Presseberichte HSG 1.Frauen
Saison 2004/05
„Kieler
Nachrichten vom 2.5.05“
Diese
Vorstellung entsprach nicht der eines Regionalligisten. Mit einem 16:23 (7:12)-Niederlage
gegen den MTV Wandsbek beendete die bereits als Absteiger feststehende HSG
Holstein Kiel/Kronshagen das Kapitel Handball-Regionalliga Frauen.
"Ich
bin froh, dass die Saison jetzt vorbei ist", sagte ein geschaffter
"Krabben“ -Trainer Fritz Sünkler. Zu gern hätte sich der Coach mit einem
Sieg aus der dritten Liga verabschiedet. Aber beide Teams kamen nach einer
Vielzahl von Fehlern über Sommerhandball im Frühling nicht hinaus. Den
"Krabben" fehlte mit Wiebke Reimers verletzungsbedingt eine torgefährliche
Rückraumspielerin. Im zentralen Rückraum musste Sünkler auf Grund des
dienstlich bedingten Ausfalls von Svenja Sturm wieder improvisieren. Die
Mannschaft kam zunächst überhaupt nicht aus den Startlöchern und reagierte mit
inem fast typischen Sechs-Tore-Rückstand (3:9, 17.).
Da
nach dem Wiederanpfiff die beiden stärksten Kieler Werferinnen Kerstin Sommer
und Angela Gaber auf 9:12 verkürzten, keimte winzige Hoffnung auf eine mögliche
Wende auf. Doch näher als auf drei Treffer kamen die Gastgeberinnen nie heran.
Dabei wäre Wandsbek, das während des Spiels mit Sandy Lindner und Jasmin Thode
sogar zwei verletzungsbedingte Ausfälle zu verkraften hatte, an diesem Tag
sogar schlagbar gewesen. Dafür freute sich Sünkler, dass Sommer nun ihre Zusage
gab, im kommenden Spieljahr fest in der Ersten zu spielen.
HSG
Holstein: Pulwitt, Meyer, Wulf - Maukel (2/1), Hansen (3), Schulz, Metz,
Büttner, Gronau, Gaber (4), Brinker (1), Sommer (6/3).
„Pressemeldung
MTV Wandsbek 72 vom 1.5.05“
Erfolgreiches
Saisonfinale in Kiel dank toller Defensivleistung - aber Verletzungspech hoch
vier
Wandsbeks Lazarett
mit Kampfkraft zum siebten Auswärtssieg - Teufel spitze
Hamburg - Nach zehn Minuten hatte Wandsbeks Trainer Frank Schneller eigentlich
schon genug. Auf seine Schultern gestützt, hüpfte Sandy Lindner auf einem Bein
mit einer schweren Knöchelverletzung vom Spielfeld und sollte dies nicht mehr
betreten. Fünf Minuten zuvor bereits war die gerade erst genesene Jasmin Thede
ebenfalls umgeknickt und musste ausgewechselt werden. Hätte dem MTV-Coach in
diesem Moment jemand gesagt, dass es in der zweiten Halbzeit ähnlich
weitergehen würde und die Kühlkissen zur Akutbehandlung von Verletzungen nicht
mehr ausreichten, er hätte das letzte Saisonspiel bei Holstein Kiel womöglich aus
Gründen der Vorsicht abgebrochen. Dann allerdings hätte er sich auch nicht über
das kämpferisch einwandfreie Auftreten und die Moral seiner Mannschaft freuen
können, die das Prestigeduell gegen die Kielerinnen trotz aller
Beeinträchtigungen souverän mit 23:16 (12:8) gewann.
“Angesichts dieser Verletzungsmisere kann man das Spiel am Ende abhaken und das
Team loben. Es hat noch einmal gut zusammengehalten und sich an dem Vorteil,
auf eine über weite Strecken grandiose Torhüterin Lena Teufel vertrauen zu können,
hochgezogen“, so Schneller.
Tatsächlich lag der Gast trotz der permanenten und personell bedingten
Umstellungen in diesem Traditionsduell zum Saisonabschluss nie zurück, führte
stets mit mindestens drei Toren, kontrollierte das Geschehen durchgehend und
verkaufte sich vor allem in der Defensive teuer: Nachdem auch noch Melanie
Schuster (Schlag gegen den Kehlkopf/38.) und Alexa Lindner
(Ellenbogenverletzung/52.) ausfielen und zudem Nicola Wohlers bereits mit einer
Fußverletzung in die Partie gegangen war, konnte Wandsbek in einem spielerisch
niveauarmen Duell zwar nicht mehr brillieren, erfreute seinen zahlreichen
Anhang aber mit einer intakten Moral und unbändigem Siegeswillen. “So wie in
der Schlussviertelstunde stand die Mannschaft weder in Abwehr noch im Angriff
jemals zuvor zusammen aber es hat sich gezeigt, dass vor allem die
Deckungsarbeit eine Einstellungssache ist.“
Mit Auswärtssieg Nr. 7, obschon teuer bezahlt - vor allem im Hinblick auf die
anzunehmende, schwere Bänderverletzung Sandy Lindners , wurde der angestrebte
Platz in der Top Five der Liga gesichert. Entsprechend gelöst war trotz aller
Blessuren anschließend die Stimmung bei den letztmals als MTV Wandsbek 72
angetretenen Gästen. Schneller lobte die “zweite Garde“, die in die Bresche
sprang, als sie gebraucht wurde, und die “Improvisationsfähigkeit fast aller am
heutigen Tag“.
In Kiel spielten: Lena Teufel, Daniela Laupichler (bei 2 Strafwürfen); Anika
Harms, Caroline Jürgens (1), Alexa Lindner (1), Sandy Lindner, Melanie Schuster
(3), Kerstin Felkel (3/1), Katharina Pohle (3), Kathrin Behrens (3), Nicola
Wohlers (8/7), Jasmin Thede (1)
„Kieler
Nachrichten vom 28.4.05“
"Krabben"
im Umbruch
Fritz
Sünkler will in der Oberliga neuen Schwung holen
Sieben
Punkte in der Hinrunde, acht in der Rückrunde - das war zu wenig für die HSG
Holstein Kiel/Kronshagen. Schon vor dem letzten Spieltag in der
Handball-Regionalliga Frauen haben die "Krabben" den Salat, der sich
Abstieg nennt. Der weise Spruch, "für Tradition kann man sich nichts
kaufen", trifft in diesem Jahr die Mannschaft von Trainer Fritz Sünkler.
Erstmals nach 35 Jahren rutschen die Kielerinnen wieder auf die Landesebene
zurück. Kleiner Trost: Auch Pädagogik Rostock, das Rang zehn vor den
Kielerinnen verteidigte, ist ein Opfer der gleitenden Skala geworden und steigt
ab.
"Wir
werden versuchen, den Betriebsunfall im kommenden Jahr zu reparieren",
sagt Sünkler. Der Coach, der vor zwölf Monaten das schwere Erbe von Bernd
Vosgerau antrat, gibt sich kämpferisch. Während Vosgerau seine neue Mannschaft
Tarp/Wanderup in die Regionalliga führt, befindet sich die ambitionierte Kieler
Frauenmannschaft im Wandel. "Uns haben vor und im Laufe dieser Spielzeit
acht Spielerinnen verlassen", beklagte HSG-Obmann Klaus Rohde großen
Aderlass. Nach dieser Serie wird es
kaum
anders sein. Kristina Büttner (Schweden), Manja Wulf (Eidelstedt oder
Rosengarten) suchen andere Vereine. Katrin Maukel will pausieren, Christine
Meyer nur noch als "Notnagel" einspringen und Ann-Christin Thoma
zieht nach Kassel.
Doch den "Krabben" sind schon ein paar Alternativen ins Netz gegangen. Der Wechsel von Annika Gerlach (Buxtehude II) ist perfekt. Gerne möchte Sünkler auch noch Kerstin Sommer aus der eigenen Zweiten haben. Die Entscheidung fällt bis Sonnabend. Für die Torhüterposition bewerben sich Tatjana Cornehl (Ahrensburger TSV) und Ulla Bielefeldt (HSG Kropp/Tetenhusen). Zusammen mit der verbleibenden Anja Pulwitt verfügt die HSG dann über drei Torhüterinnen. "Ich möchte mit der Mannschaft schon ein gewichtiges Wort in der Meisterschaft mitreden und der Owschlager Einkaufspolitik Paroli bieten", sagt Sünkler. So souverän wie Tarp es diesmal vorführt, ist es laut Sünkler zwar nicht zu machen aber da spielen ja fünf Ex-"Krabben". Spielerinnen, die Holstein/Kronshagen in dieser Serie gut zu Gesicht gestanden hätten.
Das
Bier floss bereits in Strömen, kurz danach kullerten die Tränen: Das 26:25
(13:15) der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga Frauen
beim Elmshorner HT kam zu spät. Der gleichzeitige Sieg von Pädagogik Rostock
verurteilt die "Krabben" zum Abstieg in die Oberliga. "Ich habe
es fast so erwartet", sagte
"Krabben"-Trainer
Fritz Sünkler.
Die
Möglichkeit 60 Tore und zwei Punkte zu den Mecklenburgerinnen am letzten
Spieltag aufzuholen, ist auch für Sünkler illusorisch. Die Kielerinnen begannen
die Partie an der Krückau wie ein sicherer Absteiger. Nach dem 2:8-Rückstand
(10.) und dem Katz-und Maus-Spiel der Elmshorner Spielmacherin Marina Abramova
nahm Sünkler ein Team-Time-Out. Was kaum jemand erwartet hatte: Plötzlich ging
ein Ruck durchs Gäste-Team. Mannschaftsführerin Sonja Hansen nahm Abramova in
kurze Deckung und sorgte für einen Bruch im Spiel des Tabellendritten. Bis zur
Pause verkürzten die Kielerinnen auf zwei Treffer und erzielten nach dem
Wiederbeginn das 17:17 (39.).
Der
Kieler Rückraum, der ohne Katrin Maukel auskommen musste, wurde von Meike
Gronau und Dajana Schulz auf der Zentrale gut geführt. Kerstin Sommer und
Wiebke Reimers agierten aus dem linken bzw. rechten Rückraum sehr
torgefährlich. Das schaffte Platz für die überragende Angela Gaber. In den
letzten 20 Minuten wechselte die Führung hin und her. Als Reimers beim 25:24
einen Siebenmeter (58.) vergab, schien der Traum vom Sieg geplatzt. Doch nach
dem Ausgleich Elmshorns brachte Sommer die Gäste noch einmal nach vom. Dieser
Vorsprung wurde bis zum Ende leidenschaftlich verteidigt. "Die Mannschaft
hat eine tolle kämpferische Einstellung und eine hervorragende Moral
bewiesen", lobte Sünkler.
HSG
Holstein/Kronshagen: Meyer, Wulf (n.e.) - Hansen (1), Schulz (2), Metz,
Büttner, Reimers (7/1), Gronau (2), Gaber (6), Brinker (4), Sommer (4).
Unterdessen
ist der Wechsel von Ina-Lena Elwardt (Buxtehuder SV) geplatzt. Die umworbene
Rückraumspielerin entschied sich für den Oberligisten TSV Owschlag.
„Hamburger Abendblatt vom 25.4.05“
„Kieler Nachrichten vom 18.4.05“
Kisdorf/Leezen
ließ HSG-"Krabben" nur schnuppern
Es
war dramatisch in der Halle am Suchsdorfer Weg, aber das Happy-End blieb aus.
Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen unterlag im Heimspiel in der
Handball-Regionalliga Frauen der SG Kisdorf/Leezen mit 22:23 (12:13).
Niedergeschlagen
sanken die "Krabben" auf den Boden, Stumm schauten sie in die Luft.
Die Worte fehlten. Wie auch die Punkte, die die Gastgeberinnen im Kampf um den
Klassenerhalt so dringend gebraucht hätten. „Jetzt ist alles aus", meinte
Hallensprecher Peter Metz. Noch fehlte aber auch das Resultat aus Rostock. Erst
später machte die Runde, dass diese nach der Heimniederlage gegen Harrislee
weiter nur zwei Punkte vor den "Krabben" liegen. Zwei Spiele stehen
noch aus.
Gegen
Kisdorf stimmten Einsatz und Kampf, spielerisch gab es gute Ansätze - nur die
Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. "Die Hundertprozentigen müssen
eben rein", meinte Trainer Fritz Sünkler. Aus einem 4:2 (7.) wurde binnen
sieben Minuten ein 5:7. Dem 7:8 (20.) ließen die Gäste erneut drei Tore folgen.
Diesmal steckte die HSG den Kopf nicht in den Sand. Zur Pause war der Anschluss
geschafft. "Da geht noch was", meinte Ex-"Krabbe" Diana Köhn.
Sie sollte Recht behalten.
Ann-Christin
Thoma traf zum 13:13-Ausgleich, anschließend Katrin Maukel. Die Kielerinnen
ließen Kisdorf nicht mehr ziehen. Als Wiebke Reimers per Siebenmeter zum 19:19
(48.), anschließend Sabine Brinker und noch einmal Reimers das 21:19 (50.) erzielten,
lag die Wende in der Luft. Aber die Gäste ließen die "Krabben" nur am
Sieg schnuppern. Nadine Wrage und Olga Zehetbauer holten für Kisdorf die Kohlen
aus dem Feuer, obwohl beide Teams in den letzten zehn Minuten einen
Fehlerreigen tanzten.
HolKro:
Meyer (ab 31.), Wulf - Gaber (3), Reimers (5/1), Schulz (1), Brinker (4),
Hansen (1), Gronau, Thoma (3), Maukel (5/2), Büttner (n.e.), Sommer.
„Hamburger Tageblatt vom
18.4.05“
SG Kisdorf/Leezen: Der
Klassenerhalt ist zum Greifen nah
Kisdorf
- "Das
war Abstiegskampf pur. So kann man dieses Handballspiel treffend
charakterisieren", meinte Jens Scheunemann, der den etatmäßigen Trainer
Sönke Radetzky beim 23:22 (13:12)-Erfolg der Handballfrauenmannschaft der SG
Kisdorf/Leezen im Regionalliga-Duell bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen auf
der Bank vertrat. Die Dramatik war kaum noch zu überbieten, als die
Gastgeberinnen 20 Sekunden vor dem Ende noch einmal in Ballbesitz waren und mit
dem Schlußpfiff einen Freiwurf zugesprochen bekamen. Nach einem Time-Out
blockte die Kisdorfer Abwehr den Wurf der Kielerinnen ab, doch das
Schiedsrichtergespann ließ die Aktion wiederholen. Aber auch diesmal
scheiterten die Holstein-Spielerinnen an der von SG-Torfrau Tina Holst
dirigierten "Abwehrwand" der SG Kisdorf/Leezen.
"Wir haben uns die beiden Punkte mit einer tollen
Mannschaftsleistung und erstklassigem Einsatz wirklich verdient. Unsere beiden
starken Torfrauen waren die Erfolgsgaranten", faßte Jens Scheunemann die
spannende Partie zusammen.
Nach zögerlichem Beginn kaufte die 6:0-Abwehrformation der
Gäste den Kielerinnen den Schneid ab und legte nach rund 20 Minuten den
Grundstein für eine Vier-Tore-Führung. Nach Konzentrationsfehlern schmolz der
Vorsprung aber wieder zusammen. "In dieser Phase haben wir es versäumt,
für klare Verhältnisse zu sorgen", kritisierte Scheunemann, der sein Team
Mitte der zweiten Halbzeit sogar schon auf der Verliererstraße wähnte, als die
HSG mehrere Male mit einem Treffer vorne lag.
Doch er hatte den Siegeswillen der Kisdorferinnen unterschätzt;
sie legten in der Schlußphase noch einen Zahn zu und entführten aus der
Landeshauptstadt zwei wichtige Zähler im Abstiegskampf. Bei nun nur noch zwei
ausstehenden Partien gegen Pädagogik Rostock und die HSG Kropp-Tetenhusen ist
der sichere achte Tabellenplatz nun zum Greifen nah.
Der Spielverlauf: 1:0, 2.1, 4:2 (11.), 5:4 (14.), 6:8 (19.),
7:11 (23.), 10:12 (28.), 12.13 - 15:16, 17:17, 21:19 (48.), 21:21, 21:22 (57.),
22:22, 22:23.
Die Tore der SG Kisdorf/Leezen: Nadine Wrage (9/4 Siebenmeter),
Anja Krönert (6), Olga Zehetbauer (4), Ninja Loppenthin, Saskia Rickert, Anja
Fahrenkrog, Inga thom Suden (je 1).
„Flensburger
Tageblatt vom 11.4.05“
Kantersieg
auf dem Weg zu Platz sieben
TSV Nord mit Spaß zum 35:18 gegen Holstein
Harrislee - Der TSV Nord Harrislee verbesserte in der Handball-Regionalliga der
Frauen mit einem nie gefährdeten 35:18 (17:5)-Erfolg gegen die HSG Holstein
Kiel/Kronshagen seine Chance auf den siebten Platz. „Die Mannschaft hatte viel
Spaß", freute sich Trainer Olaf Rogge. „Obwohl uns mit Miriam Diedrichsen
und Bente Bülau zwei Leistungsträgerinnen fehlten, wurde genau das umgesetzt,
was wir uns vorgenommen haben."
Die
ersten sieben Minuten ließen sich die Nord-Frauen aber von den konfusen Kielerinnen
anstecken und produzierten ebenfalls zahlreiche technische Fehler. Das 2:1
(8.) von Birgit Honrich entfachte eine Aufbruchstimmung, die den TSV Nord bis zum 10:1 (20.) führte. Der „Drops" war
bereits frühzeitig gelutscht. Die leichte Umstellung in der 6:0-Abwehr -
Tatjana Rühl stand für Miriam Diedrichsen im Mittelblock - hatte keinerlei negative Auswirkungen. Allerdings zeigten
die Gäste auch nicht mehr als harmloses Oberliga-Niveau. „Nach 15 Minuten war unser
Selbstvertrauen weg", starrte Kiels Trainer Fritz Sünkler nach dem Abpfiff
konsterniert an die Hallendecke. „Und es kam auch nicht wieder."
Dafür
wussten sich die Nord-Torfrauen Astrid Schuldner und in der zweiten Hälfte
Steffi Petersen mehrfach auszuzeichnen, während ihre Vorderleute' immer wieder
Gegenstöße inszenierten. Allein in den letzten 90 Sekunden vor der Pause
„klingelte" es dreimal. In der zweiten Hälfte wechselte Olaf Rogge munter
durch, ohne das Scheibenschießen" zu beenden. Der „Spaß am
Samstagnachmittag" war auch gut für das Torverhältnis.
TSV
Nord: Schuldner, Petersen – Clausen (1), Honrich (4), Warr (5/2), Schibrath
(4), Gosch (2/1), Vogeler (3/1), Rühl (8), Kirste (8).
HSG
Holstein Kiel/ Kronshagen: Wulf, Meyer - Reimers (3), Maukel (7/3), Hansen,
Schulz, Brinker (3), Gaber (2), Gronau (3), Sommer, Büttner
„Kieler
Nachrichten vom 11.4.05“
HSG-Krabben erlebten auch für die Moral ein Debakel
Regionalliga-Klassenerhalt
nach 18:35 in Harrislee in weiter Ferne
Jetzt
hilft wohl nur noch das viel zitierte Wunder. Nach dem 18:35 (5:17) Debakel
beim TSV Nord Harrislee sind die Hoffnungen auf den Klassenerhalt der HSG
Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga der Frauen auf ein
Minimum gesunken.
Schon
früh war der Traum von einem Geburtstagsgeschenk für Mannschaftsführerin
Sonja Hansen (28) geplatzt. Als es nach zehn Minuten 1:5 hieß, reagierte
„Krabben"Trainer Fritz Sünkler zwar mit einem Team-Time-Out, aber seine
Mannschaft bekam die Kurve nicht mehr und folglich nicht mehr von der Verliererstraße
herunter. Bedingt durch den Ausfall von Spielmacherin Svenja Sturm (Dienst)
fehlte es den Kielerinnen an Alternativen im Rückraum. Die Leihgabe der
Zweiten, Kerstin Sommer, und auch Kristina Büttner konnten nichts retten.
Harrislee war in allen Belangen besser. Torhüterin Manja Wulf, die zunächst den
Vorzug vor Christine Meyer bekam, räumte Mitte der ersten Halbzeit nach
vielen Gegenstößen das Tor. Meyer bewahrte ihr Team vor noch größerem Unheil,
aber der Rückraum biss sich immer wieder am Harrisleer Mittelblock fest.
Nur
Anfang der zweiten Halbzeit sah es nach einer Schadenbegrenzung aus. Doch das
Spiel der Kielerinnen war insgesamt zu einfältig. Nach dem 25:13 (43.) drehten
die Gastgeberinnen wieder auf und spielten Holstein in der Schlussviertelstunde
an die Wand. „Wir haben den Abpfiff förmlich herbei gesehnt", sagte
„Krabben-Coach Fritz Sünkler. Der Coach gestand ein, dass diese Niederlage
zugleich ein moralisches Debakel war.
HolKro:
Meyer, Wulf - Gaber (2), Reimers (3), Maukel (7/3), Schulz, Brinker (3),
Hansen, Gronau (3), Sommer, Büttner.
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„Flensburg
Avis vom 11.4.05“ Mit
viel Spaß und Elan zum Heimsieg Ein
deutliches 35:18 für den TSV Nord gegen Kiel bedeutete zwei wichtige Punkte
auf dem Weg zum Klassenerhalt. HARRISLEE
- Im vorletzten Heimspiel der Saison landete Frauen-Regionalligist TSV Nord
Harrislee einen nie gefährdeten und völlig verdienten 35:18 (17:5)-Erfolg
gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Für
den TSV waren dies zwei wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt, für
die Gäste aus der Landeshauptstadt wird der Gang in die Oberliga immer
wahrscheinlicher. Lediglich
bis zur fünften Spielminute (1:1) konnten die Kielerinnen die Partie offen
gestalten. Danach entwickelte sich ein mehr als einseitiges Spiel zu Gunsten
des Heimteams. Über 10:1 (20.) zog der TSV bis zur Pause auf 17:5 davon. »Ab
der 15. Minute fehlte und das Selbstvertrauen und es kehrte nicht mehr
zurück«, sagte ein ratloser Gäste-Trainer Fritz Sünkler, »wir hatten uns
etwas anderes ausgerechnet und ich habe keine Erklärung für diese Leistung.
Bei mir herrscht das blanke Entsetzen.« Ganz
anders dagegen die Spielerinnen aus Harrislee. Mit der deutlichen Führung im
Rücken spielten sie sich in einen Rausch und schraubten im zweiten Durchgang
das Ergebnis weiter in die Höhe. Am Ende stand ein souveräner 35:18-Sieg zu
Buche. Überragende Nord-Torschützinnen waren Tatjana Rühl und Christina
Kirste mit jeweils acht Treffern. »Es hört sich banal an, doch meine
Mannschaft hat genau das gemacht, was sie sollte - sie hat gewonnen«, sagte
ein gut gelaunter TSV-Trainer Olaf Rogge nach dem Spiel, »sie hat gewonnen.
Es war uns egal wie wir heute gewinnen.« Nord
hat mit diesem Sieg den siebten Tabellenrang gefestigt, den ersten Platz, der
definitiv zum Klassenverbleib berechtigt. Gleichzeitig haben die
Harrisleerinnen drei Spieltage vor Saisonende einen weiteren Konkurrenten
soweit in der Tabelle hinter sich gelassen, dass er sie nicht mehr überholen
kann. »Meine Mannschaft hat heute soviel Spaß und Elan am gezeigt wie
ich es selten gesehen habe«, lobte Olaf Rogge, »und das, obwohl zwei
Leistungsträgerinnen fehlten.« Bente Bülau und Miriam Diedrichsen waren beide
verhindert. TSV
Nord Harrislee: Schuldner, Petersen - Clausen 1, Honrich 4, Warr 5/2,
Schibrath 4, Gosch 2/1, Vogeler 3/1, Rühl 8, Kirste 8 HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Meyer, Wulf - Reimers 3, Maukel 7/3, Hansen, Büttner, Schulz, Brink 3, Kretschmar 2, Gronau 3 Zuschauer:
220 |
„Kieler
Nachrichten vom 7.4.05“
Holstein
droht Ende einer Ära
Auflösung der Regionalliga Mitte
könnte Abstieg der HSG-Frauen bedeuten
Holstein
Kiel war Gründungsmitglied der Regionalliga 1971 und der Bundesliga 1975. Fast
35 Jahre gehört die Frauen-Handballabteilung, die 1998 mit dem TSV Kronshagen
zur HSG Holstein Kiel/Kronshagen fusionierte, den drei höchsten Ligen in
Deutschland an. Jetzt droht den „Krabben" der Absturz auf Landesebene.
„Das
wäre schon eine schwere Enttäuschung für mich", sagt Obmann Klaus Rohde.
Der 62-Jährige hat die Kielerinnen seit 1970 durch alle Höhen und Tiefen
begleitet. Vier Spiele sind noch in der Regionalliga Nordost zu absolvieren,
das rettende Ufer - Platz zehn - ist für die Schützlinge von Trainer Fritz Sünkler
nur zwei Punkte entfernt. Das klingt machbar. Aber in dieser Serie gilt eine
neue Abstiegsregelung. Neben drei Regelabsteigern müssen zusätzliche
Mannschaften die Regionalliga Nordost verlassen, wenn die Mannschaften des
Nordostdeutschen Handballverbandes die Regionalliga Mitte halten. Grund ist
die Auflösung dieser Staffel zum Saisonende und die damit verbundene
Rückführung der Vereine in ihren Regionalverband.
Von
den drei NOHV-Teams in der Staffel Mitte sind der Berliner TSC und die
Reinickendorfer Füchse nahezu gerettet. Nur TMBW Berlin befindet sich als
Tabellenzehnter noch in Abstiegsgefahr. Zwei Punkte Vorsprung haben die
Berlinerinnen vor dem Elften Thüringer HC II. Dieser Rang ist entscheidend aus
Sicht der „Krabben". Sollte Thüringen in fünf ausstehenden Spielen TMBW
Berlin noch abfangen, Holstein ebenfalls Viertletzter werden, kommt es zu
Entscheidungsspielen. „Wir müssen nicht rechnen, sondern Punkte sammeln",
sagt „Krabben"-Coach Sünkler.
Der
Anfang kann gleich am Sonnabend beim TSV Nord Harrislee gemacht werden. Der
Ex-Zweitligist und eine Woche später die SG Kisdorf/Leezen sind neben Pädagogik
Rostock die härtesten Kontrahenten der HSG. Anschließend folgt noch ein Spiel
in Elmshorn und am 30. April zu Hause der Schlussakkord gegen MTV Wandsbek.
Der Tanz in den Mai kann aber auch ein Tanz mit dem Abstiegsgespenst werden.
Für Obmann Rohde kein Grund aufzugeben. „Das wäre ein ganz ungünstiger
Zeitpunkt. Wenn es runtergeht, müssen wir versuchen wieder hochzukommen."
So sieht es auch Sünkler, der nach ersten Vorgesprächen mit den Spielerinnen
den Kader nicht nur zusammenhalten, sondern sogar wirkungsvoll ergänzen kann.
„Kieler
Nachrichten vom 4.4.05“
„Krabben" misslang der erhoffte Befreiungsschlag
Beim 18:23 gegen Bad Schwartau wieder zu viele Chancen
vergeben
Der
erhoffte Befreiungsschlag blieb aus. Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen kommt
nicht aus dem Abstiegsschlammassel in der Handball-Regionalliga der Frauen
heraus. Gegen den Tabellendritten VfL Bad Schwartau gab es eine verdiente
18:23 (9:10)-Niederlage. „Wer so viele Chancen vergibt, kann einfach nicht
gewinnen", ärgerte sich „Krabben"-Obmann Klaus Rohde. Von 57 Angriffen
der Kielerinnen endeten zwölf mit einem technischen Fehler, 19 landeten an den
Armen oder Beinen der starken Schwartauer Torhüterin Alexandra Käselau.
„Entweder werden die Wurfvorgaben nicht eingehalten oder uns fehlt die
Cleverness", meinte „Krabben"-Trainer Fritz Sünkler.
Schon
in den Anfangsminuten zeigte sich, dass die Gastgeberinnen mit ihren Nerven
zu Fuß sind. Svenja Sturm konnte auf der Spielmacherposition keine Akzente
setzen. Die Folge war ein 2:7 (12.). Erst nach dem Sünkler Sturm gegen Katrin
Maukel austauschte und die glücklose Torhüterin Christine Meyer ihren Posten
für Manja Wulf räumte, kamen die„ Krabben" heran. Mit dem Gegenstoßtor
von Sabine Brinker 17 Sekunden vor der Pause schien das Match beim 9:10 wieder
völlig offen.
Doch
die zweite Halbzeit bot fast eine Duplizität der Ereignisse. Nach der
verpassten Ausgleichsmöglichkeit zum 12:12 (35.) - der aufopferungsvoll
kämpfenden Mannschaftsführerin Sonja Hansen (35.) unterlief ein Fangfehler -
zogen die Schwartauerinnen wieder auf vier bis fünf Treffer davon. „Die
Fehlwürfe reißen uns immer wieder runter", meinte Brinker, die trotz einer
guten Partie auch mit ihren persönlichen Missgeschicken zu kämpfen hatte.
Schließlich waren ihre Würfe beim 15:18 (53.) und 17:20 (55.) jeweils Beute von
Käselau geworden. „Ich bleibe Optimist. So lange Rostock nur zwei Punkte weg
ist, ist der Klassenerhalt möglich", so Sünkler.
HSG
HolKro: Meyer, Wulf (ab 14.) - Maukel (5), Hansen, Sturm, Schulz (3), Reimers
(4/1), Gronau (2), Gaber, Brinker (4), Büttner (n.e.), Thoma.
„Lübecker
Nachrichten vom 5.4.05“
VfL
Frau setzen sich auf Rang zwei fest
Der
Aufsteiger marschiert weiter. Mit einem 23:18 (10:9)-Sieg bei der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen festigten die Regionalliga-Handballerinnen des VfL Schwartau
Platz zwei in der Tabelle. "Diesen zu halten, ist unser Ziel", will
sich der scheidende Trainer Wolfgang Wulf "mit dem bestmöglichsten Rang
verabschieden". Mit 7:2 (12.) legten seine VfL-Damen ein forsches Tempo
vor, ehe übertriebene Einzelaktionen den Gegner auf 9:10 zur Pause aufschließen
ließen. Die Pausenansprache von Wulf brachte sein Team jedoch wieder auf den
Erfolgsweg zurück. Stark: Alexandra Teske mit 4 Toren (bei fünf Versuchen) bis
zum 18:13 (46.). "Allerdings merkt man, dass es aufs Saisonende
zugeht". Bis dahin bringt sich der Trainer weiter in die Planungen ein:
"Ich habe den Verantwortlichen einige Namen genannt. Der neue Coach muss
entscheiden, ob sie dazu passen", ließ sich Wulf nur entlocken, dass schon
fünf Spielerinnen zum Probetraining da waren.
Die
Tore: Brandt (6/3), Struppek, Stapelfeldt (je 4), Forsbach, Geske (je 2), Ewert
(1).
Punktspiel gegen Buxtehuder SV 2 / 13.3.05:
„Kieler
Nachrichten vom 14.3.05“
„Krabben" in Überzahl schwach
Die
HSG Holstein Kiel/ Kronshagen bleibt mit dem Pech im Bunde. Erst streikte das
Getriebe des Mannschaftsbusses, anschließend gab es Übersetzungsfehler auf dem
Spielfeld in der Handball-Regionalliga Frauen, so dass die „Krabben" nach
dem 20:28 (9:12) bei Buxtehuder SV II mit einem Ersatzbus, aber ohne Punkte
zurückkehrten. Erst 60 Minuten vor Beginn die trafen Kielerinnen in Buxtehude
ein. Nach Verlassen der Autobahn ließ sich der Bus nur noch per Schneckentempo
fortbewegen, ehe das Vehikel auf der Rückfahrt komplett den Dienst quittierte.
Ganz
anders zunächst das Spiel der „Krabben". Engagiert und zielstrebig
eroberten sich die Gäste eine Zwei-Tore-Führung, die auch bis zum 8:6 (20.)
gehalten wurde. „Die Sensation lag in der Luft", so „Krabben"-Trainer
Fritz Sünkler. Als die Bundesligareserve jedoch auf eine 5:1-Abwehr umstellte
und Kieler Überzahlangriffe abwehrte, schmolz der „Krabben"-Vorsprung
schnell dahin. Buxtehude zog zur Pause auf drei Treffer davon und baute die
Führung beim 24:14 (45.) auf zehn Tore aus. Maike Wieding, Julia Harms und die
phasenweise eingesetzte Erstligaspielerin Katharina Schulz (zusammen erzielte
das Trio 15 Tore) waren nicht zu bremsen.
Sünkler
versuchte zwar seinen Rückraum mit Meike Gronau, Svenja Sturm und Wiebke
Reimers durch entsprechende Umstellungen zu entlasten, aber die Gastgeberinnen
wechselten ebenfalls durch. Die Verbesserung auf 20:25 (56.) war nur von kurzer
Dauer. „Unser schwaches Überzahlspiel und das schlechte Rückzugsverhalten
spiegeln sich im Ergebnis wider", meinte Sünkler abschließend.
HSG
HolKro: Meyer, Wulf (ab 40.) - Maukel (1), Hansen (2), Sturm (2), Schulz, Metz
(1), Reimers (8/7), Gronau (3), Gaber (1), Brinker (2), Büttner.
Punktspiel gegen Ahrensburger TSV / 26.2.05:
„Kieler
Nachrichten vom 28.2.05“
Meyer
hielt im Tor Krabben-Sieg fest
16:14 gegen Ahrensburg erhält der HSG Holstein
Regionalliga-Chancen
Es
ist die Zeit der Oscars, in der alljährlich tolle Leistungen der Filmbranche
prämiert werden. Christine Meyer, Torhüterin der HSG Holstein Kiel/Kronshagen,
hat sich beim 16:14 (7:5)Erfolg ihrer Mannschaft gegen den Ahrensburger TSV in
der Handball-Regionalliga Frauen die Trophäe als „wertvollste Spielerin"
verdient. Sechs gehaltene Siebenmeter und 15 weitere Paraden waren der
Grundstein eines Erfolges über den die „Krabben" ansonsten den Mantel des
Schweigens legen sollten. „So vergrault man sich die letzten Zuschauer",
meinte Co-Trainer Thomas Kleinschmidt in der Pause.
Nach
einem schnellen 3:0 (7.) häuften sich Fehler über Fehler. Der im Angriff weiter
gespielte Ball (Wiebke Reimers, nach der Pause Kristina Büttner) war zugleich
auch ein Abgeben der Verantwortung. Wildes Kreuzen einer torungefährlichen
Svenja Sturm lockt nun einmal keine Abwehr heraus. Zum Glück für die Kielerinnen
war das Schlusslicht eben so harmlos und mit den Nerven bei freistehenden
Würfen vor „Krabben"-Torfrau Meyer zu Fuß. Selbst Anfeuerungsrufe wie,
„Leute, los jetzt", von Steffi Metz auf der Bank und das Trommeln der
eingefleischten Fangruppe half nicht.
Dafür
stach der Joker. Als Torhüterin Anja Pulwitt, diesmal in Betreuerfunktion,
nach knapp 35 Minuten Kerstin Sommer im Spielprotokoll nachtragen ließ, hoffte
„Krabben"-Trainer Fritz Sünkler auf eine Initialzündung. Und die
24-jährige Torjägerin aus der Bezirksligazweiten nutzte ihre Chance. Vier
Versuche, zwei Tore - dabei das so wichtige 16:14 knapp 25 Sekunden vor dem
Ende.
„Ich
bin einfach nur froh, dass wir gewonnen haben", meinte Meyer und gab zu,
dass eine Niederlage wohl das Aus im Kampf um den Klassenerhalt gewesen wäre.
Erleichtert zeigte sich nach dem Schlusspfiff auch Trainer Fritz Sünkler:
„Ich habe bestimmt zwei Kilo abgenommen." Seine Mannschaft hat zwei
wichtige Punkte zugenommen!
HSG
HolKro: Wulf (n.e.), Meyer - Hansen 2, Sturm 2, Schulz, Reimers 4/3, Gronau 2,
Gaber 2, Sommer 2, Brinker 2, Büttner, Metz.
„Hamburger
Abendblatt vom 28.2.05“
Zu viele vermeidbare Fehler
ATSV-Frauen verlieren bei Holstein Kiel/Kronshagen
14:16
Ahrensburg - "Sie
waren fällig, aber wir waren nicht in der Lage, diese Chance zu nutzen."
Tilo Labs, Trainer der Handball-Frauen des Ahrensburger TSV, mußte in der
Partie bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen einmal mehr feststellen, daß seiner
Mannschaft im Angriff die Durchsetzungskraft fehlte, um einen ebenso
offensivschwachen Gegner zu besiegen. Entscheidend sei deshalb auch die
Torhüterleistung gewesen, analysierte Labs das 14:16 (5:7). "Christine
Meyer im Kieler Tor hat allein fünf unserer elf Siebenmeter gehalten",
sagte der Coach.
In vielerlei Hinsicht erinnerte die abermalige Niederlage des
Klassenneulings und designierten Absteigers an vorhergegangene
Regionalligaspiele. Gegen die defensive 6:0-Abwehr konnte der ATSV gute
Tormöglichkeiten von den Außenpositionen nicht verwandeln, Kreisläuferin Silke
Schöning wurde zwar gesucht, aber die 27jährige war nur selten anspielbar, und
bei einigen verheißungsvollen Konterattacken nach Ballgewinnen in der Abwehr
verloren die Stormarnerinnen das Spielgerät schon im Mittelfeld wieder.
"Es war Not gegen Elend", charakterisierte Coach Labs das niveauarme
Spiel.
Obwohl die Tabellensituation die Gastgeberinnen zum Siegen
verdammte, was dem Team deutlich anzumerken war, vermochten die
Ahrensburgerinnen kein Kapital daraus zu schlagen. Nur die übermotivierte
Bettina Winterberg, die allerdings zu häufig und zu schnell den Abschluß aus
dem Rückraum suchte, Schöning, die fünf Siebenmeter herausholte, Carolin
Fischer mit einigen guten Aktionen auf der Linksaußenposition sowie Tatjana
Cornehl im Tor bescheinigte der Trainer eine durchschnittliche Leistung.
Daß mit Imke Stoetzer und Marion Nommensen zwei
Stammspielerinnen fehlten, war für Labs nebensächlich. "Wenn man nur 16
Tore kassiert, muß man ein Spiel auch gewinnen", war er sich mit
Co-Trainer Michael Hein einig. Insofern war an der Abwehrleistung nichts zu
kritisieren.
Wie jedoch auch in der Schlußphase deutlich wurde, als der
ATSV einen 11:14-Rückstand auf 13:14 verkürzte, war die Anzahl der leichten
Fehler in der Vorwärtsbewegung einfach zu groß, um noch die Wende zu schaffen.
Folgerichtig kassierten die Ahrensburgerinnen die 17. Saisonniederlage. Was
bleibt, ist die Hoffnung, wenigstens die DGF Flensburg noch hinter sich lassen
zu können.
Spielverlauf: 0:2, 1:4, 5:7 - 6:7, 9:13, 11:13, 11:14, 13:14,
14:15, 14:16
Die Tore für den Ahrensburger TSV erzielten: Bettina
Winterberg (3), Lena Radlof (3/davon 1 Siebenmeter), Silke Schöning (3/2),
Julia Kögel (2/1), Simona Stahl, Kim Schmidhuber (2)
und Julia Carl (1/1).
Punktspiel gegen Eidelstedter SV / 20.2.05:
„Kieler
Nachrichten vom 21.2.05“
Dicke
Packung für „Krabben"
Handball-Regionalliga:
HSG ging in Eidelstedt mit 18:32 unter
Die
HSG Holstein Kiel/ Kronshagen konnte dem Spitzenreiter kein Bein stellen. Beim
SV Eidelstedt gab es eine 18:32 (8:16) Niederlage in der Handball-Regionalliga
Frauen.
Viel
ärgerlicher aus Sicht der „Krabben": Die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf
aus Harrislee und Kropp/Tetenhusen kamen je zu Siegen, so dass die Schützlinge
von Trainer Fritz Sünkler, die wieder auf einen Regelabstiegsplatz
zurückfielen, nun schon fünf Punkte zum rettenden Uferfehlen.
Knapp
zwölf Minuten ging die Devise der Gäste auf. Weil mit Katrin Maukel sowie
Svenja Sturm zwei Stammkräfte im Angriff fehlten und in Kristina Büttner eine
Alternative auch nicht mitwirken konnte, hatte Sünkler seinem Team lange
Angriffe verordnet. In der Rückraum-Besetzung Ann-Christin Thoma, Meike
Gronau und Wiebke Reimers gelang sogar eine 5:4-Führung. Plötzlich riss der
Faden. Eidelstedt erzielte durch Katja Dührkop viele leichte Gegenstoßtore, und
Jeanette Marquardt war vor allem im ersten Abschnitt nicht zu stoppen. Sieben
Mal traf Eidelstedt nach der letzten Kieler Führung in Folge und schaffte bis
zum Seitenwechsel die Vorentscheidung.
Anschließend
versuchte Sünkler mit verschiedenen Abwehrformationen (5:1 und 4:2) die Gastgeberinnen
zu fordern. „Aber die lassen sich halt nicht so leicht verunsichern", so
der „Krabben"Trainer. Trotzdem spielten die Kielerinnen ihre Systeme so
gut wie möglich. Meike Gronau, die im zentralen Rückraum ein gutes Spiel
machte, wich phasenweise Kreisläuferin Dajana Schulz. „Aber wenn Eidelstedt
sich hinten reinstellt, können wir eben nichts machen", sagte der
enttäuschte HSG-Coch Fritz Sünkler.
HSG
HolKro: Wulf, Meyer - Hansen (3), Thoma (1), Schulz (1), Reimers (4/1), Gronau
(4), Gaber (2), Tegler, Brinker (2).
Punktspiel gegen DGF Flensborg / 29.1.05:
„Kieler
Nachrichten vom 31.1.05“
„Krabben" drehten nach dem Wechsel auf
Sechs Tore von Gaber und Reimers beim 26:22 in Flensburg
Die HSG
Holstein Kiel/Kronshagen kann doch noch gewinnen. Über drei Monate nach dem
letzten Sieg in der Handball-Regionalliga Frauen gewannen die „Krabben"
bei der DGF Flensborg 26:22 (9:12). Wieder war es ein Auswärtssieg. Co-Trainer
Thomas Kleinschmidt strahlte übers ganze Gesicht. Am Tag seines 35. Geburtstages
hatte er sich einen Sieg gewünscht. „Die zweite Halbzeit war wirklich
klasse", freute sich Kleinschmidt. Allerdings gerieten die Kielerinnen
nach einer recht ausgeglichenen ersten Halbzeit am Ende doch in Bedrängnis.
Zeitstrafen gegen Meike Gronau und Ann-Christin Thoma bescherten DGF eine
6:4-Überzahl, die die Gastgeberinnen nutzten, um sich von 9:8 auf drei Treffer
zum Seitenwechsel abzusetzen.
Aber
anders noch als in der vergangenen Woche waren die „Krabben" nach dem
Seitenwechsel voll wach. Binnen drei Minuten gelang der 13:13-Ausgleich und
fortan lief es richtig rund. Torhüterin Christine Meyer, die sich nach einer
Schwächeperiode im ersten Spielabschnitt steigerte und außerdem drei
Siebenmeter abwehrte, avancierte neben Angela Gaber zum Sieggaranten. Die
Linkshänderin erzielte ihre sechs Treffer in den zweiten 30 Minuten- die
besonders wichtigen per Gegenstoß.
So führten
die Gäste zwölf Minuten vor dem Ende sicher mit 21:16 und vergrößerten den
Vorsprung noch auf 24:18 (56.). Nicht einmal die Manndeckung gegen
Spielmacherin Svenja Sturm und später gegen Katrin Maukel brachte die
Kielerinnen aus dem Konzept, weil Kleinschmidt in dieser Phase Kreisläuferin
Sonja Hansen opferte, um weiter mindestens zwei Rückraumspielerinnen zu haben.
„Dadurch ergab sich einfach viel Platz, und wenn's läuft, dann läuft's
eben", so das Geburtstagskind.
HSG
Hol/Kro: Meyer, Wulf - Gaber 6, Reimers 6/2, Schulz (n.e.), Brinker 4, Hansen,
Gronau 1, Thoma 1, Maukel 7/4, Tegler (n.e.), Sturm 1.
„Flensburger
Tageblatt vom 31.1.05“
Langsam
gehen die Lichter bei DGF aus
Handball-Regionalliga
der Frauen: Bittere 22:26-Pleite gegen Kiel
Flensburg - langsam aber sicher schwinden
die Hoffnungen auf den Klassenerhalt: Handball-Regionalligist DGF Flensburg musste
sich zu Hause dem direkten Konkurrenten HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 22:26
(12:9) geschlagen geben und befindet sich weiter tief im Abstiegssumpf. Fünf
Punkte fehlen schon zum rettenden Ufer. „Wir können im Moment nicht besser
spielen", sagte Trainer HansJörgen Kellner. „Wenn man klarste Chancen
nicht verwandeln, dann kommt eben solch eine Niederlage zu Stande. Das ist
schade, aber leider nicht zu ändern."
Dabei
lief es in Halbzeit eins für die Gastgeber vorzüglich. Von der 10:28-Klatsche in
Elmshorn war bei DGF nichts mehr zu spüren. Ihre Abwehr stand sicher und
eroberte zu Beginn einige Bälle, was zu einer 4:2-Führung (8.) führte. Allerdings
wurde zu diesem Zeitpunkt schon deutlich, dass die Flensburger an diesem Tage
nicht genügend Zielwasser getrunken hatten. Zwar wurden immer wieder gute
Chancen herausgespielt, doch fand der Ball zu selten den Weg ins Kieler Tor.
Vier Pfostentreffer in Folge verhinderten eine höhere Führung und führten zum
5:6 (13.) für die Gäste. „Ärgerlich, dass unsere Bälle immer wieder
heraussprangen und beim Gegner landeteten", haderte Kellner mit dem
Schicksal. Dennoch: Nachdem Torfrau Mareke Siedenburg einen Siebenmeter hielt,
gelang in doppelter Überzahl eine hochverdiente 12:8-Führung kurz vor der
Pause.
„Eigentlich
hätten wir mit großem Selbstvertrauen aus der Kabine kommen müssen. Leider war
es genau anders herum", meinte Kellner. Eine Zeitstrafe für Haupttorschützin
Tina Sörensen sorgte für einen Bruch im Flensburger Spiel. Ohne Druck im
Angriff wurde es der Kieler Abwehr nach dem 13:13 (35.) zu leicht gemacht. Nach
dem 14:16 versuchte DGF krampfhaft wieder heranzukommen. Allerdings vergab
man zu viele klare Chancen, darunter drei Siebenmeter. Zudem war die linke
Seite (nur drei Treffer) zu harmlos. „Ohne unsere beiden verletzten Spielmacher
fehlt uns da einfach der Zug zum Tor", sagte Kellner. So wuchs die
Flensburger Verunsicherung mit jedem Fehlversuch und machte die Gäste stark.
Diese machten über 15:19 beim 17:23 (52.) alles klar.
DGF
Flensburg: Siedenburg, Lautrup - Quäck, Sander, Haut (1), Zanchetta (11,
Hupfeld, Nickel (7/4),Terkelsen (3), Sörensen (8/1), Kräber,Timm (2).
HSG
Holstein Kiel/ Kronshagen: Meyer, Wulf - Gaber (6), Reimers (6/2), Maukel
(7/4), Hansen, Brinker (4), Sturm (1), Thoma (1), Gronau (1).
Zeitstrafen: 6/4. -
Siebenmeter: 9/6-7/6.
„Flensburg
Avis vom 31.1.05“
Eine
Halbzeit gut gespielt
|
|
DGF
Flensborg droht nach der 22:26-Niederlage der Abstieg in die Oberliga. Aus
der Regionalliga gibt es drei Absteiger. Nach dem Rückzug der SG Bordesholm/
Brügge steht bereits ein Absteiger fest. Der Ahrensburger TSV dürfte
Absteiger Nummer zwei sein. Nach
der desolaten Vorstellung und einer 10:28-Niederlage in Elmshorn hatte das
DGF-Trainergespann Kellner/ Zanchetta ihr Team zur Wiedergutmachung aufgerufen.
Intern wurde beim Training »tacheles« gesprochen und die Probleme
offengelegt. Dies schien gegen die »Krabben« Wirkung zu zeigen. Man merkte
beiden Teams deutlich an, dass es in dem direkten Vergleich um viel ging. Bei
einem Flensburger Sieg wären die Kielerinnen ebenfalls voll im
Abstiegsgeschäft. Engagiert, aber auch verkrampft wurde den 200 Zuschauern in
Idrætshallen Abstiegskampf pur präsentiert. Die 6:0-Deckung von DGF stand gut
und machte es den Kielern schwer zum Erfolg zu kommen. Doch auch die
Abwehrformation der Gäste ließ den Rückraum von DGF nur schwer zur Entfaltung
kommen. So verlief die erste Halbzeit weitestgehend ausgeglichen. Über 5:3
(11.) und 7:6 (18.) setzte sich DGF erstmals beim 12:8 (28.) deutlicher ab. DGF
Flensborg: Siedenburg, Lautrup - Quäck, Sander, Haut 1, Zanchetta 1, Hupfeld,
Nickel 7/5, Terkelsen 3, Sørensen 8/1, Kräber, Timm 2 |
Punktspiel gegen TSV Ellerbek / 22.1.05:
„Kieler
Nachrichten vom 24.1.05“
„Krabben"
trafen beim 22:23 das Tor einfach nicht
Handball-Regionalliga:
HSG kassierte nach der Pause sechs Ellerbeker Tore in Folge
Eine
Halbzeitpause dauert gewöhnlich zehn Minuten. Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen
verlängerte ihre Auszeit allerdings unfreiwillig um weitere zehn Minuten und
geriet dadurch gegen den TSV Ellerbek auf die schiefe Bahn. Mit 22:23 (15:14)
unterlagen die „Krabben" im Heimspiel der Handball-Regionalliga Frauen
nur vom knappen Resultat her unglücklich. „Wer so viele Chancen nicht
verwertet, kann eben auch nicht gewinnen", meinte
„Krabben"-Mannschaftsführerin Sonja Hansen. Zwar ist es zu früh, den Kopf
jetzt schon in den Sand zu stecken, aber es bedarf wohl eines der oft zitierten
Wunder, um wirklich von einem Regelabstiegsplatz noch ins gesicherte Mittelfeld
vorzudringen.
Was
war passiert? Nach einer durchweg ausgeglichenen ersten Halbzeit verfehlten
die Spurenelemente aus dem Pausentee ihre Wirkung. Reihenweise vergaben die
Gastgeberinnen allerbeste Einwurfmöglichkeiten. Weil dazu auch noch Katrin
Maukel (2) und Wiebke Reimers zusammen drei Siebenmeter vergaben, blieb das
Tor der Gäste bis zur 40. Minute vollständig verschlossen.
Sechs
Ellerbeker Tore in Folge bis zum 15:20 waren von den Kielerinnen nicht mehr
aufzuholen. Dabei war vor allem die Hamburgerin Martina Bauer überhaupt nicht
in den Griff zu bekommen. Die Allrounderin fand immer wieder eine Lücke in der
Abwehr der „Krabben" und markierte allein 13 Treffer.
Eine
Schützin dieses Kalibers fehlt der HSG. Zwar wurden alle kämpferischen Reserven
mobil gemacht, und dank der Paraden von Torhüterin Christine Meyer wurde der
Rückstand noch einmal auf 18:20 (46.) und 19:22 (51.) verkürzt, aber die
Ellerbekerinnen ließen sich nach zuletzt drei Niederlagen in Folge nicht mehr
von der Siegerstraße abdrängen. Als Grit Kretzschmar Tor Nummer 22 von Linksaußen
für die „Krabben" erzielte, war die fünfte Heimniederlage schon besiegelt.
HSG
Hol/Kro: Meyer, Pulwitt - Maukel 3/1, Hansen 1, Sturm, Schulz 1, Reimers 7/1,
Gronau 2, Kretzschmar 2, Gaber 2, Brinker 1, Thoma 3.
„Hamburger
Abendblatt vom 24.1.05“
23:22 - grandios haltende Steffi Hinz rettet
Ellerbeks Sieg
Ellerbek
- Marta Beles hatte einen Sieg als "absolutes Muß" gefordert
- und die Spielerinnen erfüllten der Trainerin der Ellerbeker
Handball-Frauenmannschaft diesen nachdrücklichen Wunsch, wenngleich auch nur so
eben und eben. Nach einer spannenden, aber alles andere als hochklassigen
Regionalliga-Partie setzten sich die Ellerbekerinnen bei der abstiegsbedrohten
HSG HolsteinKiel/Kronshagen mit 23:22 durch und zeigten damit: Der Schock nach
dem verlorenen EHT-Spiel scheint überwunden.
Nachdem das TSV-Team zur Pause noch knapp mit 14:15 in
Rückstand gelegen hatte, mußte man auf seiten Ellerbeks auch dieses Mal eine
Niederlage befürchten. In der Folgezeit ging jedoch ein Ruck durch die
Mannschaft, die mit sechs Toren in Folge zum 20:15 erst einmal für klare
Verhältnisse sorgte.
Die Kielerinnen waren geschockt. Sie, die mit Christine Meyer
eine ehemalige Bundesligaspielerin zwischen den Pfosten stehen hatten,
verzweifelten in der Folgezeit ausgerechnet an Meyers Kontrahentin im
gegnerischen Tor: Steffi Hinz zeigte Glanztaten in Serie, wehrte mindestens
zehnmal Bälle nach Tempogegenangriffen der HSG Holstein ab und wurde so zur
Wegbereiterin des knappen Erfolges, der nur indirekt in Gefahr geriet. Der
letzte Treffer zum 22:23 gelang den Kielerinnen, die Ellerbek vor zwei Wochen
mit 30:25 im NOHV-Pokal ausschalten konnte, erst Sekunden vor dem Ende der
Begegnung.
"Die Mannschaft hat endlich wieder mit Herz, dafür aber
manchmal mit zuwenig Kopf gespielt und auch technische Fehler offeriert",
erklärte Marta Beles, die jetzt hofft, daß sich der jüngste Aufwärtstrend auch
am nächsten Sonntag im Heimspiel gegen den SV Pädagogik Rostock fortsetzen
wird.
Auffälligste Spielerin in Kiel neben Torhüterin Steffi Hinz war
Martina Bauer, die es auf 13 Torerfolge brachte. Nicht so gut aufgelegt war
diesmal Svenja Rix mit nur drei Toren.
Tore/Siebenmeter: Bauer (13/5), Rix (3/1), Baltzke (3), Peters
(2), Rantzow und Kühn (je 1).
Punktspiel gegen Kropp/Tetenhusen / 15.1.05:
„Kieler Nachrichten vom 17.1.05“
„Krabben"
schnappten sich einen Punkt
23:23 - Katrin Maukel traf mit der Sirene zum
Regionalliga-Remis in Kropp
Das
war knapp. Aber letztendlich stand Fortuna auf der Seite der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen. Mit einem finalen Freiwurf rettete Katrin Maukel den
„Krabben" beim 23:23 (10:9) bei der HSG Kropp/Tetenhusen wenigstens noch
einen Punkt in der Handball-Regionalliga Frauen.
Die
letzte Spielminute in der Kropper Geestlandhalle war an Dramatik kaum zu
überbieten. Erst gingen die Gastgeberinnen rund 15 Sekunden vor dem Ende noch
einmal in Führung, die Punkte schienen verloren. Doch kurz nach dem Anwurf
unterbrach Kropps Pamela Wichmann das Spiel, kassierte eine Zeitstrafe - noch
drei Sekunden. Die „Krabben" wollten Maukel in Position bringen, aber
Daniela Krüger stürmte zu früh heraus. Nächste Zeitstrafe. Doppelte Überzahl
für die „Krabben" - aber die Zeit ist laut Hallenuhr abgelaufen. Das
Schiedsrichtergespann aus Lübeck korrigiert, es bleibt bei drei Sekunden
Restspielzeit. Gleiches Prozedere: Maukel steigt hoch und trifft in die
Maschen. „Das Glück war diesmal auf unserer Seite", freute sich „Krabben"-Trainer
Fritz Sünkler.
Kropp-Trainer
Dirk Schlegel zeigte sich mit dem Vorgehen der Unparteiischen nicht einverstanden
und legte Protest gegen die Spielwertung ein. Sünkler räumt dem Protest gegen
eine Tatsachenentscheidung allerdings kaum Chancen ein und war mit dem Spiel
seines Teams weitestgehend zufrieden. Allmählich erkenne die Mannschaft, dass
man sich auch nach einem Rückstand (12:16, 40.) wieder herankämpfen kann. Nur
müssten sich die Rückraumspielerinnen Wiebke Reimers, Meike Gronau und auch
Maukel gegen eine defensive Abwehr mehr zutrauen. Unerklärlich blieben leichte
Ballverluste, die Kropp zu einfachen Toren einluden und bei denen auch die
starke Christine Meyer keine Abwehrmöglichkeit blieb.
HSG
Holstein/Kronshagen: Meyer, Wulf (1 Siebenmeter) - Maukel 3, Hansen, Sturm 4,
Schulz 3, Metz, Reimers 4/3, Gronau 1, Gaber, Tegler 2, Brinker 6.
„Flensburger Tageblatt vom 17.1.05“
Kropp fühlt sich um Sieg betrogen
HSG-Frauen legen nach dem 23:23 gegen Holstein Protest ein
Kropp - Die Handball-Frauen der HSG Kropp-Tetenhusen haben
einen wichtigen Zähler im Kampf um den Regionalliga-Klassenerhalt liegen gelassen:
In einem auf schwachen Niveau stehenden Landesderby trennte man sich von der
HSG Holstein Kiel/Kronshagen 23:23 (10:9).
Obwohl
es nach den gezeigten Leistungen beider Teams nicht sonderlich viel Grund dazu
gibt, könnte die Partie noch ein Nachspiel haben. Unmittelbar nach dem Abpfiff
in der Kropper Geestlandhalle legten die Verantwortlichen der Gastgeber Protest
gegen die Wertung ein. Grund dafür war eine vermeidliche Fehlentscheidung des
Schiedsrichtergespanns.
Was
war passiert? Ganze drei Sekunden waren noch zu spielen als den Gästen aus der Landeshauptstadt ein finaler
Freiwurf zugesprochen wurde. Nachdem der Ball frei gegeben wurde, unterband
die Kropperin Daniela Krüger den scheinbar letzten Wurfversuch. Die
Unparteiischen ließen die Ausführung jedoch wiederholen und bestraften Krügers
Einschreiten mit einer Zeitstrafe. Zum Unmut des Kropper Lagers ließen die
Schiedsrichter die drei Sekunden jedoch noch einmal spielen. Eine
Entscheidung mit Folgen: Kiels Katrin Maukel traf mit der Schlusssirene zum
23:23-Ausgleich. „Wenn eine Zeitstrafe verteilt wird, dann muss auch die Zeit
weiter laufen. Man kann uns doch nicht doppelt bestrafen", zeigte Kropps
Coach Dirk Schlegel wenig Verständnis für die Geschehnisse.
Allerdings
hätten es sich die Gastgeberinnen sehr viel einfacher machen können. Nach
ausgeglichener erster Hälfte kam man im zweiten Spielabschnitt besser auf
Touren und sah bereits wie der sichere Sieger aus. Doch ein 17:13- Vorsprung
(49.) wurde in der Schlussphase leichtfertig verspielt. Durch einfache Fehler
ließ die HSG Kropp-Tetenhusen die wenig überzeugenden Kielerinnen wieder ins
Spiel zurück kommen und wurde dafür bestraft. Größtes Manko in Reihen des
Schlegel-Teams war dabei die Chancenverwertung: Beste Möglichkeiten, darunter
vier. Strafwürfe, wurden vergeben. „Wir hätten den Sack viel früher zumachen
müssen. Dann hätten wir uns den ganzen Ärger ersparen können", zog Dirk
Schlegel
ein
treffendes Fazit.
HSG Kropp-Tetenhusen: Maske,
Bieiefeldt - Stürken (4), L Leptien, Grewe (2), Wichmann (3), Brömstrup
(10/5), N. Leptien (1), Krüger (2), Makowka (1/1).
HSG Holstein Kiel-Kronshagen: Meyer,
Wulf - Gaber, Reimers (4/3), Maukel (3), Metz, Schulz (3), Brinker (6), Sturm
(4), Gronau (1), Tegler (2), Hansen.
Schiedsrichter:
Frank/Schönfelder (Lübeck) - Zuschauer:100.
„Flensburg
Avis vom 17.1.05“
|
Bittere
Pille für die HSG Kropp-Tetenhusen |
|
KROPP
- Auf denkbar unglückliche Art und Weise musste sich die HSG Kropp-Tetenhusen
im Regionalliga-Heimspiel gegen HSG Kiel/Kronshagen mit einem Unentschieden
zufrieden geben. Quasi mit dem Schlusspfiff gelang den Gästen nämlich der
Treffer zum 23:23-Endstand. »Wir
werden aller Wahrscheinlichkeit nach Protest gegen die Wertung einlegen«,
berichtete HSG-Trainer Dirk Schlegel. Grund: Bei einer Restspielzeit von drei
Sekunden pfiffen die Unparteiischen die Partie wieder an, Kropp-Spielerin
Daniela Krüger störte die letzte Aktion des Gegners und bekam wegen nicht
eingehaltenem Abstand eine Zeitstrafe. Doch anstatt die Partie nun für
beendet zu erklären, gaben die Schiedsrichter noch einmal drei Sekunden
Spielzeit und Kiel nutzte die Überzahl um das Unentschieden zu erzielen.
»Damit haben die Schiedsrichter unserer Spielerin in einer Nullzeit eine
Zeitstrafe gegeben. Wie kann das bitte schön funktionieren«, wunderte sich
nicht nur Schlegel. Generell
hätte die HSG Kropp-Tetenhusen das Spiel weitaus weniger spannend machen
müssen. Eine insgesamt schwache Angriffsleistung verhinderte allerdings eine
Vorentscheidung. Selbst ein 17:13-Vorsprung (45.) gab nicht die notwendige
Sicherheit. HSG
Kropp-Tetenhusen: Bielefeldt, Maske - L. Leptien, Makowka 1/1, Wichmann 3,
Krüger 2, Stührken 4, Grewe 2, Brœmstrup 10/5, Bandemer, N. Leptien 1. |
Meldung:
„Kieler Nachrichten vom 15.1.05“
Abstieg wäre eine Tragödie
„Krabben" wollen sich
wehren
Der
Kampf um den Klassenerhalt ist für die HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der
Handball-Regionalliga Frauen lange ein Fremdwort gewesen. Sechs Jahre nach dem
Abstieg aus der Zweiten Bundesliga droht erstmals nach 30 Jahren die Rückkehr
in den Landesverband:
Gerade
einmal acht Zähler haben die „Krabben" in 13 Spielen geholt. „Ein Abstieg
wäre eine Tragödie", meint Rückraumspielerin Katrin Maukel, mit 63 Toren
zugleich beste Werferin. Aber die 26-Jährige ist durch Verletzungen und
Schichtdienst selbst oft zurückgeworfen. Der Rückstand zu einem
Nichtabstiegsplatz beträgt zurzeit einen Punkt. Die größte Gefahr droht über
die erstmals in der Regionalliga angewandte gleitende Skala. Erst Rang sieben
verspricht endgültige Rettung. Dazu fehlen den „Krabben" sechs Zähler.
Wenn heute die Rückrunde bei der HSG Kropp/ Tetenhusen fortgesetzt wird, ist
ein Sieg erforderlich. „Da wollen wir die Grundlage schaffen", zeigt sich
Sonja Hansen optimistisch. Die 27-Jährige, seit über vier Jahren
Mannschaftsführerin und zusammen mit Maukel einzige „Überlebende" aus dem
früheren Zweitligateam, gibt noch nicht auf.
Natürlich
sei der Verlust der Leistungsträger Diana Köhn, Isabelle von Seeler - zugleich
Haupttorschützen - Anna Carlson und Torhüterin Sigrid Jungjohann
entscheidend. Auch AnnChristin Thoma ist derzeit nur noch aushilfsweise aktiv.
„Die Abwehr war einmal unser Prunkstück, und im Angriff flattern oft die
Nerven", sagt Hansen. Weil auch der geplante Einsatz der erfahrenen Anne
Grethe Eggen ins Wasser fiel, hängt die größte Last im Rückraum neben Maukel
an Linkshänderin Wiebke Reimers. Zwar steigerte sich die 22-Jährige (bisher 56
Tore) nach Kurzeinsätzen in der Vergangenheit um 150 Prozent, doch zugleich
hat der Druck zugenommen. „Erfahrung kannst du nicht trainieren", sagt
Trainer Fritz Sünkler und beklagt fehlende Alternativen, wenn das Duo nicht
trifft. Abwehrspezialistin Meike Gronau kommt erst langsam wieder in Fahrt und
Spielmacherin Svenja Sturm (vom Oberligisten Owschlag) braucht Zeit. „Das
Gefüge ist intakt, wir trainieren gut, also richten wir den Blick nach
vorn", sagt Sünkler.
Die
„Krabben" müssen vor allem in den Heimspielen wieder erfolgreicher
agieren. Nur ein Sieg sprang aus sieben Spielen heraus. Folglich versagte auch
den früher oft stimmgewaltigen Fans die Stimme. „Wir stehen in der
Pflicht", fordert Hansen totale Leidenschaft.
Pokalspiel gegen TSV Ellerbek / 9.1.05:
„Kieler
Nachrichten vom 10.1.05“
Doppeltes Pokal-Aus für HSG-Frauen
Bezirksligist Holstein ll brachte Grimmen beim 18:20 in Verlegenheit
Die
HSG Holstein Kiel/Kronshagen ist aus dem Handball-Pokal auf
Regionalliga-Ebene ausgeschieden. Nach der knappen Niederlage am Sonnabend der
bisher in der Bezirksliga verlustpunktfreien Zweiten erwischte es gestern auch
das Regionalligateam. Damit ist der TSV Altenholz nach einem Freilos einziges
Kieler Team im Wettbewerb. Die Schützlinge von Sigurd Schreiber erwarten am 5.
Februar den SV Eidelstedt.
TSV
Ellerbek - HSG Holstein 30:25 (15:14).
Nach
ausgeglichenem Auftakt verloren die „Krabben" plötzlich den Faden und
fielen bereits auf 9:14 (24.) zurück. Mit einem geschickt gewählten Time-Out
nahmen die Gäste jedoch dem TSV Ellerbek den Wind aus den Segeln. Nach Paraden
der guten Torhüterin Manja Wulf lief das Spiel wieder rund, zur Pause betrug
der Rückstand nur noch ein Tor.
Im
Halbzeitgespräch impften sich die Kieler ein, besonders auf Ellerbeks Svenja
Rix und Kreisläuferin Martina Bauer acht zu geben. Das gelang jedoch wie zuvor
nur phasenweise. Als die HSG Holstein nach dem 18:20 (38.) das Tempo mitgehen
wollte, schlichen sich technische Fehler ein. Ellerbek traf fünfmal in Folge
und warf in zehn Minuten den vorentscheidenden Vorsprung heraus. „Da sind wir
einfach zu hektisch gewesen", fasste Co-Trainer Thomas Kleinschmidt zusammen.
HSG:
Wulf, Pulwitt, (ab 46.); Maukel (3), Hansen (2), Sturm (4), Schulz, Metz (1),
Reimers (5/3), Gronau (4), Gaber (1), Tegler (3), Brinker (2).
HSG
Holstein II - HSV Grimmen 18:20 (8:10).
Einen
Klassenunterschied konnte Hol/Kro II-Trainer Jens Grabowski nicht feststellen.
„Grimmen war sicher schlagbar, doch lieber jetzt eine Niederlage als in der
Punktrunde." Sein Team leistete sich im Gegensatz zum bisherigen
Saisonverlauf zu viele technische Fehler. Als die Kielerinnen sich nach der
Pause auf 14:14 (44.) heran arbeiteten, waren es zwei Zeitstrafen gegen Verena
Niebuhr und Ines Böhrensen, die die Gastgeberinnen aus dem Konzept brachten.
Das 17:18 (52.) durch Birgit Böckmann war der letzte Anschlusstreffer.
HSG
II: Möller, Dressler; Sommer (9/2), Bletsch, Preer, Böckmann (1), Sell (2),
Bartz (1), Weidner (1), Böhrensen (2), Niebuhr (2), Hass.
„Hamburger
Abendblatt vom 10.1.05“
Ellerbek träumt von großen Pokalgegnern
Handball:
Mit einem 30:25 über die HSG Holstein Kiel/Kronshagen erreichten die TSV-Frauen
die zweite Runde auf NOHV-Ebene.
Ellerbek - Der Start
ins neue Jahr verlief etwas holprig, aber das Ergebnis sorgte unter dem Strich
für allgemeine Zufriedenheit. Die Handball-Frauen des TSV Ellerbek besiegten in
der ersten Runde des NOHV-Pokals die HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 30:25
(15:14) und zogen so in Runde zwei ein, in der sie am ersten Februar-Wochenende
auswärts auf den Oberligaklub Potsdam treffen werden. Mit einem Sieg wäre man
auf Bundesebene dabei.
Ohne Nadja Rantzow, die erst einen Tag vor dem
Regionalliga-Nachbarduell am Sonntag gegen den Elmshorner HT aus dem Skiurlaub
zurück sein wird, hatte Ellerbek vornehmlich in der ersten Halbzeit einige
Probleme. Das Team lag zwar auch in der Folgezeit niemals in Rückstand, konnte
sich aber auch erst Mitte der zweiten Halbzeit entscheidend auf 25:18 absetzen.
"Die Aktionen waren teilweise behäbig, so als hätten sich
de Spielerinnen von den Feiertagen im alten Jahr nicht restlos erholt",
meinte TSV-Trainerin Marta Beles. Sie fügte gleichwohl hinzu: "Die
Müdigkeit wird nach den nächsten Trainingseinheiten wieder weichen."
Herausragend, insbesondere was die Treffer-Bilanz angeht, trat
Martina Bauer auf. Sie erzielte zwölf Tore, zwei davon durch Verwandeln eines
Siebenmeters. Tatkräftig an ihrer Seite stand die dynamische Svenja Rix, die mit
sieben Toren an ihre durchweg stabile Hinrundenform anschloß. Silke Schwarzer
findet nach überstandener Muskelverletzung gleich wieder Anschluß - drei Tore.
Auch wenn mit Inga-Lena Kühn, Kristin Baltzke und Katharina Schmidt drei
Spielerinnen leer ausgingen, zeigte sich Marta Beles mit der Statistik
zufrieden. Von neun Feldspielerinnen trafen immerhin sechs ins Schwarze.
Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen, die am dritten
Regionalliga-Spieltag in der Harbig-Halle noch beide Punkte entführt hatte, war
schließlich doch kein echter Prüfstein für die Ellerbeker Mannschaft. Die war
sich nach dem Spiel bewußt, im Pokalwettbewerb endlich einmal die Auftaktrunde
überstanden zu haben. Und das "Los" Potsdam scheint auch nicht
ungelegen zu kommen. Marta Beles: "Uns würde es ganz gut zu Gesicht
stehen, wenn wir anschließend vielleicht auch in der ersten Runde auf
Bundesebene für Aufsehen sorgen würden."
Spielverlauf: 5:5 (10, 11:9 (20.), 14:9 (25.), 15:14 - 20:18
(40.), 27:20 (50.), 28:23 (58.) - 30:25.
Aufstellung (Tore/Siebenmeter): Renner (2. Halbzeit Hinz),
Bauer (12/2), Rix (7/2), Günter, Matuch, Schwarzer (je 3), Lohmeier (2),
Schmidt, Baltzke und Kühn (alle 0).
Punktspiel gegen SV Pädagogik Rostock / 18.12.04:
„Kieler
Nachrichten vom 20.12.04“
Christine Meyer hielt „Krabben" einen Punkt fest
HSG Holstein konnte 20:16-Führung gegen
Rostock nicht halten
Die HSG
Holstein Kiel/Kronshagen überwintert auf einem Abstiegsplatz in der
Handball-Regionalliga Frauen. Das 20:20 (11:11) gegen Aufsteiger Pädagogik
Rostock verlängert die Leidenserie der Fans um eine weitere Episode.
Dabei
können die „Krabben" über den einen Punkt im Großen und Ganzen sogar noch
froh sein. Zwölf Minuten vor dem Ende stellte der Angriff seine Torproduktion
gänzlich ein. Und am Ende war es die reaktivierte Torhüterin Christine Meyer,
die kurz vor dem Abpfiff mit einem abgewehrten Gegenstoß von Ulrike Wenzlawski
wenigstens noch einen Zähler rettete. „Das Unentschieden hilft uns aber nicht
wirklich weiter", resümierte Assistenz-Trainer Thomas Kleinschmidt. Die
Kielerinnen hatten einen guten Start, führten schnell 4:1 (8.), ehe die
Rostockerinnen besser ins Match fanden und die Partie ausgeglichen gestalteten.
Nach dem Wiederbeginn fiel die die Mannschaft von Trainer Fritz Sünkler
zunächst einem 12:14 (36.) hinterher, hatte dann jedoch die stärkste Phase.
Bis auf 20:16 zogen die Gastgeberinnen binnen zehn Minuten davon.
Der Sieg
war zum Greifen nahe. Aber die HSG packte nicht zu. Rostocks Trainerin Beate
Liermann wechselte ihre Nachwuchstorhüterin Pauline Radke ein. Die zum
Bundesligakader der SG PSV Rostock zählende Schlussfrau nagelte ihren Kasten
fortan zu. Im Gegenzug verkürzten die Gäste Stück für Stück und kamen durch
Kristin Schwarzer und der insgesamt gut abgeschirmten Ex-Bundesligaspielerin
Petra Weidemann (8/5) noch zum Ausgleich. Allerdings waren die Kielerinnen in
der Schlussminute wieder im Ballbesitz. Doch der Wurf von Katrin Maukel kam
15 Sekunden vor dem Ende. Viel zu früh. Zum Glück ließ Meyer nichts mehr
anbrennen.
HSG
HolKro: Pulwitt,
Meyer (ab 20.) - Maukel (1/1), Hansen, Sturm (3), Schulz (n.e.), Metz (3),
Reimers (6/3), Gronau (1), Gaber (3), Tegler (3), Brinker.
„Ostsee-Zeitung
vom 20.12.04“
Pädagogik-Damen
schafften auswärts Punkteteilung
Kiel
- Die Handballfrauen des SV Pädagogik haben im letzten Punktspiel vor der
Weihnachtspause einen Sieg knapp verpasst. Im Auswärtsspiel der
Handball-Regionalliga Nordost erreichten die Rostockerinnen beim
Tabellennachbarn HSG Holstein Kiel / Kronshagen ein 20:20 (11:11). Die Gäste
gingen durch Sybille Porath kurz nach dem Anpfiff mit 1:0 in Führung. Kiel
konnte sich danach zunächst auf 4:1 absetzen, ehe Pädagogik durch ein Tor von
Kristin Schwarzer den Ausgleich erzielte (4:4 / 11.) In Führung gingen die
Rostockerinnen allerdings erst wieder kurz vor der Pause (9:8 / 24.). Die
Einheimischen nahmen eine Auszeit und stellten bis zur Halbzeit den
11:11-Gleichstand her.
Nach
Wiederbeginn setzte sich Pädagogik durch Sybille Porath auf 14:12 (36.) ab.
Doch auch diesmal ließen die Kielerinnen die Gäste nicht davonziehen und kamen
erneut zum Ausgleich (14:14 / 40.). In der Folgezeit wurde es bedrohlich für
die Pädagogik-Damen, denn die Gastgeberinnen enteilten nun auf 20:16 (48.). Das
Spiel schien gelaufen, doch mit großem Kampfgeist schafften die Gäste noch die
Punkteteilung. „Dieser Punktgewinn ist wie ein Sieg für uns und gleichzeitig
eine schöne Weihnachtsüberraschung“, meinte denn auch Pädagogik-Trainerin Beate
Liermann.
Punktspiel gegen MTV Wandsbek 72 / 11.12.04:
„Kieler
Nachrichten vom 13.12.04“
„Kiel gehört nicht da unten hin"
Wer
in der Tabelle unten steht, hat zumeist auch die Seuche. Das bekommt die HSG
Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga Frauen in diesen Tagen
nur zu deutlich zu spüren. Mit 20:21(9:10) unterliegen die „Krabben" beim
MTV Wandsbek, obwohl der Punktgewinn bereits in Reichweite ist. Knapp fünf
Sekunden vor dem Ende bekommt Wandsbeks Allrounderin Jasmin Thede am Kreis den
Ball und erzielt mit ihrem siebten Tor den Sieg für die Hamburgerinnen. „Kiel
hat eine gute Moral bewiesen und gehört sicher nicht da unten hin", lobt
Wandsbeks Coach Frank Schneller.
Balsam
auf geschundene Kieler Seelen, doch am Ende stehen die Schützlinge von Trainer
Fritz Sünkler zum sechsten Mal in Folge ohne doppelten Punktgewinn da. „Es
fehlt das berühmte Quäntchen, wir werden einfach nicht belohnt", sagt
Sünkler. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit fielen die Gäste zunächst
sogar auf 10:17 (38.). In einem Team-Time-Out ließ Sünkler („Das ist sonst
nicht meine Art") ein Donnerwetter über seine Mannschaft nieder: Worte
auf fruchtbaren Boden. Zusammen mit der Einwechslung der reaktivierten Torhüterin
Christine Meyer steigerten sich die „Krabben" und kommen fünf Minuten
vor dem Abpfiff zum 18:18. Meyer nagelt ihr Tor zu und pariert drei Siebenmeter.
Ein Strafwurf der Hamburgerinnen geht sogar neben das Gehäuse. Obwohl Wandsbek
noch einmal zwei Tore vorlegt, gleichen die Kielerinnen abermals aus, verpassen
durch die insgesamt starke Melanie Tegler jedoch den finalen Gegenstoß-Siegtreffer.
An Stelle eines Zählers kommt es noch zur Niederlage.
HSG
HolKro:
Wulf, Meyer (ab 37.) - Maukel 3/1, Hansen, Sturm 1, Schulz 1, Metz (n.e.),
Reimers 3, Gronau 2, Gaber, Tegler 4, Brinker 6.
„Pressemitteilung
MTV Wandsbek 72 vom 13.12.04“
Sieg
in letzter Sekunde: MTV strapaziert Trainer und Anhang
Trotz
Strafwurf-„Drama“ diesmal Wandsbeker Happy End: 21:20 gegen Kiel
Hamburg
- Die Regionalliga-Handballerinnen von Wandsbek 72 mögen¹s offenbar dramatisch.
Auch im wichtigen Heimspiel gegen die HSG Holstein Kiel-Kronshagen ließen die
“Wilden Wandsen“ ihre Trainer und Anhänger bis (fast) zur letzten Sekunde
zittern diesmal aber mit Happy End: Fünf Sekunden vor dem Abpfiff gelang nach
Anspiel von Katharina Pohle der stärksten Hamburgerin an diesem Nachmittag,
Jasmin Thede, der 21:20 (10:9)-Siegtreffer. Knapp 20 Minuten zuvor hatte der
Gastgeber in diesem Regionalliga-Klassiker bereits mit 17:10 geführt. Dann aber
folgte einmal mehr ein nicht nachvollziehbarer Aussetzer, den die Kielerinnen
über 17:16 (46.) bis zum 18:18 (52.) nutzten. Immerhin: Im ersten Spiel ohne
Inga Schlupp (Kreuzbandriss) gelang dem Team von Frank Schneller nach diesem
Einbruch zumindest wieder eine Steigerung und doch noch der verdiente Sieg.
Zwar glich die HSG auch Wandsbeks 20:18-Führung noch einmal aus, doch im
letzten Angriff gelang dem MTV diesmal der Befreiungsschlag. Durch diesen laut
Schneller “für Tabellensituation und Psyche besonders wertvollen Erfolg“
behauptet Wandsbek seinen Platz in der oberen Tabellenhälfte.
Doch
es war trotz der guten Einstellung gegen Kiels Toptorjägerin Kathrin Maukel
(nur drei Feldtore) ein schweres Stück Arbeit: Vor der Pause dominierten zwei
starke Abwehrreihen, kein Team konnte sich absetzen. Aus der Halbzeit aber kam
Wandsbek 72 wie aufgedreht: Innerhalb von zehn Minuten setzte sich der
Gastgeber gestützt auf seine unnachgiebige Defensivarbeit mit herrlichen
Angriffsaktionen und großem Tempo zur Freude des Heimpublikums scheinbar entscheidend
ab “was dann wieder einmal folgte, ist schon ein Phänomen. Wir haben einfach
keinen Killerinstinkt oder Angst vor der eigenen Courage oder beides“, so
Schneller über die mangelnde Souveränität, eine klare Führung einmal sicher zu
verwalten oder gar auszubauen. Vier (!) Siebenmeter in Folge ließ der Gastgeber
aus und versäumte es damit, den Gegner auf Distanz zu halten. Kiel holte Tor um
Tor auf, doch Wandsbeks Siegeswillen und Moral konnte nicht gebrochen werden.
Neben Jasmin Thede war dafür primär Melanie Schuster verantwortlich, die mit
einer großartigen Abwehrleistung ihre Nebenspielerinnen stützte. Auch
Torhüterin Lena Teufel hielt gut. Die Belohnung: Der sechste Saisonsieg, der
anschließend mit einer teaminternen Weihnachtsfeier auf dem Kiez sowie einer
Adventsparty am Sonntag bei Co-Sponsor Cut for Friends gefeiert wurde.
Gegen
Holstein Kiel spielten: Lena Teufel, Daniela Laupichler (n.e.). - Anika Harms
(n.e.), Nina Schmitz (n.e.), Caroline Jürgens, Nicola Wohlers (3/3), Katharina
Pohle (1), Kerstin Felkel (1), Alexa Lindner (1), Sandy Lindner (2), Melanie
Schuster (3), Kathrin Behrens (3), Jasmin Thede (7)
Punktspiel gegen Elmshorner HT / 4.12.04:
„Kieler
Nachrichten vom 6.12.04“
Bilderbuch vor dem Offenbarungseid
Die Krabben krabbeln im Tabellenkeller der
Frauen-Regionalliga
Die
Negativserie der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga
Frauen findet kein Ende. Das 18:26 (12:9) gegen den Elmshorner HT lässt die
Mannschaft von Trainer Fritz Sünkler seit sechs Wochen auf einen doppelten
Punktgewinn warten. Gleichzeitig war dieses Spiel kein guter Start in die
abendliche Weihnachtsfeier.
Genau
genommen war die Niederlage der „Krabben" gegen den Vorjahresvizemeister
überflüssig. „Eine Halbzeit spielen wir wie aus dem Bilderbuch, dann geht
nichts mehr", rätselte auch Sünkler. Die Gastgeberinnen übernahmen nach
dem 1:2 (5.) durch Treffer von Katrin Maukel und zweimal Angela Gaber die
Führung, die sogar auf 10:6 (22.) ausgebaut wurde. Verantwortlich dafür eine
stabile Abwehr, die blitzschnell auf den Füßen war sowie Torhüterin Anja
Pulwitt. Allerdings war auch Maukel im Kieler Angriff nicht auszuschalten. Sie
erzielte allein acht ihrer elf Tore im ersten Spielabschnitt und leitete viele
gute Konzeptionen ein.
Das
erkannte auch Elmshorns Trainer Reimer Warnholz und ließ die Rückraumspielerin
in den zweiten 30 Minuten von Anja Claasen in Manndeckung nehmen. „Normal ist
das Spiel fünf-gegen-fünf doch unser Spiel"; meinte Sünkler. Diesmal
verspielten die Kielerinnen mit einer Vielzahl von Fehlern den Vorsprung, und
als Elmshorns Marina Abramova nicht mehr aggressiv genug bekämpft wurde, warf
die Spielmacherin schnell drei Treffer in Folge zum 15:15 (45.). Obwohl Svenja
Sturm die „Krabben noch einmal beim 16:15 (48.) in Führung brachte, war sämtliche
Sicherheit bereits verloren. Die letzten zwölf Minuten glichen einem
Offenbarungseid. „Immer diese riskanten Bälle", schimpfte Obmann Klaus Rohde
über 17 technische Fehler nach der Pause, während Torhüterin Pulwitt erkannte:
„Eine gute Halbzeit reicht eben nicht."
HSG
HolKro:
Pulwitt, Wulf (45. bis 55.) - Maukel (11/4), Hansen, Sturm (3), Metz, Reimers
(1), Gronau, Gaber (3), Thoma, Tegler, Brinker.
„Hamburger
Abendblatt vom 6.12.04“
Nach der Pause drehte EHT auf: 26:18 in Kiel
Elmshorn - Aus seiner Freude wollte Kurt-Krogh Rasmussen nach
Spielende keinen Hehl machen. "Das ist doch Wahnsinn. Zur Pause lagen wir
drei Tore zurück - und dann gewinnen wir mit acht Toren Vorsprung", sagte
der Manager der Regionalliga-Frauen des Elmshorner Handball-Teams angesichts
des 26:18 (9:12)-Erfolges bei der HSG Kiel/Kronshagen.
Reimer Warnholz' Vorhersage, man werde das Spiel trotz der
Probleme in der Vorwoche bei Wandsbek 72 gewinnen, hatte sich damit erfüllt,
obwohl es 30 Minuten lang alles andere als nach einem Sieg für die
Elmshornerinnen ausgesehen hatte. "Wir waren in der ersten Halbzeit nicht
gut. Da sind wir nicht in Fahrt gekommen", erklärte der 50 Jahre alte
Coach. Weniger diplomatisch formulierte es anschließend Rasmussen, der ohne
Umscheife zugab: "Das war grottenschlecht."
Die Miene des Managers sowie des Trainers hellte sich erst in
der zweiten Halbzeit auf, als die Elmshornerinnen ihr Können demonstrierten.
"Wir waren im zweiten Durchgang sehr viel konzentrierter, haben gekämpft
und unsere Chancen eben auch konsequent genutzt", fasste Warnholz den
Verlauf der Partie nach dem Seitenwechsel kurz zusammen. Einzelne Spielerinnen
hervorzuheben blieb unterdessen Rasmussen überlassen. Und wie schon so oft in
den vergangenen Wochen galt das Lob des Managers Torhüterin Miriam Hawen.
"Für mich war sie die beste Spielerin auf dem Platz", sagte
Rasmussen.
Spielverlauf: 4:2 (10.), 9:5 (20.), 12:9 (30.), 15:12 (40.),
17:23 (50.).
EHT (Aufstellung/Tore): Hawen - Abramova (6), Sawade (6/1),
Hoop (5), Clasen (5/4), Isermann (3), Fries (1), Toillie, S. Müller.
Punktspiel gegen SG Kisdorf/Leezen / 28.11.04:
„Kieler
Nachrichten vom 29.11.04“
Die
Angst der „Krabben" aus sieben Metern zu werfen
Gleich sieben Siebenmeter beim 19:28 in Kisdorf
wurden vergeben
Beim
Fußball ist es laut Peter Handke die „Angst des Tormanns beim
Elfmeter" - bei der HSG Holstein/Kronshagen ist es die Angst vor dem
Siebenmeter. Gleich sieben von zwölf Strafwürfen fanden bei der 19:28
(7:13)-Niederlage der „Krabben" bei der SG Kisdorf/ Leezen in der
Handball-Regionalliga der Frauen nicht den Weg ins Netz.
„Gegen
eine solche Quote lässt sich nicht gegen anspielen", meinte
„Krabben"-Trainer Fritz Sünkler zerknirscht. Katrin Maukel, Wiebke Reimers,
Grit Kretzschmar (je zwei) und Dajana Schulz schafften es nicht, den Ball im
sechs Quadratmeter großen Tor unterzubringen. Natürlich deckte Kisdorfs Torfrau
Bettina von Gogolinski mit ihrer Leibesfülle einiges ab, aber die 29-Jährige
brauchte sich nicht einmal richtig zu bewegen. So verloren die Kielerinnen
früh den Anschluss. Nach dem 3:3 (7.) wuchs der Rückstand schnell auf fünf
Treffer an, weil bereits vor dem Wechsel sechs Strafwürfe nicht im Tor
landeten. Trotzdem hofften viele der Kieler Anhänger noch auf eine Wende. Doch
aus dem Rückraum - egal in welcher Zusammensetzung - ging kaum Gefahr aus.
Zu kurz flackerte das Kreisspiel mit Dajana Schulz einmal auf. Aber auch von Außen
wurde viel vergeben. Dazu kam eine Abwehrleistung, die Sünkler immer wieder zu
Umstellungen zwang. Die Löcher wurden nicht kleiner. Nach dem 11:20 (43.) war
das 17:22 (55) nur ein Strohfeuer. „Das kann man nicht erklären", meinte
Holsteins Meike Gronau zur Gesamtvorstellung. Erstmals sind die
„Krabben" nun auf einen Regelabstiegsplatz zurückgefallen.
HSG
HolKro:
Pulwitt, Wulf (ab 41.) - Maukel (1), Hansen, Sturm (1), Schulz (4/1), Metz (3),
Reimers (6/4), Gronau (1), Kretzschmar (2), Ziegler (1), Thoma.
„Hamburger
Abendblatt vom 30.11.04“
Das neue "Wir-Gefühl"
SG
Kisdorf/Leezen bezwingt HSG Kiel/Kronshagen mit 28:19
Kisdorf
- Die Handball-Frauenteams der SG Kisdorf/Leezen rücken näher zusammen.
Mit Anja Krönert, Anja Fahrenkrog sowie den Schwestern Claudia und Steffi
Danger fügten sich beim überraschend deutlichen 28:19 (13:7)-Erfolg der
Regionalliga-Mannschaft gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen gleich vier
Spielerinnen der Oberliga-Truppe nahtlos ins erste Team ein. Hinzu kam
Hilfestellung auch aus der dritten Mannschaft: Linkshänderin Melanie Ahrens
traf gegen den Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt viermal und stopfte
so manches Loch in der Deckung.
"So kann es weitergehen", kommentierte ein restlos
zufriedener Coach Sönke Radetzky den starken Auftritt der SG Kisdorf/Leezen,
die im bisherigen Saisonverlauf wegen eines spärlich besetzten Kaders immer
wieder totale Aussetzer zu beklagen hatte. Darauf hat die Führungsriege des
Vereins nun reagiert. Klaus-Hermann Bornholdt, Holger Rickert, und das
Trainerduo Sönke Radetzky und Jens Scheunemann haben beschlossen, daß künftig
regelmäßig mehr Spielerinnen aus dem zweiten Team für die Regionalliga-Crew
abgestellt werden - zumal Rückraumspielerin Anja Scheunemann aus
gesundheitlichen Gründen bis auf weiteres ausfällt.
Auch die Trainer werden enger zusammenarbeiten. So saß
Oberliga-Coach Jens Scheunemann gegen die HSG Kiel/Kronshagen mit auf der Bank.
"Vier Augen sehen mehr als zwei", meinte Radetzky. Torfrau Bettina
von Gogolinski präsentierte sich in überragender Verfassung. "Betsy"
wehrte sieben von zwölf Strafwürfen sowie mehrere Großchancen ab. Auf dem Feld
führte Saskia Rickert glänzend Regie. "Beide Mannschaften haben mit
Herzblut agiert, aber die Partie war nicht unfair", kommentierte Sönke
Radetzky die aus seiner Sicht unverständliche Flut von 24 Strafwürfen und
insgesamt 15 Hinausstellungen.
Das neue "Wir-Gefühl" untermauerten Mannschaft und
die Trainer nach dem Schlußpfiff. "Wir haben uns Pizza bestellt und einen
kleinen Siegerschluck genommen", erzählt Sönke Radetzky.
Für die kommenden "Vier-Punkte-Spiele" bei Pädagogik
Rostock (4. Dezember, 18 Uhr) und gegen die HSG Kropp-Tetenhusen (12. Dezember,
16 Uhr) erhofft sich der Coach eine weitere Festigung des Mannschaftsgefüges.
Die Tore der SG Kisdorf/Leezen: Nadine Wrage (8/5 Siebenmeter),
Anja Krönert (5/2), Saskia Rickert (4), Melanie Ahrens (4/1), Anja Fahrenkrog,
Olga Zehetbauer, Katja Bernreuther (je 2), Inga thom Suden (1).
Punktspiel gegen TSV Nord Harrislee / 20.11.04:
„Flensburger
Tageblatt vom 22.11.04“
TSV
Nord Harrislee weiter auf dem Weg der Besserung
Verdienter Auswärtspunkt: 17:17
bei der HSG Holstein/Kronshagen
Kiel - Die Frauen-Regionalligamannschaft
des TSV Nord Harrislee ist nach dem völlig daneben geratenen Start in diese
Spielzeit weiterhin auf dem Wege der Besserung. Am Sonnabend gelang der Mannschaft
von Trainer Olaf Rogge bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen ein hoch verdientes
17:17 (10:10)-Remis, das zwar keinen „Raumgewinn" in der Tabelle bedeutete,
aber das Selbstbewusstein erheblich gestärkt haben dürfte. „Wir haben auch
ohne Tatjana überzeugt", war Trainer Rogge stolz auf sein Aufgebot, das
auf Seniorin Tatjana Rühl verzichten und eine gesundheitlich angeschlagene
Melanie Warr (Grippe) verkraften musste. Doch die Mannschaft verstand es,
Kriterien wie Moral, Kampfgeist und Glück zu mobilisieren und zu nutzen, so
dass es am Ende für einen Punkt reichte. Trainer Rogge sprach von einem
typischen Vier-Punkte-Spiel", gekennzeichnet von Kampf und Einsatz und
starker Dominanz der Abwehrreihen. Für ihn war wichtig, dass Silke Abrosat
wieder „da" ist und nach krankheitsbedingtem Durchhänger zu gewohnter
Leistung zurück gefunden hat. Stets knappe Spielstände hielten die Spannung „am
Kochen". Am Ende blieb die Feststellung, das beide Teams gewonnen hatten
- nämlich einen Punkt und das 17:17 alles in allem gerecht war. Dennoch verblieb
bei den Gastgeberinnen ein leiser Hauch von Enttäuschung. Sie hatten Minuten
vor dem Schlusspfiff noch mit drei Toren vorn gelegen, mussten aber den TSV
Nord noch herankommen lassen.
HSG Holstein/Kronshagen: Sturm (5), Gronau und Schulz (je
3).
TSV Nord
Harrislee: Schultner, Petersen (hieit einen Siebenmeter) -Warr (6/5), Ab- rosat
(4), Bülau (2), Schibrath (1), Malow (2), Diederichsen (2), Vogeler, Gosch, Müller,
Clausen.
„Kieler
Nachrichten vom 22.11.04“
Bittere Pille für Krabben
HSG-Handballerinnen kassierten 17:17 mit der Schlusssirene
Es hätte ein kleiner Befreiungsschlag werden
können. Aber anscheinend steht Glücksgöttin Fortuna in dieser Saison nicht auf
der Seite der HSG Holstein Kiel/ Kronshagen. Beim 17 :17 (10:10) in der
Handball-Regionalliga der Frauen gegen den TSV Nord Harrislee fehlten zwei
Sekunden am zweiten Heimsieg.
In der
gesamten zweiten Halbzeit lagen die Kieler „Krabben" in Führung. Dann
der letzte Angriff der Nordlichter: Angriff. Ein schnell ausgeführter Freiwurf
landete bei Silke Abrosat, die mit ihren fünften Treff er noch das Remis
sicherstellte und hängende Köpfe bei den Gastgeberinnen hervorrief. Die Abwehrschlacht
der HSG wurde nicht mit zwei Punkten belohnt. ,.Das ist schon bitter für uns`',
resümierte .,Krabben"-Coach Fritz Sünkler. Dabei hatte seine Mannschaft
eine wahre Energieleistung vollbracht. Nach ausgeglichener Anfangsphase (6:6,
17.) fielen die Kielerinnen binnen fünf Minuten auf 6:10 zurück. Sünklers
Auszeit rüttelte die HSG wach. Zweimal Dajana Schulz und
zweimal Svenja Sturm - das war der bisher stärkste Auftritt im
„Krabben-Trikot" - egalisierten noch vor dem Pausenpfiff.
Anschließend
bauten die Kielerinnen das 14:12 (45.) auf 17:14 (53.) aus, versäumten es
jedoch ihre zahlreichen Ballgewinne in noch mehr Tore umzumünzen. Nach der
Partie meinte
Sünkler
selbstkritisch: „Vielleicht habe ich zulange an Katrin Maukel
festgehalten." Anfangs klappte das Abwehr-Angriff-Wechselspiel zwischen
Meike Gronau und Maukel vorzüglich, später hätte die Rückraumspielerin nach
zwei Wochen ohne Training eine Verschnaufpause gebraucht. Zum großen
Pechvogel avanciert allmählich Sabine Brinker. Die Flügelflitzerin widerstand
mit Tapeverband eine Halbzeit den Schmerzen. Dann brach ihre Fußverletzung erneut
auf. Längere Zwangspause garantiert.
HSG HolKro: Wulf (bei einem Siebenmeter),
Pulwitt - Maukel (1/1), Hansen (1), Sturm (5), Schulz (3), Metz, Reimers
(2/1), Gronau (3), Kretzschmar (2), Gaber, Brinker.
„Flensburg
Avis vom 22.11.04“
Punktgewinn in
letzter Sekunde
|
|
Handball
- Der TSV Nord Harrislee spielt bei der HSG Holstein-Kronshagen 17:17 Knackpunkt TSV
Nord Harrislee: Schultner, Petersen – Warr 6/5, Abrosat 4, Bülau 2,
Schibrath, Malow 2, Diedrichsen 2, Vogeler, Gosch, Müller, Clausen. Ruwen
Möller |
Punktspiel gegen VfL Bad Schwartau / 14.11.04:
„Kieler
Nachrichten vom 15.11.04“
„Krabben" wurden verspeist
Das war
alles andere als lecker: Mit einem 20:27 (12:14) in der Handball-Regionalliga
der Frauen. kehrte die HSG Holstein Kiel/Kronshagen vom VfL Bad Schwartau,
der die
Tabellenführung übernahm, zurück.
Rund 15
Minuten präsentierten sich die „Krabben" von ihrer feinen Seite. Einsatzwillen
und Engagement stimmten. Nach der Kieler 9:6-Führung übernahmen die
Gastgeberinnen das Zepter. Zu gerne hätte „Krabben"-Coach Fritz Sünkler
seinem neu formierten Rückraum mit Meike Gronau, Svenja Sturm und Wiebke
Reimers mehr Pausen gegeben. Doch der verletzungsbedingte Ausfall von Katrin
Maukel war nicht über 60 Minuten zu kompensieren. „In der Abwehr hat Meike
jedoch ein Klassespiel gemacht", lobte Sünkler.
Nach dem
Wiederbeginn vergrößerte Bad Schwartau binnen zehn Minuten den Vorsprung auf
19:12. Sünkler reagierte, beorderte erst Sonja Hansen in die vorgezogene
Deckungsposition, später noch Steffi Metz dazu. Aber der Schwartauer Rückraum
mit Claudia Brandt und Jana Stapelfeldt (je acht Treffer) war nicht zu stoppen.
„Außerdem haben wir vorn unsere Chancen nicht genutzt", sagte Sünkler.
Besonders die Außen und die Kreisläuferinnen ließen sich mehrfach von der Bad
Schwartauer Torfrau düpieren.
HSG
HolKro: Wulf, Pulwitt
- Hansen (3), Sturm (3), Schulz, Metz (2), Büttner (n.e.), Reimers (6/3),
Gronau (3), Kretzschmar (1), Gaber, Tegler (2).
„Lübecker
Nachrichten vom 16.11.04“
Handball-Regionalliga: VfL
wieder Spitze, Kisdorf atmet auf
LÜBECK - Schwartaus Regionalliga-Handballerinnen sind
Spitze: Mit einem 27:20-Sieg und dem 23:27-Patzer der Eidelstedterinnen gegen
Ellerbek
ist der VfL wieder Tabellenführer.
VfL Schwartau - Holstein Kiel/Kronshagen 27:20 (14:10):
Zu Beginn jedoch fehlte der VfL-Abwehr die nötige Aggressivität, konnte das
Tempospiel nicht in Schwung gebracht werden (6:9/17.).
„Uns fehlte die Leichtigkeit auf den Beinen, aber nach der
Umstellung passte es", erklärte Coach Bernd Kunz seinen „Rückzug" zur
defensiven 6:0-Abwehr. Sechs Treffer in Folge und wenig später die
14:10-Pausenführung markierten die Wende. Da auch noch Keeperin Alexandra
Käselau wie gewohnt sicher hielt, war der Schwartauer Sieg am Ende verdient.
VfL-Tore: Brandt (8/3), Stapelfeldt (8/3), Geske (6),
Teske (2), Forsbach (1), Carstens (1), PapenfuB (1).
Punktspiel gegen Buxterhuder SV 2 / 30.10.04:
„Kieler
Nachrichten vom 1.11.04“
Keine Leidenschaft: HSG bleibt gastfreundlich
Handball-Regionalligist
kassierte gegen Buxtehude schon die dritte Heimniederlage
Die HSG Holstein Kiel/
Kronshagen ist in dieser Saison offenbar zu sehr auf Gastfreundschaft eingestellt.
Gegen den Buxtehuder SV II gab es mit dem 21:32 (9:16) die dritte
Heimniederlage im vierten Heimspiel in der Handball-Regionalliga der Frauen.
Dabei
präsentierten sich die „Krabben" ohne Leidenschaft und Einsatzwillen. Als
nach der 3:2-Führung (6.) der Faden riss und die Gastgeberinnen neun Gegentore
in Folge kassierten, war das Spiel so gut wie entschieden. Svenja Sturm im zentralen
Rückraum und Katrin Maukel kamen dabei überhaupt nicht ins Spiel. Beide
suchten immer wieder Kontakt zur beherzt zupackenden Buxtehude-Abwehr. Nie
wurde der Ball schnell gemacht, und eine Wiebke Reimers ist einfach zu wenig.
Obwohl „Krabben"-Trainer Fritz Sünkler mehrfach die Positionen tauschte,
Spielerinnen wechselte und sogar drei Abwehrsysteme spielen ließ, kam seine
Mannschaft nicht in Tritt. Allerdings waren die Torhüterinnen in keiner Phase
ein Rückhalt. Vermutlich hätte an diesem Tag nicht einmal THW-Meistertrainer
Noka Serdarusic den „Krabben" helfen können. Die von Zuschauern geäußerte
Kritik an Sünkler („Dem Trainer fällt ja heute rein gar nichts ein") war
völlig deplatziert. Ganz anders dagegen der Buxtehuder SV Spielmacherin Julia
Harms erzielte nicht nur acht Treffer, sondern machte den Ball schnell, war
stark in Eins-gegen-Eins-Situationen und setzte ihre Mitspielerinnen in Szene.
Maike Wieding (6) und die Ex-Bordesholmerin Ina-Lena Elwardt (traf an ihrem 23.
Geburtstag achtmal) profitierten davon und waren ebenfalls nie zu stoppen. Das
muss Gäste-Trainerin Katrin Kock so gut gefallen haben, dass sie erst in der
41. (! ) Minute beim 13:21 den ersten Spielerwechsel vornahm. Wieding musste
verletzt raus...
Sünkler
war jedenfalls restlos bedient und ist schon gespannt auf die Videoaufzeichnung:
„Mal sehen, was die Spielerinnen dann sagen." Vermutlich nicht viel.
HSG HolKro: Wulf, Pulwitt - Maukel (3/1),
Hansen (1), Sturm (1), Schulz (2), Reimers (7/3), Gronau (1), Kretzschmar, Brinker
(3), Gaber (3), Metz.
„Hamburger
Abendblatt vom 1.11.04“
Buxtehude II feiert hohen Sieg in Kiel
Buxtehude - Die Wiedergutmachung ist gelungen. Die zweite
Handballfrauen-Mannschaft des Buxtehuder SV gewann im Spiel der Regionalliga
Nordost bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 32:21 (17:9) Toren. "Wir
haben in der Woche nach der völlig unnötigen Klatsche gegen Elmshorner HT
während des Trainings viel geredet", sagte Buxtehudes Trainerin Kathrin
Kock. "Der Mannschaft fehlt es noch an Kontinuität. Wenn wir immer so
spielen wie in Kiel, sind wir in der Regionalliga oben mit dabei." Gegen
Kiel spielten die Buxtehuderinnen aus einer aggressiven Abwehr. Die Partie war
entschieden, als sich die Gäste von 3:3 auf 11:3 absetzen konnten. Kock:
"Wir haben Kiel keine Chance gelassen, wieder ins Spiel zu kommen."
Die Tore: Julia Harms (8), Maike Wieding, Ina Lena
Elwardt (je 7), Nicole Schaudinn, Elena Nendza (je 4), Annika Gerlach, Nina
Müller (je 1)
Punktspiel gegen Ahrensburger TSV / 24.10.04:
„Kieler
Nachrichten vom 25.10.04“
Svenja
Sturm steuerte „Krabben" auf Kurs
Handballerinnen nahmen in Ahrensburg Revanche für
Pokalschlappe
Erneuter
Auswärtssieg für HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga der
Frauen: Mit einem 30:21(12:10)-Erfolg beim Ahrensburger TSV revanchierten
sich die Schützlinge von Trainer Fritz Sünkler für die Pokalniederlage vor
drei Wochen.
Allerdings
dürfte den Anhängern der „Krabben" zunächst der Schreck in die Glieder
gefahren sein. Fehlversuche und technische Fauxpas kennzeichneten das Spiel.
Folgerichtig lag die HSG 2:5 (12.). zurück. Erst als die Ahrensburgerinnen
nicht mehr zu Gegenstößen eingeladen wurden, nahm die Partie eine Wende.
Binnen acht Minuten holte sich das Sünkler-Team die Führung, die auch beim
Seitenwechsel mit zwei Treffern Bestand hatte. Dabei zeigte die erstmals verletzungsfrei
aufgelaufene Svenja Sturm in der vorgezogen Abwehrposition gegen Lena Radloff
und im Rückraum als Spielmacherin ihre Qualitäten, nutzte selbst die sich
bietenden Gelegenheiten oder brachte die ebenfalls starke Rückraumspielerin
Wiebke Reimers ins Spiel. Für die einfachen Tore war Sabine Brinker zuständig,
die den Gegenstoß zielsicher vollendete.
Zunehmend
fiel den Gastgeberinnen gegen die stabile 6:0-Abwehr der „Krabben"
nichts mehr ein. Im Gegenzug stellten diese ihre Deckung auf 4:2 um. Ein gefundenes
Fressen für die HSG, die spätestens nach dem 21:16 (44.) zu alter Sicherheit
zurückfand. „Wir haben keine Gegenstöße mehr zugelassen und damit Ahrensburg
den Zahn gezogen", freute sich Sünkler.
HSG
HolKro: Wulf
(n.e.); Pulwitt - Maukel (7/3), Hansen (1), Sturm (4), Schulz, Reimers (6),
Gronau (1), Kretzschmar (4), Brinker (6), Tegler (1), Gaber (n.e.).
„Hamburger
Abendblatt vom 26.10.04“
Ahrensburg bricht in der Schlussphase ein
Regionalliga:
Handball-Frauen unterliegen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen 21:30
Ahrensburg - Es ist schon tragisch. Da arbeiten sich die Handball-Frauen des
Ahrensburger TSV Spiel für Spiel langsam an die Form der vergangenen Saison
heran, an deren Ende sie in die Regionalliga Nordost aufstiegen, doch das
Verletzungspech können die Schützlinge von Trainer Tilo Labs einfach nicht
abschütteln.
Gerade noch sah es so aus, als würde der Klassenneuling gegen
die HSG Holstein Kiel/Kronshagen erstmals in dieser Serie in Bestbesetzung
antreten können, da erwischte es Bettina Winterberg im Abschlusstraining. Die
niederschmetternde Diagnose, Außenbandriss am rechten Knöchel, bedeutet sechs
Wochen Pause für die Rückraumspielerin. Ohne die 20jährige fehlte Labs eine
Alternative im Spielaufbau, und dieser Mangel machte sich beim 21:30 (10:12)
vor allem im letzten Drittel der Begegnung bemerkbar. Als nämlich Imke Stoetzer
kurzfristig über Atemprobleme klagte und ausgewechselt werden musste, standen
mit Lena Radlof und Julia Kögel nur noch zwei Rückraumkräfte auf dem Feld. Das
nutzte der Gästetrainer, ließ Radlof in enge Deckung nehmen, und wenig später
war sein Team von 16:17 auf 16:20 davongezogen.
"Wir haben noch genügend Zeit, wieder heranzukommen",
appellierte Labs in einer Auszeit, jetzt nicht in Hektik zu verfallen sondern
geduldig auf die Torchancen zu warten. Doch statt Ruhe zu bewahren, versuchten
die Ahrensburgerinnen trotz nachlassender Kräfte, nun mit Gewalt zum Erfolg zu
kommen. "Diese hohe Niederlage gibt unsere tatsächliche Leistung nicht
wieder", sagte Labs, dem 4:13 Tore in der letzten Viertelstunde schwer im
Magen lagen. Persönliche Kritik übte der Trainer an Torhüterin Tatjana Cornehl,
der einige Fehler unterliefen, und an Imke Stoetzer, die im Vergleich zum 23:16
über die Kielerinnen im DHB-Pokal diesmal im Angriff unter ihren Möglichkeiten
blieb.
Erfreut zeigte er sich aber über die Torverteilung und das gute
Konterspiel seiner Mannschaft, das mit etwas Glück zu einem 6:0-Start hätte
führen können. Weil aber zwei Siebenmeter und eine weitere klare Chance
vergeben wurden, endete die Anfangsphase nur mit einer 3:0-Führung. "Lena
Radlof und Julia Kögel waren lange Zeit ideenreich und haben viel Druck
gemacht", lobte Labs die Steigerung seiner Rückraumspielerinnen. Silke
Schöning waren zwar nach ihrer langen Verletzungspause noch motorische Defizite
anzumerken, ihren Wert für die Mannschaft unterstrich sie aber mit drei
Treffern vom Kreis.
Am Sonnabend (16 Uhr) bei Aufsteiger Pädagogik Rostock wird
neben Winterberg auch die privat verhinderte Stoetzer fehlen. Labs: "Wir
dürfen nicht unter die Räder kommen, um im November für die Spiele gegen die
mitbedrohten Teams gerüstet zu sein."
Spielverlauf: 3:0, 4:2, 6:3, 6:6, 7:10, 8:11, 10:12 -
11:12, 15:16 (40. Minute), 16:17, 16:20 (46.), 16:21, 18:23, 20:28, 21:30
Tore Ahrensburger TSV: Julia Kögel (5/1), Silke
Schöning, Marion Nommensen (je 3), Lena Radlof, Imke Stoetzer, Kim Schmidhuber,
Nadine Siemsen (je 2), Simona Stahl und Carolin Fischer (je 1).
Punktspiel gegen Eidelstedter SV / 16.10.04:
„Kieler
Nachrichten vom 18.10.04“
Deutliche Abfuhr für HSG Holstein
So
deutlich wie vorab befürchtet mussten sich die Handballerinnen der HSG
Holstein/Kronshagen in der Regionalliga Nordost dem favorisierten SV
Eidelstedt beugen. Bei der 20:32 (10:19)-Niederlage in der Tallinnhalle
verloren die Schützlinge von HSG-Trainer Fritz Sünkler früh und selbst verschuldet
den Anschluss. Eine Flut von technischen Fehlern und überhasteten Würfen
(Katrin Maukel), die eine sichere Beute der starken SVE-Torfrau Katrin Themer
wurden, nutzte das routinierte Team aus Hamburg, um sich von 5:4 auf 14:6
abzusetzen; herausragend dabei die flinke Gegenstoßspezialistin Katja Dürkop
auf Rechtsaußen.
Sünkler
ging mit seinem Team nicht allzu hart ins Gericht: „Ich hatte schon gehofft,
dass wir etwas mehr Paroli bieten würden. Aber das haben wir heute selbst
vermasselt. Für so eine routinierte Truppe wie Eidelstedt sind wir noch etwas
zu grün. Halb so schlimm, die sind nicht unser Maßstab", blickte der Coach
nach vorn: „Nächste Woche in Ahrensburg, da können wir punkten und uns vor allem
für die Pokalniederlage rehabilitieren."
Nach dem
Wechsel wurde die Partie ausgeglichener. Eidelstedt, das sich auf den treffsicheren
Rückraum mit Jeanette Marquardt (10/5), Renate Zienkewicz (7) und Agnieszka
Szpila (6) verlassen konnte, ließ die Zügel schleifen. Holstein stand in der
Abwehr vor Torfrau Anja Pulwitt besser, Grit Kretzschmar setzte auf
Rechtsaußen hin und wieder Akzente, auch Maukel zielte besser. Sünklers Versuch
allerdings, mit offensiverem Deckungsverhalten (5:1 und 4:2) zu schnellen
Ballgewinnen zu kommen und den Rückstand noch weiter zu verkürzen, ging nach
hinten los. Eidelstedts „Oldies" spielten ihre individuellen Stärken aus,
fanden fast mühelos die Lücken.
HSG HolKro: Wulf, Pulwitt - Gaber, Reimers
(5), Maukel (6), Hansen (1), Metz, Schulz (1), Brinker (1), Eggen, Gronau (3),
Kretzschmar (3).
Punktspiel gegen DGF Flensborg / 3.10.04:
„Kieler
Nachrichten vom 4.10.04“
„Krabben" feiern ersten Heimsieg
Die HSG
Holstein Kiel/Kronshagen feiert den ersten Heimsieg in der
Handball-Regionalliga Frauen. Nur 25 Stunden nach dem Pokal-KO in der zweiten
DHB-Hauptrunde beim Ahrensburger TSV rehabilitierten sich die „Krabben"
gegen DGF Flensborg. Weil zudem Trainergattin Meike Sünkler das Ergebnis exakt
in einem Tippspiel vorhersagte, gewann sie einen Gutschein über 25 Euro.
HSG Ho1Kro
- DGF Flensborg 26:19 (14:11) - „Na Fritz, das Abendbrot ist gesichert",
meinte „Krabben"-Ligaobmann Klaus Rohde nach dem Erfolg. Allerdings lag
auch der Coach selbst mit seinem Tipp nicht schlecht. Er hatte einen
26:18-Erfolg vorhergesagt. Unzufrieden war Sünkler lediglich mit einigen
unkonzentrierten Phasen und gleich vier vergebenen Siebenmetern. Dafür hatte
Anja Pulwitt einen ganz starken Tag erwischt. Die Torhüterin wehrte gleich 19
Bälle, darunter sogar zwei Strafwürfe ab. „Ich habe mich erst schwer getan,
Anja spielen zu lassen, weil Manja Wulf im Pokalspiel gut gehalten
hatte", sagte Sünkler. Aber die Maßnahme gab ihm recht. Denn nach dem 3:5
(9.) hatte sich die Abwehr besser auf die bis dahin viermal erfolgreiche Tina
Sörensen eingestellt. Über 11:8 (25.) erspielten sich die „Krabben" beim
23:14 (52.) ihren höchsten Vorsprung. Weitere Garanten waren Sonja Hansen und
Ann-Christin Thoma.
HSG
HolKro: Pulwitt,
Wulf - Gaber (1), Reimers (6), Maukel (5/1), Metz (2), Thoma (4), Schulz (1),
Brinker (2), Kretzschmar, Hansen (4), Gronau (1).
Ahrensburger
TSV - HSG HolKro 23:16 (11:8) - Die Begegnung war geprägt von vielen technischen
Fehlern auf beiden Seiten. Doch nach dem der Halbzeitrückstand in einen
13:12-Führung umgewandelt war, folgte ein fataler Einbruch. Trainer Sünkler,
der seine Stammspielerinnen schonte, war sauer. „Die so genannte zweite
Garnitur hat sich nicht empfohlen", sagte der Coach. Vor allem Ahrensburgs
Imke Stoetzer war in den letzten zehn Minuten nicht in den Griff zu bekommen
und erlegte die„ Krabben" mit ihren acht Treffern fast im Alleingang.
HSG
HolKro: Wulf,
Pulwitt - Gaber (4), Reimers (6/4), Metz (1), Büttner (1), Schulz, Brinker (3),
Kretzschmar (1), Hansen, Gronau.
„Flensburg
Avis vom 4.10.04“
DGF-»Rumpftruppe«
verkaufte sich teuer
|
|
Handball.
Ohne personelle Alternativen unterlag der SdU-Klub bei der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen mit 19:26. DGF
Flensborg: Siedenburg, Lautrup – Quäck 1, Haut 2, Jacobsen, Hupfeld, Nickel
2, Timm 1, Zanchetta 1, Wewill 1/1, Hansen 5, Sørensen 6/1 |
„Flensburger
Tageblatt vom 4.10.04“
DGF-Frauen verkaufen sich teuer
Flensburger
Rumpfteam verliert mit 19:26 bei Holstein Kiel/Kronshagen Kiel
Mit
vier Langzeitverletzten sind die Handball-Frauen von DGF Flensburg derzeit
keinesfalls auf Rosen gebettet. Vor allem im Rückraum stehen keine Alternativen
mehr zur Verfügung. Deshalb reiste der Regionalligist mit Verstärkung aus der
zweiten und dritten Mannschaft zum Spiel bei
der HSG Holstein Kiel/Kronshagen an. Zwar konnte dadurch die 19:26
(11:14) Niederlage nicht verhindert werden, aber die Flensburgerinnen
verkauften sich dank einer kämpferischen Glanzleistung teuer.
„Unser
Ziel war es, dass wir mit erhobenem Haupt aus der Halle gehen können. Das haben
wir geschafft", sagte DGF-Trainer Hans-Jörgen Kellner. Zu Beginn hielt
DGF noch gut mit. Doch schnell wurde klar, dass es mangels Alternativen auf
der Bank auch eine Frage der Kraft werden würde. In Abwehr und Angriff setzte
sich jede Spielerin voll ein.
Zudem
war Torhüterin Mareke Siedenburg trotz fünfwöchiger Trainingspause wieder in
Topform. Allerdings konnten die Kielerinnen mit der größeren Bank besser
variieren und setzten sich schnell ab. Bis zum 14:11 zur Pause war also für DGF
noch alles möglich.
Der
Treffer zum 14: 12 kurz nach dem Wechsel war
ein Startschuss zur besten Phase der Gäste. Mit einer offensiven 4:2-Abwehr
machten sie die HSG nervös und hatten vier Mal in Folge die Möglichkeit zum
Ausgleich. „Leider haben wir die klaren Chancen nicht genutzt, sonst wäre
vielleicht mehr drin gewesen", klagte Kellner. Mit zunehmender Spieldauer
schwanden die Kräfte bei DGF - Kiel zog davon. Mit dem 20:14 war die Partie
entschieden. Die Flensburgerinnen bewiesen jedoch Moral, gaben auch nach dem
25:16 nicht auf und erkämpften sich noch eine erträgliche 19:26-Niederlage.
DGF Flensburg: Siedenburg,
Lautrup - Timm (1), Quäck (1), Hupfeld, Haut (2), Kräber-Hansen (5), Bewil (1),
Sörensen (6), Zanchetta (1), Nickel (2).
Punktspiel gegen TSV Ellerbek / 26.9.04:
„Kieler
Nachrichten vom 27.9.04“
„Krabben" knackten Serie
Paukenschlag
der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga der Frauen: Mit
26:24 (10:10) gewannen die „Krabben" beim TSV Ellerbek und beendeten die
seit Oktober 2003 anhaltende Serie der Hamburgerinnen von 22 Punktspielen (40:4
Zähler) ohne Niederlage.
Zum
Matchwinner avancierte dabei Torhüterin Anja Pulwitt, die sich hinter ihrer 6:0-Abwehr
pudelwohl fühlte. „Damit haben wir Ellerbek den Zahn gezogen", freute sich auch Trainer Fritz Sünkler. Allerdings
hatte er zuvor mit Ann-Christin Thoma noch ein anderes Ass aus dem Ärmel
gezogen. Die Rückraumspielerin sprang für die berufliche verhinderte Anne
Grethe Eggen und die verletzte Svenja Sturm im zentralen Rückraum in die
Bresche. Zwei Tore und viele gelungene Kreisanspiele ließen ihre Klasse
erkennen. „Das war schon optimal", lobte Sünkler. Allerdings hat seine
Mannschaft erst Oberwasser bekommen, als die Fehler minimiert wurden und
Ellerbek nicht zu Gegenstößen eingeladen wurde.
Lange
liefen die Gäste einem Rückstand hinterher und gingen erst beim 20:19 (51.)
wieder in Führung. Ausschlaggebend dafür auch Linksaußen Sabine Brinker, die in
Topform aus neun Versuchen acht Treffer erzielte.
HSG HolKro: Wulf; Pulwitt - Maukel (6/6),
Hansen (3), Schulz (2), Metz (2), Büttner, Reimers (2), Gronau (1), Brinker
(8), Gaber, Thoma (2).
„Hamburger
Abendblatt vom 27.9.04“
24:26 - Ellerbeks Serie gerissen
Ellerbek - Das hatten sich die Handball-Frauen des TSV Ellerbek
anders vorgestellt: Im Heimspiel der Regionalliga Nordost gegen die HSG
Holstein Kiel/Kronshagen wurde es nichts mit dem angepeilten dritten
Saisonsieg. Statt dessen unterlagen die Ellerbekerinnen in der heimischen
Harbig-Halle 24:26 (10:10).
"Wir
sind für unsere offensiv ausgerichtete Deckung von den Schiedsrichtern bestraft
worden", sagte TSV-Trainerin Marta Beles. Insgesamt verhängten die
Unparteiischen acht Zeitstrafen gegen das Heimteam und nur eine gegen die Gäste
aus Kiel und Kronshagen. Fast genau "umgekehrt" sah die Bilanz in
puncto Siebenmetern aus: einer für die TSV-Frauen, neun für die HSG.
Gleichwohl
schienen die Ellerbekerinnen bis weit in die zweite Halbzeit hinein einem
weiteren Sieg entgegenzustreben, doch in der Schlussphase brachte auch eine
Umstellung auf Manndeckung nichts mehr. Die TSV-Frauen konnten diesmal auch
deshalb ihre Rückraumschwäche nicht kompensieren, weil die durch die offensive
Deckung beabsichtigten Ballgewinne ausblieben. Alles besser machen kann das
Beles-Team am kommenden Sonntag bei Pädagogik Rostock.
Aufstellung
TSV (Tore/Siebenmeter): Hinz, Renner - Kühn (3/1), Rantzow (4), Balzke (2),
Schwarzer (2), Kosiedowski, Günter (1); Schmidt, Lohmeier (1), Bauer (6),
Peters (1).
Punktspiel gegen Kropp/Tetenhusen / 18.9.04:
„Kieler
Nachrichten vom 20.9.04“
„Krabben" ergaben sich gegen Kropp ihrem Schicksal
Wenig Gegenwehr beim 21:31 in der Handball-Regionalliga
Aus
Aufsteigern werden Spielverderber: Nach der Pleite bei Pädagogik Rostock las
nun die HSG Kropp/Tetenhusen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen die Leviten in
der Handball-
Regionalliga
der Frauen. Das 21:31 (8:11) war die höchste Heimniederlage seit dem 21.
Dezember 2002. Damals ging es im DHB-Pokal-Achtelfinale gegen den TV
Lützellinden.
Jetzt
jedoch ist Drittliga-Alltag, und der ist grauer denn je. „Man merkt, dass die
Mannschaft erfolgsverwöhnt ist. Wir haben uns in den letzten zehn Minuten
kampflos ergeben", rang Trainer Fritz Sünkler nach Worten. Bis zu 13.
Minute gelang lediglich Katrin Maukel, die vor dem Spiel noch für ihren EM-Titel
mit der Polizei-Nationalmannschaft geehrt wurde, ein Siebenmetertreffer. Elf
technische Fehler waren zu zählen. Torhüterin Anja Pulwitt bügelte mit neun
Paraden im ersten Abschnitt manchen Lapsus aus. Stark zeigten sich die„
Krabben" eigentlich nur kurz nach der Pause. Wiebke Reiners, Stefanie Metz
und Sonja Hansen glichen binnen drei Minuten den Halbzeitrückstand aus. Dann
jedoch riss der Faden wieder ab. „Uns fehlte es am Zusammenspiel und an der
Chancenverwertung", kommentierte Mannschaftsführerin Hansen. Die mit
Trainingsrückstand aufgelaufene Anne-Grethe Eggen verzettelte sich in
Einzelaktionen.
Maukel
oder Reimers wurden zu selten ins Spiel gebracht. Hinzu kam ein rabenschwarzer
Tag der Linksaußen, Sabine Brinker, Metz und auch der am Ende eingesetzten
Grit Kretzschmar - alle hatten „verwachst“. Allerdings stand mit Nadine Maske
auch eine exzellente Torhüterin zwischen den Pfosten der Gäste. „Wenn man in
der Höhe gewinnt, ist man natürlich zufrieden", strahlte
Kropp/Tetenhusen-Trainer Dirk Schlegel beim Erfolg gegen seinen Ex-Klub.
Sünkler steht gleich zu Saisonbeginn viel Aufbauarbeit bevor: „Wir werden um
jeden Punkt kämpfen müssen."
HSG HolKro: Wulf, Pulwitt - Maukel (8/3),
Hansen (2), Kretzschmar (1), Schulz (1), Metz (1), Reimers(3), Gronau, Brinker
(1), Gaber(3), Eggen (1).
„Flensburger
Tageblatt vom 20.9.04“
Kropper Paukenschlag
Handball-Frauen gewinnen 31:21 in Kiel
Die Frauen der HSG Kropp-Tetenhusen haben für einen
Paukenschlag in der Handball Regionalliga gesorgt: Im Landesderby bei der HSG Holstein Kiel-Kronshagen holte die
Mannschaft von Coach DirkSchlegel beim 31:21 (11:8) die ersten beiden Zähler.
Dabei zeigte sich der Aufsteiger im Vergleich zur Vorwoche erheblich
verbessert, wie Schlegel feststellte: „Die Mannschaft war nicht
wiederzuerkennen. Die Nervosität war wie weggeblasen, unser Spiel wirkte
wesentlich reifer als gegen Elmshorn."
Von Beginn an waren es die Kropperinnen, die für die
Glanzlichter sorgten. Gestützt auf eine starke Deckungsreihe sowie einer gut
aufgelegten Keeperin Nadine Maske ging man schnell 4:1 (8.) in Führung. Selbst
eine kurze Schwächephase, in der Holstein zum 7:7 (24.) ausgleichen konnte,
brachte das Schlegel-Team nicht aus dem Konzept. Bis zur Pause (11:8) wuchs der
Vorsprung wieder. Das Drei-Tore-Polster hatte nach Wiederbeginn bis zum 16:13
(39.)
Bestand. Während Kropp weiter zulegen konnte, machte sich
bei den Kieler „Krabben" Resignation breit. Vor allem Holstein-Torjägerin
Katrin Maukel kam gegen das Gäste-Bollwerk kaum zum Zuge. So war spätestens
nach dem 22:17 (48.) die Partie entschieden. Die Minuten bis zum Schlusspfiff
wurden sogar zum „Schaulaufen": Mit zahlreichen Toren nach Gegenstößen
wurde Kiel regelrecht demontiert. „Einen solchen Erfolg hätte ich nicht für
möglich gehalten. Der Sieg gibt uns reichlich Selbstvertrauen für die kommenden
Aufgaben", freute sich Schlegel.
HSG
Kropp-Tetenhusen: Maske, Reimer - L. Leptien (7), Brömstrup (8/8), Tams (3),
Wlchmann (3), Stürken (3), Bandemer (3), Makowka (2), Grewe (2), Krüger,
Schmalfeld, Behncke
Punktspiel gegen Päd. Rostock / 11.9.04:
„Kieler Nachrichten vom 13.9.04“
Krabben
verpatzten Auftakt
Die HSG Holstein Kiel/ Kronshagen hat die Saisonpremiere in der
Handball-Regionalliga der Frauen verpatzt. Das 25:28 (10:14) bei Aufsteiger SV
Pädagogik Rostock war zum Debüt von Trainer Fritz Sünkler alles andere als
ein Auftakt nach Maß.
„Wir haben 28 Tore gefangen, das ist eindeutig zuviel", hieß es im
Resümee Sünklers. Neben der unzureichenden Abwehrleistung standen die
Torhüterinnen Manja Wulf und Anja Pulwitt, die der Coach mehrfach wechselte,
im Zentrum der Kritik. Allerdings war Sünkler auch mit der Chancenverwertung
nicht zufrieden und zählte 20 Fehlversuche plus technische Fehler.
Erschwerend kam hinzu, dass die Kielerinnen ohne gelernten Rechtsaußen
losfuhren, da sich Angela Gaber mit einer Zahnentzündung kurzfristig
abmeldete. Die „Krabben" liefen meistens einem Rückstand hinterher. Nur
die Treffer von Katrin Maukel, die in der vergangenen Woche noch mit der
Polizei-Nationalmannschaft den EM-Titel gewann, hielten die Gäste im Spiel.
„Das Trainingslager und das Turnier in Dänemark haben ihr sicher gut
getan", lobte Sünkler.
Auf Grund der Mängel schien die Partie beim 14:22 (43.) bereits verloren
zu sein. Dann jedoch erwachte der Kieler Kampfgeist. Bis fünf Minuten vor dem
Ende kamen die Gäste auf 23:25 heran. „Aber in der Überzahl waren wir dann
einfach zu kopflos", ärgerte sich Sünkler.
HSG HolKro: Wulf, Pulwitt - Maukel (11/4),
Hansen (1), Sturm, Schulz (4), Metz, Büttner, Reimers (3), Gronau (1),
Kretzschmar (1), Brinker (4).
„Ostsee-Zeitung
vom 13.9.04“
Pädagogik-Damen
überraschten
Rostock - Mit einem unerwarteten, aber verdienten 28:25 (14:10)-Sieg über die HSG Holstein Kiel / Kronshagen starteten am Sonnabend die Handballerinnen des SV Pädagogik in die Regionalliga-Saison 2004/05. Nach dem 1:0 durch Mannschaftskapitän Grit Bally gaben die Rostockerinnen die Führung bis zum Spielende nicht mehr ab. Sie bauten diese durch Tore von Sybille Porath, Dörte Scheufler und Manuela Voß zunächst auf 6:3 (12.) aus, doch eigene Fehler ließen die Gäste wieder bis auf 8:7 (20.) herankommen. Durch einen starken Innenblock der Rostockerinnen konnte die Führung nicht nur gehalten, sondern wieder ausgebaut werden. So ging es mit einem 14:10 in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang trumpfte Pädagogik dann richtig auf und konnte sich auf 21:13 (40.) absetzen. Für die Zuschauer schien das Spiel schon entschieden, doch die Gastgeberinnen machten es noch einmal unnötig spannend. Durch das inkonsequente Ausnutzen der Tormöglichkeiten auf Rostocker Seite und begünstigt durch zwei Zwei-Minuten-Strafen verkürzte Kiel auf 24:21. Aber mit Kampf, Einsatz und Siegeswillen hielten die Pädagogik-Damen dagegen und entschieden das erste Punktspiel der neuen Saison letztendlich mit 28:25 für sich. Nach dem Spiel bedankten sich die Spielerinnen beim zahlreich erschienenen Publikum für die tolle Unterstützung. Sie hoffen, mit diesem Sieg ein paar mehr Fans für sich gewonnen zu haben.
Saisonvorbericht:
„Kieler
Nachrichten vom 9.9.04“
Serie der „Krabben" soll halten
Die Zeit des Wartens ist vorbei. Am Sonnabend um 18 Uhr ist die HSG
Holstein Kiel/Kronshagen bei Aufsteiger SV Pädagogik Rostock gefordert. Und
zum Saisonstart können die Regionalliga-Handballerinnen auf eine gute
Auftaktbilanz zurückblicken.
Nur im
ersten Jahr nach dem Zweitligaabstieg 1999 ging die Saisoneröffnung in der
dritten Liga verloren. In den vergangenen vier Jahren folgten stets Siege.
„Natürlich rechnen wir uns auch in Rostock etwas aus", sagt der neue
Trainer Fritz Sünkler. Allerdings ist dieser Optimismus nicht unbegrenzt.
Schließlich befinden sich die „Krabben" nach insgesamt sechs Abgängen im
Umbruch. Doch Sünkler hat die Verluste aufgefangen. In den ersten Spielen wird
sich zeigen, ob Quantität und Qualität identisch sind. Schließlich plagten die
Kielerinnen auch große Verletzungssorgen. Melanie Tegler (Bänderriss) und
Franziska Ziegler (verletzt und Urlaub) fallen aus. Da Anne Grethe Eggen noch
eine weitere Woche wegen eines beruflichen Lehrgangs fehlt, Svenja Sturm
Fußprobleme plagen, dünnt der 16-köpfige Kader allmählich aus. Zum Glück ist
die dienstälteste Holstein-Spielerin Sonja Hansen noch um eine Zeh-Operation
herum gekommen. Jetzt hofft Sünkler, der in diesen Tagen noch einen Abstecher
nach Dänemark zur Polizei-EM nach Dänemark macht, dass Holsteins Rückraum-Ass
Katrin Maukel ohne Blessuren von dort zurückkehrt. „Diejenigen, die immer beim
Training waren, haben gut mitgezogen, aber die Vorbereitung war alles andere
als optimal", resümierte Sünkler.
Derweil
wurde gestern die zweite Runde des DHB-Pokals ausgelost. In dieser treffen die
Kieler „Krabben" auf den Regionalliga-Neuling Ahrensburger TSV.
Meldung:
„Kieler
Nachrichten vom 1.9.04“
Sünkler beklagt drei verletzte „Krabben"
Nach dem fünften Platz beim Turnier des Banzkower SV beklagt Fritz
Sünkler, Trainer des Handball-Frauenregionalligisten HSG Holstein
Kiel/Kronshagen, gleich drei verletzte Spielerinnen. Nach Katrin Maukel und
Svenja Sturm, die angeschlagen vom Lehrgang der Polizei-Nationalmannschaft
zurückkehrten, erwischte es Neuverpflichtung Melanie Tegler. Die 19jährige
Kreisläuferin zog sich im Spiel gegen den TSV Travemünde (11:21) eine
Sprunggelenkverletzung zu. Dem 19:21 gegen die HSG Tarp-Wanderup ließen die
„Krabben" zum Abschluss einen 23:21-Erfolg gegen den Regionalligisten SG
TMBW Berlin folgen. Den Turniersieg holte sich Erstligaabsteiger SC Buntekuh
Lübeck mit einem 19:7 über Travemünde.
Meldung:
„Kieler
Nachrichten vom 26.8.04“
„Krabbe"
Katrin Maukel als beste Torschützin geehrt
Schöner Erfolg für die HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Beim
Saisonvorbereitungsturnier um den Pommern-Cup belegten die
Regionalliga-Handballerinnen in Grimmen Platz drei. Dafür gab's für das Team
des neuen Trainers Fritz Sünkler 150 Euro Geldprämie. Außerdem wurde
Rückraumspielerin Katrin Maukel mit 24 Treffern zur besten Torschützin des
Turniers gekürt.
„Wir haben trotz der hohen Belastung noch viel
ausprobiert", zeigte sich Fritz Sünkler zufrieden. Nach Siegen über
Gastgeber HSV Grimmen (10:8), dem ersten Punktspielgegner Pädagogik Rostock
(12:11), SV Motor Barth (10:5), MTV Altlandsberg (14:9) sowie Niederlagen
gegen den Zweitligisten Fortuna Neubrandenburg (6:11) und einem 9:10 gegen die
weibliche Jugend A Neubrandenburgs hatten die „Krabben" den dritten
Vorrundenplatz erkämpft.
Nun ging es tags darauf trotz 120 Spielminuten in den Knochen mit 50 zusätzlichen
Minuten an die Kräftereserven. Im Halbfinale wartete erneut der Zweitligist
Neubrandenburg. Abermals war die HSG beim 7:16 ohne Chance und traf nun im
Spiel um Platz drei auf den MTV Altlandsberg, der den Gastgeberinnen im
zweiten Halbfinale unterlegen gewesen war. In dieser Partie war das
Sünkler-Team mit dem gleichen Vorrundenresultat wiederum siegreich. Schon am
kommenden Wochenende führt der Reisetross die„ Krabben" wieder nach
Mecklenburg-Vorpommern. In Banzkow geht es Sonnabend und Sonntag um den
Lewitz-Cup. Dabei werden Maukel und Svenja Sturm, die augenblicklich einen
Vorbereitungslehrgang bei der Polizei-Nationalmannschaft absolvieren, direkt
aus Göppingen zur Mannschaft stoßen.
Meldung:
„Kieler
Nachrichten vom 10.8.04“
„Krabben“
testen gegen Buntekuh
HSG
Holstein/Kronshagen hofft auf die Rückkehr von Grit Kretzschmar
Die Sommerpause ist vorüber. Nun haben auch die Krabben
der HSG Holstein Kiel/Kronshagen das Training wieder aufgenommen. Lediglich
die neue Torhüterin Anja Pulwitt (Pfeiffersches Drüsenfieber) und auch die
angeschlagene Franziska Ziegler mussten bislang noch kürzer treten. Aber bis
zum Saisonstart, der die Regionalliga-Handballerinnen am 11. September zu
Pädagogik Rostock führt, sind es noch 31 Tage. Der neue Trainer Fritz Sünkler
hat einen bunten Vorbereitungscocktail gemixt.
In den viereinhalb Wochen stehen wöchentlich drei Trainingseinheiten
für Kondition, Kraft und Schnelligkeit sowie einige Vergleichsspiele an den
Wochenenden auf dem Plan. Der erste Test steigt bereits am kommenden Sonnabend
um 14 Uhr in Kronshagen. Dort gibt immerhin Erstligaabsteiger Buntekuh Lübeck seine
Visitenkarte ab. „Wir wollen wahrscheinlich drei Drittel spielen und dabei
viel ausprobieren", sagt der neue HSG-Coach Fritz Sünkler, dessen Team
anschließend noch gegen die eigene zweite Mannschaft spielen wird.
Vorbereitungshöhepunkte
sind allerdings die beiden Turniere in Grimmen und Banzkow, die jeweils über
zwei Tage gehen werden und auf denen der Feinschliff erfolgen soll. Personell
haben sich die „Krabben" noch einmal ergänzt. Vom Süd-Regionalligisten
TSV Vaterstetten (nahe München) kommt Kristina Büttner. Die 21-Jährige Rück- raumspielerin
hat Sünkler in der ersten
Trainingswoche , überzeugt. Dagegen haben sich' die Planungen, Maria Cervena
vom Regionalligaabsteiger Olympia Neumünster zu verpflichten, zerschlagen. Die
Tschechin hat das Job-Angebot der Kielerinnen nicht annehmen können. „Damit
sind unsere Bemühungen hier abgeschlossen", sagt Sünkler. Freuen würde
sich der Coach jedoch, wenn Grit Kretzschmar, die wieder nach Kiel zog, auch
wieder bei den „Krabben" einsteigt. Hier laufen die Gespräche über eine
mögliche Rückkehr der Außenspielerin.
Unterdessen haben Svenja Sturm (kam vom TSV Owschlag) und die
langjährige Rückraumspielerin Katrin Maukel eine Einladung zur Polizei-Nationalmannschaft
erhalten. Vom 23. bis 27. August absolviert das Duo einen Lehrgang und kann
sich dabei für die EM ab 3. September in Aarhus empfehlen.
Kieler Woche Cup 2004:
„Kieler
Nachrichten vom 21.6.04“
Handball-Bundesligist
PSV Rostock war eine Klasse für sich und hat sich souverän den Kieler-Woche-Cup
der Frauen gesichert. Für Gastgeber und Titelverteidiger HSG Holstein
Kiel/Kronshagen endete das zweitägige Turnier mit dem neu formierten Kader
dagegen auf einem enttäuschenden sechsten Tabellenplatz.
„Am
Sonnabend hat zwar ein bisschen der notwendige Biss gefehlt, aber auf die
kämpferische Einstellung des zweiten Tages gilt es nun aufzubauen. Klares Ziel
kann künftig jedenfalls zunächst nur der Klassenerhalt sein", wirft der
neue Holstein-Trainer Fritz Sünkler einen frühen Blick auf die kommende
Punktrunde.
Sein
Vorgänger auf der HSG-Bank, Bernd Vosgerau, sorgte derweil mit Ex-Krabben
Torhüterin Sigrid Jungjohann, Linksaußen Diana Köhn sowie
Tempogegenstoßspezialistin Isabelle von Seeler - nun allesamt im Trikot der HSG
Tarp - mit dem zweiten Platz hinter Rostock für die positive Überraschung.
„Natürlich ist es ein komisches Gefühl nach fast zehn Jahren in Kiel gegen das
alte Team zu spielen. Wichtiger als der heutige Erfolg ist aber die Tatsache,
dass Bernd uns nicht abgeworben hat, sondern wir aus persönlichen Gründen in
den hohen Norden wechseln. Im Herzen bleiben wir Holsteinerinnen",
kommentierte Diana Köhn den Transfer.
Auch der
engagierte Auftritt des Oberligisten TSV Altenholz auf Rang fünf bei diesem
hochkarätig besetzten Kieler-Woche-Cup war aller Ehren wert. TSVA- Spielerin
Bianca Schuster (37 Tore) wurde sogar hinter der Rostockerin Svetlana
Minewskaja (56 Treffer) als zweitbeste Torjägerin ausgezeichnet.
1.
PSV Rostock 149:91 12:0
2.
Tarp/Wanderup 98:97 8:4
3.
TSV Ellerbek 103:102 7:5
4.
Kropp/Tetenhusen 93:100 6:6
5.
TSV Altenholz 92:109 5:7
6.
HSG Holstein 90:104 2:10
7.
Nord Harrislee 103:125 2:10
Meldung:
Kieler
Nachrichten / 17.6.04
Personalkarusell bei Kieler „Krabben" dreht sich
weiter
Die
Kennlernphase läuft noch auf Hochtouren, und dennoch wird bei den
Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen bereits wieder ordentlich
geschwitzt. Derzeit bittet der neue Trainer Fritz Sünkler das Regionalligateam
zweimal pro Woche zum Training. Mit dabei auch die Zugänge Sabine Brinker (26,
SG Bordesholm/Brügge), Svenja Sturm (21, TSV Owschlag), Anja Pulwitt (25,
Olympia Neumünster) und Angela Gaber (24, eigene Zweite).
Das
Quartett soll einen Teil der Abgänge kompensieren. „Unsere Planungen sind noch
nicht abgeschlossen, aber es ist nicht ganz leicht, Ersatz zu finden",
sagt Sünkler. Schließlich müssen mit Sigrid Jungjohann, Diana Köhn und Isabelle
von Seeler, die sich aus privaten Gründen der HSG Tarp-Wanderup angeschlossen
haben, sowie Ann-Christin Thoma (Laufbahnende) gleich mehrere Leistungsträger
kompensiert werden. Sünkler, der augenblicklich seinen Trainingsschwerpunkt auf
Schnelligkeit, Kraft, Kondition und ein wenig Taktik legt, steigt jedoch erst
Anfang August ins volle Vorbereitungsprogramm ein. „Dann werden wir sehr viel
spielen." Eine erste Bewährungsprobe bietet sich für die neu formierte
Mannschaft bereits am Wochenende beim gut besetzten Kieler-Woche-Cup.
Ob dann
Anna Carlsson noch im „Krabben-Trikot" spielen wird, ist derzeit unklar.
Auch die Schwedin soll den Wunsch geäußert haben, künftig für Tarp-Wanderup zu
spielen. Dort führt der ehemalige Holstein-Trainer Bernd Vosgerau Regie.