Presseberichte HSG 1.Frauen
Saison 2003/04
Rückrunde
Punktspiel gegen Elmshorner MTV / 1.5.04:
„Kieler
Nachrichten vom 3.5.04“
Blumen,
Tränen und Präsente. Der letzte Spieltag in der Handball-Regionalliga Frauen
stand bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen und Olympia Neumünster ganz im
Zeichen des Abschieds. Sportlich hatten die Niederlagen keine Auswirkungen mehr
auf die Tabelle.
HSG
Holstein - Elmshorner MTV 20:26 (11:11). Auch wenn Diana Köhn, Sigrid
Jungjohann, Isabelle von Seeler und Ann-Christin Thoma zur neuen Saison nicht
mehr das Trikot der „Krabben" tragen, so wird die Verbindung nicht
verloren gehen. Im Rahmen ihres Abschieds haben alle Dauerkarten für künftige
Heimspiele erhalten. Freien Eintritt genießt auch Trainer Bernd Vosgerau, der
den Stab ab Juni in die Hände von Fritz Sünkler übergibt.
Gerne
hätten die Kielerinnen zum Abschluss noch einmal gewonnen. In der über weite
Strecken ausgeglichenen Partie waren es zwei aufeinander folgende Zeitstrafen
gegen Stefanie Metz, die der HSG „das Genick brachen". Nach dem 18:20
(50.) zogen die Elmshornerinnen mit fünf Treffern in Folge endgültig davon.
„Hier fehlte uns Kraft und Konzentration", so Vosgerau, dessen Team die
Saison zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren auf Platz vier abschloss.
HSG: Wulf,
Jungjohann - Gronau 1, Hansen 3, Ziegler, Thoma 5, Schulz, Metz 1, Reimers 3,
Eggen 7/5
Punktspiel gegen TSV Travemünde / 24.4.04:
„Kieler Nachrichten vom 26.4.04“
Handball-Regionalliga
Frauen: TSV ließ die Korken knallen - Olympia 22:24
Travemünde/Stralsund - Die HSG
Holstein Kiel/Kronshagen konnte die Meisterschaft in der Handball-Regionalliga
Frauen nicht mehr spannend gestalten. Nach der Niederlage der „Krabben" steht
der TSV Travemünde als Meister und Aufsteiger fest. Olympia Neumünster, das
nach bereits feststehendem Abstieg, auch in Stralsund unterlag, bangt nun sogar
um Platz zwölf.
TSV Travemünde - HSG Holstein
Kiel/Kronshagen 22:15 (11:8) - Wiebke Reiners und Ann-Christin Thoma konnten
ihr Wurfpech nicht fassen. Von den ersten fünf Versuchen landeten vier am
Travemünder Holz. „Deshalb ist das Ergebnis zu deutlich ausgefallen",
sagte „Krabben"-Trainer Bernd Vosgerau. Bis zum 7:7 (18.) hielten seine Schützlinge
das Match offen. An der unermüdlich rackernden Sonja Hansen als Deckungsspitze
biss sich Travemünde manchen Zahn aus. Aber im Angriff war das Fehlen von
Isabelle von Seeler, Diana Köhn und der nur sporadisch spielenden Katrin Maukel
selbst von Anne Grethe Eggen nicht zu kompensieren. „Es war für uns eine
Alternative mehr, aber man merkte ihre die Spielpause seit Januar an", so
Vosgerau weiter. Wohl deshalb war das Spiel nach dem Wiederbeginn auch relativ
schnell entschieden. Die Gastgeberinnen bauten ihren Drei-Tore-Vorsprung aus
der Pause nach vielen Kieler Fehlern auf 18:11 (45.) aus und ließen die Partie
ruhig ausklingen. Anschließend gab der Vorstand zum Thema Aufstieg grünes
Licht, sodass eine Meisterschaftssause begann.
HSG: Wulf, Jungjohann - Gronau, Hansen 3, Ziegler,
Thoma 5, Schulz 1, Metz 2, Reimers 1, Gaber, Maukel, Eggen 3/1.
Der erste Meistersekt war
geleert, da griff Jochen Moll zum Mikro. „Die Mannschaft spielt ,in der
kommenden Saison in der 2. Bundesliga", verkündete der
Vorstandsvorsitzende des TSV Travemünde, „Das ist das Geschenk des Vereins an
die Mannschaft." Nachdem Moll finanziell grünes Licht für den Aufstieg
gegeben hatte, gab es in der Halle am Steenkamp kein Halten mehr. Mit Welle,
Diver, Polonaise, Sekt und Bierduschen feierten die Travemünder Handballerinnen
ihr 22:15 (11:8) über die HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Damit machten sie einen
Spieltag vor Saisonende die Regionalliga-Meisterschaft perfekt. Einer der
ersten Gratulanten war Andreas Werft, Marketingbeauftragter der Lübecker
Schwimmbäder GmbH: Das Unternehmen ist
als Kooperationspartner künftig für
die Vermarktung der Handballerinnen zuständig.
"Jetzt werden wir
ordentlich feiern", jubelte Trainer Thomas Kruse, der die Mannschaft schon
aus der Ober- in die Regionalliga
führte, In den 60 Minuten musste er nicht
lange zittern: Nach verkrampftem Beginn (7:7/22.) enteilte Travemünde
vor 250 Fans auf 16:8 (41.): „Da war
die Partie entschieden", so Kruse.
Für Travemünde trafen: Kathrin Lembke (6), Kerstin Wichmann (4), Kathrin Hansen
(4), Sandra Hartz (3), Steffi Krickhahn (2), Grit Nowak (2/2) und Anja Kranz
(1).
Im Freudentaumel gab Kruse
dann noch einen hochkarätigen Neuzugang bekannt. Nach Torhüterin Andrea Thiel
(Eilbeck), Linksaußen Nina Redder und
Kreisläuferin Tanja Schmidt (beide
A-Jugend/Kisdorf-Leezen) sagte mit der bundesligaerprobten Spielmacherin Dana
Kretschmann (29) vom Regionalligisten Eidelstedt die vierte Spielerin zu. „Dana
zählte zuletzt immer zu den Top drei
der Torjägerinnen.
Allein das spricht für sie.
Zudem ist ihre große Erfahrung ein Plus. Ich erwarte eine Menge von ihr",
sagt Kruse. Mit Sonja Storch vom Zweitligisten Rosengarten kann er noch mit
einer Spielerin für den rechten Rückraum planen. Kruse: „Sonja wurde aber am
Knie operiert, wartet noch ab, ob es geht." Sagte es und verschwand in den
Hallen-Katakomben zur Meisterfeier, die nun auch eine Aufstiegsparty war. '
Punktspiel gegen TSV Nord Harrislee / 17.4.04:
„Kieler Nachrichten vom 19.4.04“
HSG Holsteins Abwehrstärke entschied bei Nord Harrislee
Die Entscheidung über die Meisterschaft in der Handball-Regionalliga
der Frauen ist vertagt. Hier spielen die „Krabben" der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen, die bei Zweitligaabsteiger Nord Harrislee ihren achten
Auswärtssieg einfuhren, am nächsten Sonnabend in Travemünde das Zünglein an
der Waage.
Nord Harrislee - HSG
Holstein 14:17 (6:10)
Es war eine reine Abwehrschlacht, die sich beide Teams lieferte. Immer
wieder verfingen sich die Gastgeberinnen in den Maschen der 5:1-Abwehr der
„Krabben". Harrislee-Top-Torjägerin Andrea Zierk bekam keinen Spielraum
und traf nur dreimal. Aber auch die Kielerinnen konnten sich nicht recht
entfalten. Pech hatte Holsteins Diana Köhn, die nach einem Zweikampf mit einer
Oberschenkelverletzung ausfiel. Katrin Maukel sprang in die Bresche.
Eigentlich hatte „Krabben"-Coach Bernd Vosgerau die Rückraumspielerin lediglich
als Siebenmeterschützin aufgeboten. Vor den Augen ihres künftiges Trainers
Fritz Sünkler lief bei den Gästen nach dem Wechsel kaum etwas zusammen. Zwölf
Minuten blieb das Vosgerau-Team ohne Treffer. Harrislee kam sogar zum
12:12-Ausgleich (43.). Dann waren die Kielerinnen wieder hellwach. Torhüterin
Sigrid Jungjohann raubte den Nordlichtern den Nerv, plötzlich löste sich auch
bei Meike Gronau die Bremse. Mit den letzten drei Treffern hatte sie
maßgeblichen Anteil am Sieg. „Wir haben das für uns Optimale
herausgeholt", war Vosgerau zufrieden.
HSG: Wulf, Jungjohann - Gronau 3, Hansen 1, Ziegler 1, Thoma
1, Köhn 2/2, Schulz 1, Metz 2, Reimers 2, Gaber, Maukel 4/2.
„Flensburger Tageblatt vom 19.4.04“
Zu häufig die Brechstange ausgepackt
TSV
Nord leistet sich unnötige 14:17-Schlappe gegen HSG Holstein Kiel
Siebenmeter können in einem Spiel eine enorm wichtige
Rolle spielen. Diese bittere Erfahrung mussten die Frauen des TSV Nord
Harrislee in der Regionalligapartie gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen
machen. Die Mannschaft von Trainer Olaf Rogge leistete sich von acht ihr
zugesprochenen Strafwürfen vier Fahrkarten, die sich im Endergebnis negativ
zu Buche schlugen. Der TSV Nord unterlag den Damen aus der Landeshauptstadt
mit 14: 17 (6:10) Toren und enttäuschte auch ansonsten auf der
ganzen Linie.
Einzige löbliche Ausnahme war
Nord-Torfrau Astrid Schultner, die sich mühte, ihre Mannschaft im Match zu
halten. Doch Horror-Pässe, unkonzentrierte Würfe und jede Menge technischer
Fehler sowie Defizite in der Motivation, dem
permanent bergab laufenden Spielfilm eine andere Richtung zu geben, führten zu
einem verdienten Gäste-Erfolg. Ab der 4. Minute lief der TSV Nord einer Kieler
Führung hinterher. Für die einzige Ausnahme sorgte Maike Schmunz, die das 11:11 (47.) und 12:12 (48.) erzielte. Das war's dann auch schon. Meike Gronau aus der
Kieler „Zweiten" besorgte ihrer Mannschaft in den Schlussminuten mit drei
Toren den Sieg.
Die Kielerinnen gingen 4:1 (10.) in
Führung. Der TSV Nord blieb dran und erlaubte den Gästen nach dem 6:7 erst in
den letzten zwei Minuten vor dem Wechsel, auf 10:6 davon zu
ziehen. Die beste Phase hatte der TSV Nord im „dritten Viertel", als er
den Kielerinnen bei fünf eigenen Toren nur einen Treffer erlaubte. Die Wende
wurde das jedoch nicht. Eine der Schlüsselszenen für die drohende Niederlage
sah Trainer Rogge in Maria Schibraths vergebener Riesenchance, als sie
leichtfertig mit einem Heber scheiterte. Das aber war nicht die alleinige
Ursache für die Schlappe. Es haperte an vielen Enden - vor allem an dem nun
einmal notwendigen Fünkchen Begeisterung. Ein wenig mehr Köpfchen statt der zu
häufig eingesetzten Brechstange wäre hilfreicher gewesen. Insgesamt war es eine
schwache und zuweilen hart geführte Partie, in der sich Kiels Diana Köhn nach
einem Zusammenprall verletzte und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
TSV Nord: Schultner, Zirbes (ein 7m) - Mathee,
König, Warr (5/4), Diederichsen, Zierk (4), Schibrath (1), Schmunz (2), Scholte
(1). Vogeler (1), Bülau.
HSG
Holstein/Kronshagen: Wulf, Jungjohann - Gronau (3), Maukel (4/2), Hansen (1),
Ziegler (1), Köhn (2:2) Schulz (1), Metz (2), Reimers (2), Garber, Thoma (1).
Siebenmeter:
8:4; Zeitstrafen: 3:7; Zuschauer: 80.
„Flensburg Avis vom 18.4.04“
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Nord-Express
gegen Holstein- Kronshagen auf falschem Gleis |
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Handball.
Der TSV Nord Harrislee unterlag in der Regionalliga der HSG
Holstein-Kronshagen 14:17. Enttäuschter
Trainer |
Meldung / 14.4.04:
„Kieler Nachrichten vom 14.4.04“
Fritz Sünkler unterschrieb einen Vertrag bei den Regionalliga-Handballerinnen
Das lange Rätselraten ist beendet. Die Regionalliga-Handballerinnen der
HSG Holstein Kiel/Kronshagen haben einen neuen Trainer. Gestern Abend setzte
Fritz Sünkler seine Unterschrift unter den Einjahreskontrakt bei den
„Krabben", wo er zum 1. Juni die Nachfolge von Bernd Vosgerau (Jarplund)
antritt. Der 40-Jährige und die HSG halten sich dabei die Option für eine
längeren Zeitraum offen. „Wenn Bernd in Kiel gewohnt hätte, wäre unsere Zusammenarbeit
nicht schon nach zwölf Monaten zu Ende gewesen", betonte Liga-Obmann
Klaus Rohde.
Vielleicht stellt Sünkler ja sogar einen neuen Rekord auf. Zuletzt war
der verheiratete Vater von zwei Kindern zehn Jahre für den THW Kiel III als
Trainer tätig. „Das Auf und Ab dort war ein Grund für den Wechsel", sagt
der Polizeihauptmeister. Gleich zweimal musste der B-Lizenz-Inhaber mit seinem
Team die Bezirksliga auf Grund eines Zwangsabstiegs verlassen.
Über seine Tätigkeit als Landesauswahltrainer der
Polizei, in der auch die„ Krabben" Stefanie Metz, Katrin Maukel und
Franziska Ziegler auf Torejagd gehen, kam der Kontakt zur HSG zustande. „Wir
haben uns Sünklers Konzept angehört und uns trotz anderer Bewerber für ihn
entschieden", sagt Peter Metz vom HSG-Förderverein.
Sünklers erste Amtshandlungen werden neben der
Beobachtung des Auswärtsspiels am Sonnabend in Harrislee eine Kontaktaufnahme
zu potenziellen Zugängen sein. Schließlich müssen Isabelle von Seeler, Diana
Köhn und Sigrid Jungjohann ersetzt werden.
Punktspiel gegen MTV Heide / 3.4.04:
„Kieler Nachrichten vom 5.4.04“
Starke zweite Halbzeit der HSG Holstein
Lange Zeit war es nicht berauschend, aber die zweite Halbzeit
entschädigte die Fans. Mit einem 30:19 (11:10)-Erfolg über den MTV Heide hat
die HSG Holstein nach zuvor zwei Niederlagen wieder die Kurve in der
Handball-Regionalliga-Frauen bekommen.
„Die Verunsicherung war noch in der gesamten ersten Halbzeit zu
spüren“, sagte HSG-Coach Bernd Vosgerau. Die Führung wechselte ständig. Also
war es an der Zeit, dass zwei langjährige „Krabben“ das Heft in die Hand
nahmen. Ann-Christin Thoma und Diana Köhn – erstmals zentral – sorgten für
Druck und Tore aus dem Rückraum. In der ersten Halbzeit hielten Sie ihr Team im
Spiel, nach der Pause sorgten sie dafür, dass sich die Kielerinnen absetzten.
Das Duo traf zusammen so oft wie alle Heiderinnen!
Dabei gelang Köhn sogar das „Tor des Tages“. Nachdem Heides
Torhüterin Nicole Schlichting einen abgefangenen Pass sofort in die Hände von
Köhn spielte, warf sie über Freund und Feind hinweg den Ball aus 30 Metern in
die Maschen. Das war der Treffer zum 17:11 (39.).
Die Gegenwehr der Dithmarscherinnen erlahmte nun zusehends, weil
„Krabben“-Torhüterin Siggi Jungjohann zwischen der 31. und 41. Minute immer
stärker wurde und nicht zu bezwingen war. Allerdings arbeitete jetzt die Abwehr
auch wesendlich aufmerksamer und fing viele Heider Pässe noch vor dem Torwurf
ab.
Später fügte sich auch die zweite Torhüterin Manja Wulf, die in
den letzten sieben Minuten nicht mehr zu bezwingen war und noch vier Paraden
zeigte, gut ein.
Mit den abgefangenen Bällen und den daraus resultierenden
einfachen Toren kehrte das Selbstvertrauen zurück. So war es Wiebke Reimers an
ihrem 22. Geburtstag vorbehalten, mit Tor Nummer 30 den Schlusspunkt zu
setzten.
HSG: Wulf, Jungjohann – Gronau, Hansen 2, Ziegler 2, Thoma 9,
Köhn 10/5, Schulz, Metz 1, Reimers 4, Kretzschmar 2
„Dithmarscher Landeszeitung vom 5.4.04“
MTV
Heide: Schlaftabletten im Halbzeit-Tee
Kronshagen
- Die Handballerinnen des MTV Heide wickeln ihre Regionalliga-Saison ab. Bei
der HSG Holstein Kiel/Kronshagen verloren sie 19:30 (10:11).
Dieses Mal eilte Trainerin Marta Beles sofort nach dem Abpfiff in die Kabine.
"Wir haben sechs Zeitstrafen gehabt. Wenn in zwölf Minuten ein einziger
unserer Spielzüge angewandt wird, werde ich sauer." Die Automatismen
funktionieren nicht beim MTV, und dafür war das Unterzahlspiel das krasseste
Beispiel. Regisseurin Tjarks leitete den
Angriff ein, doch dann verweigerte immer wieder eine andere (Jochimsen, Kühnel,
Milde) den Laufweg. Dabei war die HSG Holstein kein unschlagbares Team. Ohne
zwei
Leistungsträgerinnen und vor einer ungewissen Zukunft - das Abenteuer
Regionalliga gibt nicht nur dem MTV Heide Rätsel auf - behaupteten die
Kielerinnen nur mit Mühe ihren Halbzeitvorsprung. "Aber dann haben mich
Bekannte auf der Tribüne gefragt, ob wir Schlaftabletten in den Pausen-Tee
getan hätten", schilderte Marta Beles
den anschließenden Verlauf.
HSG
Holstein Kiel/Kronshagen: Wolf, Jungjohann - Kretzschmar (2), Hansen (2),
Ziegler (2), Thoma (9), Köhn (10/5), Schulz, Metz (1), Gronau, Reimers (4).
MTV Heide: Schlichting, Höhnke - Dallmeier-Tießen, Jochimsen (2), Kühnel (2),
Heesch, Milde (10/7), Lück, Finke (1), Tjarks (4), Bernadette Beles.
Schiedsrichter: Meyerfeld/Voss (Hamburg).
Zuschauer: 78.
Zeitstrafen: Kiel/Kronshagen 5 - Heide 6.
Punktspiel gegen SG Kisdorf/Leezen / 21.3.04:
„Hamburger Abendblatt vom 23.3.04“
Zum Erfolg gezittert
Die
Regionalliga-Frauen der SG Kisdorf/Leezen machten ihren 25:24-Sieg unnötig
spannend
Kisdorf - "Vom
Potenzial her können wir mit den besten Teams der Liga mithalten", predigt
Trainer Sönke Radetzky schon seit Monaten. Doch die Handballerinnen der SG
Kisdorf/Leezen rangieren in der Regionalliga Nordost hinter dem Führungsduo aus
Travemünde und Elmshorn "nur" auf Platz fünf der Tabelle (26:18).
"Bei uns kehrt immer wieder der Schlendrian ein", nennt Radetzky den
Hauptgrund für die mangelnde Konstanz.
Leichtfertigkeit
und Konzentrationsmängel gab es auch nach dem 25:24 (15:9)-Erfolg im
prestigeträchtigen Heimduell gegen den Landesrivalen HSG Holstein
Kiel/Kronshagen zu bemängeln. In der 47. Minute führten die Gastgeberinnen, die
bis dahin eine blitzsaubere Vorstellung abgeliefert hatten, noch mit 23:17.
"Der Sieg war eigentlich in trockenen Tüchern, doch was dann geschah, geht
auf keine Kuhhaut", meinte Radetzky verärgert. Reihenweise individuelle
Fehler, gepaart mit unverständlichen Entscheidungen der Schiedsrichter, ließen
die Gäste binnen zehn Minuten zum 23:23-Ausgleich herankommen. Ein Happy End
für die Gastgeberinnen gab es nur, weil eine Minute vor dem Ende Anja
Scheunemann viel Mut bewies und mit ihrem ersten Treffer aus dem Rückraum den
Sieg sicherte.
Die
Regisseurin der SG, die in der letzten Partie beim TSV Nord Harrislee die rote
Karte gesehen hatte, war laut Statuten des Handball Verbandes nur mit einer
Matchsperre belegt und durfte auflaufen. Rot kassierte diesmal Teamkollegin
Inga thom Suden, die bei der Abwehr eines Kieler Gegenstoßes die Angreiferin
leicht berührte, ohne sie am erfolgreichen Torwurf zu hindern. "Ein
Witz!", kommentierte Radetzky den Pfiff der Unparteiischen erbost.
"Und an Heidi Kabel hängen die gegnerischen Spielerinnen die ganze Zeit
über wie die Kletten. Und es gibt nicht einmal Freiwurf, weil Heidi so groß
gewachsen ist", macht sich der SG-Coach Luft. Insgesamt überwogen indes
die positiven Eindrücke in einer geschlossen auftretenden Mannschaft. Sonderlob
gab es für Anja Krönert, die Torjägerin des A-Jugendteams, die sich mit sechs
Treffern für künftige Einsätze empfahl. "Für die kommende Spielzeit rechne
ich fest mit ihr", so Radetzky, der noch die eine oder andere
Neuverpflichtung tätigen möchte, um im kommenden Jahr an der Tabellenspitze
mitzumischen.
Die
Tore der SG Kisdorf/Leezen: Anja Krönert (6), Heidi
Kabel (5/1 Siebenmeter), Mirja Penk, Anja Scheunemann (je 4), Saskia Rickert,
Olga Zehetbauer (je 2), Katja Bernreuther (2/1).
Kisdorf/Leezen
– HSG Hol/Kro 25:24 (15:9)
Nach der unnötigen Niederlage gegen Berlin war auch in
Kisdorf eine große Verunsicherung bei den „Krabben“ zu sehen. „Wir waren zu
zaghaft im Angriff und hatten keinen Mumm in der Abwehr“; analysierte
Holstein-Trainer Bernd Vosgerau. So war es wenig verwunderlich, dass seine
Mannschaft auf 4:10 (20.) zurückfiel. Gegen die robusten Gastgeberinnen war
Passivität das falsche Rezept. Erst als die Kielerinnen aus der Lethargie
Erwachten,
gelang es den Rückstand in Grenzen zu halten.
Nach
der Pause bot sich ein verändertes Bild. Kampf und Leidenschaft ließen den
Rückstand auf 14:16 schmelzen. Als Diana Köhn und Ann-Christin Thoma zwei
Zeitstrafen aufgebrummt bekamen, zogen die Kisdorferinnen mit vier Toren in
Folge wieder davon. Doch sie waren nicht mehr im sicheren Fahrwasser. Vier
Minuten vor dem Abpfiff hatten die „Krabben“ beim 23:23 wieder ausgeglichen.
Diesmal aber klebte Sonja Hansen das Pech an den Fingern. Beim 24:24 traf die
Mannschaftsführerin den Pfosten, während Kisdorfs Heidi Kabel 20 Sekunden vor
dem Abpfiff mit ihrem sechsten Treffer alles klar machte. „Die zweite Halbzeit
war für unsere Verhältnisse ganz ordentlich, weil die Mannschaft den Kopf nicht
in den Sand gesteckt hat“, meinte Vosgerau.
HSG: Wulf, Meyer – Gronau 1,
Hansen 2, Ziegler 1, Thoma 5, Köhn 7/2, Schulz, Metz 2, Reimers 5, Gaber 1
Punktspiel gegen SG TMBW Berlin / 13.3.04:
„Kieler Nachrichten vom 15.3.04“
Holstein
blamierte sich beim 19:24 (10:9) gegen Berlin
Peinlicher
Ausrutscher der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handballregionalliga der
Frauen. Durch die Pleite gegen TMBW Berlin sorgten die „Krabben“ für
zusätzliche Dramatik im Abstiegskampf, dem am Saisonende der Landesrivale aus
Neumünster – trotz des Erfolges in Hamburg – zum Opfer fallen könnte.
Vor
dem Spiel lugte Diana Köhn noch einmal auf den Minifernseher, um sich vom
Champions-League-Halbfinale ein paar Anregungen zu holen. Nach dem Spiel
verschwand sie genau so schnell in der
Kabine wie Magdeburgs Handballer in Flensburg. Beide Teams hatten klar verloren
und sich mehr ausgerechnet.
Bei
den Krabben muss sich jedoch entschuldigend hinzugefügt werden, dass mit
Isabelle von Seeler (87 Tore) und Katrin Maukel (100) die Torfabrik verletzt
ausfiel. Da auch Anna Carlsson und Anne-Grethe Eggen nicht mit von der Partie
waren, fehlte Ann-Christin Thoma die Unterstützung. Die 27-jährige warf 7 Tore
aus 15 Versuchen, doch der rechte Flügel lahmte völlig. „Wir hatten nur eine
Rückraumspielerin“, ärgerte sich Krabben-Coach Bernd Vosgerau. So wurde aus dem
7:9 (27.) nur mit Mühe noch eine Pausenführung. Als die Krabben nach dem
Seitenwechsel ein 15:13 (41.) binnen neun Minuten verspielten, waren die Punkte
futsch. Die Abwehr war zu zaghaft und zu zögerlich. „Es war angesagt, dass
Neupauer und Hartmann immer zur Mitte ziehen“, sagte Vosgerau und ordnete
Manndeckung an. Aber die beiden Berliner Rückraumspielerinnen trafen weiter
nach Belieben und entführten zwei nicht für möglich gehaltene Punkte an die
Spree.
HSG: Wulf, Jungjohann – Gronau,
Hansen 3, Ziegler, Thoma 7, Köhn 6/4, Schulz 2, Metz, Reimers 1
Punktspiel gegen MTV Wandsbek 72 / 28.2.04:
„Kieler Nachrichten vom 1.3.04“
HSG
Holstein erholte sich vom Schock der Seeler-Verletzung
MTV
Wandsbek – HSG Holstein 25:28 (18:12)
Hut ab vor den „Krabben“ der HSG Holstein Kiel/Kronshagen trotz
schwerer Verletzung von Torjägerin Isabelle von Seeler und zeitweise
aussichtslosen
Rückstand,
erkämpfte sich das Team von Bernd Vosgerau in Wandsbek zwei Punkte.
Großer
Schock für die Kielerinnen bereits in der zweiten Spielminute: Isabelle von
Seeler hatte sich den linken Mittelhandknochen gebrochen und schied aus. Damit
war das Team von Bernd Vosgerau um eine weitere Rückraumspielerin reduziert.
„Das war wie ein Schock. Torwart, Abwehr, alles war nicht gut“, so ein
enttäuschter Trainer. Als die selbst ernannten jungen Wilden aus Wandsbek mit
einer starken Martina Bauer (10 Tore) die Gunst der Stunde nutzten und auf
sechs Tore zur Halbzeit davon zogen, schien die Niederlage für die Kielerinnen
nicht mehr vermeidbar.
Nun
redete Vosgerau in der Kabine Tacheles und forderte Einsatz und Kampf. Die
Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Diana Köhn ignorierte ihre
Bänderverletzung, Torhüterin Sigrid Jungjohann steigerte sich, Dajana Schulz
zog im Rückraum die Fäden. Der 24:24-Ausgleich (53.) war nur eine
Durchgangsstation, die Kielerinnen legten noch vier Treffer zum umjubelten Sieg
nach. „Nun muss mit den Verletzungen aber auch mal Schluss sein.
Aber
Kompliment an die Mannschaft, die sich in der zweiten Halbzeit wirklich
reingehängt hat“, freute sich Vosgerau.
HSG:
Wulf,
Jungjohann – Hansen 4, Köhn 8/4, Schulz 3, v.Seeler 1/1, Gronau 1, Reimers 5,
Ziegler 2, Metz, Thoma 4
Meldung:
„Kieler
Nachrichten vom 27.2.04“
Nach den Regionalliga-Fußballern der KSV Holstein wechseln jetzt
auch die Handballerinnen ihren Trainer – allerdings nicht sofort. Die Weg von
Bernd Vosgerau und des Frauen-Regionalligisten HSG Holstein Kiel/Kronshagen
trennen sich zum Saisonende.
Während den Störche-Kickern jedoch bereits ein Nachfolger ins Netz
gegangen ist, hat HSG-Obmann Klaus Rohde gerade erst die Angel ausgeworfen.
„Es ist schade, dass Bernd aufhört“, sagte Rohde, der am Dienstag
ein Gespräch mit der Mannschaft führen wird. Hier soll sich dann auch klären,
ob die Spielerinnen Sigrid Jungjohann, Diana Köhn und Isabelle von Seeler die
„Krabben“ ebenfalls verlassen. Die Spielerinnen sind vertragsfrei und werden
vermutlich ihren Trainer Bernd Vosgerau folgen.
Dieser hat zur kommenden Spielzeit beim Frauen-Oberligisten HSG
Tarp-Wanderup angeheuert, bei dem er die Nachfolge von Melf Carstensen antreten
wird. „Wir werden die Situation einfach noch einmal erörtern“, will Rohde die
Spielerinnen nicht kampflos ziehen lassen.
Anders sieht es in der Trainerfrage aus. Zwischen Vosgerau und der
HSG bestand nur ein Zwölf-Monats-Abkommen. „Ich habe dem Verein bereits im
Dezember gesagt, dass ich zum Saisonende ausscheiden werde“, sagte Vosgerau.
Für den Lageristen, der in Jarplund wohnt, ist der Aufwand zu groß.
„Ich bin viereinhalb bis fünf Stunden unterwegs, das steht in
keinem Verhältnis zum Ertrag“; begründete der Coach das Ende seines
Engagements.
Der tabellarische Ertrag ist augenblicklich der vierte Platz. Alle
hatten sich mehr versprochen. So stand Vosgerau mehrfach nur mit wenigen
Spielerinnen beim Training. „Berufliche Veränderungen und Verletzungen haben
uns ins Hintertreffen gebracht“, sagte Rohde. Unterdessen laufen die Gespräche
mit potenziellen Nachfolgern. Bis zu seinem Amerika-Urlaub Mitte März will der
HSG-Obmann alles in trockenen Tüchern haben.
Punktspiel gegen Olympia Neumünster / 21.2.04:
„Kieler
Nachrichten vom 23.2.04“
Meistens
sind Derbys geprägt von Kampf, Einsatz und Leidenschaft. Im Spiel der
Handball-Regionalliga der Frauen zwischen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen und
Olympia Neumünster, das die Gastgeberinnen ohne Mühe mit 27:14 (15:5) gewannen,
waren diese Attribute nicht in der Waagschale zu finden. Zu groß das
Ungleichgewicht zwischen beiden Mannschaften.
„Schön,
dass es so leicht war“, freute sich Holsteins erfolgreichste Torjägerin
Isabelle von Seeler, die in der Jugend noch für Olympia spielte.
Dabei
begann die Begegnung mit einer Schrecksekunde für die HSG. Diana Köhn hatte
sich ihren Fuß vertreten, brach mit einem Aufschrei zusammen und schied aus.
„Viel schlimmer ist, dass ich nächste Woche Prüfung habe“, meinte sie und begab
sich zur genaueren Diagnose in die Klinik.
Von einem
Schock bei ihren Mitspielerinnen jedoch keine Spur. Zwei Treffer von Katrin
Maukel und Wiebke Reimers ließen die Schützlinge von
Trainer
Bernd Vosgerau leicht auf 3:0 (7.) davonziehen. Auf der anderen Seite fehlte es
dem Neumünsteraner Angriff ohne Andrea Petersen (Gehirnerschütterung), Kerstin
Felkel (Kreuzbandriss) und jetzt auch noch Angela Schneider (Schulter) einfach
an Durchschlagskraft. Zu den
Unzulänglichkeiten
kamen im ersten Spielabschnitt auch noch drei vergebene Siebenmeter.
Die
Kielerinnen zogen von 7:4 (18.) bereits zur Pause auf zehn Treffer davon. „Das
war überraschend einfach“, hatte Vosgerau mehr Gegenwehr erwartet. „Das war
ganz schwach von Neumünster. Ich hatte sie ja schon oft gepfiffen, aber so
schlecht waren die noch nie“, kommentierte der ehemalige
Regionalliga-Schiedsrichter Ulrich Wölffel (Kiel) die Leistung der Gäste. In
der Tat sprechen 23 Ballverluste, die im Tennis „unforced errors“ heißen, eine
deutliche Sprache. Äußerlich ruhig, aber vom Auftreten seiner Mannschaft schockiert,
prangerte Neumünsters Trainer Volker Paul die Hilflosigkeit an. „Wir verhalten
uns trotz anderer Anweisungen taktisch einfach unclever“. Ohne die erstmals
spielberechtigte Maria Zervena, die insgesamt achtmal traf, wären die Gäste
wohl sogar unter zehn Tore geblieben.
HSG: Wulf, Jungjohann – Maukel
6/3, Hansen, Köhn, Schulz 2, v.Seeler 9/1, Gronau, Reimers 1, Ziegler 3, Metz
1, Thoma 5
„Holsteinischer
Courier vom 23.2.04“
Ohne jede Chance waren die Handballerinnen von Olympia
Neumünster im Regionalliga-Derby bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen.
Spektakulärer als die deftige 14:27 (5:15)- Niederlage war
da schon die offizielle Lüftung einer Neuverpflichtung, die mit acht Toren
gleich zur torgefährlichsten Olympianerin avancierte: Maria Cervena.
Am Freitagnachmittag kam vom Deutschen Handballbund die
lang ersehnte Spielgenehmigung für die Tschechin, die schon seit einigen Wochen
bei den Neumünsteranerinnen mittrainiert und vom
sächsischen Regionalligaabsteiger HCS Neustadt-Sebnitz kam.
„Sie war die Einzige, die den Mut und die Form hatte, aus
dem Rückraum gegenzuhalten. Sicher nicht ganz fehlerfrei, aber für den Einstand
war das schon in Ordnung“, nannte Trainer Volker Paul einen der aus Gästesicht
wenigen Lichtblicke der einseitigen Begegnung. Die groß gewachsene
Rückraumspielerin brach mit ihrem Tor (10.) den Bann der erfolglosen
Auftaktphase. Die nächsten zehn Minuten bis zum 7:4 (20.) blieb Olympia im
Spiel, dann scheiterten Zervena und Janina Wildner kurz hintereinander bei
Siebenmetern an Kiels Torhüterin Sigrid Jungjohann, und die bislang höchste Saisonniederlage
nahm seinen Lauf.
„Hier kippte das Spiel zugunsten Kiels“; sagte Paul mit
Blick auf den deutlichen 5:15-Pausenrückstand. Olympia verkürzte nach dem
Wechsel zwar noch einmal – so etwa beim 9:17 (40.) - , hatte aber nicht mehr
viel entgegenzusetzen, was angesichts der personellen Situation bei den
Grün-Weißen aber auch nicht weiter verwundert.
„Wir haben immer in Kiel verloren, sicher hätte der
Spielverlauf und das Ergebnis moderater ausfallen können. Schade für das
Torverhältnis“, so Paul. Wohl war, denn der MTV Heide, Olympias härtester
Konkurrent im Abstiegskampf, kommt auf. Die Dithmarscherinnen gewannen ihr
Heimspiel gegen die SG TMBW Berlin mit 27:17 und liegen mit 8:30 Punkten jetzt
nur noch einen Zähler hinter Olympia. Der März mit den Begegnungen in Berlin,
gegen HT 16 Hamburg und gegen Eidelstedt wird für Olympia der Monat der
Wahrheit.
Hol/Kro
siegte 25:24 (14:9) in Stralsund...
Gerade
einmal mit neun einsatzfähigen Spielerinnen war die HSG Holstein
Kiel/Kronshagen zum Spiel in der Handball-Regionalliga nach Stralsund gefahren.
Nach
knapp 15 Minuten des Abtastens kamen die Kielerinnen dank verbesserter
Abwehrarbeit auch im Angriff besser in Schwung. Sehenswerte Kombinationen über
den Kreis schloss immer wieder Dajana Schulz erfolgreich ab. So setzten sich
die Schützlinge von Trainer Bernd Vosgerau über 8:5 (20.) scheinbar sicher auf
fünf Tore zur Pause ab.
Zu
Beginn des zweiten Spielabschnitts änderte Stralsund jedoch die Taktik:
Manndeckung gegen Isabelle von Seeler. Als die Maßnahme noch nicht ganz griff,
wurde mit Katrin Maukel auch noch eine zweite Rückraumspielerin persönlich
„beschattet“.
„Da
fehlte es uns doch an Wechselmöglichkeiten, um taktisch zu reagieren“,
kommentierte Vosgerau drohendes Unheil. Der Vorsprung schmolz jetzt Tor um Tor.
14 Minuten vor dem Ende führten die Gäste nur noch 20:18. Zum Glück war jetzt
Diana Köhn besonders gut drauf. „In der ersten Halbzeit hat sie noch alles
verworfen, dann aber wichtige Tore gemacht“, lobte Vosgerau. Mit viel
Kampfgeist behauptete seine Mannschaft auch die Führung. Der Stralsunder
Anschlusstreffer kam zu spät.
„Von
unseren Möglichkeiten her haben wir mit den zwei Punkten das Optimale
herausgeholt“, so Vosgerau anschließend.
HSG: Wulf, Jungjohann – Maukel
6/2, Hansen, Köhn 6/1, Schulz 6, v. Seeler 4, Gronau, Reimers 3
„Kieler
Nachrichten vom 9.2.04“
Zuletzt hatten die
Krabben in der Punktrunde zwei schlechte Spiele abgeliefert. Nun zeigt die
Formkurve wieder nach oben. Ohne Anna Carlsson und Ann-Christin Thoma, die
aufgrund ihrer Schulterverletzung geschont wurde, bedurfte es jedoch einer
Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt. Als nämlich Diana Köhn auf der
Bank behandelt wurde, zog der Oberliga-Spitzenreiter aus Schwartau schon auf
14:11 davon. Doch Köhn kam wieder und half den Kielerinnen zurück in die
Erfolgsspur. Beim 20:17 (47.) schien der Sieg bereits sicher, doch die
Schwartauerinnen kämpften sich noch einmal heran, ehe die Gäste in den
Schlussminuten den längeren Atem bewiesen. „Das Erfolgserlebnis war wichtig,
aber der Pokal ist nur Beiwerk“, kommentierte Vosgerau.
HSG: Wulf, Jungjohann – Maukel
7/4, Hansen 3, Köhn 4, Schulz 2, Eggen 3, v.Seeler 5, Gronau 1, Reimers
„Lübecker
Nachrichten vom 10.2.04“
Der Pokal hat
wirklich seine eigenen Gesetze: Während die Frauen des VfL Bad Schwartau beim
23:25 gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen nur knapp eine Überraschung
verpassten, schrammte der ATSV Stockelsdorf mit einem 24:23 beim TSV Ellerbek
II nur soeben an einer Blamage vorbei.Als Trainer Wolfgang Wulf vom VfL Bad
Schwartau zufrieden und müde zu fortgeschrittener Stunde das "RELAX"
verließ, tanzten seine Mädels noch immer ausgelassen im Foyer der Jahn-Halle
umher. Das 23:25 des Oberliga-Spitzenreiters gegen den Regionalliga-Vierten tat
der Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil. "So eine tolle Atmosphäre habe
ich das letzte Mal vor 20 Jahren in der Frauen Bundesliga erlebt",
schwärmte "Ede" Wulf.Rund 300 Fans standen zeitweise auf den Stühlen,
die von den VfL-Handballern ausgeliehenen Trommler der "Schlümpfe"
lieferten sich ein lautstarkes Duell mit den Kieler "Krabben". Die 60
Mini-Mix-Spieler, die die Teams aufs Feld geleitet hatten, stimmten
Schlachtgesänge an, Rosen wurden geschwenkt. Da staunte auch die aufmerksame
Konkurrenz aus Buntekuh.Auch auf dem Feld lieferten sich die Kontrahenten einen
packenden Handball-Krimi. Kurz vor der Pause ging Schwartau erstmals mit 12:10
in Führung, baute diese mit Tempo (Astrid Geske/6) und Übersicht (Claudia
Brandt/5) auf 17:14 (37.) aus. "Unser Spiel war gut anzuschauen, wir haben
prima mitgehalten", lobte Wulf. Gegenüber Bernd Vosgerau monierte: "Wir
haben nicht andeutungsweise gezeigt, was wir können." Die Kielerinnen
dürften hocherfreut gewesen sein, dass ausgerechnet die Schwartauerinnen sie
ins Rennen zurückbrachten. 17 Minuten lang fiel kein VfL-Treffer mehr, Holstein
ging mit 20:17 in Führung (50.). Doch das Krimi-Drehbuch sah erneut eine Wende
vor. Nun war wieder der Außenseiter am Zuge, glich durch zwei Treffer von
Nicole Schütz zum 23:23 aus.Die Fans hielt es schon lange nicht mehr auf den
Sitzen, doch als Anne-Grete Eggen den letzten Ball via Innenpfosten ins Tor
zauberte, war der VfL-Traum von der 1. Pokalrunde geplatzt. "Trotzdem
kommt bei uns keine Trauer auf", verzieh "Ede" rasch, denn schon
verabschiedeten sich beide Teams mit der Welle, feierten später gemeinsam
ausgelassen, freuten sich über die Anerkennung, die von allen Seiten auf sie
einprasselten. Weitere VfL-Tore: Struppek (4), K.Tamm, Stapelfeldt (je 2),
J.Tamm (1/1), Ewert (1).
„Kieler
Nachrichten vom 2.2.04“
Die
HSG Holstein Kiel/Kronshagen befindet sich in der Handball-Regionalliga der
Frauen auf Talfahrt. Ein bisschen wird DGF Flensborg dabei zum Schreckgespenst.
Der letzte Sieg gegen die Nordlichter liegt nun schon 14 Monate zurück.
Eigentlich
kennt „Krabben-Trainer“ Bernd Vosgerau die Flensburgerinnen aus dem „eff-eff“.
Als ehemaliger DGF-Trainer weiß er, wohin die Spielerinnen werfen und wie sie
sich bewegen. Geholfen haben diese Informationen seinen Frauen gestern Abend
wenig. „Wir waren auch im Kopf zu langsam“, meinte der Coach. Nach einem
2:6-Fehlstart (8.) keimte nur kurz Hoffnung auf, als Diana Köhn dreimal in
Folge traf und auf 8:10 (23.) verkürzte. Aber dem Kieler Angriffsspiel fehlte
der Druck und in der Abwehr taten sich zu große Lücken auf. Vor allem Katja
Berghold bedankte sich mit neun Toren aus elf Versuchen.
Sigrid
Jungjohann und Manja Wulf blieben ohne Abwehrchance. Als im zweiten
Spielabschnitt das Licht in der Halle Kronshagen verstärkt wurde, blieb das
Kieler Spiel im dunklen. Dabei probierte Vosgerau nahezu alle
Aufstellungsvarianten aus und nahm auch Auszeiten – es half nichts.
Holstein-Hallensprecher
Gerd Lins sprach sogar vom schlechtesten Saisonspiel.
HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson
1, Maukel 4/2, Hansen 1, Thoma, Köhn 6/3, Schulz 2, Eggen 1, v.Seeler 3,
Gronau, Reimers
„Flensburg
Avis vom 2.2.04“
FLENSBURG.
Handball-Regionalligist DGF Flensborg hat auf beeindruckende Art und Weise
beide Punkte mit vom Auswärtsspiel bei der HSG Holstein-Kiel/Kronshagen geholt.
Der SdU-Vertreter gewann klar und deutlich mit 26:18 (12:9) und richtet damit
den Blick in der Tabellen wieder nach oben.
»Wenn einer für den anderen
spielt, dann sind wir eine Super-Mannschaft«, lobte DGF-Trainer Hans-Jørn
Kellner den Auftritt seines Teams in der Landeshauptstadt.
Bereits nach einer Viertelstunde
zeichnete sich eine Vorentscheidung ab. DGF legte den Grundstein für den
gelungenen Auftritt in einer kompakten Abwehr und führte schnell mit 8:3 (15.).
Die gastgebende HSG agierte weiter formschwach und lag nach dem
9:12-Pausenrückstand beim 11:17 (40.) aussichtslos in Rückstand. Ob die
6:0-Variante oder die in der zweiten Halbzeit demonstrierte 5:1-Abwehr - DGF
war stark und setzte sich über 19:13 (46.) unaufhaltsam bis auf 23:16 ab.
DGF Flensborg: Harms, Siedenburg
- Berghold 9/1, Haut 6, Paulsen, Hupfeld 3, Nickel 4, Mau 1, Terkelsen 1, Vogel
1, Timm 1.
Vor der Partie wurde die
Mannschaft davon unterrichtet, dass Agnieszka Wilkosz eine Babypause einlegt.
„Flensburger
Tageblatt vom 2.2.04“
Die
Regionalliga-Handballerinnen von DGF Flensborg haben eine ungewöhnliche Serie
beendet. Mit dem 26:18 (12:9) bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen,
vor
dem Spieltag Dritter, gewannen die Flensburgerinnen erstmals gegen ein Team,
das in der Tabelle zwischen den Plätzen eins und zehn zu finden ist.
Als
die DGF-Spielerinnen erfuhren, dass ihre Leistungsträgerin Agnieszka Wilkosz in
dieser Saison nicht mehr mitspielen wird, entstand ein weiterer
Motivationsschub
für die Fördestädterinnen. „Wir haben in Heide ohne Agnieszka gewonnen, also
können wir auch ohne sie in Kronshagen gewinnen“, schwor DGF-Trainer
Hans-Jörgen Kellner seine Spielerinnen auf die Partie bei den Kieler „Krabben“
ein.
Die
Gastgeber deckten Flensburgs Haupttorschützin Katja Berghold zeitweilig kurz.
Doch die Gäste waren gut darauf vorbereitet. Es waren die drei Außen
Haut,
Hupfeld und Timm, die in dieser Phase Verantwortung übernahmen. „Unser
Spielkonzept ist genau aufgegangen“, freute sich Kellner. In den letzten
Spielen fiel DGF nach der Halbzeitpause stets in ein Formtief. Doch nicht in
diesem Spiel.
Nach
dem 12:9 zur Halbzeit zog DGF über 17:11 auf 25:17 davon. Auch die zehn
Siebenmeter, die die Schiedsrichter gegen DGF verhängten, brachten den
Auswärtssieg nicht in Gefahr.
„Ich kann nur loben. Das war eine super
Mannschaftsleistung“, war Kellner begeistert.
„Kieler
Nachrichten von 26.1.04“
Der Traum von der Meisterschaft ist schon seit längeren
geplatzt. Jetzt ist für die HSG Holstein Kiel/Kronshagen, die gestern beim TSV
Ellerbek 19:26 (10:16) unterlag, sogar Platz drei in der Handball-Regionalliga
der Frauen in Gefahr. „Wir haben so gespielt, wie wir trainieren – eben nur zu
50 Prozent“, sagte Krabben-Coach Bernd Vosgerau zu einer erschreckend schwachen
Vorstellung.
Obwohl Vosgerau beim 0:5-Rückstand nach 6:02 Minuten
bereits eine Auszeit nahm, kamen die Krabben nicht in Schwung. Die offensive
Ellerberker
5:1-Abwehr mit den Bundesliga erfahrenen Marion Werner und
Regine Teschke entpuppten sich als unüberwindbar.
Wenn dann noch etwas aufs Tor kam, waren die Bälle meist
eine sichere Beute von Maike Koberg. Dagegen konnte sich Kiels Torhüterin Manja
Wulf kaum auszeichnen und musste nach knapp 20 Minuten Christine Meyer Platz
machen. Ellerbek steuerte nach dem 6:1 (9.) über 9:6 (15.) dem
Sechs-Tore-Halbzeitvorsprung entgegen. Einzig Katrin Maukel und Isabelle von
Seeler setzten mit zusammen neun Treffern im ersten Spielabschnitt Akzente.
„Das ist alles viel zu unkonzentriert“, rätselte HSG-Obmann
Klaus Rohde. Daran änderte sich auch nach dem Wiederanpfiff der Schiedsrichter
Siebert/Wenzel (Spreewald) wenig. Von Seeler fehlte die Kraft, Maukel ein
druckvoller pass. Da auch Ann-Christin Thoma nicht zündete, probierte Vosgerau
verschiedene Varianten. So durfte auch Wiebke Reimers, Pernille Larsen und
Franziska Ziegler ran. Sonja Hansen wechselte an den Kreis. Es blieb ohne
Wirkung. Nur das drohende Debakel, das sich beim 12:21 (44.) und 14:23 (51.)
zwischenzeitlich abzeichnete, wehrten die Kielerinnen ab.
HSG: Wulf,
Meyer – Maukel 8/3, Hansen 3, Ziegler, Thoma, Köhn 1, Schulz 1, Larsen,
v.Seeler 5, Gronau, Reimers 1
„Pinneberger Tageblatt vom 26.1.04“
Selbst in Unterzahl zu stark für Kiel/Kronshagen
Ellerbek
(ber). Nur zu Beginn der zweiten Halbzeit wirkten die Handball-Frauen des TSV
Ellerbek (Regionalliga) etwas unsicher - sechseinhalb Minuten gelang ihnen kein
Treffer. Dann aber brach Regine Teschke mit dem 17:11 den Bann, und fortan lief
es wieder wie geschmiert. Am Ende besiegte Ellerbek die HSG Kiel/Kronshagen -
immerhin als Tabellendritter angereist - souverän mit 26:19 (16:10).
Regine Teschke (spielte trotz starker Erkältung) feierte das erste TSV-Tor nach
der Pause ohnehin besonders, hatte die Rechtshänderin es doch mit links
erzielt. Das passte freilich zum gesamten Spiel. Denn bei den Gastgeberinnen
klappte nahezu alles. Tempogegenstöße münzten sie konsequent in Torerfolge um,
Keeperin Maike Koberg parierte gleich 18 Würfe und die Deckung agierte konstant
auf hohem Niveau.
Da konnte Ellerbek nicht einmal die „klare Benachteiligung durch die
Schiedsrichter bei Strafzeit-Entscheidungen“ (TSV-Trainerin Dr. Birgitt
Geißler) etwas anhaben: Denn als das Heimteam Ende der ersten Halbzeit drei
Minuten lang in Unterzahl spielte (eine Minute gar zu viert gegen sechs), da
warf Kiel/Kronshagen nur einmal (!) aufs Tor - und diesen Versuch Isabelle von
Seelers vereitelte Koberg mit einer herrlichen Fußabwehr. Das HSG-Dilemma
machte dann Vivien Busch komplett, als sie einen Tempogegenstoß zum 14:9
verwertete; Viola Kosiedowski hatte den Ball erobert, obwohl die Gäste gleich
zwei Frauen mehr auf dem Feld hatten.
Ihen Chef-Trommler Thore Sörensen und Co. auf der Tribüne hatten Ellerbeks
Frauen allerdings schon nach acht Minuten in Ekstase versetzt: Da lag das
Geißler-Team nämlich bereits mit 6:0 in Front. Diese Führung verteidigte es
souverän; nie verkürzte Kiel/Kronshagen den Abstand auf weniger als vier
Treffer. Spätestens fünf Minuten vor Abpfiff, als Viola Kosiedowski zum 24:17
traf, war der viel zitierte Drops dann endgültig gelutscht.
Manch Fan in der Harbig-Halle fragte sich, wie Ellerbek das Hinspiel nur
verlieren konnte. Ob das auch am kommenden Wochenende beim EMTV - besiegte den
TSV am 3. Oktober mit 26:23 - so eintritt? An Selbstvertrauen fehlt es den
Geißler-Schützlingen zumindest nicht: „Wir fahren dahin, um zu gewinnen“, so
die Trainerin. Allerdings ohne Vivien Busch. Die feierte gegen Kiel/Kronshagen
einen tollen Abschied (Schwangerschaft) vom Regionalliga-Alltag - als beste
Feldtorschützin des Spiels.
„Hamburger Abendblatt vom 26.1.04“
26:19 - Triumph im Verfolgerduell
Ellerbek - Die Handball-Frauen des TSV Ellerbek haben ihre Option auf
Platz drei in der Abschlusstabelle der Regionalliga Nordost gewahrt: Im
Spitzenspiel des Tages besiegten sie (derzeit auf dem vierten Platz ) vor 130
Zuschauern in der heimischen Harbig-Halle die HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit
26:19 (16:10) und verkürzten den Rückstand auf die drittplatzierten Gäste auf
einen Punkt. Zugleich glückte den Ellerbekerinnen damit die Revanche für das
bittere 18:23 im Hinspiel.
Da die weibliche A-Jugend des TSV zeitgleich ein
Regionalliga-Punktspiel bei der HSG Henstedt-Ulzburg bestritt, waren diesmal
die routinierten Ellerbekerinnen in der Pflicht - und die erfüllten sie voll
und ganz. Vom Anpfiff weg dominierte das Heimteam das Geschehen, führte bereits
nach zehn Minuten 7:2. Weil diesmal zudem der fast schon obligatorische
"Durchhänger" ausblieb, bauten die TSV-Frauen ihren Vorsprung bis zur
Pause auf sechs Tore aus und gerieten auch nach Wiederanpfiff nicht mehr in
Bedrängnis.
Ebenso wie vor Wochenfrist beim 22:19 in Harrislee glänzte
TSV-Torhüterin Maike Koberg mit spektakulären Paraden. Durchhaltewillen bewies
Regine Teschke, die trotz eines grippalen Infektes mit sieben Treffern
erfolgreichste Ellerbeker Torschützin war. Vivien Busch schließlich
verabschiedete sich im letzten Spiel vor ihrer Babypause mit sechs Toren von
ihren Mannschaftskameradinnen.
Mit dem Sieg im Verfolgerduell im Rücken wollen die
Ellerbekerinnen jetzt noch einmal "durchstarten": Am kommenden
Sonnabend geht es zum Kreisderby beim Elmshorner MTV (17 Uhr, Olympia-Halle).
"Die Elmshornerinnen müssen sich warm anziehen", raten die TSV-Frauen
dem nächsten Gegner, mit dem sie noch eine Rechnung zu begleichen haben: Das
Hinspiel in der Harbig-Halle verloren sie 23:26.
„Kieler Nachrichten vom 19.1.04“
Thoma und Köhn warfen „Krabben“ zum 31:23-Heimsieg
Der dritte Tabellenplatz ist für die
Handball-Fans der HSG Holstein Kiel/Kronshagen offenbar schon Niemandsland. Nur
75 zahlende Besucher kamen nach Kronshagen, um die Krabben im ersten
Regionalliga-Heimspiel des neuen Jahres gegen den Eidelstedter SV unter die
Lupe zu nehmen. Mit 31:23 (16:12) gelang den Schützlingen von Trainer Bernd
Vosgerau nach kleinen Anlaufschwierigkeiten ein souveräner Heimsieg.
Vor dem Spiel rankten sich die Sorgenfalten vor
allem um den Einsatz von Ann-Christin Thoma. Aber Physiotherapeut Fritz Paysen
leistete ganze Arbeit. Nach zwei Fehlversuchen zu Beginn war von einer
Schulterblessur nichts mehr zu sehen. Mit acht Treffern machte sich die
27-Jährige drei Tage nach ihrem Geburtstag ein schönes Geschenk. Darauf hofft
anscheinend auch Diana Köhn (wird Donnerstag 28), die ebenfalls acht Mal
erfolgreich war. Dabei sah es anfangs gar nicht nach einer klaren Sache aus.
Die Eidelstedterinnen, bei denen bis zur 40.Minute lediglich Dana Kretschmann
(12/1) und Jeanette Marquardt (7/3) die Tore erzielten, hatten zu viel
Spielraum. „Da war die Abwehr auch zu lethargisch“, meinte Vosgerau.
Ausgerechnet nach einer Zeitstrafe gegen ihren Trainer waren die Kielerinnen
hellwach und machten aus einem 7:10 (17.) bis drei Minuten vor der Pause ein
14:11. Nun ließen sich die Gastgeberinnen den Sieg nicht mehr streitig machen
und zogen über 19:14 (39.) und 27:19 (55.) davon.
Das einzige Überraschende blieb nicht nur für
Vosgerau das Schirigespann. Matthias Hochsprung und Stephan Kamp
(Hamburg/Sparrieshoop) boten eine merkwürdige Regelauslegung. Vor allem im
Bereich der Schrittfehler funktionierte die „Zählmaschine“ nicht richtig. Doch
die Krabben ließen sich auch von dubiosen Zeitstrafen nicht aus der Ruhe
bringen.
HSG: Wulf, Meyer – Gronau 2, Carlsson 3,
Maukel 6/4, Hansen 1, Ziegler, Thoma 8, Köhn 8/2, Schulz 2, Larsen, Reimers 1
„Kieler Nachrichten vom 12.1.04“
Erfreulicher
Jahresauftakt für die HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga
der Frauen: Maike Gronau feierte ihr Comeback und bei Aufsteiger HT 16 in
Hamburg gab´s dank einer Steigerung im zweiten Spielabschnitt einen 26:19-Sieg.
Zunächst
war beiden Mannschaften die lange Pause deutlich anzumerken. Tempo und
Raffinesse fehlten anfangs. „Wir haben nicht einen Abpraller bekommen, weder
vorne noch hinten“, ärgerte sich HSG-Coach Bernd Vosgerau. Erst gegen Ende der
ersten Halbzeit kam sein Team besser in Schwung und ging mit knapper
12:11-Führung in die Kabine.
Dort
muss Vosgerau die richtigen Worte gefunden haben. Endlich zeigten die Krabben
Zug zum Tor und arbeiteten in der Abwehr kompromisslos. Gegen die mit vielen
A-Jugendlichen gespickten Hamburgerinnen setzten sich die Kielerinnen schnell
auf 16:12 (37.) ab. Damit wurde den Hamburgerinnen, bei denen die Routiniers
Ursula Bodschwinna (6/4) und Anja Bruckmann (3/1) zu sehr auf sich allein
gestellt waren, der Zahn gezogen.
Noch
mehr überwog die Freude allerdings darüber, dass sich Rückraumspielerin Maike
Gronau, die wegen einer Schulterverletzung 13 Monate pausierte, gleich wieder
gut einfügte. „Das war ganz ordentlich“, lobte Vosgerau. Auf Grund der folgenden
Überlegenheit der HSG verteilte der Coach die Spielanteile nun aufs gesamte
Team. Schließlich beginnt angesichts des Vier-Punkte-Rückstandes auf
Spitzenreiter Elmshorn und der nur noch theoretischen Titelchance
schon
jetzt der Neuaufbau für die kommende Spielzeit.
HSG: Wulf, Jungjohann – Maukel
5/3, Hansen 4, Ziegler, Thoma 5, Köhn 2, Schulz 1, v.Seeler 5, Reimers 1,
Larsen 1, Gronau 2
HINRUNDE
Kielerinnen unterlagen im Regionalliga-Spitzenspiel mit 23:30
gegen Elmshorner MTV
„Man muss neidlos anerkennen, dass der
Elmshorner MTV einfach besser war“, gratulierte HSG-Trainer Bernd Vosgerau dem
Herbstmeister fair zum Triumph in der Handball-Regionalliga der Frauen. Zum
Abschluss der Hinrunde wurde bei der 23:30 (11:14)-Niederlage der Krabben im
Spitzenspiel deutlich, dass der drittplatzierten HSG Holstein Kiel/Kronshagen
noch ein Tick zum Top-Niveau des verlustpunktfreien Tabellenführers fehlt. „Wie
hätten wohl nur eine kleine Siegchance gehabt, wenn der Kader komplett und
andere Spielerinnen fit gewesen wären. Jetzt ist der Titel fast futsch.“
Vor fast 350 Fans wurden die Elmshornerinnen
ihrer zugedachten Favoritenrolle voll gerecht. Ohne Stammtorhüterin Sigrid
Jungjohann sowie nur sporadisch mit Ann-Christin Thoma (Knieprellung) und
Isabelle von Seeler (Rückenprobleme) vermochten die Kielerinnen nur bis zum
10:10-Zwischenstand (20.) mitzuhalten. Fortan war der Holstein-Beton im bisher
besten Abwehrbollwerk der Regionalliga ungewohnt rissig und der Spitzenreiter
in der Offensive eine Klasse für sich. Nur Rechtaußen Grit Kretzschmar konnte
bei nur einem Fehlversuch eine ähnlich gute Chancenverwertung wie die
Elmshornerinnen vorweisen. Dajana Schulz engte mit ihrer kurzen Deckung gegen
Marina Abramova zumindest den Wirkungskreis der MTV-Haupttorschützin (acht
Treffer) in der zweiten Halbzeit ein. Dafür sprangen allerdings die
Rückraumstrateginnen Renee Isermann und Nicolette Baicu mit Einzelaktionen und
enormer Durchsetzungskraft nicht minder erfolgreich in die Bresche. „In so
einer Form verliert Elmshorn garantiert kein Spiel mehr. Sechs Punkte Rückstand
sind schwer aufzuholen. Wir werden ohne Druck anfangen, Saisonübergreifend zu
denken“, weiß Bernd Vosgerau nun immerhin, wo es zum Rückrundenstart am
10.Januar bei Holstein den Hebel anzusetzen gilt, um das eigene
Leistungspotenzial ebenfalls auf Top-Niveau zu steigern.
HSG: Wulf, Meyer – Carlsson 5, Eggen, Hansen 3,
Köhn 2, Kretzschmar 4, Maukel 8/4, Schulz 1, Thoma, v.Seeler, Larsen
EMTV noch zu bremsen?
Handball: 30:23 gegen Kiel/Kronshagen: Die Elmshornerinnen
landeten in der Regionalliga den zwölften Sieg hintereinander.
Elmshorn - Wenige Minuten, nachdem der 30:23-Erfolg der
EMTV-Handballerinnen in der Regionalliga gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen
perfekt war, holte Coach Patrick Drefke einen kleinen Glücksschwein-Aufkleber.
Diesen, so sagte Drefke würden sich seine Spielerinnen vor einer Partie immer
in die Strümpfe stecken.
Das Außergewöhnliche daran:
Drefke sagt vorher jedes Mal den Ausgang der Partie vorher. Gegen die Gäste aus
Kiel hatte er einen 24:21-Erfolg getippt. Dass er damit falsch lag, störte
freilich weder ihn noch die Spielerinnen. Nach dem zwölften Sieg im zwölften
Spiel ist man dem Thema Aufstieg schließlich wieder ein Stück näher gekommen.
"Wir haben vor dieser
Partie gesagt, wenn wir die nächsten drei Begegnungen gewinnen, dann sind wir
durch, uns kann dann niemand auf dem Titel aufhalten", erklärte Torhüterin
Miriam Hawen. "Eine mutige Aussage, die für das Selbstvertrauen der
Mannschaft spricht", erklärte Team-Manager Manfred Franken.
Sieg Nummer eins ist also unter
Dach und Fach gebracht. Der zweite Erfolg soll kommenden Sonnabend bei Nord
Harrislee folgen, bevor schließlich der Vergleich beim ärgsten Verfolger TSV
Travemünde am 11. Januar zu Beginn der Rückrunde ansteht.
Derweil warnt Rückraumspielerin
Linda Sawade angesichts des kleinen Kaders vor zu großer Euphorie: "Die
Rückrunde wird bestimmt schwerer für uns."
Keine Frage: Der EMTV blieb
bislang vor verletzungsbedingten Ausfällen verschont. Alle Leistungsträgerinnen
des Teams haben die zwölf Partien bestreiten können. Wenn jemand fehlte, dann
beschränkte sich das wie zuletzt auf das Abschlusstraining, an dem Torhüterin
Miriam Hawen und Spielmacherin Marina Abramova nach Angabe Drefkes wegen
Erkrankung nicht teilnahmen.
"Wir waren dennoch sehr gut
auf die Kielerinnen eingestellt. Sie haben vier verschiedene Abwehrformationen
gegen uns ausprobiert, aber wir haben alle geknackt", erklärte der Trainer
zufrieden.
Das Team nutzte denn auch die
Gunst der Stunde, um vor allem in der zweiten Halbzeit mit sehenswerten
Spielzügen Eigenwerbung zu betreiben. Schließlich lockte das Duell des
Tabellenführers gegen den Tabellendritten 316 Zuschauer in die Halle. Manfred
Franken: "Und das waren ja nur die Zahlenden im Publikum. Vermutlich waren
sogar 350 Leute hier, um sich das Spiel anzusehen“. Ob die ein kommendes Zweitligateam
gesehen haben, wird sich spätestens am 1. Mai 2004 zeigen, wenn der EMTV zum
Saisonfinale bei Holstein Kiel/Kronshagen antreten muss.
Spielverlauf: 2:0 (4.), 6:3
(12.), 10:6 (19.), 10:10 (23.), 13:10 (27.), 16:12 (35.), 21:15 (44.), 23:17
(49.), 27:20 (57.)
Aufstellung (Tore/Siebenmeter):
Hawen, Cornehl (beide Tor), Abramova (8), Isermann (8/4), Baicu (5), Duwe (4),
Sawade (2), Fries (1), Ehlert (1) von Thun (1), Mack.
"Gewinnen wir auch die
nächsten beiden Partien, hält uns auf dem Weg zum Titel niemand mehr auf."
Miriam Hawen, Torhüterin des EMTV
Und die Halle bebt doch
Handball-Regionalliga:
Mehr als 300 Fans bejubeln den EMTV-Kantersieg
So eine Kulisse gab es seit den Glanzzeiten der
Elmshorner Männer in der Regionalliga nicht mehr. Die EMTV-Frauen sind auch
Kiel/Kronshagen nicht von der Spitze der 3. Liga zu verdrängen.
Elmshorn (pg). Es gibt Sachen, auf die Patrick Drefke unterm Weihnachtsbaum
gerne verzichten würde. Zum Beispiel eine Tabelle, auf der beim EMTV
Minuspunkte ausgewiesen sind. Viele Möglichkeiten indes bleibt der Konkurrenz
in der Handball-Regionalliga der Frauen nicht mehr, um dem Trainer der
Elmshornerinnen das Fest aus sportlicher Sicht zwar nicht gründlich, aber doch
ein wenig zu vermiesen. Nachdem 30:23-Sieg über die HSG Holstein/Kiel steht nur
noch das Auswärtsspiel beim TSV Nord Harrislee am kommenden Sonnabend auf dem
Programm. Kein einfacher Gegner, wie die EMTV-Verantwortlichen betonen. Aber
angesichts der Partie gegen Tabellendritten aus Kiel liegt die Vermutung nahe,
dass der einzigen, der den EMTV derzeit schlagen könnten, der EMTV selbst ist.
"Das war heute unser bestes Saisonspiel", fand Rene Isermann. Auch
Linda Sawade lobte die "gute Mannschaftsleistung", während Torhüterin
Miriam Hawen erklärte: "Wir haben vor der Partie gesagt: Wenn wir die
nächsten drei Spiele gewinnen, dann sind wir durch."
Teammanager Manfred Franken wertete diesen Kommentar als "mutige Aussage,
die zeigt, dass die Mannschaft im Moment ein großes Selbstvertrauen
besitzt".
Allein: Es ist nicht so groß, dass man die Realität aus den Augen verliert.
"Ich gehe mal davon aus, dass die Rückrunde für uns schwerer wird. Das
liegt sicher auch an dem kleinen Kader", gab Linda Sawade zu Bedenken, die
selbst unter der Woche Probleme mit dem linken Ellenbogen hatte.
Miriam Hawen und Marina Abromova konnten nach Auskunft von Drefke das
Abschlusstraining wegen Erkrankung nicht mitmachen. "Trotzdem waren wir
auf Kiel sehr gut eingestellt. Sie haben vier verschiedene Abwehrformationen
gegen uns ausprobiert, aber wir haben sie alle geknackt", freute sich der
Coach. Da machte es auch nichts, dass die Glücksschweinaufkleber, die sich die
Spielerinnen vor der Partie in die Strümpfe gesteckt hatten, ein anderes
Ergebnis auswiesen. Drefke hatte nur auf einen 24:21-Erfolg seiner Auswahl
getippt.
Dass es am Ende sieben Tore Unterschied waren, feierten das ETMV-Ensemble
ausgelassen auf dem Feld, während Franken noch ganz andere Gründe zur Freude
hatte als den zwölften Sieg des Teams in Folge. Die 316 zahlenden Zuschauer,
darunter HHV-Präsident Gerhard Schunke, bescherten dem Klub noch einmal eine
ordentliche Einnahme. Und weil man schon vor Wochen einen Bus für das Spiel in
Harrislee gechartet hat, um wenigstens ein paar eigene Fans mitnehmen zu
können, sollten angesichts der Resonanz die letzten freien Plätze schnell
vergeben sein.
Die Regionalliga-Herbstmeisterschaft ist für die
Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in weite Ferne gerückt.
Während die spielfreien Frauen des Spitzenreiters
Elmshorner MTV auf der HSG-Tribüne entspannt das dramatische Verfolgerduell
zwischen den Krabben (3.) und dem TSV Travemünde (2.) beobachten durften, riss
bei der 21:22-Niederlage die stolze Serie der Gastgeberinnen nach elf Partien
ohne Niederlage.
Für die mehr als 200 Kieler Fans begann die Partie mit
einer Hiobsbotschaft, da Torhüterin Sigrid Jungjohann am Freitag mit Verdacht
auf Nierenkolik ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. In der 20.Minute
schied mit Ann-Christin Thoma (Knieprellung) eine weitere Leistungsträgerin
aus. Wie zu erwarten, dominierten
zunächst die beiden besten Deckungsreihen der Regionalliga, so dass sich in der
Offensive wenig Spektakuläres bot. Dass die Travemünderinnen anders als auf der
Anzeigentafel (11:12) deklariert, dennoch mit zwei Toren in die Pause gingen,
blieb das Geheimnis der Schiedsrichter, die einen Treffer mehr gesehen haben
wollten. „ Das konnte zwar nicht mehr aufgeklärt werden, bleibt aber eine
Tatsachenentscheidung“, meinte HSG-Trainer Bernd Vosgerau. Mit einer Portion
Wut im Bauch packten die Holsteinerinnen die Aufholjagd an und wurden dafür
Dank der Tore von Katrin Maukel sowie der Paraden der Ersatzkeeperin Christine
Meyer bis zum 20:17 (50.) belohnt.
Zur Matchwinnerin avancierte allerdings ihr Pendant Silke
Schwöbke. Die knöpfte nicht nur Diana Köhn und Grit Kretzschmar zwei
Siebenmeter ab, sondern machte noch sechsmal Kieler Siegchancen zunichte.
„Schade, eigentlich hatten wir alles im Griff, bis plötzlich eine neue Nummer
eins zwischen den Pfosten stand“, nahm das Unheil für Vosgerau erst mit dieser
Einwechslung sowie dem finalen Treffer von Kerstin Wichmann seinen Lauf.
HSG: Wulf, Meyer – Carlsson,
Hansen, Köhn 6/3, Kretzschmar 1, Maukel 5, Reimers, Schulz 1, Thoma 2, v.Seeler
6, Larsen
Hansen, Schwöbken & Co. kontern Kiel eiskalt aus
Das war knapp, TSV: Beim 22:21 (13:11) im Verfolgerduell
bei der HSG Holstein Kiel /Kronshagen bewiesen die Travemünder
Regionalliga-Handballerinnen abermals ein ungemein stabiles Nervenkostüm. Sie
steckten nicht nur die strittige rote Karte für Anja Kranz (28.), sondern auch
gleich mehrfach scheinbar vorentscheidende Rückstände weg. Mit dem elften Sieg
in Folge und nunmehr 22:2 Punkten rückte die Sieben von Trainer Thomas Kruse
auf Platz zwei vor.
Und bei allem hin und her verteilte Kruse hinterher ein
dickes Gesamtlob an „seine“ Frauen: “Sie haben einen ungeheuren Siegeswillen
gezeigt. Daher war ich mir bei jedem Spielstand sicher, dass wir als Gewinner
vom Feld gehen werden“. Drei
Momentaufnahmen verdeutlichen dies. Nummer eins: Kurz vor der Pause lässt sich
der TSV beim 11:11-Zwischenstand auch durch den Feldverweis für Anja Kranz (1)
und eine Zwei-Minuten-Strafe für Kathrin Lembke (2) nicht beirren und erkämpft
sich zur Halbzeit durch Grit Nowak (2/1) und Kerstin Wichmann (7/1) ein 13:11.
Nummer zwei: Beim 16:14 (38.) aus HSG-Sicht pariert Silke Schwöbken einen
Strafwurf und leitet den 15:16-Anschluss durch Steffi Krickhahn (1) ein. Nummer
drei: Nach dem Kieler 20:17 (46.) „vernagelte“ Silke Schwöbken den TSV-Kasten
und Kathrin Hansen sorgte mit ihren drei Treffern im Endspurt für die umjubelte
Wende.
„Das Zittern wäre allerdings nicht nötig gewesen, hätten
wir nicht fünf Siebenmeter verworfen“, meinte Kruse, der zudem noch Treffer von
Sandra Hartz (3) und Annette Gerken (3/1) registrieren durfte.
„Kieler Nachrichten vom 1.12.03“
Die stolze Erfolgsserie der HSG Holstein Kiel/Kronshagen
hing im elften Spiel ohne Niederlage zwar phasenweise am seidenen Faden, hielt
aber der nervlichen Belastung beim 21:20 (11:11)-Handballkrimi gegen den
Verfolger TSV Nord Harrislee stand.
In den beiden kommenden „Wochen
der Wahrheit“ haben es die zweitplazierten Krabben in den nun anstehenden
Top-Duellen gegen den Tabellendritten Travemünde sowie beim Spitzenreiter
Elmshorn selbst in der Hand, den Titel eines Herbstmeisters in der
Frauen-Regionalliga zu holen.
„Gut gespielt, schlecht geworfen“, fasste HSG-Trainer Bernd
Vosgerau zusammen. Die Probleme mit der Chancenauswertung aus allen Positionen,
selbst vom Siebenmeterpunkt wie bei Diana Köhn (2) oder Katrin Maukel (1)
ziehen sich ebenfalls durch die bisherige Saison, wurden aber dank der
bärenstarken Defensive nie bestraft. Zudem steht mit Sigrid Jungjohann stets
noch eine exzellente Torhüterin zwischen den Pfosten, die immer wieder zur
Matchwinnerin avancieren kann. Nach ihrer Einwechslung in der 20.Minute ließ
die 27-jährige bis zum Pausenpfiff keinen Gegentreffer mehr zu, so dass
Gegenstoßspezialistin Isabelle von Seeler und die überragende Grit Kretzschmar
nach dem 7:11-Rückstand noch ein Remis in die Kabine retteten.
Auch nach dem Seitenwechsel sorgten 15 abgewehrte schwere
Bälle von Jungjohann für die Initialzündung zum Kieler Sieg. Die Gäste zeigten
zwar ein beachtliches Niveau, konnten aber trotz einer offenen Deckung in den
Schlussminuten das Ergebnis nur noch vom 21:18 auf den Endstand verkürzen.
HSG: Wulf,
Jungjohann – Carlsson, Hansen, Köhn 6/3, Kretzschmar 6, Maukel, Metz, Schulz 1,
Thoma 2, v.Seeler 5, Larsen 1
„Flensburger Tageblatt vom 1.12.03“
TSV
Nord Harrislee verliert 20:21 bei der HSG Holstein Kiel
Auf der Fahrt nach Kiel hatte Olaf Rogge, Trainer der
Handball-Regionalligafrauen des TSV Nord Harrislee, ein ungutes Gefühl
beschlichen. „Ich habe mir Sorgen gemacht, das wir wieder so untergehen wie
gegen Travemünde“, gestand Rogge. Mit 16:27 waren die Nord-Frauen vergangene
Woche aus der Halle gefegt worden, im Gastspiel bei der HSG Holstein Kiel
wartete das nächste Spitzenteam. Aber die Sorgen waren unbegründet: Der TSV
Nord zeigte eine starke Leistung und unterlag dem Favoriten nur knapp mit 20:21
(11:11).
Die Gäste erwischten einen guten
Start, lagen zwischenzeitlich mit 10:7 (22.) in Führung – verspielten den
Vorsprung aber kurz vor der Pause wieder. „In dieser Phase waren wir zu oft in
Unterzahl und haben es dem Gegner leicht gemacht“, kritisierte Rogge.
Dafür, dass es nach dem Wechsel
spannend blieb, sorgte vor allem eine Spielerin des TSV Nord: Torhüterin Steffi
Petersen. „Sie hat einfach überragend gehalten“, schwärmte ihr Trainer.
Allerdings konnte auch Petersen
nicht verhindern, dass Nord Harrislee fünf Minuten vor dem Ende mit 17:20 in
Rückstand lag. Anschließend kämpften sich die Gäste zwar noch einmal heran,
zogen mit 20:21 aber schließlich doch den Kürzeren. „Kiel hatte die besseren
Nerven“, hatte Rogge den Unterschied ausgemacht, „aber trotzdem kein Vorwurf an
meine Mannschaft“.
Vorwürfe gab es stattdessen in
Richtung des Kieler Trainers Bernd Vosgerau. Der soll – eine Minute vor dem
Ende beim Stand von 21:19 für Kiel – seiner Spielerin die Anweisung gegeben
haben, einen Siebenmeter mit Absicht ins Publikum zu werfen. „Die Kielerin tat,
was ihr befohlen wurde. Damit sollten wir bewusst verhöhnt werden“, sagte
Nord-Coach Rogge kopfschüttelnd, „jemand, der so etwas anordnet, hat auf der
Trainerbank nichts zu suchen“.
„Flensburg
Avis vom 1.12.03“
FLENSBURG. In
der Handball Regionalliga der Frauen unterlag der TSV Nord Harrislee bei der
HSG Holstein Kiel Kronshagen mit 20:21 (11:11)-Toren.
Dabei zeigte das Team von
Nord-Trainer Olaf Rogge besonders in der ersten Halbzeit eine gute Vorstellung
und führte zeitweise mit vier Toren (11:7). Herausragend war die Torhüterin
Steffi Petersen, die unter anderem vor der Pause zwei Siebenmeter parierte.
Nach dem Wechsel steigerten sich
die Kielerinnen und der TSV Nord konnte das hohe Tempo der ersten Halbzeit
nicht fortsetzen. Die HSG übernahm die Führung. Über 15:13 (42.) und 20:17 (56)
kam das Team von Trainer Bernd Vosgerau zu einem glücklichen 21:20-Sieg.
Zu einer grob unsportlichen
Szene kam es in der Schlussminute, als HSG-Spielerin Diana Köhn, die aus
unerklärlichen Gründen einen Siebenmeter nicht aufs Tor, sondern in die Zuschauerreihen
warf.
»Ich bin total zufrieden mit
meiner Mannschaft. Dieses Spiel hatte eigentlich keinen Sieger verdient«, so
Nord-Trainer Olaf Rogge.
„Kieler Nachrichten vom 24.11.03“
Handball-Regionalliga:
Kielerinnen vergaben beim MTV Heide sogar noch fünf Siebenmeter
Die weiterhin unbesiegten Regionalliga-Handballerinnen der
HSG Holstein Kiel/Kronshagen bauten mit dem 22:16 (12:9)-Erfolg beim MTV Heide
ihre Erfolgsbilanz auf 18:2 Punkte aus und verbesserten damit den eigenen
Startrekord aus dem Jahr 2001.
Das Debüt der Dänin Pernille Larsen(Hochzeit der Schwester)
lässt noch auf sich warten, aber selbst ohne Anne-Grethe Eggen(Wade), Franziska
Ziegler(Schulter) sowie Ann-Christin Thoma (private Gründe) und trotz der
kurzen Deckung gegen Isabelle v.Seeler geriet der achte Saisonsieg nie in
Gefahr.
Die Krabben konnten sich neben der nur 30-prozentigen
Wurfausbeute sogar den Luxus leisten, fünf Siebenmeter durch Diana Köhn (3),
Katrin Maukel (1) oder Grit Kretzschmar (1) zu vergeben. Immerhin setzte die
Schwedin Anna Carlsson im Rückraum gekonnt Akzente und das Comeback von Maike
Gronau nach mehr als einjähriger Verletzungspause glückte in der Defensive
ebenfalls. Heide war im Angriff zu harmlos, um sich gegen die bärenstarke
Kieler Deckung durchzusetzen oder die überdurchschnittlich guten Torhüterinnen
Manja Wulf (erste Halbzeit) und die Grippe genesene Sigrid Jungjohann in
Verlegenheit zu bringen.
„Die Abwehr agiert schon meisterlich – und irgendwas müssen
wir ja jetzt noch zu verbessern haben“, strebt HSG-Coach Bernd Vosgerau nun
eine höhere Effektivität im Angriff und die Herbstmeisterschaft an.
HSG: Wulf,
Jungjohann – Carlsson 5, Hansen 1, Köhn 6/2, Kretzschmar, Maukel 4, Metz,
Reimers, Schulz 1, v.Seeler 5, Gronau
„Dithmarscher
Landeszeitung vom 24.11.03“
Der
MTV Heide ist noch immer nicht reif für die 3. Liga
HEIDE - Lange hat Marta Beles schützend ihre Hand über die
Handballerinnen des MTV Heide gehalten. Doch nach dem 16:22 (9:12) gegen die
HSG Holstein Kiel/Kronshagen sprach die Trainerin des amtierenden Landesmeisters
Klartext: „Alles kann man nicht trainieren. Dafür braucht man
Spielintelligenz“.
Und davon, weiß die ehemalige ungarische Nationalspielerin,
sind ihre Schützlinge weit entfernt. Das Vermögen, in der Regionalliga
mithalten zu können, hätten die Dithmarscherinnen, auch die Niederlage gegen
die Kieler „Krabben“ war eine vermeidbare - doch im Kopf ist der
Tabellenvorletzte noch lange nicht in der 3. Liga angekommen.
„Die Mannschaft spielt, was sie will - und nicht das, was
ihr vorgegeben wird“, sagte Beles, und nannte gleich ein Beispiel. „Es gab in
der Halbzeit eine klare Anweisung, dass aus der zweiten Reihe geschossen werden
soll.“ Aber dann drängten die Gastgeberinnen doch immer wieder an den Kreis.
„Das ist eine Kopfsache“, sagte Beles, wobei man zugeben müsse, dass der MTV so
nicht in der Regionalliga bestehen werde.
Fehlpässe und -würfe, Zusammenstöße, Eigensinn im Angriff -
kollektiv hatte der MTV seine Aussetzer. Britta Jochimsen beispielsweise
änderte erst unmittelbar vor der Pause ihr Wurfbild und kam prompt mit einem
Aufsetzer zu ihrem einzigen Feldtor. Danach warf sie wieder halbhoch; logisch
ist das nicht.
Sandra Lück beispielsweise gelang es nie, die vor der
Saison auch von Heide (und angeblich Erstligist Buxtehude) umworbene Isabelle
von Seeler in Manndeckung auszuschalten. Neben sechs weitgehend identischen
Toren holte die pfeilschnelle Rückraumspielerin in ein und derselben Manier
auch noch eine Handvoll Siebenmeter heraus. Logisch ist das nicht.
Ein anderes Mal suchte Heide in Unterzahl Sekunden nach
Ballbesitz in schwieriger Situation den Abschluss, statt die Uhr ein wenig
herunter laufen zu lassen. Da mag man das Wort Logik nicht einmal mehr der
Höflichkeit halber in den Mund zu nehmen.
Und trotzdem hielt Heide dank der durchaus gut aufgelegten
Kathrin Höhnke lange mit. Was Gäste-Trainer Bernd Vosgerau damit erklärte, dass
er auf drei Stammkräfte verzichten musste. „Die komplette rechte Seite“, sagte
er, und sprach von einem Arbeitssieg. „Heide hat gut begonnen, dynamisch und
schnell gespielt.“
Wobei es den Dithmarscherinnen nie gelang, sich abzusetzen.
Und am Ende schwanden auch ein wenig die Kräfte, weil der Kader halt doch nicht
entsprechend besetzt ist. „Die finanziellen Kräfte waren leider nicht gegeben“,
sagte Beles. „Nun müssen wir die Suppe löffeln, die wir gekocht haben.“ Es
fehle an technischen und taktischen Grundlagen. „Aus einem Gaul kann man kein
Rennpferd machen.“ Logisch.
MTV Heide: Höhnke, Schlichting - Dallmeier-Tießen,
Jochimsen (2/1), Kühnel (4), Heesch (3/3), Milde (2), Lück (1), Beles, Finke,
Tjarks (4/1).
HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Wulf, Jungjohann -
Kretzschmar, Carlsson (5), Maukel (4/1), Hansen (1), Köhn (6/3), Schulz, Metz,
von Seeler (6), Reimers, Gronau.
SR: Godt/Ulrich (Nortorf).
Zuschauer: 100. Zeitstrafen:
drei - drei.
HSG
Holstein ließ Kisdorf nicht zur Entfaltung kommen
Die harmoniebedürftigen
Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen blieben auch zum neunten Mal
in dieser Regionalliga-Saison ungeschlagen und bauten als Tabellenzweiter
hinter dem souveränen Spitzenreiter Elmshorn die eigene Erfolgsserie durch den
ungefährdeten 27:23 (15:10)-Heimtriumph über Verfolger SG Kisdorf/Leezen auf
stolze 16:2-Punkte aus.
„Es macht einfach noch mehr Spaß
als in der Vergangenheit. Wir sind durch unsere Neuzugänge stärker besetzt,
viel schwerer ausrechenbar und die Super-Stimmung im Team ist ohnehin nicht zu
toppen“; brachte Linksaußen Diana Köhn, zurzeit selbst in prächtiger Form, die
perfekte Handball-Welt präzise auf den Punkt. Dank der schweißtreibenden
Überstunde in der HSG-Deckung durfte die gefürchtete Kisdorfer Torfabrik mit
ihrer weitgehend wirkungslosen Goalgetterin Anja Scheunemann (nur vier Treffer)
nicht nur Kurzarbeit anmelden, sondern die fleißigen Kieler „Krabben“ erzielten
in der Offensive selbst sehenswerte Treffer wie vom Fließband.
Das Fehlen von Stammtorhüterin
Sigrid Jungjohann (Grippe), Anne-Grethe Eggen (Wadenzerrung)
oder der etwas gehandicapte
Holstein-Rückraum mit Katrin Maukel (Oberschenkelzerrung), Anna Carlsson
(Erkältung) sowie Isabelle von Seeler (Fußverletzung) machte sich gegen die
körperlich überlegenden Kisdorferinnen nie negativ bemerkbar.
Das schnelle Umschalten von
Abwehr auf Angriff klappte schon in der Anfangsphase (7:1) wie am Schnürchen
und da der unermüdliche Teamgeist über 60 Minuten nichts zu wünschen übrig
ließ, verbrachte auch ein zufriedener Bernd Vosgerau einen rundum ruhigen
Nachmittag auf der Trainerbank, um später mit der Dänin Pernille Larsen eine
weitere Neuverpflichtung zu präsentieren, die seinen Kader in Kürze noch
stärker macht.
„So ein cooler Typ hat uns noch
gefehlt“, beschreibt Vosgerau die Talente seiner 24-jährigen Power-Dänin auf
dem linken Flügel, die in Aalborg in der dritten Liga gespielt hat und jetzt in
Kiel studiert. „Pernille ist technisch sehr gut ausgebildet, hat alle
Wurfvarianten drauf und passt auch menschlich einfach prima zu uns“.
HSG: Wulf, Meyer – Kretzschmar
3, Carlsson 3, Maukel 1, Hansen 1, Ziegler 1, Thoma 4, Köhn 8/4, Schulz,
v.Seeler 6, Reimers
Zu viel Respekt gezeigt
SG Kisdorf/Leezen zieht in Kiel mit 23:27 den
Kürzeren
Kisdorf - "Das war eine bittere Niederlage",
bilanzierte Sönke Radetzky, Trainer der Regionalliga-Handballfrauen der SG
Kisdorf/Leezen, nach dem 23:27 (10:15) bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen.
Beim Tabellenzweiten traten die Kisdorferinnen nach vier Wochen
Verletzungspause zwar wieder mit Rückraumspielerin Anja Scheunemann, aber
anscheinend auch zu viel Respekt vor dem Gegner an.
Beim Zwischenstand von 7:1 nach
nur zehn Minuten schien die Partie bereits entschieden zu sein. "Unsere
Umstellung auf eine 6:0-Abwehrformation hat uns dann zwar mehr Sicherheit
gegeben, allerdings wussten die Spielerinnen weiterhin nicht, wie sie mit den
durchaus vorhandenen Lücken in der Kieler Abwehr umgehen sollten", meinte
Sönke Radetzky.
Als beim 21:19 (44. Minute) doch
noch die Wende möglich schien, beendeten zwei Zeitstrafen die Aufholjagd.
"Ob die 6:1 Zeitstrafen gegen uns angemessen waren, halte ich zumindest
für fraglich", so der Coach.
Positiv bewertete Sönke Radetzky
den Auftritt von A-Jugend-Spielerin Anja Krönert. Sie überzeugte als sichere
Siebenmeterschützin.
Der Spielverlauf: 4:0 (6. Minute), 4:1, 7:1, 7:3 (12.),
9:4, 10:5, 10:7 (22.), 11:8, 14:8, (28.), 15:10 - 16:10, 17:12 (33.), 18:12,
18:15, 19:16 (39.), 21:16, 21:19 (44.), 23:19, 25:20, 25:21, 27:21 (55.),
27:23.
Die Tore für die SG Kisdorf/Leezen: Anja Krönert (5/4
Siebenmeter), Saskia Rickert (4), Ninja Loppenthien, Mirja Penk (je 3), Anja
Scheunemann (3/1), Heidi Kabel (2/1), Olga Zehetbauer, Nadine Wrage (je 1),
Katja Bernreuther (1/1).
HSG-Krabben
ließen beim 28:19 an der Spree nichts anbrennen
Die neunstündigen Strapazen bei der längsten Auswärtsfahrt
der Saison haben sich für die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen
und 15 Fans im vollbesetzten Mannschaftsbus gelohnt. Berlin war die Reise in
der Regionalliga der Frauen wert. Die unbesiegten Krabben kehrten mit einem
28:19 (14:11)-Kantersieg von der Spree an die Förde zurück.
„Es läuft wieder wie geschmiert. Wir spielen weiterhin um
den Titel mit“, resümierte HSG-Trainer Bernd Vosgerau, der eine
Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche sah, im Bus auf der lautstarken
Rückfahrt.
Zunächst mit Manja Wulf im Tor sowie erstmalig einer
defensiveren 6-0-Deckung wurde vor dem Seitenwechsel noch experimentiert, um
den Rückraum der SG Berlin in den Griff zu bekommen, bevor dann in der zweiten
Halbzeit die Handbremse gelöst wurde. Der offensiveren 5-1-Variante mit
Isabelle v.Seeler als Spitze hatten die Gastgeberinnen fortan nichts mehr
entgegenzusetzen. Da der Holstein-Rückraum mit Katrin Maukel und Ann-Christin
Thoma Durchschlagskraft bewies und Diana Köhn die Schwäche vom Strafwurfpunkt
mit fünf sicher verwandelten Siebenmetern beendete, durfte auch nach Mitternacht
im „MAX“ ausgiebig gefeiert und gesungen werden.
„Da haben wir die letzten Grippeviren ausgeschwitzt. Die
Stimmung im Team ist einfach super“.
HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson 1, Hansen, Köhn 10/5, Kretzschmar 2, Maukel 5, Metz, Thoma 2, Schulz 2, v.Seeler 6, Reimers
Der 20:20 (9:8)- Halloween- Heimauftritt der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga der Frauen gegen den kampfstarken
MTV Wandsbek 72 war nichts für zartbesaitete Gemüter. Bei der spielerischen
Gruselpartie raubte zudem das Lübecker Schiedsrichtergespann Stefan Marqwardt/Dieter
Padditz mit vielen skurrilen Entscheidungen Spielerinnen und Zuschauern den
letzten Nerv. Zehn Sekunden vor dem Abpfiff bereitete der 25. (!) Strafwurf
dieses Siebenmeter-Festival dem sportlichen Spuk beim Showdown zwischen der
besten Kielerin, Torhüterin Sigrid Jungjohann und MTV-Vollstreckerin Inga
Schlupp ein Ende, besiegelte das Schicksal der HSG mit dem ersten Punktverlust
in eigener Halle in dieser Saison.
Immerhin hatte der 99-jährige Willi Nagel und die
91-jährige Elfi Schillow als Edelfans der HSG-„Krabben“ den Nervenkitzel auf
der Tribüne wohlbehalten überstanden, während HSG-Trainer Bernd Vosgerau auf
der Bank um ein paar Jahre gealtert schien: “Schön anzusehen war das wirklich
nicht. Wir sind aber selber Schuld und nicht die Schiedsrichter, dass die
Siegeschance vergeben wurde.“
Der Rückraum des Tabellenzweiten war über 60 Minuten fast
ein Totalausfall. Wandsbeks Torhüterin Lena Teufel machte zudem ihrem Namen mit
höllisch guten Reflexen alle Ehre und Inga Schlupp fand immer wieder Schlupflöcher
in der Holstein-Deckung. Erst mit der Brechstange schien der Heimerfolg
greifbar zu sein. Grit Kretzschmar leistete sich im Gegensatz zu Katrin Maukel
(2) und Isabelle von Seeler (2) nur einen Fehlversuch und verwandelte allein in
der zweiten Halbzeit sieben von acht Strafwürfen sicher, doch die mangelhafte
Cleverness und fehlende Form an diesem Tag machte sich nicht nur beim rüden,
finalen Foul von Katrin Maukel (rote Karte nach der dritten Zeitstrafe) negativ
bemerkbar.
HSG: Wulf,
Jungjohann – Kretzschmar 10/8, Carlsson 1/1, Maukel 2/1, Hansen 2, Ziegler,
Thoma, Schulz 2, Metz, v.Seeler 3, Reimers
„Presse
Wandsbek vom 2.11.03“
Dezimierte “junge Wilde“ schaffen eine kleine Sensation
Wandsbeker
Happy End beim Aufstiegsfavoriten Holstein Kiel
Hamburg, 02. November.
Sie haben es geschafft: Nach dem überraschenden Remis gegen Zweitliga-Absteiger
Nord Harrislee punkteten die “jungen Wilden“ des
MTV Wandsbek 72 am Samstag auch beim noch ungeschlagenen und bis dahin zu Hause
gar verlustpunktfreien Aufstiegsaspiranten Holstein Kiel. Nach
aufopferungsvollem Kampf gelang Inga Schlupp sieben Sekunden vor dem Abpfiff
das hochverdiente Ausgleichstor zum 20:20 (8:9)-Endstand.
Das
Staunen war groß in der gut besuchten Sporthalle Kronshagen über das kesse
Auftreten des Außenseiters aus Hamburg. 7:3 (20.) führte der Gast trotz nicht
geringer Personalsorgen. Eine Schwächeperiode, ausgelöst durch zahlreiche
ausgelassene Torchancen, brachte Wandsbek dann zwar zwischenzeitlich in
Rückstand, doch Mitte der zweiten Halbzeit ging der Gast wieder in Führung und
verteidigte diese bis kurz vor Schluss. Letztlich 14 Strafwürfe für den
Tabellenzweiten Holstein Kiel führten in der 60. Minute noch einmal zu einem
umjubelten 20:19-Vorsprung für die Heimmannschaft, den Wandsbek aber konterte.
“Einsatzwille und Teamgeist waren großartig, spielerisch können wir sogar noch
mehr“, so Trainer Frank Schneller, “darum kann ich nicht einmal sagen, wir
hätten Bestform erreicht. Aber wir waren diesmal in den Schlusssekunden
nervenstark und haben endlich mal selbst das letzte Tor erzielt. Darum war es
ein Punktgewinn basierend auf Kampfkraft,
einer guten Abwehr- und einer sehr guten Torwartleistung Lena Teufels“. Wer dem
Team diese Überraschung zugetraut hatte? “Ich. Absolut“, erklärt Schneller
augenzwinkernd, “und meine Spielerinnen ließen sich davon zum Glück in der
Ansprache zum Spiel auch überzeugen“.
Wandsbek holte bereits den fünften Auswärtspunkt und ist seit drei Spielen
ungeschlagen aber nicht sorgenfrei: Inga Schlupp (Fuß), Nina Schmitz (Finger)
gingen schon in Kiel verletzt, Alexa Lindner (Krankheit) ohne vorheriges
Training ins Spiel und rieben sich weiter auf, Anika Harms (Krankheit) sowie
Juliane Pörnig (Studium) fielen gänzlich aus und werden auch in den kommenden
Wochen nur sporadisch dabei sein können. Da war es
gut, dass Nicola Wohlers nach dreimonatiger Verletzungspause ein kleines
Comeback wagte und immerhin gleich mehrere Siebenmeter verwandelte. Sie und der
potentielle Neuzugang Sandy Lindner (vom Zweitligisten Rosengarten) sollen in
den kommenden Wochen zunehmend für Entlastung sorgen und Mitverantwortung im
Rückraum übernehmen.
„Kieler Nachrichten vom 27.10.03“
Derby-Sieg
für aggressive „Krabben“
Handball-Regionalliga:
HSG-Frauen legten mit guter Abwehr Grundstein für das 20:14 bei Olympia
Neumünster
Eine klare Angelegenheit war das Frauen-Derby zwischen
Olympia Neumünster und der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der
Handball-Regionalliga
für die „Krabben“, die mit 20:14 (11:4) gewannen.
Grundlage für den Erfolg der Gäste war dir gute
Defensivleistung. Die aggressive 5:1-Abwehr störte die MTSV-Angriffe sehr früh.
Im Tor zeigte Sigrid Jungjohann eine klasse Leistung. Allerdings profitierte
die HSG vom Verletzungspech der Gastgeber, denn Spielmacherin Kerstin Felkel
schied bereits in der fünften Minute mit einer Knieverletzung aus. Ohne sie
wirkten die Offensiv-Bemühungen konfus. Auf der anderen Seite zeigte die HSG im
Angriff eine geschlossene Mannschaftsleistung und setzte sich über 4:1 (11.)
und 7:2 (20.) ab.
„Wir haben das Spiel heute in der Abwehr entschieden, sie
war aufmerksam und ließ kaum gute Möglichkeiten zu“, so HSG-Trainer Bernd
Vosgerau.
In der zweiten Hälfte wurde es zunächst noch einmal
spannend, als Olympia auf 7:11 (32.) verkürzte. Dafür waren zwei Faktoren
verantwortlich:
Die Gastgeber spielten jetzt cleverer und platzierten ihre
Würfe besser. Außerdem schlich sich bei den „Krabben“ der Schlendrian ein. Doch
nach fünf Minuten war das aufbäumen wieder vorbei, in der Folgezeit zeigte sich
die spielerische Qualität der HSG. Das Team spielte abwechslungsreich über den
Kreis, die Außen oder aus dem Rückraum. Ann-Christin Thoma, Dajana Schulz,
Isabelle von Seeler und Anne-Grethe Eggen zeigten gute Kombinationen
Und erarbeiteten sich immer wieder Chancen, die fast alle
genutzt wurden. So geriet der Sieg über ein 12:7 (35.) und 16:9 (43.) nie
ernsthaft in Gefahr.
Den verdienten Erfolg der Gäste akzeptierte auch MTSV-Coach
Thorsten Möller, „Kämpferisch haben wir gut dagegengehalten, aber spielerisch
war die HSG einfach eine Nummer zu groß“.
HSG: Wulf,
Jungjohann – Kretzschmar 1, Carlsson, Maukel 1, Hansen, Thoma 4, Köhn 3, Schulz
4,v.Seeler 3, Metz, Eggen 4/3
„Holsteinischer
Courier vom 27.10.03“
Olympia
im Angriff zu nervös
Es
bleibt dabei: Olympia Neumünster kann in der Handball-Regionalliga der Frauen
gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen einfach nicht gewinnen.
Schwerer
als die 14:20 (4:11)-Heimpleite wiegt allerdings die Verletzung von Kerstin
Felkel.
Vor
der Saisonrekordkulisse von 150 Zuschauern wirkte der frühe Ausfall der
Olympia-Spielmacherin wie ein paralysierender Schock. Bereits in der achten
Minute – Felkel hatte gerade Holsteins Führungstreffer durch Ann-Christin Thoma
egalisiert, Marion Albrecht zuvor einen Siebenmeter der ehemaligen Olympianerin
Katrin Maukel pariert – passierte das Malheur: Bei einer Körpertäuschung machte
das Knie der 25-Jährigen nicht mit. Felkel fiel für den Rest der Spielzeit aus,
Olympia fehlte damit der lenkende Kopf der Mannschaft.
Die
Gäste nutzten die lähmende Konfusion, fanden mit druckvollem Parallelstoßspiel
und schnellen Gegenstößen immer wieder die Lücke in der Neumünsteraner Abwehr
und legten bis zur 19.Minute eine 7:1-Führung vor. Olympias Interimscoach
Thorsten Möller, der den erkrankten Volker Paul auf der Bank vertrat, versuchte
mit Jana Reinert auf der zentralen Mittelposition zu improvisieren und brachte
schließlich auch Angela Schneider als Joker, auch da Janina Wildner nach
18.Minuten bereits mit der zweiten Zeitstrafe belastet war. An der
Angriffsschwäche in der ersten Halbzeit änderte dies jedoch zunächst wenig.
Wenn
die Gastgeberinnen nicht an eigenen technischen Fehlern im Spielaufbau
scheiterten, dann an der aufmerksamen Kieler Abwehr oder an Holsteins
Torhüterin Sigrid Jungjohann. Bezeichnend war, dass Olympias Torjägerin Andrea
Petersen erstmals zu Beginn der zweiten Halbzeit per Siebenmeter (31.) traf.
Als Katja Löbau (32.) und erneut Petersen (33.) zwei schnelle Treffer zum7:11
nachlegten, bekamen auch Olympias Fans kurz gegen die ein Heidenspektakel
veranstalteten Kieler Anhänger Oberwasser.
Doch
dieser Effekt war von kurzer Dauer. Die Gäste legten drei Tore zum 7:14 (39.)
nach, und der HSG-Fanblock gab mit Pauken und Sirenen wieder den Ton in der
KSV-Halle an. Kampfgeist konnte man Olympia nicht absprechen, der zweite
Durchgang ging sogar mit 10:9 an die Gastgeberinnen. Dennoch war die Begegnung
natürlich schon beim 4:11 zur Pause entschieden. Das sah auch Möller so: „Moral
und Einsatz stimmten. Wir haben alles gegeben, was möglich war. Knackpunkt war
die Verletzung von Kerstin Felkel.“ Mit 20 Gegentoren könne er gut leben, im
Angriff war´s zu wenig. „Wir haben zu nervös agiert und unvorbereitet
abgeschlossen, dazu kam die Siebenmeterschwäche“, so Möller.
„Kieler
Nachrichten vom 13.10.03“
HSG-Krabben warfen sich an die Tabellenspitze
Sicherlich,
die HSG Holstein Kiel/Kronshagen hat in dieser Saison schon weitaus
spektakulärer gesiegt. Aber Hand aufs Herz: Was will man mehr als einen
letztlich standesgemäßen 27:18 (13:10)-Kantererfolg der kampfstarken Krabben,
der zudem die erneute Tabellenführung in der Handball-Regionalliga der Frauen
bedeutet.
Einzelne
Partien werden schon mal in der Offensive entschieden, aber den Titel holt man
sich nur über eine stabile Deckung. Deshalb war der Triumph der Truppe von
Bernd Vosgerau über den Neuling Stralsunder HV nicht nur ein schweres Stück Arbeit
auf dem langen Weg zur angestrebten Meisterschaft, sondern sollte auch
entsprechend gewürdigt werden. Dabei begann es zunächst auch einmal spielerisch
vielversprechend für den Spitzenreiter. Dank des Doppelschlages der Schwedin
Anna Carlsson, der Treffsicherheit der Torjägerin im Dutzend vom Dienst, Katrin
Maukel, sowie der flotten Flügelzange mit Grit Kretzschmar und Stefanie Metz
lief es bis zum 6:1-Zwischenstand wie am Schnürchen.
„Eigentlich
hatten wir alles komplett unter Kontrolle und agierten dann auf einmal wieder
viel zu hektisch. Der Sieg geriet zwar nie in Gefahr, aber statt Ruhe zu
bewahren, möchte meine Mannschaft jeden Gegner möglichst schnell aus der Halle
schießen“, hofft der HSG-Trainer, das Temperament seiner Schützlinge künftig zu
zügeln, um es effektiver in die richtigen Bahnen zu lenken. Vom Sand im
Getriebe ließ sich zum Glück die beste Abwehr der Regionalliga mit einer
gewohnt reaktionsschnellen Sigrid Jungjohann im Tor, die drei Siebenmeter und
21 schwere Bälle parierte, nicht mit anstecken.
Nur
unmittelbar nach dem verspäteten Wiederanpfiff spielten sie Stralsunderinnen
bis zum 13:12-Anschlusstreffer kurzfristig befreit auf, nachdem sie sich zuvor
in der Pause in der Kabine selbst eingesperrt hatten. Hart, aber nicht unfair,
bekam der felsenfeste Kieler Beton fortan aber selbst in häufiger Unterzahl ob
der acht Zeitstrafen keine Risse mehr.
HSG: Wulf, Jungjohann – Kretzschmar 3, Carlsson 3, Maukel 12/7,
Hansen, Thoma 4, Schulz 1, Metz 2, v.Seeler 2, Eggen, Reimers
„Kieler Nachrichten vom 6.10.03“
Eigentlich
hätte Bernd Vosgerau über sein Wunschergebnis an alter Wirkungsstätte froh sein
sollen. Schließlich tat der 20:20 (8:10)-Teilerfolg
Im Nordderby
der Handball-Regionalliga der Frauen letztlich niemanden seiner ehemaligen oder
jetzigen Schützlinge weh. Dennoch wusste der neue Trainer der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen nicht so recht, ob er den einen aus der Grenzstadt entführten
Zähler gegen sein altes Team nun als Punktgewinn oder –verlust werten soll.
„Die
Moral und die Einstellung stimmt. Trotzdem war das ein Warnschuss vor den Bug“,
trauerte Vosgerau als gestrauchelter Spitzenreiter schon eher mit einem
weinenden Auge der verpassten Siegchance hinterher. „Das war heute nur 50
Prozent unserer Normalleistung. Macht aber nichts. Die Tabellenführung ist erst
am letzten Spieltag entscheidend.“ Die Krabben taten sich wieder einmal schwer
gegen die hochmotivierten Gastgeberinnen, standen schlecht in der Defensive und
agierten viel zu statisch in der Offensive. Nur die Nervenstärke und
Siebenmeterstatistik von Katrin Maukel war perfekt. „Wir haben es nie
geschafft, so befreit wie in den Vorwochen aufzuspielen oder in den schwierigen
Situationen die erforderliche Ruhe zu bewahren.“, resümierte der HSG-Coach.
14:18 lagen die Holsteinerinnen Mitte der zweiten Halbzeit ob der vielen
überhasteten Fehlversuche zurück, um erst mit einem kollektiven Kraftakt den
Spieß im Schlussspurt bis zum 20:19 scheinbar noch umzudrehen. Doch
DGF-Haupttorschützin Katja Berghold
stürzte
den Tabellenführer mit ihrem siebten Streich (59.) vom Thron.
HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson,
Hansen, Köhn 2, Maukel 8/6, Metz 2, Reimers, Schulz 1, Thoma 3, v.Seeler 4,
Ziegler
„Flensburger
Tageblatt vom 6.10.03“
20:20
– die Regionalliga-Handballerinnen von DGF Flensborg scheinen ihr
Standart-Ergebnis gefunden zu haben. Nur eine Woche nach dem Lokalderby gegen
den TSV Nord trennten sich die Flensburgerinnen auch vom Meister-Favorit
Holstein Kiel mit 20:20 (10:8). Die 220 Zuschauer in der Idreatshalle
waren
sich einig, ein gutes Regionalliga-Spiel gesehen zu haben.
Über
weite Stecken des Spiels sägten die DGF-Handballerinnen mit Macht am Stuhl des
Tabellenführers aus der Landeshauptstadt. Als Grundstein diente eine
6:0-Abwehr, mit der die Kielerinnen vor allem in ersten Durchgang nicht zu
recht kamen. Sie versuchten zwar das Spiel schnell zu machen, ihnen unterliefen
aber zahlreiche Fehler. DGF nutzte die
Gunst der Stunde und übernahm mit einer starken Keeperin Claudia Harms immer mehr das Kommando.
Der
10:8-Pausenstand, den Katja Nickel mit dem Signal erzielte, war mehr als
verdient.
In
der zweiten Halbzeit schien sich nur kurzzeitig (10:11, 34.) das Blatt zu
drehen. Über 14:11 (39.) und 18:14 (47.) rückte der „Coup“ immer näher. Doch
ein Missgeschick der zweiten Torfrau Mareke Siedenburg – sie stolperte beim Weg
von der Bank zum Tor und stürzte zu Boden – „stimulierte“ offenbar auch ihre
Vorderleute. Im Angriff schlich sich plötzlich eine fast neunminütige Auszeit
ein. Gleich drei Konter fingen sich die DGF-Frauen ein, ehe Holstein über den
Kreis sogar das 18:19 (54.) erzielte. Die Idreatshalle hatte nun ihre
dramatische Schlussphase.
Vor
allem die herausragende Katja Berghold behielt kühlen Kopf und glich zum 20:20
(58.) aus. Der Sieg war nun zum Greifen nah. Doch beste Möglichkeiten wurden
ausgelassen. Zunächst vergab Inke haut einen Konter, dann verfehlte Torfrau
Claudia Harms das verwaiste Kieler Gehäuse. Mit dem Schlusspfiff parierte sie
aber einen Wurf von Katrin Maukel und hielt zumindest einen Punkt fest.
„Kieler
Nachrichten vom 29.9.03“
Nach
den beiden Kantersiegen zum Saisonauftakt in der Regionalliga der Frauen haben
die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen am dritten Spieltag die
erste ernsthafte Feuertaufe mit Bravour bestanden. Der Spitzenreiter ließ sich
von den in der Wahl ihrer körperlichen Mittel wenig zimperlichen Gegnerinnen
des TSV Ellerbek nicht den Schneid abkaufen, nahm den harten Kampf
hochkonzentriert über 60 Minuten an, riss die mehr als 150 Fans im starken
Schlussspurt auch spielerisch von den Sitzen und gewann mit 23:18.
„Zunächst
waren zwar alle etwas nervös, aber im Prinzip sind wir nun mal das beste Team
der Regionalliga“, ließ sich auch HSG-Trainer Bernd Vosgerau mitreißen. Das
sich Franziska Ziegler sowie Stefanie Metz beim Polizeisport kurzfristig leicht
verletz hatten und auch Isabelle von Seeler durch eine Oberschenkelzerrung
etwas gehandikapt war, sollte sich nicht negativ bemerkbar machen. Von Seeler
war sogar die überragende Spielerpersönlichkeit auf dem Parkett und erinnerte
phasenweise mit ihrem engagierten Auftritt an die ehemalige norwegische
Regisseurin der HSG, Lene Ege.
„Isa
ist sicherlich ein Riesentalent und soll keine Angst davor haben, Fehler zu
machen. Den Sprung von der Oberliga in die Regionalliga hat sie schon exzellent
geschafft“, verteilte Vosgerau zu Recht ein Sonderlob an die 21-Jährige
Studentin. „Der Vergleich mit Lene ist zwar ein bisschen hoch gegriffen, aber
es reizt schon, höherklassig zu spielen. Am liebsten mit Holstein“, meinte die
achtfache Torschützin.
HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson
4, Hansen, Köhn 1/1, Kretzschmar 1, Maukel 6/4, Metz, Reimers, Schulz 1, Thoma
2, v.Seeler 8
„Kieler Nachrichten vom 22.9.03“
Die
fabelhafte Frühform der HSG Holstein Kiel/Kronshagen setzte sich beim Höhenflug
in der Handball-Regionalliga der Frauen fulminant fort. Den 28:15-Kantersieg
der Vorwoche zum Saisonstart konnten die Krabben sogar noch einmal mit einem
30:9 (14:2)-Triumph toppen. Das Heimdebakel des Eidelstedter SV kam phasenweise
einer Demontage gleich.
„Leistungsmäßig
steht meine Mannschaft jetzt schon da, wo wir hingehören. Obwohl das Potenzial
mit 80 Prozent zurzeit noch längst noch nicht ausgeschöpft ist“, bescheinigte
HSG-Trainer Bernd Vosgerau seiner ehrgeizigen Spassgemeinschaft erneut einen
Auftakt nach Maß. Sicherheit zuerst, war nur das Motto der ersten Halbzeit.
Immer, wenn die torgefährlichen Eidelstedterinnen Agnes Szpila oder Jeanette
Marquardt einen Fuß über die Mittellinie setzten, erfreuten sich die beiden
Rückraumstrateginnen einer sorgsamen Sonderbewachung durch Katrin Maukel sowie
Ann-Christin Thoma. Nach der frühen Kieler 7:2-Führung brachte diese Maßnahme
die Gastgeberinnen bis zum nächsten Torerfolg zum 17:3 (25.) zur Verzweiflung.
Gedanklich
wie körperlich immer einen Tick schneller am Ball erlaubten die Holsteinerinnen
dem Gegner beim munteren Scheibenschießen überhaupt nur ganze drei Feldtore.
Auch ein Verdienst von HSG-Torhüterin Sigrid Jungjohann, die sich exzellent in
Szene setzten konnte.
HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson
1, Hansen, Köhn 7/1, Kretzschmar 2, Maukel 6/1, Reimers, Schulz 1, Thoma 5,
v.Seeler 5, Ziegler 3
„Kieler
Nachrichten vom 15.9.03“
In
der Handball-Regionalliga der Frauen hat die HSG Holstein Kiel/Kronshagen eine
erste Kostprobe ihres Könnens gegeben. Der 28:15 (12:7)-Kantersieg
der Krabben
zum Saisonauftakt gegen den harmlosen Aufsteiger HT 16 Hamburg machte den 200
Zuschauern Appetit auf mehr.
„Ich
hätte mir ein bisschen mehr Gegenwehr gewünscht, freute sich Bernd Vosgerau
über sein gelungenen Einstand auf der HSG-Trainerbank.
„Die
Hamburgerinnen sind natürlich kein Maßstab für die kommenden Herausforderungen.
Hauptsache, wir haben gewonnen und alle sind gesund geblieben.“ Seine nervös
gestarteten Spielerinnen benötigten einen 25-minütigen Anlauf (9:7) sowie eine
zusätzliche Auszeit, um das Lampefieber abzulegen und den Kontrahenten fortan
engagierter zu bekämpfen. Mit viel Tempo, der besseren Technik und der
ausgefeilten 5:1-Taktik legten die Kielerinnen bis zum 20:9 (40.) die eigene
Messlatte auf ein hohes Niveau.
„Mit
einer konsequenteren Chancenverwertung wäre sicherlich ein höherer Sieg möglich
gewesen, aber ich wollte allen Akteurinnen Spielanteile geben“, sagte Vosgerau.
Torhüterin Sigrid Jungjohann war einmal mehr die Zuverlässigkeit in Person.
Sowohl Katrin Maukel als auch Ann-Christin Thoma agierten gewohnt torhungrig,
und die Debüts von Wiebke Reimers und Isabelle von Seeler waren ebenfalls
vielversprechend.
HSG: Wulf, Jungjohann 1 – Hansen,
Köhn 3, Kretzschmar, Maukel 7, Reimers 1, Schulz 3, Thoma 7, v.Seeler 5,
Ziegler 1
„Kieler
Nachrichten vom 6.9.03“
Das
knapp zweijährige Kapitel unter der sportlichen Leitung von Jan Strunk haben
die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen etwas überraschend, aber
letztlich ohne öffentliche Schuldzuweisungen beendet.
Nach
der Regionalliga-Vizemeisterschaft vor zwei Jahren und dem vierten Platz in der
vergangenen Saison soll mit dem neuen Trainer Bernd Vosgerau an diese Erfolge
angeknüpft werden. Eine gute Woche bleibt noch für den finalen Feinschliff bis
zum Saisonstart am 14.September in eigener Halle gegen den Aufsteiger HT 16
Hamburg, doch schon jetzt spüren die „Krabben“ steigende Spannung und
erwartungsfrohes „Kribbeln“ im Bauch.
„Vom
handballerischen gehört Holstein eigentlich in die zweite Bundesliga. Meine
Spielerinnen glauben nur noch zu wenig an ihre eigenen Stärken“, sagt Bernd
Vosgerau. Der von der DGF Flensborg an die Kieler Förde gewechselte Coach will
seinen Spielerinnen nach den ersten positiven Eindrücken sowie der guten
Stimmung im Team das entsprechende Selbstvertrauen vermitteln. Damit bei der
HSG alles schön harmonisch bleibt, wurde bei den Neuzugängen neben den
technischen und taktischen Fähigkeiten viel Wert auf die charakterlichen
Qualität gelegt. Mit der jungen ungestümen Oberliga-Torjägerin Isabelle von
Seeler, der talentierten Linkshänderin Wiebke Reimers sowie der routinierten
norwegischen Rückkehrerin Anne-Grethe Eggen dürften die Krabben echte
Glückstreffer an Land gezogen haben.
„Die
Euphorie hier ist schon beeindruckend. Ich musste sogar ein bisschen bremsen,
bin mir aber sicher, das wir intern gewappnet wären, um sogar mal eine
sportliche Durststrecke gemeinsam zu überwinden“, ist der 48-jährige Vosgerau
davon überzeugt, keine Ladenhüter, sondern heiße Ware zum weiteren Wohle der
eingefleischten Krabben-Fans im Angebot des Holstein-Kaders zu haben.
Kieler Woche Cup 2003:
„Kieler Nachrichten Juni 03“
Die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen haben ihren
Titel des Vorjahres erfolgreich verteidigt. Beim 25-jährigen Jubiläum des
zweitägigen
Frauen-Turniers um den Kieler-Woche-Cup brillierten die Krabben
mit fünf Siegen in fünf Spielen und bescherten damit dem neuen Coach Bernd
Vosgerau
Einen vielversprechenden Einstand. Da traf es sich gut, dass die
immerhin zwei Jahre in Minden beim Pokalsieger 2001 verschollene Schale gerade
noch rechtzeitig wieder in Kiel aufgetaucht ist.
„Ich bin nach so wenig Trainingseinheiten schon sehr zufrieden.
Wichtig war mir, das die Spielfreude und der Spaß meiner Mannschaft auch für
die Fans rüber gekommen ist“, sagte Vosgerau. Für den wieder erwachten
Holstein-Teamgeist zeichnet aber nicht nur das Nordlicht aus Flensburg
verantwortlich,
sondern auch die drei Neuzugänge Wiebke Reimers (MTV Wisch), Anja
Seemann (eigene Dritte) sowie Oberliga-Torschützenkönigin Isabelle von Seeler
(SG Bordesholm/Brügge). „Eine Linkshänderin wie Wiebke kann man
immer gebrauchen, Anja benötigt noch ein bisschen Zeit und Isabelle ist schon
auf Grund ihrer Schnelligkeit eine Bereicherung“, charakterisiert Vosgerau das
Trio. Zudem empfahl sich Torhüterin Manja Wulf nicht nur wegen dreier
gehaltener Siebenmeter im Sekundentakt in der Schlussphase gegen
Kropp/Tetenhusen für den internen Konkurrenzkampf gegen Stammkeeperin Sigrid
Jungjohann.
Oberliga-Absteiger Holstein 2 scheint unter ihrem
Bundesligaerfahrenen Trainer Michael Fischer mit der richtigen Mischung aus
Talenten und Routiniers auf dem richtigen weg, um den sportlichen
Betriebsunfall in die Bezirksliga wieder auszubügeln. Die früheren Spielerinnen
des SV Friedrichsort setzten ihre Erfolglosigkeit auch nach ihrem kollektiven
Vereinswechsel in den neuen Trikots der SG Bordesholm/Brügge fort.
1. HSG Holstein 1
92:62 10:0
2. TSV Nord
93:88 6:4
3. MTV Heide
79:75 6:4
4. HSG Kropp
88:87 4:6
5. HSG Holstein 2
62:79 3:7
6. Bordesholm
68:91 1:9