Presseberichte HSG 1.Frauen

 Saison 2004/05

Rückrunde
 
Punktspiel gegen MTV Wandsbek 72 / 30.4.05

 

„Kieler Nachrichten vom 2.5.05“

Triste Schlussvorstellung der "Krabben"

 

Diese Vorstellung entsprach nicht der eines Regionalligisten. Mit einem 16:23 (7:12)-Niederlage gegen den MTV Wandsbek beendete die bereits als Absteiger feststehende HSG Holstein Kiel/Kronshagen das Kapitel Handball-Regionalliga Frauen.

 

"Ich bin froh, dass die Saison jetzt vorbei ist", sagte ein geschaffter "Krabben“ -Trainer Fritz Sünkler. Zu gern hätte sich der Coach mit einem Sieg aus der dritten Liga verabschiedet. Aber beide Teams kamen nach einer Vielzahl von Fehlern über Sommerhandball im Frühling nicht hinaus. Den "Krabben" fehlte mit Wiebke Reimers verletzungsbedingt eine torgefährliche Rückraumspielerin. Im zentralen Rückraum musste Sünkler auf Grund des dienstlich bedingten Ausfalls von Svenja Sturm wieder improvisieren. Die Mannschaft kam zunächst überhaupt nicht aus den Startlöchern und reagierte mit inem fast typischen Sechs-Tore-Rückstand (3:9, 17.).

 

Da nach dem Wiederanpfiff die beiden stärksten Kieler Werferinnen Kerstin Sommer und Angela Gaber auf 9:12 verkürzten, keimte winzige Hoffnung auf eine mögliche Wende auf. Doch näher als auf drei Treffer kamen die Gastgeberinnen nie heran. Dabei wäre Wandsbek, das während des Spiels mit Sandy Lindner und Jasmin Thode sogar zwei verletzungsbedingte Ausfälle zu verkraften hatte, an diesem Tag sogar schlagbar gewesen. Dafür freute sich Sünkler, dass Sommer nun ihre Zusage gab, im kommenden Spieljahr fest in der Ersten zu spielen.

 

HSG Holstein: Pulwitt, Meyer, Wulf - Maukel (2/1), Hansen (3), Schulz, Metz, Büttner, Gronau, Gaber (4), Brinker (1), Sommer (6/3).

 

 

 

„Pressemeldung MTV Wandsbek 72 vom 1.5.05“

Erfolgreiches Saisonfinale in Kiel dank toller Defensivleistung -­ aber Verletzungspech hoch vier
Wandsbeks Lazarett mit Kampfkraft zum siebten Auswärtssieg -­ Teufel spitze

Hamburg - Nach zehn Minuten hatte Wandsbeks Trainer Frank Schneller eigentlich schon genug. Auf seine Schultern gestützt, hüpfte Sandy Lindner auf einem Bein mit einer schweren Knöchelverletzung vom Spielfeld und sollte dies nicht mehr betreten. Fünf Minuten zuvor bereits war die gerade erst genesene Jasmin Thede ebenfalls umgeknickt und musste ausgewechselt werden. Hätte dem MTV-Coach in diesem Moment jemand gesagt, dass es in der zweiten Halbzeit ähnlich weitergehen würde und die Kühlkissen zur Akutbehandlung von Verletzungen nicht mehr ausreichten, er hätte das letzte Saisonspiel bei Holstein Kiel womöglich aus Gründen der Vorsicht abgebrochen. Dann allerdings hätte er sich auch nicht über das kämpferisch einwandfreie Auftreten und die Moral seiner Mannschaft freuen können, die das Prestigeduell gegen die Kielerinnen trotz aller Beeinträchtigungen souverän mit 23:16 (12:8) gewann.

“Angesichts dieser Verletzungsmisere kann man das Spiel am Ende abhaken und das Team loben. Es hat noch einmal gut zusammengehalten und sich an dem Vorteil, auf eine über weite Strecken grandiose Torhüterin Lena Teufel vertrauen zu können, hochgezogen“, so Schneller.

Tatsächlich lag der Gast trotz der permanenten und personell bedingten Umstellungen in diesem Traditionsduell zum Saisonabschluss nie zurück, führte stets mit mindestens drei Toren, kontrollierte das Geschehen durchgehend und verkaufte sich vor allem in der Defensive teuer: Nachdem auch noch Melanie Schuster (Schlag gegen den Kehlkopf/38.) und Alexa Lindner (Ellenbogenverletzung/52.) ausfielen und zudem Nicola Wohlers bereits mit einer Fußverletzung in die Partie gegangen war, konnte Wandsbek in einem spielerisch niveauarmen Duell zwar nicht mehr brillieren, erfreute seinen zahlreichen Anhang aber mit einer intakten Moral und unbändigem Siegeswillen. “So wie in der Schlussviertelstunde stand die Mannschaft weder in Abwehr noch im Angriff jemals zuvor zusammen ­ aber es hat sich gezeigt, dass vor allem die Deckungsarbeit eine Einstellungssache ist.“

Mit Auswärtssieg Nr. 7, obschon teuer bezahlt - vor allem im Hinblick auf die anzunehmende, schwere Bänderverletzung Sandy Lindners ­, wurde der angestrebte Platz in der Top Five der Liga gesichert. Entsprechend gelöst war trotz aller Blessuren anschließend die Stimmung bei den letztmals als MTV Wandsbek 72 angetretenen Gästen. Schneller lobte die “zweite Garde“, die in die Bresche sprang, als sie gebraucht wurde, und die “Improvisationsfähigkeit fast aller am heutigen Tag“.

In Kiel spielten: Lena Teufel, Daniela Laupichler (bei 2 Strafwürfen); Anika Harms, Caroline Jürgens (1), Alexa Lindner (1), Sandy Lindner, Melanie Schuster (3), Kerstin Felkel (3/1), Katharina Pohle (3), Kathrin Behrens (3), Nicola Wohlers (8/7), Jasmin Thede (1)

 

 

 

 
Meldung:

 

„Kieler Nachrichten vom 28.4.05“

"Krabben" im Umbruch

Fritz Sünkler will in der Oberliga neuen Schwung holen

 

Sieben Punkte in der Hinrunde, acht in der Rückrunde - das war zu wenig für die HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Schon vor dem letzten Spieltag in der Handball-Regionalliga Frauen haben die "Krabben" den Salat, der sich Abstieg nennt. Der weise Spruch, "für Tradition kann man sich nichts kaufen", trifft in diesem Jahr die Mannschaft von Trainer Fritz Sünkler. Erstmals nach 35 Jahren rutschen die Kielerinnen wieder auf die Landesebene zurück. Kleiner Trost: Auch Pädagogik Rostock, das Rang zehn vor den Kielerinnen verteidigte, ist ein Opfer der gleitenden Skala geworden und steigt ab.

 

"Wir werden versuchen, den Betriebsunfall im kommenden Jahr zu reparieren", sagt Sünkler. Der Coach, der vor zwölf Monaten das schwere Erbe von Bernd Vosgerau antrat, gibt sich kämpferisch. Während Vosgerau seine neue Mannschaft Tarp/Wanderup in die Regionalliga führt, befindet sich die ambitionierte Kieler Frauenmannschaft im Wandel. "Uns haben vor und im Laufe dieser Spielzeit acht Spielerinnen verlassen", beklagte HSG-Obmann Klaus Rohde großen Aderlass. Nach dieser Serie wird es

kaum anders sein. Kristina Büttner (Schweden), Manja Wulf (Eidelstedt oder Rosengarten) suchen andere Vereine. Katrin Maukel will pausieren, Christine Meyer nur noch als "Notnagel" einspringen und Ann-Christin Thoma zieht nach Kassel.

 

Doch den "Krabben" sind schon ein paar Alternativen ins Netz gegangen. Der Wechsel von Annika Gerlach (Buxtehude II) ist perfekt. Gerne möchte Sünkler auch noch Kerstin Sommer aus der eigenen Zweiten haben. Die Entscheidung fällt bis Sonnabend. Für die Torhüterposition bewerben sich Tatjana Cornehl (Ahrensburger TSV) und Ulla Bielefeldt (HSG Kropp/Tetenhusen). Zusammen mit der verbleibenden Anja Pulwitt verfügt die HSG dann über drei Torhüterinnen. "Ich möchte mit der Mannschaft schon ein gewichtiges Wort in der Meisterschaft mitreden und der Owschlager Einkaufspolitik Paroli bieten", sagt Sünkler. So souverän wie Tarp es diesmal vorführt, ist es laut Sünkler zwar nicht zu machen aber da spielen ja fünf Ex-"Krabben". Spielerinnen, die Holstein/Kronshagen in dieser Serie gut zu Gesicht gestanden hätten.     

 

 

 

Punktspiel gegen Elmshorner HT / 23.4.05

 

„Kieler Nachrichten vom 25.4.05“

Erst floss bei den Krabben das Bier, dann kullerten Tränen

Die HSG Holstein tritt den Weg in die Frauen-Oberliga an

 

Das Bier floss bereits in Strömen, kurz danach kullerten die Tränen: Das 26:25 (13:15) der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga Frauen beim Elmshorner HT kam zu spät. Der gleichzeitige Sieg von Pädagogik Rostock verurteilt die "Krabben" zum Abstieg in die Oberliga. "Ich habe es fast so erwartet", sagte

"Krabben"-Trainer Fritz Sünkler.

 

Die Möglichkeit 60 Tore und zwei Punkte zu den Mecklenburgerinnen am letzten Spieltag aufzuholen, ist auch für Sünkler illusorisch. Die Kielerinnen begannen die Partie an der Krückau wie ein sicherer Absteiger. Nach dem 2:8-Rückstand (10.) und dem Katz-und Maus-Spiel der Elmshorner Spielmacherin Marina Abramova nahm Sünkler ein Team-Time-Out. Was kaum jemand erwartet hatte: Plötzlich ging ein Ruck durchs Gäste-Team. Mannschaftsführerin Sonja Hansen nahm Abramova in kurze Deckung und sorgte für einen Bruch im Spiel des Tabellendritten. Bis zur Pause verkürzten die Kielerinnen auf zwei Treffer und erzielten nach dem Wiederbeginn das 17:17 (39.).

 

Der Kieler Rückraum, der ohne Katrin Maukel auskommen musste, wurde von Meike Gronau und Dajana Schulz auf der Zentrale gut geführt. Kerstin Sommer und Wiebke Reimers agierten aus dem linken bzw. rechten Rückraum sehr torgefährlich. Das schaffte Platz für die überragende Angela Gaber. In den letzten 20 Minuten wechselte die Führung hin und her. Als Reimers beim 25:24 einen Siebenmeter (58.) vergab, schien der Traum vom Sieg geplatzt. Doch nach dem Ausgleich Elmshorns brachte Sommer die Gäste noch einmal nach vom. Dieser Vorsprung wurde bis zum Ende leidenschaftlich verteidigt. "Die Mannschaft hat eine tolle kämpferische Einstellung und eine hervorragende Moral bewiesen", lobte Sünkler.

 

HSG Holstein/Kronshagen: Meyer, Wulf (n.e.) - Hansen (1), Schulz (2), Metz, Büttner, Reimers (7/1), Gronau (2), Gaber (6), Brinker (4), Sommer (4).

 

Unterdessen ist der Wechsel von Ina-Lena Elwardt (Buxtehuder SV) geplatzt. Die umworbene Rückraumspielerin entschied sich für den Oberligisten TSV Owschlag.

 

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 25.4.05“

EHT-Frauen kassieren unnötige Niederlage

Elmshorn - Wünsche, weiß Kurt-Krogh Rasmussen, gehen nicht immer in Erfüllung - wie zum Beispiel der, daß sich die Frauen vom Elmshorner Handball-Team mit einem Sieg gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen bei ihrem letzten Heimauftritt in dieser Regionalliga-Saison von ihren Fans verabschieden mögen: 25:26 (15:13) hieß es vielmehr nach 60 Minuten, und Rasmussen fühlte sich im Verlauf der Partie an manch vorangegangene Enttäuschung erinnert. "Wir haben einfach wieder zu viele Chancen vergeben", grämte sich der Manager nach Spielende.

So widerfuhr es dem Heimteam nicht zum ersten Mal in dieser Saison, daß eine Begegnung, die nicht hätte verloren werden müssen, noch aus der Hand gegeben wurde. Erst eineinhalb Minuten vor Schluß gelang den Gästen der Treffer zum 26:25-Endstand.

Wirklich geärgert aber habe er sich nicht über die Niederlage, erklärte Rasmussen später. Was wohl auch daran lag, daß er nicht allein die Mannschaft für den Ausgang verantwortlich machen wollte. Einmal mehr nämlich kritisierte er auch die Leistung der Schiedsrichter. "Die Gäste brauchten die beiden Punkte und hat dementsprechend körperbetont gespielt - und das war unser Problem", kommentierte der Manager süffisant den Umstand, daß es lediglich eine Zwei-Minuten-Strafe gegen die Gäste gab.

Gefeiert wurde später trotz der vermeidbaren Niederlage im Foyer der Olympiahalle. Immerhin zeigte sich Rasmussen mit den ersten zehn Minuten zufrieden, in denen sich die Elmshornerinnen eine 9:2-Führung erspielt hatten. "Es lief zunächst wirklich gut in Abwehr und Angriff. So agieren wir hoffentlich in der kommenden Saison über zweimal 30 Minuten", so der fromme Wunsch Rasmussens. Bleibt abzuwarten, ob wenigstens der in Erfüllung geht.

Spielverlauf: 9:2 (10.), 12:8 (20.), 15:13 - 19:18 (40.), 23:23 (50.), 25:26.
Elmshorner HT (Tore/Siebenmeter): Hawen - Abramova (7), Fries (4), Clasen (4/1), Sawade (3/2), Günter (2), Toillié (2), Müller (2), Isermann (1).

 

 

 

Punktspiel gegen SG Kisdorf/Leezen / 16.4.05

 

„Kieler Nachrichten vom 18.4.05“

Kisdorf/Leezen ließ HSG-"Krabben" nur schnuppern

Beim 22:23 lag die Wende mehrfach in der Luft

 

Es war dramatisch in der Halle am Suchsdorfer Weg, aber das Happy-End blieb aus. Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen unterlag im Heimspiel in der Handball-Regionalliga Frauen der SG Kisdorf/Leezen mit 22:23 (12:13).

 

Niedergeschlagen sanken die "Krabben" auf den Boden, Stumm schauten sie in die Luft. Die Worte fehlten. Wie auch die Punkte, die die Gastgeberinnen im Kampf um den Klassenerhalt so dringend gebraucht hätten. „Jetzt ist alles aus", meinte Hallensprecher Peter Metz. Noch fehlte aber auch das Resultat aus Rostock. Erst später machte die Runde, dass diese nach der Heimniederlage gegen Harrislee weiter nur zwei Punkte vor den "Krabben" liegen. Zwei Spiele stehen noch aus.

 

Gegen Kisdorf stimmten Einsatz und Kampf, spielerisch gab es gute Ansätze - nur die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. "Die Hundertprozentigen müssen eben rein", meinte Trainer Fritz Sünkler. Aus einem 4:2 (7.) wurde binnen sieben Minuten ein 5:7. Dem 7:8 (20.) ließen die Gäste erneut drei Tore folgen. Diesmal steckte die HSG den Kopf nicht in den Sand. Zur Pause war der Anschluss geschafft. "Da geht noch was", meinte Ex-"Krabbe" Diana Köhn. Sie sollte Recht behalten.

 

Ann-Christin Thoma traf zum 13:13-Ausgleich, anschließend Katrin Maukel. Die Kielerinnen ließen Kisdorf nicht mehr ziehen. Als Wiebke Reimers per Siebenmeter zum 19:19 (48.), anschließend Sabine Brinker und noch einmal Reimers das 21:19 (50.) erzielten, lag die Wende in der Luft. Aber die Gäste ließen die "Krabben" nur am Sieg schnuppern. Nadine Wrage und Olga Zehetbauer holten für Kisdorf die Kohlen aus dem Feuer, obwohl beide Teams in den letzten zehn Minuten einen Fehlerreigen tanzten.

 

HolKro: Meyer (ab 31.), Wulf - Gaber (3), Reimers (5/1), Schulz (1), Brinker (4), Hansen (1), Gronau, Thoma (3), Maukel (5/2), Büttner (n.e.), Sommer.

 

 

 

„Hamburger Tageblatt vom 18.4.05“

SG Kisdorf/Leezen: Der Klassenerhalt ist zum Greifen nah

Kisdorf - "Das war Abstiegskampf pur. So kann man dieses Handballspiel treffend charakterisieren", meinte Jens Scheunemann, der den etatmäßigen Trainer Sönke Radetzky beim 23:22 (13:12)-Erfolg der Handballfrauenmannschaft der SG Kisdorf/Leezen im Regionalliga-Duell bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen auf der Bank vertrat. Die Dramatik war kaum noch zu überbieten, als die Gastgeberinnen 20 Sekunden vor dem Ende noch einmal in Ballbesitz waren und mit dem Schlußpfiff einen Freiwurf zugesprochen bekamen. Nach einem Time-Out blockte die Kisdorfer Abwehr den Wurf der Kielerinnen ab, doch das Schiedsrichtergespann ließ die Aktion wiederholen. Aber auch diesmal scheiterten die Holstein-Spielerinnen an der von SG-Torfrau Tina Holst dirigierten "Abwehrwand" der SG Kisdorf/Leezen.

"Wir haben uns die beiden Punkte mit einer tollen Mannschaftsleistung und erstklassigem Einsatz wirklich verdient. Unsere beiden starken Torfrauen waren die Erfolgsgaranten", faßte Jens Scheunemann die spannende Partie zusammen.

Nach zögerlichem Beginn kaufte die 6:0-Abwehrformation der Gäste den Kielerinnen den Schneid ab und legte nach rund 20 Minuten den Grundstein für eine Vier-Tore-Führung. Nach Konzentrationsfehlern schmolz der Vorsprung aber wieder zusammen. "In dieser Phase haben wir es versäumt, für klare Verhältnisse zu sorgen", kritisierte Scheunemann, der sein Team Mitte der zweiten Halbzeit sogar schon auf der Verliererstraße wähnte, als die HSG mehrere Male mit einem Treffer vorne lag.

Doch er hatte den Siegeswillen der Kisdorferinnen unterschätzt; sie legten in der Schlußphase noch einen Zahn zu und entführten aus der Landeshauptstadt zwei wichtige Zähler im Abstiegskampf. Bei nun nur noch zwei ausstehenden Partien gegen Pädagogik Rostock und die HSG Kropp-Tetenhusen ist der sichere achte Tabellenplatz nun zum Greifen nah.

Der Spielverlauf: 1:0, 2.1, 4:2 (11.), 5:4 (14.), 6:8 (19.), 7:11 (23.), 10:12 (28.), 12.13 - 15:16, 17:17, 21:19 (48.), 21:21, 21:22 (57.), 22:22, 22:23.
Die Tore der SG Kisdorf/Leezen: Nadine Wrage (9/4 Siebenmeter), Anja Krönert (6), Olga Zehetbauer (4), Ninja Loppenthin, Saskia Rickert, Anja Fahrenkrog, Inga thom Suden (je 1).

 

 

 

Punktspiel gegen TSV Nord Harrislee / 9.4.05

 

„Flensburger Tageblatt vom 11.4.05“

Kantersieg auf dem Weg zu Platz sieben

TSV Nord mit Spaß zum 35:18 gegen Holstein

 

Harrislee - Der TSV Nord Harrislee ver­besserte in der Handball-Regio­nalliga der Frauen mit einem nie gefährdeten 35:18 (17:5)-Erfolg gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen seine Chance auf den siebten Platz. „Die Mannschaft hatte viel Spaß", freute sich Trainer Olaf Rogge. „Obwohl uns mit Miriam Died­richsen und Bente Bülau zwei Leistungsträgerinnen fehlten, wurde genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen ha­ben."

 

Die ersten sieben Minuten ließen sich die Nord-Frauen aber von den konfusen Kiele­rinnen anstecken und produ­zierten ebenfalls zahlreiche technische Fehler. Das 2:1 (8.) von Birgit Honrich entfachte eine Aufbruchstimmung, die den TSV Nord bis zum 10:1 (20.) führte. Der „Drops" war bereits frühzeitig gelutscht. Die leich­te Umstellung in der 6:0-Abwehr - Tatjana Rühl stand für Miriam Diedrichsen im Mittelblock - hatte keinerlei negati­ve Auswirkungen. Allerdings ­zeigten die Gäste auch nicht mehr als harmloses Oberliga-Niveau. „Nach 15 Minuten war unser Selbstvertrauen weg", starrte Kiels Trainer Fritz Sünkler nach dem Abpfiff konsterniert an die Hallendecke. „Und es kam auch nicht wieder."                              

                                                            

Dafür wussten sich die Nord­-Torfrauen Astrid Schuldner und in der zweiten Hälfte Steffi Petersen mehrfach auszuzeich­nen, während ihre Vorderleute' immer wieder Gegenstöße in­szenierten. Allein in den letz­ten 90 Sekunden vor der Pause „klingelte" es dreimal. In der zweiten Hälfte wechselte Olaf Rogge munter durch, ohne das Scheibenschießen" zu beenden. Der „Spaß am Samstagnachmittag" war auch gut für das Torverhältnis.

 

TSV Nord: Schuldner, Petersen – Clausen (1), Honrich (4), Warr (5/2), Schibrath (4), Gosch (2/1), Vogeler (3/1), Rühl (8), Kirste (8).

HSG Holstein Kiel/ Kronshagen: Wulf, Meyer - Reimers (3), Maukel (7/3), Hansen, Schulz, Brinker (3), Gaber (2), Gronau (3), Sommer, Büttner

 

 

 

 

„Kieler Nachrichten vom 11.4.05“

HSG-Krabben erlebten auch für die Moral ein Debakel

Regionalliga-Klassenerhalt nach 18:35 in Harrislee in weiter Ferne

Jetzt hilft wohl nur noch das viel zitierte Wunder. Nach dem 18:35 (5:17) Debakel beim TSV Nord Harrislee sind die Hoff­nungen auf den Klassenerhalt der HSG Holstein Kiel/Krons­hagen in der Handball-Regio­nalliga der Frauen auf ein Minimum gesunken.

 

Schon früh war der Traum von einem Geburtstagsge­schenk für Mannschaftsführe­rin Sonja Hansen (28) geplatzt. Als es nach zehn Minuten 1:5 hieß, reagierte „Krabben"­Trainer Fritz Sünkler zwar mit einem Team-Time-Out, aber seine Mannschaft bekam die Kurve nicht mehr und folglich nicht mehr von der Verlierer­straße herunter. Bedingt durch den Ausfall von Spielmacherin Svenja Sturm (Dienst) fehlte es den Kielerinnen an Alternativen im Rückraum. Die Leihgabe der Zweiten, Kerstin Sommer, und auch Kristina Büttner konnten nichts retten. Harrislee war in allen Belangen besser. Torhüterin Manja Wulf, die zunächst den Vorzug vor Chris­tine Meyer bekam, räumte Mit­te der ersten Halbzeit nach vielen Gegenstößen das Tor. Meyer bewahrte ihr Team vor noch größerem Unheil, aber der Rückraum biss sich immer wie­der am Harrisleer Mittelblock fest.

 

Nur Anfang der zweiten Halbzeit sah es nach einer Schadenbegrenzung aus. Doch das Spiel der Kielerinnen war insgesamt zu einfältig. Nach dem 25:13 (43.) drehten die Gastgeberinnen wieder auf und spielten Holstein in der Schlussviertelstunde an die Wand. „Wir haben den Abpfiff förmlich herbei gesehnt", sagte „Krabben-Coach Fritz Sünk­ler. Der Coach gestand ein, dass diese Niederlage zugleich ein moralisches Debakel war.

 

HolKro: Meyer, Wulf - Gaber (2), Reimers (3), Maukel (7/3), Schulz, Brinker (3), Hansen, Gronau (3), Sommer, Büttner.   

 

 

 

„Flensburg Avis vom 11.4.05“

Mit viel Spaß und Elan zum Heimsieg

Ein deutliches 35:18 für den TSV Nord gegen Kiel bedeutete zwei wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt.

 

HARRISLEE - Im vorletzten Heimspiel der Saison landete Frauen-Regionalligist TSV Nord Harrislee einen nie gefährdeten und völlig verdienten 35:18 (17:5)-Erfolg gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen.

 

Für den TSV waren dies zwei wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt, für die Gäste aus der Landeshauptstadt wird der Gang in die Oberliga immer wahrscheinlicher.

Lediglich bis zur fünften Spielminute (1:1) konnten die Kielerinnen die Partie offen gestalten. Danach entwickelte sich ein mehr als einseitiges Spiel zu Gunsten des Heimteams. Über 10:1 (20.) zog der TSV bis zur Pause auf 17:5 davon. »Ab der 15. Minute fehlte und das Selbstvertrauen und es kehrte nicht mehr zurück«, sagte ein ratloser Gäste-Trainer Fritz Sünkler, »wir hatten uns etwas anderes ausgerechnet und ich habe keine Erklärung für diese Leistung. Bei mir herrscht das blanke Entsetzen.«

 

Ganz anders dagegen die Spielerinnen aus Harrislee. Mit der deutlichen Führung im Rücken spielten sie sich in einen Rausch und schraubten im zweiten Durchgang das Ergebnis weiter in die Höhe. Am Ende stand ein souveräner 35:18-Sieg zu Buche. Überragende Nord-Torschützinnen waren Tatjana Rühl und Christina Kirste mit jeweils acht Treffern. »Es hört sich banal an, doch meine Mannschaft hat genau das gemacht, was sie sollte - sie hat gewonnen«, sagte ein gut gelaunter TSV-Trainer Olaf Rogge nach dem Spiel, »sie hat gewonnen. Es war uns egal wie wir heute gewinnen.«

 

Nord hat mit diesem Sieg den siebten Tabellenrang gefestigt, den ersten Platz, der definitiv zum Klassenverbleib berechtigt. Gleichzeitig haben die Harrisleerinnen drei Spieltage vor Saisonende einen weiteren Konkurrenten soweit in der Tabelle hinter sich gelassen, dass er sie nicht mehr überholen kann. »Meine Mannschaft hat heute soviel Spaß und Elan am gezeigt

wie ich es selten gesehen habe«, lobte Olaf Rogge, »und das, obwohl zwei Leistungsträgerinnen fehlten.« Bente Bülau und Miriam Diedrichsen waren beide verhindert.

 

TSV Nord Harrislee: Schuldner, Petersen - Clausen 1, Honrich 4, Warr 5/2, Schibrath 4, Gosch 2/1, Vogeler 3/1, Rühl 8, Kirste 8

HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Meyer, Wulf - Reimers 3, Maukel 7/3, Hansen, Büttner, Schulz, Brink 3, Kretschmar 2, Gronau 3

Zuschauer: 220

 

 
 
Meldung:
 

„Kieler Nachrichten vom 7.4.05“

Holstein droht Ende einer Ära

Auflösung der Regionalliga Mitte könnte Abstieg der HSG-Frauen bedeuten

Holstein Kiel war Gründungs­mitglied der Regionalliga 1971 und der Bundesliga 1975. Fast 35 Jahre gehört die Frauen­-Handballabteilung, die 1998 mit dem TSV Kronshagen zur HSG Holstein Kiel/Kronshagen fusionierte, den drei höchsten Ligen in Deutschland an. Jetzt droht den „Krabben" der Ab­sturz auf Landesebene.

 

„Das wäre schon eine schwe­re Enttäuschung für mich", sagt Obmann Klaus Rohde. Der 62-Jährige hat die Kielerinnen seit 1970 durch alle Höhen und Tiefen begleitet. Vier Spiele sind noch in der Regionalliga Nordost zu absolvieren, das rettende Ufer - Platz zehn - ist für die Schützlinge von Trainer Fritz Sünkler nur zwei Punkte entfernt. Das klingt machbar. Aber in dieser Serie gilt eine neue Abstiegsregelung. Neben drei Regelabsteigern müssen zusätzliche Mannschaften die Regionalliga Nordost verlas­sen, wenn die Mannschaften des Nordostdeutschen Hand­ballverbandes die Regionalliga Mitte halten. Grund ist die Auf­lösung dieser Staffel zum Sai­sonende und die damit verbun­dene Rückführung der Vereine in ihren Regionalverband.

 

Von den drei NOHV-Teams in der Staffel Mitte sind der Berli­ner TSC und die Reinickendor­fer Füchse nahezu gerettet. Nur TMBW Berlin befindet sich als Tabellenzehnter noch in Ab­stiegsgefahr. Zwei Punkte Vor­sprung haben die Berlinerin­nen vor dem Elften Thüringer HC II. Dieser Rang ist entscheidend aus Sicht der „Krabben". Sollte Thüringen in fünf ausstehen­den Spielen TMBW Berlin noch abfangen, Holstein ebenfalls Viertletzter werden, kommt es zu Entscheidungsspielen. „Wir müssen nicht rechnen, sondern Punkte sammeln", sagt „Krab­ben"-Coach Sünkler.

 

Der Anfang kann gleich am Sonnabend beim TSV Nord Harrislee gemacht werden. Der Ex-Zweitligist und eine Woche später die SG Kisdorf/Leezen sind neben Pädagogik Rostock die härtesten Kontrahenten der HSG. Anschließend folgt noch ein Spiel in Elmshorn und am 30. April zu Hause der Schluss­akkord gegen MTV Wandsbek. Der Tanz in den Mai kann aber auch ein Tanz mit dem Ab­stiegsgespenst werden. Für Ob­mann Rohde kein Grund aufzu­geben. „Das wäre ein ganz un­günstiger Zeitpunkt. Wenn es runtergeht, müssen wir versu­chen wieder hochzukommen." So sieht es auch Sünkler, der nach ersten Vorgesprächen mit den Spielerinnen den Kader nicht nur zusammenhalten, sondern sogar wirkungsvoll er­gänzen kann.    

 

 
 
 
Punktspiel gegen VfL Bad Schwartau / 2.4.05

 

„Kieler Nachrichten vom 4.4.05“

„Krabben" misslang der erhoffte Befreiungsschlag

Beim 18:23 gegen Bad Schwartau wieder zu viele Chancen vergeben

 

Der erhoffte Befreiungs­schlag blieb aus. Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen kommt nicht aus dem Ab­stiegsschlammassel in der Handball-Regionalliga der Frauen heraus. Gegen den Tabellendritten VfL Bad ­Schwartau gab es eine ver­diente 18:23 (9:10)-Nieder­lage. „Wer so viele Chancen vergibt, kann einfach nicht gewinnen", ärgerte sich „Krabben"-Ob­mann Klaus Rohde. Von 57 An­griffen der Kielerinnen endeten zwölf mit einem technischen Fehler, 19 landeten an den Ar­men oder Beinen der starken Schwartauer Torhüterin Ale­xandra Käselau. „Entweder werden die Wurfvorgaben nicht eingehalten oder uns fehlt die Cleverness", meinte „Krab­ben"-Trainer Fritz Sünkler.

 

Schon in den Anfangsminu­ten zeigte sich, dass die Gastge­berinnen mit ihren Nerven zu Fuß sind. Svenja Sturm konnte auf der Spielmacherposition keine Akzente setzen. Die Folge war ein 2:7 (12.). Erst nach dem Sünkler Sturm gegen Katrin Maukel austauschte und die glücklose Torhüterin Christine Meyer ihren Posten für Manja Wulf räumte, kamen die„ Krab­ben" heran. Mit dem Gegen­stoßtor von Sabine Brinker 17 Sekunden vor der Pause schien das Match beim 9:10 wieder völlig offen.

 

Doch die zweite Halbzeit bot fast eine Duplizität der Ereig­nisse. Nach der verpassten Aus­gleichsmöglichkeit zum 12:12 (35.) - der aufopferungsvoll kämpfenden Mannschaftsfüh­rerin Sonja Hansen (35.) unter­lief ein Fangfehler - zogen die Schwartauerinnen wieder auf vier bis fünf Treffer davon. „Die Fehlwürfe reißen uns immer wieder runter", meinte Brinker, die trotz einer guten Partie auch mit ihren persönlichen Missgeschicken zu kämpfen hatte. Schließlich waren ihre Würfe beim 15:18 (53.) und 17:20 (55.) jeweils Beute von Käselau geworden. „Ich bleibe Opti­mist. So lange Rostock nur zwei Punkte weg ist, ist der Klassenerhalt möglich", so Sünkler.

 

HSG HolKro: Meyer, Wulf (ab 14.) - Maukel (5), Hansen, Sturm, Schulz (3), Reimers (4/1), Gronau (2), Gaber, Brinker (4), Büttner (n.e.), Thoma. 

 

 

„Lübecker Nachrichten vom 5.4.05“

VfL Frau setzen sich auf Rang zwei fest

 

Der Aufsteiger marschiert weiter. Mit einem 23:18 (10:9)-Sieg bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen festigten die Regionalliga-Handballerinnen des VfL Schwartau Platz zwei in der Tabelle. "Diesen zu halten, ist unser Ziel", will sich der scheidende Trainer Wolfgang Wulf "mit dem bestmöglichsten Rang verabschieden". Mit 7:2 (12.) legten seine VfL-Damen ein forsches Tempo vor, ehe übertriebene Einzelaktionen den Gegner auf 9:10 zur Pause aufschließen ließen. Die Pausenansprache von Wulf brachte sein Team jedoch wieder auf den Erfolgsweg zurück. Stark: Alexandra Teske mit 4 Toren (bei fünf Versuchen) bis zum 18:13 (46.). "Allerdings merkt man, dass es aufs Saisonende zugeht". Bis dahin bringt sich der Trainer weiter in die Planungen ein: "Ich habe den Verantwortlichen einige Namen genannt. Der neue Coach muss entscheiden, ob sie dazu passen", ließ sich Wulf nur entlocken, dass schon fünf Spielerinnen zum Probetraining da waren.

 

Die Tore: Brandt (6/3), Struppek, Stapelfeldt (je 4), Forsbach, Geske (je 2), Ewert (1). 

 

 

 

Punktspiel gegen Buxtehuder SV 2 / 13.3.05:

 

„Kieler Nachrichten vom 14.3.05“

„Krabben" in Überzahl schwach

 

Die HSG Holstein Kiel/ Kronshagen bleibt mit dem Pech im Bunde. Erst streikte das Getriebe des Mann­schaftsbusses, anschließend gab es Übersetzungsfehler auf dem Spielfeld in der Hand­ball-Regionalliga Frauen, so dass die „Krabben" nach dem 20:28 (9:12) bei Buxtehuder SV II mit einem Ersatzbus, aber ohne Punkte zurückkehrten. Erst 60 Minuten vor Beginn die trafen Kielerinnen in Bux­tehude ein. Nach Verlassen der Autobahn ließ sich der Bus nur noch per Schneckentempo fortbewegen, ehe das Vehikel auf der Rückfahrt komplett den Dienst quittierte.

 

Ganz anders zunächst das Spiel der „Krabben". Enga­giert und zielstrebig eroberten sich die Gäste eine Zwei-Tore­-Führung, die auch bis zum 8:6 (20.) gehalten wurde. „Die Sensation lag in der Luft", so „Krabben"-Trainer Fritz Sünkler. Als die Bundesligareserve jedoch auf eine 5:1-Abwehr umstellte und Kieler Über­zahlangriffe abwehrte, schmolz der „Krabben"-Vor­sprung schnell dahin. Buxte­hude zog zur Pause auf drei Treffer davon und baute die Führung beim 24:14 (45.) auf zehn Tore aus. Maike Wieding, Julia Harms und die phasen­weise eingesetzte Erstliga­spielerin Katharina Schulz (zusammen erzielte das Trio 15 Tore) waren nicht zu bremsen.

 

Sünkler versuchte zwar sei­nen Rückraum mit Meike Gro­nau, Svenja Sturm und Wieb­ke Reimers durch entspre­chende Umstellungen zu ent­lasten, aber die Gastgeberin­nen wechselten ebenfalls durch. Die Verbesserung auf 20:25 (56.) war nur von kurzer Dauer. „Unser schwaches Überzahlspiel und das schlechte Rückzugsverhalten spiegeln sich im Ergebnis wi­der", meinte Sünkler ab­schließend.

 

HSG HolKro: Meyer, Wulf (ab 40.) - Maukel (1), Hansen (2), Sturm (2), Schulz, Metz (1), Rei­mers (8/7), Gronau (3), Gaber (1), Brinker (2), Büttner.          

 

 

 

Punktspiel gegen Ahrensburger TSV / 26.2.05:

 

„Kieler Nachrichten vom 28.2.05“

Meyer hielt im Tor Krabben-Sieg fest

16:14 gegen Ahrensburg erhält der HSG Holstein Regionalliga-Chancen

Es ist die Zeit der Oscars, in der alljährlich tolle Leistungen der Filmbranche prämiert werden. Christine Meyer, Torhüterin der HSG Holstein Kiel/Kronsha­gen, hat sich beim 16:14 (7:5)­Erfolg ihrer Mannschaft gegen den Ahrensburger TSV in der Handball-Regionalliga Frauen die Trophäe als „wertvollste Spielerin" verdient. Sechs gehaltene Siebenmeter und 15 weitere Paraden waren der Grundstein eines Erfolges über den die „Krabben" an­sonsten den Mantel des Schweigens legen sollten. „So vergrault man sich die letzten Zuschauer", meinte Co-Trainer Thomas Kleinschmidt in der Pause.

 

Nach einem schnellen 3:0 (7.) häuften sich Fehler über Fehler. Der im Angriff weiter gespielte Ball (Wiebke Reimers, nach der Pause Kristina Büttner) war zugleich auch ein Abgeben der Verantwortung. Wildes Kreu­zen einer torungefährlichen Svenja Sturm lockt nun einmal keine Abwehr heraus. Zum Glück für die Kielerin­nen war das Schlusslicht eben­ so harmlos und mit den Nerven bei freistehenden Würfen vor „Krabben"-Torfrau Meyer zu Fuß. Selbst Anfeuerungsrufe wie, „Leute, los jetzt", von Stef­fi Metz auf der Bank und das Trommeln der eingefleischten Fangruppe half nicht.

 

Dafür stach der Joker. Als Torhüterin Anja Pulwitt, dies­mal in Betreuerfunktion, nach knapp 35 Minuten Kerstin Sommer im Spielprotokoll nachtragen ließ, hoffte „Krab­ben"-Trainer Fritz Sünkler auf eine Initialzündung. Und die 24-jährige Torjägerin aus der Bezirksligazweiten nutzte ihre Chance. Vier Versuche, zwei To­re - dabei das so wichtige 16:14 knapp 25 Sekunden vor dem Ende.

„Ich bin einfach nur froh, dass wir gewonnen haben", meinte Meyer und gab zu, dass eine Niederlage wohl das Aus im Kampf um den Klassener­halt gewesen wäre. Erleichtert zeigte sich nach dem Schluss­pfiff auch Trainer Fritz Sünk­ler: „Ich habe bestimmt zwei Kilo abgenommen." Seine Mannschaft hat zwei wichtige Punkte zugenommen!

 

HSG HolKro: Wulf (n.e.), Meyer - Hansen 2, Sturm 2, Schulz, Reimers 4/3, Gronau 2, Ga­ber 2, Sommer 2, Brinker 2, Büttner, Metz.          

 

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 28.2.05“

Zu viele vermeidbare Fehler

ATSV-Frauen verlieren bei Holstein Kiel/Kronshagen 14:16

Ahrensburg - "Sie waren fällig, aber wir waren nicht in der Lage, diese Chance zu nutzen." Tilo Labs, Trainer der Handball-Frauen des Ahrensburger TSV, mußte in der Partie bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen einmal mehr feststellen, daß seiner Mannschaft im Angriff die Durchsetzungskraft fehlte, um einen ebenso offensivschwachen Gegner zu besiegen. Entscheidend sei deshalb auch die Torhüterleistung gewesen, analysierte Labs das 14:16 (5:7). "Christine Meyer im Kieler Tor hat allein fünf unserer elf Siebenmeter gehalten", sagte der Coach.

In vielerlei Hinsicht erinnerte die abermalige Niederlage des Klassenneulings und designierten Absteigers an vorhergegangene Regionalligaspiele. Gegen die defensive 6:0-Abwehr konnte der ATSV gute Tormöglichkeiten von den Außenpositionen nicht verwandeln, Kreisläuferin Silke Schöning wurde zwar gesucht, aber die 27jährige war nur selten anspielbar, und bei einigen verheißungsvollen Konterattacken nach Ballgewinnen in der Abwehr verloren die Stormarnerinnen das Spielgerät schon im Mittelfeld wieder. "Es war Not gegen Elend", charakterisierte Coach Labs das niveauarme Spiel.

Obwohl die Tabellensituation die Gastgeberinnen zum Siegen verdammte, was dem Team deutlich anzumerken war, vermochten die Ahrensburgerinnen kein Kapital daraus zu schlagen. Nur die übermotivierte Bettina Winterberg, die allerdings zu häufig und zu schnell den Abschluß aus dem Rückraum suchte, Schöning, die fünf Siebenmeter herausholte, Carolin Fischer mit einigen guten Aktionen auf der Linksaußenposition sowie Tatjana Cornehl im Tor bescheinigte der Trainer eine durchschnittliche Leistung.

Daß mit Imke Stoetzer und Marion Nommensen zwei Stammspielerinnen fehlten, war für Labs nebensächlich. "Wenn man nur 16 Tore kassiert, muß man ein Spiel auch gewinnen", war er sich mit Co-Trainer Michael Hein einig. Insofern war an der Abwehrleistung nichts zu kritisieren.

Wie jedoch auch in der Schlußphase deutlich wurde, als der ATSV einen 11:14-Rückstand auf 13:14 verkürzte, war die Anzahl der leichten Fehler in der Vorwärtsbewegung einfach zu groß, um noch die Wende zu schaffen. Folgerichtig kassierten die Ahrensburgerinnen die 17. Saisonniederlage. Was bleibt, ist die Hoffnung, wenigstens die DGF Flensburg noch hinter sich lassen zu können.

Spielverlauf: 0:2, 1:4, 5:7 - 6:7, 9:13, 11:13, 11:14, 13:14, 14:15, 14:16

Die Tore für den Ahrensburger TSV erzielten: Bettina Winterberg (3), Lena Radlof (3/davon 1 Siebenmeter), Silke Schöning (3/2), Julia Kögel (2/1), Simona Stahl, Kim Schmidhuber (2)

und Julia Carl (1/1).

 

 

 

Punktspiel gegen Eidelstedter SV / 20.2.05:

 

„Kieler Nachrichten vom 21.2.05“

Dicke Packung für „Krabben"

Handball-Regionalliga: HSG ging in Eidelstedt mit 18:32 unter

 

Die HSG Holstein Kiel/ Kronshagen konnte dem Spitzenreiter kein Bein stellen. Beim SV Eidelstedt gab es eine 18:32 (8:16)­ Niederlage in der Hand­ball-Regionalliga Frauen.

Viel ärgerlicher aus Sicht der „Krabben": Die Mit­konkurrenten im Abstiegs­kampf aus Harrislee und Kropp/Tetenhusen kamen je zu Siegen, so dass die Schützlinge von Trainer Fritz Sünkler, die wieder auf einen Regelabstiegs­platz zurückfielen, nun schon fünf Punkte zum ret­tenden Uferfehlen.

 

Knapp zwölf Minuten ging die Devise der Gäste auf. Weil mit Katrin Mau­kel sowie Svenja Sturm zwei Stammkräfte im An­griff fehlten und in Kristi­na Büttner eine Alternati­ve auch nicht mitwirken konnte, hatte Sünkler sei­nem Team lange Angriffe verordnet. In der Rück­raum-Besetzung Ann­-Christin Thoma, Meike Gronau und Wiebke Rei­mers gelang sogar eine 5:4-­Führung. Plötzlich riss der Faden. Eidelstedt erzielte durch Katja Dührkop viele leichte Gegenstoßtore, und Jeanette Marquardt war vor allem im ersten Ab­schnitt nicht zu stoppen. Sieben Mal traf Eidel­stedt nach der letzten Kie­ler Führung in Folge und schaffte bis zum Seiten­wechsel die Vorentschei­dung.

 

Anschließend ver­suchte Sünkler mit ver­schiedenen Abwehrforma­tionen (5:1 und 4:2) die Gastgeberinnen zu for­dern. „Aber die lassen sich halt nicht so leicht verunsi­chern", so der „Krabben"­Trainer. Trotzdem spielten die Kielerinnen ihre Syste­me so gut wie möglich. Meike Gronau, die im zen­tralen Rückraum ein gutes Spiel machte, wich pha­senweise Kreisläuferin Dajana Schulz. „Aber wenn Eidelstedt sich hin­ten reinstellt, können wir eben nichts machen", sagte der enttäuschte HSG-Coch Fritz Sünkler.

 

HSG HolKro: Wulf, Meyer - Hansen (3), Thoma (1), Schulz (1), Reimers (4/1), Gro­nau (4), Gaber (2), Tegler, Brinker (2). 

 

 

 

Punktspiel gegen DGF Flensborg / 29.1.05:

 

„Kieler Nachrichten vom 31.1.05“

„Krabben" drehten nach dem Wechsel auf

Sechs Tore von Gaber und Reimers beim 26:22 in Flensburg

Die HSG Holstein Kiel/Krons­hagen kann doch noch gewin­nen. Über drei Monate nach dem letzten Sieg in der Hand­ball-Regionalliga Frauen ge­wannen die „Krabben" bei der DGF Flensborg 26:22 (9:12). Wieder war es ein Auswärtssieg. Co-Trainer Thomas Klein­schmidt strahlte übers ganze Gesicht. Am Tag seines 35. Ge­burtstages hatte er sich einen Sieg gewünscht. „Die zweite Halbzeit war wirklich klasse", freute sich Kleinschmidt. Aller­dings gerieten die Kielerinnen nach einer recht ausgegliche­nen ersten Halbzeit am Ende doch in Bedrängnis. Zeitstrafen gegen Meike Gronau und Ann­-Christin Thoma bescherten DGF eine 6:4-Überzahl, die die Gastgeberinnen nutzten, um sich von 9:8 auf drei Treffer zum Seitenwechsel abzusetzen.

 

Aber anders noch als in der vergangenen Woche waren die „Krabben" nach dem Seiten­wechsel voll wach. Binnen drei Minuten gelang der 13:13-Aus­gleich und fortan lief es richtig rund. Torhüterin Christine Meyer, die sich nach einer Schwächeperiode im ersten Spielabschnitt steigerte und außerdem drei Siebenmeter ab­wehrte, avancierte neben Ange­la Gaber zum Sieggaranten. Die Linkshänderin erzielte ihre sechs Treffer in den zweiten 30 Minuten- die besonders wichti­gen per Gegenstoß.

 

So führten die Gäste zwölf Minuten vor dem Ende sicher mit 21:16 und vergrößerten den Vorsprung noch auf 24:18 (56.). Nicht einmal die Manndeckung gegen Spielmacherin Svenja Sturm und später gegen Katrin Maukel brachte die Kielerinnen aus dem Konzept, weil Klein­schmidt in dieser Phase Kreis­läuferin Sonja Hansen opferte, um weiter mindestens zwei Rückraumspielerinnen zu ha­ben. „Dadurch ergab sich ein­fach viel Platz, und wenn's läuft, dann läuft's eben", so das Geburtstagskind.

 

HSG Hol/Kro: Meyer, Wulf - Gaber 6, Reimers 6/2, Schulz (n.e.), Brinker 4, Han­sen, Gronau 1, Thoma 1, Maukel 7/4, Tegler (n.e.), Sturm 1.         

 

 

 

„Flensburger Tageblatt vom 31.1.05“

Langsam gehen die Lichter bei DGF aus

Handball-Regionalliga der Frauen: Bittere 22:26-Pleite gegen Kiel

 

Flensburg - langsam aber sicher schwinden die Hoffnungen auf den Klassenerhalt: Hand­ball-Regionalligist DGF Flens­burg musste sich zu Hause dem direkten Konkurrenten HSG Holstein Kiel/Kronsha­gen mit 22:26 (12:9) geschla­gen geben und befindet sich weiter tief im Abstiegssumpf. Fünf Punkte fehlen schon zum rettenden Ufer. „Wir kön­nen im Moment nicht besser spielen", sagte Trainer Hans­Jörgen Kellner. „Wenn man klarste Chancen nicht ver­wandeln, dann kommt eben solch eine Niederlage zu Stan­de. Das ist schade, aber leider nicht zu ändern."

 

Dabei lief es in Halbzeit eins für die Gastgeber vorzüglich. Von der 10:28-Klatsche in Elmshorn war bei DGF nichts mehr zu spüren. Ihre Abwehr stand sicher und eroberte zu Beginn einige Bälle, was zu ei­ner 4:2-Führung (8.) führte. Al­lerdings wurde zu diesem Zeit­punkt schon deutlich, dass die Flensburger an diesem Tage nicht genügend Zielwasser ge­trunken hatten. Zwar wurden immer wieder gute Chancen herausgespielt, doch fand der Ball zu selten den Weg ins Kieler Tor. Vier Pfostentreffer in Folge verhinderten eine hö­here Führung und führten zum 5:6 (13.) für die Gäste. „Är­gerlich, dass unsere Bälle im­mer wieder heraussprangen und beim Gegner landeteten", haderte Kellner mit dem Schicksal. Dennoch: Nachdem Torfrau Mareke Siedenburg ei­nen Siebenmeter hielt, gelang in doppelter Überzahl eine hochverdiente 12:8-Führung kurz vor der Pause.

 

„Eigentlich hätten wir mit großem Selbstvertrauen aus der Kabine kommen müssen. Leider war es genau anders herum", meinte Kellner. Eine Zeitstrafe für Haupttorschüt­zin Tina Sörensen sorgte für einen Bruch im Flensburger Spiel. Ohne Druck im Angriff wurde es der Kieler Abwehr nach dem 13:13 (35.) zu leicht gemacht. Nach dem 14:16 ver­suchte DGF krampfhaft wie­der heranzukommen. Aller­dings vergab man zu viele kla­re Chancen, darunter drei Sie­benmeter. Zudem war die lin­ke Seite (nur drei Treffer) zu harmlos. „Ohne unsere beiden verletzten Spielmacher fehlt uns da einfach der Zug zum Tor", sagte Kellner. So wuchs die Flensburger Verunsiche­rung mit jedem Fehlversuch und machte die Gäste stark. Diese machten über 15:19 beim 17:23 (52.) alles klar.

 

DGF Flensburg: Siedenburg, Lautrup - Quäck, Sander, Haut (1), Zanchetta (11, Hupfeld, Nickel (7/4),Terkelsen (3), Sören­sen (8/1), Kräber,Timm (2).

HSG Holstein Kiel/ Kronshagen: Meyer, Wulf - Gaber (6), Reimers (6/2), Maukel (7/4), Hansen, Brinker (4), Sturm (1), Thoma (1), Gronau (1).

Zeitstrafen: 6/4. - Siebenmeter: 9/6-7/6.

 

 

 

„Flensburg Avis vom 31.1.05“

Eine Halbzeit gut gespielt

DGF Flensborg droht nach der 22:26-Niederlage der Abstieg in die Oberliga.

FLENSBURG - In der Handball-Regionalliga der Frauen verlor Dansk Gymnastikforening (DGF) Flensborg das Duell gegen den Abstiegskandidaten HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 22:26 (12:9)-Toren und steckt weiter tief im Abstiegsstrudel.

Aus der Regionalliga gibt es drei Absteiger. Nach dem Rückzug der SG Bordesholm/ Brügge steht bereits ein Absteiger fest. Der Ahrensburger TSV dürfte Absteiger Nummer zwei sein.
Somit muss DGF nur noch eine Mannschaft hinter sich lassen, um den Kopf doch noch aus der Schlinge zu ziehen. Bereits das nächste Auswärtsspiel beim SV Pädagogik Rostock, einem unmittelbaren Abstiegskonkurrenten, wird richtungsweisend für das SdU-Team sein.

Nach der desolaten Vorstellung und einer 10:28-Niederlage in Elmshorn hatte das DGF-Trainergespann Kellner/ Zanchetta ihr Team zur Wiedergutmachung aufgerufen. Intern wurde beim Training »tacheles« gesprochen und die Probleme offengelegt. Dies schien gegen die »Krabben« Wirkung zu zeigen. Man merkte beiden Teams deutlich an, dass es in dem direkten Vergleich um viel ging. Bei einem Flensburger Sieg wären die Kielerinnen ebenfalls voll im Abstiegsgeschäft. Engagiert, aber auch verkrampft wurde den 200 Zuschauern in Idrætshallen Abstiegskampf pur präsentiert. Die 6:0-Deckung von DGF stand gut und machte es den Kielern schwer zum Erfolg zu kommen. Doch auch die Abwehrformation der Gäste ließ den Rückraum von DGF nur schwer zur Entfaltung kommen. So verlief die erste Halbzeit weitestgehend ausgeglichen. Über 5:3 (11.) und 7:6 (18.) setzte sich DGF erstmals beim 12:8 (28.) deutlicher ab.
Mit etwas mehr Glück wäre eine höhere Führung durchaus möglich gewesen, doch der Pfosten verhinderte insgesamt sechs Mal bei Würfen von Tina Sørensen den Erfolg. Der Halbzeitstand von 12:9 für DGF entsprach dem Spielverlauf und alle waren voller Hoffnung, dass das Heimteam zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln könnte.

Doch DGF legte das »glänzende Kostüm« der ersten Halbzeit ab und kam wie verwandelt aus der Kabine. Nichts ging mehr. Der Spielfluss war wie »weggeblasen«. Auch die Deckung zeigte nun viele Lücken, die die Gäste konsequent nutzen. Es dauerte nur wenige Minuten und die »Krabben« hatten zum 13:13 (35.) ausgeglichen. Svenja Timm konnte zwar ihre Farben zum 14:13 in Führung bringen, doch danach bestimmten nur noch die Gäste das Spiel. Durch Siebenmeter und Tempogegenstöße kam die HSG zu leichten Toren und führte mit 21:16 (46.). DGF gab sich geschlagen, ein Aufbäumen war nicht mehr festzustellen. Die Gäste-Führung behielt bis zum Ende bestand und aufgrund der desolaten DGF-Vorstellung in der zweiten Halbzeit ging der Sieg der HSG in Ordnung.

DGF Flensborg: Siedenburg, Lautrup - Quäck, Sander, Haut 1, Zanchetta 1, Hupfeld, Nickel 7/5, Terkelsen 3, Sørensen 8/1, Kräber, Timm 2
Holstein Kiel/ Kronshagen: Meyer, Wulf - Gaber 6, Reimers 6/2, Maukel 7/4, Hansen, Brinker 4, Sturm 1, Thoma 1, Gronau 1
Siebenmeter: 9/6 - 7/6
Zeitstrafen: 6 - 4
Rote Karte: Terkelsen (DGF, 60. drei Zeitstrafen)
Schiedsrichter: Dybowski/ Skybczak (Fockbek)
Zuschauer: 200

 

 

 

Punktspiel gegen TSV Ellerbek / 22.1.05:

 

„Kieler Nachrichten vom 24.1.05“

„Krabben" trafen beim 22:23 das Tor einfach nicht

Handball-Regionalliga: HSG kassierte nach der Pause sechs Ellerbeker Tore in Folge

 

Eine Halbzeitpause dauert ge­wöhnlich zehn Minuten. Die HSG Holstein Kiel/Kronsha­gen verlängerte ihre Auszeit al­lerdings unfreiwillig um weite­re zehn Minuten und geriet da­durch gegen den TSV Ellerbek auf die schiefe Bahn. Mit 22:23 (15:14) unterlagen die „Krab­ben" im Heimspiel der Hand­ball-Regionalliga Frauen nur vom knappen Resultat her un­glücklich. „Wer so viele Chancen nicht verwertet, kann eben auch nicht gewinnen", meinte „Krabben"-Mannschaftsführerin Sonja Hansen. Zwar ist es zu früh, den Kopf jetzt schon in den Sand zu stecken, aber es bedarf wohl eines der oft zitier­ten Wunder, um wirklich von einem Regelabstiegsplatz noch ins gesicherte Mittelfeld vorzu­dringen.

 

Was war passiert? Nach einer durchweg ausgeglichenen ers­ten Halbzeit verfehlten die Spurenelemente aus dem Pau­sentee ihre Wirkung. Reihen­weise vergaben die Gastgebe­rinnen allerbeste Einwurfmög­lichkeiten. Weil dazu auch noch Katrin Maukel (2) und Wiebke Reimers zusammen drei Sie­benmeter vergaben, blieb das Tor der Gäste bis zur 40. Minute vollständig verschlossen.

Sechs Ellerbeker Tore in Fol­ge bis zum 15:20 waren von den Kielerinnen nicht mehr aufzu­holen. Dabei war vor allem die Hamburgerin Martina Bauer überhaupt nicht in den Griff zu bekommen. Die Allrounderin fand immer wieder eine Lücke in der Abwehr der „Krabben" und markierte allein 13 Treffer.

 

Eine Schützin dieses Kali­bers fehlt der HSG. Zwar wur­den alle kämpferischen Reser­ven mobil gemacht, und dank der Paraden von Torhüterin Christine Meyer wurde der Rückstand noch einmal auf 18:20 (46.) und 19:22 (51.) ver­kürzt, aber die Ellerbekerinnen ließen sich nach zuletzt drei Niederlagen in Folge nicht mehr von der Siegerstraße ab­drängen. Als Grit Kretzschmar Tor Nummer 22 von Linksau­ßen für die „Krabben" erzielte, war die fünfte Heimniederlage schon besiegelt.

 

HSG Hol/Kro: Meyer, Pulwitt - Maukel 3/1, Hansen 1, Sturm, Schulz 1, Reimers 7/1, Gronau 2, Kretzschmar 2, Gaber 2, Brinker 1, Thoma 3.          

 

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 24.1.05“

23:22 - grandios haltende Steffi Hinz rettet Ellerbeks Sieg

Ellerbek - Marta Beles hatte einen Sieg als "absolutes Muß" gefordert - und die Spielerinnen erfüllten der Trainerin der Ellerbeker Handball-Frauenmannschaft diesen nachdrücklichen Wunsch, wenngleich auch nur so eben und eben. Nach einer spannenden, aber alles andere als hochklassigen Regionalliga-Partie setzten sich die Ellerbekerinnen bei der abstiegsbedrohten HSG HolsteinKiel/Kronshagen mit 23:22 durch und zeigten damit: Der Schock nach dem verlorenen EHT-Spiel scheint überwunden.

Nachdem das TSV-Team zur Pause noch knapp mit 14:15 in Rückstand gelegen hatte, mußte man auf seiten Ellerbeks auch dieses Mal eine Niederlage befürchten. In der Folgezeit ging jedoch ein Ruck durch die Mannschaft, die mit sechs Toren in Folge zum 20:15 erst einmal für klare Verhältnisse sorgte.

Die Kielerinnen waren geschockt. Sie, die mit Christine Meyer eine ehemalige Bundesligaspielerin zwischen den Pfosten stehen hatten, verzweifelten in der Folgezeit ausgerechnet an Meyers Kontrahentin im gegnerischen Tor: Steffi Hinz zeigte Glanztaten in Serie, wehrte mindestens zehnmal Bälle nach Tempogegenangriffen der HSG Holstein ab und wurde so zur Wegbereiterin des knappen Erfolges, der nur indirekt in Gefahr geriet. Der letzte Treffer zum 22:23 gelang den Kielerinnen, die Ellerbek vor zwei Wochen mit 30:25 im NOHV-Pokal ausschalten konnte, erst Sekunden vor dem Ende der Begegnung.

"Die Mannschaft hat endlich wieder mit Herz, dafür aber manchmal mit zuwenig Kopf gespielt und auch technische Fehler offeriert", erklärte Marta Beles, die jetzt hofft, daß sich der jüngste Aufwärtstrend auch am nächsten Sonntag im Heimspiel gegen den SV Pädagogik Rostock fortsetzen wird.

Auffälligste Spielerin in Kiel neben Torhüterin Steffi Hinz war Martina Bauer, die es auf 13 Torerfolge brachte. Nicht so gut aufgelegt war diesmal Svenja Rix mit nur drei Toren.

Tore/Siebenmeter: Bauer (13/5), Rix (3/1), Baltzke (3), Peters (2), Rantzow und Kühn (je 1).

 

 

 

 

Punktspiel gegen Kropp/Tetenhusen / 15.1.05:

 

„Kieler Nachrichten vom 17.1.05“

„Krabben" schnappten sich einen Punkt

23:23 - Katrin Maukel traf mit der Sirene zum Regionalliga-Remis in Kropp

Das war knapp. Aber letztendlich stand Fortuna auf der Seite der HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Mit ei­nem finalen Freiwurf rettete Katrin Maukel den „Krabben" beim 23:23 (10:9) bei der HSG Kropp/Tetenhu­sen wenigstens noch einen Punkt in der Handball-Regionalliga Frauen.

 

Die letzte Spielminute in der Kropper Geestlandhalle war an Dramatik kaum zu überbieten. Erst gingen die Gastgeberinnen rund 15 Sekunden vor dem Ende noch ein­mal in Führung, die Punkte schienen verloren. Doch kurz nach dem An­wurf unterbrach Kropps Pamela Wichmann das Spiel, kassierte eine Zeitstrafe - noch drei Sekunden. Die „Krabben" wollten Maukel in Position bringen, aber Daniela Krüger stürmte zu früh heraus. Nächste Zeit­strafe. Doppelte Überzahl für die „Krabben" - aber die Zeit ist laut Hallenuhr abgelaufen. Das Schieds­richtergespann aus Lübeck korrigiert, es bleibt bei drei Sekunden Restspielzeit. Gleiches Prozedere: Maukel steigt hoch und trifft in die Maschen. „Das Glück war diesmal auf un­serer Seite", freute sich „Krabben"-Trainer Fritz Sünkler.

 

Kropp-Trainer Dirk Schlegel zeigte sich mit dem Vorgehen der Un­parteiischen nicht einver­standen und legte Protest gegen die Spielwertung ein. Sünkler räumt dem Protest gegen eine Tatsachenentschei­dung allerdings kaum Chancen ein und war mit dem Spiel seines Teams weitestgehend zufrieden. Allmählich erkenne die Mann­schaft, dass man sich auch nach ei­nem Rückstand (12:16, 40.) wieder herankämpfen kann. Nur müssten sich die Rückraumspielerinnen Wiebke Reimers, Meike Gronau und auch Maukel gegen eine defensive Abwehr mehr zutrauen. Unerklär­lich blieben leichte Ballverluste, die Kropp zu einfachen Toren einluden und bei denen auch die starke Chris­tine Meyer keine Abwehrmöglich­keit blieb.

 

HSG Holstein/Kronshagen: Meyer, Wulf (1 Siebenmeter) - Maukel 3, Hansen, Sturm 4, Schulz 3, Metz, Reimers 4/3, Gronau 1, Gaber, Tegler 2, Brin­ker 6.   ­

 

 

 

„Flensburger Tageblatt vom 17.1.05“

Kropp fühlt sich um Sieg betrogen

HSG-Frauen legen nach dem 23:23 gegen Holstein Protest ein

 

Kropp  - Die Handball-Frauen der HSG Kropp-Tetenhusen ha­ben einen wichtigen Zähler im Kampf um den Regionalli­ga-Klassenerhalt liegen gelas­sen: In einem auf schwachen Niveau stehenden Landesder­by trennte man sich von der HSG Holstein Kiel/Kronsha­gen 23:23 (10:9).

 

Obwohl es nach den gezeig­ten Leistungen beider Teams nicht sonderlich viel Grund dazu gibt, könnte die Partie noch ein Nachspiel haben. Un­mittelbar nach dem Abpfiff in der Kropper Geestlandhalle legten die Verantwortlichen der Gastgeber Protest gegen die Wertung ein. Grund dafür war eine vermeidliche Fehl­entscheidung des Schiedsrich­tergespanns.

 

Was war passiert? Ganze drei Sekunden waren noch zu spielen als den Gästen aus der Landeshauptstadt ein finaler Freiwurf zugesprochen wur­de. Nachdem der Ball frei gege­ben wurde, unterband die Kropperin Daniela Krüger den scheinbar letzten Wurfver­such. Die Unparteiischen lie­ßen die Ausführung jedoch wiederholen und bestraften Krügers Einschreiten mit ei­ner Zeitstrafe. Zum Unmut des Kropper Lagers ließen die Schiedsrichter die drei Sekun­den jedoch noch einmal spie­len. Eine Entscheidung mit Folgen: Kiels Katrin Maukel traf mit der Schlusssirene zum 23:23-Ausgleich. „Wenn eine Zeitstrafe verteilt wird, dann muss auch die Zeit weiter lau­fen. Man kann uns doch nicht doppelt bestrafen", zeigte Kropps Coach Dirk Schlegel wenig Verständnis für die Ge­schehnisse.

 

Allerdings hätten es sich die Gastgeberinnen sehr viel ein­facher machen können. Nach ausgeglichener erster Hälfte kam man im zweiten Spielab­schnitt besser auf Touren und sah bereits wie der sichere Sie­ger aus. Doch ein 17:13- Vorsprung (49.) wurde in der Schlussphase leichtfertig ver­spielt. Durch einfache Fehler ließ die HSG Kropp-Tetenhu­sen die wenig überzeugenden Kielerinnen wieder ins Spiel zurück kommen und wurde dafür bestraft. Größtes Manko in Reihen des Schlegel-Teams war dabei die Chancenverwer­tung: Beste Möglichkeiten, darunter vier. Strafwürfe, wur­den vergeben. „Wir hätten den Sack viel früher zumachen müssen. Dann hätten wir uns den ganzen Ärger ersparen können", zog Dirk Schlegel

ein treffendes Fazit.

 

HSG Kropp-Tetenhusen: Maske, Bieie­feldt - Stürken (4), L Leptien, Grewe (2), Wichmann (3), Brömstrup (10/5), N. Leptien (1), Krüger (2), Makowka (1/1).

HSG Holstein Kiel-Kronshagen: Meyer, Wulf - Gaber, Reimers (4/3), Maukel (3), Metz, Schulz (3), Brinker (6), Sturm (4), Gronau (1), Tegler (2), Hansen.

Schiedsrichter: Frank/Schönfelder (Lü­beck) - Zuschauer:100.

 

 

 

„Flensburg Avis vom 17.1.05“

Bittere Pille für die HSG Kropp-Tetenhusen

 

KROPP - Auf denkbar unglückliche Art und Weise musste sich die HSG Kropp-Tetenhusen im Regionalliga-Heimspiel gegen HSG Kiel/Kronshagen mit einem Unentschieden zufrieden geben. Quasi mit dem Schlusspfiff gelang den Gästen nämlich der Treffer zum 23:23-Endstand.

»Wir werden aller Wahrscheinlichkeit nach Protest gegen die Wertung einlegen«, berichtete HSG-Trainer Dirk Schlegel. Grund: Bei einer Restspielzeit von drei Sekunden pfiffen die Unparteiischen die Partie wieder an, Kropp-Spielerin Daniela Krüger störte die letzte Aktion des Gegners und bekam wegen nicht eingehaltenem Abstand eine Zeitstrafe. Doch anstatt die Partie nun für beendet zu erklären, gaben die Schiedsrichter noch einmal drei Sekunden Spielzeit und Kiel nutzte die Überzahl um das Unentschieden zu erzielen. »Damit haben die Schiedsrichter unserer Spielerin in einer Nullzeit eine Zeitstrafe gegeben. Wie kann das bitte schön funktionieren«, wunderte sich nicht nur Schlegel.

Generell hätte die HSG Kropp-Tetenhusen das Spiel weitaus weniger spannend machen müssen. Eine insgesamt schwache Angriffsleistung verhinderte allerdings eine Vorentscheidung. Selbst ein 17:13-Vorsprung (45.) gab nicht die notwendige Sicherheit.

HSG Kropp-Tetenhusen: Bielefeldt, Maske - L. Leptien, Makowka 1/1, Wichmann 3, Krüger 2, Stührken 4, Grewe 2, Brœmstrup 10/5, Bandemer, N. Leptien 1.

 

 

 

Meldung:

 

„Kieler Nachrichten vom 15.1.05“

Abstieg wäre eine Tragödie

„Krabben" wollen sich wehren

Der Kampf um den Klassen­erhalt ist für die HSG Hol­stein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga Frauen lange ein Fremdwort gewesen. Sechs Jahre nach dem Abstieg aus der Zweiten Bundesliga droht erstmals nach 30 Jahren die Rückkehr in den Landesverband:

 

Gerade einmal acht Zähler haben die „Krabben" in 13 Spielen ge­holt. „Ein Abstieg wäre eine Tra­gödie", meint Rückraumspiele­rin Katrin Maukel, mit 63 Toren zugleich beste Werferin. Aber die 26-Jährige ist durch Verletzun­gen und Schichtdienst selbst oft zurückgeworfen. Der Rückstand zu einem Nichtabstiegsplatz beträgt zur­zeit einen Punkt. Die größte Ge­fahr droht über die erstmals in der Regionalliga angewandte gleitende Skala. Erst Rang sieben verspricht endgültige Rettung. Dazu fehlen den „Krabben" sechs Zähler. Wenn heute die Rückrunde bei der HSG Kropp/ Tetenhusen fortgesetzt wird, ist ein Sieg erforderlich. „Da wollen wir die Grundlage schaffen", zeigt sich Sonja Hansen optimis­tisch. Die 27-Jährige, seit über vier Jahren Mannschaftsführerin und zusammen mit Maukel einzi­ge „Überlebende" aus dem frü­heren Zweitligateam, gibt noch nicht auf.

 

Natürlich sei der Verlust der Leistungsträger Diana Köhn, Isabelle von Seeler - zugleich Haupttorschützen - Anna Carl­son und Torhüterin Sigrid Jung­johann entscheidend. Auch Ann­Christin Thoma ist derzeit nur noch aushilfsweise aktiv. „Die Abwehr war einmal unser Prunk­stück, und im Angriff flattern oft die Nerven", sagt Hansen. Weil auch der geplante Einsatz der erfahrenen Anne Grethe Eg­gen ins Wasser fiel, hängt die größte Last im Rückraum neben Maukel an Linkshänderin Wieb­ke Reimers. Zwar steigerte sich die 22-Jährige (bisher 56 Tore) nach Kurzeinsätzen in der Ver­gangenheit um 150 Prozent, doch zugleich hat der Druck zugenom­men. „Erfahrung kannst du nicht trainieren", sagt Trainer Fritz Sünkler und beklagt fehlende Al­ternativen, wenn das Duo nicht trifft. Abwehrspezialistin Meike Gronau kommt erst langsam wie­der in Fahrt und Spielmacherin Svenja Sturm (vom Oberligisten Owschlag) braucht Zeit. „Das Gefüge ist intakt, wir trainieren gut, also richten wir den Blick nach vorn", sagt Sünkler.

 

Die „Krabben" müssen vor al­lem in den Heimspielen wieder erfolgreicher agieren. Nur ein Sieg sprang aus sieben Spielen heraus. Folglich versagte auch den früher oft stimmgewaltigen Fans die Stimme. „Wir stehen in der Pflicht", fordert Hansen to­tale Leidenschaft.

 

 

 

 

Pokalspiel gegen TSV Ellerbek / 9.1.05:

 

„Kieler Nachrichten vom 10.1.05“

Doppeltes Pokal-Aus für HSG-Frauen

Bezirksligist Holstein ll brachte Grimmen beim 18:20 in Verlegenheit

Die HSG Holstein Kiel/Krons­hagen ist aus dem Handball-Po­kal auf Regionalliga-Ebene ausgeschieden. Nach der knap­pen Niederlage am Sonnabend der bisher in der Bezirksliga verlustpunktfreien Zweiten er­wischte es gestern auch das Re­gionalligateam. Damit ist der TSV Altenholz nach einem Freilos einziges Kieler Team im Wettbewerb. Die Schützlinge von Sigurd Schreiber erwarten am 5. Fe­bruar den SV Eidelstedt.

 

TSV Ellerbek - HSG Holstein 30:25 (15:14).

Nach ausgegliche­nem Auftakt verloren die „Krabben" plötzlich den Faden und fielen bereits auf 9:14 (24.) zurück. Mit einem geschickt ge­wählten Time-Out nahmen die Gäste jedoch dem TSV Ellerbek den Wind aus den Segeln. Nach Paraden der guten Torhüterin Manja Wulf lief das Spiel wie­der rund, zur Pause betrug der Rückstand nur noch ein Tor.

Im Halbzeitgespräch impften sich die Kieler ein, besonders auf Ellerbeks Svenja Rix und Kreisläuferin Martina Bauer acht zu geben. Das gelang je­doch wie zuvor nur phasenwei­se. Als die HSG Holstein nach dem 18:20 (38.) das Tempo mit­gehen wollte, schlichen sich technische Fehler ein. Ellerbek traf fünfmal in Folge und warf in zehn Minuten den vorent­scheidenden Vorsprung heraus. „Da sind wir einfach zu hek­tisch gewesen", fasste Co-Trai­ner Thomas Kleinschmidt zu­sammen.

 

HSG: Wulf, Pulwitt, (ab 46.); Maukel (3), Hansen (2), Sturm (4), Schulz, Metz (1), Reimers (5/3), Gronau (4), Gaber (1), Teg­ler (3), Brinker (2).

 

HSG Holstein II - HSV Grimmen 18:20 (8:10).

Einen Klas­senunterschied konnte Hol/Kro II-Trainer Jens Grabowski nicht feststellen. „Grimmen war sicher schlagbar, doch lie­ber jetzt eine Niederlage als in der Punktrunde." Sein Team leistete sich im Gegensatz zum bisherigen Saisonverlauf zu viele technische Fehler. Als die Kielerinnen sich nach der Pause auf 14:14 (44.) heran arbeiteten, waren es zwei Zeitstrafen gegen Verena Niebuhr und Ines Böh­rensen, die die Gastgeberinnen aus dem Konzept brachten. Das 17:18 (52.) durch Birgit Böck­mann war der letzte Anschluss­treffer.

 

HSG II: Möller, Dressler; Som­mer (9/2), Bletsch, Preer, Böck­mann (1), Sell (2), Bartz (1), Weidner (1), Böhrensen (2), Niebuhr (2), Hass. 

 

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 10.1.05“

Ellerbek träumt von großen Pokalgegnern
Handball: Mit einem 30:25 über die HSG Holstein Kiel/Kronshagen erreichten die TSV-Frauen die zweite Runde auf NOHV-Ebene.

Ellerbek - Der Start ins neue Jahr verlief etwas holprig, aber das Ergebnis sorgte unter dem Strich für allgemeine Zufriedenheit. Die Handball-Frauen des TSV Ellerbek besiegten in der ersten Runde des NOHV-Pokals die HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 30:25 (15:14) und zogen so in Runde zwei ein, in der sie am ersten Februar-Wochenende auswärts auf den Oberligaklub Potsdam treffen werden. Mit einem Sieg wäre man auf Bundesebene dabei.

Ohne Nadja Rantzow, die erst einen Tag vor dem Regionalliga-Nachbarduell am Sonntag gegen den Elmshorner HT aus dem Skiurlaub zurück sein wird, hatte Ellerbek vornehmlich in der ersten Halbzeit einige Probleme. Das Team lag zwar auch in der Folgezeit niemals in Rückstand, konnte sich aber auch erst Mitte der zweiten Halbzeit entscheidend auf 25:18 absetzen.

"Die Aktionen waren teilweise behäbig, so als hätten sich de Spielerinnen von den Feiertagen im alten Jahr nicht restlos erholt", meinte TSV-Trainerin Marta Beles. Sie fügte gleichwohl hinzu: "Die Müdigkeit wird nach den nächsten Trainingseinheiten wieder weichen."

Herausragend, insbesondere was die Treffer-Bilanz angeht, trat Martina Bauer auf. Sie erzielte zwölf Tore, zwei davon durch Verwandeln eines Siebenmeters. Tatkräftig an ihrer Seite stand die dynamische Svenja Rix, die mit sieben Toren an ihre durchweg stabile Hinrundenform anschloß. Silke Schwarzer findet nach überstandener Muskelverletzung gleich wieder Anschluß - drei Tore. Auch wenn mit Inga-Lena Kühn, Kristin Baltzke und Katharina Schmidt drei Spielerinnen leer ausgingen, zeigte sich Marta Beles mit der Statistik zufrieden. Von neun Feldspielerinnen trafen immerhin sechs ins Schwarze.

Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen, die am dritten Regionalliga-Spieltag in der Harbig-Halle noch beide Punkte entführt hatte, war schließlich doch kein echter Prüfstein für die Ellerbeker Mannschaft. Die war sich nach dem Spiel bewußt, im Pokalwettbewerb endlich einmal die Auftaktrunde überstanden zu haben. Und das "Los" Potsdam scheint auch nicht ungelegen zu kommen. Marta Beles: "Uns würde es ganz gut zu Gesicht stehen, wenn wir anschließend vielleicht auch in der ersten Runde auf Bundesebene für Aufsehen sorgen würden."

Spielverlauf: 5:5 (10, 11:9 (20.), 14:9 (25.), 15:14 - 20:18 (40.), 27:20 (50.), 28:23 (58.) - 30:25.
Aufstellung (Tore/Siebenmeter): Renner (2. Halbzeit Hinz), Bauer (12/2), Rix (7/2), Günter, Matuch, Schwarzer (je 3), Lohmeier (2), Schmidt, Baltzke und Kühn (alle 0).

 

 

 

 

Punktspiel gegen SV Pädagogik Rostock / 18.12.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 20.12.04“

Christine Meyer hielt „Krabben" einen Punkt fest

HSG Holstein konnte 20:16-Führung gegen Rostock nicht halten

Die HSG Holstein Kiel/Krons­hagen überwintert auf einem Abstiegsplatz in der Handball-Regionalliga Frauen. Das 20:20 (11:11) gegen Aufsteiger Päda­gogik Rostock verlängert die Leidenserie der Fans um eine weitere Episode.

Dabei können die „Krabben" über den einen Punkt im Gro­ßen und Ganzen sogar noch froh sein. Zwölf Minuten vor dem Ende stellte der Angriff seine Torproduktion gänzlich ein. Und am Ende war es die reakti­vierte Torhüterin Christine Meyer, die kurz vor dem Abpfiff mit einem abgewehrten Gegen­stoß von Ulrike Wenzlawski we­nigstens noch einen Zähler ret­tete. „Das Unentschieden hilft uns aber nicht wirklich weiter", resümierte Assistenz-Trainer Thomas Kleinschmidt. Die Kie­lerinnen hatten einen guten Start, führten schnell 4:1 (8.), ehe die Rostockerinnen besser ins Match fanden und die Partie ausgeglichen gestalteten. Nach dem Wiederbeginn fiel die die Mannschaft von Trainer Fritz Sünkler zunächst einem 12:14 (36.) hinterher, hatte dann je­doch die stärkste Phase. Bis auf 20:16 zogen die Gastgeberinnen binnen zehn Minuten davon.

 

Der Sieg war zum Greifen na­he. Aber die HSG packte nicht zu. Rostocks Trainerin Beate Liermann wechselte ihre Nach­wuchstorhüterin Pauline Radke ein. Die zum Bundesligakader der SG PSV Rostock zählende Schlussfrau nagelte ihren Kas­ten fortan zu. Im Gegenzug verkürzten die Gäste Stück für Stück und ka­men durch Kristin Schwarzer und der insgesamt gut abge­schirmten Ex-Bundesligaspie­lerin Petra Weidemann (8/5) noch zum Ausgleich. Allerdings waren die Kielerinnen in der Schlussminute wieder im Ball­besitz. Doch der Wurf von Ka­trin Maukel kam 15 Sekunden vor dem Ende. Viel zu früh. Zum Glück ließ Meyer nichts mehr anbrennen.

 

HSG HolKro: Pulwitt, Meyer (ab 20.) - Maukel (1/1), Hansen, Sturm (3), Schulz (n.e.), Metz (3), Reimers (6/3), Gronau (1), Gaber (3), Tegler (3), Brinker.

 

 

„Ostsee-Zeitung vom 20.12.04“

Pädagogik-Damen schafften auswärts Punkteteilung

 

Kiel - Die Handballfrauen des SV Pädagogik haben im letzten Punktspiel vor der Weihnachtspause einen Sieg knapp verpasst. Im Auswärtsspiel der Handball-Regionalliga Nordost erreichten die Rostockerinnen beim Tabellennachbarn HSG Holstein Kiel / Kronshagen ein 20:20 (11:11). Die Gäste gingen durch Sybille Porath kurz nach dem Anpfiff mit 1:0 in Führung. Kiel konnte sich danach zunächst auf 4:1 absetzen, ehe Pädagogik durch ein Tor von Kristin Schwarzer den Ausgleich erzielte (4:4 / 11.) In Führung gingen die Rostockerinnen allerdings erst wieder kurz vor der Pause (9:8 / 24.). Die Einheimischen nahmen eine Auszeit und stellten bis zur Halbzeit den 11:11-Gleichstand her.

 

Nach Wiederbeginn setzte sich Pädagogik durch Sybille Porath auf 14:12 (36.) ab. Doch auch diesmal ließen die Kielerinnen die Gäste nicht davonziehen und kamen erneut zum Ausgleich (14:14 / 40.). In der Folgezeit wurde es bedrohlich für die Pädagogik-Damen, denn die Gastgeberinnen enteilten nun auf 20:16 (48.). Das Spiel schien gelaufen, doch mit großem Kampfgeist schafften die Gäste noch die Punkteteilung. „Dieser Punktgewinn ist wie ein Sieg für uns und gleichzeitig eine schöne Weihnachtsüberraschung“, meinte denn auch Pädagogik-Trainerin Beate Liermann.

 

 

 

Hinrunde

 

Punktspiel gegen MTV Wandsbek 72 / 11.12.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 13.12.04“

„Kiel gehört nicht da unten hin"

 

Wer in der Tabelle unten steht, hat zumeist auch die Seuche. Das bekommt die HSG Holstein Kiel/Krons­hagen in der Handball-Re­gionalliga Frauen in diesen Tagen nur zu deutlich zu spüren. Mit 20:21(9:10) un­terliegen die „Krabben" beim MTV Wandsbek, ob­wohl der Punktgewinn be­reits in Reichweite ist. Knapp fünf Sekunden vor dem Ende bekommt Wandsbeks Allrounderin Jasmin Thede am Kreis den Ball und erzielt mit ihrem siebten Tor den Sieg für die Hamburgerinnen. „Kiel hat eine gute Moral bewie­sen und gehört sicher nicht da unten hin", lobt Wands­beks Coach Frank Schnel­ler.

 

Balsam auf geschundene Kieler Seelen, doch am En­de stehen die Schützlinge von Trainer Fritz Sünkler zum sechsten Mal in Folge ohne doppelten Punktge­winn da. „Es fehlt das be­rühmte Quäntchen, wir werden einfach nicht be­lohnt", sagt Sünkler. Nach einer ausgegliche­nen ersten Halbzeit fielen die Gäste zunächst sogar auf 10:17 (38.). In einem Team-Time-Out ließ Sünk­ler („Das ist sonst nicht meine Art") ein Donner­wetter über seine Mann­schaft nieder: Worte auf fruchtbaren Boden. Zu­sammen mit der Einwechs­lung der reaktivierten Tor­hüterin Christine Meyer steigerten sich die „Krab­ben" und kommen fünf Mi­nuten vor dem Abpfiff zum 18:18. Meyer nagelt ihr Tor zu und pariert drei Sieben­meter. Ein Strafwurf der Hamburgerinnen geht so­gar neben das Gehäuse. Obwohl Wandsbek noch einmal zwei Tore vorlegt, gleichen die Kielerinnen abermals aus, verpassen durch die insgesamt starke Melanie Tegler jedoch den finalen Gegenstoß-Sieg­treffer. An Stelle eines Zäh­lers kommt es noch zur Niederlage.

 

HSG HolKro: Wulf, Mey­er (ab 37.) - Maukel 3/1, Han­sen, Sturm 1, Schulz 1, Metz (n.e.), Reimers 3, Gronau 2, Gaber, Tegler 4, Brinker 6.

 

 

 

„Pressemitteilung MTV Wandsbek 72 vom 13.12.04“

Sieg in letzter Sekunde: MTV strapaziert Trainer und Anhang

Trotz Strafwurf-„Drama“ diesmal Wandsbeker Happy End: 21:20 gegen Kiel

 

Hamburg - Die Regionalliga-Handballerinnen von Wandsbek 72 mögen¹s offenbar dramatisch. Auch im wichtigen Heimspiel gegen die HSG Holstein Kiel-Kronshagen ließen die “Wilden Wandsen“ ihre Trainer und Anhänger bis (fast) zur letzten Sekunde zittern ­ diesmal aber mit Happy End: Fünf Sekunden vor dem Abpfiff gelang nach Anspiel von Katharina Pohle der stärksten Hamburgerin an diesem Nachmittag, Jasmin Thede, der 21:20 (10:9)-Siegtreffer. Knapp 20 Minuten zuvor hatte der Gastgeber in diesem Regionalliga-Klassiker bereits mit 17:10 geführt. Dann aber folgte einmal mehr ein nicht nachvollziehbarer Aussetzer, den die Kielerinnen über 17:16 (46.) bis zum 18:18 (52.) nutzten. Immerhin: Im ersten Spiel ohne Inga Schlupp (Kreuzbandriss) gelang dem Team von Frank Schneller nach diesem Einbruch zumindest wieder eine Steigerung und doch noch der verdiente Sieg. Zwar glich die HSG auch Wandsbeks 20:18-Führung noch einmal aus, doch im letzten Angriff gelang dem MTV diesmal der Befreiungsschlag. Durch diesen laut Schneller “für Tabellensituation und Psyche besonders wertvollen Erfolg“ behauptet Wandsbek seinen Platz in der oberen Tabellenhälfte.

 

Doch es war trotz der guten Einstellung gegen Kiels Toptorjägerin Kathrin Maukel (nur drei Feldtore) ein schweres Stück Arbeit: Vor der Pause dominierten zwei starke Abwehrreihen, kein Team konnte sich absetzen. Aus der Halbzeit aber kam Wandsbek 72 wie aufgedreht: Innerhalb von zehn Minuten setzte sich der Gastgeber gestützt auf seine unnachgiebige Defensivarbeit mit herrlichen Angriffsaktionen und großem Tempo zur Freude des Heimpublikums scheinbar entscheidend ab ­ “was dann wieder einmal folgte, ist schon ein Phänomen. Wir haben einfach keinen Killerinstinkt oder Angst vor der eigenen Courage ­ oder beides“, so Schneller über die mangelnde Souveränität, eine klare Führung einmal sicher zu verwalten oder gar auszubauen. Vier (!) Siebenmeter in Folge ließ der Gastgeber aus und versäumte es damit, den Gegner auf Distanz zu halten. Kiel holte Tor um Tor auf, doch Wandsbeks Siegeswillen und Moral konnte nicht gebrochen werden. Neben Jasmin Thede war dafür primär Melanie Schuster verantwortlich, die mit einer großartigen Abwehrleistung ihre Nebenspielerinnen stützte. Auch Torhüterin Lena Teufel hielt gut. Die Belohnung: Der sechste Saisonsieg, der anschließend mit einer teaminternen Weihnachtsfeier auf dem Kiez sowie einer Adventsparty am Sonntag bei Co-Sponsor Cut for Friends gefeiert wurde.

 

Gegen Holstein Kiel spielten: Lena Teufel, Daniela Laupichler (n.e.). ­- Anika Harms (n.e.), Nina Schmitz (n.e.), Caroline Jürgens, Nicola Wohlers (3/3), Katharina Pohle (1), Kerstin Felkel (1), Alexa Lindner (1), Sandy Lindner (2), Melanie Schuster (3), Kathrin Behrens (3), Jasmin Thede (7)

 

 

 

Punktspiel gegen Elmshorner HT / 4.12.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 6.12.04“

Bilderbuch vor dem Offenbarungseid

Die Krabben krabbeln im Tabellenkeller der Frauen-Regionalliga

Die Negativserie der HSG Hol­stein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga Frauen findet kein Ende. Das 18:26 (12:9) gegen den Elmshorner HT lässt die Mannschaft von Trainer Fritz Sünkler seit sechs Wochen auf einen doppelten Punktgewinn warten. Gleichzeitig war dieses Spiel kein guter Start in die abendli­che Weihnachtsfeier.

Genau genommen war die Niederlage der „Krabben" ge­gen den Vorjahresvizemeister überflüssig. „Eine Halbzeit spielen wir wie aus dem Bilder­buch, dann geht nichts mehr", rätselte auch Sünkler. Die Gastgeberinnen übernahmen nach dem 1:2 (5.) durch Treffer von Katrin Maukel und zwei­mal Angela Gaber die Führung, die sogar auf 10:6 (22.) ausge­baut wurde. Verantwortlich dafür eine stabile Abwehr, die blitzschnell auf den Füßen war sowie Torhüterin Anja Pulwitt. Allerdings war auch Maukel im Kieler Angriff nicht auszu­schalten. Sie erzielte allein acht ihrer elf Tore im ersten Spielab­schnitt und leitete viele gute Konzeptionen ein.

 

Das erkannte auch Elms­horns Trainer Reimer Warnholz und ließ die Rückraumspielerin in den zweiten 30 Minuten von Anja Claasen in Manndeckung nehmen. „Normal ist das Spiel fünf-gegen-fünf doch unser Spiel"; meinte Sünkler. Dies­mal verspielten die Kielerinnen mit einer Vielzahl von Fehlern den Vorsprung, und als Elms­horns Marina Abramova nicht mehr aggressiv genug be­kämpft wurde, warf die Spiel­macherin schnell drei Treffer in Folge zum 15:15 (45.). Obwohl Svenja Sturm die „Krabben noch einmal beim 16:15 (48.) in Führung brachte, war sämtli­che Sicherheit bereits verloren. Die letzten zwölf Minuten gli­chen einem Offenbarungseid. „Immer diese riskanten Bälle", schimpfte Obmann Klaus Roh­de über 17 technische Fehler nach der Pause, während Tor­hüterin Pulwitt erkannte: „Ei­ne gute Halbzeit reicht eben nicht."

 

HSG HolKro: Pulwitt, Wulf (45. bis 55.) - Maukel (11/4), Hansen, Sturm (3), Metz, Reimers (1), Gronau, Gaber (3), Thoma, Tegler, Brin­ker.          

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 6.12.04“

Nach der Pause drehte EHT auf: 26:18 in Kiel


Elmshorn - Aus seiner Freude wollte Kurt-Krogh Rasmussen nach Spielende keinen Hehl machen. "Das ist doch Wahnsinn. Zur Pause lagen wir drei Tore zurück - und dann gewinnen wir mit acht Toren Vorsprung", sagte der Manager der Regionalliga-Frauen des Elmshorner Handball-Teams angesichts des 26:18 (9:12)-Erfolges bei der HSG Kiel/Kronshagen.

Reimer Warnholz' Vorhersage, man werde das Spiel trotz der Probleme in der Vorwoche bei Wandsbek 72 gewinnen, hatte sich damit erfüllt, obwohl es 30 Minuten lang alles andere als nach einem Sieg für die Elmshornerinnen ausgesehen hatte. "Wir waren in der ersten Halbzeit nicht gut. Da sind wir nicht in Fahrt gekommen", erklärte der 50 Jahre alte Coach. Weniger diplomatisch formulierte es anschließend Rasmussen, der ohne Umscheife zugab: "Das war grottenschlecht."

Die Miene des Managers sowie des Trainers hellte sich erst in der zweiten Halbzeit auf, als die Elmshornerinnen ihr Können demonstrierten. "Wir waren im zweiten Durchgang sehr viel konzentrierter, haben gekämpft und unsere Chancen eben auch konsequent genutzt", fasste Warnholz den Verlauf der Partie nach dem Seitenwechsel kurz zusammen. Einzelne Spielerinnen hervorzuheben blieb unterdessen Rasmussen überlassen. Und wie schon so oft in den vergangenen Wochen galt das Lob des Managers Torhüterin Miriam Hawen. "Für mich war sie die beste Spielerin auf dem Platz", sagte Rasmussen.

Spielverlauf: 4:2 (10.), 9:5 (20.), 12:9 (30.), 15:12 (40.), 17:23 (50.).
EHT (Aufstellung/Tore): Hawen - Abramova (6), Sawade (6/1), Hoop (5), Clasen (5/4), Isermann (3), Fries (1), Toillie, S. Müller.

 

 

 

Punktspiel gegen SG Kisdorf/Leezen / 28.11.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 29.11.04“

Die Angst der „Krabben" aus sieben Metern zu werfen

Gleich sieben Siebenmeter beim 19:28 in Kisdorf wurden vergeben

 

Beim Fußball ist es laut Peter Handke die „Angst des Tor­manns beim Elfmeter" - bei der HSG Holstein/Kronshagen ist es die Angst vor dem Siebenme­ter. Gleich sieben von zwölf Strafwürfen fanden bei der 19:28 (7:13)-Niederlage der „Krabben" bei der SG Kisdorf/ Leezen in der Handball-Regio­nalliga der Frauen nicht den Weg ins Netz.

„Gegen eine solche Quote lässt sich nicht gegen anspie­len", meinte „Krabben"-Trai­ner Fritz Sünkler zerknirscht. Katrin Maukel, Wiebke Rei­mers, Grit Kretzschmar (je zwei) und Dajana Schulz schafften es nicht, den Ball im sechs Quadratmeter großen Tor unterzubringen. Natürlich deckte Kisdorfs Torfrau Bettina von Gogolinski mit ihrer Lei­besfülle einiges ab, aber die 29-­Jährige brauchte sich nicht ein­mal richtig zu bewegen. So ver­loren die Kielerinnen früh den Anschluss. Nach dem 3:3 (7.) wuchs der Rückstand schnell auf fünf Treffer an, weil bereits vor dem Wechsel sechs Straf­würfe nicht im Tor landeten. Trotzdem hofften viele der Kieler Anhänger noch auf eine Wende. Doch aus dem Rück­raum - egal in welcher Zusam­mensetzung - ging kaum Ge­fahr aus. Zu kurz flackerte das Kreisspiel mit Dajana Schulz einmal auf. Aber auch von Au­ßen wurde viel vergeben. Dazu kam eine Abwehrleistung, die Sünkler immer wieder zu Um­stellungen zwang. Die Löcher wurden nicht kleiner. Nach dem 11:20 (43.) war das 17:22 (55) nur ein Strohfeuer. „Das kann man nicht erklären", meinte Hol­steins Meike Gronau zur Ge­samtvorstellung. Erstmals sind die „Krabben" nun auf einen Regelabstiegsplatz zurückge­fallen.

HSG HolKro: Pulwitt, Wulf (ab 41.) - Maukel (1), Hansen, Sturm (1), Schulz (4/1), Metz (3), Reimers (6/4), Gronau (1), Kretzschmar (2), Ziegler (1), Thoma.        

 

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 30.11.04“

Das neue "Wir-Gefühl"
SG Kisdorf/Leezen bezwingt HSG Kiel/Kronshagen mit 28:19

Kisdorf - Die Handball-Frauenteams der SG Kisdorf/Leezen rücken näher zusammen. Mit Anja Krönert, Anja Fahrenkrog sowie den Schwestern Claudia und Steffi Danger fügten sich beim überraschend deutlichen 28:19 (13:7)-Erfolg der Regionalliga-Mannschaft gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen gleich vier Spielerinnen der Oberliga-Truppe nahtlos ins erste Team ein. Hinzu kam Hilfestellung auch aus der dritten Mannschaft: Linkshänderin Melanie Ahrens traf gegen den Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt viermal und stopfte so manches Loch in der Deckung.

"So kann es weitergehen", kommentierte ein restlos zufriedener Coach Sönke Radetzky den starken Auftritt der SG Kisdorf/Leezen, die im bisherigen Saisonverlauf wegen eines spärlich besetzten Kaders immer wieder totale Aussetzer zu beklagen hatte. Darauf hat die Führungsriege des Vereins nun reagiert. Klaus-Hermann Bornholdt, Holger Rickert, und das Trainerduo Sönke Radetzky und Jens Scheunemann haben beschlossen, daß künftig regelmäßig mehr Spielerinnen aus dem zweiten Team für die Regionalliga-Crew abgestellt werden - zumal Rückraumspielerin Anja Scheunemann aus gesundheitlichen Gründen bis auf weiteres ausfällt.

Auch die Trainer werden enger zusammenarbeiten. So saß Oberliga-Coach Jens Scheunemann gegen die HSG Kiel/Kronshagen mit auf der Bank. "Vier Augen sehen mehr als zwei", meinte Radetzky. Torfrau Bettina von Gogolinski präsentierte sich in überragender Verfassung. "Betsy" wehrte sieben von zwölf Strafwürfen sowie mehrere Großchancen ab. Auf dem Feld führte Saskia Rickert glänzend Regie. "Beide Mannschaften haben mit Herzblut agiert, aber die Partie war nicht unfair", kommentierte Sönke Radetzky die aus seiner Sicht unverständliche Flut von 24 Strafwürfen und insgesamt 15 Hinausstellungen.

Das neue "Wir-Gefühl" untermauerten Mannschaft und die Trainer nach dem Schlußpfiff. "Wir haben uns Pizza bestellt und einen kleinen Siegerschluck genommen", erzählt Sönke Radetzky.
Für die kommenden "Vier-Punkte-Spiele" bei Pädagogik Rostock (4. Dezember, 18 Uhr) und gegen die HSG Kropp-Tetenhusen (12. Dezember, 16 Uhr) erhofft sich der Coach eine weitere Festigung des Mannschaftsgefüges.

Die Tore der SG Kisdorf/Leezen: Nadine Wrage (8/5 Siebenmeter), Anja Krönert (5/2), Saskia Rickert (4), Melanie Ahrens (4/1), Anja Fahrenkrog, Olga Zehetbauer, Katja Bernreuther (je 2), Inga thom Suden (1).

 

 

 

 

Punktspiel gegen TSV Nord Harrislee / 20.11.04:

 

„Flensburger Tageblatt vom 22.11.04“

TSV Nord Harrislee weiter auf dem Weg der Besserung

Verdienter Auswärtspunkt: 17:17 bei der HSG Holstein/Kronshagen

Kiel - Die Frauen-Regionalliga­mannschaft des TSV Nord Har­rislee ist nach dem völlig dane­ben geratenen Start in diese Spielzeit weiterhin auf dem Wege der Besserung. Am Sonnabend gelang der Mann­schaft von Trainer Olaf Rogge bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen ein hoch ver­dientes 17:17 (10:10)-Remis, das zwar keinen „Raumge­winn" in der Tabelle bedeute­te, aber das Selbstbewusstein erheblich gestärkt haben dürf­te. „Wir haben auch ohne Tat­jana überzeugt", war Trainer Rogge stolz auf sein Aufgebot, das auf Seniorin Tatjana Rühl verzichten und eine gesund­heitlich angeschlagene Mela­nie Warr (Grippe) verkraften musste. Doch die Mannschaft verstand es, Kriterien wie Mo­ral, Kampfgeist und Glück zu mobilisieren und zu nutzen, so dass es am Ende für einen Punkt reichte. Trainer Rogge sprach von einem typischen Vier-Punkte-Spiel", gekenn­zeichnet von Kampf und Ein­satz und starker Dominanz der Abwehrreihen. Für ihn war wichtig, dass Silke Abro­sat wieder „da" ist und nach krankheitsbedingtem Durch­hänger zu gewohnter Leistung zurück gefunden hat. Stets knappe Spielstände hielten die Spannung „am Kochen". Am Ende blieb die Feststel­lung, das beide Teams gewon­nen hatten - nämlich einen Punkt und das 17:17 alles in al­lem gerecht war. Dennoch ver­blieb bei den Gastgeberinnen ein leiser Hauch von Enttäu­schung. Sie hatten Minuten vor dem Schlusspfiff noch mit drei Toren vorn gelegen, muss­ten aber den TSV Nord noch herankommen lassen.

HSG Holstein/Kronshagen: Sturm (5), Gronau und Schulz (je 3).

TSV Nord Harrislee: Schultner, Petersen (hieit einen Siebenmeter) -Warr (6/5), Ab- rosat (4), Bülau (2), Schibrath (1), Malow (2), Diederichsen (2), Vogeler, Gosch, Mül­ler, Clausen.

 

 

 

„Kieler Nachrichten vom 22.11.04“

Bittere Pille für Krabben

HSG-Handballerinnen kassierten 17:17 mit der Schlusssirene

Es  hätte ein kleiner Be­freiungsschlag werden können. Aber anschei­nend steht Glücksgöttin Fortuna in dieser Saison nicht auf der Seite der HSG Holstein Kiel/ Kronshagen. Beim 17 :17 (10:10) in der Handball-­Regionalliga der Frauen gegen den TSV Nord Harrislee fehlten zwei Sekunden am zweiten Heimsieg.

 

In der gesamten zwei­ten Halbzeit la­gen die Kieler „Krabben" in Führung. Dann der letzte An­griff der Nord­lichter: Angriff. Ein schnell aus­geführter Frei­wurf landete bei Silke Abro­sat, die mit ih­ren fünften Treff er noch das Remis sicher­stellte und hän­gende Köpfe bei den Gastgebe­rinnen hervor­rief. Die Ab­wehrschlacht der HSG wurde nicht mit zwei Punkten belohnt. ,.Das ist schon bitter für uns`', resümierte .,Krabben"-Coach Fritz Sünkler. Dabei hatte seine Mannschaft eine wahre Energieleistung voll­bracht. Nach ausgegli­chener Anfangsphase (6:6, 17.) fielen die Kiele­rinnen binnen fünf Mi­nuten auf 6:10 zurück. Sünklers Auszeit rüttel­te die HSG wach. Zwei­mal Dajana Schulz und zweimal Svenja Sturm - das war der bisher stärkste Auftritt im „Krabben-Trikot" - ega­lisierten noch vor dem Pausenpfiff.

 

Anschließend bauten die Kielerinnen das 14:12 (45.) auf 17:14 (53.) aus, versäumten es jedoch ih­re zahlreichen Ballge­winne in noch mehr Tore umzumünzen. Nach der Partie meinte

Sünkler selbstkritisch: „Vielleicht habe ich zu­lange an Katrin Maukel festgehalten." Anfangs klappte das Abwehr-An­griff-Wechselspiel zwi­schen Meike Gronau und Maukel vorzüglich, spä­ter hätte die Rückraum­spielerin nach zwei Wo­chen ohne Training eine Verschnaufpause ge­braucht. Zum großen Pechvogel avanciert all­mählich Sabine Brinker. Die Flügelflitzerin wi­derstand mit Tapever­band eine Halbzeit den Schmerzen. Dann brach ihre Fußverletzung er­neut auf. Längere Zwangspause garan­tiert.

 

HSG HolKro: Wulf (bei einem Siebenmeter), Pulwitt - Maukel (1/1), Hansen (1), Sturm (5), Schulz (3), Metz, Rei­mers (2/1), Gronau (3), Kretzschmar (2), Gaber, Brinker.

 

 

 

„Flensburg Avis vom 22.11.04“

Punktgewinn in letzter Sekunde

Handball - Der TSV Nord Harrislee spielt bei der HSG Holstein-Kronshagen 17:17

KIEL - In einem Handballkrimi der Extraklasse sicherte sich der TSV Nord Harrislee in der Handball-Regionalliga der Frauen einen Punkt bei der HSG Holstein Kiel-Kronshagen. 17:17 (10:10) hieß es nach 60 mehr als spannenden Minuten, in denen der TSV die gute Form der vergangenen Wochen bestätigte und jetzt eine Serie von 5:1 Zählern aus den letzten drei Partien hingelegt hat.
»Über die gesamte Spielzeit gesehen war es ein verdienter Punkt«, sagte ein zufriedener Gäste-Coach Olaf Rogge, »die Schlussphase betrachtet war es sicherlich etwas glücklich.«
In der Tat hatte der TSV Fortuna auf seiner Seite und schaffte in allerletzter Sekunde den Ausgleichstreffer.
Dreieinhalb Minuten vor Spielende hatte es noch nach einem Heimsieg für die »Krabben« ausgesehen. Zu diesem Zeitpunkt lag Harrislee mit 14:17 im Hintertreffen. Zwei Tore von Silke Abrosat und ein Treffer von Melanie Warr sicherten den Grünen letztlich einen Punkt. Melanie Warr avancierte mit ihrem letzten Tor zur besten Torschützin ihrer Farben an diesem Tag. Sechs Volltreffer steuerte sie zum Punktgewinn bei. Bis zur 22. Spielminute hatte es sogar nach einem Spaziergang und einem klaren Sieg für Harrislee ausgesehen. Mit 10:6 führten die Gäste kurz vor Ende der ersten Spielhälfte.

Knackpunkt
»Dann kam der Knackpunkt«, trauerte Olaf Rogge der Chance auf zwei Punkte hinterher, »bis zur Pause haben wir keinen Treffer mehr erzielt und mussten das 10:10 hinnehmen.« In dieser Phase agierte der TSV Nord zu überhastet und unkonzentriert im Angriffsspiel. Dies setzte sich nach der Pause zunächt fort. In der 49. Minute führten die Gastgeberinnen noch mit 16:13 und in der 56. mit 17:14. Was dann geschah ist bekannt.

TSV Nord Harrislee: Schultner, Petersen – Warr 6/5, Abrosat 4, Bülau 2, Schibrath, Malow 2, Diedrichsen 2, Vogeler, Gosch, Müller, Clausen. Ruwen Möller

 

 

 

 

Punktspiel gegen VfL Bad Schwartau / 14.11.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 15.11.04“

„Krabben" wurden verspeist

 

Das war alles andere als le­cker: Mit einem 20:27 (12:14) in der Handball-Regionalli­ga der Frauen. kehrte die HSG Holstein Kiel/Krons­hagen vom VfL Bad Schwar­tau,

der die Tabellenführung übernahm, zurück.

Rund 15 Minuten präsen­tierten sich die „Krabben" von ihrer feinen Seite. Ein­satzwillen und Engagement stimmten. Nach der Kieler 9:6-Führung übernahmen die Gastgeberinnen das Zepter. Zu gerne hätte „Krabben"-Coach Fritz Sünkler seinem neu for­mierten Rückraum mit Mei­ke Gronau, Svenja Sturm und Wiebke Reimers mehr Pausen gegeben. Doch der verletzungsbedingte Ausfall von Katrin Maukel war nicht über 60 Minuten zu kompensieren. „In der Ab­wehr hat Meike jedoch ein Klassespiel gemacht", lobte Sünkler.

 

Nach dem Wiederbeginn vergrößerte Bad Schwartau binnen zehn Minuten den Vorsprung auf 19:12. Sünk­ler reagierte, beorderte erst Sonja Hansen in die vorge­zogene Deckungsposition, später noch Steffi Metz da­zu. Aber der Schwartauer Rückraum mit Claudia Brandt und Jana Stapelfeldt (je acht Treffer) war nicht zu stoppen. „Außerdem haben wir vorn unsere Chancen nicht genutzt", sagte Sünk­ler. Besonders die Außen und die Kreisläuferinnen ließen sich mehrfach von der Bad Schwartauer Torfrau düpieren.

 

HSG HolKro: Wulf, Pul­witt - Hansen (3), Sturm (3), Schulz, Metz (2), Büttner (n.e.), Reimers (6/3), Gronau (3), Kretzschmar (1), Gaber, Teg­ler (2).          

 

 

 

„Lübecker Nachrichten vom 16.11.04“

Handball-Regionalliga: VfL wieder Spitze, Kisdorf atmet auf

LÜBECK - Schwartaus Regional­liga-Handballerin­nen sind Spitze: Mit einem 27:20-Sieg und dem 23:27-Pat­zer der Eidelstedte­rinnen gegen Eller­bek

ist der VfL wie­der Tabellenführer.

 

VfL Schwartau - Holstein Kiel/Kronsha­gen 27:20 (14:10): Zu Beginn jedoch fehlte der VfL-Abwehr die nötige Ag­gressivität, konnte das Tempo­spiel nicht in Schwung gebracht werden (6:9/17.).

„Uns fehlte die Leichtigkeit auf den Beinen, aber nach der Umstellung passte es", erklärte Coach Bernd Kunz seinen „Rückzug" zur defensi­ven 6:0-Abwehr. Sechs Treffer in Folge und wenig später die 14:10-Pausenführung markier­ten die Wende. Da auch noch Keeperin Alexandra Käselau wie gewohnt sicher hielt, war der Schwartauer Sieg am Ende verdient.

VfL-Tore: Brandt (8/3), Stapel­feldt (8/3), Geske (6), Teske (2), Forsbach (1), Carstens (1), Pa­penfuB (1).

 

 

 

Punktspiel gegen Buxterhuder SV 2 / 30.10.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 1.11.04“

Keine Leidenschaft: HSG bleibt gastfreundlich

Handball-Regionalligist kassierte gegen Buxtehude schon die dritte Heimniederlage

 

Die HSG Holstein Kiel/ Kronshagen ist in dieser Saison offenbar zu sehr auf Gastfreundschaft einge­stellt. Gegen den Buxtehu­der SV II gab es mit dem 21:32 (9:16) die dritte Heimniederlage im vierten Heimspiel in der Handball-­Regionalliga der Frauen.

Dabei präsentierten sich die „Krabben" ohne Leidenschaft und Einsatzwillen. Als nach der 3:2-Führung (6.) der Faden riss und die Gastgeberinnen neun Gegentore in Folge kassierten, war das Spiel so gut wie ent­schieden. Svenja Sturm im zen­tralen Rückraum und Katrin Maukel kamen dabei über­haupt nicht ins Spiel. Beide suchten immer wieder Kontakt zur beherzt zupackenden Bux­tehude-Abwehr. Nie wurde der Ball schnell gemacht, und eine Wiebke Rei­mers ist einfach zu wenig. Ob­wohl „Krabben"-Trainer Fritz Sünkler mehrfach die Positio­nen tauschte, Spielerinnen wechselte und sogar drei Ab­wehrsysteme spielen ließ, kam seine Mannschaft nicht in Tritt. Allerdings waren die Torhüte­rinnen in keiner Phase ein Rückhalt. Vermutlich hätte an diesem Tag nicht einmal THW-­Meistertrainer Noka Serdaru­sic den „Krabben" helfen kön­nen. Die von Zuschauern geäu­ßerte Kritik an Sünkler („Dem Trainer fällt ja heute rein gar nichts ein") war völlig deplat­ziert. Ganz anders dagegen der Buxtehuder SV Spielmacherin Julia Harms erzielte nicht nur acht Treffer, sondern machte den Ball schnell, war stark in Eins-gegen-Eins-Situationen und setzte ihre Mitspielerinnen in Szene. Maike Wieding (6) und die Ex-Bordesholmerin Ina-Lena Elwardt (traf an ih­rem 23. Geburtstag achtmal) profitierten davon und waren ebenfalls nie zu stoppen. Das muss Gäste-Trainerin Katrin Kock so gut gefallen haben, dass sie erst in der 41. (! ) Minute beim 13:21 den ersten Spieler­wechsel vornahm. Wieding musste verletzt raus...

Sünkler war jedenfalls rest­los bedient und ist schon ge­spannt auf die Videoaufzeich­nung: „Mal sehen, was die Spie­lerinnen dann sagen." Vermut­lich nicht viel.

 

HSG HolKro: Wulf, Pulwitt - Maukel (3/1), Hansen (1), Sturm (1), Schulz (2), Reimers (7/3), Gronau (1), Kretzschmar, Brin­ker (3), Gaber (3), Metz.

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 1.11.04“

Buxtehude II feiert hohen Sieg in Kiel


Buxtehude - Die Wiedergutmachung ist gelungen. Die zweite Handballfrauen-Mannschaft des Buxtehuder SV gewann im Spiel der Regionalliga Nordost bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 32:21 (17:9) Toren. "Wir haben in der Woche nach der völlig unnötigen Klatsche gegen Elmshorner HT während des Trainings viel geredet", sagte Buxtehudes Trainerin Kathrin Kock. "Der Mannschaft fehlt es noch an Kontinuität. Wenn wir immer so spielen wie in Kiel, sind wir in der Regionalliga oben mit dabei." Gegen Kiel spielten die Buxtehuderinnen aus einer aggressiven Abwehr. Die Partie war entschieden, als sich die Gäste von 3:3 auf 11:3 absetzen konnten. Kock: "Wir haben Kiel keine Chance gelassen, wieder ins Spiel zu kommen."

Die Tore: Julia Harms (8), Maike Wieding, Ina Lena Elwardt (je 7), Nicole Schaudinn, Elena Nendza (je 4), Annika Gerlach, Nina Müller (je 1)

 

 

 

Punktspiel gegen Ahrensburger TSV / 24.10.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 25.10.04“

Svenja Sturm steuerte „Krabben" auf Kurs

Handballerinnen nahmen in Ahrensburg Revanche für Pokalschlappe

 

Erneuter Auswärtssieg für HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga der Frau­en: Mit einem 30:21(12:10)-Erfolg beim Ahrensburger TSV revan­chierten sich die Schützlinge von Trainer Fritz Sünkler für die Po­kalniederlage vor drei Wochen.

 

Allerdings dürfte den Anhän­gern der „Krabben" zunächst der Schreck in die Glieder gefahren sein. Fehlversuche und techni­sche Fauxpas kennzeichneten das Spiel. Folgerichtig lag die HSG 2:5 (12.). zurück. Erst als die Ahrensburgerinnen nicht mehr zu Gegenstößen eingeladen wur­den, nahm die Partie eine Wende. Binnen acht Minuten holte sich das Sünkler-Team die Führung, die auch beim Seitenwechsel mit zwei Treffern Bestand hatte. Dabei zeigte die erstmals ver­letzungsfrei aufgelaufene Svenja Sturm in der vorgezogen Ab­wehrposition gegen Lena Radloff und im Rückraum als Spielma­cherin ihre Qualitäten, nutzte selbst die sich bietenden Gele­genheiten oder brachte die eben­falls starke Rückraumspielerin Wiebke Reimers ins Spiel. Für die einfachen Tore war Sabine Brin­ker zuständig, die den Gegenstoß zielsicher vollendete.

Zunehmend fiel den Gastgebe­rinnen gegen die stabile 6:0-Ab­wehr der „Krabben" nichts mehr ein. Im Gegenzug stellten diese ihre Deckung auf 4:2 um. Ein ge­fundenes Fressen für die HSG, die spätestens nach dem 21:16 (44.) zu alter Sicherheit zurück­fand. „Wir haben keine Gegen­stöße mehr zugelassen und damit Ahrensburg den Zahn gezogen", freute sich Sünkler.

 

HSG HolKro: Wulf (n.e.); Pul­witt - Maukel (7/3), Hansen (1), Sturm (4), Schulz, Reimers (6), Gronau (1), Kretzschmar (4), Brinker (6), Tegler (1), Gaber (n.e.).    

 

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 26.10.04“

Ahrensburg bricht in der Schlussphase ein
Regionalliga: Handball-Frauen unterliegen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen 21:30

 Ahrensburg - Es ist schon tragisch. Da arbeiten sich die Handball-Frauen des Ahrensburger TSV Spiel für Spiel langsam an die Form der vergangenen Saison heran, an deren Ende sie in die Regionalliga Nordost aufstiegen, doch das Verletzungspech können die Schützlinge von Trainer Tilo Labs einfach nicht abschütteln.

Gerade noch sah es so aus, als würde der Klassenneuling gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen erstmals in dieser Serie in Bestbesetzung antreten können, da erwischte es Bettina Winterberg im Abschlusstraining. Die niederschmetternde Diagnose, Außenbandriss am rechten Knöchel, bedeutet sechs Wochen Pause für die Rückraumspielerin. Ohne die 20jährige fehlte Labs eine Alternative im Spielaufbau, und dieser Mangel machte sich beim 21:30 (10:12) vor allem im letzten Drittel der Begegnung bemerkbar. Als nämlich Imke Stoetzer kurzfristig über Atemprobleme klagte und ausgewechselt werden musste, standen mit Lena Radlof und Julia Kögel nur noch zwei Rückraumkräfte auf dem Feld. Das nutzte der Gästetrainer, ließ Radlof in enge Deckung nehmen, und wenig später war sein Team von 16:17 auf 16:20 davongezogen.

"Wir haben noch genügend Zeit, wieder heranzukommen", appellierte Labs in einer Auszeit, jetzt nicht in Hektik zu verfallen sondern geduldig auf die Torchancen zu warten. Doch statt Ruhe zu bewahren, versuchten die Ahrensburgerinnen trotz nachlassender Kräfte, nun mit Gewalt zum Erfolg zu kommen. "Diese hohe Niederlage gibt unsere tatsächliche Leistung nicht wieder", sagte Labs, dem 4:13 Tore in der letzten Viertelstunde schwer im Magen lagen. Persönliche Kritik übte der Trainer an Torhüterin Tatjana Cornehl, der einige Fehler unterliefen, und an Imke Stoetzer, die im Vergleich zum 23:16 über die Kielerinnen im DHB-Pokal diesmal im Angriff unter ihren Möglichkeiten blieb.

Erfreut zeigte er sich aber über die Torverteilung und das gute Konterspiel seiner Mannschaft, das mit etwas Glück zu einem 6:0-Start hätte führen können. Weil aber zwei Siebenmeter und eine weitere klare Chance vergeben wurden, endete die Anfangsphase nur mit einer 3:0-Führung. "Lena Radlof und Julia Kögel waren lange Zeit ideenreich und haben viel Druck gemacht", lobte Labs die Steigerung seiner Rückraumspielerinnen. Silke Schöning waren zwar nach ihrer langen Verletzungspause noch motorische Defizite anzumerken, ihren Wert für die Mannschaft unterstrich sie aber mit drei Treffern vom Kreis.

Am Sonnabend (16 Uhr) bei Aufsteiger Pädagogik Rostock wird neben Winterberg auch die privat verhinderte Stoetzer fehlen. Labs: "Wir dürfen nicht unter die Räder kommen, um im November für die Spiele gegen die mitbedrohten Teams gerüstet zu sein."

Spielverlauf: 3:0, 4:2, 6:3, 6:6, 7:10, 8:11, 10:12 - 11:12, 15:16 (40. Minute), 16:17, 16:20 (46.), 16:21, 18:23, 20:28, 21:30
Tore Ahrensburger TSV: Julia Kögel (5/1), Silke Schöning, Marion Nommensen (je 3), Lena Radlof, Imke Stoetzer, Kim Schmidhuber, Nadine Siemsen (je 2), Simona Stahl und Carolin Fischer (je 1).

 

 

 

Punktspiel gegen Eidelstedter SV / 16.10.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 18.10.04“

Deutliche Abfuhr für HSG Holstein

 

So deutlich wie vorab befürchtet mussten sich die Handballerinnen der HSG Holstein/Kronsha­gen in der Regionalliga Nordost dem favorisier­ten SV Eidelstedt beu­gen. Bei der 20:32 (10:19)-Niederlage in der Tallinnhalle verloren die Schützlinge von HSG­-Trainer Fritz Sünkler früh und selbst ver­schuldet den Anschluss. Eine Flut von techni­schen Fehlern und über­hasteten Würfen (Katrin Maukel), die eine sichere Beute der starken SVE-­Torfrau Katrin Themer wurden, nutzte das rou­tinierte Team aus Ham­burg, um sich von 5:4 auf 14:6 abzusetzen; heraus­ragend dabei die flinke Gegenstoßspezialistin Katja Dürkop auf Rechtsaußen.

 

Sünkler ging mit sei­nem Team nicht allzu hart ins Gericht: „Ich hatte schon gehofft, dass wir etwas mehr Paroli bieten würden. Aber das haben wir heute selbst vermasselt. Für so eine routinierte Truppe wie Eidelstedt sind wir noch etwas zu grün. Halb so schlimm, die sind nicht unser Maßstab", blickte der Coach nach vorn: „Nächste Woche in Ah­rensburg, da können wir punkten und uns vor al­lem für die Pokalnieder­lage rehabilitieren."

 

Nach dem Wechsel wurde die Partie ausge­glichener. Eidelstedt, das sich auf den treffsi­cheren Rückraum mit Jeanette Marquardt (10/5), Renate Zienke­wicz (7) und Agnieszka Szpila (6) verlassen konnte, ließ die Zügel schleifen. Holstein stand in der Abwehr vor Tor­frau Anja Pulwitt besser, Grit Kretzschmar setzte auf Rechtsaußen hin und wieder Akzente, auch Maukel zielte besser. Sünklers Versuch aller­dings, mit offensiverem Deckungsverhalten (5:1 und 4:2) zu schnellen Ballgewinnen zu kom­men und den Rückstand noch weiter zu verkür­zen, ging nach hinten los. Eidelstedts „Oldies" spielten ihre individuel­len Stärken aus, fanden fast mühelos die Lü­cken.

 

HSG HolKro: Wulf, Pulwitt - Gaber, Rei­mers (5), Maukel (6), Hansen (1), Metz, Schulz (1), Brinker (1), Eggen, Gronau (3), Kretz­schmar (3).         

 

 

 

Punktspiel gegen DGF Flensborg / 3.10.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 4.10.04“

„Krabben" feiern ersten Heimsieg

 

Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen feiert den ers­ten Heimsieg in der Handball-Regionalliga Frauen. Nur 25 Stunden nach dem Pokal-KO in der zweiten DHB-Hauptrunde beim Ahrensburger TSV rehabi­litierten sich die „Krabben" gegen DGF Flensborg. Weil zudem Trainergattin Meike Sünkler das Er­gebnis exakt in einem Tippspiel vorhersagte, ge­wann sie einen Gutschein über 25 Euro.

HSG Ho1Kro - DGF Flensborg 26:19 (14:11) - „Na Fritz, das Abendbrot ist gesichert", meinte „Krab­ben"-Ligaobmann Klaus Rohde nach dem Erfolg. Allerdings lag auch der Coach selbst mit seinem Tipp nicht schlecht. Er hatte einen 26:18-Erfolg vorhergesagt. Unzufrieden war Sünkler lediglich mit einigen unkonzentrierten Phasen und gleich vier vergebenen Siebenmetern. Dafür hatte Anja Pulwitt einen ganz starken Tag erwischt. Die Tor­hüterin wehrte gleich 19 Bälle, darunter sogar zwei Strafwürfe ab. „Ich habe mich erst schwer getan, Anja spielen zu lassen, weil Manja Wulf im Pokal­spiel gut gehalten hatte", sagte Sünkler. Aber die Maßnahme gab ihm recht. Denn nach dem 3:5 (9.) hatte sich die Abwehr besser auf die bis dahin vier­mal erfolgreiche Tina Sörensen eingestellt. Über 11:8 (25.) erspielten sich die „Krabben" beim 23:14 (52.) ihren höchsten Vorsprung. Weitere Garanten waren Sonja Hansen und Ann-Christin Thoma.

 

HSG HolKro: Pulwitt, Wulf - Gaber (1), Reimers (6), Mau­kel (5/1), Metz (2), Thoma (4), Schulz (1), Brinker (2), Kretzschmar, Hansen (4), Gronau (1).

 

Ahrensburger TSV - HSG HolKro 23:16 (11:8) - Die Begegnung war geprägt von vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Doch nach dem der Halbzeitrückstand in einen 13:12-Führung umge­wandelt war, folgte ein fataler Einbruch. Trainer Sünkler, der seine Stammspielerinnen schonte, war sauer. „Die so genannte zweite Garnitur hat sich nicht empfohlen", sagte der Coach. Vor allem Ah­rensburgs Imke Stoetzer war in den letzten zehn Minuten nicht in den Griff zu bekommen und erleg­te die„ Krabben" mit ihren acht Treffern fast im Al­leingang.

 

HSG HolKro: Wulf, Pulwitt - Gaber (4), Reimers (6/4), Metz (1), Büttner (1), Schulz, Brinker (3), Kretz­schmar (1), Hansen, Gronau.          

 

 

 

„Flensburg Avis vom 4.10.04“

DGF-»Rumpftruppe« verkaufte sich teuer

Handball. Ohne personelle Alternativen unterlag der SdU-Klub bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 19:26.

KRONSHAGEN - Mit 19:26 (11:14)-Toren unterlag DGF Flensborg in der Regionalliga der Frauen bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Trotz der Niederlage gab es im DGF-Lager keinen all zu großen Frust, schließlich waren die Gäste ohne sechs Stammspielerinnen angereist.
»Sicherlich sind wir enttäuscht hier verloren zu haben«, gestand DGF-Trainer Verner Zanchetta, »bei unserer derzeitigen Ausgangssituation können wir jedoch mit unserer Leistung zufrieden sein. Wir haben eine hervorragende erste Halbzeit gespielt, am Ende fehlten uns etwas die Kräfte, wir haben zu sehr in die Breite gespielt, es hat sich niemand mehr getraut Verantwortung zu übernehmen und Druck auf die Abwehr auszuüben.«
Sein Partner auf der DGF-Trainerbank, Hans-Jørn Kellner, pflichtete ihm bei und sagte: »Wir haben 40 gute Minuten gespielt und am Ende einfach nicht die Alternativen um der ein oder anderen eine Pause zu gönnen. Die Mannschaft hat jedoch toll gekämpft und wir können ohne uns zu schämen in den Spiegel schauen.«
Die Ausfälle von Angela Mau, Mayte Vogel, Susanne Terkelsen, Jana Lembke und Jana Kräber konnten die Flensburgerinnen in der Tat nicht verkraften. Da half es auch nichts, dass die »Aushilfen« aus der »Zweiten« Sonja Wewill (ein Tor) und Daniela-Grela Hansen (fünf Tore) ihre Sache mehr als gut machten.
Auch wenn die »Krabben« (so der Spitzname) aus der Landeshauptstadt nicht mehr die Klasse des Vorjahres besitzen, waren sie an diesem Tag zu stark und gewannen am Ende verdient.
»Der Sieg fiel drei bis vier Tore zu hoch aus«, sagte Verner Zanchetta, »uns fehlte jedoch fast die komplette Startaufstellung«, unterstrich der Däne, mit welchen Verletzungssorgen seine Mannschaft angereist war.
Es gibt jedoch wieder etwas Licht am Ende des Tunnels im DGF-Lazarett. In etwas 14 Tagen werden Susanne Terkelsen und Jana Kräber wieder zum Team dazu stoßen und dann sieht es laut Verner Zanchetta schon wieder »etwas besser aus.«

DGF Flensborg: Siedenburg, Lautrup – Quäck 1, Haut 2, Jacobsen, Hupfeld, Nickel 2, Timm 1, Zanchetta 1, Wewill 1/1, Hansen 5, Sørensen 6/1
Zuschauer: 120

 

 

 

„Flensburger Tageblatt vom 4.10.04“

DGF-Frauen verkaufen sich teuer

Flensburger Rumpfteam verliert mit 19:26 bei Holstein Kiel/Kronshagen Kiel

Mit vier Langzeitverletzten sind die Handball-Frauen von DGF Flensburg derzeit keinesfalls auf Rosen gebettet. Vor allem im Rückraum stehen keine Alternativen mehr zur Verfügung. Deshalb reiste der Regionalligist mit Verstärkung aus der zweiten und dritten Mannschaft zum Spiel bei  der HSG Holstein Kiel/Kronshagen an. Zwar konnte dadurch die 19:26 (11:14) Niederlage nicht verhindert werden, aber die Flensburgerinnen verkauften sich dank einer kämpferischen Glanzleistung teuer.

 

„Unser Ziel war es, dass wir mit erhobenem Haupt aus der Halle gehen können. Das haben wir geschafft", sagte DGF­-Trainer Hans-Jörgen Kellner. Zu Beginn hielt DGF noch gut mit. Doch schnell wurde klar, dass es mangels Alterna­tiven auf der Bank auch eine Frage der Kraft werden würde. In Abwehr und Angriff setzte sich jede Spielerin voll ein.

Zudem war Torhüterin Mareke Siedenburg trotz fünfwöchiger Trainingspause wieder in Topform. Allerdings konnten die Kielerinnen mit der größeren Bank besser variieren und setzten sich schnell ab. Bis zum 14:11 zur Pause war also für DGF noch alles möglich.

 

Der Treffer zum 14: 12 kurz nach dem Wechsel war ein Startschuss zur besten Phase der Gäste. Mit einer offensiven 4:2-Abwehr machten sie die HSG nervös und hatten vier Mal in Folge die Möglichkeit zum Ausgleich. „Leider haben wir die klaren Chancen nicht genutzt, sonst wäre vielleicht mehr drin gewesen", klagte Kellner. Mit zunehmender Spieldauer schwanden die Kräfte bei DGF - Kiel zog davon. Mit dem 20:14 war die Partie entschie­den. Die Flensburgerinnen bewiesen jedoch Moral, gaben auch nach dem 25:16 nicht auf und erkämpften sich noch eine erträgliche 19:26-Niederlage.

 

DGF Flensburg: Siedenburg, Lautrup - Timm (1), Quäck (1), Hupfeld, Haut (2), Kräber-Hansen (5), Bewil (1), Sörensen (6), Zanchetta (1), Nickel (2).

 

 

 

Punktspiel gegen TSV Ellerbek / 26.9.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 27.9.04“

„Krabben" knackten Serie

 

Paukenschlag der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga der Frauen: Mit 26:24 (10:10) gewannen die „Krabben" beim TSV Ellerbek und beendeten die seit Oktober 2003 anhaltende Serie der Hamburgerinnen von 22 Punktspielen (40:4 Zähler) ohne Niederlage.

Zum Matchwinner avancierte dabei Torhüterin Anja Pulwitt, die sich hinter ihrer 6:0-Abwehr pudelwohl fühlte. „Damit haben wir Ellerbek den Zahn  gezogen", freute sich auch Trainer Fritz Sünkler. Allerdings hatte er zuvor mit Ann-Christin Thoma noch ein anderes Ass aus dem Ärmel gezogen. Die Rückraumspielerin sprang für die berufliche verhinderte Anne Grethe Eggen und die verletzte Svenja Sturm im zentralen Rückraum in die Bresche. Zwei Tore und viele gelungene Kreisanspiele ließen ihre Klasse erkennen. „Das war schon optimal", lobte Sünkler. Allerdings hat seine Mannschaft erst Oberwasser bekommen, als die Fehler minimiert wurden und Ellerbek nicht zu Gegenstößen eingeladen wurde.

Lange liefen die Gäste einem Rückstand hinterher und gingen erst beim 20:19 (51.) wieder in Führung. Ausschlaggebend dafür auch Linksaußen Sabine Brinker, die in Topform aus neun Versuchen acht Treffer erzielte.

 

HSG HolKro: Wulf; Pulwitt - Maukel (6/6), Hansen (3), Schulz (2), Metz (2), Büttner, Reimers (2), Gronau (1), Brinker (8), Gaber, Thoma (2).       

 

 

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 27.9.04“

24:26 - Ellerbeks Serie gerissen

 

Ellerbek - Das hatten sich die Handball-Frauen des TSV Ellerbek anders vorgestellt: Im Heimspiel der Regionalliga Nordost gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen wurde es nichts mit dem angepeilten dritten Saisonsieg. Statt dessen unterlagen die Ellerbekerinnen in der heimischen Harbig-Halle 24:26 (10:10).

"Wir sind für unsere offensiv ausgerichtete Deckung von den Schiedsrichtern bestraft worden", sagte TSV-Trainerin Marta Beles. Insgesamt verhängten die Unparteiischen acht Zeitstrafen gegen das Heimteam und nur eine gegen die Gäste aus Kiel und Kronshagen. Fast genau "umgekehrt" sah die Bilanz in puncto Siebenmetern aus: einer für die TSV-Frauen, neun für die HSG.

Gleichwohl schienen die Ellerbekerinnen bis weit in die zweite Halbzeit hinein einem weiteren Sieg entgegenzustreben, doch in der Schlussphase brachte auch eine Umstellung auf Manndeckung nichts mehr. Die TSV-Frauen konnten diesmal auch deshalb ihre Rückraumschwäche nicht kompensieren, weil die durch die offensive Deckung beabsichtigten Ballgewinne ausblieben. Alles besser machen kann das Beles-Team am kommenden Sonntag bei Pädagogik Rostock.

Aufstellung TSV (Tore/Siebenmeter): Hinz, Renner - Kühn (3/1), Rantzow (4), Balzke (2), Schwarzer (2), Kosiedowski, Günter (1); Schmidt, Lohmeier (1), Bauer (6), Peters (1).

 

 

 

Punktspiel gegen Kropp/Tetenhusen / 18.9.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 20.9.04“

„Krabben" ergaben sich gegen Kropp ihrem Schicksal

Wenig Gegenwehr beim 21:31 in der Handball-Regionalliga

 

Aus Aufsteigern werden Spielverderber: Nach der Pleite bei Pädagogik Rostock las nun die HSG Kropp/Tetenhusen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen die Leviten in der Handball-

Regionalliga der Frauen. Das 21:31 (8:11) war die höchste Heimniederlage seit dem 21. Dezember 2002. Damals ging es im DHB-Pokal-Achtelfinale gegen den TV Lützellinden.

Jetzt jedoch ist Drittliga-Alltag, und der ist grauer denn je. „Man merkt, dass die Mannschaft erfolgs­verwöhnt ist. Wir haben uns in den letzten zehn Minuten kampflos ergeben", rang Trainer Fritz Sünkler nach Worten. Bis zu 13. Minute gelang lediglich Katrin Maukel, die vor dem Spiel noch für ihren EM­-Titel mit der Polizei-Nationalmannschaft geehrt wurde, ein Siebenmetertreffer. Elf technische Fehler waren zu zählen. Torhüterin Anja Pulwitt bügelte mit neun Paraden im ersten Abschnitt manchen Lapsus aus. Stark zeigten sich die„ Krabben" eigentlich nur kurz nach der Pause. Wiebke Reiners, Stefanie Metz und Sonja Hansen glichen binnen drei Minuten den Halbzeitrückstand aus. Dann jedoch riss der Faden wieder ab. „Uns fehlte es am Zusammenspiel und an der Chancenverwertung", kommentierte Mannschaftsführerin Hansen. Die mit Trainingsrückstand aufgelaufene Anne-Grethe Eggen verzettelte sich in Einzelaktionen.

 

Maukel oder Reimers wurden zu selten ins Spiel gebracht. Hinzu kam ein rabenschwarzer Tag der Links­außen, Sabine Brinker, Metz und auch der am Ende eingesetzten Grit Kretzschmar - alle hatten „verwachst“. Allerdings stand mit Nadine Maske auch eine exzellente Torhüterin zwischen den Pfosten der Gäste. „Wenn man in der Höhe gewinnt, ist man natürlich zufrieden", strahlte Kropp/Tetenhusen-Trainer Dirk Schlegel beim Erfolg gegen seinen Ex-Klub. Sünkler steht gleich zu Saisonbeginn viel Aufbauarbeit bevor: „Wir werden um jeden Punkt kämpfen müssen."

 

HSG HolKro: Wulf, Pulwitt - Maukel (8/3), Hansen (2), Kretzschmar (1), Schulz (1), Metz (1), Reimers(3), Gronau, Brinker (1), Gaber(3), Eggen (1).          

 

 

 

„Flensburger Tageblatt vom 20.9.04“

Kropper Paukenschlag

Handball-Frauen gewinnen 31:21 in Kiel

Die Frauen der HSG Kropp-Tetenhusen haben für einen Paukenschlag in der Handball Regionalliga gesorgt: Im Landesderby bei der  HSG Holstein Kiel-Kronshagen holte die Mannschaft von Coach DirkSchlegel beim 31:21 (11:8) die ersten beiden Zähler. Dabei zeigte sich der Aufsteiger im Vergleich zur Vorwoche erheblich verbessert, wie Schlegel feststellte: „Die Mannschaft war nicht wiederzuerkennen. Die Nervosität war wie weggeblasen, unser Spiel wirkte wesentlich reifer als gegen Elmshorn."

 

Von Beginn an waren es die Kropperinnen, die für die Glanzlichter sorgten. Gestützt auf eine starke Deckungsreihe sowie einer gut aufgelegten Keeperin Nadine Maske ging man schnell 4:1 (8.) in Führung. Selbst eine kurze Schwächephase, in der Holstein zum 7:7 (24.) ausgleichen konnte, brachte das Schlegel-Team nicht aus dem Konzept. Bis zur Pause (11:8) wuchs der Vorsprung wieder. Das Drei-Tore-Polster hatte nach Wiederbeginn bis zum 16:13 (39.)

Bestand. Während Kropp weiter zulegen konnte, machte sich bei den Kieler „Krabben" Resignation breit. Vor allem Holstein-Torjägerin Katrin Maukel kam gegen das Gäste-Bollwerk kaum zum Zuge. So war spätestens nach dem 22:17 (48.) die Partie entschieden. Die Minuten bis zum Schlusspfiff wurden sogar zum „Schaulaufen": Mit zahlreichen Toren nach Gegenstößen wurde Kiel regelrecht demontiert. „Einen solchen Erfolg hätte ich nicht für möglich gehalten. Der Sieg gibt uns reichlich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben", freute sich Schlegel.

 

HSG Kropp-Tetenhusen: Maske, Reimer - L. Leptien (7), Brömstrup (8/8), Tams (3), Wlchmann (3), Stürken (3), Bandemer (3), Makowka (2), Grewe (2), Krüger, Schmalfeld, Behncke

 

 

 

 

Punktspiel gegen Päd. Rostock / 11.9.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 13.9.04“

Krabben verpatzten Auftakt

 

Die HSG Holstein Kiel/ Kronshagen hat die Saison­premiere in der Handball-Regionalliga der Frauen verpatzt. Das 25:28 (10:14) bei Aufsteiger SV Pädago­gik Rostock war zum Debüt von Trainer Fritz Sünkler al­les andere als ein Auftakt nach Maß.

 

„Wir haben 28 Tore gefan­gen, das ist eindeutig zuviel", hieß es im Resümee Sünklers. Neben der unzu­reichenden Abwehrleistung standen die Torhüterinnen Manja Wulf und Anja Pulwitt, die der Coach mehr­fach wechselte, im Zentrum der Kritik. Allerdings war Sünkler auch mit der Chan­cenverwertung nicht zufrie­den und zählte 20 Fehlversu­che plus technische Fehler.

Erschwerend kam hinzu, dass die Kielerinnen ohne gelernten Rechtsaußen los­fuhren, da sich Angela Gaber mit einer Zahnentzün­dung kurzfristig abmeldete. Die „Krabben" liefen meis­tens einem Rückstand hin­terher. Nur die Treffer von Katrin Maukel, die in der vergangenen Woche noch mit der Polizei-Nationalmannschaft den EM-Titel gewann, hielten die Gäste im Spiel. „Das Trainingsla­ger und das Turnier in Däne­mark haben ihr sicher gut getan", lobte Sünkler.

 

Auf Grund der Mängel schien die Partie beim 14:22 (43.) bereits verloren zu sein. Dann jedoch erwachte der Kieler Kampfgeist. Bis fünf Minuten vor dem Ende ka­men die Gäste auf 23:25 he­ran. „Aber in der Überzahl waren wir dann einfach zu kopflos", ärgerte sich Sünkler.

 

HSG HolKro: Wulf, Pulwitt - Maukel (11/4), Hansen (1), Sturm, Schulz (4), Metz, Büttner, Reimers (3), Gronau (1), Kretzschmar (1), Brinker (4).   

 

 

„Ostsee-Zeitung vom 13.9.04“

Pädagogik-Damen überraschten

 

Rostock - Mit einem unerwarteten, aber verdienten 28:25 (14:10)-Sieg über die HSG Holstein Kiel / Kronshagen starteten am Sonnabend die Handballerinnen des SV Pädagogik in die Regionalliga-Saison 2004/05.  Nach dem 1:0 durch Mannschaftskapitän Grit Bally gaben die Rostockerinnen die Führung bis zum Spielende nicht mehr ab. Sie bauten diese durch Tore von Sybille Porath, Dörte Scheufler und Manuela Voß zunächst auf 6:3 (12.) aus, doch eigene Fehler ließen die Gäste wieder bis auf 8:7 (20.) herankommen. Durch einen starken Innenblock der Rostockerinnen konnte die Führung nicht nur gehalten, sondern wieder ausgebaut werden. So ging es mit einem 14:10 in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang trumpfte Pädagogik dann richtig auf und konnte sich auf 21:13 (40.) absetzen. Für die Zuschauer schien das Spiel schon entschieden, doch die Gastgeberinnen machten es noch einmal unnötig spannend. Durch das inkonsequente Ausnutzen der Tormöglichkeiten auf Rostocker Seite und begünstigt durch zwei Zwei-Minuten-Strafen verkürzte Kiel auf 24:21. Aber mit Kampf, Einsatz und Siegeswillen hielten die Pädagogik-Damen dagegen und entschieden das erste Punktspiel der neuen Saison letztendlich mit 28:25 für sich. Nach dem Spiel bedankten sich die Spielerinnen beim zahlreich erschienenen Publikum für die tolle Unterstützung. Sie hoffen, mit diesem Sieg ein paar mehr Fans für sich gewonnen zu haben.

 

Saisonvorbericht:

 

„Kieler Nachrichten vom 9.9.04“

Serie der „Krabben" soll halten

 

Die Zeit des Wartens ist vorbei. Am Sonnabend um 18 Uhr ist die HSG Holstein Kiel/Kronshagen bei Auf­steiger SV Pädagogik Rostock gefor­dert. Und zum Saisonstart können die Regionalliga-Handballerinnen auf eine gute Auftaktbilanz zurück­blicken.

 

Nur im ersten Jahr nach dem Zweitligaabstieg 1999 ging die Sai­soneröffnung in der dritten Liga ver­loren. In den vergangenen vier Jah­ren folgten stets Siege. „Natürlich rechnen wir uns auch in Rostock et­was aus", sagt der neue Trainer Fritz Sünkler. Allerdings ist dieser Opti­mismus nicht unbegrenzt. Schließ­lich befinden sich die „Krabben" nach insgesamt sechs Abgängen im Umbruch. Doch Sünkler hat die Ver­luste aufgefangen. In den ersten Spielen wird sich zeigen, ob Quanti­tät und Qualität identisch sind. Schließlich plagten die Kielerinnen auch große Verletzungssorgen. Melanie Tegler (Bänderriss) und Franziska Ziegler (verletzt und Ur­laub) fallen aus. Da Anne Grethe Eg­gen noch eine weitere Woche wegen eines beruflichen Lehrgangs fehlt, Svenja Sturm Fußprobleme plagen, dünnt der 16-köpfige Kader allmäh­lich aus. Zum Glück ist die dienstälteste Holstein-Spielerin Sonja Hansen noch um eine Zeh-Operation herum gekommen. Jetzt hofft Sünkler, der in diesen Tagen noch einen Abstecher nach Dänemark zur Poli­zei-EM nach Dänemark macht, dass Holsteins Rückraum-Ass Katrin Maukel ohne Blessuren von dort zu­rückkehrt. „Diejenigen, die immer beim Training waren, haben gut mit­gezogen, aber die Vorbereitung war alles andere als optimal", resümierte Sünkler.

 

Derweil wurde gestern die zweite Runde des DHB-Pokals ausgelost. In dieser treffen die Kieler „Krabben" auf den Regionalliga-Neuling Ahrensburger TSV.

 

 

 

Meldung:

 

„Kieler Nachrichten vom 1.9.04“

Sünkler beklagt drei verletzte „Krabben"

 

Nach dem fünften Platz beim Turnier des Banzkower SV beklagt Fritz Sünkler, Trai­ner des Handball-Frauenregionalligisten HSG Holstein Kiel/Kronshagen, gleich drei verletzte Spielerinnen. Nach Katrin Maukel und Svenja Sturm, die angeschla­gen vom Lehrgang der Polizei-Nationalmannschaft zurückkehrten, erwischte es Neuverpflichtung Melanie Tegler. Die 19­jährige Kreisläuferin zog sich im Spiel ge­gen den TSV Travemünde (11:21) eine Sprunggelenkverletzung zu. Dem 19:21 ge­gen die HSG Tarp-Wanderup ließen die „Krabben" zum Abschluss einen 23:21-Erfolg gegen den Regionalligisten SG TMBW Berlin folgen. Den Turniersieg holte sich Erstligaabsteiger SC Buntekuh Lübeck mit einem 19:7 über Travemünde.

 

 

 

Meldung:

 

„Kieler Nachrichten vom 26.8.04“

„Krabbe" Katrin Maukel als beste Torschützin geehrt

 

Schöner Erfolg für die HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Beim Saisonvorbereitungsturnier um den Pommern-Cup belegten die Regionalliga-Handballerinnen in Grimmen Platz drei. Dafür gab's für das Team des neuen Trainers Fritz Sünkler 150 Euro Geldprämie. Au­ßerdem wurde Rückraumspielerin Katrin Maukel mit 24 Treffern zur besten Torschützin des Turniers gekürt.

„Wir haben trotz der hohen Belastung noch viel ausprobiert", zeigte sich Fritz Sünkler zufrieden. Nach Siegen über Gastgeber HSV Grimmen (10:8), dem ersten Punktspielgegner Pädagogik Rostock (12:11), SV Motor Barth (10:5), MTV Altlandsberg (14:9) sowie Nieder­lagen gegen den Zweitligisten Fortuna Neubrandenburg (6:11) und einem 9:10 gegen die weibliche Jugend A Neubran­denburgs hatten die „Krabben" den dritten Vorrundenplatz erkämpft.

Nun ging es tags darauf trotz 120 Spielminuten in den Knochen mit 50 zu­sätzlichen Minuten an die Kräftereser­ven. Im Halbfinale wartete erneut der Zweitligist Neubrandenburg. Abermals war die HSG beim 7:16 ohne Chance und traf nun im Spiel um Platz drei auf den MTV Altlandsberg, der den Gastgebe­rinnen im zweiten Halbfinale unterle­gen gewesen war. In dieser Partie war das Sünkler-Team mit dem gleichen Vorrundenresultat wiederum siegreich. Schon am kommenden Wochenende führt der Reisetross die„ Krabben" wie­der nach Mecklenburg-Vorpommern. In Banzkow geht es Sonnabend und Sonn­tag um den Lewitz-Cup. Dabei werden Maukel und Svenja Sturm, die augen­blicklich einen Vorbereitungslehrgang bei der Polizei-Nationalmannschaft ab­solvieren, direkt aus Göppingen zur Mannschaft stoßen.

 

 

 

Meldung:

 

„Kieler Nachrichten vom 10.8.04“

„Krabben“ testen gegen Buntekuh

HSG Holstein/Kronshagen hofft auf die Rückkehr von Grit Kretzschmar

 

Die Sommerpause ist vorüber. Nun haben auch die Krabben der HSG Holstein Kiel/Krons­hagen das Training wieder auf­genommen. Lediglich die neue Torhüterin Anja Pulwitt (Pfeiffersches Drüsenfieber) und auch die angeschlagene Fran­ziska Ziegler mussten bislang noch kürzer treten. Aber bis zum Saisonstart, der die Regio­nalliga-Handballerinnen am 11. September zu Pädagogik Rostock führt, sind es noch 31 Tage. Der neue Trainer Fritz Sünkler hat einen bunten Vor­bereitungscocktail gemixt.

In den viereinhalb Wochen stehen wöchentlich drei Trai­ningseinheiten für Kondition, Kraft und Schnelligkeit sowie einige Vergleichsspiele an den Wochenenden auf dem Plan. Der erste Test steigt bereits am kommenden Sonnabend um 14 Uhr in Kronshagen. Dort gibt immerhin Erstligaabsteiger Buntekuh Lübeck seine Visi­tenkarte ab. „Wir wollen wahr­scheinlich drei Drittel spielen und dabei viel ausprobieren", sagt der neue HSG-Coach Fritz Sünkler, dessen Team anschlie­ßend noch gegen die eigene zweite Mannschaft spielen wird.

 

Vorbereitungshöhepunkte sind allerdings die beiden Tur­niere in Grimmen und Banz­kow, die jeweils über zwei Tage gehen werden und auf denen der Feinschliff erfolgen soll. Personell haben sich die „Krabben" noch einmal er­gänzt. Vom Süd-Regionalligis­ten TSV Vaterstetten (nahe München) kommt Kristina Büttner. Die 21-Jährige Rück-  raumspielerin hat Sünkler in  der ersten Trainingswoche , überzeugt. Dagegen haben sich' die Planungen, Maria Cervena vom Regionalligaabsteiger Olympia Neumünster zu ver­pflichten, zerschlagen. Die Tschechin hat das Job-Angebot der Kielerinnen nicht anneh­men können. „Damit sind unse­re Bemühungen hier abge­schlossen", sagt Sünkler. Freu­en würde sich der Coach je­doch, wenn Grit Kretzschmar, die wieder nach Kiel zog, auch wieder bei den „Krabben" ein­steigt. Hier laufen die Gesprä­che über eine mögliche Rück­kehr der Außenspielerin.

 

Unterdessen haben Svenja Sturm (kam vom TSV Owschlag) und die langjährige Rückraumspielerin Katrin Maukel eine Einladung zur Po­lizei-Nationalmannschaft er­halten. Vom 23. bis 27. August absolviert das Duo einen Lehr­gang und kann sich dabei für die EM ab 3. September in Aarhus empfehlen.

 

 

Kieler Woche Cup 2004:

 

„Kieler Nachrichten vom 21.6.04“

PSV Rostock war eine Klasse für sich

 

Handball-Bundesligist PSV Rostock war eine Klasse für sich und hat sich souverän den Kieler-Woche-Cup der Frauen gesichert. Für Gastgeber und Titelverteidiger HSG Holstein Kiel/Kronshagen endete das zweitägige Turnier mit dem neu formierten Kader dagegen auf einem enttäuschenden sechsten Tabellenplatz.

„Am Sonnabend hat zwar ein bisschen der notwendige Biss gefehlt, aber auf die kämpferische Einstellung des zweiten Tages gilt es nun aufzubauen. Klares Ziel kann künftig jedenfalls zunächst nur der Klassenerhalt sein", wirft der neue Holstein-Trainer Fritz Sünkler einen frühen Blick auf die kommende Punktrunde.

 

Sein Vorgänger auf der HSG-Bank, Bernd Vosgerau, sorgte derweil mit Ex-Krabben Torhüterin Sigrid Jungjohann, Linksaußen Diana Köhn sowie Tempogegenstoßspezialistin Isabelle von Seeler - nun allesamt im Trikot der HSG Tarp - mit dem zweiten Platz hinter Rostock für die positive Überraschung. „Natürlich ist es ein komisches Gefühl nach fast zehn Jahren in Kiel gegen das alte Team zu spielen. Wichtiger als der heutige Erfolg ist aber die Tatsache, dass Bernd uns nicht abgeworben hat, sondern wir aus persönlichen Gründen in den hohen Norden wechseln. Im Herzen bleiben wir Holsteinerinnen", kommentierte Diana Köhn den Transfer.

 

Auch der engagierte Auftritt des Oberligisten TSV Altenholz auf Rang fünf bei diesem hochkarätig besetzten Kieler-Woche-Cup war aller Ehren wert. TSVA- Spielerin Bianca Schuster (37 Tore) wurde sogar hinter der Rostockerin Svetlana Minewskaja (56 Treffer) als zweitbeste Torjägerin ausgezeichnet.

 

1. PSV Rostock         149:91  12:0

2. Tarp/Wanderup      98:97    8:4

3. TSV Ellerbek       103:102    7:5

4. Kropp/Tetenhusen 93:100    6:6

5. TSV Altenholz       92:109    5:7

6. HSG Holstein        90:104    2:10

7. Nord Harrislee    103:125    2:10

 

 

 

Meldung:

 

Kieler Nachrichten / 17.6.04

Personalkarusell bei Kieler „Krabben" dreht sich weiter

Anna Carlsson vor Wechsel zu Tarp-Wanderup?

Die Kennlernphase läuft noch auf Hochtouren, und dennoch wird bei den Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen bereits wieder ordentlich geschwitzt. Derzeit bittet der neue Trainer Fritz Sünkler das Regionalligateam zweimal pro Woche zum Training. Mit dabei auch die Zugänge Sabine Brinker (26, SG Bordesholm/Brügge), Svenja Sturm (21, TSV Owschlag), Anja Pulwitt (25, Olympia Neumünster) und Angela Gaber (24, eigene Zweite).

 

Das Quartett soll einen Teil der Abgänge kompensieren. „Unsere Planungen sind noch nicht abgeschlossen, aber es ist nicht ganz leicht, Ersatz zu finden", sagt Sünkler. Schließlich müssen mit Sigrid Jungjohann, Diana Köhn und Isabelle von Seeler, die sich aus privaten Gründen der HSG Tarp-Wanderup angeschlossen haben, sowie Ann-Christin Thoma (Laufbahnende) gleich mehrere Leistungsträger kompensiert werden. Sünkler, der augenblicklich seinen Trainingsschwerpunkt auf Schnelligkeit, Kraft, Kondition und ein wenig Taktik legt, steigt jedoch erst Anfang August ins volle Vorbereitungsprogramm ein. „Dann werden wir sehr viel spielen." Eine erste Bewährungsprobe bietet sich für die neu formierte Mannschaft bereits am Wochenende beim gut besetzten Kieler-Woche-Cup.

 

Ob dann Anna Carlsson noch im „Krabben-Trikot" spielen wird, ist derzeit unklar. Auch die Schwedin soll den Wunsch geäußert haben, künftig für Tarp-Wanderup zu spielen. Dort führt der ehemalige Holstein-Trainer Bernd Vosgerau Regie.