschlagen, doch die Hiobsbotschaften
reißen nicht ab. "Ich habe nur noch fünf gesunde Feldspielerinnen",
berichtet HSG-Trainer Fritz Sünkler seine Sorgen, Kerstin Sommer laboriert seit
dem Derby an einer schweren Fußprellung. Ob die Schwellung abklingt, scheint
ebenso fraglich wie die Einsatzfähigkeit der Grippe kranken Kreisläuferin
Christina Gosch. Da außerdem Rechtsaußen Angela Gaber im Skiurlaub weilt, muss
der ohnehin kleine "Krabben"-Kader noch enger zusammenrücken, um die
MTV-Torjägerinnen Britta Jochimsen und Kathrin Milde besser als im Hinspiel (17
Treffer) zu neutralisieren. Kurzfristige Hilfe kommt aus der zweiten
Bezirksliga-Mannschaft.
Punktspiel gegen TSV Altenholz / 21.1.06
„KN vom 23.1.06“
Chance
vertan: Bei Holstein flossen die Tränen
Handball-Oberliga
Frauen: In Altenholz fehlte nicht viel zur Überraschung
In der Frauen-Oberliga bot das Nachbarschaftsduell zwischen
dem TSV Altenholz und der HSG Holstein ein Spektakel vom Feinsten. Derweil darf
man dem Spitzenreiter TSV Owschlag nach der Niederlage Olympia Neumünsters in
Neustadt wohl fast schon zum Titel gratulieren.
TSV
Altenholz - HSG Holstein 25:24 (13:13)
Beide Mannschaften boten den mehr als 120 Zuschauern einen
offenen Schlagabtausch. Kompromisslos und konzentriert wuchs der kleine
"Krabben-Kader" über sich hinaus. Da auch die Schiedsrichter mit neun
Zeitstrafen gegen die Gastgeberinnen ihr Handball-Herz eher für Holstein
entdeckten, sah es bis zum 20:23-Zwischenstand nach einer Überraschung aus. Im
Schlussspurt machte sich aber der Kräfteverschleiß bei Kiel und die bessere
TSVA-Einwechselbank bemerkbar. Frust und Freude lagen zum furiosen Finale nur
Sekunden auseinander. Während bei der HSG nach dem letzten Pfostentreffer von
Kerstin Sommer Tränen flossen, kannte die Euphorie der Altenholzerinnen über
den Erfolg beim Abpfiff keine Grenzen.
TSV Altenholz: Böttcher, Schendel - Gehrke (3/1), Jessen
(2), Möller (2), Pohle (1), Probst (7), Reinecke (2), Schmidt (3/2), Schultz,
Kathrin Hansen (5).
HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Cornehl, Pulwitt - Gaber (3),
Gerlach, Gronau (6/4), Sonja Hansen (1), Reimers (8), Sommer (4), Sturm (2).
„KN vom 21.1.06“
TSV
Altenholz - HSG Holstein (Sbd., 15 Uhr, Meschkat-Halle)
Im Kampf um den Klassenerhalt sind die Kieler Klubs zum
Rückrunden-Auftakt der Handball-Oberliga unterschiedlich in Schwung gekommen.
Da die akute Abstiegsgefahr für die Frauen der HSG Holstein durch den Sieg im
Kellerduell gegen Aumühle erst einmal gebannt scheint, dürfen die
"Krabben" durchatmen und im Nachbarschaftsderby beim TSV Altenholz
ein bisschen befreiter aufspielen.
Die Altenholzerinnen sind im Großraum Kiel zwar klar die
neue Nummer eins, doch mit einem Prestigeerfolg beim Tabellendritten könnte
Holstein die früheren Machtverhältnisse wieder etwas gerade rücken. "Dank
der guten Form von Angela Gaber und Meike Gronau haben wir uns letzte Woche zum
Glück genügend Luft verschafft. Als Außenseiter haben wir gegen den TSVA
allerdings nur eine hauchdünne Chance, wenn alle gut drauf sind. Ich hoffe,
dass Wiebke Reimers und Kerstin Sommer langsam wieder an die Leistungen vor der
Winterpause anknüpfen", prophezeit HSG-Coach Fritz Sünkler einen heißen
Tanz. Mit Ines Böhrensen wurde eine Spielerin der zweiten Mannschaft
nachnominiert, die in der Deckung garantiert zupackt.
„KN–Eckernförder Teil vom 21.1.06“
Derby in Altenholz: "Sprotten verspeisen"
In den Handball-Oberligen sind einige Teams noch auf Formsuche
TSV Altenholz – Holstein Kiel/Kronshagen (Heute, 15 Uhr,
Edgar-Meschkat-Halle)
Der Titel ist wohl futsch. Die letzten theoretischen Träume der
Altenholzerinnen dürften mit der Niederlage in Lübeck geplatzt sein. Neben der
Vize-Meisterschaft wäre allerdings auch noch ein zweites Ziel aller Ehren wert.
Die Schützlinge von Sigurd Schreiber wollen zumindest im Kieler Einzugsgebiet
die Nummer eins bleiben. "Sprotten verspeisen macht immer Spaß. Holstein
gehörte schließlich seit Jahren stets zu besten Mannschaften in
Schleswig-Holstein. Eine Niederlage in diesem Nachbarschaftsduell wäre dagegen
schwer verdaulich. Das sollte Motivation genug sein", rührt
TSVA-Co-Trainer Norbert Hanisch verbal die Werbetrommel vor diesem prestigeträchtigen
Derby. Die Kluft in der Tabelle spricht für die drittplatzierten
Altenholzerinnen, doch im Kampf um den Klassenerhalt zeigte der kleine Kieler
Kader trotz Rang elf zuletzt den richtigen Biss. Zudem klafft beim TSVA auf der
linken Seite auf Grund der Ausfälle von Silke Probst (Muskelfaserriss) und
Kathrin Stajohann (Studienseminar) eine Lücke. "Egal, statt am Kreis ist
Nina Reinecke nun eben auf dem Flügel erste Wahl. Dieses Spiel ist reizvoll
genug. Nach dem Auswärtssieg in Kiel wollen wir auch in eigener Halle liebend
gern gewinnen", so Norbert Hanisch.
Punktspiel gegen TuS Aumühle-Wohltorf /
15.1.06
„Kieler Nachrichten vom 16.1.06“
Aumühle/Wohltorf - Kiel/Kronshagen 19:21 (11:8)
Kampf und Krampf war in einem typischen Kellerduell
Trumpf, bis dieser wichtige Erfolg der "Krabben" für das Minimalziel
Klassenerhalt feststand. "Wir haben uns das Leben mit einer hohen
Fehlerquote selbst viel zu lange unnötig schwer gemacht", meinte HSG-Coach
Fritz Sünkler. Immerhin stärkte Holsteins überragende Torhüterin Tatjana
Cornehl ihrer Mannschaft nicht nur den Rücken, sondern leitete zudem mit
präzisen Pässen auf Angela Gaber auch die Spielentscheidenden Treffer zum
Zittersieg ein. Vier Sekunden vor dem Abpfiff beruhigte Meike Gronau durch
einen verwandelten Siebenmeter die reichlich strapazierten Kieler Nerven.
HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Cornehl, Pulwitt - Gaber
(6), Gerlach, Gronau (5/1), Hansen (1), Reimers (4/2), Sommer (2), Gosch (1),
Wefer (2).
„Kieler Nachrichten vom 13.1.06“
Nach einem Seuchenjahr gute Vorsätze in der
Handball-Oberliga bei der HSG Holstein/Kronshagen
Konträrer als 2005 konnte die Entwicklung der Kieler Klubs
in der Handball-Oberliga wohl kaum sein. Während für die Frauen der HSG
Holstein nach dem Regionalliga-Abstieg das sportliche Seuchenjahr erneut mitten
im Kampf um den Klassenerhalt endete, dürfen die Männer des THW II als Neuling
zurzeit im gesicherten Mittelfeld der Tabelle platziert ob dieser
Zwischenbilanz ganz zufrieden sein. Gemeinsam sind immerhin die guten Vorsätze
für 2006, mit denen beide Mannschaften am Wochenende auswärts in die Rückrunde
starten wollen.
TuS Aumühle - Holstein (So., 16 Uhr)
"Alle sind froh, dass das alte Jahr vorbei ist",
resümierte HSG Holstein-Trainer Fritz Sünkler die verkorkste erste Halbserie.
"Der direkte Wiederaufstieg ist zwar als Saisonziel jetzt schon Utopie,
doch ich hoffe, dass es fortan jedenfalls kontinuierlich aufwärts geht." Angesichts
der personellen Probleme müssen sich die Holsteinerinnen mit dem kleinen
Restkader allerdings gewaltig nach einer kurzen Decke strecken. Ulla Bielefeld
(nach Wattenbek), Dajana Schulz, Agnieszka Szpila (beide unbekannt) und Sabine
Brinker (Schwangerschaft) stehen den Krabben nicht mehr zur Verfügung. Die im
Training umgeknickte Torjägerin Wiebke Reimers ist leicht am Knöchel lädiert.
Der Einsatz von Svenja Sturm scheint, beruflich bedingt, vakant zu sein.
Immerhin ist die Wechselsperre der früheren Owschlagerin
Julia Schüring abgelaufen, so dass die 17-jährige gegen die ebenfalls
abstiegsbedrohten Aumühlerinnen ihr Debüt geben wird. "Mein Kader ist zwar
klein, aber fein", findet Fritz Sünkler. Im Kellerduell hilft trotzdem nur
ein Sieg, wenn die Bäume im Sachsenwald wieder ein bisschen höher in den
Handball-Himmel wachsen sollen.
Punktspiel gegen TSV Neustadt / 17.12.05
„News TSV Neustadt vom 20.12.05“
Oberliga Frauen: Niederlage in letzter Sekunde
HSG Holstein Kiel/Kronshagen - TSV Neustadt 26:25 (13:12)
Das letzte Spiel der Hinrunde konnten
Neustadts Oberliga Frauen bei den „Krabben“ der HSG Holstein Kiel/Kronshagen
nicht für sich entscheiden. Der Regionalligaabsteiger zeigte sich keineswegs
mit dem Kopf in der am gleichen Tag stattfindenden Weihnachtsfeier, sondern
machte von Beginn an deutlich, dass er von seinem 11. Tabellenplatz aus nach
oben durchstarten will. So lag der TSV stets vom 1:0 in der 3. über 7:6 in der
15. zum 12:9 in der 28. Minute zurück, bevor mit schnellem Konter der 12:13-
Pausenrückstand hergestellt wurde. Ohne die erneut glänzend aufgelegte Diana
Schumacher im Tor, die insgesamt hervorragende 22 Bälle, davon einen
Siebenmeter hielt, wäre der Anschluss bereits in der ersten Halbzeit verpasst
worden.
Auch in der 2. Halbzeit blieb es weiter eng.
Der TSV ging dank seiner variablen Angriffsweise und sicherer Deckung in der
42. Minute erstmals seinerseits mit 19:17 in Führung. In eigener Überzahl
wurden dann jedoch durch Kiels omnipotente linke Seite mit Sommer und Gronau
erneut der Gleichstand kassiert. Banges zählen der Minuten beginnt. Bei 25:25
in der letzten Minute, die beide Trainer zum taktischen Ziehen der
Team-TimeOut-Karten nutzen, hatte Antje Möller mit einem Rückraumkracher den
Sieg in der Hand. Leider splitterte dieser lediglich die Kieler Latte. Im
Gegenstoß dann war Wiebke Reimers mit einem Durchmarsch in letzter Sekunde für
die Gastgeber erfolgreich und drückte den Ball zum 26:25 Endstand ins
Neustädter Netz.
Die Tore für den TSV erzielten: S. Markmann (8),
Lundius (7/3), S. Berndt (6), C. Markmann (2) sowie Möller und Jahrke (je 1).
„KN vom 19.12.05“
"Krabben" mit Kampferherz
Handball-Oberliga Frauen: Kiel siegt gegen Neustadt -
Owschlag auf Aufstiegskurs
Owschlag - Der Traum vom Marsch in die Regionalliga rückt
für die weiterhin übermächtigen Handballerinnen des TSV Owschlag als
Tabellenführer der Frauen-Oberliga unaufhaltsam näher. Derweil entdeckten die
"Krabben" der HSG Holstein Kiel/Kronshagen zur Krisenbewältigung
erfolgreich ihr Kämpferherz beim Finale des Jahres, um den drohenden Albtraum
eines erneuten Abstiegs zu verhindern.
Holstein Kiel/Kronshagen - TSV Neustadt 26:25 (13:12)
Grenzenloser Jubel bei Holstein. Nachdem die
Neustädterinnen Sekunden vor dem Schlusspfiff lediglich die Latte getroffen
hatten, bescherte Wiebke Reimers ihrer Mannschaft mit dem finalen Tor nicht nur
eine fröhliche Weihnachtsfeier, sondern auch die erhoffte Signalwirkung für
eine erfolgreichere Zukunft. "Ich glaube, dass
dieses Golden Goal uns das Glück zurückgebracht hat.
Kompliment für die kollektive Kampfkraft", kommentierte HSG-Coach Fritz
Sünkler den Handball-Krimi.
HSG Holstein: Cornehl, Pulwitt - Gaber (3), Gerlach,
Gronau (6), Hansen (1), Reimers (4), Sommer (9), Sturm (2), Gosch (1), Hauke.
Punktspiel gegen Lütjenburg-Dannau / 11.12.05
„KN vom 12.12.05“
HSG Holstein setzt Talfahrt weiter fort
SG Lütjenburg feiert dritten Sieg in Serie
SG Lütjenburg/Dannau - HSG Holstein 27:21 (9:8)
Während für die Lütjenburgerinnen auch am dritten Advent
das vorweihnachtliche Wunder mit einem Sieg weiterging, brennt bei Holstein der
Tannenbaum. Die Kielerinnen schweben nach dieser Niederlage im Kellerduell in
allerhöchster Abstiegsgefahr. Die Schützlinge von Hauke Seydler haben durch den
dritten Erfolg in Serie den Anschluss zum unteren Mittelfeld geschafft:
"Wenn man Ruhe und Nerven bewahrt, musste sich die Geduld irgendwann ja
auszahlen." Die HSG-Torjägerinnen konnten sich gegen die Abwehr der
Gastgeberinnen selten durchsetzen. Kerstin Sommer konnte die starke SG-Keeperin
Tanja Rathje nur sporadisch überwinden. Wiebke Reimers ging erstmalig in dieser
Saison leer aus. Wie man besser Druck macht, demonstrierte die Lütjenburgerin
Katrin Petersen mit zwölf "Buden". "Das war nicht mal
Bezirksliga-Niveau", zürnte Holstein-Coach Fritz Sünkler. "Bis auf
Maike Gronau hatte niemand Normalform. "
SG Lü/Da: Hartz, Rathje - Böttger (1), Bock (6), Anna Bunn
(1), Kristin Bunn, Conrad, Fliessner (2), Starkgraff, Tietjens (4), Wendland
(1), Zurek, Petersen (12/8).
HSG Holstein: Cornehl, Pulwitt - Gaber (5), Gerlach (1),
Gronau (7), Hansen (3), Reimers, Sommer (4), Sturm, Hauke(1).
Punktspiel gegen Oly.Neumünster / 4.12.05
„KN-Holsteiner Ausgabe vom 6.12.05“
Historische
Dimensionen
Handball-Oberliga
Frauen: Nach dem Sieg in Kiel herrscht bei Olympia beste Laune
Neumünster - Michael Schwarz ist Kieler. Aber er trainiert
einen Verein in Neumünster. Und was gibt es für einen Trainer also Größeres,
als in seiner Heimatstadt zu gewinnen? Nichts! Zumal der 23:21
(11:12)-Auswärtssieg der Oberliga-Handballerinnen des MTSV Olympia bei der HSG
Holstein Kiel/Kronshagen regelrecht historische Bedeutung hat.
Noch nie war es einer Olympia-Mannschaft gelungen, den
Kieler "Krabben" eine Niederlage beizupulen. Acht Versuche endeten in
acht Niederlagen. Mit familiärer Unterstützung von der Tribüne feierte Schwarz
einen Siege und gab seinem Team anstelle eines gemeinsamen
Weihnachtsmarkt-Besuchs in Neumünster gestern trainingsfrei.
Vor der Partie begannen erste psychologische Spielchen.
Holstein hatte nach mehreren Wochen erstmals wieder Agnieszka Szpila im
Aufgebot. Die Polin verdiente bis Ende 2003 zwei Jahre bei Olympia Neumünster ihr Geld - damals
noch in der Regionalliga. Am Sonntag gelang der 25-Jährigen nur ein Tor. Wohl
auch ein Verdienst der starken Torhüterinnen Marion Albrecht und Wiebke Dahme,
die Trainer Schwarz je eine Halbzeit spielen ließ. Anja Pulwitt, die ein Jahr
für Olympia spielte, kam nur für einen Siebenmeter bei den Kielerinnen zum
Einsatz. Hier ließ ihr Janine Herbst, die aus insgesamt sieben Versuchen sechs
Treffer erzielte, keine Chance.
"Das war blitzsauber", lobte Schwarz. In der
umkämpften Partie, in denen beide Teams abwechselnd führten, entschied eine
dramatische Schlussphase. "Ich habe den Mädels vor der Partie gesagt, die
letzten zehn Minuten sind unsere", meinte Schwarz. Es waren nur die
letzten fünf Minuten, dafür atemberaubende. Bei 20:21-Rückstrand traf erst
Andrea Petersen per Strafwurf zum Ausgleich, anschließend vollendete Jana
Reinert zwei Gegenstöße zum Gästeerfolg. "Ich hab' mir meine Tore für die
wichtigen Momente aufgespart", meinte Reinert, die aus der vorgezogenen
Abwehrformation ihre Schnelligkeit ausspielte.
Zur Belohnung gab's bei Mama und Papa "lecker
Essen" wie die 23-Jährige versicherte. Andere Spielerinnen wie Maren
Währer, Daniela Kuhlmann und Janina Wildner "glühten" auf dem Kieler
Weihnachtsmarkt schon einmal vor. "Aber nur mit Zuckerwatte, Kinderpunsch
und vier Kleinen", meinte Rückraumspielerin Wildner.
„Holsteinischer Courier vom 5.12.05“
Historischer Olympia-Erfolg
Drei Reinert-Treffer wenden beim 23:21 in Kronshagen
das Blatt.
Kronshagen - Es
ist ein Sieg, der zweifelsohne in die Handball-Historie von Olympia Neumünster
eingeht: Erstmals in der jüngeren Vereinsgeschichte bezwangen die "Frettchen"
ihren Dauerrivalen HSG Holstein Kiel/Kronshagen - mit einem 23:21 kehrte das
Schwarz-Team vom Frauen-Oberligaduell zurück.
Es war beileibe keine Glanzleistung, die dazu führte, dass
Olympia die schwarze Serie gegen den Rivalen beendete und nach acht Pleiten in
Folge den ersten Sieg herausholte. Dazu war vor allem die erste Viertelstunde
zu schlecht. Es war - und darüber freuten sich die 40 mitgereisten Fans
besonders - vielmehr der uneingeschränkte Wille, der zuletzt nicht immer zu
erkennen war.
Olympia spielt zunächst einfallslos und war nervös, das
erste Feldtor der Gäste fiel erst nach zehn (!) Minuten durch Katja Bente.
Ansonsten war es nur Janine Herbst, die ihr Team vom Siebenmeterpunkt aus drei
Mal jubeln ließ: 5:4 führten die "Krabben" zu diesem Zeitpunkt und
zogen sogar auf 8:4 weg (14.). Aber Olympia wusste, was die Stunde geschlagen
hatte, begann zu kämpfen und wurde immer mutiger, auch wenn nach wie vor viele
Pässe nicht ihr Ziel fanden. Zudem hatte sich die ungewohnte 5:1-Deckung inzwischen
formiert. Wiederum Bente markierte in der 25.Minute den 11:11-Ausgleich und mit
einem 12:11 für die HSG ging es in die Pause.
Aber die Körpersprache der ,,Frettchen'' beim Wiederanpfiff
sagte es voraus: Ein Sieg sollte her! Die Gäste drehten das Ergebnis auf 14:17
(45.), dann fühlte sich die HSG bei der Ehre gepackt. Es entwickelte sich ein
offener Schlagabtausch, der an Dramatik kaum zu überbieten war. Einige
merkwürdige einseitige Schiedsrichterentscheidungen brachten Olympia aus dem
Konzept und den Gegner wieder in Schlagdistanz, plötzlich hieß es 18:18 (51.).
Nun flatterten die Nerven auf beiden Seiten. Ausgerechnet die frühere
Olympianerin Agnieszka Szpila brachte Holstein durch ihren ersten Treffer mit
21:20 in Führung (57.). Dies war aber das letzte HSG-Tor. Und so wurde eine
MTSV-Spielerin zur Matchwinnerin, die ihre Sache bis dahin vor allem in der
vorgezogenen Deckung solide erledigt hatte: Jana Reinert. Drei Mal binnen 70
Sekunden blockte die Gästeabwehr einen Wurf ab, suchte mit einen, langen Pass
Reinert, die drei Gegenstöße zum 21:23-Endstand verwertete. Mit der
Schlusssirene brach pure Freude aus. "Wir waren heute eine Mannschaft, in
der jeder für den anderen alles gegeben hat", vergaß Trainer Michael
Schwarz im Siegestaumel die schwachen Momente seines Teams. Es sei ihm gegönnt
- so einen Sieg feiert man schließlich nicht alle Tage...
„KN vom 5.12.05“
Olympia entführte Punkte bei Holstein
HSG Holstein - Olympia NMS 21:23 (12:11).
Kampf war Trumpf im von Siebenmetern und Unterbrechungen
geprägten Nachbarschaftsduell. Bei wechselnden Führungen stand das Spiel bis
zur Schlussphase stets auf Messers Schneide. Beim 21:20-Zwischenstand gab es
nach einem Foul an der früheren Olympianerin Agnieszka Szpila keinen weiteren
Strafwurf für Holstein, kurz darauf kassierte Wiebke Reimers eine strittige
Zeitstrafe. Die Überzahl nutzten die Neumünsteranerinnen, um zwei Zähler zu
entführen. "Schade, wir haben den Favoriten lange geärgert. Ein Remis wäre
eigentlich gerechter gewesen", resümierte HSG-Trainer Fritz Sünkler. Neben
den lautstärkeren Fans in der Halle hatte der MTSV mit Marion Albrecht und
Wiebke Dahme auch die besseren Torhüterinnen im Prestigeduell.
HSG: Cornehl, Pulwitt - Gaber (3), Gerlach, Hansen (2),
Reimers (6/2), Sommer (6/3), Sturm (3), Szpila (1), Ziegler, Gosch, Haucke.
MTSV- Albrecht, Dahme - Bente (3), Goebel, Herbst (8/6),
Kuhlmann, Neu, Petersen (5/1), Reinert (3), Scheibenpflug, Währer, Wildner
(4/1), Veldkamp.
„Holsteinischer Courier vom 3.12.05“
Historischer Sieg?
Es war zu gemeinsamen
Regionalligazeiten das holsteinische Prestigeduell im Frauenhandball
schlechthin, morgen treffen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen und Olympia
Neumünster nach mehr als 21 Monaten nun wieder aufeinander – allerdings nur
noch in der Oberliga und unter verkehrten Vorzeichen.
Neumünster – Anpfiff in der
Sporthalle Kronshagen ist um 16:00 Uhr. Der Wind hat sich mächtig gedreht. Galt
Holstein seit den glorreichen Zeiten Anfang der 70er Jahre mit dem Gewinn der
deutschen Meisterschaft 1971 als Frauenhandball-Großmacht in
Schleswig-Holstein, ist dieser Glanz längst verloschen.
Im Jahre 1999 verabschiedeten
sich die „Krabben“ aus der 2.Bundesliga, und ein beispielloser personeller
Aderlass führte letztlich in diesem Sommer sogar zum Abstieg in die Oberliga.
Und auch in der vierten Liga hat die Mannschaft von Trainer Fritz Sünkler
durchaus ihre Probleme. Der momentane elfte Platz (8:12 Punkte) kann in der
Landeshaupstadt jedenfalls niemanden zufriedenstellen. Vor zwei Wochen stellte
Sünkler sogar in der Halbzeitpause der Partie gegen Leezen (6:15-Rückstand)
verärgert seinen Posten zur Verfügung. Die Reaktion seines Teams – es wird ein
Wiedersehen mit der ehemaligen MTSV-Torhüterin Anja Pulwitt geben – folgte
vergangene Woche mit dem 32:29 beim Mitabsteiger DGF Flensborg. Daheim gab es
hingegen erst einen Sieg: das 28:27 über TuS Aumühle/Wohltorf am ersten
Spieltag.
Olympia steht indes durch den
jüngsten Erfolg über den TuS Lübeck (21:14) nach wie vor auf Rang 2 (15:5
Punkte) und geht daher sogar leicht favorisiert auf die Platte. „Das denke ich
nicht. Vom Potenzial her müsste Holstein viel weiter oben spielen“, entgegnet
jedoch Olympias Urgestein Andrea Petersen und sagt: „Wir haben Respekt vor dem
Rückraum.“ Ob dort die zuletzt kürzer tretende MTSV-Akteurin Agnieszka Szpila
aufläuft, bleibt abzuwarten. Überhaupt grummelt es ganz treuen Olympia-Fans im
Magen. Schließlich ging Holstein/Kronshagen in allen acht Regionalligaduellen
zwischen 2000 und 2004 als Sieger vom Platz. Gelingt morgen ein historischer erster
Sieg gegen die „Krabben“?
Es fehlen: eventuell Janine
Herbst (hat nach ihrer Knieverletzung erst einmal leicht trainiert) und Silja
Neu (Grippe).
„KN vom 2.12.05“
Holstein-"Krabben“ kommt Olympia Neumünster gerade
recht
HSG Holstein - Olympia Neumünster (So., 16.30 Uhr)
Nach dem Sieg in Flensburg mit neuem Selbstvertrauen
ausgestattet, wollen die "Krabben" nun dem zweitplatzierten Favoriten
aus Neumünster das Fürchten lehren. "Vielleicht kommt dieses Spiel gerade
zum richtigen Moment. Olympia war in den letzten Wochen doch etwas anfälliger
und meine Spielerinnen ganz gut drauf", äußert sich Holstein-Trainer Fritz
Sünkler optimistisch. Sollten "Schneeflocke" Kerstin Sommer,
Torjägerin Wiebke Reimers und Regisseurin Svenja Sturm wieder in Top-Form auf
Wolke sieben schweben, könnte eine kleine Überraschung möglich sein. Aushilfe
Sylke Hansen kehrt allerdings in die Bezirksliga-Reserve zurück. Torhüterin
Anja Pulwitt plagt noch eine Grippe.
„KN-Holsteiner Ausgabe vom 2.12.05“
Zeit für das Ende einer schwarzen Bilanz
Handball-Oberliga Frauen: Gewinnt Olympia endlich
gegen Kiel/Kronshagen?
Neumünster - Schwärzer kann eine
Bilanz wohl nicht sein: Achtmal standen sich Olympia Neumünster und die HSG
Holstein Kiel/Kronshagen zwischen November 2000 und Februar 2004 in der
Regionalliga gegenüber. Achtmal ging der Sieg an die Kieler
"Krabben". Jetzt folgt am Sonntag (16.30 Uhr, Halle Kronshagen) die
erste Auflage in der Handball-Oberliga Frauen.
Diese Serie interessiert
"Krabben"-Trainer Fritz Sünkler nicht, er schiebt Olympia die
Favoritenrolle zu. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga hat sich das Team noch
nicht auf der Schleswig-Holstein-Ebene akklimatisiert. Gerade acht Punkte aus
zehn Spielen sind bisher für den Tabellenelften herausgesprungen - zuletzt gab
es vier Heimniederlagen in Folge. Das eigentliche Ziel vom sofortigen
Wiederaufstieg hat Sünkler schon relativiert. "Wir müssen erst zwei-,
dreimal hintereinander gewinnen, um da unten rauszukommen", sagt der
Coach.
Wahrscheinlich wird er auf die beiden
Ex-Olympianerinnen, die bei den "Krabben" angeheuert haben,
verzichten müssen. Agnieszka Szpila, die ihr Geld inzwischen als
Fitnesstrainerin und nicht mehr als hauptberufliche Handballspielerin verdient,
ist zeitlich stark eingeschränkt, während Torhüterin Anja Pulwitt eine Grippe
matt gesetzt hat. Dazu fehlen Sabine Brinker, Julia Schüring und Dajana Schulz,
die den Klub verließ.
Dagegen vermeldet Olympias
Trainer Michael Schwarz eine komplette Besetzung. Sogar Janine Herbst, die sich
am vergangenen Sonnabend kleine Faserrisse in der Kniekehle zuzog, wird nach
einer kurzen Trainingspause wieder ins Geschehen eingreifen können. Der
Tabellenzweite will sich deshalb voll ins Zeug legen, um endlich einmal gegen
Holstein gewinnen zu können. "Das
wird doch wirklich einmal Zeit" sagt Schwarz. Ein Erfolg in Kiel ist auch
der Traum von Andrea Petersen. Sie ist im Übrigen die einzige Spielerin bei
Olympia, die schon einmal gegen die Kielerinnen gewann. Das war beim
Einladungsturnier um den Fielmann-Cup 1997. Lange ist´s her ...
Punktspiel gegen DGF Flensborg / 26.11.05
„Flensburger Tageblatt vom 28.11.05“
DGF-Frauen fehlte die „richtige Einstellung“
Erfolgsserie gestoppt: Flensburger 29:32-Niederlage gegen
HSG Holstein Kiel /Kronshagen
Flensburg - Nach zuletzt 7:1 Punkten unter
Interimstrainerin Maike Heinz-Sommer kassierten die Handball-Frauen von DGF
Flensburg wieder eine Niederlage. Gegen die HSG Holstein Kiel/ Kronshagen
verlor der Oberligist verdient mit 29:32 (15:15). Der Anschluss ans obere Tabellendrittel
wurde dadurch verpasst. "Kiel wollte unbedingt gewinnen und hatte den
größeren Siegeswillen. Unsere Einstellung müssen wir in Zukunft verbessern, um
solche Spiel gewinnen zu können"" stelle Heinz-Sommer klar.
In den ersten Minuten lief alles nach Plan für den
Regionalliga-Absteiger. Aus einer sicheren Deckung heraus gelangen leichte
Kontertore und auch im Angriff spielte DGF frei auf. Bei einer besseren
Chancenverwertung wäre sogar mehr als das 8.3 möglich gewesen. "Danach
haben wir den Faden verloren und es Kiels Angriff zu leicht gemacht",
bemängelte die Trainerin. So schmolz der Vorsprung dahin. Über 5:10 kamen die
Gäste auf 9:10 heran und witterten ihre Chance, die sie zum 11:11-Ausgleich
nutzten. Bis zur Pause wechselte die Führung hin und her.
Dieses Spiel setzte sich dann auch zu Beginn der zweiten
30 Minuten fort. Dann legte Holstein nach zehn Minuten drei Tore vor und gab
diesen Vorsprung nicht mehr ab. Dies lag vor allem an der aggressiveren Deckung
der Gäste. Zwar stemmte sich Katrin Lucht (9 Tore) gegen die Niederlage, doch
das war zu wenig. "Wenn alle so gekämpft hätten, wäre das Spiel sicher
anders ausgegangen", meinte Heinz-Sommer.
DGF Flensburg: Leopold, Koch - Quäck, Hupfeld (3), Lucht
(9), Behncke (2), Sörensen (11), Terkelsen, Kräber, Timm (4), Ottens-Herrmann.
Haupttorschützen Kiel: Sommer (12), Reimers (8).
„Kieler Nachrichten vom 28.11.05“
HSG Holstein punktete im Keller der Handball-Oberliga der
Frauen
DGF Flensborg - HSG Holstein 29:32 (15:15)
Nach zuletzt drei Niederlagen schmeckte das Sieger-Bier
wieder. Obwohl es bis zum 5:10-Zwischenstand gar nicht gut aussah, beendeten
die "Krabben" fortan ihre Durststrecke bei der DGF. Für die glücklose
Torhüterin Anja Pullwitt sowie die beiden etwas indisponierten Feldspielerinnen
Annika Gerlach und Meike Gronau wechselte HSG-Trainer Fritz Sünkler mit
Ersatzkeeperin Tatjana Cornehl, Svenja Sturm und Kerstin Sommer den Erfolg ein.
Sturm führte glänzend Regie und Sommer tanzte mit 13 Toren wie eine
Schneeflocke durch die Flensburger Abwehr. "Dieser Sieg ist super für die
Moral. Der Teamgeist stimmt, sonst hätten wir das Spiel nicht mehr
umgebogen", meinte Fritz Sünkler.
HSG Holstein: Cornehl, Pulwitt - Gaber (3), Gerlach
Gronau, Sonja Hansen (3), Sylke Hansen (2), Reimers (8/3), Sommer (13), Sturm
(3), Gosch.
„Flensborg AVIS vom 28.11.05“
DGF Flensborg kassierte gegen Holstein
Kiel seine erste Heimniederlage in der laufenden Saison.
FLENSBURG - Nach einer guten Serie von drei Siegen und
einem Remis in Folge, mussten die Frauen vom Dansk Gymnastik Forening (DGF)
Flensborg am 10. Oberliga-Spieltag gegen die HSG Holstein-Kronshagen wieder mit
29:32 eine Niederlage hinnehmen.
Gegen das Team aus der Landeshauptstadt präsentierte sich
der SdU-Vertreter (Sydslesvigs danske Ungdomsforeninger) lediglich in der
Anfangsphase stark, danach verflachte das Niveau auf Flensburger Seite. »Nach
einer Viertelstunde lief bei uns gar nichts mehr zusammen«, bemerkte auch
Trainerin Maike Heinz-Sommer. Aus einer 10:5-Führung (13.) wurde binnen weniger
Minuten ein 13:14-Rückstand (26.). In der Folgezeit zeigten nur noch Tina
Sørensen und Kathrin Lucht Normalform. Torhüterin Julia Leopold hatte ebenfalls
keinen glücklichen Tag erwischt und bekam kaum einen Ball zu fassen. Die Gäste
gefielen dagegen durch eine solide kämpferische Leistung. Aus dem Kieler
Kollektiv ragten Wiebke Reimers (acht Tore) und Kerstin Sommer (12 Tore)
heraus.
Ähnlich konfus wie gegen Ende des ersten Spielabschnitts
kam DGF aus der Kabine. Die Zuschauer in Idrætshallen waren teilweise erstaunt
darüber, dass nicht etwa die Gastgeber das Tempo machten, sondern die Kieler
mehr und mehr dominierten. Nach dem erstmaligen Drei-Tore-Vorsprung für
Holstein, konnte DGF nicht mehr den Anschluss finden. Selbst tolle Würfe, wie
beispielsweise ein fulminanter Treffer von Steffi Behncke aus zehn Metern in
den Torwinkel (52.), brachten nicht mehr die erhoffte Wende. »Uns fehlte
einfach der Biss um den Spieß noch einmal umzudrehen«, fasste Maike Heinz-Sommer
nach dem Kräftemessen mit den Kielerinnen zusammen.
Zu loben waren die Unparteiischen, die das Spiel mit einer
rigorosen Linie gut unter Kontrolle hatten und in ihren Entscheidungen zudem
durch eine angenehm gerechte Kontinuität überzeugten.
DGF Flensborg: Leopold, Koch (ab 30.) – Hupfeld 3, Lucht
9/1, Behncke 2, Terkelsen, Sørensen 10/2, Kräber, Jacobsen, Timm 5.
HSG Holstein-Kronshagen: Cornehl – Gaber 4, Reimers 8/4,
Sommer 12/1, Sonja Hansen 2, Sylke Hansen 2, Sturm 4, Gronau, Gosch.
Zuschauer: ca. 50
Spielfilm: 1:0 (1.), 8:3 (9.), 10:5 (13.), 12:11 (22.),
15:15 (30.), 17:16
(33.), 18:21 (39.), 23:25 (49.), 29:32 (60.)
Punktspiel gegen BW Leezen / 20.11.05
„Segeberger Zeitung vom 22.11.05“
Grandiose
erste Halbzeit
Oberliga: BW Leezen 30:22 gegen HSG Kiel-Kronshagen
Leezen -
Gegensätzlicher hätte die Gefühlswelt der beiden Trainer nicht sein können.
Während Reiner Reusch, Co-Trainer der Oberliga-Handballerinnen von Blau Weiß
Leezen, strahlte und von der besten Halbzeit seiner Mannschaft schwärmte, war
sein Gegenüber Fritz Sünkler bereits nach 30 Minuten bedient. Der Coach der
HSG Holstein Kiel/Kronshagen drohte seinen Spielerinnen während der Pause mit
dem sofortigen Rücktritt. Die Gäste rissen sich dann auch ein wenig zusammen,
doch am Ende hatte sich Blau-Weiß Leezen souverän mit 30:22 (15:6) durchgesetzt.
Der
Grundstein für den Erfolg, mit dem die Leezenerinnen ihre Saisonbilanz auf
10:8 Punkte verbesserten, wurde in der Abwehr gelegt. Der Deckungsblock stand
felsenfest. Fanden die Kielerinnen einmal eine Lücke, präsentierte sich
Schlussfrau Kim-Sarah Dehmel als sicherer Rückhalt ihrer Mannschaft. "Nur
sechs Gegentore in den ersten 30 Minuten sind das Resultat von Kim-Sarahs
sehr gute Leistung", sparte Mitspielerin Svenja Davids nicht mit Lob für
ihre Keeperin.
In der
zweiten Halbzeit ließen es die Leezenerinnen lockerer angehen und leisteten
sich so manchen Ballverlust. Das nutzten die Kielerinnen dazu, ein wenig vom
Rückstand abzuknabbern. Doch dann drehte vor allem Mareike Stockrahm auf. Ein
ums andere Mal brach die ehemalige Kreisläuferin, die in den Rückraum
zurückbeordert worden ist, durch die Gästedeckung. Zudem entnervte Svenja
Lassen den Gegner mit ihren Tempogegenstoßtoren. "Das war eine runde
Sache", freute sich Svenja Davids nach dem dritten Sieg im dritten
Heimspiel.
BW
Leezen: Kim-Sarah Dehmel, Tabea Rickert - Svenja Lassen (12/5), Mareike
Stockrahm (8), Anja Fahrenkrog (4), Svenja Davids, Madleine Stolten, Darinka
Krause (je 2), Stefanie Danger, Natalie Tonn.
„Hamburger Abendblatt vom 22.11.05“
LEEZEN - Das
war die bisher beste Halbzeit, die ich von euch in dieser Saison gesehen
habe", lobte Reiner Reusch, Co-Trainer der Oberliga-Handballerinnen von
Blau-Weiß Leezen, seine Spielerinnen nach dem 30:22 (15:6)-Heimsieg gegen die
HSG Holstein Kiel/Kronshagen.
Entsprechend ausgelassen war die Stimmung in der Leezener
Amtssporthalle. Das dritte Herren-Fußballteam des Leezener SC betätigte sich
auf der Tribüne als Stimmungsmacher, die Mädels auf dem Parkett spielten sich
in einen Rausch. Die Abwehr der Gastgeberinnen arbeitete nahezu perfekt. Der
Mittelblock war unüberwindbar, und Torfrau Kim-Sarah Dehmel parierte mehr als
ein Dutzend Bälle, darunter fünf Strafwürfe. Im Angriff fand Mareike Stockrahm
immer wieder den Weg durch die Kieler Deckung.
"Leider hatten wir im Gefühl des sicheren Sieges im
zweiten Abschnitt erhebliche Konzentrationsschwächen, unser Erfolg war aber nie
gefährdet", so Teamsprecherin Svenja Lassen, die zwölfmal traf.
Spielverlauf: 1:0, 1:2, 7:2, 9:4, 15:4, 15:6 - 17:7,
20:12, 21:14, 24:15, 24:18, 28:22, 30:22.
Die Tore von Blau-Weiß Leezen: Svenja Lassen (12/5
Siebenmeter), Mareike Stockrahm (8), Anja Fahrenkrog (4), Svenja Davids,
Madleine Stolten, Darinka Krause (je 2).
„Kieler Nachrichten vom 21.11.05“
Das letzte Kieler Aufgebot stand auf verlorenem Posten. Da
Linksaußen Sabine Brinker aus gesundheitlichen Gründen ab sofort für den
weiteren Saisonverlauf nicht mehr zur Verfügung steht und Kreisläuferin Dajana
Schulz am Freitag freiwillig das Handtuch bei Holstein warf, endete eine
turbulente Woche bei den "Krabben" mit dem traurigen Tiefpunkt. Die
erste Halbzeit war schlichtweg desolat. HSG-Trainer Fritz Sünkler musste in der
Pause sogar mit seinem Rücktritt drohen, um die Mannschaft zu mehr Moral und
Engagement zu motivieren.
HSG Hol/Kro: Pulwitt - Gaber (3), Gerlach, Gronau (8/1),
Hansen (1), Reimers (4), Sommer (5/2), Gosch (1), Wefer.
Punktspiel gegen TuS Lübeck 93 / 13.11.05
„Lübecker Nachrichten vom 17.11.05“
Mit dem ersten Auswärtserfolg und dem dritten Sieg in
Folge setzten sich die Oberliga-Handballerinnen des TuS Lübeck 93 nach dem
21:20 (12:8) bei Holstein Kiel/Kronshagen auf dem fünften Tabellenplatz fest.
Fast die gesamte Zeit haben wir deutlich geführt, aber am Ende nur knapp
gewonnen", musste Co-Trainer Sören Manthey vor dem engen Zieleinlauf nach
dem 21:16 (56.) noch bangen. TuS hatte das Spiel ab dem 3:3 (9.) mit guter
Abwehrarbeit und geringer Fehlerquote im Angriff bestimmt und zur Pause ein
12:8 vorgelegt. Alle Mädels waren gut drauf, doch am Ende zeigte Kiel viel
Kampfgeist und es wurde in einer unübersichtlichen Schlussphase noch mal hektisch",
freute sich Manthey über das Happy-End, an dem auch Nicole Böge mit zehn
Strafwurf-Toren einen großen Anteil hatte.
Weitere Treffer erzielten Melahn (5/2), Deecke (3),
Piesker (2) und Schrader (1).
„Kieler Nachrichten vom 14.11.05“
Holstein/Kronshagen -, TuS Lübeck 20:21 (8:12)
Die Krabben konnten nie an die gute Leistung gegen Owschlag anknüpfen und
rutschen tiefer in den Abstiegssumpf. Erst als das Spiel beim
16:21-Zwischenstand (51.) schon für Lübeck entschieden schien, entdeckten die
Holsteinerinnen wenigstens ihr Kämpferherz.
Holstein/Kronshagen: Cornehl, Pulwitt - Brinker (2), Gaber, Gerlach (1), Gronau
(4), Hansen, Reimers (6), Schulz, Sommer (7).
Punktspiel gegen TSV Owschlag / 10.11.05
„Landeszeitung vom 12.11.05“
Handball-Oberliga der Frauen: Nach Sieg über Holstein nun nach Neustadt
Owschlag – Dritter
Auswärtssieg für die Oberliga-Handballerinnen des TSV Owschlag. Das
Nachholspiel bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen entschied der Tabellenführer
mit 27:22 (14:12) für sich. Beide Mannschaften waren in der Anfangsviertelstunde stets
gleichauf. In einer temporeichen Partie ermöglichten leichte Unaufmerksamkeiten
in der Owschlager Abwehr eine Holsteiner 10:7-Führung (19.). Doch die
Kuhlmann-Truppe stellte die Abwehr um, agierte nun offensiver und stand mit der
starken Torhüterin Carmen Frahm jetzt sicherer. Mit sechs Treffern in Folge
wurde die Partie beim 13:10 (27.) gedreht.
Nach
dem Wechsel nahm der „Owschlag-Express“ gleich volle Fahrt auf und ließ Kiel
nicht mehr entscheidend herankommen. Vor allem die von Buxtehude zum TSV
gewechselte Ina-Lena Elwardt bot eine Galavorstellung und erzielte sieben Tore.
Bereits
heute um 18:15 Uhr folgt das Gastspiel beim TSV Neustadt (Gogenkrog Halle).
„Dort zu gewinnen wird sicherlich eine ganz harte Nuss. Aber immer, wenn wir
gefordert sind, erbringen wir unsere besten Leistungen“, sieht Kuhlmann seine
Mannschaft leicht im Vorteil.
TSV Owschlag: Frahm ; Seubert - Linke; Fischer (7);
Stolley (3); Dahl (2); Elwardt (8), Zastrow (3); Bock; Waskow (4/3); Otruba.
„Kieler Nachrichten vom 12.11.05“
In der Handball-Oberliga der Frauen läuft alles auf einen
Zweikampf um die Herbstmeisterschaft hinaus. In den Nachholspielen setzte sich
Spitzenreiter TSV Owschlag bei der HSG Holstein/TSV Kronshagen souverän durch.
Der Tabellenzweite Olympia Neumünster blieb im Verfolgerduell gegen den TSV
Altenholz erfolgreich.
"Wir wussten, dass Holstein uns alles abverlangen
würde", resümierte der erleichterte TSVO-Trainer Stefan Kuhlmann nach dem
Schlusspfiff. Obwohl die "Krabben" mit Torjägerin Wiebke Reimers,
Rechtsaußen Angela Gaber und Spielmacherin Annika Gerlach gut aufgelegt waren,
geriet der insgesamt siebte Sieg des Spitzenreiters in Serie zwischenzeitlich
nur kurz in Gefahr. Bei den "jungen Wilden" aus Owschlag überzeugte
nicht nur Torhüterin Carmen Frahm als starker Rückhalt, auch die wieselflinke Lone
Fischer und die herausragende Ina-Lena Elwardt zeigten große Spiellaune.
"Unsere beste Saisonleistung hat nicht gereicht. Der Top-Favorit auf den
Titel ist einfach eine Klasse für sich" meinte HSG-Coach Fritz Sünkler.
Mit der gleichen Einstellung sowie einem ähnlichen
Engagement wollen die Kielerinnen morgen (16.30 Uhr, Suchsdorfer Weg) ins
Heimspiel gegen den TuS Lübeck
gehen, um bald wieder höhere Oberliga-Regionen anpeilen zu
können.
HSG: Cornehl, Pulwitt - Brinker (2), Gaber (5), Gerlach
(1), Gronau (1), Hansen (3), Reimers (7), Schulz, Sommer (2), Sturm (1),
Ziegler.
TSVO: Frahm, Seubert - Bock, Dahl (2), Elwardt (8),
Fischer (7), Linke, Otruba, Schulz, Stolley (3), Waskow (4/3), Zastrow (3).
„KN-online vom 12.11.05“
Owschlag
ist derzeit eine Klasse für sich
Owschlag – In der Frauen-Oberliga läuft im Hinblick auf
die Handball-Herbstmeisterschaft alles auf einen Zweikampf hinaus. In den
Nachholspielen vom Donnerstagabend setzte sich Spitzenreiter TSV Owschlag bei
der HSG Holstein durch. Der Tabellenzweite MTSV Olympia Neumünster war im
Verfolgerduell gegen den TSV Altenholz erfolgreich.
HSG Holstein – TSV Owschlag 22:27
"Wir wussten, dass Holstein uns alles abverlangen würde", resümierte
TSVO-Trainer Stefan Kuhlmann erleichtert. Obwohl die "Krabben" gut
aufgelegt waren, geriet der siebte Sieg des Spitzenreiters aus Owschlag
trotzdem selten in Gefahr. Dafür sorgte bei den Owschlagerinnen nicht nur Torhüterin
Carmen Frahm, sondern auch eine wieselflinke Lone Fischer und die herausragende
Ina-Lena Elwardt. "Unsere beste Saisonleistung hat nicht gereicht. Der
Top-Favorit auf den Titel ist einfach eine Klasse für sich", meinte
Holstein-Coach Fritz Sünkler.
Die Konkurrenz stellt sich daher die Frage: Wer soll die Owschlagerinnen
eigentlich noch schlagen? "Neustadt ist ein potenzieller Kandidat. Sehr
heimstark und eine verdammt harte Nuss", warnt TSVO-Trainer Stefan
Kuhlmann vor dem heutigen Auswärtsspiel um 18.15 Uhr beim TSV Neustadt.
TSV Owschlag: Frahm, Seubert – Bock, Dahl (2), Elwardt (8), Fischer (7), Linke,
Otruba, Schulz, Stolley (3), Waskow (4/3), Zastrow (3).
„Landeszeitung vom 10.11.05“
In
einem Nachholspiel der Handball-Oberliga der Frauen muss Tabellenführer TSV
Owschlag heute bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen antreten. Owschlag –
Englische Woche für den TSV Owschlag in der Handball-Oberliga der Frauen. Nach
den sechs Siegen und der damit verbundenen Tabellenführung stehen in dieser
Woche zwei schwere und richtungweisende Auswärtsspiele auf dem Programm. Heute
um 19.30 Uhr in der Sporthalle Kronshagen wird die Partie des vierten Spieltags
gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen nachgeholt. Zwei Tage später gastieren
die Owschlagerinnen beim TSV Neustadt.
Da
am vergangenen Sonntag Lokalrivale HSG Hamdorf/Breiholz keine Schützenhilfe
gegen TSV-Verfolger Olympia Neumünster leisten konnte, darf sich die Truppe von
Trainer Stefan Kuhlmann keineswegs auf ihren bisherig erworbenen Lorbeeren
ausruhen. Bei der heutigen Nachholpartie gegen die Kieler „Krabben“ hofft
Kuhlmann daher auf den dritten Auswärtssieg: „Holstein spielt in dieser Saison
weit hinter seinen Möglichkeiten. Aber irgendwann werden sie den Hebel umlegen.
Wir werden alles dafür tun, damit dies nicht ausgerechnet gegen uns passiert.“
Der
Regionalligaabsteiger aus der Fördestadt hat sich den direkten Wiederaufstieg
auf die Fahnen geschrieben, hinkt jedoch mit 6:6-Punkten und Tabellenplatz neun
dem gesetzten Saisonziel weit hinterher. Die Kielerinnen sind also zum punkten
verdammt, um ihrem Anspruch wenigstens einigermaßen gerecht zu werden.
In Owschlag hat man dank des optimalen Saisonstarts genügend Selbstbewusstsein
und Energie getankt, um auch in Kiel bestehen zu können. „Wir wissen, wie wir
auftreten können und müssen. Das Ziel muss es sein, über eine einsatzfreudige
und konsequente Abwehr zum Erfolg zu kommen“, sieht Kuhlmann die Aufgaben
seines Teams klar verteilt. Der TSV Owschlag ist heiß auf seinen ganz
persönlichen „Krabbencocktail“ heute Abend.
Punktspiel gegen GHG Hahnheide / 5.11.05
„Kieler Nachrichten vom 7.11.05“
GHG Hahnheide - HSG Holstein Kiel/Kronshagen 17:19 (8:9)
Eigentlich wähnten sich die Kielerinnen beim punktlosen
Schlusslicht dank des beruhigenden 18:14-Vorsprungs schon auf der Siegerstraße.
Als Holstein-Coach Fritz Sünkler seinen gerade grippal genesenen
Deckungsspezialistinnen Meike Gronau und Annika Gerlach eine Pause gönnte,
kamen die Krabben in Trittau doch noch fast aus dem Tritt. Bis zum
17:18-Anschlusstreffer stürzten die Gastgeberinnen den Gegner plötzlich in
viele Verlegenheiten, doch dank des erlösenden Treffers von Wiebcke Reimers zum
19:17-Sieg strauchelte die HSG letztlich nicht.
HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Cornehl, Pulwitt - Brinker
(2), Gaber (1), Gerlach (3), Gronau (6/5), Hansen, Reimers (6/3), Schulz,
Sommer (1), Szpila.
„Spielbericht GHG Hahnheide vom 7.11.05“
Abwehr stark! Angriff schwach!
Das einstige Sorgenkind, die Abwehr, mausert sich langsam
aber sicher zum Paradestück unserer Oberliga-Frauen. Insbesondere Claudia
Wallnig erweist sich, wie schon in der gesamten Aufstiegsrunde, mehr und mehr
als die feste zentrale Größe im offensiven Abwehrverband. Schade nur, dass sich
die erfolgreiche Aufarbeitung der einstigen Defensivschwäche, nicht auch
positiv auf die Offensivleistungen unserer Mannschaft auswirkte. Mit der schwächsten
Angriffsleistung seit Saisonbeginn verspielte man gegen die HSG Kiel/Kronshagen
den möglichen ersten Punktgewinn und musste erneut, wenn auch knapp, eine
Niederlage einstecken. Lediglich Claudia Burmeister, Dörte Möller und Halina
Hennings nutzten ihre Stärken im Spiel 1 gegen 1 zu erfolgreichen Durchbrüchen,
waren dabei allerdings zumeist auf sich allein gestellt. Darüber hinaus verwarf
man gleich 4 Siebenmeter und das bei jeweils knappen Zwischenständen.
Dies nutzten die Kielerinnen um sich Mitte der 2. Halbzeit
auf 16:11 abzusetzen. Nach dieser Phase verlor man leider mit Claudia
Burmeister (Rot nach 3x2 Minuten) auch noch eine der effektivsten Rückraumspielerinnen.
Doch eine Auszeit und einige klärende Worte des Trainers sorgten dafür, dass
unsere Mannschaft sich noch einmal steigerte und 2 1/2 Minuten vor Schluss
wieder den 17:18 Anschluss herstellte. Doch anstatt jetzt vehement auf die
Entscheidung zu drängen reichte jede Spielerin den Ball und die Verantwortung
weiter und vertändelte so einen noch möglichen Erfolg. Der unnötige Treffer zum
17:19 brachte dann 30 Sekunden vor Schluss schon die Vorentscheidung zu Gunsten
der Kielerinnen, die ihren Sieg anschließend lautstark feierten.
Letztlich bleibt festzuhalten, dass nur 11 Treffer in 47
Minuten schlicht und ergreifend ein Armutszeugnis sind und das damit die
ausgezeichnete Deckungsarbeit zu einem Muster ohne Wert verkommt. Bedenkt man,
dass diese schwache Angriffsleistung dennoch fast gereicht hätte um wenigstens
einen Punkt zu ergattern, weiß man, welch große Chance man wieder einmal
leichtfertig vertan hat.
Die Torschützen: Claudia Burmeister (8/4), Dörte Möller
(4/2), Halina Hennings (2), Petra Gegner (1), Claudia Wallnig (1), Katrin
Niemeier (1)
Weiter dabei: Andrea Budziszewski (TW, 1.-37. Min./ 2 x 7m pariert), Sandra
Pfalzgraf (ab 37. Min./ 1x 7m pariert), Carolin Richter (TW, n.e.), Britta Möller,
Johanna Harnack, Janicke Bielfeldt, Jana Eschbacher
Beste Spielerinnen: Claudia Burmeister, Claudia Wallnig
Spielfilm: 1:2 (8.), 4:5 (15.), 7:7 (24.), 8:9 (30.) - 9:10 (34.), 10:13 (40.),
11:16 (47.), 14:16 (50.), 15:18 (55.), 17:18 (58.), 17:19 (60.)
„Hamburger Abendblatt vom 9.11.05“
Trittau - Für
den sieglosen Aufsteiger GHG Hahnheide war am siebten Spieltag der
Handball-Oberliga mal wieder mehr drin, als den letzten Tabellenplatz zu
verteidigen. Doch beim 17:19 (8:9) gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen
neutralisierten die Stormarnerinnen ihre starke Deckungsleistung mit einem ganz
schwachen Offensivauftritt. "Das kann nicht sein, daß wir uns in der
Abwehr so steigern, dafür aber alles andere vergessen", sagte Trainer Ingo
Naths. "Diese Partie hätten wir nicht verlieren dürfen."
Die offenkundige Verunsicherung des mit hohen Zielen
gestarteten und als Neunter hart auf dem Boden der Realität gelandeten
Regionalliga-Absteigers wußten die Trittauerinnen nicht zu nutzen, bekamen
ihrerseits die Anfangsnervosität bis zur Pause nicht in den Griff, statt aus
ihrer sicheren Abwehr Selbstvertrauen zu schöpfen. "Da war kein Mut, da
war keine Risikobereitschaft", sagte Naths. Von Konterspiel, einst die
große Stärke des Teams, nichts zu sehen. Weil die einfachen Tore fehlten,
fielen vier verworfene Siebenmeter um so schwerer ins Gewicht.
Erst eine deutliche Ansprache von Naths während einer
Auszeit in der 47. Minute verhinderte, daß ein 11:16-Rückstand bereits die
Vorentscheidung war. Bitter, daß Leistungsträgerin Claudia Burmeister vier
Minuten später nach einer unnötigen Aktion die dritte Zeitstrafe kassierte und
auf die Tribüne mußte - zuvor hatte sie im Alleingang auf 14:16 verkürzt. Immerhin:
Ohne ihre neben der abwehrstarken Claudia Wallnig beste Spielerin bäumte sich
die GHG noch einmal auf, kam von 14:18 auf 17:18 heran, ehe ein unnötiger
Ballverlust den entscheidenden letzten Treffer einleitete.
"Daß es trotz des erschreckend schwachen Angriffs
beinahe noch zu einem Punkt gereicht hätte, zeigt ja, welch große Chance wir
vertan haben", sagte Naths. Der Tabellenachte DGF Flensborg wird es den
Stormarnerinnen in deren Auswärtsspiel am kommenden Sonntag (13 Uhr) sicher
nicht so einfach machen.
Die Tore der GHG Hahnheide erzielten: Claudia Burmeister
(8/4), Dörte Möller (4/2), Halina Hennings (2), Petra Gegner, Claudia Wallnig
und Katrin Niemeier (je 1).
„SHZ vom 9.11.05“
Trittau - Die GHG Hahnheide ist in der Handball-Oberliga
der Frauen noch immer nicht so richtig angekommen. Auch das siebte Spiel ging
für den Aufsteiger aus Stormarn verloren. Gegen die HSG Holstein Kiel/TSV
Kronshagen hatte das Team von Trainer Ingo Naths mit 17:19 (8:9) das Nachsehen
und ziert mit 0:14 Punkten weiter das Tabellenende. Nur die SG
Lütjenburg/Dannau (ebenfalls noch ohne Punktgewinn) ist zur Zeit in Reichweite
der Trittauerinnen.
"Hinten hui - vorne pfui", auf diese kurze Formel lässt sich die
Vorstellung der GHG gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner aus der
Landeshauptstadt bringen. "Meine Abwehr hat mit einer bärenstarken
Leistung von der ersten bis zur letzten Minute nachdrücklich gezeigt, dass sie
absolut tauglich für die Oberliga ist. Aber das reicht nicht, um die
Harmlosigkeit, die wir zurzeit im Angriff ausstrahlen, kompensieren zu
können", konstatierte Naths nach der Partie ernüchtert.
Seine Enttäuschung über die neuerliche Niederlage war vor allem deshalb so
groß, weil "wir das Spiel eigentlich zu jeder Zeit im Griff hatten, in der
Offensive aber einfach zu wenig effektiv sind." Letzteres wird vor allem
an der Torausbeute der GHG-Rückraumspielerinnen deutlich. Ein einziger Treffer
von Katrin Niemeier stand dort zu Buche. Jana Eschbacher, die zuletzt wesentlich
stärkere Johanna Harnack und Britta Möller gingen gänzlich leer aus. Wobei
Naths Britta Möller ausdrücklich von jeglicher Kritik ausnahm. "Für sie
war es schließlich der erste Einsatz nach langer Pause wegen einer
Knieverletzung. Ich war froh, sie überhaupt wieder dabei zu haben, konnte von
ihr aber natürlich keine Wunderdinge erwarten."
So blieb die Hauptlast wieder einmal bei Claudia Burmeister hängen, die mit 8/4
Treffern auch erfolgreichste Werferin im Team war. Auch Dörte Möller (4/2) und
Halina Hennings /2) bewegten sich, so Naths, "in normalem Rahmen." Je
einen Treffer buchten die abwehrstarke Claudia Wallnig und Petra Gegner.
Die insgesamt zu maue Torausbeute hatte ihre Ursachen auch darin, dass das
Umschalten von Abwehr auf Angriff viel zu lange dauerte. "Viele unserer
zahlreichen Ballgewinne in der Abwehr sind des halb wirkungslos verpufft",
weiß Naths natürlich um die besondere Bedeutung des Gegenstoßspiels gerade für
sein Team.
Die Flinte will er deswegen aber noch lange nicht ins Korn werfen:
"Jammern nützt nichts, wir müssen üben, üben, üben", baut er auf
intensives Training, um die offenkundigen Schwachstellen auszumerzen. Dann, so
ist er sich sicher, wird es bald ein Erfolgserlebnis geben, das der GHG
Auftrieb und Selbstbewusstsein im Abstiegskampf vermitteln könnte.
Punktspiel gegen MTV Herzhorn / 29.10.05
„Kieler Nachrichten vom 31.10.05“
HSG Holstein Kiel/Kronshagen - MTV Herzhorn 22:24 (12:10)
Der kleine Kieler Kader schaffte es nicht, mit den Kräften
erfolgreicher zu haushalten. Bei Kerstin Sommer schlichen sich trotz starken
Beginns plötzlich viele Konzentrationsschwächen ein. Da zu allem Überfluss
Wiebke Reimers nach der Pause umknickte und verletzt vom Parkett humpelte, nahm
das Unheil für die Krabben mit dem Sturz auf einen Abstiegsplatz seinen Lauf.
Zudem liefen die Herzhornerinnen zur bisher besten Saisonleistung auf. Maike
Langenberg, die elfmal ins HSG-Tor traf, bekam niemand in den Griff .
HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Cornehl, Pulwitt - Brinker
(3), Gaber (1), Gerlach (2), Gronau (1), Hansen (4), Reimers (7/5), Schulz,
Sommer (4).
„Landeszeitung vom 31.10.05“
Maike Langenberg trifft elf Mal
für Herzhorn
Herzhorn
– Die Oberliga-Handballerinnen des MTV Herzhorn bleiben auf der Erfolgsspur.
Mit einer starken Leistung erkämpften sie sich bei der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen ein verdientes 24:22 (10:12). „Das war das bisher beste Spiel
meiner Frauen, sie gingen sehr diszipliniert zur Sache und wenngleich wir noch
einige Schwächen in der Abwehr hatten, wusste der Angriff zu gefallen“, freute
sich Trainerin Antje Harken.
Maike Langenberg, die über das gesamte Spiel eine Topleistung brachte, traf für
die Blau-Gelben zum Auftakt. Doch die 1:0-Führung war nur von kurzer Dauer,
denn die Kielerinnen glichen nicht nur sofort aus, sondern übernahmen das
Zepter. Bis zur 8. Minute zogen sie auf 4:1 davon und profitierten dabei von
der schlechten Chancenverwertung ihrer Gegnerinnen.
Doch mit zunehmender Spielzeit kamen die Herzhornerinnen besser in Schwung und
in der 10. Minute waren sie bis auf 3:4 heran gekommen. Wenngleich ihnen der
Ausgleich auch nicht gelang, zeigten sie ihre wachsende Stärke deutlich
zwischen der 18. und 23. Minute, als sie beständig in Unterzahl - teilweise
sogar nur mit drei Spielerinnen auf dem Parkett - Ruhe bewahrten, nur zwei
gegnerische Tore zuließen und auch noch selbst erfolgreich waren. Dennoch lagen
sie zur Pause mit 10:12 hinten.
Bereits wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff wendete sich das Blatt. Maike
Langenberg glich per Strafwurf in der 34. Minute zum 13:13 aus und traf im
Anschluss zur ersten Herzhorner Führung. Bis zur 38. Minute verlief die
Begegnung recht ausgeglichen (15:15) und danach setzten sich die Blau-Gelben
auf 18:15 ab. Doch wie so oft folgte dieser starken Phase eine recht schwache
und die Mannschaft traf nicht mehr ins Tor. Die Gastgeberinnen nutzten die
Gelegenheit und kamen wieder heran. Beim 18:18 (53.) war alles war wieder
offen. Im Anschluss daran fanden sich die Harken-Schützlinge jedoch noch zur
rechten Zeit wieder und spielten äußerst diszipliniert. Sie stellten den alten
Vorsprung wieder her (21:18) und beim Stande von 24:20 in der 58. Minute war
die Partie entschieden. Auch eine offene Deckung der HSG konnte den Sieg der
Herzhornerinnen nicht mehr vereiteln und so nahmen sie einen 24:22-Sieg mit
nach Hause. Neben Maike Langenberg wussten in dieser Begegnung insbesondere
Svetlana Frizler und Katrin Fitz zu gefallen.
MTV Herzhorn: Marion Demant, Mareike Struck - Birte Lohse, Andrea Flasch, Birte
Bleich 1, Sybille Lamke, Maike Langenberg 11/6, Ines Lühr 1, Katrin Schmidt 2,
Katrin Fitz 1, Svetlana Frizler 3, Gesche Seeband 5.
„Kieler Nachrichten vom 4.10.05“
HSG‑"Krabben"
auf Kurs
HSG Hamdorf/Breiholz – HSG Holstein/Kronshagen 19:24 (9:13)
Statt in
Rendsburg zum dritten Mal in dieser Saison unter die Räder zu kommen, wurden
die Kielerinnen ihrer Favoritenrolle diesmal schon etwas eher gerecht. Allerdings
brauchten die Krabben eine 20‑minütige Anlaufzeit, um den Widerstand
der stark ersatzgeschwächten Breiholzerinnen zu brechen. Im Gefühl des sicheren
Sieges ließ Holstein letztlich sogar selbst wieder spielerisch nach und
verpasste somit eine gute Chance mit einem höheren Erfolg etwas mehr für das
Torverhältnis und das angeknackste Selbstvertrauen zu tun.
HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Cornehl, Pulwitt ‑ Brinker
(2), Gaber (1), Gerlach (2), Gronau (3), Hansen,
Reimers
(5/2), Schulz (2), Sommer (5/1), Sturm, Szpila (4).
Handball‑Oberliga
der Frauen: Fehlstart für HSG Holstein perfekt
MTV Heide ‑ HSG Holstein Kiel/Kronshagen 24:19 (11:11)
Gegen eine stark
ersatzgeschwächte Heider Mannschaft haben sich die spielerisch schwachen
Krabben selbst aus dem Kreis der Top-Teams katapultiert. Die beiden MTV‑Torjägerinnen
Britta Jochimsen (7 Tore) und Kathrin Milde (10 Treffer) bekam die HSG‑Deckung
nie in den Griff . In der Offensive fand nur Linksaußen Sabine Brinker manchmal
Mittel, um das Duo Schlichting/Kaiser im Heider Tor zu überwinden. Bezeichnend
für die Verunsicherung der Kielerinnen: Trotz doppelter Überzahl kassierten sie
einen Konter. "Das war der Knackpunkt in der zweiten Halbzeit. Statt uns
oben zu orientieren, sollten wir in der Tabelle wohl lieber nach unten
schauen", sagte Trainer Fritz Sünkler.
HSG Holstein: Bielefeld, Pulwitt
- Brinker (4), Gaber (2), Gerlach, Gronau, Hansen (1), Reimers (3), Schulz,
Sommer (2/1), Sturm (2), Szpila (5).
Heide - Aufatmen bei den Oberliga-Handballerinnen des MTV
Heide: Beim 24:19 (11:11) über die HSG Holstein Kiel/Kronshagen unterstrichen
die Dithmarscherinnen
ihre Anwartschaft auf einen vorderen Tabellenplatz.
Dabei mussten die MTV-Frauen
Andrea Tjarks wegen einer beruflichen Fortbildung ersetzen, und dann verletzte
sich auch noch Ulrike Heesch beim Aufwärmen. Doch die biss auf die Zähne und
erwies sich als sehr wertvoll. Selbst das 0:2 steckten die Einheimischen weg
und zogen bis zur 15. Minute auf 8:3 davon. Während die Abwehr die Gäste kaum
zur Entfaltung kommen ließ, nutzte der MTV seine Möglichkeiten geschickt aus.
Erst nach einer Kieler Auszeit war es mit der Heider Herrlichkeit zunächst vorbei,
nur Torhüterin Stephanie Kaiser verhinderte Schlimmeres.
Nach dem Wechsel waren die
MTV-Frauen dann aber wieder im Bilde. Selbst bei doppelter Unterzahl
verwandelte Kathrin Milde einen Siebenmeter zum 19:15, während Nicole
Schlichting den Regionalliga-Absteiger mit Glanzparaden entnervte. Kein Wunder,
dass Trainer Manfred Franken zufrieden war: „Unser Training zahlt sich jetzt
aus. Die Mannschaft hat toll gekämpft. Im Gegensatz zum Spiel in Lübeck sind
wir Volldampf gegangen. Wir können auch nicht mit halber Kraft spielen.“
MTV Heide: Schlichting, Kaiser
– Jochimsen (7/3), Dallmeier-Tießen (3), Nommensen, Kühnel (2), Heesch, Milde
(10/3), Rolfs (2), Finke.
Altenholz erteilte "Krabben" eine herbe Abfuhr
Handball-Oberliga Frauen: 23:18-Triumph bei
Holstein/Kronshagen
HSG Holstein Kiel/Kronshagen ‑ TSV Altenholz 18:23
(11:13)
Fast 100 Zuschauer waren Augenzeugen bei der vielleicht
historischen Wachablösung im Kieler Frauen-Handball. Nicht der favorisierte
Regionalliga‑Absteiger diktierte das Geschehen, sondern die Gäste aus
Altenholz dominierten in diesem prestigeträchtigen Derby. Mit einer taktischen
Meisterleistung wurden die "Krabben" jedenfalls geknackt. Vor allem
TSVA‑Abwehrspezialistin Kathrin Stajohann kümmerte sich so liebevoll um
Holsteins etatmäßige Torjägerin vom Dienst, dass Agnieszka Szpila ihre
Ladehemmung ebenso wie Sabine Brinker und Svenja Sturm nie ablegen konnte.
Zudem parierte Torhüterin Juliane Böttger ein Dutzend schwerer Bälle der
Gastgeberinnen, bei denen lediglich Kerstin Sommer und Wiebke Reimers
überzeugten. Nervenstärker trumpften die Altenholzerinnen auch vom
Strafwurfpunkt auf. Arnika Gehrke leistete sich bei neun Versuchen nur einen
Fehlwurf. Die Feier zum Sensationssieg und zum 26. Geburtstag von Pamela Jessen
hielt sich trotzdem in Grenzen.
"Ein Super‑Spiel am Sonntagabend. Schade, dass
alle am Montag arbeiten müssen", jubelte TSVA‑Betreuerin Ine Tjugum.
Katerstimmung herrschte dagegen bei HSG-Coach Fritz Sünkler: "Altenholz
war klar besser. Wir haben nicht nur ein wichtiges Spiel verloren, sondern auch
viel Selbstvertrauen."
HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Cornehl, Pulwitt ‑
Brinker, Gaber (2), Gerlach (2), Gronau, Hansen (1), Reimers (7/3), Schulz,
Sommer (6/3), Sturm, Szpila.
TSV Altenholz: Böttcher, Schendel ‑ Gehrke (9/8),
Jessen (2), Möller (2), Probst (2), Reinecke (1), Schmidt (2), Schuster (5),
Stajohann, Niebuhr.
„Kieler Nachrichten vom 5.9.05“
HSG Hol/Kro ‑ TuS
Aumühle 28:27 (13:13)
Nur mit größter Mühe und
dank der Durchsetzungskraft von Agnieszka Szpila schaukelte der haushohe
Favorit ob der doppelten kurzen Deckung der Aumühlerinnen
in der Schlussphase den
hauchdünnen Vorsprung über die Zeit. Wiebke Reimers, die wegen einer
Bänderdehnung geschont werden sollte, zeigte bei den fahrigen Krabben neben der
nur offensiv überzeugenden Sabine Brinker noch am meisten Biss. "Als
Aufstiegs‑Aspirant muss man zukünftig
aber anders auftreten", urteilte HSG‑Trainer Fritz Sünkler
kurz und knapp.
HSG Hol/Kro: Bielefeld, Cornehl ‑
Brinker (5), Gaber (5), Gerlach, Gronau (2), Hansen (1), Reimers (4), Schulz,
Sommer (1/1), Sturm (2), Szpila (8), Ziegler
„Kieler Nachrichten vom 1.9.05“
Holsteins Handballerinnen
planen die Rückkehr in die Regionalliga
Wenn am Wochenende die Handball‑Oberliga in die neue
Saison startet, wollen sich die beiden Kieler Klubs so schnell wie möglich nach
oben orientieren. Die Frauen der HSG Holstein peilen nach dem Abstieg im
Vorjahr die sofortige Regionalliga‑Rückkehr an.
"Nach dem Fehlstart ist im Vorjahr das
Selbstvertrauen flöten gegangen. Ständig mit dem Rücken zur Wand zu stehen, war
für den Spaßfaktor fortan ebenfalls nicht förderlich. Ich denke, dass wir dem
Druck inzwischen besser gewachsen sind und diese Saison eine ganz andere
Eigendynamik entwickelt, wenn die Premiere positiv verläuft", sagt
Holstein-Coach Fritz Sünkler. Das sportliche Seuchenjahr mit Pleiten, Pech und
Pannen soll der Vergangenheit angehören und personell haben die Krabben die
ersten Glückgriffe schon getan. Dank ihrer Routine im Rückraum ist die
Torjägerin vom Dienst, Agnieszka Szpila, eine sichere Bank. Als Regisseurin
soll mit Julia Schüring ein 17jähriger Teenager für Furore sorgen. Kerstin
Sommer hat den Leistungssprung schon geschafft, und Annika Gerlach stabilisiert
als Abwehrspezialistin die zuletzt löchrige Deckung. Außerdem dürfte die
Schwachstelle zwischen den Pfosten ausgemerzt sein. Unter Torhüterin Anja
Pulwitt und den beiden Neuverpflichtungen Ulla Bielefeld sowie Tatjana Cornehl
bahnt sich ein interessanter Dreikampf an.
Kader: Torhüterinnen: Ulla Bielefeld (HSG
Kropp/Tetenhusen), Tatjana Cornehl (TSV Ahrensburg), Anja Pulwitt - Feld:
Sabine Brinker, Angela Gaber, Annika Gerlach (Buxtehuder SV 2), Meike Gronau,
Sonja Hansen, Wiebke Reimers, Julia Schüring (TSV Owschlag), Dajana Schulz,
Kerstin Sommer (eigene zweite Bezirksligamannschaft), Svenja Sturm, Agnieszka
Szpila (SV Eidelstedt), Franziska Ziegler.
Trainer: Fritz Sünkler (im zweiten
Jahr). Torwart‑Trainer: Thomas Kleinschmidt. Physiotherapeut: Fritz Paysen.
Abgänge: Christine Meyer (Stand Bye),
Manja Wulf (SC Rosengarten), Katrin Maukel (pausiert), Stefanie Metz (TuS
Holtenau), Kristina Büttner (studienbedingt in Schweden), Grit Kretzschmar (HSG
Tarp/Wanderup), Anne‑Grethe Eggen (Stand Bye), Ann-Christin Thoma,
Melanie Tegler.
Meisterschaftsfavoriten: MTV Heide, Olympia
Neumünster, TSV Altenholz, TSV Owschlag. Saisonziel:
Aufstieg.
„Kieler Nachrichten vom 20.6.05“
Double für die Handballerinnen der SG PSV Rostock: Wie im
Vorjahr gewann der Bundesligist aus Mecklenburg-Vorpommern das traditionsreiche
Kieler-Woche-Turnier der HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Im Finale bezwang die SG
das mit ehemaligen Kielerinnen gespickte Mixteam der HSG Antilope mit 11:10.
Während Holstein Siebter wurde, landete TSV Altenholz auf Platz fünf.
Einen Vorgeschmack auf die kommende Serie hatten Holstein
und der TSV den Zuschauern am zweiten Turniertag gegeben. Nachdem beide
Mannschaften die Vorrunde mit jeweils 4:4 Punkten nach dem
"Holstenbummel" als Dritte beendet hatten, trafen die zukünftigen
Oberliga-Kontrahenten anschließend in der Trostrunde aufeinander. Mit 13:11
entschieden die Altenholzerinnen, bei denen die Neuzugange Kirsten Schmidt,
Silke Probst und Katharina Pohle effektiv mitwirkten, das erste Prestigeduell
für sieh, "Am ersten Tag lief es bei uns deutlich besser",
konstatierte dagegen HSG-Pressesprecher Thomas Hoffmann, der den fünf neuen
"Krabben", Ulla Bielefeld, Tatjana Cornehl, Annika Gerlach, Kerstin
Sommer und Julia Schüring einen gelungenen Einstand attestierte. Der 8:16-Schlappe
gegen die HSV Grimmen folgte trotzdem nur noch -ein finales 10:10 gegen Tarp/
Wanderup. Die Spielerinnen des TSV Altenholz hingegen hielten die Spannung und
kamen über ein 11:10 gegen Ligakonkurrent Owschlag und dem 13:13 gegen Schwerin
zu vier weiteren Punkten.
Die HSG Antilope hatte sich mit viel Routine und einem
9:8-Halbfinalsieg gegen den vierfachen Turniergewinner TSV Nord Harrislee für
das Endspiel qualifiziert. Als starker Rückhalt agierten vor allem die beiden
Torhüterinnen Christine Meyer und Sigrid Jungjohann. Im letzten Kampf um die
begehrte Siegerschale waren jedoch auch sie machtlos. Gegen die schnellen,
jungen Rostockerinnen fehlte am Ende ein Tor zum Glück. "Das war mal
wieder eine runde Sache", meinte Hoffmann am Ende der 26. Turnierauflage.
"Schade nur, dass einige Teams schon vor der Siegerehrung verschwunden
waren."
Abschlusstabelle: 1. PSV Rostock, 2. HSG Antilope, 3. HSG
Kropp/Tetenhusen, 4. Nord/Harrislee, 5. TSV Altenholz, 6. HSV Grimmen,
7. HSG Holstein/Kronshagen, 8. Tarp/Wanderup, 9. TSV
Owschlag, 10. GW Schwerin.