Presseberichte HSG 1.Frauen

Saison 2003/04

 

Rückrunde

 

Punktspiel gegen Elmshorner MTV / 1.5.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 3.5.04“

„Krabben" verlängern Abo auf Platz vier

 

Blumen, Tränen und Präsente. Der letzte Spieltag in der Handball-Regionalliga Frauen stand bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen und Olympia Neumünster ganz im Zeichen des Abschieds. Sportlich hatten die Niederlagen keine Auswirkungen mehr auf die Tabelle.

 

HSG Holstein - Elmshorner MTV 20:26 (11:11). Auch wenn Diana Köhn, Sigrid Jungjohann, Isabelle von Seeler und Ann-Christin Thoma zur neuen Saison nicht mehr das Trikot der „Krabben" tragen, so wird die Verbindung nicht verloren gehen. Im Rahmen ihres Abschieds haben alle Dauerkarten für künftige Heimspiele erhalten. Freien Eintritt genießt auch Trainer Bernd Vosgerau, der den Stab ab Juni in die Hände von Fritz Sünkler übergibt.

Gerne hätten die Kielerinnen zum Abschluss noch einmal gewonnen. In der über weite Strecken ausgeglichenen Partie waren es zwei aufeinander folgende Zeitstrafen gegen Stefanie Metz, die der HSG „das Genick brachen". Nach dem 18:20 (50.) zogen die Elmshornerinnen mit fünf Treffern in Folge endgültig davon. „Hier fehlte uns Kraft und Konzentration", so Vosgerau, dessen Team die Saison zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren auf Platz vier abschloss.

 

HSG: Wulf, Jungjohann - Gronau 1, Hansen 3, Ziegler, Thoma 5, Schulz, Metz 1, Reimers 3, Eggen 7/5

 

 

 

Punktspiel gegen TSV Travemünde / 24.4.04:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 26.4.04“

Kieler „Krabben" strandeten in Travemünde

Handball-Regionalliga Frauen: TSV ließ die Korken knallen - Olympia 22:24

Travemünde/Stralsund - Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen konnte die Meisterschaft in der Handball-Regionalliga Frauen nicht mehr spannend gestalten. Nach der Niederlage der „Krabben" steht der TSV Travemünde als Meister und Aufsteiger fest. Olympia Neumünster, das nach bereits feststehendem Abstieg, auch in Stralsund unterlag, bangt nun sogar um Platz zwölf.

 

TSV Travemünde - HSG Holstein Kiel/Kronshagen 22:15 (11:8) - Wiebke Reiners und Ann-Christin Thoma konnten ihr Wurfpech nicht fassen. Von den ersten fünf Versuchen landeten vier am Travemünder Holz. „Deshalb ist das Ergebnis zu deutlich ausgefallen", sagte „Krabben"-Trainer Bernd Vosgerau. Bis zum 7:7 (18.) hielten seine Schützlinge das Match offen. An der unermüdlich rackernden Sonja Hansen als Deckungsspitze biss sich Travemünde manchen Zahn aus. Aber im Angriff war das Fehlen von Isabelle von Seeler, Diana Köhn und der nur sporadisch spielenden Katrin Maukel selbst von Anne Grethe Eggen nicht zu kompensieren. „Es war für uns eine Alternative mehr, aber man merkte ihre die Spielpause seit Januar an", so Vosgerau weiter. Wohl deshalb war das Spiel nach dem Wiederbeginn auch relativ schnell entschieden. Die Gastgeberinnen bauten ihren Drei-Tore-Vorsprung aus der Pause nach vielen Kieler Fehlern auf 18:11 (45.) aus und ließen die Partie ruhig ausklingen. Anschließend gab der Vorstand zum Thema Aufstieg grünes Licht, sodass eine Meisterschaftssause begann.

 

HSG: Wulf, Jungjohann - Gronau, Hansen 3, Ziegler, Thoma 5, Schulz 1, Metz 2, Reimers 1, Gaber, Maukel, Eggen 3/1.

 

 

„Lübecker Nachrichten vom 25.4.04“
Perfekt! Travemünde steigt in die 2. Liga auf
Handball-Frauen sind Regionalliga-Meister – Verein gibt grünes Licht 

Der erste Meistersekt war geleert, da griff Jochen Moll zum Mikro. „Die Mannschaft spielt ,in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga", verkündete der Vorstandsvorsitzende des TSV Travemünde, „Das ist das Geschenk des Vereins an die Mannschaft." Nachdem Moll finanziell grünes Licht für den Aufstieg gegeben hatte, gab es in der Halle am Steenkamp kein Halten mehr. Mit Welle, Diver, Polonaise, Sekt und Bierduschen feierten die Travemünder Handballerinnen ihr 22:15 (11:8) über die HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Damit machten sie einen Spieltag vor Saisonende die Regionalliga-Meisterschaft perfekt. Einer der ersten Gratulanten war Andreas Werft, Marketingbeauftragter der Lübecker Schwimmbäder GmbH: Das Unternehmen ist als Kooperationspartner künftig für die Vermarktung der Handballerinnen zuständig.

"Jetzt werden wir ordentlich feiern", jubelte Trainer Thomas Kruse, der die Mannschaft schon aus der Ober- in die Regionalliga führte, In den 60 Minuten musste er nicht  lange zittern: Nach verkrampftem Beginn (7:7/22.) enteilte Travemünde vor 250 Fans auf 16:8 (41.): „Da  war die Partie entschieden", so Kruse. Für Travemünde trafen: Kathrin Lembke (6), Kerstin Wichmann (4), Kathrin Hansen (4), Sandra Hartz (3), Steffi Krickhahn (2), Grit Nowak (2/2) und Anja Kranz (1).

 

Im Freudentaumel gab Kruse dann noch einen hochkarätigen Neuzugang bekannt. Nach Torhüterin Andrea Thiel (Eilbeck), Linksaußen  Nina Redder und Kreisläuferin Tanja Schmidt (beide A-Jugend/Kisdorf-Leezen) sagte mit der bundesligaerprobten Spielmacherin Dana Kretschmann (29) vom Regionalligisten Eidelstedt die vierte Spielerin zu. „Dana zählte zuletzt immer zu den Top drei der Torjägerinnen.

Allein das spricht für sie. Zudem ist ihre große Erfahrung ein Plus. Ich erwarte eine Menge von ihr", sagt Kruse. Mit Sonja Storch vom Zweitligisten Rosengarten kann er noch mit einer Spielerin für den rechten Rückraum planen. Kruse: „Sonja wurde aber am Knie operiert, wartet noch ab, ob es geht." Sagte es und verschwand in den Hallen-Katakomben zur Meisterfeier, die nun auch eine Aufstiegsparty war. '        

 

 

 

Punktspiel gegen TSV Nord Harrislee / 17.4.04:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 19.4.04“

HSG Holsteins Abwehrstärke entschied bei Nord Harrislee

Die Entscheidung über die Meisterschaft in der Hand­ball-Regionalliga der Frauen ist vertagt. Hier spielen die „Krabben" der HSG Holstein Kiel/Kronshagen, die bei Zweitligaabsteiger Nord Harrislee ihren ach­ten Auswärtssieg einfuh­ren, am nächsten Sonn­abend in Travemünde das Zünglein an der Waage.

 

Nord Harrislee - HSG Holstein 14:17 (6:10)

Es war eine reine Abwehrschlacht, die sich beide Teams lieferte. Immer wieder verfingen sich die Gastgeberin­nen in den Maschen der 5:1-Ab­wehr der „Krabben". Harris­lee-Top-Torjägerin Andrea Zierk bekam keinen Spielraum und traf nur dreimal. Aber auch die Kielerinnen konnten sich nicht recht entfalten. Pech hatte Holsteins Diana Köhn, die nach einem Zweikampf mit einer Oberschenkelverletzung aus­fiel. Katrin Maukel sprang in die Bresche. Eigentlich hatte „Krabben"-Coach Bernd Vos­gerau die Rückraumspielerin lediglich als Siebenmeterschüt­zin aufgeboten. Vor den Augen ihres künftiges Trainers Fritz Sünkler lief bei den Gästen nach dem Wechsel kaum etwas zusammen. Zwölf Minuten blieb das Vosgerau-Team ohne Treffer. Harrislee kam sogar zum 12:12-Ausgleich (43.). Dann waren die Kielerinnen wieder hellwach. Torhüterin Sigrid Jungjohann raubte den Nordlichtern den Nerv, plötz­lich löste sich auch bei Meike Gronau die Bremse. Mit den letzten drei Treffern hatte sie maßgeblichen Anteil am Sieg. „Wir haben das für uns Optima­le herausgeholt", war Vosgerau zufrieden.

HSG: Wulf, Jungjohann - Gronau 3, Hansen 1, Ziegler 1, Thoma 1, Köhn 2/2, Schulz 1, Metz 2, Rei­mers 2, Gaber, Maukel 4/2.

 

 

 

„Flensburger Tageblatt vom 19.4.04“

Zu häufig die Brechstange ausgepackt

TSV Nord leistet sich unnötige 14:17-Schlappe gegen HSG Holstein Kiel

 

Siebenmeter können in ei­nem Spiel eine enorm wichti­ge Rolle spielen. Diese bittere Erfahrung mussten die Frauen des TSV Nord Harrislee in der Regionalligapartie gegen die HSG Holstein Kiel/Kronsha­gen machen. Die Mannschaft von Trainer Olaf Rogge leistete sich von acht ihr zugesproche­nen Strafwürfen vier Fahrkar­ten, die sich im Endergebnis negativ zu Buche schlugen. Der TSV Nord unterlag den Damen aus der Landeshaupt­stadt mit 14: 17 (6:10) Toren­ und enttäuschte auch ansons­ten auf der ganzen Linie.

Einzige löbliche Ausnahme war Nord-Torfrau Astrid Schultner, die sich mühte, ih­re Mannschaft im Match zu­ halten. Doch Horror-Pässe, unkonzentrierte Würfe und jede Menge technischer Fehler sowie Defizite in der Motivati­on, dem permanent bergab laufenden Spielfilm eine ande­re Richtung zu geben, führten zu einem verdienten Gäste­-Erfolg. Ab der 4. Minute lief der TSV Nord einer Kieler Führung hinterher. Für die einzige Ausnahme sorgte Maike Schmunz, die das 11:11 (47.) und 12:12 (48.) erzielte. Das war's dann auch schon. Meike Gronau aus der Kieler „Zweiten" besorgte ihrer Mannschaft in den Schluss­minuten mit drei Toren den Sieg.

Die Kielerinnen gingen 4:1 (10.) in Führung. Der TSV Nord blieb dran und erlaubte den Gästen nach dem 6:7 erst in den letzten zwei Minuten vor dem Wechsel, auf 10:6 da­von zu ziehen. Die beste Phase hatte der TSV Nord im „dritten Viertel", als er den Kielerinnen bei fünf eigenen Toren nur ei­nen Treffer erlaubte. Die Wen­de wurde das jedoch nicht. Ei­ne der Schlüsselszenen für die drohende Niederlage sah Trai­ner Rogge in Maria Schibraths vergebener Riesenchance, als sie leichtfertig mit einem He­ber scheiterte. Das aber war nicht die alleinige Ursache für die Schlappe. Es haperte an vielen Enden - vor allem an dem nun einmal notwendigen Fünkchen Begeisterung. Ein wenig mehr Köpfchen statt der zu häufig eingesetzten Brechstange wäre hilfreicher gewesen. Insgesamt war es ei­ne schwache und zuweilen hart geführte Partie, in der sich Kiels Diana Köhn nach ei­nem Zusammenprall verletzte und ins Krankenhaus einge­liefert werden musste.

TSV Nord: Schultner, Zirbes (ein 7m) - Mathee, König, Warr (5/4), Diederichsen, Zierk (4), Schibrath (1), Schmunz (2), Schol­te (1). Vogeler (1), Bülau.

 HSG Holstein/Kronshagen: Wulf, Jungjo­hann - Gronau (3), Maukel (4/2), Hansen (1), Ziegler (1), Köhn (2:2) Schulz (1), Metz (2), Reimers (2), Garber, Thoma (1).

 

Siebenmeter: 8:4; Zeitstrafen: 3:7; Zu­schauer: 80.

 

 

 

 

„Flensburg Avis vom 18.4.04“

Nord-Express gegen Holstein- Kronshagen auf falschem Gleis

Handball. Der TSV Nord Harrislee unterlag in der Regionalliga der HSG Holstein-Kronshagen 14:17.

HARRISLEE. Das war nicht der Tag der Handballfrauen des TSV Nord Harrislee. Der Nord-Express fuhr auf dem falschen Gleis und verlor in der Handball-Regionalliga gegen die HSG Holstein-Kronshagen 14:17.
Es dauerte bis zur 7. Minute, ehe den Harrisleerinnen ihr erstes Tor zum 1:2 gelang. Holstein-Kronshagen spielte ebenfalls nicht überzeugend und bis zum 6:7 hielt das Heimteam Kontakt. Doch bis zur Pause setzte sich Kronshagen auf 10:6 ab.
Während beim TSV Nord in der ersten Hälfte keine Spielfreude und kein Siegeswillen zu entdecken waren, bäumte sich das Team von Trainer Olaf Rogge im zweiten Durchgang zumindest kämpferisch auf. Das zeigte sich aber leider nur im verbesserten Deckungsspiel. Jetzt dauerte es bis zur 45. Minute, ehe Holstein seinen ersten Treffer markierte. In der 47. Minute glich Nord zum 11:11 aus. Doch dann wurden wieder beste Möglichkeiten vergeben und die Harrisleerinnen gerieten wieder 12:15 in Rückstand. Diesen Drei-Tore-Torsprung hielten die Kielerinnen bis zum 17:14-Endstand. Mitentscheidend für die Nord-Niederlage war, dass von acht Strafwürfen nur vier verwandelt werden konnten.

Enttäuschter Trainer
»Wir haben in der ersten Hälfte grottenschlecht gespielt«, kommentierte ein enttäuschter Nord-Trainer Olaf Rogge, der seinem Team aber in der zweiten Hälfte eine verbesserte kämpferische Einstellung attestierte und insgesamt mit der Deckungsarbeit zufrieden war.
»Was soll ich sagen, uns fehlen fünf Stammspieler, trotzdem haben wir gewonnen. Da ist es egal, dass auch wir überwiegend verkrampft gespielt haben«, kommentierte Holstein-Trainer Bernd Vosgerau, Ex-DGF-Coach, der in der kommenden Saison die Oberliga-Frauen der HSG Tarp-Wanderup trainieren wird.
TSV Nord Harrislee: Zirbes, Schultner - König, Matthee, Warr 5/4, Diedrichsen, Zierk 3, Schibrath 1, Schmunz 2, Scholte 1, Vogeler 1, Bülau 1.
HSG Holstein-Kronshagen: Wulff, Jungjohann - Gaber, Maukel 4/2, Hansen 1, Ziegler 1, Thoma 1, Köhn 2/2, Schulz 1, Metz 2, Gronau 3, Reimers 2.

 

 

 

 

Meldung / 14.4.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 14.4.04“

Ein Zebra kommt zu den „Krabben"

Fritz Sünkler unterschrieb einen Vertrag bei den Regionalliga-Handballerinnen

Das lange Rätselraten ist been­det. Die Regionalliga-Hand­ballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen haben einen neuen Trainer. Gestern Abend setzte Fritz Sünkler seine Un­terschrift unter den Einjahres­kontrakt bei den „Krabben", wo er zum 1. Juni die Nachfolge von Bernd Vosgerau (Jarplund) antritt. Der 40-Jährige und die HSG halten sich dabei die Opti­on für eine längeren Zeitraum offen. „Wenn Bernd in Kiel ge­wohnt hätte, wäre unsere Zu­sammenarbeit nicht schon nach zwölf Monaten zu Ende gewe­sen", betonte Liga-Obmann Klaus Rohde.

Vielleicht stellt Sünkler ja so­gar einen neuen Rekord auf. Zuletzt war der verheiratete Vater von zwei Kindern zehn Jahre für den THW Kiel III als Trainer tätig. „Das Auf und Ab dort war ein Grund für den Wechsel", sagt der Polizei­hauptmeister. Gleich zweimal musste der B-Lizenz-Inhaber mit seinem Team die Bezirksli­ga auf Grund eines Zwangsab­stiegs verlassen.

Über seine Tätigkeit als Lan­desauswahltrainer der Polizei, in der auch die„ Krabben" Ste­fanie Metz, Katrin Maukel und Franziska Ziegler auf Torejagd gehen, kam der Kontakt zur HSG zustande. „Wir haben uns Sünklers Konzept angehört und uns trotz anderer Bewerber für ihn entschieden", sagt Peter Metz vom HSG-Förderverein.

Sünklers erste Amtshand­lungen werden neben der Beob­achtung des Auswärtsspiels am Sonnabend in Harrislee eine Kontaktaufnahme zu poten­ziellen Zugängen sein. Schließ­lich müssen Isabelle von Seeler, Diana Köhn und Sigrid Jungjo­hann ersetzt werden.

 

 

 

 

Punktspiel gegen MTV Heide / 3.4.04:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 5.4.04“

Starke zweite Halbzeit der HSG Holstein

 

Lange Zeit war es nicht berauschend, aber die zweite Halbzeit entschädigte die Fans. Mit einem 30:19 (11:10)-Erfolg über den MTV Heide hat die HSG Holstein nach zuvor zwei Niederlagen wieder die Kurve in der Handball-Regionalliga-Frauen bekommen.

 

„Die Verunsicherung war noch in der gesamten ersten Halbzeit zu spüren“, sagte HSG-Coach Bernd Vosgerau. Die Führung wechselte ständig. Also war es an der Zeit, dass zwei langjährige „Krabben“ das Heft in die Hand nahmen. Ann-Christin Thoma und Diana Köhn – erstmals zentral – sorgten für Druck und Tore aus dem Rückraum. In der ersten Halbzeit hielten Sie ihr Team im Spiel, nach der Pause sorgten sie dafür, dass sich die Kielerinnen absetzten. Das Duo traf zusammen so oft wie alle Heiderinnen!

Dabei gelang Köhn sogar das „Tor des Tages“. Nachdem Heides Torhüterin Nicole Schlichting einen abgefangenen Pass sofort in die Hände von Köhn spielte, warf sie über Freund und Feind hinweg den Ball aus 30 Metern in die Maschen. Das war der Treffer zum 17:11 (39.).

Die Gegenwehr der Dithmarscherinnen erlahmte nun zusehends, weil „Krabben“-Torhüterin Siggi Jungjohann zwischen der 31. und 41. Minute immer stärker wurde und nicht zu bezwingen war. Allerdings arbeitete jetzt die Abwehr auch wesendlich aufmerksamer und fing viele Heider Pässe noch vor dem Torwurf ab.

Später fügte sich auch die zweite Torhüterin Manja Wulf, die in den letzten sieben Minuten nicht mehr zu bezwingen war und noch vier Paraden zeigte, gut ein.

Mit den abgefangenen Bällen und den daraus resultierenden einfachen Toren kehrte das Selbstvertrauen zurück. So war es Wiebke Reimers an ihrem 22. Geburtstag vorbehalten, mit Tor Nummer 30 den Schlusspunkt zu setzten.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Gronau, Hansen 2, Ziegler 2, Thoma 9, Köhn 10/5, Schulz, Metz 1, Reimers 4, Kretzschmar 2

 

 

 

„Dithmarscher Landeszeitung vom 5.4.04“

MTV Heide: Schlaftabletten im Halbzeit-Tee

 

Kronshagen - Die Handballerinnen des MTV Heide wickeln ihre Regionalliga-Saison ab. Bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen verloren sie 19:30 (10:11).
Dieses Mal eilte Trainerin Marta Beles sofort nach dem Abpfiff in die Kabine. "Wir haben sechs Zeitstrafen gehabt. Wenn in zwölf Minuten ein einziger unserer Spielzüge angewandt wird, werde ich sauer." Die Automatismen funktionieren nicht beim MTV, und dafür war das Unterzahlspiel das krasseste Beispiel. Regisseurin Tjarks leitete den
Angriff ein, doch dann verweigerte immer wieder eine andere (Jochimsen, Kühnel, Milde) den Laufweg. Dabei war die HSG Holstein kein unschlagbares Team. Ohne zwei
Leistungsträgerinnen und vor einer ungewissen Zukunft - das Abenteuer Regionalliga gibt nicht nur dem MTV Heide Rätsel auf - behaupteten die Kielerinnen nur mit Mühe ihren Halbzeitvorsprung. "Aber dann haben mich Bekannte auf der Tribüne gefragt, ob wir Schlaftabletten in den Pausen-Tee getan hätten", schilderte Marta Beles
den anschließenden Verlauf.

HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Wolf, Jungjohann - Kretzschmar (2), Hansen (2), Ziegler (2), Thoma (9), Köhn (10/5), Schulz, Metz (1), Gronau, Reimers (4).
MTV Heide: Schlichting, Höhnke - Dallmeier-Tießen, Jochimsen (2), Kühnel (2), Heesch, Milde (10/7), Lück, Finke (1), Tjarks (4), Bernadette Beles.
Schiedsrichter: Meyerfeld/Voss (Hamburg).
Zuschauer: 78.
Zeitstrafen: Kiel/Kronshagen 5 - Heide 6.

 

 

 

Punktspiel gegen SG Kisdorf/Leezen / 21.3.04:

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 23.3.04“

Zum Erfolg gezittert
Die Regionalliga-Frauen der SG Kisdorf/Leezen machten ihren 25:24-Sieg unnötig spannend

 Kisdorf - "Vom Potenzial her können wir mit den besten Teams der Liga mithalten", predigt Trainer Sönke Radetzky schon seit Monaten. Doch die Handballerinnen der SG Kisdorf/Leezen rangieren in der Regionalliga Nordost hinter dem Führungsduo aus Travemünde und Elmshorn "nur" auf Platz fünf der Tabelle (26:18). "Bei uns kehrt immer wieder der Schlendrian ein", nennt Radetzky den Hauptgrund für die mangelnde Konstanz.

Leichtfertigkeit und Konzentrationsmängel gab es auch nach dem 25:24 (15:9)-Erfolg im prestigeträchtigen Heimduell gegen den Landesrivalen HSG Holstein Kiel/Kronshagen zu bemängeln. In der 47. Minute führten die Gastgeberinnen, die bis dahin eine blitzsaubere Vorstellung abgeliefert hatten, noch mit 23:17. "Der Sieg war eigentlich in trockenen Tüchern, doch was dann geschah, geht auf keine Kuhhaut", meinte Radetzky verärgert. Reihenweise individuelle Fehler, gepaart mit unverständlichen Entscheidungen der Schiedsrichter, ließen die Gäste binnen zehn Minuten zum 23:23-Ausgleich herankommen. Ein Happy End für die Gastgeberinnen gab es nur, weil eine Minute vor dem Ende Anja Scheunemann viel Mut bewies und mit ihrem ersten Treffer aus dem Rückraum den Sieg sicherte.
Die Regisseurin der SG, die in der letzten Partie beim TSV Nord Harrislee die rote Karte gesehen hatte, war laut Statuten des Handball Verbandes nur mit einer Matchsperre belegt und durfte auflaufen. Rot kassierte diesmal Teamkollegin Inga thom Suden, die bei der Abwehr eines Kieler Gegenstoßes die Angreiferin leicht berührte, ohne sie am erfolgreichen Torwurf zu hindern. "Ein Witz!", kommentierte Radetzky den Pfiff der Unparteiischen erbost. "Und an Heidi Kabel hängen die gegnerischen Spielerinnen die ganze Zeit über wie die Kletten. Und es gibt nicht einmal Freiwurf, weil Heidi so groß gewachsen ist", macht sich der SG-Coach Luft. Insgesamt überwogen indes die positiven Eindrücke in einer geschlossen auftretenden Mannschaft. Sonderlob gab es für Anja Krönert, die Torjägerin des A-Jugendteams, die sich mit sechs Treffern für künftige Einsätze empfahl. "Für die kommende Spielzeit rechne ich fest mit ihr", so Radetzky, der noch die eine oder andere Neuverpflichtung tätigen möchte, um im kommenden Jahr an der Tabellenspitze mitzumischen.

Die Tore der SG Kisdorf/Leezen: Anja Krönert (6), Heidi Kabel (5/1 Siebenmeter), Mirja Penk, Anja Scheunemann (je 4), Saskia Rickert, Olga Zehetbauer (je 2), Katja Bernreuther (2/1).

 

 

 

„Kieler Nachrichten vom 22.3.04“

HSG Holstein fehlte in Kisdorf der „Mumm“

Kisdorf/Leezen – HSG Hol/Kro 25:24 (15:9)

 

Nach der unnötigen Niederlage gegen Berlin war auch in Kisdorf eine große Verunsicherung bei den „Krabben“ zu sehen. „Wir waren zu zaghaft im Angriff und hatten keinen Mumm in der Abwehr“; analysierte Holstein-Trainer Bernd Vosgerau. So war es wenig verwunderlich, dass seine Mannschaft auf 4:10 (20.) zurückfiel. Gegen die robusten Gastgeberinnen war Passivität das falsche Rezept. Erst als die Kielerinnen aus der Lethargie

Erwachten, gelang es den Rückstand in Grenzen zu halten.

 

Nach der Pause bot sich ein verändertes Bild. Kampf und Leidenschaft ließen den Rückstand auf 14:16 schmelzen. Als Diana Köhn und Ann-Christin Thoma zwei Zeitstrafen aufgebrummt bekamen, zogen die Kisdorferinnen mit vier Toren in Folge wieder davon. Doch sie waren nicht mehr im sicheren Fahrwasser. Vier Minuten vor dem Abpfiff hatten die „Krabben“ beim 23:23 wieder ausgeglichen. Diesmal aber klebte Sonja Hansen das Pech an den Fingern. Beim 24:24 traf die Mannschaftsführerin den Pfosten, während Kisdorfs Heidi Kabel 20 Sekunden vor dem Abpfiff mit ihrem sechsten Treffer alles klar machte. „Die zweite Halbzeit war für unsere Verhältnisse ganz ordentlich, weil die Mannschaft den Kopf nicht in den Sand gesteckt hat“, meinte Vosgerau.

 

HSG: Wulf, Meyer – Gronau 1, Hansen 2, Ziegler 1, Thoma 5, Köhn 7/2, Schulz, Metz 2, Reimers 5, Gaber 1

 

 

 

Punktspiel gegen SG TMBW Berlin / 13.3.04:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 15.3.04“

HSG Ausrutscher kann für Olympia teuer werden

Holstein blamierte sich beim 19:24 (10:9) gegen Berlin

 

Peinlicher Ausrutscher der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handballregionalliga der Frauen. Durch die Pleite gegen TMBW Berlin sorgten die „Krabben“ für zusätzliche Dramatik im Abstiegskampf, dem am Saisonende der Landesrivale aus Neumünster – trotz des Erfolges in Hamburg – zum Opfer fallen könnte.

 

Vor dem Spiel lugte Diana Köhn noch einmal auf den Minifernseher, um sich vom Champions-League-Halbfinale ein paar Anregungen zu holen. Nach dem Spiel verschwand sie genau so schnell  in der Kabine wie Magdeburgs Handballer in Flensburg. Beide Teams hatten klar verloren und sich mehr ausgerechnet.

Bei den Krabben muss sich jedoch entschuldigend hinzugefügt werden, dass mit Isabelle von Seeler (87 Tore) und Katrin Maukel (100) die Torfabrik verletzt ausfiel. Da auch Anna Carlsson und Anne-Grethe Eggen nicht mit von der Partie waren, fehlte Ann-Christin Thoma die Unterstützung. Die 27-jährige warf 7 Tore aus 15 Versuchen, doch der rechte Flügel lahmte völlig. „Wir hatten nur eine Rückraumspielerin“, ärgerte sich Krabben-Coach Bernd Vosgerau. So wurde aus dem 7:9 (27.) nur mit Mühe noch eine Pausenführung. Als die Krabben nach dem Seitenwechsel ein 15:13 (41.) binnen neun Minuten verspielten, waren die Punkte futsch. Die Abwehr war zu zaghaft und zu zögerlich. „Es war angesagt, dass Neupauer und Hartmann immer zur Mitte ziehen“, sagte Vosgerau und ordnete Manndeckung an. Aber die beiden Berliner Rückraumspielerinnen trafen weiter nach Belieben und entführten zwei nicht für möglich gehaltene Punkte an die Spree.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Gronau, Hansen 3, Ziegler, Thoma 7, Köhn 6/4, Schulz 2, Metz, Reimers 1

 

 

 

Punktspiel gegen MTV Wandsbek 72 / 28.2.04:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 1.3.04“

HSG Holstein erholte sich vom Schock der Seeler-Verletzung

MTV Wandsbek – HSG Holstein 25:28 (18:12)

 

Hut ab vor den „Krabben“ der HSG Holstein Kiel/Kronshagen trotz schwerer Verletzung von Torjägerin Isabelle von Seeler und zeitweise aussichtslosen

Rückstand, erkämpfte sich das Team von Bernd Vosgerau in Wandsbek zwei Punkte.

 

Großer Schock für die Kielerinnen bereits in der zweiten Spielminute: Isabelle von Seeler hatte sich den linken Mittelhandknochen gebrochen und schied aus. Damit war das Team von Bernd Vosgerau um eine weitere Rückraumspielerin reduziert. „Das war wie ein Schock. Torwart, Abwehr, alles war nicht gut“, so ein enttäuschter Trainer. Als die selbst ernannten jungen Wilden aus Wandsbek mit einer starken Martina Bauer (10 Tore) die Gunst der Stunde nutzten und auf sechs Tore zur Halbzeit davon zogen, schien die Niederlage für die Kielerinnen nicht mehr vermeidbar.

Nun redete Vosgerau in der Kabine Tacheles und forderte Einsatz und Kampf. Die Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Diana Köhn ignorierte ihre Bänderverletzung, Torhüterin Sigrid Jungjohann steigerte sich, Dajana Schulz zog im Rückraum die Fäden. Der 24:24-Ausgleich (53.) war nur eine Durchgangsstation, die Kielerinnen legten noch vier Treffer zum umjubelten Sieg nach. „Nun muss mit den Verletzungen aber auch mal Schluss sein.

Aber Kompliment an die Mannschaft, die sich in der zweiten Halbzeit wirklich reingehängt hat“, freute sich Vosgerau.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Hansen 4, Köhn 8/4, Schulz 3, v.Seeler 1/1, Gronau 1, Reimers 5, Ziegler 2, Metz, Thoma 4

 

 

 

Meldung:

 

„Kieler Nachrichten vom 27.2.04“

HSG auf Trainersuche

 

Nach den Regionalliga-Fußballern der KSV Holstein wechseln jetzt auch die Handballerinnen ihren Trainer – allerdings nicht sofort. Die Weg von Bernd Vosgerau und des Frauen-Regionalligisten HSG Holstein Kiel/Kronshagen trennen sich zum Saisonende.

 

Während den Störche-Kickern jedoch bereits ein Nachfolger ins Netz gegangen ist, hat HSG-Obmann Klaus Rohde gerade erst die Angel ausgeworfen.

„Es ist schade, dass Bernd aufhört“, sagte Rohde, der am Dienstag ein Gespräch mit der Mannschaft führen wird. Hier soll sich dann auch klären, ob die Spielerinnen Sigrid Jungjohann, Diana Köhn und Isabelle von Seeler die „Krabben“ ebenfalls verlassen. Die Spielerinnen sind vertragsfrei und werden vermutlich ihren Trainer Bernd Vosgerau folgen.

Dieser hat zur kommenden Spielzeit beim Frauen-Oberligisten HSG Tarp-Wanderup angeheuert, bei dem er die Nachfolge von Melf Carstensen antreten wird. „Wir werden die Situation einfach noch einmal erörtern“, will Rohde die Spielerinnen nicht kampflos ziehen lassen.

Anders sieht es in der Trainerfrage aus. Zwischen Vosgerau und der HSG bestand nur ein Zwölf-Monats-Abkommen. „Ich habe dem Verein bereits im Dezember gesagt, dass ich zum Saisonende ausscheiden werde“, sagte Vosgerau. Für den Lageristen, der in Jarplund wohnt, ist der Aufwand zu groß.

„Ich bin viereinhalb bis fünf Stunden unterwegs, das steht in keinem Verhältnis zum Ertrag“; begründete der Coach das Ende seines Engagements.

Der tabellarische Ertrag ist augenblicklich der vierte Platz. Alle hatten sich mehr versprochen. So stand Vosgerau mehrfach nur mit wenigen Spielerinnen beim Training. „Berufliche Veränderungen und Verletzungen haben uns ins Hintertreffen gebracht“, sagte Rohde. Unterdessen laufen die Gespräche mit potenziellen Nachfolgern. Bis zu seinem Amerika-Urlaub Mitte März will der HSG-Obmann alles in trockenen Tüchern haben.

 

 

 

 

Punktspiel gegen Olympia Neumünster / 21.2.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 23.2.04“

Von Seeler: “Schön, dass es so einfach war“

HSG Holstein Kiel/Kronshagen besiegt Olympia Neumünster mit 27:14

 

Meistens sind Derbys geprägt von Kampf, Einsatz und Leidenschaft. Im Spiel der Handball-Regionalliga der Frauen zwischen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen und Olympia Neumünster, das die Gastgeberinnen ohne Mühe mit 27:14 (15:5) gewannen, waren diese Attribute nicht in der Waagschale zu finden. Zu groß das Ungleichgewicht zwischen beiden Mannschaften.

 

„Schön, dass es so leicht war“, freute sich Holsteins erfolgreichste Torjägerin Isabelle von Seeler, die in der Jugend noch für Olympia spielte.

Dabei begann die Begegnung mit einer Schrecksekunde für die HSG. Diana Köhn hatte sich ihren Fuß vertreten, brach mit einem Aufschrei zusammen und schied aus. „Viel schlimmer ist, dass ich nächste Woche Prüfung habe“, meinte sie und begab sich zur genaueren Diagnose in die Klinik.

 

Von einem Schock bei ihren Mitspielerinnen jedoch keine Spur. Zwei Treffer von Katrin Maukel und Wiebke Reimers ließen die Schützlinge von

Trainer Bernd Vosgerau leicht auf 3:0 (7.) davonziehen. Auf der anderen Seite fehlte es dem Neumünsteraner Angriff ohne Andrea Petersen (Gehirnerschütterung), Kerstin Felkel (Kreuzbandriss) und jetzt auch noch Angela Schneider (Schulter) einfach an Durchschlagskraft. Zu den

Unzulänglichkeiten kamen im ersten Spielabschnitt auch noch drei vergebene Siebenmeter.

Die Kielerinnen zogen von 7:4 (18.) bereits zur Pause auf zehn Treffer davon. „Das war überraschend einfach“, hatte Vosgerau mehr Gegenwehr erwartet. „Das war ganz schwach von Neumünster. Ich hatte sie ja schon oft gepfiffen, aber so schlecht waren die noch nie“, kommentierte der ehemalige Regionalliga-Schiedsrichter Ulrich Wölffel (Kiel) die Leistung der Gäste. In der Tat sprechen 23 Ballverluste, die im Tennis „unforced errors“ heißen, eine deutliche Sprache. Äußerlich ruhig, aber vom Auftreten seiner Mannschaft schockiert, prangerte Neumünsters Trainer Volker Paul die Hilflosigkeit an. „Wir verhalten uns trotz anderer Anweisungen taktisch einfach unclever“. Ohne die erstmals spielberechtigte Maria Zervena, die insgesamt achtmal traf, wären die Gäste wohl sogar unter zehn Tore geblieben.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Maukel 6/3, Hansen, Köhn, Schulz 2, v.Seeler 9/1, Gronau, Reimers 1, Ziegler 3, Metz 1, Thoma 5

 

 

 

„Holsteinischer Courier vom 23.2.04“

Neuzugang Cervena einziger Lichtblick bei Olympias Frauen

Neumünsters Handball-Regionalligist verliert 14:27 bei Holstein/Kronshagen und spürt den Drittletzten MTV Heide nun ganz dicht im Nacken

 

Ohne jede Chance waren die Handballerinnen von Olympia Neumünster im Regionalliga-Derby bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen.

Spektakulärer als die deftige 14:27 (5:15)- Niederlage war da schon die offizielle Lüftung einer Neuverpflichtung, die mit acht Toren gleich zur torgefährlichsten Olympianerin avancierte: Maria Cervena.

Am Freitagnachmittag kam vom Deutschen Handballbund die lang ersehnte Spielgenehmigung für die Tschechin, die schon seit einigen Wochen

bei den Neumünsteranerinnen mittrainiert und vom sächsischen Regionalligaabsteiger HCS Neustadt-Sebnitz kam.

 

„Sie war die Einzige, die den Mut und die Form hatte, aus dem Rückraum gegenzuhalten. Sicher nicht ganz fehlerfrei, aber für den Einstand war das schon in Ordnung“, nannte Trainer Volker Paul einen der aus Gästesicht wenigen Lichtblicke der einseitigen Begegnung. Die groß gewachsene Rückraumspielerin brach mit ihrem Tor (10.) den Bann der erfolglosen Auftaktphase. Die nächsten zehn Minuten bis zum 7:4 (20.) blieb Olympia im Spiel, dann scheiterten Zervena und Janina Wildner kurz hintereinander bei Siebenmetern an Kiels Torhüterin Sigrid Jungjohann, und die bislang höchste Saisonniederlage nahm seinen Lauf.

„Hier kippte das Spiel zugunsten Kiels“; sagte Paul mit Blick auf den deutlichen 5:15-Pausenrückstand. Olympia verkürzte nach dem Wechsel zwar noch einmal – so etwa beim 9:17 (40.) - , hatte aber nicht mehr viel entgegenzusetzen, was angesichts der personellen Situation bei den Grün-Weißen aber auch nicht weiter verwundert.

„Wir haben immer in Kiel verloren, sicher hätte der Spielverlauf und das Ergebnis moderater ausfallen können. Schade für das Torverhältnis“, so Paul. Wohl war, denn der MTV Heide, Olympias härtester Konkurrent im Abstiegskampf, kommt auf. Die Dithmarscherinnen gewannen ihr Heimspiel gegen die SG TMBW Berlin mit 27:17 und liegen mit 8:30 Punkten jetzt nur noch einen Zähler hinter Olympia. Der März mit den Begegnungen in Berlin, gegen HT 16 Hamburg und gegen Eidelstedt wird für Olympia der Monat der Wahrheit.

 

 

 

 

Punktspiel gegen Stralsunder HV / 15.2.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 16.2.04“

„Krabben“ fischten die Punkte weg

Hol/Kro siegte 25:24 (14:9) in Stralsund...

 

Gerade einmal mit neun einsatzfähigen Spielerinnen war die HSG Holstein Kiel/Kronshagen zum Spiel in der Handball-Regionalliga nach Stralsund gefahren.

Nach knapp 15 Minuten des Abtastens kamen die Kielerinnen dank verbesserter Abwehrarbeit auch im Angriff besser in Schwung. Sehenswerte Kombinationen über den Kreis schloss immer wieder Dajana Schulz erfolgreich ab. So setzten sich die Schützlinge von Trainer Bernd Vosgerau über 8:5 (20.) scheinbar sicher auf fünf Tore zur Pause ab.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts änderte Stralsund jedoch die Taktik: Manndeckung gegen Isabelle von Seeler. Als die Maßnahme noch nicht ganz griff, wurde mit Katrin Maukel auch noch eine zweite Rückraumspielerin persönlich „beschattet“.

„Da fehlte es uns doch an Wechselmöglichkeiten, um taktisch zu reagieren“, kommentierte Vosgerau drohendes Unheil. Der Vorsprung schmolz jetzt Tor um Tor. 14 Minuten vor dem Ende führten die Gäste nur noch 20:18. Zum Glück war jetzt Diana Köhn besonders gut drauf. „In der ersten Halbzeit hat sie noch alles verworfen, dann aber wichtige Tore gemacht“, lobte Vosgerau. Mit viel Kampfgeist behauptete seine Mannschaft auch die Führung. Der Stralsunder Anschlusstreffer kam zu spät.

„Von unseren Möglichkeiten her haben wir mit den zwei Punkten das Optimale herausgeholt“, so Vosgerau anschließend.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Maukel 6/2, Hansen, Köhn 6/1, Schulz 6, v. Seeler 4, Gronau, Reimers 3

 

 

 

Pokalspiel gegen SG VfL Bad Schwartau / 7.2.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 9.2.04“

Köhn führte HSG zum Pokalsieg

Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen hat den Einzug in die erste DHB-Pokalhauptrunde geschafft. „Es war ein kleiner Schritt nach vorne“, freute sich Krabben-Coach Bernd Vosgerau nach dem Erfolg in Schwartau.

Zuletzt hatten die Krabben in der Punktrunde zwei schlechte Spiele abgeliefert. Nun zeigt die Formkurve wieder nach oben. Ohne Anna Carlsson und Ann-Christin Thoma, die aufgrund ihrer Schulterverletzung geschont wurde, bedurfte es jedoch einer Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt. Als nämlich Diana Köhn auf der Bank behandelt wurde, zog der Oberliga-Spitzenreiter aus Schwartau schon auf 14:11 davon. Doch Köhn kam wieder und half den Kielerinnen zurück in die Erfolgsspur. Beim 20:17 (47.) schien der Sieg bereits sicher, doch die Schwartauerinnen kämpften sich noch einmal heran, ehe die Gäste in den Schlussminuten den längeren Atem bewiesen. „Das Erfolgserlebnis war wichtig, aber der Pokal ist nur Beiwerk“, kommentierte Vosgerau.

HSG: Wulf, Jungjohann – Maukel 7/4, Hansen 3, Köhn 4, Schulz 2, Eggen 3, v.Seeler 5, Gronau 1, Reimers

 

„Lübecker Nachrichten vom 10.2.04“

Dramatik bis zum letzten Abpfiff

Der Pokal hat wirklich seine eigenen Gesetze: Während die Frauen des VfL Bad Schwartau beim 23:25 gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen nur knapp eine Überraschung verpassten, schrammte der ATSV Stockelsdorf mit einem 24:23 beim TSV Ellerbek II nur soeben an einer Blamage vorbei.Als Trainer Wolfgang Wulf vom VfL Bad Schwartau zufrieden und müde zu fortgeschrittener Stunde das "RELAX" verließ, tanzten seine Mädels noch immer ausgelassen im Foyer der Jahn-Halle umher. Das 23:25 des Oberliga-Spitzenreiters gegen den Regionalliga-Vierten tat der Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil. "So eine tolle Atmosphäre habe ich das letzte Mal vor 20 Jahren in der Frauen Bundesliga erlebt", schwärmte "Ede" Wulf.Rund 300 Fans standen zeitweise auf den Stühlen, die von den VfL-Handballern ausgeliehenen Trommler der "Schlümpfe" lieferten sich ein lautstarkes Duell mit den Kieler "Krabben". Die 60 Mini-Mix-Spieler, die die Teams aufs Feld geleitet hatten, stimmten Schlachtgesänge an, Rosen wurden geschwenkt. Da staunte auch die aufmerksame Konkurrenz aus Buntekuh.Auch auf dem Feld lieferten sich die Kontrahenten einen packenden Handball-Krimi. Kurz vor der Pause ging Schwartau erstmals mit 12:10 in Führung, baute diese mit Tempo (Astrid Geske/6) und Übersicht (Claudia Brandt/5) auf 17:14 (37.) aus. "Unser Spiel war gut anzuschauen, wir haben prima mitgehalten", lobte Wulf. Gegenüber Bernd Vosgerau monierte: "Wir haben nicht andeutungsweise gezeigt, was wir können." Die Kielerinnen dürften hocherfreut gewesen sein, dass ausgerechnet die Schwartauerinnen sie ins Rennen zurückbrachten. 17 Minuten lang fiel kein VfL-Treffer mehr, Holstein ging mit 20:17 in Führung (50.). Doch das Krimi-Drehbuch sah erneut eine Wende vor. Nun war wieder der Außenseiter am Zuge, glich durch zwei Treffer von Nicole Schütz zum 23:23 aus.Die Fans hielt es schon lange nicht mehr auf den Sitzen, doch als Anne-Grete Eggen den letzten Ball via Innenpfosten ins Tor zauberte, war der VfL-Traum von der 1. Pokalrunde geplatzt. "Trotzdem kommt bei uns keine Trauer auf", verzieh "Ede" rasch, denn schon verabschiedeten sich beide Teams mit der Welle, feierten später gemeinsam ausgelassen, freuten sich über die Anerkennung, die von allen Seiten auf sie einprasselten. Weitere VfL-Tore: Struppek (4), K.Tamm, Stapelfeldt (je 2), J.Tamm (1/1), Ewert (1).

 

Punktspiel gegen DGF Flensborg / 1.2.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 2.2.04“

HSG Hol/Kro weiter auf Talfahrt

 

Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen befindet sich in der Handball-Regionalliga der Frauen auf Talfahrt. Ein bisschen wird DGF Flensborg dabei zum Schreckgespenst. Der letzte Sieg gegen die Nordlichter liegt nun schon 14 Monate zurück.

Eigentlich kennt „Krabben-Trainer“ Bernd Vosgerau die Flensburgerinnen aus dem „eff-eff“. Als ehemaliger DGF-Trainer weiß er, wohin die Spielerinnen werfen und wie sie sich bewegen. Geholfen haben diese Informationen seinen Frauen gestern Abend wenig. „Wir waren auch im Kopf zu langsam“, meinte der Coach. Nach einem 2:6-Fehlstart (8.) keimte nur kurz Hoffnung auf, als Diana Köhn dreimal in Folge traf und auf 8:10 (23.) verkürzte. Aber dem Kieler Angriffsspiel fehlte der Druck und in der Abwehr taten sich zu große Lücken auf. Vor allem Katja Berghold bedankte sich mit neun Toren aus elf Versuchen.

Sigrid Jungjohann und Manja Wulf blieben ohne Abwehrchance. Als im zweiten Spielabschnitt das Licht in der Halle Kronshagen verstärkt wurde, blieb das Kieler Spiel im dunklen. Dabei probierte Vosgerau nahezu alle Aufstellungsvarianten aus und nahm auch Auszeiten – es half nichts.

Holstein-Hallensprecher Gerd Lins sprach sogar vom schlechtesten Saisonspiel.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson 1, Maukel 4/2, Hansen 1, Thoma, Köhn 6/3, Schulz 2, Eggen 1, v.Seeler 3, Gronau, Reimers 

 

 

 

„Flensburg Avis vom 2.2.04“

DGF legte Grundstein in der Abwehr

 

FLENSBURG. Handball-Regionalligist DGF Flensborg hat auf beeindruckende Art und Weise beide Punkte mit vom Auswärtsspiel bei der HSG Holstein-Kiel/Kronshagen geholt. Der SdU-Vertreter gewann klar und deutlich mit 26:18 (12:9) und richtet damit den Blick in der Tabellen wieder nach oben.
»Wenn einer für den anderen spielt, dann sind wir eine Super-Mannschaft«, lobte DGF-Trainer Hans-Jørn Kellner den Auftritt seines Teams in der Landeshauptstadt.
Bereits nach einer Viertelstunde zeichnete sich eine Vorentscheidung ab. DGF legte den Grundstein für den gelungenen Auftritt in einer kompakten Abwehr und führte schnell mit 8:3 (15.). Die gastgebende HSG agierte weiter formschwach und lag nach dem 9:12-Pausenrückstand beim 11:17 (40.) aussichtslos in Rückstand. Ob die 6:0-Variante oder die in der zweiten Halbzeit demonstrierte 5:1-Abwehr - DGF war stark und setzte sich über 19:13 (46.) unaufhaltsam bis auf 23:16 ab.
DGF Flensborg: Harms, Siedenburg - Berghold 9/1, Haut 6, Paulsen, Hupfeld 3, Nickel 4, Mau 1, Terkelsen 1, Vogel 1, Timm 1.
Vor der Partie wurde die Mannschaft davon unterrichtet, dass Agnieszka Wilkosz eine Babypause einlegt.

 

 

„Flensburger Tageblatt vom 2.2.04“

26:18 – DGF „vernascht“ Kieler Krabben

 

Die Regionalliga-Handballerinnen von DGF Flensborg haben eine ungewöhnliche Serie beendet. Mit dem 26:18 (12:9) bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen,

vor dem Spieltag Dritter, gewannen die Flensburgerinnen erstmals gegen ein Team, das in der Tabelle zwischen den Plätzen eins und zehn zu finden ist.

Als die DGF-Spielerinnen erfuhren, dass ihre Leistungsträgerin Agnieszka Wilkosz in dieser Saison nicht mehr mitspielen wird, entstand ein weiterer

Motivationsschub für die Fördestädterinnen. „Wir haben in Heide ohne Agnieszka gewonnen, also können wir auch ohne sie in Kronshagen gewinnen“, schwor DGF-Trainer Hans-Jörgen Kellner seine Spielerinnen auf die Partie bei den Kieler „Krabben“ ein.

 

Die Gastgeber deckten Flensburgs Haupttorschützin Katja Berghold zeitweilig kurz. Doch die Gäste waren gut darauf vorbereitet. Es waren die drei Außen

Haut, Hupfeld und Timm, die in dieser Phase Verantwortung übernahmen. „Unser Spielkonzept ist genau aufgegangen“, freute sich Kellner. In den letzten Spielen fiel DGF nach der Halbzeitpause stets in ein Formtief. Doch nicht in diesem Spiel.

Nach dem 12:9 zur Halbzeit zog DGF über 17:11 auf 25:17 davon. Auch die zehn Siebenmeter, die die Schiedsrichter gegen DGF verhängten, brachten den Auswärtssieg nicht in Gefahr.

 „Ich kann nur loben. Das war eine super Mannschaftsleistung“, war Kellner begeistert. 

 

 

Punktspiel gegen TSV Ellerbek / 25.1.04:

 

„Kieler Nachrichten von 26.1.04“

19:26 – HSG-„Krabben“ zeigten nur 50 Prozent

Handball-Regionalliga: Kielerinnen lagen schnell 0:5 hinten

 

Der Traum von der Meisterschaft ist schon seit längeren geplatzt. Jetzt ist für die HSG Holstein Kiel/Kronshagen, die gestern beim TSV Ellerbek 19:26 (10:16) unterlag, sogar Platz drei in der Handball-Regionalliga der Frauen in Gefahr. „Wir haben so gespielt, wie wir trainieren – eben nur zu 50 Prozent“, sagte Krabben-Coach Bernd Vosgerau zu einer erschreckend schwachen Vorstellung.

Obwohl Vosgerau beim 0:5-Rückstand nach 6:02 Minuten bereits eine Auszeit nahm, kamen die Krabben nicht in Schwung. Die offensive Ellerberker

5:1-Abwehr mit den Bundesliga erfahrenen Marion Werner und Regine Teschke entpuppten sich als unüberwindbar.

 

Wenn dann noch etwas aufs Tor kam, waren die Bälle meist eine sichere Beute von Maike Koberg. Dagegen konnte sich Kiels Torhüterin Manja Wulf kaum auszeichnen und musste nach knapp 20 Minuten Christine Meyer Platz machen. Ellerbek steuerte nach dem 6:1 (9.) über 9:6 (15.) dem Sechs-Tore-Halbzeitvorsprung entgegen. Einzig Katrin Maukel und Isabelle von Seeler setzten mit zusammen neun Treffern im ersten Spielabschnitt Akzente.

„Das ist alles viel zu unkonzentriert“, rätselte HSG-Obmann Klaus Rohde. Daran änderte sich auch nach dem Wiederanpfiff der Schiedsrichter Siebert/Wenzel (Spreewald) wenig. Von Seeler fehlte die Kraft, Maukel ein druckvoller pass. Da auch Ann-Christin Thoma nicht zündete, probierte Vosgerau verschiedene Varianten. So durfte auch Wiebke Reimers, Pernille Larsen und Franziska Ziegler ran. Sonja Hansen wechselte an den Kreis. Es blieb ohne Wirkung. Nur das drohende Debakel, das sich beim 12:21 (44.) und 14:23 (51.) zwischenzeitlich abzeichnete, wehrten die Kielerinnen ab.

 

HSG: Wulf, Meyer – Maukel 8/3, Hansen 3, Ziegler, Thoma, Köhn 1, Schulz 1, Larsen, v.Seeler 5, Gronau, Reimers 1

 

 

 

„Pinneberger Tageblatt vom 26.1.04“

Selbst in Unterzahl zu stark für Kiel/Kronshagen

Ellerbek (ber). Nur zu Beginn der zweiten Halbzeit wirkten die Handball-Frauen des TSV Ellerbek (Regionalliga) etwas unsicher - sechseinhalb Minuten gelang ihnen kein Treffer. Dann aber brach Regine Teschke mit dem 17:11 den Bann, und fortan lief es wieder wie geschmiert. Am Ende besiegte Ellerbek die HSG Kiel/Kronshagen - immerhin als Tabellendritter angereist - souverän mit 26:19 (16:10).
Regine Teschke (spielte trotz starker Erkältung) feierte das erste TSV-Tor nach der Pause ohnehin besonders, hatte die Rechtshänderin es doch mit links erzielt. Das passte freilich zum gesamten Spiel. Denn bei den Gastgeberinnen klappte nahezu alles. Tempogegenstöße münzten sie konsequent in Torerfolge um, Keeperin Maike Koberg parierte gleich 18 Würfe und die Deckung agierte konstant auf hohem Niveau.
Da konnte Ellerbek nicht einmal die „klare Benachteiligung durch die Schiedsrichter bei Strafzeit-Entscheidungen“ (TSV-Trainerin Dr. Birgitt Geißler) etwas anhaben: Denn als das Heimteam Ende der ersten Halbzeit drei Minuten lang in Unterzahl spielte (eine Minute gar zu viert gegen sechs), da warf Kiel/Kronshagen nur einmal (!) aufs Tor - und diesen Versuch Isabelle von Seelers vereitelte Koberg mit einer herrlichen Fußabwehr. Das HSG-Dilemma machte dann Vivien Busch komplett, als sie einen Tempogegenstoß zum 14:9 verwertete; Viola Kosiedowski hatte den Ball erobert, obwohl die Gäste gleich zwei Frauen mehr auf dem Feld hatten.
Ihen Chef-Trommler Thore Sörensen und Co. auf der Tribüne hatten Ellerbeks Frauen allerdings schon nach acht Minuten in Ekstase versetzt: Da lag das Geißler-Team nämlich bereits mit 6:0 in Front. Diese Führung verteidigte es souverän; nie verkürzte Kiel/Kronshagen den Abstand auf weniger als vier Treffer. Spätestens fünf Minuten vor Abpfiff, als Viola Kosiedowski zum 24:17 traf, war der viel zitierte Drops dann endgültig gelutscht.
Manch Fan in der Harbig-Halle fragte sich, wie Ellerbek das Hinspiel nur verlieren konnte. Ob das auch am kommenden Wochenende beim EMTV - besiegte den TSV am 3. Oktober mit 26:23 - so eintritt? An Selbstvertrauen fehlt es den Geißler-Schützlingen zumindest nicht: „Wir fahren dahin, um zu gewinnen“, so die Trainerin. Allerdings ohne Vivien Busch. Die feierte gegen Kiel/Kronshagen einen tollen Abschied (Schwangerschaft) vom Regionalliga-Alltag - als beste Feldtorschützin des Spiels.

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 26.1.04“

26:19 - Triumph im Verfolgerduell

Ellerbek - Die Handball-Frauen des TSV Ellerbek haben ihre Option auf Platz drei in der Abschlusstabelle der Regionalliga Nordost gewahrt: Im Spitzenspiel des Tages besiegten sie (derzeit auf dem vierten Platz ) vor 130 Zuschauern in der heimischen Harbig-Halle die HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 26:19 (16:10) und verkürzten den Rückstand auf die drittplatzierten Gäste auf einen Punkt. Zugleich glückte den Ellerbekerinnen damit die Revanche für das bittere 18:23 im Hinspiel.
Da die weibliche A-Jugend des TSV zeitgleich ein Regionalliga-Punktspiel bei der HSG Henstedt-Ulzburg bestritt, waren diesmal die routinierten Ellerbekerinnen in der Pflicht - und die erfüllten sie voll und ganz. Vom Anpfiff weg dominierte das Heimteam das Geschehen, führte bereits nach zehn Minuten 7:2. Weil diesmal zudem der fast schon obligatorische "Durchhänger" ausblieb, bauten die TSV-Frauen ihren Vorsprung bis zur Pause auf sechs Tore aus und gerieten auch nach Wiederanpfiff nicht mehr in Bedrängnis.
Ebenso wie vor Wochenfrist beim 22:19 in Harrislee glänzte TSV-Torhüterin Maike Koberg mit spektakulären Paraden. Durchhaltewillen bewies Regine Teschke, die trotz eines grippalen Infektes mit sieben Treffern erfolgreichste Ellerbeker Torschützin war. Vivien Busch schließlich verabschiedete sich im letzten Spiel vor ihrer Babypause mit sechs Toren von ihren Mannschaftskameradinnen.
Mit dem Sieg im Verfolgerduell im Rücken wollen die Ellerbekerinnen jetzt noch einmal "durchstarten": Am kommenden Sonnabend geht es zum Kreisderby beim Elmshorner MTV (17 Uhr, Olympia-Halle). "Die Elmshornerinnen müssen sich warm anziehen", raten die TSV-Frauen dem nächsten Gegner, mit dem sie noch eine Rechnung zu begleichen haben: Das Hinspiel in der Harbig-Halle verloren sie 23:26.

 

 


Punktspiel gegen Eidelstedter SV / 18.1.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 19.1.04“

Thoma und Köhn warfen „Krabben“ zum 31:23-Heimsieg

 

Der dritte Tabellenplatz ist für die Handball-Fans der HSG Holstein Kiel/Kronshagen offenbar schon Niemandsland. Nur 75 zahlende Besucher kamen nach Kronshagen, um die Krabben im ersten Regionalliga-Heimspiel des neuen Jahres gegen den Eidelstedter SV unter die Lupe zu nehmen. Mit 31:23 (16:12) gelang den Schützlingen von Trainer Bernd Vosgerau nach kleinen Anlaufschwierigkeiten ein souveräner Heimsieg.

 

Vor dem Spiel rankten sich die Sorgenfalten vor allem um den Einsatz von Ann-Christin Thoma. Aber Physiotherapeut Fritz Paysen leistete ganze Arbeit. Nach zwei Fehlversuchen zu Beginn war von einer Schulterblessur nichts mehr zu sehen. Mit acht Treffern machte sich die 27-Jährige drei Tage nach ihrem Geburtstag ein schönes Geschenk. Darauf hofft anscheinend auch Diana Köhn (wird Donnerstag 28), die ebenfalls acht Mal erfolgreich war. Dabei sah es anfangs gar nicht nach einer klaren Sache aus. Die Eidelstedterinnen, bei denen bis zur 40.Minute lediglich Dana Kretschmann (12/1) und Jeanette Marquardt (7/3) die Tore erzielten, hatten zu viel Spielraum. „Da war die Abwehr auch zu lethargisch“, meinte Vosgerau. Ausgerechnet nach einer Zeitstrafe gegen ihren Trainer waren die Kielerinnen hellwach und machten aus einem 7:10 (17.) bis drei Minuten vor der Pause ein 14:11. Nun ließen sich die Gastgeberinnen den Sieg nicht mehr streitig machen und zogen über 19:14 (39.) und 27:19 (55.) davon.

Das einzige Überraschende blieb nicht nur für Vosgerau das Schirigespann. Matthias Hochsprung und Stephan Kamp (Hamburg/Sparrieshoop) boten eine merkwürdige Regelauslegung. Vor allem im Bereich der Schrittfehler funktionierte die „Zählmaschine“ nicht richtig. Doch die Krabben ließen sich auch von dubiosen Zeitstrafen nicht aus der Ruhe bringen.

 

HSG: Wulf, Meyer – Gronau 2, Carlsson 3, Maukel 6/4, Hansen 1, Ziegler, Thoma 8, Köhn 8/2, Schulz 2, Larsen, Reimers 1

 

 

 

Punktspiel gegen HT 16 Hamburg / 10.1.04:

 

„Kieler Nachrichten vom 12.1.04“

HSG-Sieg zum Comeback von Maike Gronau

Erfreulicher Jahresauftakt für die HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga der Frauen: Maike Gronau feierte ihr Comeback und bei Aufsteiger HT 16 in Hamburg gab´s dank einer Steigerung im zweiten Spielabschnitt einen 26:19-Sieg.

 

Zunächst war beiden Mannschaften die lange Pause deutlich anzumerken. Tempo und Raffinesse fehlten anfangs. „Wir haben nicht einen Abpraller bekommen, weder vorne noch hinten“, ärgerte sich HSG-Coach Bernd Vosgerau. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kam sein Team besser in Schwung und ging mit knapper 12:11-Führung in die Kabine.

 

Dort muss Vosgerau die richtigen Worte gefunden haben. Endlich zeigten die Krabben Zug zum Tor und arbeiteten in der Abwehr kompromisslos. Gegen die mit vielen A-Jugendlichen gespickten Hamburgerinnen setzten sich die Kielerinnen schnell auf 16:12 (37.) ab. Damit wurde den Hamburgerinnen, bei denen die Routiniers Ursula Bodschwinna (6/4) und Anja Bruckmann (3/1) zu sehr auf sich allein gestellt waren, der Zahn gezogen.

Noch mehr überwog die Freude allerdings darüber, dass sich Rückraumspielerin Maike Gronau, die wegen einer Schulterverletzung 13 Monate pausierte, gleich wieder gut einfügte. „Das war ganz ordentlich“, lobte Vosgerau. Auf Grund der folgenden Überlegenheit der HSG verteilte der Coach die Spielanteile nun aufs gesamte Team. Schließlich beginnt angesichts des Vier-Punkte-Rückstandes auf Spitzenreiter Elmshorn und der nur noch theoretischen Titelchance

schon jetzt der Neuaufbau für die kommende Spielzeit.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Maukel 5/3, Hansen 4, Ziegler, Thoma 5, Köhn 2, Schulz 1, v.Seeler 5, Reimers 1, Larsen 1, Gronau 2

 

 

HINRUNDE

 

Punktspiel gegen Elmshorner MTV / 13.12.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 15.12.03“

Krabben hielten nur bis zum 10:10 mit

Kielerinnen unterlagen im Regionalliga-Spitzenspiel mit 23:30 gegen Elmshorner MTV

 

„Man muss neidlos anerkennen, dass der Elmshorner MTV einfach besser war“, gratulierte HSG-Trainer Bernd Vosgerau dem Herbstmeister fair zum Triumph in der Handball-Regionalliga der Frauen. Zum Abschluss der Hinrunde wurde bei der 23:30 (11:14)-Niederlage der Krabben im Spitzenspiel deutlich, dass der drittplatzierten HSG Holstein Kiel/Kronshagen noch ein Tick zum Top-Niveau des verlustpunktfreien Tabellenführers fehlt. „Wie hätten wohl nur eine kleine Siegchance gehabt, wenn der Kader komplett und andere Spielerinnen fit gewesen wären. Jetzt ist der Titel fast futsch.“

 

Vor fast 350 Fans wurden die Elmshornerinnen ihrer zugedachten Favoritenrolle voll gerecht. Ohne Stammtorhüterin Sigrid Jungjohann sowie nur sporadisch mit Ann-Christin Thoma (Knieprellung) und Isabelle von Seeler (Rückenprobleme) vermochten die Kielerinnen nur bis zum 10:10-Zwischenstand (20.) mitzuhalten. Fortan war der Holstein-Beton im bisher besten Abwehrbollwerk der Regionalliga ungewohnt rissig und der Spitzenreiter in der Offensive eine Klasse für sich. Nur Rechtaußen Grit Kretzschmar konnte bei nur einem Fehlversuch eine ähnlich gute Chancenverwertung wie die Elmshornerinnen vorweisen. Dajana Schulz engte mit ihrer kurzen Deckung gegen Marina Abramova zumindest den Wirkungskreis der MTV-Haupttorschützin (acht Treffer) in der zweiten Halbzeit ein. Dafür sprangen allerdings die Rückraumstrateginnen Renee Isermann und Nicolette Baicu mit Einzelaktionen und enormer Durchsetzungskraft nicht minder erfolgreich in die Bresche. „In so einer Form verliert Elmshorn garantiert kein Spiel mehr. Sechs Punkte Rückstand sind schwer aufzuholen. Wir werden ohne Druck anfangen, Saisonübergreifend zu denken“, weiß Bernd Vosgerau nun immerhin, wo es zum Rückrundenstart am 10.Januar bei Holstein den Hebel anzusetzen gilt, um das eigene Leistungspotenzial ebenfalls auf Top-Niveau zu steigern.

 

HSG: Wulf, Meyer – Carlsson 5, Eggen, Hansen 3, Köhn 2, Kretzschmar 4, Maukel 8/4, Schulz 1, Thoma, v.Seeler, Larsen

 

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 15.12.03“

EMTV noch zu bremsen?
Handball: 30:23 gegen Kiel/Kronshagen: Die Elmshornerinnen landeten in der Regionalliga den zwölften Sieg hintereinander.

Elmshorn - Wenige Minuten, nachdem der 30:23-Erfolg der EMTV-Handballerinnen in der Regionalliga gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen perfekt war, holte Coach Patrick Drefke einen kleinen Glücksschwein-Aufkleber. Diesen, so sagte Drefke würden sich seine Spielerinnen vor einer Partie immer in die Strümpfe stecken.
Das Außergewöhnliche daran: Drefke sagt vorher jedes Mal den Ausgang der Partie vorher. Gegen die Gäste aus Kiel hatte er einen 24:21-Erfolg getippt. Dass er damit falsch lag, störte freilich weder ihn noch die Spielerinnen. Nach dem zwölften Sieg im zwölften Spiel ist man dem Thema Aufstieg schließlich wieder ein Stück näher gekommen.
"Wir haben vor dieser Partie gesagt, wenn wir die nächsten drei Begegnungen gewinnen, dann sind wir durch, uns kann dann niemand auf dem Titel aufhalten", erklärte Torhüterin Miriam Hawen. "Eine mutige Aussage, die für das Selbstvertrauen der Mannschaft spricht", erklärte Team-Manager Manfred Franken.
Sieg Nummer eins ist also unter Dach und Fach gebracht. Der zweite Erfolg soll kommenden Sonnabend bei Nord Harrislee folgen, bevor schließlich der Vergleich beim ärgsten Verfolger TSV Travemünde am 11. Januar zu Beginn der Rückrunde ansteht.
Derweil warnt Rückraumspielerin Linda Sawade angesichts des kleinen Kaders vor zu großer Euphorie: "Die Rückrunde wird bestimmt schwerer für uns."
Keine Frage: Der EMTV blieb bislang vor verletzungsbedingten Ausfällen verschont. Alle Leistungsträgerinnen des Teams haben die zwölf Partien bestreiten können. Wenn jemand fehlte, dann beschränkte sich das wie zuletzt auf das Abschlusstraining, an dem Torhüterin Miriam Hawen und Spielmacherin Marina Abramova nach Angabe Drefkes wegen Erkrankung nicht teilnahmen.
"Wir waren dennoch sehr gut auf die Kielerinnen eingestellt. Sie haben vier verschiedene Abwehrformationen gegen uns ausprobiert, aber wir haben alle geknackt", erklärte der Trainer zufrieden.
Das Team nutzte denn auch die Gunst der Stunde, um vor allem in der zweiten Halbzeit mit sehenswerten Spielzügen Eigenwerbung zu betreiben. Schließlich lockte das Duell des Tabellenführers gegen den Tabellendritten 316 Zuschauer in die Halle. Manfred Franken: "Und das waren ja nur die Zahlenden im Publikum. Vermutlich waren sogar 350 Leute hier, um sich das Spiel anzusehen“. Ob die ein kommendes Zweitligateam gesehen haben, wird sich spätestens am 1. Mai 2004 zeigen, wenn der EMTV zum Saisonfinale bei Holstein Kiel/Kronshagen antreten muss.

Spielverlauf: 2:0 (4.), 6:3 (12.), 10:6 (19.), 10:10 (23.), 13:10 (27.), 16:12 (35.), 21:15 (44.), 23:17 (49.), 27:20 (57.)
Aufstellung (Tore/Siebenmeter): Hawen, Cornehl (beide Tor), Abramova (8), Isermann (8/4), Baicu (5), Duwe (4), Sawade (2), Fries (1), Ehlert (1) von Thun (1), Mack.

"Gewinnen wir auch die nächsten beiden Partien, hält uns auf dem Weg zum Titel niemand mehr auf." Miriam Hawen, Torhüterin des EMTV

 

 

 

„Elmshorner Nachrichten vom 15.12.03“

Und die Halle bebt doch
Handball-Regionalliga: Mehr als 300 Fans bejubeln den EMTV-Kantersieg

So eine Kulisse gab es seit den Glanzzeiten der
Elmshorner Männer in der Regionalliga nicht mehr. Die EMTV-Frauen sind auch Kiel/Kronshagen nicht von der Spitze der 3. Liga zu verdrängen.

Elmshorn (pg). Es gibt Sachen, auf die Patrick Drefke unterm Weihnachtsbaum gerne verzichten würde. Zum Beispiel eine Tabelle, auf der beim EMTV Minuspunkte ausgewiesen sind. Viele Möglichkeiten indes bleibt der Konkurrenz in der Handball-Regionalliga der Frauen nicht mehr, um dem Trainer der Elmshornerinnen das Fest aus sportlicher Sicht zwar nicht gründlich, aber doch ein wenig zu vermiesen. Nachdem 30:23-Sieg über die HSG Holstein/Kiel steht nur noch das Auswärtsspiel beim TSV Nord Harrislee am kommenden Sonnabend auf dem Programm. Kein einfacher Gegner, wie die EMTV-Verantwortlichen betonen. Aber angesichts der Partie gegen Tabellendritten aus Kiel liegt die Vermutung nahe, dass der einzigen, der den EMTV derzeit schlagen könnten, der EMTV selbst ist.
"Das war heute unser bestes Saisonspiel", fand Rene Isermann. Auch Linda Sawade lobte die "gute Mannschaftsleistung", während Torhüterin Miriam Hawen erklärte: "Wir haben vor der Partie gesagt: Wenn wir die nächsten drei Spiele gewinnen, dann sind wir durch."
Teammanager Manfred Franken wertete diesen Kommentar als "mutige Aussage, die zeigt, dass die Mannschaft im Moment ein großes Selbstvertrauen besitzt".
Allein: Es ist nicht so groß, dass man die Realität aus den Augen verliert. "Ich gehe mal davon aus, dass die Rückrunde für uns schwerer wird. Das liegt sicher auch an dem kleinen Kader", gab Linda Sawade zu Bedenken, die selbst unter der Woche Probleme mit dem linken Ellenbogen hatte.
Miriam Hawen und Marina Abromova konnten nach Auskunft von Drefke das Abschlusstraining wegen Erkrankung nicht mitmachen. "Trotzdem waren wir auf Kiel sehr gut eingestellt. Sie haben vier verschiedene Abwehrformationen gegen uns ausprobiert, aber wir haben sie alle geknackt", freute sich der Coach. Da machte es auch nichts, dass die Glücksschweinaufkleber, die sich die Spielerinnen vor der Partie in die Strümpfe gesteckt hatten, ein anderes Ergebnis auswiesen. Drefke hatte nur auf einen 24:21-Erfolg seiner Auswahl getippt.
Dass es am Ende sieben Tore Unterschied waren, feierten das ETMV-Ensemble ausgelassen auf dem Feld, während Franken noch ganz andere Gründe zur Freude hatte als den zwölften Sieg des Teams in Folge. Die 316 zahlenden Zuschauer, darunter HHV-Präsident Gerhard Schunke, bescherten dem Klub noch einmal eine ordentliche Einnahme. Und weil man schon vor Wochen einen Bus für das Spiel in Harrislee gechartet hat, um wenigstens ein paar eigene Fans mitnehmen zu können, sollten angesichts der Resonanz die letzten freien Plätze schnell vergeben sein.

 

Punktspiel gegen TSV Travemünde / 7.12.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 8.12.03“

„Phantom-Tor“ beendete die Erfolgsserie der Krabben

 

Die Regionalliga-Herbstmeisterschaft ist für die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in weite Ferne gerückt.

Während die spielfreien Frauen des Spitzenreiters Elmshorner MTV auf der HSG-Tribüne entspannt das dramatische Verfolgerduell zwischen den Krabben (3.) und dem TSV Travemünde (2.) beobachten durften, riss bei der 21:22-Niederlage die stolze Serie der Gastgeberinnen nach elf Partien ohne Niederlage.

Für die mehr als 200 Kieler Fans begann die Partie mit einer Hiobsbotschaft, da Torhüterin Sigrid Jungjohann am Freitag mit Verdacht auf Nierenkolik ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. In der 20.Minute schied mit Ann-Christin Thoma (Knieprellung) eine weitere Leistungsträgerin aus.  Wie zu erwarten, dominierten zunächst die beiden besten Deckungsreihen der Regionalliga, so dass sich in der Offensive wenig Spektakuläres bot. Dass die Travemünderinnen anders als auf der Anzeigentafel (11:12) deklariert, dennoch mit zwei Toren in die Pause gingen, blieb das Geheimnis der Schiedsrichter, die einen Treffer mehr gesehen haben wollten. „ Das konnte zwar nicht mehr aufgeklärt werden, bleibt aber eine Tatsachenentscheidung“, meinte HSG-Trainer Bernd Vosgerau. Mit einer Portion Wut im Bauch packten die Holsteinerinnen die Aufholjagd an und wurden dafür Dank der Tore von Katrin Maukel sowie der Paraden der Ersatzkeeperin Christine Meyer bis zum 20:17 (50.) belohnt.

Zur Matchwinnerin avancierte allerdings ihr Pendant Silke Schwöbke. Die knöpfte nicht nur Diana Köhn und Grit Kretzschmar zwei Siebenmeter ab, sondern machte noch sechsmal Kieler Siegchancen zunichte. „Schade, eigentlich hatten wir alles im Griff, bis plötzlich eine neue Nummer eins zwischen den Pfosten stand“, nahm das Unheil für Vosgerau erst mit dieser Einwechslung sowie dem finalen Treffer von Kerstin Wichmann seinen Lauf.

 

HSG: Wulf, Meyer – Carlsson, Hansen, Köhn 6/3, Kretzschmar 1, Maukel 5, Reimers, Schulz 1, Thoma 2, v.Seeler 6, Larsen

 

 

„Lübecker Nachrichten vom 9.12.03“

Travemündes Regionalliga-Handballerinnen jubeln

Hansen, Schwöbken & Co. kontern Kiel eiskalt aus

 

Das war knapp, TSV: Beim 22:21 (13:11) im Verfolgerduell bei der HSG Holstein Kiel /Kronshagen bewiesen die Travemünder Regionalliga-Handballerinnen abermals ein ungemein stabiles Nervenkostüm. Sie steckten nicht nur die strittige rote Karte für Anja Kranz (28.), sondern auch gleich mehrfach scheinbar vorentscheidende Rückstände weg. Mit dem elften Sieg in Folge und nunmehr 22:2 Punkten rückte die Sieben von Trainer Thomas Kruse auf Platz zwei vor.

Und bei allem hin und her verteilte Kruse hinterher ein dickes Gesamtlob an „seine“ Frauen: “Sie haben einen ungeheuren Siegeswillen gezeigt. Daher war ich mir bei jedem Spielstand sicher, dass wir als Gewinner vom Feld gehen werden“.  Drei Momentaufnahmen verdeutlichen dies. Nummer eins: Kurz vor der Pause lässt sich der TSV beim 11:11-Zwischenstand auch durch den Feldverweis für Anja Kranz (1) und eine Zwei-Minuten-Strafe für Kathrin Lembke (2) nicht beirren und erkämpft sich zur Halbzeit durch Grit Nowak (2/1) und Kerstin Wichmann (7/1) ein 13:11. Nummer zwei: Beim 16:14 (38.) aus HSG-Sicht pariert Silke Schwöbken einen Strafwurf und leitet den 15:16-Anschluss durch Steffi Krickhahn (1) ein. Nummer drei: Nach dem Kieler 20:17 (46.) „vernagelte“ Silke Schwöbken den TSV-Kasten und Kathrin Hansen sorgte mit ihren drei Treffern im Endspurt für die umjubelte Wende.

„Das Zittern wäre allerdings nicht nötig gewesen, hätten wir nicht fünf Siebenmeter verworfen“, meinte Kruse, der zudem noch Treffer von Sandra Hartz (3) und Annette Gerken (3/1) registrieren durfte.

 

 

Punktspiel gegen TSV Nord Harrislee / 30.11.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 1.12.03“

Im Handballkrimi behielten HSG-Frauen die Nerven

 

Die stolze Erfolgsserie der HSG Holstein Kiel/Kronshagen hing im elften Spiel ohne Niederlage zwar phasenweise am seidenen Faden, hielt aber der nervlichen Belastung beim 21:20 (11:11)-Handballkrimi gegen den Verfolger TSV Nord Harrislee stand.

In den beiden kommenden „Wochen der Wahrheit“ haben es die zweitplazierten Krabben in den nun anstehenden Top-Duellen gegen den Tabellendritten Travemünde sowie beim Spitzenreiter Elmshorn selbst in der Hand, den Titel eines Herbstmeisters in der Frauen-Regionalliga zu holen.

 

„Gut gespielt, schlecht geworfen“, fasste HSG-Trainer Bernd Vosgerau zusammen. Die Probleme mit der Chancenauswertung aus allen Positionen, selbst vom Siebenmeterpunkt wie bei Diana Köhn (2) oder Katrin Maukel (1) ziehen sich ebenfalls durch die bisherige Saison, wurden aber dank der bärenstarken Defensive nie bestraft. Zudem steht mit Sigrid Jungjohann stets noch eine exzellente Torhüterin zwischen den Pfosten, die immer wieder zur Matchwinnerin avancieren kann. Nach ihrer Einwechslung in der 20.Minute ließ die 27-jährige bis zum Pausenpfiff keinen Gegentreffer mehr zu, so dass Gegenstoßspezialistin Isabelle von Seeler und die überragende Grit Kretzschmar nach dem 7:11-Rückstand noch ein Remis in die Kabine retteten.

 

Auch nach dem Seitenwechsel sorgten 15 abgewehrte schwere Bälle von Jungjohann für die Initialzündung zum Kieler Sieg. Die Gäste zeigten zwar ein beachtliches Niveau, konnten aber trotz einer offenen Deckung in den Schlussminuten das Ergebnis nur noch vom 21:18 auf den Endstand verkürzen.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson, Hansen, Köhn 6/3, Kretzschmar 6, Maukel, Metz, Schulz 1, Thoma 2, v.Seeler 5, Larsen 1

 

 

„Flensburger Tageblatt vom 1.12.03“

Der Überraschung so nah

TSV Nord Harrislee verliert 20:21 bei der HSG Holstein Kiel

 

Auf der Fahrt nach Kiel hatte Olaf Rogge, Trainer der Handball-Regionalligafrauen des TSV Nord Harrislee, ein ungutes Gefühl beschlichen. „Ich habe mir Sorgen gemacht, das wir wieder so untergehen wie gegen Travemünde“, gestand Rogge. Mit 16:27 waren die Nord-Frauen vergangene Woche aus der Halle gefegt worden, im Gastspiel bei der HSG Holstein Kiel wartete das nächste Spitzenteam. Aber die Sorgen waren unbegründet: Der TSV Nord zeigte eine starke Leistung und unterlag dem Favoriten nur knapp mit 20:21 (11:11).

Die Gäste erwischten einen guten Start, lagen zwischenzeitlich mit 10:7 (22.) in Führung – verspielten den Vorsprung aber kurz vor der Pause wieder. „In dieser Phase waren wir zu oft in Unterzahl und haben es dem Gegner leicht gemacht“, kritisierte Rogge.

Dafür, dass es nach dem Wechsel spannend blieb, sorgte vor allem eine Spielerin des TSV Nord: Torhüterin Steffi Petersen. „Sie hat einfach überragend gehalten“, schwärmte ihr Trainer.

 

Allerdings konnte auch Petersen nicht verhindern, dass Nord Harrislee fünf Minuten vor dem Ende mit 17:20 in Rückstand lag. Anschließend kämpften sich die Gäste zwar noch einmal heran, zogen mit 20:21 aber schließlich doch den Kürzeren. „Kiel hatte die besseren Nerven“, hatte Rogge den Unterschied ausgemacht, „aber trotzdem kein Vorwurf an meine Mannschaft“.

 

Vorwürfe gab es stattdessen in Richtung des Kieler Trainers Bernd Vosgerau. Der soll – eine Minute vor dem Ende beim Stand von 21:19 für Kiel – seiner Spielerin die Anweisung gegeben haben, einen Siebenmeter mit Absicht ins Publikum zu werfen. „Die Kielerin tat, was ihr befohlen wurde. Damit sollten wir bewusst verhöhnt werden“, sagte Nord-Coach Rogge kopfschüttelnd, „jemand, der so etwas anordnet, hat auf der Trainerbank nichts zu suchen“.

 

 

„Flensburg Avis vom 1.12.03“

Unnötige Niederlage für den TSV Nord

 

FLENSBURG. In der Handball Regionalliga der Frauen unterlag der TSV Nord Harrislee bei der HSG Holstein Kiel Kronshagen mit 20:21 (11:11)-Toren.
Dabei zeigte das Team von Nord-Trainer Olaf Rogge besonders in der ersten Halbzeit eine gute Vorstellung und führte zeitweise mit vier Toren (11:7). Herausragend war die Torhüterin Steffi Petersen, die unter anderem vor der Pause zwei Siebenmeter parierte.
Nach dem Wechsel steigerten sich die Kielerinnen und der TSV Nord konnte das hohe Tempo der ersten Halbzeit nicht fortsetzen. Die HSG übernahm die Führung. Über 15:13 (42.) und 20:17 (56) kam das Team von Trainer Bernd Vosgerau zu einem glücklichen 21:20-Sieg.
Zu einer grob unsportlichen Szene kam es in der Schlussminute, als HSG-Spielerin Diana Köhn, die aus unerklärlichen Gründen einen Siebenmeter nicht aufs Tor, sondern in die Zuschauerreihen warf.
»Ich bin total zufrieden mit meiner Mannschaft. Dieses Spiel hatte eigentlich keinen Sieger verdient«, so Nord-Trainer Olaf Rogge.

 

 

 

Punktspiel gegen MTV Heide / 22.11.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 24.11.03“

„Krabben“ verbesserten mit 22:16 ihren Startrekord

Handball-Regionalliga: Kielerinnen vergaben beim MTV Heide sogar noch fünf Siebenmeter

 

Die weiterhin unbesiegten Regionalliga-Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen bauten mit dem 22:16 (12:9)-Erfolg beim MTV Heide ihre Erfolgsbilanz auf 18:2 Punkte aus und verbesserten damit den eigenen Startrekord aus dem Jahr 2001.

 

Das Debüt der Dänin Pernille Larsen(Hochzeit der Schwester) lässt noch auf sich warten, aber selbst ohne Anne-Grethe Eggen(Wade), Franziska Ziegler(Schulter) sowie Ann-Christin Thoma (private Gründe) und trotz der kurzen Deckung gegen Isabelle v.Seeler geriet der achte Saisonsieg nie in Gefahr.

 

Die Krabben konnten sich neben der nur 30-prozentigen Wurfausbeute sogar den Luxus leisten, fünf Siebenmeter durch Diana Köhn (3), Katrin Maukel (1) oder Grit Kretzschmar (1) zu vergeben. Immerhin setzte die Schwedin Anna Carlsson im Rückraum gekonnt Akzente und das Comeback von Maike Gronau nach mehr als einjähriger Verletzungspause glückte in der Defensive ebenfalls. Heide war im Angriff zu harmlos, um sich gegen die bärenstarke Kieler Deckung durchzusetzen oder die überdurchschnittlich guten Torhüterinnen Manja Wulf (erste Halbzeit) und die Grippe genesene Sigrid Jungjohann in Verlegenheit zu bringen.

„Die Abwehr agiert schon meisterlich – und irgendwas müssen wir ja jetzt noch zu verbessern haben“, strebt HSG-Coach Bernd Vosgerau nun eine höhere Effektivität im Angriff und die Herbstmeisterschaft an. 

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson 5, Hansen 1, Köhn 6/2, Kretzschmar, Maukel 4, Metz, Reimers, Schulz 1, v.Seeler 5, Gronau                                                                                                                          

 

 

 

„Dithmarscher Landeszeitung vom 24.11.03“

Logisch unlogisch

Der MTV Heide ist noch immer nicht reif für die 3. Liga

 

HEIDE - Lange hat Marta Beles schützend ihre Hand über die Handballerinnen des MTV Heide gehalten. Doch nach dem 16:22 (9:12) gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen sprach die Trainerin des amtierenden Landesmeisters Klartext: „Alles kann man nicht trainieren. Dafür braucht man Spielintelligenz“.

Und davon, weiß die ehemalige ungarische Nationalspielerin, sind ihre Schützlinge weit entfernt. Das Vermögen, in der Regionalliga mithalten zu können, hätten die Dithmarscherinnen, auch die Niederlage gegen die Kieler „Krabben“ war eine vermeidbare - doch im Kopf ist der Tabellenvorletzte noch lange nicht in der 3. Liga angekommen.

„Die Mannschaft spielt, was sie will - und nicht das, was ihr vorgegeben wird“, sagte Beles, und nannte gleich ein Beispiel. „Es gab in der Halbzeit eine klare Anweisung, dass aus der zweiten Reihe geschossen werden soll.“ Aber dann drängten die Gastgeberinnen doch immer wieder an den Kreis. „Das ist eine Kopfsache“, sagte Beles, wobei man zugeben müsse, dass der MTV so nicht in der Regionalliga bestehen werde.

Fehlpässe und -würfe, Zusammenstöße, Eigensinn im Angriff - kollektiv hatte der MTV seine Aussetzer. Britta Jochimsen beispielsweise änderte erst unmittelbar vor der Pause ihr Wurfbild und kam prompt mit einem Aufsetzer zu ihrem einzigen Feldtor. Danach warf sie wieder halbhoch; logisch ist das nicht.

Sandra Lück beispielsweise gelang es nie, die vor der Saison auch von Heide (und angeblich Erstligist Buxtehude) umworbene Isabelle von Seeler in Manndeckung auszuschalten. Neben sechs weitgehend identischen Toren holte die pfeilschnelle Rückraumspielerin in ein und derselben Manier auch noch eine Handvoll Siebenmeter heraus. Logisch ist das nicht.

Ein anderes Mal suchte Heide in Unterzahl Sekunden nach Ballbesitz in schwieriger Situation den Abschluss, statt die Uhr ein wenig herunter laufen zu lassen. Da mag man das Wort Logik nicht einmal mehr der Höflichkeit halber in den Mund zu nehmen.

Und trotzdem hielt Heide dank der durchaus gut aufgelegten Kathrin Höhnke lange mit. Was Gäste-Trainer Bernd Vosgerau damit erklärte, dass er auf drei Stammkräfte verzichten musste. „Die komplette rechte Seite“, sagte er, und sprach von einem Arbeitssieg. „Heide hat gut begonnen, dynamisch und schnell gespielt.“

Wobei es den Dithmarscherinnen nie gelang, sich abzusetzen. Und am Ende schwanden auch ein wenig die Kräfte, weil der Kader halt doch nicht entsprechend besetzt ist. „Die finanziellen Kräfte waren leider nicht gegeben“, sagte Beles. „Nun müssen wir die Suppe löffeln, die wir gekocht haben.“ Es fehle an technischen und taktischen Grundlagen. „Aus einem Gaul kann man kein Rennpferd machen.“ Logisch.

 

MTV Heide: Höhnke, Schlichting - Dallmeier-Tießen, Jochimsen (2/1), Kühnel (4), Heesch (3/3), Milde (2), Lück (1), Beles, Finke, Tjarks (4/1).

HSG Holstein Kiel/Kronshagen: Wulf, Jungjohann - Kretzschmar, Carlsson (5), Maukel (4/1), Hansen (1), Köhn (6/3), Schulz, Metz, von Seeler (6), Reimers, Gronau.

 

SR: Godt/Ulrich (Nortorf).  Zuschauer: 100.  Zeitstrafen: drei - drei.

 

 

 

Punktspiel gegen SG Kisdorf-Leezen / 15.11.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 17.11.03“

Krabben schüttelten Verfolger ab

HSG Holstein ließ Kisdorf nicht zur Entfaltung kommen

 

Die harmoniebedürftigen Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen blieben auch zum neunten Mal in dieser Regionalliga-Saison ungeschlagen und bauten als Tabellenzweiter hinter dem souveränen Spitzenreiter Elmshorn die eigene Erfolgsserie durch den ungefährdeten 27:23 (15:10)-Heimtriumph über Verfolger SG Kisdorf/Leezen auf stolze 16:2-Punkte aus.

 

„Es macht einfach noch mehr Spaß als in der Vergangenheit. Wir sind durch unsere Neuzugänge stärker besetzt, viel schwerer ausrechenbar und die Super-Stimmung im Team ist ohnehin nicht zu toppen“; brachte Linksaußen Diana Köhn, zurzeit selbst in prächtiger Form, die perfekte Handball-Welt präzise auf den Punkt. Dank der schweißtreibenden Überstunde in der HSG-Deckung durfte die gefürchtete Kisdorfer Torfabrik mit ihrer weitgehend wirkungslosen Goalgetterin Anja Scheunemann (nur vier Treffer) nicht nur Kurzarbeit anmelden, sondern die fleißigen Kieler „Krabben“ erzielten in der Offensive selbst sehenswerte Treffer wie vom Fließband.

 

Das Fehlen von Stammtorhüterin Sigrid Jungjohann (Grippe), Anne-Grethe Eggen (Wadenzerrung)

oder der etwas gehandicapte Holstein-Rückraum mit Katrin Maukel (Oberschenkelzerrung), Anna Carlsson (Erkältung) sowie Isabelle von Seeler (Fußverletzung) machte sich gegen die körperlich überlegenden Kisdorferinnen nie negativ bemerkbar.

 

Das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff klappte schon in der Anfangsphase (7:1) wie am Schnürchen und da der unermüdliche Teamgeist über 60 Minuten nichts zu wünschen übrig ließ, verbrachte auch ein zufriedener Bernd Vosgerau einen rundum ruhigen Nachmittag auf der Trainerbank, um später mit der Dänin Pernille Larsen eine weitere Neuverpflichtung zu präsentieren, die seinen Kader in Kürze noch stärker macht.

 

„So ein cooler Typ hat uns noch gefehlt“, beschreibt Vosgerau die Talente seiner 24-jährigen Power-Dänin auf dem linken Flügel, die in Aalborg in der dritten Liga gespielt hat und jetzt in Kiel studiert. „Pernille ist technisch sehr gut ausgebildet, hat alle Wurfvarianten drauf und passt auch menschlich einfach prima zu uns“.

 

HSG: Wulf, Meyer – Kretzschmar 3, Carlsson 3, Maukel 1, Hansen 1, Ziegler 1, Thoma 4, Köhn 8/4, Schulz, v.Seeler 6, Reimers

 

 

 

„Hamburger Abendblatt vom 17.11.03“

Zu viel Respekt gezeigt
SG Kisdorf/Leezen zieht in Kiel mit 23:27 den Kürzeren

Kisdorf - "Das war eine bittere Niederlage", bilanzierte Sönke Radetzky, Trainer der Regionalliga-Handballfrauen der SG Kisdorf/Leezen, nach dem 23:27 (10:15) bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Beim Tabellenzweiten traten die Kisdorferinnen nach vier Wochen Verletzungspause zwar wieder mit Rückraumspielerin Anja Scheunemann, aber anscheinend auch zu viel Respekt vor dem Gegner an.

Beim Zwischenstand von 7:1 nach nur zehn Minuten schien die Partie bereits entschieden zu sein. "Unsere Umstellung auf eine 6:0-Abwehrformation hat uns dann zwar mehr Sicherheit gegeben, allerdings wussten die Spielerinnen weiterhin nicht, wie sie mit den durchaus vorhandenen Lücken in der Kieler Abwehr umgehen sollten", meinte Sönke Radetzky.
Als beim 21:19 (44. Minute) doch noch die Wende möglich schien, beendeten zwei Zeitstrafen die Aufholjagd. "Ob die 6:1 Zeitstrafen gegen uns angemessen waren, halte ich zumindest für fraglich", so der Coach.
Positiv bewertete Sönke Radetzky den Auftritt von A-Jugend-Spielerin Anja Krönert. Sie überzeugte als sichere Siebenmeterschützin.

Der Spielverlauf: 4:0 (6. Minute), 4:1, 7:1, 7:3 (12.), 9:4, 10:5, 10:7 (22.), 11:8, 14:8, (28.), 15:10 - 16:10, 17:12 (33.), 18:12, 18:15, 19:16 (39.), 21:16, 21:19 (44.), 23:19, 25:20, 25:21, 27:21 (55.), 27:23.

Die Tore für die SG Kisdorf/Leezen: Anja Krönert (5/4 Siebenmeter), Saskia Rickert (4), Ninja Loppenthien, Mirja Penk (je 3), Anja Scheunemann (3/1), Heidi Kabel (2/1), Olga Zehetbauer, Nadine Wrage (je 1), Katja Bernreuther (1/1).

 

 

 

Punktspiel gegen SG TMBW Berlin / 8.11.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 10.11.03“

Zwei Punkte im Koffer aus Berlin der HSG

HSG-Krabben ließen beim 28:19 an der Spree nichts anbrennen

 

Die neunstündigen Strapazen bei der längsten Auswärtsfahrt der Saison haben sich für die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen und 15 Fans im vollbesetzten Mannschaftsbus gelohnt. Berlin war die Reise in der Regionalliga der Frauen wert. Die unbesiegten Krabben kehrten mit einem 28:19 (14:11)-Kantersieg von der Spree an die Förde zurück.

„Es läuft wieder wie geschmiert. Wir spielen weiterhin um den Titel mit“, resümierte HSG-Trainer Bernd Vosgerau, der eine Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche sah, im Bus auf der lautstarken Rückfahrt.

 

Zunächst mit Manja Wulf im Tor sowie erstmalig einer defensiveren 6-0-Deckung wurde vor dem Seitenwechsel noch experimentiert, um den Rückraum der SG Berlin in den Griff zu bekommen, bevor dann in der zweiten Halbzeit die Handbremse gelöst wurde. Der offensiveren 5-1-Variante mit Isabelle v.Seeler als Spitze hatten die Gastgeberinnen fortan nichts mehr entgegenzusetzen. Da der Holstein-Rückraum mit Katrin Maukel und Ann-Christin Thoma Durchschlagskraft bewies und Diana Köhn die Schwäche vom Strafwurfpunkt mit fünf sicher verwandelten Siebenmetern beendete, durfte auch nach Mitternacht im „MAX“ ausgiebig gefeiert und gesungen werden.

„Da haben wir die letzten Grippeviren ausgeschwitzt. Die Stimmung im Team ist einfach super“.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson 1, Hansen, Köhn 10/5, Kretzschmar 2, Maukel 5, Metz, Thoma 2, Schulz 2, v.Seeler 6, Reimers                                                                                             

 

 

 

Punktspiel gegen MTV Wandsbek 72 / 1.11.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 3.11.03“

Festival der Siebenmeter

 

Der 20:20 (9:8)- Halloween- Heimauftritt der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga der Frauen gegen den kampfstarken MTV Wandsbek 72 war nichts für zartbesaitete Gemüter. Bei der spielerischen Gruselpartie raubte zudem das Lübecker Schiedsrichtergespann Stefan Marqwardt/Dieter Padditz mit vielen skurrilen Entscheidungen Spielerinnen und Zuschauern den letzten Nerv. Zehn Sekunden vor dem Abpfiff bereitete der 25. (!) Strafwurf dieses Siebenmeter-Festival dem sportlichen Spuk beim Showdown zwischen der besten Kielerin, Torhüterin Sigrid Jungjohann und MTV-Vollstreckerin Inga Schlupp ein Ende, besiegelte das Schicksal der HSG mit dem ersten Punktverlust in eigener Halle in dieser Saison.

 

Immerhin hatte der 99-jährige Willi Nagel und die 91-jährige Elfi Schillow als Edelfans der HSG-„Krabben“ den Nervenkitzel auf der Tribüne wohlbehalten überstanden, während HSG-Trainer Bernd Vosgerau auf der Bank um ein paar Jahre gealtert schien: “Schön anzusehen war das wirklich nicht. Wir sind aber selber Schuld und nicht die Schiedsrichter, dass die Siegeschance vergeben wurde.“

 

Der Rückraum des Tabellenzweiten war über 60 Minuten fast ein Totalausfall. Wandsbeks Torhüterin Lena Teufel machte zudem ihrem Namen mit höllisch guten Reflexen alle Ehre und Inga Schlupp fand immer wieder Schlupflöcher in der Holstein-Deckung. Erst mit der Brechstange schien der Heimerfolg greifbar zu sein. Grit Kretzschmar leistete sich im Gegensatz zu Katrin Maukel (2) und Isabelle von Seeler (2) nur einen Fehlversuch und verwandelte allein in der zweiten Halbzeit sieben von acht Strafwürfen sicher, doch die mangelhafte Cleverness und fehlende Form an diesem Tag machte sich nicht nur beim rüden, finalen Foul von Katrin Maukel (rote Karte nach der dritten Zeitstrafe) negativ bemerkbar.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Kretzschmar 10/8, Carlsson 1/1, Maukel 2/1, Hansen 2, Ziegler, Thoma, Schulz 2, Metz, v.Seeler 3, Reimers

 

 

 

„Presse Wandsbek vom 2.11.03“

Dezimierte “junge Wilde“ schaffen eine kleine Sensation
Wandsbeker Happy End beim Aufstiegsfavoriten Holstein Kiel

Hamburg, 02. November. Sie haben es geschafft: Nach dem überraschenden Remis gegen Zweitliga-Absteiger Nord Harrislee punkteten die “jungen Wilden“ des
MTV Wandsbek 72 am Samstag auch beim noch ungeschlagenen und bis dahin zu Hause gar verlustpunktfreien Aufstiegsaspiranten Holstein Kiel. Nach
aufopferungsvollem Kampf gelang Inga Schlupp sieben Sekunden vor dem Abpfiff das hochverdiente Ausgleichstor zum 20:20 (8:9)-Endstand.

Das Staunen war groß in der gut besuchten Sporthalle Kronshagen über das kesse Auftreten des Außenseiters aus Hamburg. 7:3 (20.) führte der Gast trotz nicht geringer Personalsorgen. Eine Schwächeperiode, ausgelöst durch zahlreiche ausgelassene Torchancen, brachte Wandsbek dann zwar zwischenzeitlich in Rückstand, doch Mitte der zweiten Halbzeit ging der Gast wieder in Führung und verteidigte diese bis kurz vor Schluss. Letztlich 14 Strafwürfe für den Tabellenzweiten Holstein Kiel führten in der 60. Minute noch einmal zu einem umjubelten 20:19-Vorsprung für die Heimmannschaft, den Wandsbek aber konterte. “Einsatzwille und Teamgeist waren großartig, spielerisch können wir sogar noch mehr“, so Trainer Frank Schneller, “darum kann ich nicht einmal sagen, wir hätten Bestform erreicht. Aber wir waren diesmal in den Schlusssekunden nervenstark und haben endlich mal selbst das letzte Tor erzielt. Darum war es ein Punktgewinn ­ basierend auf Kampfkraft,
einer guten Abwehr- und einer sehr guten Torwartleistung Lena Teufels“. Wer dem Team diese Überraschung zugetraut hatte? “Ich. Absolut“, erklärt Schneller augenzwinkernd, “und meine Spielerinnen ließen sich davon zum Glück in der Ansprache zum Spiel auch überzeugen“.

Wandsbek holte bereits den fünften Auswärtspunkt und ist seit drei Spielen ungeschlagen ­ aber nicht sorgenfrei: Inga Schlupp (Fuß), Nina Schmitz (Finger) gingen schon in Kiel verletzt, Alexa Lindner (Krankheit) ohne vorheriges Training ins Spiel und rieben sich weiter auf, Anika Harms (Krankheit) sowie Juliane Pörnig (Studium) fielen gänzlich aus und werden auch in den kommenden Wochen nur sporadisch dabei sein können. Da war es
gut, dass Nicola Wohlers nach dreimonatiger Verletzungspause ein kleines Comeback wagte und immerhin gleich mehrere Siebenmeter verwandelte. Sie und der potentielle Neuzugang Sandy Lindner (vom Zweitligisten Rosengarten) sollen in den kommenden Wochen zunehmend für Entlastung sorgen und Mitverantwortung im Rückraum übernehmen.

 

 

 

Punktspiel gegen Olympia Neumünster / 25.10.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 27.10.03“

Derby-Sieg für aggressive „Krabben“

Handball-Regionalliga: HSG-Frauen legten mit guter Abwehr Grundstein für das 20:14 bei Olympia Neumünster

 

Eine klare Angelegenheit war das Frauen-Derby zwischen Olympia Neumünster und der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga

für die „Krabben“, die mit 20:14 (11:4) gewannen.

Grundlage für den Erfolg der Gäste war dir gute Defensivleistung. Die aggressive 5:1-Abwehr störte die MTSV-Angriffe sehr früh. Im Tor zeigte Sigrid Jungjohann eine klasse Leistung. Allerdings profitierte die HSG vom Verletzungspech der Gastgeber, denn Spielmacherin Kerstin Felkel schied bereits in der fünften Minute mit einer Knieverletzung aus. Ohne sie wirkten die Offensiv-Bemühungen konfus. Auf der anderen Seite zeigte die HSG im Angriff eine geschlossene Mannschaftsleistung und setzte sich über 4:1 (11.) und 7:2 (20.) ab.

„Wir haben das Spiel heute in der Abwehr entschieden, sie war aufmerksam und ließ kaum gute Möglichkeiten zu“, so HSG-Trainer Bernd Vosgerau.

 

In der zweiten Hälfte wurde es zunächst noch einmal spannend, als Olympia auf 7:11 (32.) verkürzte. Dafür waren zwei Faktoren verantwortlich:

Die Gastgeber spielten jetzt cleverer und platzierten ihre Würfe besser. Außerdem schlich sich bei den „Krabben“ der Schlendrian ein. Doch nach fünf Minuten war das aufbäumen wieder vorbei, in der Folgezeit zeigte sich die spielerische Qualität der HSG. Das Team spielte abwechslungsreich über den Kreis, die Außen oder aus dem Rückraum. Ann-Christin Thoma, Dajana Schulz, Isabelle von Seeler und Anne-Grethe Eggen zeigten gute Kombinationen

Und erarbeiteten sich immer wieder Chancen, die fast alle genutzt wurden. So geriet der Sieg über ein 12:7 (35.) und 16:9 (43.) nie ernsthaft in Gefahr.

Den verdienten Erfolg der Gäste akzeptierte auch MTSV-Coach Thorsten Möller, „Kämpferisch haben wir gut dagegengehalten, aber spielerisch war die HSG einfach eine Nummer zu groß“.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Kretzschmar 1, Carlsson, Maukel 1, Hansen, Thoma 4, Köhn 3, Schulz 4,v.Seeler 3, Metz, Eggen 4/3 

 

 

„Holsteinischer Courier vom 27.10.03“

Olympia im Angriff zu nervös

Felkels Knieverletzung drängt 14:20-Heimpleite in den Hintergrund

 

Es bleibt dabei: Olympia Neumünster kann in der Handball-Regionalliga der Frauen gegen die HSG Holstein Kiel/Kronshagen einfach nicht gewinnen.

Schwerer als die 14:20 (4:11)-Heimpleite wiegt allerdings die Verletzung von Kerstin Felkel.

 

Vor der Saisonrekordkulisse von 150 Zuschauern wirkte der frühe Ausfall der Olympia-Spielmacherin wie ein paralysierender Schock. Bereits in der achten Minute – Felkel hatte gerade Holsteins Führungstreffer durch Ann-Christin Thoma egalisiert, Marion Albrecht zuvor einen Siebenmeter der ehemaligen Olympianerin Katrin Maukel pariert – passierte das Malheur: Bei einer Körpertäuschung machte das Knie der 25-Jährigen nicht mit. Felkel fiel für den Rest der Spielzeit aus, Olympia fehlte damit der lenkende Kopf der Mannschaft.

Die Gäste nutzten die lähmende Konfusion, fanden mit druckvollem Parallelstoßspiel und schnellen Gegenstößen immer wieder die Lücke in der Neumünsteraner Abwehr und legten bis zur 19.Minute eine 7:1-Führung vor. Olympias Interimscoach Thorsten Möller, der den erkrankten Volker Paul auf der Bank vertrat, versuchte mit Jana Reinert auf der zentralen Mittelposition zu improvisieren und brachte schließlich auch Angela Schneider als Joker, auch da Janina Wildner nach 18.Minuten bereits mit der zweiten Zeitstrafe belastet war. An der Angriffsschwäche in der ersten Halbzeit änderte dies jedoch zunächst wenig.

 

Wenn die Gastgeberinnen nicht an eigenen technischen Fehlern im Spielaufbau scheiterten, dann an der aufmerksamen Kieler Abwehr oder an Holsteins Torhüterin Sigrid Jungjohann. Bezeichnend war, dass Olympias Torjägerin Andrea Petersen erstmals zu Beginn der zweiten Halbzeit per Siebenmeter (31.) traf. Als Katja Löbau (32.) und erneut Petersen (33.) zwei schnelle Treffer zum7:11 nachlegten, bekamen auch Olympias Fans kurz gegen die ein Heidenspektakel veranstalteten Kieler Anhänger Oberwasser.

Doch dieser Effekt war von kurzer Dauer. Die Gäste legten drei Tore zum 7:14 (39.) nach, und der HSG-Fanblock gab mit Pauken und Sirenen wieder den Ton in der KSV-Halle an. Kampfgeist konnte man Olympia nicht absprechen, der zweite Durchgang ging sogar mit 10:9 an die Gastgeberinnen. Dennoch war die Begegnung natürlich schon beim 4:11 zur Pause entschieden. Das sah auch Möller so: „Moral und Einsatz stimmten. Wir haben alles gegeben, was möglich war. Knackpunkt war die Verletzung von Kerstin Felkel.“ Mit 20 Gegentoren könne er gut leben, im Angriff war´s zu wenig. „Wir haben zu nervös agiert und unvorbereitet abgeschlossen, dazu kam die Siebenmeterschwäche“, so Möller.

 

 

 

Punktspiel gegen Stralsunder HV / 12.10.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 13.10.03“

HSG-Krabben warfen sich an die Tabellenspitze

 

Sicherlich, die HSG Holstein Kiel/Kronshagen hat in dieser Saison schon weitaus spektakulärer gesiegt. Aber Hand aufs Herz: Was will man mehr als einen letztlich standesgemäßen 27:18 (13:10)-Kantererfolg der kampfstarken Krabben, der zudem die erneute Tabellenführung in der Handball-Regionalliga der Frauen bedeutet.

 

Einzelne Partien werden schon mal in der Offensive entschieden, aber den Titel holt man sich nur über eine stabile Deckung. Deshalb war der Triumph der Truppe von Bernd Vosgerau über den Neuling Stralsunder HV nicht nur ein schweres Stück Arbeit auf dem langen Weg zur angestrebten Meisterschaft, sondern sollte auch entsprechend gewürdigt werden. Dabei begann es zunächst auch einmal spielerisch vielversprechend für den Spitzenreiter. Dank des Doppelschlages der Schwedin Anna Carlsson, der Treffsicherheit der Torjägerin im Dutzend vom Dienst, Katrin Maukel, sowie der flotten Flügelzange mit Grit Kretzschmar und Stefanie Metz lief es bis zum 6:1-Zwischenstand wie am Schnürchen.

 

„Eigentlich hatten wir alles komplett unter Kontrolle und agierten dann auf einmal wieder viel zu hektisch. Der Sieg geriet zwar nie in Gefahr, aber statt Ruhe zu bewahren, möchte meine Mannschaft jeden Gegner möglichst schnell aus der Halle schießen“, hofft der HSG-Trainer, das Temperament seiner Schützlinge künftig zu zügeln, um es effektiver in die richtigen Bahnen zu lenken. Vom Sand im Getriebe ließ sich zum Glück die beste Abwehr der Regionalliga mit einer gewohnt reaktionsschnellen Sigrid Jungjohann im Tor, die drei Siebenmeter und 21 schwere Bälle parierte, nicht mit anstecken.

Nur unmittelbar nach dem verspäteten Wiederanpfiff spielten sie Stralsunderinnen bis zum 13:12-Anschlusstreffer kurzfristig befreit auf, nachdem sie sich zuvor in der Pause in der Kabine selbst eingesperrt hatten. Hart, aber nicht unfair, bekam der felsenfeste Kieler Beton fortan aber selbst in häufiger Unterzahl ob der acht Zeitstrafen keine Risse mehr.

 

HSG:  Wulf, Jungjohann – Kretzschmar 3, Carlsson 3, Maukel 12/7, Hansen, Thoma 4, Schulz 1, Metz 2, v.Seeler 2, Eggen, Reimers

 

 

 

Punktspiel gegen DGF Flensborg / 4.10.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 6.10.03“

Im Derby zeigten die Krabben nur 50 Prozent

 

Eigentlich hätte Bernd Vosgerau über sein Wunschergebnis an alter Wirkungsstätte froh sein sollen. Schließlich tat der 20:20 (8:10)-Teilerfolg

Im Nordderby der Handball-Regionalliga der Frauen letztlich niemanden seiner ehemaligen oder jetzigen Schützlinge weh. Dennoch wusste der neue Trainer der HSG Holstein Kiel/Kronshagen nicht so recht, ob er den einen aus der Grenzstadt entführten Zähler gegen sein altes Team nun als Punktgewinn oder –verlust werten soll.

 

„Die Moral und die Einstellung stimmt. Trotzdem war das ein Warnschuss vor den Bug“, trauerte Vosgerau als gestrauchelter Spitzenreiter schon eher mit einem weinenden Auge der verpassten Siegchance hinterher. „Das war heute nur 50 Prozent unserer Normalleistung. Macht aber nichts. Die Tabellenführung ist erst am letzten Spieltag entscheidend.“ Die Krabben taten sich wieder einmal schwer gegen die hochmotivierten Gastgeberinnen, standen schlecht in der Defensive und agierten viel zu statisch in der Offensive. Nur die Nervenstärke und Siebenmeterstatistik von Katrin Maukel war perfekt. „Wir haben es nie geschafft, so befreit wie in den Vorwochen aufzuspielen oder in den schwierigen Situationen die erforderliche Ruhe zu bewahren.“, resümierte der HSG-Coach. 14:18 lagen die Holsteinerinnen Mitte der zweiten Halbzeit ob der vielen überhasteten Fehlversuche zurück, um erst mit einem kollektiven Kraftakt den Spieß im Schlussspurt bis zum 20:19 scheinbar noch umzudrehen. Doch DGF-Haupttorschützin Katja Berghold

stürzte den Tabellenführer mit ihrem siebten Streich (59.) vom Thron.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson, Hansen, Köhn 2, Maukel 8/6, Metz 2, Reimers, Schulz 1, Thoma 3, v.Seeler 4, Ziegler

 

 

„Flensburger Tageblatt vom 6.10.03“

Lange am Thron des Tabellenführers gesägt

DGF-Frauen erkämpfen ein 20:20 gegen Kiel

 

20:20 – die Regionalliga-Handballerinnen von DGF Flensborg scheinen ihr Standart-Ergebnis gefunden zu haben. Nur eine Woche nach dem Lokalderby gegen den TSV Nord trennten sich die Flensburgerinnen auch vom Meister-Favorit Holstein Kiel mit 20:20 (10:8). Die 220 Zuschauer in der Idreatshalle

waren sich einig, ein gutes Regionalliga-Spiel gesehen zu haben.

 

Über weite Stecken des Spiels sägten die DGF-Handballerinnen mit Macht am Stuhl des Tabellenführers aus der Landeshauptstadt. Als Grundstein diente eine 6:0-Abwehr, mit der die Kielerinnen vor allem in ersten Durchgang nicht zu recht kamen. Sie versuchten zwar das Spiel schnell zu machen, ihnen unterliefen aber zahlreiche Fehler.  DGF nutzte die Gunst der Stunde und übernahm mit einer starken Keeperin Claudia Harms  immer mehr das Kommando.

Der 10:8-Pausenstand, den Katja Nickel mit dem Signal erzielte, war mehr als verdient.

 

In der zweiten Halbzeit schien sich nur kurzzeitig (10:11, 34.) das Blatt zu drehen. Über 14:11 (39.) und 18:14 (47.) rückte der „Coup“ immer näher. Doch ein Missgeschick der zweiten Torfrau Mareke Siedenburg – sie stolperte beim Weg von der Bank zum Tor und stürzte zu Boden – „stimulierte“ offenbar auch ihre Vorderleute. Im Angriff schlich sich plötzlich eine fast neunminütige Auszeit ein. Gleich drei Konter fingen sich die DGF-Frauen ein, ehe Holstein über den Kreis sogar das 18:19 (54.) erzielte. Die Idreatshalle hatte nun ihre dramatische Schlussphase.

 

Vor allem die herausragende Katja Berghold behielt kühlen Kopf und glich zum 20:20 (58.) aus. Der Sieg war nun zum Greifen nah. Doch beste Möglichkeiten wurden ausgelassen. Zunächst vergab Inke haut einen Konter, dann verfehlte Torfrau Claudia Harms das verwaiste Kieler Gehäuse. Mit dem Schlusspfiff parierte sie aber einen Wurf von Katrin Maukel und hielt zumindest einen Punkt fest.

 

 

 

Punktspiel gegen TSV Ellerbek / 27.9.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 29.9.03“

Isabelle von Seeler fast wie einst Lene Ege

HolKro-Frauen begeisterten beim 23:18 gegen Ellerbek

 

Nach den beiden Kantersiegen zum Saisonauftakt in der Regionalliga der Frauen haben die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen am dritten Spieltag die erste ernsthafte Feuertaufe mit Bravour bestanden. Der Spitzenreiter ließ sich von den in der Wahl ihrer körperlichen Mittel wenig zimperlichen Gegnerinnen des TSV Ellerbek nicht den Schneid abkaufen, nahm den harten Kampf hochkonzentriert über 60 Minuten an, riss die mehr als 150 Fans im starken Schlussspurt auch spielerisch von den Sitzen und gewann mit 23:18.

 

„Zunächst waren zwar alle etwas nervös, aber im Prinzip sind wir nun mal das beste Team der Regionalliga“, ließ sich auch HSG-Trainer Bernd Vosgerau mitreißen. Das sich Franziska Ziegler sowie Stefanie Metz beim Polizeisport kurzfristig leicht verletz hatten und auch Isabelle von Seeler durch eine Oberschenkelzerrung etwas gehandikapt war, sollte sich nicht negativ bemerkbar machen. Von Seeler war sogar die überragende Spielerpersönlichkeit auf dem Parkett und erinnerte phasenweise mit ihrem engagierten Auftritt an die ehemalige norwegische Regisseurin  der HSG, Lene Ege.

 

„Isa ist sicherlich ein Riesentalent und soll keine Angst davor haben, Fehler zu machen. Den Sprung von der Oberliga in die Regionalliga hat sie schon exzellent geschafft“, verteilte Vosgerau zu Recht ein Sonderlob an die 21-Jährige Studentin. „Der Vergleich mit Lene ist zwar ein bisschen hoch gegriffen, aber es reizt schon, höherklassig zu spielen. Am liebsten mit Holstein“, meinte die achtfache Torschützin.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson 4, Hansen, Köhn 1/1, Kretzschmar 1, Maukel 6/4, Metz, Reimers, Schulz 1, Thoma 2, v.Seeler 8

 

 

 

Punktspiel gegen Eidelstedter SV / 21.9.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 22.9.03“

HSG Holstein beweist tolle Frühform

 

Die fabelhafte Frühform der HSG Holstein Kiel/Kronshagen setzte sich beim Höhenflug in der Handball-Regionalliga der Frauen fulminant fort. Den 28:15-Kantersieg der Vorwoche zum Saisonstart konnten die Krabben sogar noch einmal mit einem 30:9 (14:2)-Triumph toppen. Das Heimdebakel des Eidelstedter SV kam phasenweise einer Demontage gleich.

 

„Leistungsmäßig steht meine Mannschaft jetzt schon da, wo wir hingehören. Obwohl das Potenzial mit 80 Prozent zurzeit noch längst noch nicht ausgeschöpft ist“, bescheinigte HSG-Trainer Bernd Vosgerau seiner ehrgeizigen Spassgemeinschaft erneut einen Auftakt nach Maß. Sicherheit zuerst, war nur das Motto der ersten Halbzeit. Immer, wenn die torgefährlichen Eidelstedterinnen Agnes Szpila oder Jeanette Marquardt einen Fuß über die Mittellinie setzten, erfreuten sich die beiden Rückraumstrateginnen einer sorgsamen Sonderbewachung durch Katrin Maukel sowie Ann-Christin Thoma. Nach der frühen Kieler 7:2-Führung brachte diese Maßnahme die Gastgeberinnen bis zum nächsten Torerfolg zum 17:3 (25.) zur Verzweiflung.

 

Gedanklich wie körperlich immer einen Tick schneller am Ball erlaubten die Holsteinerinnen dem Gegner beim munteren Scheibenschießen überhaupt nur ganze drei Feldtore. Auch ein Verdienst von HSG-Torhüterin Sigrid Jungjohann, die sich exzellent in Szene setzten konnte.

 

HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson 1, Hansen, Köhn 7/1, Kretzschmar 2, Maukel 6/1, Reimers, Schulz 1, Thoma 5, v.Seeler 5, Ziegler 3

 

 

 

Punktspiel gegen HT 16 Hamburg /14.9.03:

 

„Kieler Nachrichten vom 15.9.03“

Kantersieg der „Krabben“ zum Saisonstart

 

In der Handball-Regionalliga der Frauen hat die HSG Holstein Kiel/Kronshagen eine erste Kostprobe ihres Könnens gegeben. Der 28:15 (12:7)-Kantersieg

der Krabben zum Saisonauftakt gegen den harmlosen Aufsteiger HT 16 Hamburg machte den 200 Zuschauern Appetit auf mehr.

 

„Ich hätte mir ein bisschen mehr Gegenwehr gewünscht, freute sich Bernd Vosgerau über sein gelungenen Einstand auf der HSG-Trainerbank.

„Die Hamburgerinnen sind natürlich kein Maßstab für die kommenden Herausforderungen. Hauptsache, wir haben gewonnen und alle sind gesund geblieben.“ Seine nervös gestarteten Spielerinnen benötigten einen 25-minütigen Anlauf (9:7) sowie eine zusätzliche Auszeit, um das Lampefieber abzulegen und den Kontrahenten fortan engagierter zu bekämpfen. Mit viel Tempo, der besseren Technik und der ausgefeilten 5:1-Taktik legten die Kielerinnen bis zum 20:9 (40.) die eigene Messlatte auf ein hohes Niveau.

„Mit einer konsequenteren Chancenverwertung wäre sicherlich ein höherer Sieg möglich gewesen, aber ich wollte allen Akteurinnen Spielanteile geben“, sagte Vosgerau. Torhüterin Sigrid Jungjohann war einmal mehr die Zuverlässigkeit in Person. Sowohl Katrin Maukel als auch Ann-Christin Thoma agierten gewohnt torhungrig, und die Debüts von Wiebke Reimers und Isabelle von Seeler waren ebenfalls vielversprechend.

 

HSG: Wulf, Jungjohann 1 – Hansen, Köhn 3, Kretzschmar, Maukel 7, Reimers 1, Schulz 3, Thoma 7, v.Seeler 5, Ziegler 1

 

 

 

Saisonvorbericht:

 

„Kieler Nachrichten vom 6.9.03“

Bei den „Krabben“ kribbelt es schon

Coach Bernd Vosgerau bescheinigt der HSG Zweitliga-Reife

 

Das knapp zweijährige Kapitel unter der sportlichen Leitung von Jan Strunk haben die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen etwas überraschend, aber letztlich ohne öffentliche Schuldzuweisungen beendet.

 

Nach der Regionalliga-Vizemeisterschaft vor zwei Jahren und dem vierten Platz in der vergangenen Saison soll mit dem neuen Trainer Bernd Vosgerau an diese Erfolge angeknüpft werden. Eine gute Woche bleibt noch für den finalen Feinschliff bis zum Saisonstart am 14.September in eigener Halle gegen den Aufsteiger HT 16 Hamburg, doch schon jetzt spüren die „Krabben“ steigende Spannung und erwartungsfrohes „Kribbeln“ im Bauch.

 

„Vom handballerischen gehört Holstein eigentlich in die zweite Bundesliga. Meine Spielerinnen glauben nur noch zu wenig an ihre eigenen Stärken“, sagt Bernd Vosgerau. Der von der DGF Flensborg an die Kieler Förde gewechselte Coach will seinen Spielerinnen nach den ersten positiven Eindrücken sowie der guten Stimmung im Team das entsprechende Selbstvertrauen vermitteln. Damit bei der HSG alles schön harmonisch bleibt, wurde bei den Neuzugängen neben den technischen und taktischen Fähigkeiten viel Wert auf die charakterlichen Qualität gelegt. Mit der jungen ungestümen Oberliga-Torjägerin Isabelle von Seeler, der talentierten Linkshänderin Wiebke Reimers sowie der routinierten norwegischen Rückkehrerin Anne-Grethe Eggen dürften die Krabben echte Glückstreffer an Land gezogen haben.

 

„Die Euphorie hier ist schon beeindruckend. Ich musste sogar ein bisschen bremsen, bin mir aber sicher, das wir intern gewappnet wären, um sogar mal eine sportliche Durststrecke gemeinsam zu überwinden“, ist der 48-jährige Vosgerau davon überzeugt, keine Ladenhüter, sondern heiße Ware zum weiteren Wohle der eingefleischten Krabben-Fans im Angebot des Holstein-Kaders zu haben.

 

 

 

Kieler Woche Cup 2003:

 

„Kieler Nachrichten Juni 03“

„Krabben“ in starker Frühform

 

Die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen haben ihren Titel des Vorjahres erfolgreich verteidigt. Beim 25-jährigen Jubiläum des zweitägigen

Frauen-Turniers um den Kieler-Woche-Cup brillierten die Krabben mit fünf Siegen in fünf Spielen und bescherten damit dem neuen Coach Bernd Vosgerau

Einen vielversprechenden Einstand. Da traf es sich gut, dass die immerhin zwei Jahre in Minden beim Pokalsieger 2001 verschollene Schale gerade noch rechtzeitig wieder in Kiel aufgetaucht ist.

 

„Ich bin nach so wenig Trainingseinheiten schon sehr zufrieden. Wichtig war mir, das die Spielfreude und der Spaß meiner Mannschaft auch für die Fans rüber gekommen ist“, sagte Vosgerau. Für den wieder erwachten Holstein-Teamgeist zeichnet aber nicht nur das Nordlicht aus Flensburg verantwortlich,

sondern auch die drei Neuzugänge Wiebke Reimers (MTV Wisch), Anja Seemann (eigene Dritte) sowie Oberliga-Torschützenkönigin Isabelle von Seeler

(SG Bordesholm/Brügge). „Eine Linkshänderin wie Wiebke kann man immer gebrauchen, Anja benötigt noch ein bisschen Zeit und Isabelle ist schon auf Grund ihrer Schnelligkeit eine Bereicherung“, charakterisiert Vosgerau das Trio. Zudem empfahl sich Torhüterin Manja Wulf nicht nur wegen dreier gehaltener Siebenmeter im Sekundentakt in der Schlussphase gegen Kropp/Tetenhusen für den internen Konkurrenzkampf gegen Stammkeeperin Sigrid Jungjohann.

 

Oberliga-Absteiger Holstein 2 scheint unter ihrem Bundesligaerfahrenen Trainer Michael Fischer mit der richtigen Mischung aus Talenten und Routiniers auf dem richtigen weg, um den sportlichen Betriebsunfall in die Bezirksliga wieder auszubügeln. Die früheren Spielerinnen des SV Friedrichsort setzten ihre Erfolglosigkeit auch nach ihrem kollektiven Vereinswechsel in den neuen Trikots der SG Bordesholm/Brügge fort.

 

1. HSG Holstein 1   92:62  10:0

2. TSV Nord            93:88    6:4

3. MTV Heide          79:75    6:4

4. HSG Kropp          88:87    4:6

5. HSG Holstein 2   62:79    3:7

6. Bordesholm        68:91    1:9