Meldung:
„Kieler Nachrichten Mai 03“
HSG Holstein Kiel/Kronshagen trennt sich von Trainer Strunk –
Bernd Vosgerau Nachfolger
Am Ende einer bis dato zumindest zwischenmenschlich harmonischen
Handball-Saison in der Regionalliga der Frauen kommt in Kiel das
Trainer-Karussell nun doch noch schnell auf Touren.
Trotz der sportlichen Talfahrt von 0:52 Punkten trennte sich
Absteiger SC Friedrichsort erst jetzt von Brigitte Franz, um für Hartwig Schütt
Platz auf der Trainerbank zu schaffen. Fast zeitgleich wurde am
Donnerstag-Abend auch bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit Bernd Vosgerau
der Nachfolger für Jan Strunk präsentiert. „Der Vertrag mit Jan Strunk wurde
nicht verlängert. Da der Regionalverband NOHV seit dem Jahr 2001 für die
Regionalliga einen Trainer mit gültiger Lizenz vorschreibt, mussten wir uns
nach einem Ersatz umsehen. Eine abgelaufene Lizenz kann innerhalb von zwei
Jahren durch ein Wochenendlehrgang für weitere drei Jahre verlängert werden.
Bernd Vosgerau war der Wunschkandidat der Mannschaft“, lautete die offizielle
Sprachregelung, die Klaus Rohde als Handball-Obmann der KSV Holstein für die
HSG zum Besten gab.
Erste Kontakte zum Flensburger Bernd Vosgerau wurden von einigen
„Krabben“ offensichtlich nach der finalen Heimniederlage der HSG gegen die DGF
Flensborg schon Ende April geknüpft, während von Vereinsseite zu dem Zeitpunkt
ebenfalls noch Gespräche mit dem Amtsinhaber auch über die personellen
Zukunftsplanungen des Kaders liefen.
Die Replik von Jan Strunk, der unter der Regie der norwegischen
Ausnahmespielerin Lene Ege immerhin die Vizemeisterschaft des Vorjahres und in
der abgelaufenen Saison den vierten Tabellenplatz als Erfolge verbuchen durfte,
ließ nicht lange auf sich warten: „Natürlich bedauere ich nach zwei überwiegend
schönen Jahren die Notwendigkeit einer Trennung auf Grund dieser Formalie. Die
Verlängerung meiner B-Lizenz wäre wegen meiner Tätigkeit als Lehrwart des
Kreishandball-Verbandes Kiel sowie Honorartrainer und Lehrstabsmitglied des
HVSH reine Formsache gewesen. Da mir die Mannschaft aber sehr am Herzen liegt,
freut es mich, dass es so kurzfristig gelungen ist, auf diese unvorhergesehene
Situation zu reagieren und rasch einen Nachfolger zu finden.“
Während Bernd Vosgerau bereits in der kommenden Woche anfängt die
Übungseinheiten der Krabben zu leiten, leistet sich die HSG jetzt sogar den
Luxus bis zum Kieler-Woche-Turnier Ende Juni zwei Trainer auf der Gehaltsliste
zu haben.
Punktspiel gegen SGH Rosengarten / 3.5.03:
„Kieler Nachrichten vom 5.5.03“
Die Kieler Handballerinnen in der Regionalliga der Frauen werden
froh sein, dass die Saison vorbei ist.
Die
HSG Holstein Kiel/Kronshagen verabschiedete sich und ihren Trainer Jan Strunk
nach zwei sportlich erfolgreichen Punktrunden mit der Vizemeisterschaft im
Vorjahr sowie dem aktuell abschließenden vierten Tabellenplatz mit einer 23:29
10:17) Niederlage beim Titelverteidiger und Zweitliga-Aufsteiger SGH Rosengarten.
Während die Gastgeberinnen mit meisterlichen Tempogegenstößen auftrumpften oder
individuelle Abwehrschwächen der Kielerinnen zu nutzen wussten, merkte man den
nicht befreit aufspielenden Krabben zumindest in der ersten Halbzeit schon ein
bisschen an, dass die Trennung von Trainer Jan Strunk nicht in allen Teilen des
Teams auf Gegenliebe gestoßen ist.
“Mir persönlich war es wichtig, dass wir uns nach dem Seitenwechsel ordentlich
gesteigert und anständig präsentiert haben. Es war schon komisch zum letzten
Mal auf der HSG-Bank zu sitzen”, offenbarte der scheidende Coach seinen
Gemütszustand der gemischten Gefühle nach der finalen Gardinenpredigt in der
Pause. “Ein bisschen konnten wir Rosengarten piesacken, auch wenn der Rückstand
zu groß war”.
HSG: Jungjohann, Meyer - Carlsson (1), Hansen (5), Köhn (1/1), Maukel
(10/7), Metz (1), Mordhorst, Schulz (2), Thoma (2), Ziegler (1), Kretzschmar.
Punktspiel gegen DGF Flensborg / 26.4.03:
„Kieler Nachrichten vom 28.4.03“
Niederlagen für Friedrichsort und Holstein / Kronshagen
In
der Handball – Regionalliga der Frauen verabschiedete sich der Tabellenvierte
HSG Holstein Kiel / Kronshagen am vorletzten Spieltag mit einer unnötigen 19:22
(7:8) – Heimniederlage gegen die DGF Flensborg von den eigenen Fans.
Auf Grund der fahrlässigen Chancenverwertung sowie vieler vermeidbarer
technischer Flüchtigkeitsfehler im Spielaufbau sahen die Krabben nach dem
Schlusspfiff gegen die betagte Oldie – Truppe aus dem hohen Norden selbst
sportlich ziemlich alt aus. Drei Minuten vor dem Abpfiff konnte die Strunk –
Truppe sogar das Geschenk einer doppelte Überzahl nach den Zeitstrafen für die
DGF – Haupttorschützin Agnieska Wilkocz ( sieben Treffer ) sowie Marina
Nikolova ( rote Karte ob der dritten Hinausstellung ) nicht nutzen, um den
18:19 – Rückstand in deinem knappen Sieg umwandeln. " Heute standen zu
viele Spielerinnen auf dem Parkett, die nach einer langen Saison nicht mehr
genug Kraft hatten , um diese Niederlage noch abzuwenden", betrieb
Holsteins Coach Jan Strunk Ursachenforschung. Neben der Wurfkraft von Katrin
Maukel sowie der Schlitzohrigkeit von Linksaußen Grit Kretzschmar, die mit
ihren Drehern und Hebern den Spieß zwischenzeitlich umzudrehen versuchten,
konnte lediglich die dienstälteste HSG – Akteurin Christine Meyer bei ihrem
sportlichen Karriereende in eigener Halle leistungsgemäß überzeugen." Mit
so einem Ergebnis fällt der Abschied natürlich schwerer, aber ich habe bei
Holstein viele Jahre eine sehr schöne Zeit gehabt", bilanzierte die
38-jährige Torhüterin nach ihrem blumen- und tränenreichen Ausstand.
HSG: Holstein: Meyer, Jungjohann - Mordhorst, Carlsson (3), Maukel
(8/2), Hansen, Ziegler, Thoma (3), Köhn (1/1), Schulz, Metz, Kretzschmar (4).
„Flensburger Tageblatt vom 28.4.03“
22:19-Sieg bei der HSG Holstein –Kronshagen
Mit dem 22:19 (9:8)-Erfolg beim Tabellenvierten HSG
Holstein-Kronshagen konnten die Handballerinnen von DGF Flensborg nicht nur
erstmals auswärts einen Favoriten besiegen – mit 19;5 punkten in Serie sind die
Flensburgerinnen auch die zweiterfolgreichste Mannschaft der Regionalliga in
diesem Jahr. Den sechsten Tabellenplatz hat DGF damit schon vor dem letzten
Spieltag sicher.
Von Anfang an entwickelte sich eine torarme, aber technisch
hochklassige Partie. „Die Zuschauer waren begeistert, denn beide Mannschaften
haben auf höchstem Niveau gespielt und sind oftmals an den hervorragenden
Torhüterinnen gescheitert“, erklärte DGF-Trainer Bernd Vosgerau die Torarmut.In
der ersten Halbzeit konnte sich keine Mannschaft absetzten – quasi mit dem
Pausenpfiff schaffte DGF die 9:8_Halbzeitführung.
Das technisch hohe Niveau hielten beide Mannschaften auch im
zweiten Durchgang aufrecht – und die Partie blieb weiter ausgeglichen.
Allmählich machte sich bei den Gastgeberinnen jedoch ein Substanzverlust
bemerkbar. „Wir hatten am Ende einfach die bessere Physis“, bestätigte
Vosgerau. So ließen die Flensburgerinnen nach den 19:19 (55.) keinen Treffer
mehr zu und setzten sich am Ende verdient durch.
„Flensburg Avis vom 20.4.03“
SdU-Vertreter gewann in Kiel und will am letzten Spieltag den
fünften Tabellenplatz erklimmen.
FLENSBURG.
Die Handballerinnen von DGF Flensborg bleiben ihrer Erfolgslinie treu. Das Team
von Trainer Bernd Vosgerau entschied das letzte Auswärtsspiel der Saison bei
der HSG Holstein-Kiel/Kronshagen mit 22:19 (8:7)-Toren für sich und rückt dem
anvisierten fünften Tabellenplatz immer näher.
»Wir spielen in der Rückrunde endlich das, wozu wir auch tatsächlich in der
Lage sind«, freute sich Vosgerau.
Ein »Ausrutscher« gegen Elmshorn und eine weitere Niederlage gegen Meister
Rosengarten sind die einzigen Misserfolge des SdU-Vertreters in der Rückrunde.
Dazu Vosgerau: »Wir gehören zurecht in die Spitzengruppe, schade nur, dass wir
in der Hinrunde auch viel Pech gehabt haben, sonst wären wir noch weiter oben
zu finden gewesen.«
Das Landesderby verlief auf hohem Niveau und beide Teams boten vor allem im
taktischen Bereich überzeugende Leistungen. Insbesondere war es ein Verdienst
beider Abwehrreihen, dass die Partie relativ arm an Toren blieb.
Dazu Vosgerau: »Es hat Spaß gemacht, da sowohl die offensiven Kieler Abwehr wie
auch unsere 6:0-Abwehr gut funktioniert haben.«
Bis weit in die Schlussphase hinein lieferten sich die Kontrahenten einen
beherzten Schlagabtausch, bei dem es sehr ausgeglichen zuging. Nach dem 7:8 zur
Pause wussten beide Mannschaften zwar Überzahlsituationen zu nutzen,
entscheidend absetzen konnte sich allerdings kein Team.
Ab dem 19:19 (55.) konnte DGF die größeren Kraftreserven mobilisieren und die
entscheidenden Treffer landen.
Am kommenden Wochenende geht mit dem Heimspiel gegen Buxtehude II (Sonnabend,
17 Uhr) schließlich nicht nur eine erfolgreiche Saison zu Ende. Auch die
Trainer-Ära von Bernd Vosgerau wird beim DGF auslaufen.
Punktspiel gegen Olympia Neumünster / 12.4.03:
„Kieler Nachrichten vom 14.4.03“
HSG
gewann 24:19 in Neumünster
Es war noch über eine Minute zu spielen, da klatschte Jan Strunk, Trainer der
HSG Holstein/Kronshagen seine Spielerinnen auf der Bank bereits ab. Es war
klar, dass sein Team zum sechsten Mal in Folge das Landesderby in der
Handball-Regionalliga gegen Olympia Neumünster gewinnen würde.
"Wir haben eben frühzeitig aufgehört, zu viele Fehler zu machen",
resümierte Strunk nach dem 24:19 (10:10)-Erfolg.
In der ersten Halbzeit lag sein Team zweimal mit zwei Treffern zurück. Aber die
starke Katrin Maukel hielt ihr Team mit sechs Toren im ersten Abschnitt im
Spiel.
Als die Rückraumspielerin nach dem Seitenwechsel enger markiert wurde,
vernaschte Ann-Christin Thoma (traf nun auch noch sechs Mal) die Neumünsteraner
Abwehr fast nach Belieben.
Hinzu kam eine solide Vorstellung von Torhüterin Christine Meyer, die auch von
der guten Abwehrarbeit profitierte.
"Wir wollten auch unter 20 Gegentoren bleiben", freute sich Strunk,
dass die Vorgabe aufging. Unterdessen ging das 600. Saisontor zum 23:17 (52.)
auf das Konto von Anna Carlsson.
HSG:
Meyer,
Dressler - Carlsson (2), Maukel (8/4 ), Hansen (1), Ziegler (3), Thoma (7),
Köhn (3/1), Schulz, Metz, Mordhorst.
„Holsteinischer
Courier vom 14.4.03“
Das Gesetz der Serie hat weiterhin Bestand, denn Olympia
Neumünster kann gegen die HSG Holstein Kiel / Kronshagen einfach nicht
gewinnen.
Die Neumünsteranerinnen verloren in der Handball-Regionalliga der Frauen das
Landesderby gegen die Kielerinnen mit 19:24.
Die Begegnung in der KSV-Halle war vom Anpfiff an umkämpft, verlief aber
ziemlich zerfahren. Beide Mannschaften produzierten reichlich Fehler und
zeigten sich auch im Abschluss sehr nervös. Auf Grund einiger
Abstimmungsprobleme in der Deckung nahm Olympia-Trainer Volker Paul schon nach
gut sieben Minuten seine erste Auszeit und richtete nicht nur seine Abwehr neu
ein, sondern stellte auch im Angriff kurzfristig auf das Spiel mit zwei
Kreisläuferinnen um. Daraufhin setzte sich Olympia beim 5:3 erstmals mit zwei
Toren ab, kassierte aber nur 120 Sekunden später durch zwei Siebenmeter von
Katrin Maukel wieder den Ausgleich.
Die Partie war mittlerweile ein typisches Frauenhandballspiel geworden. Olympia
zog wieder auf 7:5 davon, lag kurz darauf mit 7:8 und 8:10 hinten, schaffte mit
viel Dusel aber noch den 10:10-Ausgleich zur Pause.
Den Auftakt zur zweiten Halbzeit erlebten die Olympianerinnen dann zwar
körperlich auf der Platte mit, wehrten sich aber nicht wirklich, gegen das, was
ihnen die Kielerinnen in dieser Phase antaten. Durch Zeitstrafen in die Defensive
gedrängt, fanden die Grün-Weißen kein Mittel, den Angriffswirbel der
Landeshauptstädterinnen einzudämmen.
Vielmehr ging der Versuch, die bis dahin so brandgefährliche Katrin Maukel
durch kurze Deckung aus der Partie zu nehmen, gründlich nach hinten los. Für
die übrigen Gäste-Spielerinnen, allen voran Ann-Christin Thoma, ergaben sich
jetzt viele Freiräume, die sie mit einfachen Wacklern und einer guten
Chancenverwertung auch eiskalt ausnutzen. Hinzu kam, dass Olympia weiterhin
etliche eklatante technische Fehler einstreute, und deshalb auch in dieser
Phase zu Recht das Spiel verlor.
Mit fünf Toren in Folge führte die HSG nach 36 Minuten mit 15:10, und
allerspätestens beim 15:23 (52.) war der Drops endgültig gelutscht.
Auch wenn die Olympianerinnen in der Schlussphase noch einmal Willen
demonstrierten und die Niederlage zumindest noch in Grenzen hielten, stand die
sechste Heimpleite in der laufenden Saison fest.
"Wir hätten heute ganz einfach einen Henkel am Ball gebraucht, um weniger
Fehler zu machen", fand Paul schnell die Ursache für die
unterdurchschnittliche Leistung seines Teams.
Olympia: Albrecht, Rathje; Löbau (1), Schnoor, Reinert, Petersen (8), Felkel
(3), Dencker (4/davon 2 Siebenmeter), Schneider (1), Szpila (2/1),
Scheibenpflug, Wildner.
SpielfIlm: 0:1 (3.), 2:2 (6.).
5:3(15.), 7:5(20.), 7:8(25.), 10:10(30.) - 10:15 (36.), 13:18 (45.), 15:23
(52.). 19:23 (56.), 19:24 (60.).
Siebenmeter Olympia: 4/3 (Dencker trifft den Pfosten), HSG: 6/5 (Köhn trifft
den Pfosten)
Zeitstrafen: Olympia: 10 Minuten (Szpila vier, Löbau, Petersen, Dencker je
zwei), Holst. / Kronshagen: 6 Minuten (Thoma, Metz sowie eine Bankstrafe).
Schiedsrichter: Simmke / Timm (Münsterdorf / Flensburg).
Zuschauer: 152
„KN, Holsteiner Zeitung vom 14.4.03“
Das war Andrea Petersen gegen den Rest der Welt
Handball-Regionalliga: Olympia unterlag Kiel 19:24 -
MTSV-Torjägerin mit acht Treffern
Es bleibt dabei: Der MTSV Olympia Neumünster kann gegen die HSG Holstein
Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga Frauen einfach nicht gewinnen. Am
Sonnabend gab es den sechsten Vergleich. Zum sechsten Mal hieß der Sieger HSG.
Das 19:24 (10:10) hat Mannschaft, Trainer und Zuschauer in der KSV-Halle jedoch
einige Rätsel aufgegeben. So scheint es nahezu unverständlich, dass die
Neumünsteranerinnen nach guten Leistungen in der Fremde vor eigenem Publikum
nicht in der Lage sind, ihr Potenzial abzurufen. "Das war heute Andrea
Petersen gegen den Rest der Welt, und das geht nicht", sagte Olympias
erster Vorsitzender Lutz Dallmeyer. Die Linkshänderin leistete sich bei ihren
neun Wurfversuchen nur einen einzigen Fehlwurf.
Dafür blieben die Mitspielerinnen Kathrin Dencker, Kerstin Felkel, Angela
Schneider und auch Agnieszka Szpila blass.
Egal in welcher Formation Olympia-Neumünster-Trainer Volker Paul seinen
Rückraum zusammenstellte, es entwickelte sich kein Spiel. Vor allem die
Vorstellung Szpilas grenzte nicht nur an Arbeitsverweigerung, es war
Arbeitsverweigerung. Erschwerend kam hinzu, dass Olympia sich in der ersten
Halbzeit von der Kielerin Katrin Maukel das Spiel diktieren ließ. Als Trainer
Paul nach dem Seitenwechsel die Abwehr umstellte, Maukel offensiv bewachen
ließ, fasste sich immer wieder Ann-Christin Thoma ein Herz und spazierte durch
die Neumünsteraner Abwehr.
"Ich erwarte von den Abwehrspielerinnen, dass sie bei entsprechenden
Hinweisen ihre Gegnerinnen unter Kontrolle bringen", sagt Paul. Weil das
nicht gelang, entwickelte sich in der Defensive und auch in der Offensive ein
Flächenbrand, der nicht mehr zu löschen war.
Nach einer noch recht abwechslungsreichen ersten Halbzeit, in der Olympia sich
durch unnötige Fehlpässe selbst um den Vorsprung brachte, lief in den ersten
Minuten nach der Pause kaum noch etwas zusammen. Binnen sechs Minuten warfen
die Kieler Krabben einen Fünf-Tore-Vorsprung heraus.
"Wir standen hinten eben sehr sicher", freute sich Gäste-Coach Jan
Strunk. Erst in der Schlussviertelstunde kamen die Neumünsteranerinnen noch
einmal heran und zeigten, dass sie auch besser spielen können. Plötzlich
reduzierten sich die technischen Fehler, so dass beim 19:23 vier Minuten vor
dem Ende Hoffnung auf eine Punkteteilung bestand. Diese wurde dann wieder jäh
im Keim erstickt.
„Vorbericht KN Holsteiner Zeitung vom 12.4.03“
Die "Krabben" waren bisher immer eine Nummer zu groß
Handball-Regionalliga: MTSV Olympia hat gegen HSG
Holstein/Kronshagen stets verloren
Neumünster (ör) Landesderbys, so heißt es immer wieder, haben wie Pokalspiele
ihre eigene Gesetze. Im Fall von Olympia Neumünster und der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen sah die Gesetzmäßigkeit bisher nur Siege der Kieler Krabben
vor. Heute um 18 Uhr kommt es in der KSV-Halle bereits zur sechsten Auflage in
der Handball-Regionalliga der Frauen.
"Irgendwann muss diese Serie dann doch einmal reißen", wünscht sich
Olympias Vorsitzender Lutz Dallmeyer einen 24:23-Erfolg. Der Tipp ist mehr als
nur Wunschvater des Gedanken, schon den 24:23-Erfolg Olympias bei der SG
Kisdorf/Leezen prognostizierte Dallmeyer richtig. Hat der Vorsitzende noch
einmal das richtige Näschen?
Normalerweise sollten die Chancen für die Olympianerinnen größer sein, erstmals
gegen Holstein zu bestehen. Schließlich hat die Ausnahmehandballerin Lene Ege
nach dem Hinspielsieg gegen Olympia Ende November das Team verlassen.
"Aber die Kielerinnen haben den Abgang erstaunlich gut verkraftet",
sagt Olympia-Neumünster-Trainer Volker Paul.
Nicht wenige Experten prophezeiten der Mannschaft von Trainer Jan Strunk den
freien Fall. Aber die Kielerinnen holten in diesem Zeitraum 14:10 Punkte.
Ausschlaggebend dafür ist die wohl gute Form von Rückraumspielerin Katrin
Maukel und Ann-Christin Thoma. Maukel traf bisher 133 Mal, Thoma erzielte 112
Treffer.
"Mit Holstein ist im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder zu rechnen. Sie
sind auf dem Weg zu einer erneuten Spitzenmannschaft, die jetzt nur noch
ausgeglichener besetzt ist", fügt Paul an.
Diese Ausgeglichenheit fehlt Olympia. Trifft eine Spielerin nicht, lassen sich
alle anderen anstecken. Aber nach Angaben ihres Trainers haben alle
Neumünsteraner Spielerinnen erstmals nach Wochen wieder verletzungsfrei zwei
Einheiten absolvieren können. Damit hat Trainer Paul sogar nach langer Zeit die
Qual der Wahl. Wenn nicht über Nacht noch jemand krank wird, werden
"Mannschaftküken" Inga-Lena Kühn und die als Stand-by-Akteurin zur
Verfügung stehende Betreuerin Christine Reimers zunächst nicht berücksichtigt.
Hinspiel: Olympia unterlag 21:24; Serien: Olympia erzielte gegen Holstein in
den Regionalliga-Heimspielen immer 20 Tore und verlor dennoch - Holstein
landete zuletzt drei Siege in Folge; HZ-Tipp: Die schwarze Serie geht nach
einem dramatischen 26:24 zu Ende.
Punktspiel gegen MTV Wandsbek 72 / 5.4.03:
„Kieler Nachrichten vom 7.4.03“
Die Kieler Frauen-Teams bestätigten in der Handball-Regionalliga ihre
derzeitige Tabellensituation.
Platz drei noch im Visier, revanchierte sich die HSG Holstein / Kronshagen
gegen den MTV Wandsbek mit 19:16 (12:7) für die knappe Hinspielniederlage.
Mit variablem Spielaufbau und Stefanie Metz als Vorgezogene in der 5:1-Deckung
begannen die "Krabben" rasant und setzten sich schnell auf 5:1 (10.)
ab. Dabei kamen die Gastgeberinnen immer wieder durch Ann-Christin Thoma zum
Erfolg, die bis zum Halbzeitstand von 12:7 für die HSG bereits sechs ihrer
insgesamt sieben Treffer erzielt hatte.
"Ich traute dem Ergebnis allerdings nicht so recht", beschlich
HSG-Trainer Jan Strunk zurecht eine böse Vorahnung.
Zwei Tore in 18 Minuten waren für sein Team fortan zu wenig. Beim 14:13 (48.)
war Wandsbek plötzlich wieder dran. Als Thoma in Unterzahl zum 17:15 (56.) traf
und die Gäste anschließend hastig vergaben, war die Partie entschieden.
Großer Rückhalt für die HSG war Torhüterin Christine Meyer, die insgesamt 16
gegnerische Bälle entschärfte.
"Glanzvoll war es nicht. Angesichts unserer personellen Experimente bin
ich jedoch zufrieden", konstatierte Strunk.
HSG: Meyer, Wulf – Ackermann, Carlsson 2, Hansen 1, Maukel 3,
Metz, Mordhorst, Köhn 3/1, Schulz 3, Thoma 7
„Vorbericht Kieler Nachrichten vom 4.4.03“
Wiedergutmachung jetzt
Die beiden Kieler Klubs in der Frauen-Regionalliga wollen
Wiedergutmachung für die jüngsten Schlappen betreiben.
"Wir werden uns die Punkte, die uns in Ellerbek von den Schiedsrichtern
nicht vergönnt waren, nun gegen den MTV Wandsbek 72 zurückholen", hofft
Thomas Kleinschmidt, Torwarttrainer bei der HSG Holstein Kiel / Kronshagen,
morgen um 17 Uhr im Schulzentrum am Suchsdorfer Weg auf eine Trotzreaktion.
Spätestens zum Anwurf soll auch HSG-Coach Jan Strunk aus dem Dänemark-Urlaub
vor Ort sein, um die "Krabben" auch ohne Sigrid Jungjohann
(Klassenfahrt), Grit Kretzschmar (familiäre Gründe) und Sonja Hansen
(Fußverletzung) taktisch einzustellen. [...].
Punktspiel gegen TSV Ellerbek / 30.3.03:
„Kieler Nachrichten vom 31.3.03“
[...] Im Verfolgerduell zwischen dem Tabellendritten TSV Ellerbek
sowie der viertplazierten HSG Holstein Kiel / Kronshagen war dagegen die
Schiedsrichterleistung schon eher beschämend. Ausgerechnet ein Kieler Gespann sorgte
in letzter Sekunde mit einem Siebenmetergeschenk für den 24:23
(12:12)-Siegtreffer der Hanseatinnen durch Mona Münstermann.
"Unsere Spielerinnen lagen nach dem Abpfiff vor Enttäuschung auf dem
Fußboden und hätten fast geheult vor Wut", hatte auch HSG-Torwarttrainer
Thomas Kleinschmidt größte Mühe, die Fassung zu bewahren. "Ein Remis wäre
nun wirklich gerecht gewesen."
Ausgerechnet die Kieler Unparteiischen Sven Kaß / Arne Green sorgten mit ihren
umstrittenen Siebenmeterentscheidungen für das mitentscheidende
Ungleichgewicht bei der Anzahl der Strafwürfe von 11/3 zu Gunsten
der Gastgeberinnen.
Allen verletzungsbedingten Widrigkeiten hatten die Krabben ohne Kapitän Sonja
Hansen (Fuß) und frühzeitig auch Franziska Ziegler (Schulter) kämpferisch
überzeugend gespielt, um letztlich unverdient die Heimreise mit leeren Händen
antreten zu müssen.
HSG: Meyer, Jungjohann – Carlsson 4, Köhn 4, Maukel 6, Metz,
Mordhorst 1, Schulz 1, Thoma 5, Ziegler, Kretzschmar 2
„Vorbericht Kieler Nachrichten vom 28.3.03“
HSG will tauschen
Die Frauen der HSG Holstein Kiel / TSV Kronshagen haben nach drei
Siegen in Serie wieder in die erfolgreiche Fahrrinne der Hinrunde gefunden.
Vor dem Verfolgerduell des Tabellenvierten am Samstag (18 Uhr) beim
drittplatzierten TSV Ellerbek (Rudolf-Harbig-Halle) hat sich „Krabben“-Coach
Jan Strunk zwar in einen einwöchigen Dänemark-Urlaub verabschiedet, aber nicht
ohne seinem Torwarttrainer Thomas Kleinschmidt die ausgetüftelte Taktik mit auf
den Weg zu geben: "Wir wollen gewinnen und die Plätze in der Tabelle
tauschen."
Die Einsätze von Sonja Hansen (Fußverletzung), Franziska Ziegler
(Schulterschmerzen), Ann-Christin Thoma (Fingerblessur) oder Diana Köhn
(Lungenentzündung) entscheiden sich kurzfristig.
„Vorbericht Hamburger Abendblatt vom 28.3.03“
Ellerbek - Was in der Hinrunde noch ein Spitzenspiel in der
Frauen-Regionalliga gewesen wäre, ist nun zum Prestigeduell degradiert. Da die
SGH Rosengarten (40:2 Punkte) die Handballliga mit großem Vorsprung anführt,
kämpfen der TSV Ellerbek (31:11) und die HSG Holstein Kiel/Kronshagen am
Sonnabend (18 Uhr, Harbig-Halle) nur noch darum, dem Zweiten, Travemünde
(36:8), näher zu rücken.
Ellerbeks Trainerin Birgitt Geißler kann zwar bis auf Christine Wiese (drei Wochen
Pause wegen ihrer Fußverletzung) wieder auf alle Kadermitglieder zurückgreifen,
die Situation im Rückraum hat sich aber nicht entspannt, da Regine Teschke
(Schulterprobleme) nur in der Abwehr eingesetzt werden kann. Ob sich Geißler
noch aus der A-Jugend bedient, um Mona Münstermann und Silke Schwarzer zu
entlasten, ist noch offen.
Zum Glück haben aber auch die Kielerinnen durch den Abgang der Norwegerin Lene
Ege an spielerischer Substanz eingebüßt. "Wenn wir in der Abwehr stehen,
ist alles drin", sagte Geißler, die für die nächste Saison schon einen
Neuzugang verbuchen kann.
Rückraumspielerin Anja Kretschmann (24), die vor drei Jahren aus der 2.
Bundesliga zur SG Henstedt-Ulzburg wechselte, danach mit Schwester Dana für
Eidelstedt spielte und zurzeit noch bei Kisdorf/Leezen aktiv ist, kehrt zum TSV
Ellerbek zurück.
Punktspiel
gegen Ahrensburger TSV / 23.3.03:
„Kieler Nachrichten vom 24.3.03“
Sieg und Niederlage für die Kieler Frauen in der
Handball-Regionalliga.
Während
die HSG Holstein/Kronshagen ihre Pflichtaufgabe in Ahrensburg mit einem
26:22-Erfolg (13:10) erfüllte, reichte es für die SV Friedrichsort trotz der
besten Saisonleistung gegen den TSV Ellerbek beim 22:31 (12:16) nicht zum
ersten Erfolgserlebnis.
[...] Die körperbetonte Spielweise der Ahrensburgerinnen gefiel der HSG
Holstein / Kronshagen anfangs überhaupt nicht. 2:6 lag das Team von Trainer Jan
Strunk zurück, als seine Mannschaft auf Betriebstemperatur umschaltete und den
Gegner allmählich in den Griff bekam.
Katrin Maukel sorgte mit ihren 13 Toren dafür, dass der ATSV auch in der
zweiten Halbzeit auf Distanz gehalten wurde. Beim 26:17 spiegelte sich die
Kieler Überlegenheit auch im Ergebnis wider, das Ahrensburg mit Hilfe der HSG
am Ende noch freundlicher gestalten durfte.
Sonja Hansen schied mit Verdacht auf Bänderriss aus.
„Hamburger Abendblatt vom 24.3.03“
Wichmanns Tore fehlen
Ahrensburg - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Das
dachte sich auch Holger Michaelsen und nahm für die Dauer der ersten Halbzeit
auf der Tribüne der Heimgartenhalle Platz. "Da kann man nicht so laut
brüllen. Und ich wollte meine Stimme nicht zu sehr strapazieren", erklärte
der noch unter den Folgen einer Grippe leidende Trainer. Allerdings hätte er
bis kurz vor der Pause ohnehin nicht viel Grund zu lautstarken Unmutsäußerungen
gehabt: Bis zum 10:10 hielten die Regionalliga-Handballerinnen des Ahrensburger
TSV gegen den Tabellenvierten HSG Holstein Kiel/Kronshagen gut mit, gerieten
dann allerdings bis zum Halbzeitpfiff noch mit 10:13 in Rückstand und verloren
schließlich mit 22:26.
Mitentscheidend war das letzte Gegentor des ersten Durchgangs: Als die Zeit
bereits abgelaufen war, durften die Gäste noch einen Freiwurf ausführen. Der
klatschte an den Pfosten, von dort an den Kopf von Torfrau Helen Funck und dann
in die Maschen. "Das hat die Moral vorübergehend schon ein wenig gebrochen",
sagte Michaelsen.
Ausschlaggebend war aber auch, dass neben der verletzten Tatjana Cornehl
diesmal außerdem Haupttorschützin Kerstin Wichmann (Skiurlaub) fehlte. Ohne
ihre Treffer aus dem Rückraum verlor der ATSV zu Beginn des zweiten Durchgangs
den Anschluss und geriet mit 10:15 ins Hintertreffen. Ein paar weitere
hektische Minuten sorgten später für die Vorentscheidung. Immerhin: Von 17:26
kämpften sich die Gastgeberinnen später noch zum 22:26-Endstand heran.
"Großartig, dass niemand aufgesteckt hat", lobte Michaelsen, der
seinen Schützlingen ohnehin keinen Vorwurf machen mochte. "Wir haben
phasenweise sehr gut gespielt", sagte er.
Stefanie Krickhahn überzeugte erneut mit einer engagierten Vorstellung und war
mit sieben Treffern beste Werferin. Außerdem gefiel die trotz leichter Grippe
aufgelaufene Silke Schöning (vier Tore). Julia Kögel (zwei Tore) zeigte nach
ihrer langen Pause weiter aufsteigende Form. Erstmals seit der Anfangsphase der
Saison kam in der zweiten Halbzeit wieder Torhüterin Manuela Pacher zum
Einsatz.
Punktspiel gegen Buxtehuder SV 2 / 15.3.03:
„Kieler Nachrichten vom 16.3.03“
Nach
dem verlängerten Winterschlaf mit drei etwas müde anmutenden Niederlagen in
Folge in der Handball-Regionalliga der Frauen zeigt die Formkurve der Krabben
wieder nach oben. In einer Nachholpartie besiegten die Spielerinnen der HSG
Holstein Kiel/Kronshagen den Buxtehuder SV 2 verdient mit 23:21 (14:8) und
durften sich anschließend zur Belohnung auf dem Tanzparkett beim Ball des
Sports im Kieler Schloss austoben.
Dieser Anlass schien Motivation genug. Schon der Blitzstart mit
7:2 machte deutlich, wer letztlich als verdienter Sieger das Tanzbein schwingen
sollte. Stefanie Metz gab als vorgezogene Spitze in der Deckung eine gute Figur
ab. Ann-Christin Thoma hatte vor allem in der ersten Halbzeit das richtige
Zielwasser für die erforderliche Treffsicherheit aus der Ferndistanz getrunken
und Katrin Maukel kam mit den spielentscheidenen Toren richtig auf Touren.
Die kleine Kieler Krise wurde auch ohne die erkrankte Diane Köhn
im keim erstickt. Auf die kurzfristig aktivierte Sylke Rathjen aus der
abgestiegenden Oberliga-Reserve war wieder einmal Verlass, Flügelflitzerin Grit
Kretzschmar zeigte sich nach ihrer Babypause formverbessert. „Das war ein gute
Spiel gegen keinen leichten Gegner. Zumindest haben wir uns wieder in der
Spitzengruppe hinter Rosengarten , Travemünde festgesetzt. Ob es auch noch
reicht, unser Saisonziel Rang drei zu realisieren, bleibt abzuwarten“, freute
sich Holstein-Coach Jan Strunk über den Sieg sowie die Zusage des ersten
Neuzugangs für die Zukunft. Die 21-jährige Linkshänderin im rechten Rückraum,
Wiebke Reimers, wechselt zur nächsten Saison vom niedersächsischem Oberligisten
MTV Wisch an die Förde. Mit weiteren Kandidatinnen sollen in Kürze Gespräche
geführt werden.
HSG: Meyer, Jungjohann – Carlsson 2, Hansen 1, Maukel 8/1, Mtz,
Mordhorst, Schulz 2, Thoma 7, Ziegler 1, Kretzschmar 2, Rathjen
„Hamburger Abendblatt vom 16.3.03“
BSV
II verliert in Kiel mit 23:21 und ist jetzt Tabellenneunter
Kein Erfolg fürs Selbstbewusstsein, nur eine 21:23-Niederlage des Buxtehuder SV
II bei HSG Kiel/Kronshagen.
Dazu ein dicker Wermutstropfen: Rückraumspielerin Joana Kern (19), die extra
nach der Bundesligapartie der BSV-Ersten von Buxtehude nach Kiel gedüst war, um
dem Handball-Regionalliga-Team zu helfen, zog sich einen Fingerbruch zu, fällt
für die nächsten vier bis sechs Wochen aus. "Eine Gegenspielerin hat sie
am Finger festgehalten", sagte Trainerin Heike Axmann.
Die Partie schien von Beginn an unter keinem guten Stern zu stehen. Als die
Bundesligareserve den Elbtunnel erreichte, war gerade das Fußballspiel des HSV
zu Ende, die Anreise wurde stressig. Die ersten 20 Spielminuten war der BSV nicht
ganz bei der Sache, zur Pause lag das Team bereits mit 8:14 zurück.
Punktspiel gegen VfL Bad Schwartau / 9.3.03:
„Kieler Nachrichten vom 10.3.03“
[...]
Dagegen ist der Vizemeister des Vorjahres, HSG Holstein Kiel / Kronshagen nach
der Negativserie von 0:6 - Punkten am 20. Spieltag in die Erfolgsspur
zurückgekehrt. Der Sieg der Krabben im Landesderby bringt den VfL Bad Schwartau
allerdings noch stärker in die Bredouille.
VfL Bad Schwartau - HSG Holstein Kiel Kronshagen 18:24 (8:11)
"Angesichts der letzten Misserfolge und mit einem hustenden, halben
Lazarett auf dem Parkett war so ein klarer Sieg nicht unbedingt zu
erwarten", freute sich HSG- Trainer Jan Strunk, dass sich alle
grippegeschwächten Spielerinnen in den Dienst der Mannschaft gestellt hatten.
Die Halbzeitführung konnte nicht nur kontinuierlich ausgebaut werden, sondern
selbst in den wenigen kritischen Phasen kontrollierten die Krabben geschickt
Ball und Gegner, was auch ein Verdienst von Dajana Schulz war, die den
Wirkungskreis der VfL- Torjägerin Jessica Tamm ganz deutlich einschränkte.
HSG: Wulf, Jungjohann – Carlsson 2, Hansen 2, Köhn 6/5, Maukel 4/2, Metz, Mordhorst, Schulz 2, Thoma 6, Ziegler 2, Kretzschmar
„Lübecker Nachrichten vom 11.3.03“
Den Handballerinnen des VfL bad Schwartau ging wie so häufig in
dieser Regionalliga-Saison am Ende der Begegnung die Luft aus. So unterlag die
Mannschaft von Interimscoach „Ede“ Wulf trotz engagierten Spiels gegen die HSG
Holstein Kiel/Kronshagen mit 18:24 (8:11).
„Wir sind erneut mit nur neun Spielerinnen angetreten. Aufgrund
fehlenden Quantität ging uns am Ende die Kraft aus“, bilanzierte Wulf, der seinen
Spielerinnen nichts vorwerfen konnte. Der VfL kämpfte sich immer wieder heran
und konnte auch zehn Minuten vor Ende der Begegnung einen 14:20-Rückstand auf
18:20 verkürzen. „Danach haben wir einen Tempogegenstoß vergeben und den
anschließenden Angriff ans Holz gesetzt“, erklärte Wulf, der die HSG als
glücklichen Sieger ausmachte. „Uns fehlte nicht viel, und wir hätten die Partie
für uns entschieden Hinzu kam, dass wir viele Pfosten- oder Lattentreffer
hatten.“
Wulf hob schließlich die Leistung seiner Torhüterinnen Frauke
Staaß und Stefanie Schierholz hervor. Diese hatten bei vielen Angriffsaktionen
der HSG hervorragend pariert und somit die Möglichkeiten geschaffen, den
Anschluss nicht zu verpassen. „Außerdem war Astrid Geske sehr stark“, verteilte
Wulf ein Extralob.
„Ran an die Bälle vom 10.3.03“
Niederlage
gegen HSG Kiel 18:24 (8:11)
Die Vorrausetzungen für dieses Spiel waren schlecht. Nicole Metz ist unter der
Woche erkrankt und stand uns nicht zur Verfügung. Anita hat sich eine
Fingerverletzung zugezogen (biss aber die Zähne zusammen) und Claudia Brandt
kuriert noch Ihre Handverletzung aus. Damit standen aus dem Kader der 1. Damen
nur 7 gesunde Spielerinnen zur Verfügung.
Unterstützung haben wir aus der 2. Mannschaft (noch abstiegsbedroht) durch
Nicole Schütz (hat sich wunderbar in die Mannschaft eingebunden) sowie durch
unsere "feste Aushilfe" Wiebke Kunz bekommen. Damit standen Wolfgang
"Ede" Wulf insgesamt neun Spielerinnen zur Verfügung.
Die erste Halbzeit konnte von unserer Seite relativ ausgeglichen gestalten
werden (23. Min. 7:9). Zur Halbzeit lagen wir lediglich mit 3 Toren hinten und
der Spielausgang war durchaus offen. In der 33. Minute konnten wir uns auf
10:11 rankämpfen, haben es dann jedoch nicht geschafft, den für uns wichtigen
Ausgleich zu erzielen. Unser mangelndes Selbstvertrauen sowie die schlechte
Wurfausbeute im Überzahlspiel (42. Min.) hat Kiel ausgenutzt und setzte sich
auf 12:17 ab. Auch aller Kampfgeist und die Verkürzung des Rückstandes in der 55.
Min. auf 18:20 haben nicht ausgereicht, den Sieg herbeizukämpfen. Ein
vergebener Tempogegenstoß sowie ein Lattentreffer verhinderten den Ausgleich.
Die fehlende Kraft am Ende hat Kiel dann den deutlichen Abstand mit 18:24
möglich gemacht. Uns gelang in den letzten 5. Minuten gar nichts mehr, so dass
der Sieg für Kiel nicht mehr aufzuhalten war.
Frauke Staaß und Stefanie Schierholz konnten sich im Tor mehrfach auszeichnen
und trugen damit bei, das Ergebnis offen zu gestalten.
Weiterhin konnte sich Astrid "Aschy" Geske (6) auszeichnen, die über
die gesamte Partie eine starke Leistung bot.
Trainerstimmen:
Jan Strunk: Ich wünsche Schwartau weiterhin viel Glück und bei einem Abstieg
den sofortigen Wiederaufstieg.
Ede Wulf: Der Spielverlauf ist, wie so häufig in dieser Saison, lange
ausgeglichen und der Ausgang durchaus offen, aber am Ende reicht es dann doch
wieder nicht zum Erfolg.
Punktspiel gegen SG Kisdorf-Leezen / 23.2.03:
„Kieler Nachrichten vom 24.2.03“
Kieler Frauen stecken weiter im Formtief
SG-Kisdorf/Leezen
- HSG Holstein Kiel / Kronshagen 32:29 (17:17)
Die
Krabben der HSG Holstein bekamen in kisdorf nun schon die dritte Schlappe in
Serie beigepult.
"Zurzeit stehen wir uns einfach zu oft selbst im Weg", betrieb
HSG-Coach Jan Strunk nach dem Schlusspfiff Ursachenforschung nach zuletzt 0:6
Punkten.
Die Moral ist zwar intakt, aber das Manko bleibt momentan die Chancenverwertung
in den spielentscheidenden Phasen sowie die Defizite in der Deckung. Gegen die
Kisdorfer Torjägerinnen Anja Kretschmann und Anja Scheunemann kamen die
Kielerinnen stets einen Schritt zu spät. HSG-Linksaußen Diana Köhn oder Dajana
Schulz, sowohl in der Rolle der Regisseurin als auch am Kreis, wussten sich
durchaus gekonnt in Szene zu setzen, doch individuelle Fehler ihrer Mitspielerinnen
in der Offensive wurden zu oft mit Tempogegenstößen bestraft.
"Normalerweise haben wir ja ein paar Leistungsträgerinnen mehr, die für
die Akzente sorgen", hofft Jan Strunk auf ein Ende des Formtiefs mit dem
Frühlingserwachen im März.
HSG:
Meyer, Wulf,
Jungjohann – Carlsson 4, Hansen 2, Köhn 8/4, Maukel 2, Mordhorst, Schulz 7,
Thoma 6, Kretzschmar
Punktspiel gegen Elmshorner MTV / 15.2.03:
„Kieler Nachrichten vom 17.2.03“
Für
die Kieler Frauen gab's in der Handball-Regionalliga keinen Blumentopf zu
gewinnen. Die HSG Holstein verlor mit der 19:20-Heimschlappe gegen den
Elmshorner MTV zum zweiten Mal in Folge.
HSG Holstein Kiel/Kronshagen - Elmshorner MTV 19:20 (8:9)
Die Krabben bissen sich nach einer temporeichen Anfangsphase (5:4, 10.) an der
6:0-Deckung des EMTV die Zähne aus. Allein zwölf Mal landete der Ball im
gegnerischen Block. Hinzu kamen technische Unzulänglichkeiten.
Auf die Idee, über die Flügel oder den Kreis zum Erfolg zu kommen, kamen die
Schützlinge von Jan Strunk bei der Aufholjagd (13:18, 52.) zu spät:
"Alle kämpfen zwar mit viel Herz, aber einige Spielerinnen stoßen zur Zeit
an ihre Leistungsgrenzen und machen genau das, was sie nicht tun sollten".
Die Verkrampfung kostete trotz einer engagierte Abwehrarbeit sowie einer
starken Sigrid Jungjohann im Tor gegen den kräftig zupackenden Elmshorner MTV
und deren Matchwinnerin Marina Abramova den Sieg.
HSG:
Meyer, Wulf,
Jungjohann – Mordhorst, Carlsson, Maukel 3, Hansen, Ziegler 1, Thoma 5, Köhn
5/4, Schulz 4, Kretzschmar 1
Punktspiel gegen TSV Travemünde / 9.2.03:
„Kieler Nachrichten vom 10.2.03“
TSV
Travemünde - HSG Holstein Kiel / Kronshagen 29:19 (14:11).
Während die heimstarken Travemünderinnen mit hundertprozentigem Einsatz beherzt
zur Sache gingen, stets einen Schritt schneller im Kampf um den Ball und zudem
konsequenter im Abschluss waren, kamen die Schützlinge von Jan Strunk über das
Prädikat ihres Trainers "bemüht, aber erfolglos" in diesem vor allem in
der zweiten Halbzeit einseitigen Verfolgerduell nicht hinaus.
"Heute waren einige Spielerinnen einfach überfordert und zu unkoordiniert,
um sich gegen die gute gegnerische Deckung durchzusetzen."
HSG-Torhüterin Manja Wulf konnte den Schaden trotz guter Paraden allerdings
auch nur begrenzen, nachdem Ann-Christin Thoma (Fuß) und Dajana Schulz
(Oberschenkel) vorzeitig verletzt ausgeschieden waren.
HSG:
Meyer, Wulf,
Jungjohann – Carlsson 2, Hansen 2, Köhn 3/2, Maukel 8/3, Mordhorst, Schulz 1,
Thoma 2, Ziegler, Kretzschmar 1
Pokalspiel gegen Eidelstedter SV / 2.2.03:
„Kieler
Nachrichten vom 3..203“
Holstein/Kronshagen
ausgeschieden
Eidelstedter
SV - HSG Holstein Kiel/Kronshagen 28:22 (14:11)
Im Vorjahr hatten die
Kieler Frauen noch für Furore gesorgt und sogar den mehrfachen Deutschen
Meister TV Lützellinden empfangen dürfen, jetzt stoppten die Hanseatinnen den
erneuten Sturmlauf der Strunk-Truppe und nahmen gleichzeitig Revanche für die
24:35-Niederlage der Punktrunde vor acht Tagen.
Strunk: "Wir haben einfach zu viele Angriffe gebraucht, um zum Torerfolg
zu kommen und 28 Bälle direkt auf die ESV-Keeperin geworfen".
HSG:
„Vorbericht Kieler Nachrichten vom 1.2.03“
Selbstvertrauen
getankt haben die Krabben der HSG Holstein/Kronshagen sowie die Jungzebras des
THW Kiel in ihren Spielen der Vorwoche in den Handball-Regionalligen. Diesen
Trend will man im Pokal bzw. im Wettkampf um Punkte positiv fortsetzen.
Mit dem 35:24-Kantersieg in der Regionalliga der Frauen durfte man die
Generalprobe der Kielerinnen gegen den Eidelstedter SV durchaus als geglückt
werten. Nun stehen sich die beiden Rivalen in der zweiten Runde des DHB-Pokals
auf nordostdeutscher Ebene am Sonntag um 15.45 Uhr in der Hamburger Sporthalle
am Steinwiesenweg erneut gegenüber, um sich mit einem Sieg für die Auslosung
auf Bundesebene zu qualifizieren.
Das Gesetz der Serie spricht zwar klar für die Mannschaft von Jan Strunk, unter
dessen Trainerregie bisher alle vier Duelle gewonnen werden konnten, aber im
Pokal herrschen bekanntlich andere Regelmäßigkeiten:
"Das wird kein Selbstgänger, aber wir werden alles dafür tun, damit diese
Serie nicht reißt."
Punktspiel gegen Eidelstedter SV / 25.1.03:
„Kieler Nachrichten vom 27.1.03“
In
der Handball-Regionalliga der Frauen bietet sich auch in der Rückrunde das
gewohnte Bild der ersten Halbserie: Die HSG Holstein wahrt die Titelchance, die
SV Friedrichsort bleibt Punktelieferant.
HSG Holstein Kiel/ Kronshagen - Eidelstedter SV 35:24 (14:13)
Die Krabben boten ihren Fans alles, was das Herz begehrte: Spannung in der
ersten Halbzeit, die Liveübertragung der parallel laufenden Partie der
deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Portugal in der Pause und
spielerisch starke Szenen nach dem Seitenwechsel.
Aber allein die Kieler Erfolgsquote mit mehr als 80 Prozent beim Abschluss war
schon das Eintrittsgeld wert, auch wenn bei den Eidelstedterinnen Torhüterin
Sabine Born in 60 Minuten so gut wie keinen Ball vor der Linie anfasste und
auch die Top-Torjägerin Dana Kretschmann einen rabenschwarzen Tag erwischt
hatte.
"Notfalls muss man eben auch mal einen Feldspieler zwischen die Pfosten
stellen", nahm HSG-Coach Jan Strunk die Einladung zur Torejagd dankbar an.
Dabei zeichnete sich Katrin Maukel nach ihrem auskurierten Bänderriss durch
besondere Treffsicherheit aus, und Grit Kretzschmar zeigte bei ihrem Debüt ihre
Vielseitigkeit in der Deckung.
HSG:
Meyer, Wulf,
Jungjohann – Carlsson 5, Hansen 2, Köhn 8/3, Maukel 10/2, Mordhorst, Schulz 4,
Thoma 6, Kretzschmar
„Vorbericht
Kieler Nachrichten vom 24.1.03“
Das
Interesse der Handball-Freunde gilt zwar der Weltmeisterschaft in Portugal,
aber zumindest vom Spannungsfaktor her betrachtet kommt derzeit wohl eher
derjenige Fan mehr auf seine Kosten, der den Blick in die Regionalliga zu den
Klubs aus Kiel richtet.
Viele Tore und ein flottes Spiel scheinen jedenfalls garantiert, wenn morgen um
17 Uhr in der Sporthalle am Suchsdorfer Weg mit der HSG Holstein Kiel /
Kronshagen und dem Eidelstedter SV zwei der offensivfreudigsten Frauenteams
dieser Saison aufeinander treffen.
Die personelle Situation hat sich bei den „Krabben“ etwas entspannt, da Anna
Carlsson heil von ihrem Heimaturlaub in Schweden an die Förde zurückgekehrt ist
und Grit Seiler den Trainingsrückstand aufgeholt hat und ihr Debüt im
HSG-Trikot geben wird.
Bei Katrin Maukel wartet Holstein-Coach Jan Strunk nach ihrem Bänderriss noch
auf "grünes Licht" vom behandelnden Arzt.
"Wir werden versuchen, zunächst in der Punktrunde und dann im Pokal
zweimal innerhalb der nächsten acht Tage gegen Eidelstedt erfolgreich zu
sein", sagt Strunk.
Punktspiel gegen SV Friedrichsort / 12.1.03:
„Kieler Nachrichten vom 13.1.03“
Das
Kieler Kräfteverhältnis in der Handball-Regionalliga der Frauen bleibt auch
nach dem Rückrundenauftakt klar verteilt.
Trotz des verbalen Trommelfeuers im Vorfeld des Derbys ging es zwischen den
Lokalrivalen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen und der SV Friedrichsort beherzt,
aber fair zur Sache.
Durch den 24:16 (15:8)-Triumph dürfen die Krabben als Tabellendritter weiter
vom Titel träumen, während die Hoffnungen SVF auf den Klassenerhalt schwinden.
Beide Konkurrenten boten den 150 Fans in der ersten Halbzeit viel Kurzweil und
sparten auch nach dem Seitenwechsel nicht am Einsatzwillen.
Allen sportlichen Unkenrufen zum Trotz zeigten sogar die Frauen von
SVF-Trainerin Britte Franz 60-minütigen Teamgeist und häppchenweise ordentliche
handballerische Hausmannskost. "Die Mannschaft hat sich meine Kritik zu
Herzen genommen und gezeigt, dass wir keine Lachnummer sind."
Bei den Holsteinerinnen war Ann-Christin Thoma, neben Diana Köhn auf Linksaußen
die überragende Spielerpersönlichkeit, fast ohne Fehlversuch.
Die 25-jährige Rückraum-Strategin eröffnete nicht nur den Torreigen, sondern
setzte mit ihrem zwölften Volltreffer auch den Schlusspunkt unter eine
glanzvolle Partie:
"Beim Warmwerfen klappte das noch nicht so gut, aber die erfolgreiche
Abschlussquote kann sich wohl wirklich sehen lassen."
Die Truppe von Jan Strunk, ohnehin mit mehrfachem Ersatz aus der
Oberligareserve und der A-Jugendlichen Annika Mordhorst aufgelaufen, musste den
Derby-Sieg allerdings teuer bezahlen, denn Anfang der zweiten Halbzeit humpelten
auch noch Franziska Ziegler und Stefanie Metz verletzt auf die leere
Auswechselbank.
HSG:
Meyer, Wulf,
Jungjohann – Hansen, Köhn 9/5, Metz, Mordhorst, Schulz 2, Thoma 12, Ziegler 1,
Eiling, Ackermann
„Vorbericht Kieler Nachrichten vom 11.1.03“
Vor
dem morgigen Kieler Derby (15 Uhr, Suchsdorfer Weg) zum Rückrundenauftakt in
der Handball-Regionalliga der Frauen zwischen dem Tabellendritten HSG Holstein
Kiel/Kronshagen und Schlusslicht SV Friedrichsort wurde das Feuer zusätzlich
geschürt.
Grund für die atmosphärischen Störungen ist der nicht erfüllte Verlegungswunsch
von HSG-Coach Jan Strunk: "Das macht mich fassungslos. Ich habe nur noch
sieben gesunde Feldspielerinnen, aber Friedrichsort sieht sich nicht in der
Lage, bis Anfang Mai einen Nachholtermin zu finden, um notfalls auch unter der
Woche die fünf Kilometer nach Kronshagen zu fahren."
SVF-Trainerin Brigitte Franz: "Wir hatten oft genug ähnliche personelle
Probleme. Und bei den Berufstätigen oder Schichtdienstlern im Team geht die
Arbeit wochentags nun mal vor. Das tut mir herzlich Leid."
Während bei den Krabben Katrin Maukel (Bänderriss), Maike Gronau (Schulter),
Stefanie Metz (Herzrhythmusstörungen) und Anna Carlsson (in Schweden) fehlen,
muss die SVF auf Claudia Tams (Achillessehnenreizung) sowie Katja Reißmann
(Urlaub) verzichten.
"Motivieren muss ich jetzt niemanden mehr. Alle werden sich vor Ehrgeiz
zerreißen. Und sollte es Friedrichsort trotz unserer Sorgen nicht schaffen, uns
zu besiegen, sind sie endgültig die Lachnummer der Liga", sagt Jan Strunk.
"Alles Quatsch. Bei Holstein wollen sich bestimmt andere Spielerinnen
profilieren. Und wir lauern als krasser Außenseiter auf unsere Chance",
kontert Brigitte Franz.
Pokalspiel gegen TV Lützellinden / 21.12.02:
„Kieler Nachrichten vom 23.12.02“
HSG Holstein Kiel/Kronshagen im Pokal gegen Lützellinden
chancenlos
Die sportliche Sensation und selbst die erhoffte
Schadensbegrenzung im Achtelfinale des DHB-Pokalwettbewerbs der Frauen zwischen
dem Regionalligisten HSG Holstein Kiel/Kronshagen und dem Bundesligisten TV
Lützellinden fiel zwar aus, aber mehr als 500 Fans ließen sich die gute
Stimmung bei diesem Handballfest trotz der deftigern 9:32 (7:15)-Klatsche der
Krabben gegen den mit internationalen Auswahlspielerinnen bestückten Gegner
nicht vermiesen.
Nach einer respektablen ersten Halbzeit gingen die Holsteinerinnen
im Angriffswirbel aus erster und zweiter Welle der erfolgreichsten weiblichen
deutschen Mannschaft der letzten 20 Jahre mit wehenden Fahnen unter, wurden
aber nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit den Spielerinnen des siebenfachen
Deutschen Meisters von den mehr als 500 Zuschauern mit einer finalen „la
Ola“-Welle frenetisch gefeiert. „Schade, nach dem frühen Ausfall von Katrin
Maukel haben wir uns ein bisschen unter Wert verkauft“, zeigte sich HSG-Trainer
Jan Strunk fortan spendabel, allen Akteurinnen zumindest ausreichend
Spielanteile bei diesem handballerischen Höhepunkt zu verschaffen. Die beste
Kieler Torschützin humpelte bereits nach 16 Minuten mit einem Bänderriss und
einer Zerrung der Achillessehne betrübt vom Parkett. „Ich bin bei einem
Abwehrversuch ohne Feindberührung umgeknickt und dann hat es furchtbar
geknackt“, rechnet die Polizeibeamtin, die eigentlich über die Feiertage
Skilaufen wollte, mit einer vierwöchigen Zwangspause.
Nach dieser Hiobsbotschaft ging zwar kurzfristig ein Ruck durch
das Kieler Team, aber auch wenn in der besten Phase der frühe 2:8-Rückstand
dank der tollen Paraden von Torhüterin Christine Meyer innerhalb weniger
Minuten auf 6:10 verkürzt werden konnte und jeder Treffer lautstark wie eine
Meisterschaft bejubelt wurde, hatten die Krabben ihr Pulver nach der kurzen
Trotzreaktion zu schnell verschossen.
Nur zwei mickrige Tore nach dem Seitenwechsel waren doch etwas
mau. Gästecoach Dr. Hans-Jürgen Gerlach schimpfte allerdings an der Seitenlinie
während der 60 Minuten sogar bei der lautstarken Gardinenpredigt in der pause
wie ein Rohrspatz auf seine Spielerinnen ein, aber die steigerten sich in der
zweiten Halbzeit in einen Spielrausch und präsentierten sogar einige
temporeiche Zaubereien. „Nach der sehr schlechten Leistung in der Anfangsphase
Haben wir uns einigermaßen gesteigert. Die Atmosphäre hier in Kiel
war allein die reise wert. Hauptsache, wir sind nun eine Runde weiter“, sagte
Lützellindens Coach.
HSG: Meyer, Wulf, Jungjohann – Mordhorst, Carlsson, Maukel 1/1,
Hansen 1, Ziegler 1, Thoma 2, Köhn 2/1, Rathjen 1, Schulz 1
„Giessener Anzeiger vom 23.12.02“
KIEL.
Letztlich war der Regionalligist HSG Holstein Kiel/Kronshagen kein ernsthafter
Prüfstein für die Erstliga-Handballerinnen des TV Gießen-Lützellinden. Mit 32:9
(15:7) setzte sich das Team von Trainer Jürgen Gerlach im Achtelfinale des
DHB-Pokals der Frauen durch und kann nun mit einem guten Los im Viertelfinale
hoffen, die Endrunde zu erreichen.
„Besonders in der ersten Halbzeit gab es noch unverständliche technische
Fehler, Ballverluste und Fehlwürfe. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann
aber wesentlich besser gemacht,“ war Gerlach nicht ganz zufrieden.
Trotz der schnellen 3:0- und
8:1-Führung (13.), Manuela Fiedel hatte den TVL schon nach 34 Sekunden in
Führung gebracht, lief es in der ersten Halbzeit im Angriff nicht richtig rund.
Mehrfach schlichen sich technische Fehler ins Spiel des Gastes ein. Zwischen
der 18. und 26. Minute gar lief bei Lützellinden nichts mehr, selbst beste
Chancen wurden ausgelassen. Als dann auch noch Anita Koljanin mit ihrem dritten
Siebenmeter an Kiels Torfrau Meyer scheiterte, merkten die Gastgeberinnen, dass
auch der TV Lützellinden nur mit Wasser kocht.
Holstein/Kronshagen nahm das Herz in beide Hände. Während die Kielerinnen
anfänglich kein Durchkommen in der TVL-Abwehr hatten, fanden sie nun Lücken.
Bis auf 6:10 (23.) kämpften sich die Gastgeberinnen heran.
„Wäre Katrin Maukel nicht zu diesem Zeitpunkt ausgefallen, wäre vielleicht ein
wenig mehr drin gewesen“, beklagte Kiels Trainer Jan Strunk den Ausfall seiner
einzigen Rückraumschützin, die körperlich mit dem Gast mithalten konnte.
So aber gab es für die Gastgeberinnen gegen den groß gewachsenen Abwehrblock
des TVL nur wenig Chancen. In der Schlussphase des ersten Durchgang zog
Lützellinden mit Tempospiel wieder auf 7:15 davon .Nach dem Wechsel
präsentierten sich die Mittelhessen wesentlich konzentrierter, profitierten
aber auch von den zahlreichen technischen Fehlern der Gastgeberinnen. Bis zur
44. Minute war fast jeder Angriff ein Treffer. Der TVL zog auf 7:24 davon. Und
nach einem erneuten kleinen Hänger bei der Gerlach-Truppe baute diese ab der
50. Minute die Führung standesgemäß auf 32:9 aus.
„Kieler
Nachrichten Pokalsplitter vom 23.12.02“
Pokalsplitter
*
TV-Übertragung:
Der Offene Kanal Kiel überträgt das Pokalspiel am 28. Dezember (14.15 Uhr) in
voller Länge.
* Prominenz: Auch die lokale Politik- und Sport-Prominenz war dabei. Die
Bundestagsabgeordnete Angelika Volquartz wollte ebenso Pokal-Luft schnuppern
wie Kronshagens Bürgermeister Wolf-Dietrich Wilhelms und die Kieler
Sportamtsleiterin Birgit Lucht, die vor zehn Jahren selbst noch am Kreis bei SW
Elmschenhagen wirbelte. Die THW-Torhüter Henning Fritz und Mattias Andersson
drückten auf der Tribüne die Daumen. Während bei Anderssons Freundin Anna
Carlsson der Schweiß in Strömen floss, zapfte ihr Lebensgefährte in der
Halbzeit Gerstensaft und Punsch für einen guten Vereinszweck.
* Gewinn: "So viele Zuschauer wie heute hatten wir seit zehn Jahren
nicht mehr", jubelte "Schatzmeister" Klaus Rohde angesichts der
420 zahlenden Gäste. Da auch das Owschlager Schiri-Gespann kostengünstig war
und sich die Fahrtgelder der Gäste im Rahmen bewegten, fiel letztlich nach
Teilung der Einnahmen sogar ein Gewinn von 300 Euro für die HSG ab.
„Vorbericht
Kieler Nachrichten vom 19.12.02“
"Leichtestes Spiel des Jahres"
Holstein
morgen im Pokal-Hit ohne Ege
Mit dem Traumlos gegen den Bundesligisten TV Lützellinden im Achtelfinale des
DHB-Pokals der Frauen wird für die Handballerinnen der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen morgen um 17 Uhr in der Sporthalle am Suchsdorfer Weg ein
Wintermärchen wahr. Ein sportliches Wunder ist aber nicht zu erwarten, auch
wenn der Pokal mitunter seine eigenen Geschichten schreibt.
"Alles andere als eine standesgemäße Niederlage mit 15 Toren Unterschied
wäre für uns schon eine Riesensache", gibt sich HSG-Trainer Jan Strunk vor
dem Handball-Fest des Regionalligisten in fast ausverkaufter Halle locker wie
eine Schneeflocke.
"Alle freuen sich über den Stellenwert dieser Partie in der Öffentlichkeit
und dass so viele Zuschauer kommen. Es ist für uns das leichteste Spiel des
Jahres", so Strunk weiter.
Dementsprechend unverkrampft hatten die Krabben ihre taktische
Abschlussbesprechung gestern Abend auch auf den Kieler Weihnachtsmarkt verlegt.
An eine Siegchance glaubt zwar niemand, aber einen geheimen Wunsch gab Jan
Strunk dann doch preis: "Wenn wir uns im Pokal für das Final-Four in Riesa
qualifizieren sollten, gebe ich meiner Mannschaft für den Rest der Rückrunde
trainingsfrei."
Seinen Kollegen Dr. Hans-Jürgen Gerlach, der seit mehr als 20 Jahren der
Erfolgsgarant der besten deutschen Vereins-Frauenmannschaft ist, plagen dagegen
zurzeit personelle und finanzielle Sorgen. In Gießen verdichten sich die
Gerüchte, dass in der Vorweihnachtszeit das Geld knapp geworden sei. Insider
wollen sogar von einem angedachten Streik der unzureichend bezahlten
Spielerinnen gehört haben. Einen drohenden Boykott verweist Dr. Gerlach ins
Reich der Fabeln und fordert von seinem mit zahlreichen Nationalspielerinnen
gespickten Team das Erreichen der nächsten Runde.
Eine schöne Bescherung für die Kieler Krabben mit dem erhofften Comeback von
Lene Ege wird es höchstwahrscheinlich nicht geben. Die nach Spanien gewechselte
Ausnahmespielerin befindet sich derzeit im Umzugsstress und pendelt zwischen
Norwegen und ihrer neuen Heimat Gran Canaria.
Dr. Gerlach fürchtet ohnehin weder Ege noch den Teamgeist der HSG. "So gut
war Lene in Buxtehude auch nicht. Von ihrer Sorte gibt es in der Bundesliga
jede Menge."
„Vorbericht
Kieler Nachrichten vom 18.12.02“
Den Höhepunkt des Jahres im Kieler Frauenhandball am Sonnabend (17
Uhr) wollen sich auch die Kolleginnen aus der Oberliga nicht entgehen lassen.
Um den Leckerbissen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen im Achtelfinale des
DHB-Pokal-Wettbewerbs gegen TV Lützellinden hautnah miterleben zu können, hat
die HSG II den Anwurf ihrer Heimpartie in der Tallinn-Halle gegen den MTV
Herzhorn von 16.45 Uhr auf 15 Uhr vorverlegt.
Die Lokalrivalinnen des TuS Holtenau haben die Auswärtsfahrt zum Spitzenreiter
MTV Heide sogar auf den 5. Januar verschoben, um gemeinsam dem krassen
"Krabben-Außenseiter" gegen die beste deutsche Vereinsmannschaft der
vergangenen Jahre zu unterstützen.
Wer am Spieltag im Schulzentrum am Suchsdorfer Weg nicht in der Kälte Schlange stehen
will, kann die restlichen Karten noch in folgenden Vorverkaufsstellen zum Preis
von fünf Euro für Erwachsene und zwei Euro für Jugendliche erwerben:
Geschäftsstelle Holstein Kiel (Holsteinstadion), Geschäftsstelle TSV Kronshagen
(Eichkoppelweg 24 a), Sporthaus Knudsen (Holstenstraße), Pressezentrum Bayer
(Eckernförder Straße 311), Drogerie Lüth (Kieler Straße 63), Optiker Rehm
(Andreas-Gayk-Straße) oder bei Handball-Obmann Uwe Hartwig unter 0431-5458787.
„Vorbericht KN, Holsteiner Zeitung vom 17.12.02“
DHB-Pokal Achtelfinale Frauen - TSVK-B-Jugend spielt als
"Appetitanreger"
Kronshagen/Kiel
(rok) Besondere sportliche Ereignisse bedürfen auch entsprechender
Rahmenbedingungen:
Eine große Ehre kommt in diesem Zusammenhang auch der exzellenten Handballnachwuchsarbeit
des TSV Kronshagen zu Gute.
Für die Achtelfinalpartie der Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen
am kommenden Sonnabend um 17 Uhr in der Sporthalle des Schulzentrums am
Suchsdorfer Weg im DHB-Pokal-Wettbewerb der Frauen wird die männliche B-Jugend
des TSV Kronshagen das Vorspiel austragen. Die ursprünglich für 16.30 Uhr
angesetzte Nachholpartie des amtierenden schleswig-holsteinischen
Landesmeisters gegen den MTV Itzehoe wurde extra dafür auf 15 Uhr vorverlegt.
Nach dem Appetitanreger vor sicherlich schon großer Kulisse folgt dann der
sportliche Leckerbissen der "Kieler Krabben" gegen die wohl beste,
weibliche deutsche Vereinsmannschaft der vergangenen Jahre, TV Lützellinden.
Der Vorverkauf ist inzwischen schon sehr erfolgreich angelaufen.
Karten für den mit Spannung erwarteten Pokalfight können ab sofort in folgenden
Vorverkaufsstellen zum Preis von fünf Euro für Erwachsene beziehungsweise zwei
Euro für Jugendliche erworben werden: Geschäftsstelle Holstein Kiel
(Holstein-Stadion am Westring), Geschäftsstelle TSV Kronshagen (Eichkoppelweg
24 a), Sporthaus Knudsen (Holstenstraße), Pressezentrum Bayer (Eckernförder
Straße 311), Drogerie Lüth (Kieler Straße 63), Optiker Rehm
(Andreas-Gayk-Straße) oder als telefonische Bestellung bei Handball-Obmann Uwe
Hartwig unter {Telefon} 0431/5458787.
Da mit einer ausverkauften Halle zu rechnen ist, sollen die knappen Kapazitäten
sogar durch zusätzliche Stuhlreihen direkt am Parkettrand aufgestockt werden.
Wer rechtzeitig ein begehrtes Ticket für diesen Handball-Hit zum abschließenden
Höhepunkt des Sportjahres ergattert, spart sich außerdem am Sonnabend das lange
Schlangestehen.
Punktspiel gegen SGH Rosengarten / 14.12.02:
„Kieler Nachrichten vom 16.12.02“
„Krabben“ lieferten Rosengarten beim 23:26 einen großen Kampf
In der Handball-Regionalliga der Frauen haben sich die beiden Kieler Klubs zum
Abschluss der Hinrunde mit zwei Niederlagen von ihren Fans bis zum nächsten
Punktspiel im Prestigederby am 12. Januar in die Winterpause verabschiedet.
Die HSG Holstein durfte trotz einer 23:26 (10:13) Heimniederlage gegen
Herbstmeister Rosengarten die Halle unter dem verdienten Beifall der
zahlreichen Besucher erhobenen Hauptes verlassen, während die kleine Kieler
SVF-Karawane weiterhin sieglos mit gesenkten Köpfen und einer 34:26Niederlage
im Gepäck aus Kisdorf zurückkehrte.
SGH-Coach Gerd Lawrenz glaubt trotz des
Triumphes noch nicht daran, dass seine Mannschaft in der Meisterschaft schon
auf Rosen gebettet ist: "Ich denke eher, es gibt bei der Revanche am 3.
Mai ein echtes Endspiel gegen Kiel. Holstein hat uns heute alles
abverlangt."
In einer kämpferisch hochklassigen Partie wuchsen die "Krabben" mit
letztem Einsatz und 60-minütigen leidenschaftlichen Teamgeist kräftemäßig zwar über
sich hinaus, mussten sich aber dem individuell stärker besetztem Spitzenreiter
knapp geschlagen geben. Vor allem auf den Außenbahnen hatte der Tabellenführer
ein deutliches Plus, und wusste das allein durch Daniela Meyer auf Rechtsaußen
neunmal auszunutzen.
"Wir haben eine ganz hervorragende Hinrunde gespielt und meine Mannschaft
widerlegt auch ohne Lene Ege alle Kritiker“, sagte HSG-Coach Jan Strunk
keinesfalls unzufrieden.
Das Kieler Kraftpaket Katrin Maukel konnte sich zwar ein Dutzend mal erfolgreich
durchsetzen, aber immer, wenn die "Krabben" dem Ausgleich nahe
schienen, wurden sogar im Überzahlspiel die entscheidenden Konter zur ersten
Heimniederlage der Saison kassiert.
"Wir waren nicht schlechter als Rosengarten, aber es hat nicht ganz
gereicht", formulierte Maukel trotzig, um für die anschließende
Weihnachtsfeier zusammen mit ihren Mitstreiterinnen die letzten Reserven zu
mobilisieren.
„Hamburger Abendblatt vom 16.12.02“
Daniela Meyer war beim Sieg des Spitzenreiters SGH Rosengarten
gegen Verfolger HSG Holstein/Kiel mit neun Toren erfolgreichste Werferin
Nenndorf - Zwei Sitze vorn im Bus waren reserviert. "Die haben wir für
unsere Siegpunkte frei gehalten", erklärte Handballtrainer Gerd Lawrenz
von der SGH Rosengarten. Ein ungewöhnlicher Aberglaube oder aber sicheres
Geheimrezept: Nach dem Sieg des Spitzenreiters in der Handball-Regionalliga
Nordost reisten zwei ausgeschnittene Papierscheiben 1. Klasse über die Autobahn
A7. Der Spitzenreiter aus Nenndorf besiegte im letzten Spiel der Hinrunde den
bis dato Zweiten HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 26:23 (13:10), baute seinen
Vorsprung in der Tabelle auf fünf Punkte aus.
"Auf der Hinfahrt war es total ruhig im Bus", sagte Rückraumspielerin
Nicole Krischke nach dem Schlusspfiff in der nur mäßig besuchten Kronshagener
Sporthalle. Die Anspannung bei den Gästen vor der Partie war groß. Lauter wurde
es auf dem Weg zurück nach Nenndorf. Mit nur einem Minuspunkt gehen die
Rosengarten-Handballerinnen als Herbstmeister in die Weihnachtspause. Dass der
Abstand noch etwas größer wurde, dafür sorgte der TSV Ellerbek, der zeitgleich
unentschieden spielte.
Gegen eine Kieler Mannschaft, die ihren Fans gern einen besonderen
Sieg schenken wollte, mussten die Handballerinnen aus Nenndorf allerdings hart
kämpfen. Blaue Flecken und blutige Kratzer - so sahen die Kampfspuren an Armen,
Hals und Beinen aus, schnelle Kontertore belasteten das Nervenkostüm. Mit einer
offensiven Abwehr gelang es den Kielerinnen, die Partie bis kurz vor Schluss
offen zu halten. "Das sind 100-prozentige Chancen, die wir da auslassen,
reißt euch zusammen", forderte Gerd Lawrenz in einer Auszeit, "ein
bisschen Druck müssen wir schon mal haben."
Gut mit dem Druck und der Favoritenrolle umgehen konnte Rechtsaußen Daniela
Meyer. Die 23-jährige Lehramtsstudentin, die vor der Saison vom damaligen
Oberligisten MTV Ashausen-Gehrden zur SG Rosengarten kam, durchkreuzte die
Pläne von Kiels Trainer Jan Strunk in der ersten Halbzeit gemeinsam mit
Kreisläuferin Bianca Liepner. Immer wieder kam die Nachwuchsspielerin, die als
18-Jährige beim TV Oyten erste Drittligaerfahrung sammelte, zum Torerfolg. Am
Ende war sie mit neun Treffern erfolgreichste Werferin, gefolgt von Bianca
Liepner (6). Bei Daniela Meyer hatte die kraftraubende Torjagd in der ersten
Halbzeit allerdings Kraft gekostet. "Als ich die beiden Siebenmeter in der
zweiten Halbzeit verworfen habe, bin ich nervös geworden", gestand sie.
Über eine Niederlage dachte die Handballerin nie nach: "Man kämpft
einfach", sagte sie.
Von Kiels Trainer gab´s nach dem Schlusspfiff fast noch so etwas wie eine
Aufstiegsgarantie für Rosengarten: "Das Umfeld der Mannschaft ist noch gar
nicht bereit für einen Aufstieg. Wir hoffen, dass wir zum Saisonende zwischen
Platz vier und sechs liegen", sagte Jan Strunk.
„Vorbericht Hamburger Abendblatt vom 13.12.02“
Die Handball-Frauen der SGH Rosengarten treffen in der
Regionalliga auf ihren ärgsten Verfolger.
Nenndorf/Kiel
- Die bisher zwölf absolvierten Begegnungen der Hinrunde und auch einige
Spielerwechsel in beiden Teams konnten die Wiederholung des Spitzenspiels der
Vorsaison nicht verhindern. Am Sonnabend um 17 Uhr müssen die Handball-Frauen
der SG Handball Rosengarten als Tabellenführer der Regionalliga Nordost zum
Zweiten HSG Holstein Kiel/Kronshagen (Halle Suchsdorfer Weg). Die
Nenndorferinnen haben einen Minuspunkt, Kiel folgt mit vier Zählern. In der
Vorsaison gab es zwei Siege für die damalige SG Harburg. Ein gutes Omen?
"Die Mannschaften sind gleichstark, die Tagesform entscheidet", sagte
Trainer Gerd Lawrenz. Die Kielerinnen müssen auf Lene Ege,
Ex-Bundesligaakteurin aus Buxtehude, verzichten, die mit Ehemann Steinar Ege
(Ex-Torhüter THW Kiel) nach Spanien umgezogen ist.
In der ersten Partie ohne ihre torgefährliche Spielmacherin wackelte die HSG
Kiel/Kronshagen, stürzte aber nicht. "Ein Team kann auch an so einem
Verlust wachsen", weiß Gerd Lawrenz. Auf Seiten der SGH Rosengarten werden
in der Spitzenpartie mit Claudia Hümpel (Kieferbruch) und Sonja Storch
(Knieverletzung) zwei Spielerinnen fehlen, auch Nina Heinzelmann ist nicht
dabei. "Wir hatten dreimal Training und haben uns gut vorbereitet",
ist Lawrenz optimistisch. Dem Ziel Meisterschaft könnte das Nenndorfer Team in
Kiel einen großen Schritt näher kommen. Nach Abschluss der Hinrunde mit einem
Minuspunkt und vier Punkten Vorsprung in die Weihnachtspause zu gehen, wäre beruhigend.
"Eine Vorentscheidung ist das aber nicht", sagte Lawrenz, "egal,
wie sie ausgeht." Noch seien zu viele Partien zu spielen und vielleicht
ist am Ende die letzte entscheidend - wenn es im Mai zum Rückspiel kommt.
"Das letzte Spiel kann zum großen Finale werden", so Gerd Lawrenz.
Auch wenn aus Kiel schon leise Rückzugstöne kommen, dass man nicht unbedingt
Meister werden wolle.
Die SGH Rosengarten strebt den Aufstieg in die zweithöchste deutsche
Spielklasse an. Am Sonnabend fahren die Handballerinnen mit dem Mannschaftsbus
zum ärgsten Verfolger, um zu siegen. Es ist die 13. Partie: "Wir nehmen
die 13 einfach als Glückszahl", sagte Lawrenz.
„Vorbericht Kieler Nachrichten vom 13.12.02“
Rosengarten kommt
HSG
bietet den Klassiker
Unterschiedlicher könnten die Halbzeitbilanzen der beiden Kieler Klubs vor dem
Abschluss der Hinrunde in der Handball-Regionalliga der Frauen kaum sein.
Während die HSG Holstein Kiel/Kronshagen vor dem Klassiker morgen um 17 Uhr im
Schulzentrum am Suchsdorfer Weg gegen den ungeschlagenen Herbstmeister SGH
Rosengarten auf dem zweiten Tabellenplatz hinter dem Titelverteidiger auch in
dieser Saison über den Erwartungen liegt, waren die Darbietungen des
Aufsteigers SV Friedrichsort zumeist deprimierend schlecht.
Am Sonntag um 16 Uhr hat das sieglose Schlusslicht bei der ebenfalls
abstiegsbedrohten SG Kisdorf/Leezen die letzte Chance des Jahres, den ersten
Punkt seit dem 16. Februar zu sichern.
Die "Krabben" sind zwar ohne Lene Ege um eine Attraktion ärmer, aber
immer noch gut genug, um den Topfavoriten Rosengarten zu ärgern.
"Mein wichtigster Akteur ist zurzeit Physiotherapeut Fritz Paysen. Leider
erwischt uns Rosengarten immer zum ungünstigsten Zeitpunkt", sagte
HSG-Coach Jan Strunk.
Sowohl die Torhüterinnen Sigrid Jungjohann (Grippe) und Christine Meyer
(Rückenschmerzen) als auch Ann-Christin Thoma (Fußverletzung), Anna Carlsson
(Oberschenkelzerrung) sowie Katrin Maukel (dienstlich) mussten unfreiwillig für
das Spiel passen.
Trotz der personellen Probleme wollen die Holsteinerinnen mit den anfeuernden
Zuschauern als achte Frau im Rücken den bestens bestückten Spitzenreiter
möglichst piesacken.
Punktspiel gegen DGF Flensborg / 7.12.02:
„Kieler Nachrichten vom 9.12.02“
[...] Die Krabben der HSG Holstein Kiel / Kronshagen siegten
dagegen auch ohne die nach Spanien gewechselte Lene Ege bei der DGF Flensburg
mit 22:17.
Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass der Teamgeist intakt ist und
die Truppe von Jan Strunk auch ohne die Ausnahmehandballerin Lene Ege zu den
Top-Favoriten auf den Titel zählt, die beherzten Kielerinnen lieferten den
Nachweis eindrucksvoll in Flensburg.
“Der Einsatz meiner Spielerinnen war sensationell. Ich bin schon lange in
diesem Geschäft, aber so etwas habe ich selten gesehen”, staunte selbst Strunk,
wie sich seine Schützlinge trotz der beängstigenden Zwischenstände (0:5, 5:10)
nach dem Seitenwechsel gegen die drohende Schlappe stemmten.
Hinter der sattelfesten Deckung ließ die zur zweiten Halbzeit für Christine
Meyer eingewechselte schier unbezwingbare Torhüterin Sigrid Jungjohann nur noch
drei Treffer der Flensburgerinnen zu, als die Partie längst gelaufen war.
In der Offensive setzte Linksaußen Diana Köhn und Kreisläuferin Dajana Schulz
die Glanzpunkte und entlasteten die überragende Katrin Maukel im Rückraum nach
Kräften.
„Flensburger Tageblatt vom 9.12.02“
DGF-Frauen
verlieren nach 15:11 noch 17:22 gegen HSG Kronshagen
"Wir können zu Hause im Grunde jeden schlagen - wenn da nur nicht diese
Schwankungen wären." Das Zitat von Trainer Bernd Vosgerau vor der
Regionalliga-Partie beschrieb das Spiel der Handball-Frauen von DGF Flensburg
auch diesmal haargenau.
Gegen den Aufstiegskandidaten HSG Holstein Kiel / Kronshagen lieferte DGF eine
glänzende erste Hälfte ab, schaffte in der zweiten Halbzeit aber nur magere
drei Treffer. So war das Endergebnis von 17:22 (14:10) auch kein Wunder mehr.
„Mit 50 einer Angriffsleistung gewinnen wir gegen niemanden, nicht mal gegen
unsere Zweite", ließ Vosgerau seinen Ärger raus.
Dabei hatte alles so gut begonnen. THW-Torhüter Matthias Andersson traute
seinen Augen kaum, als die Kielerinnen um seine Freundin Anna Carlsson nach
fünf Minuten mit 0:5 in Rückstand lagen. DGF stand sicher in der Abwehr und
ließ sich von der HSG nicht vom Kreis hinauslocken. So waren die Fernwürfe
leichte Beute für Torhüterin Claudia Harms.
Allein die hohe Fehlerquote im Angriff verhinderte eine noch höhere Führung. So
kam Kiel hauptsächlich über Katrin Maukel (10 Tore) auf 8:5 (22.) heran. DGF
wich trotzdem nicht vom Konzept ab, das 11:6 (25.) war die Folge.
Flensburg machte nach der Pause zunächst konzentriert weiter. Mareke Siedenburg
parierte einen Siebenmeter und sicherte dadurch das 15:11 (35.).
Doch in der entscheidenden Phase zeigte DGP Nerven. Zwei Siebenmeter in Folge
und damit die Vorentscheidung vergab Marina Nikolova und obwohl Holstein nur zu
fünft auf dem Feld stand, verloren die Gastgeberinnen den Faden.
Klarste Chancen wurden vergeben und die Abwehr wich von ihrem erfolgreichen
Konzept ab, es stand 15:17. "Unser Spiel nahm einfach seinen Lauf. Da half
nicht mal mehr eine Auszeit" verzweifelte Bernd Vosgerau auf der Bank.
„Flensburg
Avis vom 8.12.02“
DGF-Handballerinnen unterlagen Holstein Kiel nach
14:10-Halbzeitführung noch mit 17:22-Toren.
FLENSBURG. Ein Spiel der ganz außergewöhnlichen Art lieferten die
Regionalliga-Handballerinnen von DGF Flensborg im Duell mit dem Landesrivalen
Holstein Kiel. Nach einer 14:10-Pausenführung unterlag der SdU-Vertreter dem
Landesnachbarn mit 17:22-Toren.
DGF legte einen überaus furiosen Start hin und führte mit 5:0 (11.). Diese
Führung war verdient für die DGF-Frauen, da sie mit einer agilen Abwehr und
einem schnellen und sicherem Angriffsspiel überzeugen konnten. Gerade in dieser
Phase konnte Katja Berghold sich besonders auszeichnen, da sie einen großen
Anteil der Tore geworfen und auch in der Abwehr unüberwindbar gestanden hatte.
Die Favoriten aus Kiel schienen in der ersten Halbzeit jedoch einen
Totalausfall zu erleben, da sie überhaupt nicht ins Spiel fanden.
Allerdings war es auch schwer sowohl an der DGFer 6:0-Abwehr sowie an der
wieder einmal überragenden Claudia Harms im DGF-Tor vorbeizukommen.
Trotz vieler Fehler auf beiden Seiten war es ein spannendes Spiel, dessen erste
Hälfte mit 14:10-Toren an die Adresse der Gastgeberinnen ging.
Nach der Pause schienen die Mannschaften wie ausgewechselt. Holstein war
aufgewacht und zeigte seinen mitgereisten Fans, dass auch sie Handball spielen
konnten. DGF hingegen schien total erlahmt zu sein, da sie in der zweiten
Halbzeit nur drei Tore erzielen konnten.
Als dann auch noch Marina Nikolavas Sicherheit am Strafpunkt verschwunden war,
schien das Spiel für die Auswahl von DGF-Trainer Bernd Vosgerau gelaufen zu
sein.
Holstein erspielte sich in der 45. Minute den 15:15-Ausgleich, zog locker an
den Gastgeberinnen vorbei und landete einen ungefährdeten Sieg.
Punktspiel gegen Olympia Neumünster / 30.11.02:
„Kieler Nachrichten vom 2.12.02“
Der Erfolg fiel so schwer wie der Abschied
Der
24:21 (13:11)-Erfolg über Olympia Neumünster fiel den
Regionalliga-Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen fast genauso
schwer wie die Trennung von der Norwegerin Lene Ege, die mit ihrem Mann Steinar
nach Spanien wechselt und von ihren Mannschaftskameradinnen und 300 Fans mit
Tränen und stehenden Ovationen verabschiedet wurde.
Emotionen pur sowie Tempo und Dramatik prägten das Derby, das kämpferisch keine
Wünsche offen ließ.
Zunächst ohne Lene Ege wurden die Kielerinnen so lange auf dem falschen Fuß
erwischt, bis die Norwegerin noch einmal ihr ganzes Repertoire zeigte.
„So dicht waren wir wohl noch nie dran, gegen Holstein zu gewinnen. Lene ist
einfach genial. Was sie macht, kann sonst niemand in der Regionalliga. Während
allen anderen die Hand in der entscheidenden Phase zittert, behält sie die‘
Übersicht und die Zügel fest in der Hand“, zollte auch Olympias Trainer Volker
Paul der Ausnahmeathletin höchsten Respekt.
Seinem Kieler Kollegen Jan Strunk fiel es nach dem Schlagabtausch sichtlich
schwer, sich mit einem dicken Kloß im Hals über den Zittersieg zu freuen:
„Nach unserer Schlappe der Vorwoche in Wandsbek hat Lene heute ihr Versprechen
eingelöst, sich nicht mit einer Niederlage zu verabschieden“
Eine Frau, ein Wort und einen eigenen Schlusssatz hatte die strahlende
Sympathieträgerin der Krabben mehr als verdient:
„Ich habe mich in Kiel und in dieser Super-Truppe sehr wohl gefühlt. Wenn alle
diese gute Laune beibehalten, läuft alles andere von allein.“
Ein kleines Hintertürchen könnte allerdings vielleicht ja doch noch im
Adventskalender am 21. Dezember versteckt sein, wenn die HSG Holstein im
Achtelfinale gegen den Bundesligisten Lützellinden für Furore sorgen will und
sich Sponsoren finden, die Lene Ege zur vorweihnachtlichen Bescherung
einfliegen lassen.
HSG:
Meyer,
Jungjohann – Carlsson 1, Ege 6, Hansen 1, Köhn 3/2, Maukel 5, Metz,
Mordhorst, Schulz 3, Thoma 4, Ziegler 1
„KN,
Holsteiner Zeitung vom 2.12.02“
Handball-Regionalliga Frauen: 24:21 für HSG
Das Abschiedsspiel für Lene Ege wurde zu einer Gala der Ausnahmespielerin. In
ihrem letzten Punktspiel im Trikot der HSG Holstein Kiel/Kronshagen zog die
Norwegerin alle Register. Mit 24:21 (13:11) gewannen die Kieler Krabben das
Heimspiel gegen den MTSV Olympia Neumünster in der Handball-Regionalliga
Frauen.
Wie schnell die Krabben in Zukunft im Trüben fischen werden, zeigte sich
bereits in der Anfangsphase, als HSG-Trainer Jan Strunk ohne Ege begann. Mit
einer gut funktionierenden Abwehr sowie einer starken Marion Albrecht zwischen
den Pfosten gelang den Gästen aus Neumünster zeitweise eine Vier-Tore-Führung.
Nun durfte Ege endlich nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff ran.
Binnen zehn Minuten zogen die Kielerinnen gleich. Die Spielgestalterein traf
mit Schlagwürfen ins Netz beziehungsweise setzte durch ihr druckvolles
Positionsspiel ihre Mitspielerinnen so in Szene, dass diese keine Mühe hatten
zu vollenden.
Aber Olympia hatte ebenfalls eine effektive Mittelspielerin: Angela Schneider
spielte gegen die nicht zimperlichen Gastgeberinnen wie in alten Tagen, nutzte
die sich bietenden Freiräume zu rasanten Kreisdurchbrüchen. Folglich blieb die
Partie – obwohl Olympia erneut ohne Kathrin Dencker antrat und bereits nach 20
Minuten auf Top-Torjägerin Andrea Petersen (Wadenprobleme) verzichten musste –
bis in die Schlussphase ausgeglichen.
Kerstin Felkel und Schneider setzten im Rückraum die Akzente; nur von Agnieszka
Szpila hatte sich Olympia-Trainer Volker Paul mehr versprochen. "Gegen
diese offene Deckung muss sie einfach mehr bringen", so Paul. In
bestechender Form ist derzeit Katja Löbau. Die Außenangreiferin ist nicht nur
im Gegenstoß sicher, sondern setzt auch im Individualverhalten Akzente.
Die Entscheidung vor dem in der zweiten Halbzeit auf fast 200 Zuschauer
angewachsenen Publikum nahte, als Olympias Janina Wildner knapp drei Minuten vor
dem Ende eine Zeitstrafe bekam. Holsteins Diana Köhn verwandelte den fälligen
Siebenmeter zum 23:21 gegen die glänzend aufgelegte Tanja Rathje.
Um noch zum Remis zu kommen, erhöhte Olympia das Risiko, die Kielerinnen trafen
zum Endstand. "Holstein hat heute die Big Points gemacht, für uns war
insgesamt mehr drin, aber mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich nicht
unzufrieden", hieß es im Statement von Olympia Trainer Volker Paul.
„Vorbericht Kieler Nachrichten vom 30.11.02“
"Krabben" freuen sich aufs Derby
Olympia NMS gastiert in Kiel
Drei Wochen vor der Weihnachtspause wird mit dem elften Spieltag der Endspurt
in der Hinrunde für die Kieler Handballerinen in der Regionalliga eingeleitet.
Die Spielerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen sind mit dem bisherigen
Saisonverlauf auf dem zweiten Tabellenplatz fast wunschlos glücklich. Was noch
zur sportlichen Vollkommenheit fehlt, wäre der Prestigeerfolg im Derby gegen
den Erzrivalen Olympia Neumünster heute um 17 Uhr in der Sporthalle des
Schulzentrums am Suchsdorfer Weg.
"Das ist für mein Team eine Herzensangelegenheit", muss HSG-Coach Jan
Strunk niemanden mehr motivieren, zumal die atmosphärischen Störungen auf dem
Parkett in der Vergangenheit nicht immer schmeichelhaft waren.
Was aus Lene Ege wird, weiß zur Stunde niemand. Fakt ist, dass die Tinte unter
dem Vertrag ihres Gatten Steinar für einen Wechsel aus dem THW-Tor auf die
Ferieninsel Gran Canaria frisch getrocknet und ihr sportlicher Abgang somit
ebenfalls besiegelt ist.
"Diese Situation ist schon schwierig zu verarbeiten und hat ja auch schon
in Wandsbek Spuren hinterlassen", hofft Jan Strunk als zweiter
Erfolgsgarant auf das positive Gesetz der Serie in diesem brisanten
Nachbarschaftsduell. Noch nie konnten die Neumünsteranerinnen auch nur einen
Punkt gewinnen.
"Olympias Saisonstart war ja nicht so schlecht und auch gemessen an ihren
eigenen Ansprüchen gehören die schon zur Regionalliga-Spitzengruppe. Favorit
sind wir jetzt zwar nicht mehr, aber dieses Derby setzt bei uns immer die
letzten Kräfte frei."
Punktspiel gegen MTV Wandsbek 72 / 24.11.02:
„Kieler Nachrichten vom 25.11.02“
Mit
dem 22:24 beim MTV Wandsbek 72 kassierte die HSG Holstein Kiel/Kronshagen die
zweite Saisonniederlage in der Handball-Regionalliga der Frauen.
Die ständigen Wechselgerüchte um Lene Ege scheinen bei den Holsteinerinnen
erste Spuren der Verunsicherung zu hinterlassen.
Nach dem inoffiziellen internen Ausstand beim Abschlusstraining am Donnerstag
war die Überraschung im Team über das pünktliche Erscheinen der Norwegerin zur
Abfahrt nach Wandsbek so groß, dass Physiotherapeut und Zeugwart
Erfrischungsgetränke und Trikots in Kiel liegen ließen.
Fast schon folgerichtig vergaßen auch die Spielerinnen in den ersten 15 Minuten
(1:4) das Tore werfen und hatten den ständigen Rückstand erst nach 45 Minuten
egalisiert (18:18).
"Wir haben uns aber weiterhin hartnäckig geweigert, selbst in Führung zu
gehen", notierte HSG-Coach Jan Strunk viele Fehlversuche seiner
"Krabben" unbedrängt vor dem MTV-Gehäuse.
Unter Normalform blieben die Außenspielerinnen Diana Köhn oder Stefanie Metz.
Franziska Ziegler kassierte eine unberechtigte rote Karte (24., das Foul beging
eine andere Spielerin), bei Katrin Maukel wechselten Licht und Schatten, und auch
die Kreisläuferinnen Sonja Hansen und Dajana Schulz konnten kaum Wirkung
erzielen.
"Wir haben uns quasi selbst geschlagen, auch wenn Wandsbek der bisher
stärkste Gegner war. In der Schlussphase waren die eigentlich stehend
k.o.", sagte HSG-Coach Jan Strunk.
HSG:
Meyer, Jungjohann – Carlsson 2, Ege 6, Hansen 1, Köhn 1, Maukel 8/4, Metz,
Mordhorst, Schulz 1, Thoma 3, Ziegler
Punktspiel gegen Ahrensburger TSV / 16.11.02:
„Kieler Nachrichten vom 18.11.02“
Während
in der Handball-Regionalliga der Frauen der Neuling TSV Ahrensburg trotz der
Niederlage bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen zumindest erhobenen Hauptes die
Halle in Kiel verlassen durfte, wahrten die Spielerinnen der SV Friedrichsort
als zweiter Aufsteiger erneut nicht einmal ihr Gesicht.
Während die HSG am Sonnabend mit 28:23 (14:7) einen souveränen Sieg landete,
verlor die SVF gestern beim TSV Ellerbek deutlich mit 17:39 (4:20).
Tore im Zwei-Minuten-Takt sind bei den
Krabben nun wahrlich keine Seltenheit. Diesmal mussten die Fans nach vielen
Fehlversuchen in der Anfangsphase gegen den aufmüpfigen Aufsteiger aus
Ahrensburg aber bis zur 13. Minute (2:5) warten, ehe die Angriffsmaschinerie
auf Touren kam und die Kielerinnen ihrer Favoritenrolle gerecht wurden.
Grundlage einer grandiosen Aufholjagd mit gut einem Dutzend Kabinettstückchen
in Serie für die Galerie war die Betondeckung, an der die Gäste wie an einer
Gummiwand abprallten.
Torhüterin Sigrid Jungjohann bekam zudem immer einen Finger oder den Kopf an
den Ball und auch Katrin Maukel ließ ihr Haupt nach vier Holztreffern nicht
hängen, sondern warf sich diesen aufgestauten Frust noch siebenmal von der
Seele.
Ohne Maike Gronau (Schulterverletzung), Dajana Schulz (Bänderriss im
Sprunggelenk) und einer mit Problemen am Wurfarm gehandicapten Ann-Christin
Thoma ließ es die Truppe von Jan Strunk in der zweiten Halbzeit mit halber
Kraft beschaulicher angehen.
"Es hat sich ja nach dem Zwischenspurt schnell abgezeichnet, wer gewinnt.
Mit unseren personellen Problemen wäre es fahrlässig, so eine Gelegenheit nicht
zum Testen zu nutzen."
Mit den Youngstern Manja Wulf zwischen den Pfosten sowie Stefanie Metz oder
Annika Mordhorst durften sich sogar die hoffnungsvollen Nachwuchstalente über
eine längere Spielzeit auf dem Parkett freuen und recht erfolgreich
Regionalliga-Luft an der Tabellenspitze schnuppern.
"Das war ein schönes Gefühl", strahlte Annika Mordhorst nach dem
aufpuschenden Adrenalinstoß ihrer ersten beiden Saisontore.
HSG:
Meyer, Wulf,
Jungjohann – Carlsson, Ege 4, Hansen 5, Köhn 4/3, Maukel 7, Metz,
Mordhorst 2, Thoma 2, Ziegler 4
Punktspiel gegen Buxtehuder SV 2 / 9.11.02:
„Kieler Nachrichten vom 11.11.02“
Wo
die SVF auch nach dem achten Spieltag der Saison positioniert ist, bleibt ganz
tief unten und dort wo die HSG Holstein Kiel / Kronshagen nach dem 24:19
(11:13)-Auswärtssieg beim Buxtehuder SV II in der Regionalliga-Rangfolge der
Frauen steht, ist fast ganz oben (Platz zwei).
Der technisch versierte und zumindest in der ersten Halbzeit stets einen
Schritt schnellere Buxtehuder Bundesliga-Nachwuchs machte den Kielerinnen lange
sehr schwer:
”Bis zum Grundlagengespräch in der Pause waren wir ein bisschen ratlos”, gab
HSG-Coach Jan Strunk unumwunden zu.
Neu inspiriert gehörten die Anlaufschwierigkeiten nach dem Seitenwechsel fortan
aber der Vergangenheit an. Bis zur 18:13-Führung ließ Christine Meyer nach dem
Torwartwechsel keinen Gegentreffer mehr zu und die Flügelzange mit Franziska
Ziegler sowie Diana Köhn knackte die harte Handball-Nuss auf einem guten Niveau
doch noch mit sichtbarem spielerischem Vergnügen.
HSG:
Meyer,
Jungjohann – Carlsson, Ege 7, Hansen 3, Köhn 3, Maukel 5/1, Metz 1, Mordhorst,
Schulz, Thoma 2, Ziegler 3
„Hamburger
Abendblatt vom 11.11.02“
Buxtehude
- Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen war als Favorit in die Halle Nord nach
Buxtehude gekommen, immerhin zählt das Team um die frühere Buxtehuder
Bundesligaspielerin Lene Ege neben der SGH Rosengarten zu den Titelanwärtern in
der Regionalliga.
Die zweite BSV-Mannschaft hatte sich vorher auch keinen Illusionen hingegeben.
"Wir nutzen die Partie als besseres Trainingsspiel", sagte Trainerin
Heike Axmann und verzichtete auf Verstärkung aus der Bundesliga.
Hauptaugenmerk ist auf die nächsten beiden Begegnungen gerichtet, wenn es gegen
Mitkonkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte geht.
Trotz aller Zurückhaltung überraschte die zweite Mannschaft aber ihre 150 Fans:
Zur Halbzeitpause stand eine 13:11-Führung deutlich sichtbar auf der
Anzeigetafel. Und genau das war wohl der Knackpunkt. Kaum waren die
Spielerinnen des BSV II nach der Halbzeitpause wieder auf dem Parkett, vergaßen
sie das Tore werfen. Zumindest eine Viertelstunde lang.
In dieser Phase setzte sich das clevere und routiniertere Team aus der
schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt deutlich ab und kam doch noch zu
einem standesgemäßen 24:19-Erfolg.
Lene Ege trumpfte an ihrer alten Wirkungsstätte im roten Kiel-Trikot auf. Mit
sieben Treffern war die frühere norwegische Nationalspielerin die entscheidende
Spielerin ihres Teams. Ein bisschen Wehmut kam schon auf beim Auftritt von Lene
Ege. Sie wäre fast ins Bundesligateam zurückgekehrt, gab dem BSV aber
kurzfristig doch noch einen Korb.
Das junge Buxtehuder Regionalliga-Team stand kurz vor der Überraschung. Dann
fehlte allerdings die nötige Courage, um die Führung zu halten. Viele
technische Fehler, das Auslassen klarer Tormöglichkeiten und eine 15-minütige
Auszeit sorgten für eine weitere Niederlage.
Für Trainerin Axmann beginnt jetzt die Vorbereitung auf die beiden nächsten
Spiele gegen den VfL Bad Schwartau und den Ahrensburger TSV. Dort ist
Verstärkung aus der Bundesliga wieder angesagt.
„Vorbericht Hamburger Abendblatt vom 8.11.02“
Buxtehude
- Für den Aufsteiger in der Handballfrauen-Regionalliga Nordost, Buxtehuder SV,
ist die HSG Holstein Kiel/Kronshagen eine besondere Herausforderung.
Im Team spielt nicht nur die ehemalige Buxtehuder Erstligaspielerin Lene Ege
(Mädchenname Andersen), die vor der Saison kurzfristig dem BSV-Bundesligateam
aus familiären Gründen eine Absage erteilte, die Kieler gehören auch zum
Favoritenkreis der Liga.
Am Sonnabend um 16.30 Uhr ist der Tabellenzweite in der Halle Nord in Buxtehude
zu Gast.
"Auch wenn wir gegen Kiel in Rückstand geraten, dürfen wir nicht einfach
aufgeben", fordert BSV-Trainerin Heike Axmann von ihrer Mannschaft.
"Wir nehmen die Partie auch als Vorbereitung für die nächsten wichtigen
Spiele."
Nacheinander müssen die Buxtehuderinnen gegen zwei direkte Konkurrenten im
Kampf um den Klassenerhalt spielen. Neben dem Schlusslicht VfL Bad Schwartau
geht es für den amtierenden Meister der Hamburger Oberliga gegen den
Ahrensburger TSV. Die Ahrensburger waren als Zweiter hinter dem BSV
aufgestiegen.
"In diesen Spielen müssen wir zwei Punkte holen", sagte Heike Axmann.
Meldung Pokalauslosung:
„Kieler
Nachrichten vom 6.11.02“
Traumlos
für HSG Holstein
Die
deutsche Handball-Nationaltorhüterin Christine Lindemann hatte gestern bei der
Auslosung des Achtelfinales im DHB-Pokal der Frauen ein Herz für die HSG
Holstein Kiel/Kronshagen.
Im Rahmen eines Lehrgangs des Auswahlteams zog die Glücksgöttin mit dem
mehrfachen deutschen Meister und Pokalsieger TV Lützellinden den sportlichen
Hauptgewinn aus dem Lostopf für Kiel.
"Prima, vom Namen her ist das nicht mehr zu toppen. Wenn wir Lützellinden
in hoffentlich ausverkaufter Halle schlagen sollten, haben wir es später beim
Final Four leichter", nahm HSG-Trainer Jan Strunk das Hammerlos mit Humor.
Der Termin des Pokalfights gegen die prominenteste Mannschaft der letzten Jahre
steht allerdings noch nicht hundertprozentig fest. Es gibt Bestrebungen, am 21.
Dezember zu spielen.
Pokalspiel gegen HSG Wesendorf-Isenhagen / 2.11.02:
„Kieler Nachrichten von 4.11.02“
Nach
32:20 im Pokal-Achtelfinale
Mit einer
erstklassigen Leistung beim 32:20 (18:9)-Heimsieg über die chancenlose HSG
Wesendorf/Isenhagen haben sich die Handballerinnen der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen vor begeisterten Zuschauern für das Achtelfinale des DHB-Pokals
2002/2003 qualifiziert und dürfen jetzt bei der Auslosung von einem
Bundesligisten träumen.
Als Hecht im Karpfenteich sind die Regionalliga-Krabben im Topf der Halbprofis
oder Berufssportler nun der letzte verbliebene Amateurverein im Feld der 16
besten Frauenteams Deutschlands.
Edelfan und Präsident der KSV Holstein Kiel, Dr. Sven Jacob, war nach dem
1:0-Erfolg der Fußballer über Aue schnurstracks in die Halle geeilt, um hautnah
mitzuerleben, wie der phasenweise bedauernswerte Drittligist sportlich Haue
bekam und nach allen Regeln der hohen Handball-Kunst an die Wand gespielt
wurde:
„Unsere Kicker haben jetzt am Mittwoch im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum eine
gewisse Verpflichtung nachzuziehen. Die Fußballer werden zwar nie so hübsch
werden, wie unsere Handballerinnen aber hoffentlich genauso attraktiv spielen“,
nahm Dr. Jacob den Einzug in die nächste Runde des Wettbewerbs als gutes Omen
mit auf den Heimweg.
Wie schon in der Punktrunde konnten sich die Leistungen der Kielerinnen wieder
einmal genüsslich ansehen lassen.
Die offensiv ausgerichtete Holsteiner 3-2-1-Deckungsspezialität mit der vor
Spielfreude sprühenden vorgezogenen Spitze Lene Ege oder der dahinter im
Mittelblock unermüdlichen rackernden Abwehrchefin Sonja Hansen trieb dem
Gästetrainer Stefan Cauer und seinen Schützlingen fast die Tränen in die
enttäuschten Augen.
Was an Bällen sonst noch durch die engen Abwehrmaschen der HSG schlüpfte, wurde
zumeist eine sichere Beute der überragenden Torhüterin Christine Meyer, die
nicht nur drei Siebenmeter in Serie parierte sondern mit Paraden vom Fließband
dafür sorgte das der Vorsprung vom 9:8-Zwischenstand auf 26:14 wie im Rausch
ausgebaut werden konnte.
Nur die Schiedsrichter hatten Mitleid mit den Wesendorferinnen, schickten
allein in der zweiten Halbzeit acht Kielerinnen oft sogar im Sekundentakt auf
die Strafbank, um die handballerische Überlegenheit zumindest durch doppelte
Unterzahl numerisch auszugleichen.
Trotzdem war der Torhunger der ersatzgeschwächten Truppe von Jan Strunk nie zu
stoppen. Bei der grippekranken Katrin Maukel wirkte das vorsorglich geschluckte
Vitaminmittel fast wie Viagra. „Das hat wirklich Lust auf mehr gemacht. Da ich
schon selbst in Wismar gespielt habe, wünsche ich mir meinen alten Verein als
nächsten Gegner.“
Knapp ein Dutzend Mal wuchtete die mit erlaubten Präparaten „gedopte“ Katrin
Maukel die Pille ins gegnerische Netz und Linksaußen Sylke Rathjen, die
kurzfristig aus der Oberligareserve nachnominiert wurde, zeigte mit nur einem
Fehlversuch, dass sie ebenfalls für jede Mannschaft ein Lustgewinn ist.
„Hut ab. Meine Mannschaft hat aufgetrumpft wie aus einem Guss, grandios
gespielt und das große Los wirklich verdient“, strahlte Jan Strunk über die
beste Eigenwerbung für bundesweite Schlagzeilen.
HSG:
Meyer,
Jungjohann – Mordhorst 1/1, Maukel 11/3, Hansen, Ziegler, Thoma 6, Schulz 5,
Metz, Ege 5, Rathjen 4
„Wolfsburger
Nachrichten vom 4.11.02“
Zu
Besuch in einer anderen Welt
Wesendorf schied im DHB-Pokal aus
Aus
den Wünschen von Trainer Stefan Cauer wurde nichts.
Frauen-Handball-Regionalligist HSG Wesendorf scheiterte in der
schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt auf dem Weg ins Achtelfinale im
DHB-Pokal an der gastgebenden HSG Kiel-Kronshagen. 20:32 (9:18) unterlagen die
Spielerinnen aus dem nördlichen Landkreis Gifhorn.
"Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass unser Gastgeber verdient gewonnen
hat", so Cauer, der einen Unterschied zwischen der Staffel Nordost und
Mitte ausmachte, wo er mit seinen Schützlingen um Meisterschaftspunkte spielt.
Seine Mannschaft ging zwar in Kronshagen in Führung, doch nach 15 Minuten
übernahmen die Gastgeberinnen das Kommando. Als exzellente Spielgestalterin
erwies sich die Norwegerin Lene Ege. Ihre internationale Erfahrung machte sie
zur Lichtgestalt in dieser Begegnung. Gegen sie setzte der Wesendorfer Coach
Steffi Schneck an, die mit der Herausforderung wuchs, aber letztendlich die
spielerische Überlegenheit ihrer Widersacherin anerkennen musste. Die
Schleswig-Holsteinerinnen spielten offensiv und zwangen Wesendorf buchstäblich
zu Fehlern.
"Dies ist eine Zweitligamannschaft", so Cauer. "Im vergangenen
Jahr hat das Team sportlich die Qualifikation erreicht, verzichtete aber auf
einen Platz in der zweithöchsten Spielklasse aus finanziellen Gründen."
Mit der Schwedin Anna Carlsson hatte Kiels Trainer Jan Strunk zudem noch ein
weiteres Ass für das Pokalspiel gegen Wesendorf im Ärmel, um die
Vormachtstellung zu unterstreichen.
"Vielleicht wäre die Niederlage nicht ganz so hoch ausgefallen, wenn wir
zu Hause in Wesendorf gespielt hätten", mutmaßte Cauer, der gern das
Achtelfinale erreicht hätte. "Macht nichts", sagte er und fügte
abschließend hinzu: "Aus einem solchen Spiel müssen wir unsere Lehren
ziehen."
„Isenhagener Kreisblatt vom 4.11.02“
DHB-Pokal Frauen: Kiel war zu stark
HSG 20:32 - "War eine andere Liga"
HSG Holstein Kiel/Kronshagen - HSG Wesendorf 32:20 (18:9)
Der Traum vom großen Achtelfinal-Los ist geplatzt: Handball-Regionalligist HSG
Wesendorf kehrte mit einer 20:32-Niederlage aus Kiel zurück. Getrübt war die
Stimmung bei den Wesendorferinnen aber nicht.
"Das war eine andere Liga. Kiel ist in der Vorsaison Meister geworden, hat
aber aus finanziellen Aspekten auf die 2. Liga verzichtet. Es war keine
Schande, dort zu verlieren", meinte HSG-Trainer Stefan Cauer.
Sicherlich hätte er sich eine etwas knappere Niederlage gewünscht. "Das
wäre aber auch nur Makulatur gewesen. Wir hätten so oder so keine Chance
gehabt", kannte Cauer die Überlegenheit der Kielerinnen neidlos an.
Der verkappte Zweitligist ließ die HSG nur in der Anfangsviertelstunde
gewähren. Wesendorf führte mit 7:6. "Dann hat Holstein richtig Gas
gegeben", so Cauer. Angeführt von der überragenden norwegischen
Nationalspielerin Lene Ege - Cauer: "So eine Spielerin gibt es bei uns in
der Regionalliga nicht" - zeigte Kiel den Gästen schon bis zur Pause die
Grenzen auf und erspielte sich einen klaren 18:9-Vorsprung.
Ein ausschlaggebender Faktor: "Wir sind insbesondere mit der offensiven
Deckungsweise nicht klar gekommen", analysierte Cauer.
Die Kielerinnen schalteten in Halbzeit zwei zwar wieder einen Gang zurück. Eine
Ergebnisverbesserung gelang Wesendorf aber nicht. Cauers Fazit: "Ich
verliere lieber gegen solch ein Top-Team mit 20:32 als gegen eine gleichwertige
Mannschaft in unserer Regionalliga."
„Vorbericht Wolfsburger Nachrichten vom 31.10.02“
Handball-Regionalligist HSG Wesendorf möchte in Kiel
DHB-Achtelfinale erreichen
Undankbar
ist sie, die Aufgabe für den Handball Regionalligisten HSG Wesendorf und
gleichzeitig reizvoll.
Denn kommt die Mannschaft von Trainer Stefan Cauer im DHB Pokal weiter, könnte
sie die einzige Mannschaft aus Niedersachsen sein, die in diesem Wettbewerb im
Achtelfinale steht, denn List und Osterwald haben jeweils schwere Brocken aus
dem Oberhaus erhalten.
Einen Bundesligisten hätten sich als Gegner auch die Wesendorferinnen
gewünscht, die zum Tabellenzweiten der Regionalliga-Nordost fahren müssen. Bei
der HSG Holstein Kiel / Kronshagen gastiert das Team aus dem Gifhorner Nordkreis
am Sonnabend um 16.45 Uhr.
"Wenn wir das Achtelfinale erreichen, wäre dies der größte Erfolg in der
Vereinsgeschichte", sagt Trainer Stefan Cauer, der sich ebenso wie seine
Spielerinnen über die weite Anreise ärgert.
"Jetzt wollen wir auch gewinnen", hat der Coach als Zielsetzung
ausgegeben, zumal sich das verlängerte Wochenende an der Ostseeküste am besten
mit einem Erfolg versüßen lässt. Nach dem Spiel wird es auf jeden Fall eine
Feier geben – mit dem ehemaligen Physiotherapeuten der Wesendorferinnen, der
nun seine Praxis in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt hat.
"Die Kieler haben eine starke Mannschaft, die schon für einige
Überraschungen im DHB-Pokal gesorgt hat. Davon wollen wir uns aber nicht
entmutigen lassen. Sollten wir die gleiche Leistung wie zuletzt in Northeim
bringen, könnten wir in Kronshagen die Halle als Sieger verlassen", so
Cauer, der weiß, dass das Spiel zu keinem Kuraufenthalt an der Förde wird.
Ihn reizt es, als letzter Vertreter die Fahne Niedersachsens im Frauen-Pokal
hochzuhalten.
Derzeit ist der Coach bemüht, den Ehrgeiz seiner Spielerinnen aufs äußerste zu
reizen, damit dieses Vorhaben auch gelingt.
Punktspiel gegen SG Kisdorf-Leezen / 26.10.02:
„Kieler Nachrichten vom 28.10.02“
Glattes
28:21 gegen Kisdorf
Zwei Wochen
nach der einzigen Saisonniederlage haben die Handballerinnen der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen in die Erfolgsspur zurück gefunden.
Gegen die SG Kisdorf/Leezen zeigte der Regionalligist eine solide Leistung und
revanchierte sich mit 28:21 (9:8) für die Heimschlappe aus dem Vorjahr.
Wie schon in der Vorwoche gegen Bad Schwartau benötigte die körperlich
geschwächte HSG Holstein/Kronshagen eine gewisse Anlaufzeit, um dem Gegner den
Zahn zu ziehen. Durch technische Fehler und eine doppelte Zeitstrafe gegen
Ann-Christin Thoma geriet das Team von Trainer Jan Strunk gar ins Hintertreffen
(6:7).
"Ich habe trotzdem nie an unserem Sieg gezweifelt", sagte Strunk, der
fortan eine konzentriertere Leistung der HSG beobachten konnte. Über 13:12 zog
der Tabellenzweite bis zur 40. Minute auf 20:14 davon.
Sonja Hansen war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf dem Feld. Ein unglücklicher
Zweikampf bescherte ihr eine schmerzliche Augenverletzung.
"Mit den beiden Heimsiegen haben wir unsere Pflicht erfüllt",
attestierte Strunk seinen Spielerinnen eine ordentliche Leistung und hofft nun
auf die Kür im Pokalspiel gegen den Regionalligisten HSG Wesendorf/Isenhagen.
HSG:
Jungjohann –
Carlsson 1, Ege 5/1, Gronau 2, Hansen, Maukel 6/6, Metz 3, Schulz 4, Thoma 7
„Hamburger
Abendblatt vom 28.10.02“
Die Kraft reichte nur für 30 Minuten
Bis
zum Halbzeitstand von 8:9 hielt die Handball Frauenmannschaft der SG
Kisdorf/Leezen beim Regionalliga-Tabellenzweiten HSG Holstein KieI/Kronshagen
noch prächtig mit. Nach der Pause gewannen die Gastgeberinnen indes immer mehr
die Oberhand. Am Ende zog das Team von Trainer Sönke Radetzky in der
Landeshauptstadt mit 21:28 den Kürzeren.
Mit lediglich drei Pluspunkten bleibt die SG im Tabellenkeller und muss sich
nun wohl auf den Kampf um den Klassenerhalt einrichten.
Die wichtigsten Erkenntnisse der Partie in Kiel: 30 Minuten lang stand die
5:1-Deckung der SG Kisdorf/Leezen sicher. Im Tor vertrat die junge Christiane
Sacher die beruflich verhinderte Bettina von Gogolinski glänzend.
Gegentore kassierten die Gäste nur durch Tempogegenstöße. Einer der Gründe:
Anja Scheunemann engte die Kreise von Lene Ege ein. Die norwegische
Nationalspielerin kam nicht wie gewohnt zum Zuge.
Weil Trainer Radetzky mit zunehmender Spieldauer die Alternativen im Rückraum
ausgingen, häuften sich bei der SG Kisdorf/Leezen die Fehler in der Offensive.
Die aggressive 3:2:1-Deckung der Gastgeberinnen unterband zudem wirkungsvoll
die Angriffsbemühungen.
Negativ machte sich bei den Gästen bemerkbar, dass Rückraumspielerin Saskia
Rickert wegen Rückenproblemen nur wenige Minuten eingesetzt werden konnte. Doch
damit nicht genug: Anja Kretschmann zog sich in der 45. Minute eine
Kapselverletzung an der Wurfhand zu - und eine weitere Leistungsträgerin musste
auf der Bank Platz nehmen. Da auch Torfrau Christiane Sacher ihr überragendes
Niveau nicht über die gesamte Spielzeit halten konnte, zog Holstein
Kiel/Kronshagen im zweiten Spielabschnitt unaufhaltsam davon.
“Sieben Tore Unterschied sind viel zu deutlich“, ärgerte sich Coach Sönke
Radetzky über ein am Ende deprimierendes Ergebnis, das die insgesamt
ordentliche Vorstellung seiner Truppe nicht widerspiegelte. "Was meine
Mannschaft trotz der angespannten personellen Lage spielerisch und kämpferisch
gezeigt hat, macht Mut für die kommenden Aufgaben", sagte der Trainer.
Punktspiel gegen VfL Bad Schwartau / 20.10.02:
„Kieler Nachrichten vom 21.10.02“
Was gegen den VfL Bad Schwartau anfangs nach einer klaren
Angelegenheit aussah, wurde für die Regionalliga-Handballerinnen am Ende ein
hartes Stück Arbeit. Zwar gewannen die Krabben ihr Heimspiel mit 27:23 (15:13),
spielerische Glanzlichter waren dennoch Mangelware.
Spätestens als HSG-Trainer Jan Strunk seinem Team nach Spielende
erleichterte beglückwünschte, sah er seine Vorahnung bestätigt. Der
vermeintliche Abstiegskandidat aus Schwartau hatte der HSG das Leben vor allem
im zweiten Abschnitt schwer gemacht. Bis dahin waren die Kielerinnen Ton angebend.
Hinten funktionierte die aggressive Arbeit im offensiven
Deckungsverband, vorne traf die überragende Lene Ege nach Belieben. Als diese
das 9:3 markierte (15.), schienen die Fronten geklärt. „Alle waren körperlich
geschwächt. Durch die hohe Führung wurden wir außerdem zu locker“, hatte Strunk
schnell ausgemacht, warum die HSG beim 18:20 bedrohlich ins Hintertreffen
geriet. Torfrau Christine Meyer und Anne Carlsson sicherten am Ende dennoch das
Wichtigste des Tages: die zwei Punkte.
HSG: Jungjohann, Meyer – Carlsson 4, Ege 11/1, Gronau, Hansen 1,
Maukel 3/2, Metz 2/1, Schulz 3, Thoma 3
„Vorbericht Kieler Nachrichten vom 19.10.02“
Schenkt man den Experten Glauben, die Prognosen aufgrund nackter
Zahlen abgeben, dürfen sich die Frauen der HSG Holstein Kiel / Kronshagen gegen
den VfL Bad Schwartau morgen Abend (18 Uhr, Kronshagen) auf 60 gemütliche
Regionalliga-Minuten freuen. Null Punkte aus fünf Spielen - die Statistik der
Gäste sieht alles andere als rosig aus.
Dennoch warnt HSG-Trainer Jan Strunk vor Überheblichkeit.
„Schwartau hatte ein schweres Auftaktprogramm. Und wenn es nur nach der Tabelle
ginge, hätten wir letzte Woche auch nicht verloren“, blickt Strunk auf die
Niederlage in Elmshorn (22:25) zurück.
Nach gemeinsamer Ursachenforschung wollen sich die Krabben wieder auf ihre
Stärken besinnen, obwohl dies nur mit reduziertem Kader möglich sein wird. Da
das Wochenende als spielfrei eingeplant war, werden Franziska Ziegler, Manja
Wulf und Annika Mordhorst (alle Urlaub) fehlen. Darüber hinaus sind Diana Köhn
und Katrin Maukel weiterhin angeschlagen.
„Das Spiel kommt unpassend, aber wenn wir uns zusammen reißen, werden wir die
zwei Punkte holen“, ist Strunk von den Stärken seines Teams überzeugt.
Punktspiel gegen Elmshorner MTV / 12.10.02:
„Kieler Nachrichten vom 14.10.02“
Immer
wenn die HSG Holstein Kiel/Kronshagen beim Elmshorner MTV antreten muss, gibt
es nicht nur sportliche Prügel auf dem Parkett.
Schon im Vorjahr ging es den Handball-Regionalliga-Spielerinnen von Jan Strunk
mit 25:28 an die Wäsche, ohne dass die Schiedsrichter oder die Krabben selbst
die Härte der Gastgeberinnen in den Griff bekamen. Nun gab es erneut eine
Schlappe und somit die ersten Flecken auf der bisher blütenweißen Weste. Die
Kielerinnen unterlagen mit 22:25 (8:15).
Die Elmshornerinnen kennen offensichtlich den richtigen Dreh und versteckte
Kniffe, um den Krabben den Schneid abzukaufen und die Punkte raus zu pulen.
"Wir haben uns leider von diesem Klassenkampf beeindrucken und wieder
verhauen lassen", ärgerte sich Strunk über viele Hände und Finger des
Gegners, die zielgerichtet ins Gesicht von Maike Gronau oder ins Auge von Anna
Carlsson gingen.
Da auch die beiden Torhüterinnen Christine Meyer und Manja Wulf an diesem Tag
kaum einen Ball sahen, lehnte sich hauptsächlich Lene Ege gegen die erste
Saisonniederlage auf.
„Wolfsburger Nachrichten vom 10.10.02“
Lospech im DHB-Pokal
Als ob die Fahrerei in den Punktspielen nicht schon genug wäre.
Nein, jetzt müssen die Regionalliga-Handballerinnen der HSG Wesendorf auch im
DHB-Pokal weiter reisen – zum dritten Mal in Runde drei. Die Auslosung gestern
ergab: Die Schützlinge von Stefan Cauer gastieren am 2. November beim
Nordost-Regionalligisten HC Holstein Kiel/Kronshagen.
„Durch den Pokal fahren wir jetzt von Nürnberg bis nach Kiel. Das ist wohl ein
Witz“, sagte HSG-Manager Benno Krause angefressen. Denn: In den Punktspielen
reichen die Reisen schon bis zu Quelle Fürth, und nun geht’s auch noch in die
Landeshauptstadt Schleswig-Holstein – für Amateure, wohl gemerkt. „Das ist
wirklich schade. Wir hätten auch mal ein Heimspiel verdient gehabt“, betonte
Krause.
Und das aus gutem Grund: Denn ein Selbstgänger wird die Begegnung in Kiel
keineswegs. „Das ist eine ganz undankbare Aufgabe – sportlich wie auch
finanziell“, unterstreicht der Manager. Die Kielerinnen sind derzeit immerhin
Tabellenzweiter der Regionalliga Nordost, haben nach vier Spieltagen weiterhin
eine weiße Weste. „Sie haben unter anderem Horneburg geschlagen, und das ist
schon eine starke Mannschaft“, zollt Krause dem Pokalgegner großen Respekt.
„So ein Mist“, war die erste Reaktion von Trainer Stefan Cauer, als er von der
Auslosung erfuhr. „Ärgerlich“, hatte er doch auf ein Spiel gegen einen
Bundesligisten gehofft. Die Möglichkeit war da. So spielen zum Beispiel
Germania List gegen HC Leipzig oder Wacker Osterwald gegen FHC Frankfurt/Oder.
Die Chancen schätzt der Coach auf „50:50“ ein. „Eine weite Reise und eine harte
Nuss“, will er sich demnächst erst einmal schlau machen. Mannschaftsführerin
Steffi Schneck erfuhr von unserer Zeitung von der Auslosung. „Noch nie gehört“,
lautete ihre erster Kommentar. Aber auch sie bedauerte die unglückliche
Auslosung. „Die Mannschaft hatte sich einen Bundesligisten gewünscht, das ist
doch schon mal etwas Besonderes.“ Einen Vorteil hat die weite Reise in den
Norden Deutschlands aber doch. Bis dorthin dürften sich die sensationellen
„Lupfer“ der Kreisspielerin noch nicht rumgesprochen haben.
Im Spiel gegen den SV Oschatz war sie gleich viermal mit ihrer Spezialität
erfolgreich und düpierte die gegnerische Torfrau – einmal sogar mit der
Rückhand. „Das habe ich auch zum ersten Mal gemacht. Der Trainer sieht das
nicht so gerne“, gab sie zu. Die Zuschauer um so lieber. Auch das Pokalspiel
nimmt sie recht locker. „Dann gewinnen wir eben und haben in der nächsten Runde
Heimrecht gegen einen Bundesligisten.“ Einfach gesagt, aber vielleicht hilft ja
ein „Lupfer“.
Punktspiel gegen TSV Travemünde / 5.10.02:
„Kieler Nachrichten vom 5.10.02“
Glücksspiele
unter freiem Himmel sind bekanntlich polizeilich verboten, wohl auch deshalb
finden die packenden Poker-Partien in der Handball Regionalliga der Frauen in
den Hallen statt.
Eine Halbzeit schien sich sogar der Spitzenreiter HSG Holstein Kiel /
Kronshagen gegen den TSV Travemünde zu verzocken, um letztlich den bisherigen
Tabellenzweiten beim 28:16 (12:11)-Heimtriumph sogar zum Statisten zu
degradieren.
Mehr als 200 staunende Zuschauer schienen anfänglich im verkehrten Casino zu
sein. Die Kielerinnen zogen in der Offensive zunächst nur eine Niete nach der
anderen und selbst das Siebenmeter-Roulett sollte sich mit fünf Fehlversuchen
als unkalkulierbares Risiko erweisen.
Die Travemünder Spielbank sprengte dagegen bei der Tor Tombola nach dem Motto
„jeder Wurf ein Treffer“ den Jackpot und führte schon nach wenigen Minuten mit
7:2, so dass HSG Trainer Jan Strunk in einer kurzen Auszeit an der Taktik
knobelte.
Fortan rollte die Kugel besser und Katrin Maukel erzielte unmittelbar vor der
Pause erstmals den Führungstreffer. Hinter fest verschlossener Kabinentür wurde
dann Klartext geredet und fortan die Karten neu gemischt.
Während für die Krabben plötzlich im süchtig machenden Spielrausch nun die
Trumpf-Damen Lene Ege, Ann Christin Thoma, Katrin Maukel sowie Torhüterin
Sigrid Jungjohann stachen, hieß es für die Travemünderinnen bei der 30-
minütigen handballerischen Bankrotterklärung, „rien ne vas plus“.
„Wir haben unser Versprechen gehalten und den TSV solange an die Wand gespielt,
bis die stehend k.o. waren“, durfte sich Siegertyp Jan Strunk neben den verzückten
Fans als Gewinner des Tages am späten Sonntagabend fühlen.
HSG:
Wulf,
Jungjohann – Carlsson 1, Ege 6, Gronau, Hansen 2, Köhn 1, Maukel 9/4, Metz 2,
Schulz 1, Thoma 5, Ziegler 1
„Lübecker
Nachrichten vom 6.10.02“
Schwöbkes
Serie ist gerissen
Doppelter
K.o. nach Blackout in der zweiten Halbzeit
Die
Serie ist dahin: Die Handballerinnen des TSV Travemünde kassierten im
Regionalliga-Schlager bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen die erste
Niederlage. Mit dem 16:28 (11:12) endete zugleich der Nimbus von Silke
Schwöbken. Die Torhüterin, die Trainer Thomas Kruse (Urlaub) vertritt, hatte in
den vergangenen Jahren als „Aushilfschefin“ noch nie verloren.
„Jede
Serie geht einmal zu Ende, diese Niederlage fiel aber viel zu hoch aus“,
erklärte Schwöbken. In der tat. Travemünde brillierte zu Beginn, führte sogar
mit 7:2 (12.). Im Rückraum nutzten Tanja Michaelis (4/2) und Kathrin Hansen (3)
immer wieder geschickt die Räume, in der zu offensiven HSG-Deckung. Die
Rand-Kielerinnen kamen zwar heran (8:7, 20.), Travemünde behielt jedoch
zunächst die Oberhand (11:8, 27.). „ Doch drei Minuten Tiefschlaf kosteten uns
den Vorsprung“, bedauerte Schwöbken. Noch schlimmer kam es nach der Pause: Die
HSG überrollte den TSV Travemünde, bestrafte jeden Fehler gnadenlos und zog so
vornehmlich über Tempogegenstöße vorentscheidend auf 19:11 (42.) davon. „Unser
Hauptmanko war aber die dünn besetzte Bank, wir konnten nicht wechseln. So
fehlte am Ende die Kraft“, konstatierte die Stellvertreterin. Für den TSV
trafen noch: Katrin Lembke 3, Annette Gerken 3, Sandra Hartz 2, Anja Kranz
Pokalspiel gegen VfL Horneburg / 2.10.02:
„Kieler
Nachrichten vom 4.10.02“
Kreuz und quer in Runde drei
HSG-Handballerinnen trotz schwacher Vorstellung im DHB-Pokal
weiter
Die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen haben durch einen 24:21
(10:6)-Heimsieg über den VfL Horneburg heilfroh die zweite Runde des laufenden
DHB-Wettbewerbs der Frauen auf Bundesebene überstanden und dürfen jetzt mit ein
bisschen Losglück auf einen sportlich wie finanziell lukrativeren Gegner in
eigener Halle hoffen.
Dass Pokalspiele mitunter ihren eigenen Gesetzen gehorchen, wurde in der Partie
zwischen dem souverän gestarteten Spitzenreiter der Nordost-Regionalliga und
dem Tabellenführer des Nord-Verbandes vor allem in der schwachen ersten
Halbzeit deutlich. Beide. Kontrahenten blieben den 90 zahlenden Zuschauern den
spielerischen Beweis ihrer Klasse schuldig.
HSG-Trainer Jan Strunk sah sich schon nach kurzer Zeit genötigt, eine Auszeit
zu beantragen. Trotzdem sollte es noch ein bisschen länger dauern, bis Katrin
Maukel mit dem ersten Feldtor der Krabben den Bann in der 13. Minute brach.
„Ich war mir unseres Sieges absolut sicher, weil wir technisch so ein
unterirdisches Niveau an den Tag gelegt haben, dass wir heute wohl von jeder
anderen Mannschaft dafür bestraft worden wären“, zeigte sich zumindest das
Selbstbewusstsein von Strunk eines Spitzenreiters würdig.
Glücklicherweise hatten die harmlosen Horneburgerinnen handballerisch noch
weniger zu bieten. Und sie schwächten sich noch selbst: Zunächst durch einen
Wechselfehler, der für Christina Noak (19.) die rote Karte zur Folge hatte, in
der Schlussphase, als der VfL auf zwei Tore dran war, durch eine
Disqualifikation für die Gegenstoßspezialistin Tina Schlieker (56.). Holstein
nutzte zweimal die jeweilige Überzahl, um die Führung auf beruhigende vier Tore
auszubauen und gab sie trotz der vielen weiteren Präsente für die Gäste auf dem
Parkett bis zum erlösenden Abpfiff nicht mehr ab.
„Das lief zwar alles kreuz und quer, aber vielleicht können wir in der dritten
Runde des Pokals ja einen Bundesligisten ärgern und nicht nur unseren Trainer“,
blickte Stefanie Metz frohen Mutes voraus.
„Hamburger Abendblatt vom 4.10.02“
Horneburg - Sie konnten gegen den Meisterschaftsfavoriten der
Regionalligastaffel Nordost lange mithalten. Das war die positive Erkenntnis
aus der 21:24 (6:10) Niederlage.
Die Handballfrauenmannschaft des VfL Horneburg unterlag in der 2. Runde
DHB-Pokal beim Ligakonkurrenten aus der Parallelstaffel HSG Holstein
Kiel/Kronshagen.
In der ersten Halbzeit hatten die Horneburgerinnen mit der offensiven Abwehr
der Gastgeberinnen Probleme. "Wir haben wie das Kaninchen vor der Schlange
gestanden", kritisierte Trainer Ernst Richert, sechs Tore konnte der
Tabellenführer aus der Staffel Nord werfen.
Mitte der zweiten Halbzeit kam Horneburg besser ins Spiel, hatte beim 14:16 und
zehn Minuten vor Schluss beim 18:20 den Anschlusstreffer auf der Hand. Doch
eine umstrittene rote Karte für Tina Schliecker, bis dahin mit vier Toren
erfolgreich, brachte den Bruch.
„Homepage Horneburg vom
4.10.02“
Endstation Kiel im DHB Pokal
Ein merkwürdiges Spiel. Nach einer langen Abtastphase und einem
Zwischenergebnis von 4:4 legte Kiel einen Zahn zu und ging 8:4 in Führung. Erst
dann kam bei den Uschis so etwas wie ein Fünkchen Kampf auf.
Angeführt von Lene Ege konnte Kiel die Tordifferenz (10:6) mit in die
Halbzeitpause nehmen. Den Anfang der zweiten Hälfte dominierte wieder einmal
Kiel.
Beim ersten "richtigen" Gegner in der Saison wurden wir phasenweise
vorgeführt (13:7), doch dann platzte endlich der Kragen und der
"Fight" um den Einzug in die nächste Runde im DHB-Pokal wurde
angenommen. Über ein 10:13 kämpften wir uns bis zu einem Zwischenstand von
18:20 heran. Mit Biss und Einsatz hielten wir die Partie bis zur 58 min. offen,
doch dann kam erst Pech hinzu und schlussendlich fehlte uns das nötige Glück im
Abschluss, um wenigstens die Verlängerung zu erreichen.
Leider mussten wir gerade in der entscheidenen Endphase noch eine rote Karte
gegen uns hinnehmen, die uns vom Ziel "Weiterkommen" ein ganzes Stück
entfernte.
In der Summe haben wir dennoch bewiesen, nicht zu unrecht die Regionalliga Nord
anzuführen. In Kiel kann man mit drei Toren verlieren.
Punktspiel gegen Eidelstedter SV / 29.9.02:
„Kieler Nachrichten vom 30.9.02“
Hauchdünner
27:26-Erfolg in Eidelstedt
Zunächst zwar noch etwas gehemmt, aber letztlich doch mit aller Macht und guter
Moral behauptete die HSG Holstein/Kronshagen in Hamburg in einer gutklassigen
Partie die Tabellenführung in der Handball-Regionalliga der Frauen.
Ohne Kapitän Sonja Hansen (Studienexkursion) an Bord bekam der Kieler
Krabbenkutter allerdings vor dem Seitenwechsel ein bisschen Schlagseite, da das
dynamische Duo der Eidelstedterinnen mit Dana Kretschmann und Jeanette
Marquardt (insgesamt 17 Tore) ohne die Kämpferqualitäten der Abwehrspezialistin
zu oft die Freiräume nutzen konnte.
Da die Schützlinge von Jan Strunk auch in der Offensive etwas zu zögerlich
agierten, dauerte es bis zur 50. Minute, ehe die unermüdliche Aufholjagd mit
dem ersten Ausgleich und die bessere Kondition mit der knappen Führung belohnt
wurden:
"Wir hatten heute einfach den etwas größeren Siegeswillen und natürlich
auch das Quäntchen mehr Glück des Tüchtigen."
Ann-Christin Thoma übernahm immer dann, als es spielentscheidend drauf ankam,
erfolgreich die Verantwortung und Sigrid Jungjohann parierte den letzten
Verzweiflungswurf von Dana Kretschmann zum umjubelten Happy End.
HSG:
Meyer, Wulf,
Jungjohann – Carlsson 2, Ege 4, Gronau, Köhn 5/3, Maukel 1,Metz 2, Schulz 4,
Thoma 9
Punktspiel gegen TSV Ellerbek / 21.9.02:
„Kieler Nachrichten vom 23.9.02“
Krisensitzung in Friedrichsort - HSG Holstein / Kronshagen spitze
Der Vizemeister HSG Holstein Kiel/Kronshagen trumpft in der
Handball-Regionalliga der Frauen in dieser Saison ganz offensichtlich noch
stärker auf als im Vorjahr.
Am zweiten Spieltag wurde immerhin der Zweitliga - Absteiger TSV Ellerbek mit
25:16 (9:7) von der Platte geputzt.
Die Erfolgstruppe von Jan Strunk bewies einmal mehr eindrucksvoll, nicht nur
attraktiven Handball zu zelebrieren, sondern mindestens genau so schön zu
kämpfen, wenn es erforderlich ist.
„Wir hatten zum richtigen Zeitpunkt immer die passende Antwort auf dem Parkett
parat und haben uns mit tollem Teamgeist wunderbar ergänzt."
45 Minuten leisteten die Ellerbekerinnen erbitterten Widerstand, bis der
konditionelle Einbruch ebenfalls alle psychischen Dämme brechen ließ.
„Eigentlich wollen wir ja auch ganz oben um den Titel mitspielen, haben uns
aber hier in der Schlussphase super-schlecht verkauft", gab dagegen Tine
Wiese bei ihrem ersten Einsatz überhaupt gegen ihre früheren
Mannschaftskameradinnen zu Protokoll.
Mit zwei Zeitstrafen und vier Toren gehörte die engagierte 34-jährige
Ex-Kielerin trotz ihres Lampenfiebers an alter Wirkungsstätte neben Regine
Teschke zu den wenigen Lichtblicken der Ellerbekerinnen.
Bei den Krabben gab es dagegen überhaupt keinen Ausfall zu beklagen. Torhüterin
Christine Meyer vernagelte ihren Kasten ab der 40. Minute (18:15), als sie für
die gute Sigrid Jungjohann zwischen die Pfosten wechselte und dieser knappe
Krabben-Vorsprung auch dank der Treffsicherheit von Ann-Christin Thoma,
Stefanie Metz und der kämpferisch wieder einmal vorbildlichen
Mannschaftsführerin Sonja Hansen entscheidend auf 25:15 ausgebaut werden
konnte.
"Es gibt also keinen Grund, tiefere Erwartungen zu haben als im
Vorjahr", so Strunk.
„Hamburger Abendblatt vom 23.9.02“
Ellerbek
- Die Handballfrauen des TSV Ellerbek gehören momentan nicht zur Spitze der
Regionalliga Nordost. Da half es nur wenig, dass Trainerin Birgitt Geißler die
Niederlage beim Aufstiegsaspiranten HSG Holstein/Kiel (16:25/7:9) als zu hoch
bewertete. Ihre Mannschaft war eben nicht in der Lage, ihr Leistungsvermögen
umzusetzen.
Dabei lag Geißler mit ihrer Abwehrtaktik richtig, denn Marion Werner legte
Kiels Topspielerin Lene Ege in einer Manndeckung an die Kette. Da sich jedoch
die Räume für deren Mitspielerinnen vergrößerten, wuchs die Belastung der
TSV-Deckung, vor allem auf den Halbpositionen.
"Dieses Problem haben wir nicht in den Griff bekommen", sagte
Trainerin Geißler. "Da fehlte es häufig an der Abstimmung."
Weil jedoch im Angriff Regine Teschke im Verlauf der Begegnung immer stärker
wurde, blieb die Partie bis zur 50. Minute offen. Erst als Birgitt Geißler beim
Stande von 15:20 eine zweite Spielerin aus dem Abwehrverband löste, um den
Rückstand durch schnelle Ballgewinne zu verkürzen, wuchs der Abstand noch.
Nicht, weil keine Ballgewinne gelangen, sondern die Bälle auf dem Weg nach vorn
wieder verloren und mit Tempogegenstößen bestraft wurden.
"In guten Phasen warfen uns zudem Zeitstrafen und krasse individuelle
Abwehrfehler zurück", analysierte Geißler.
Nicht unerheblich war auch, dass Außen Vivien Busch (Rippenprellung) und
Torfrau Steffi Hinz (trat beim Warmmachen auf einen Ball) gar nicht
einsatzfähig waren.
Zudem wirkte Christine Wiese an alter Wirkungsstätte übermotiviert und knüpfte
nicht an die Leistungen der vergangenen Wochen an.
Beste TSV-Spielerin neben Regine Teschke war Rechtsaußen Katharina Schmidt.
„Vorbericht Hamburger Abendblatt vom 21.9.02“
Ellerbek
bei Kiel-Kronshagen
Ellerbek - Auf das
erste Punktspiel ihrer Handballfrauen vom TSV Ellerbek mag Trainerin Birgitt
Geißler nicht mehr angesprochen werden. "Grottig" nannte sie die
Leistung beim 21:21 gegen Kisdorf/Leezen. "Eine Woche zuvor beim Pokalspiel
in Eidelstedt kämpfte eine Mannschaft", sagte Geißler, "zuletzt haben
Solisten versucht, den Vorsprung zu retten und sind dabei gescheitert."
Birgitt Geißler hatte das Glück, nach dem Debakel in Ellerbek noch ein
Erfolgserlebnis zu haben. Mit den Männern des Niendorfer TSV gelang ihr ein
knapper Sieg gegen die SG Altona. "Das hat mich für die Woche
aufgerichtet", sagte sie.
Ihr Team hat nun am heutigen Sonnabend (17 Uhr) auswärts die Chance, die
Scharte auszuwetzen. Allerdings stellt sich mit der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen einer der Staffelfavoriten in den Weg. "Das Spiel beim SV
Friedrichsort hat mir keine rechten Aufschlüsse über das Können der Kielerinnen
gegeben", sagte die TSV-Trainerin nach dem 18:36. "Dafür stand es zu
schnell 2:7."
Respekt hat Birgit Geißler vor der norwegischen Rückraumspielerin Lene Ege, die
allerdings nicht immer ihre beste Leistung abruft. In der vergangenen Saison
enttäuschte die Spielmacherin gegen Ende der Serie beim Elmshorner MTV und kam
gegen die kompakte 6:0-Abwehr des EMTV nur selten zum Zug. "In
Friedrichsort hat sie aber richtig gut gespielt", sagte Geißler.
Einen starken Eindruck hinterließ die offensive 3:2:1-Deckung der Kielerinnen.
"Ich habe im Training darauf Bezug genommen", so Geißler,
"obwohl die Trainingsgruppe sehr übersichtlich war." Vivien Busch
musste wegen einer Rippenprellung aussetzen, Marion Werner hatte
Rückenprobleme, die Torhüterinnen Maike Koberg und Nele Schlichting plagten
Erkältungen.
Punktspiel gegen SV Friedrichsort / 14.9.02:
„Kieler Nachrichten vom 16.9.02“
Friedrichsorter
Frauen bei 18:36 zum Saisonauftakt von HSG-Krabben vernascht
Plakativ prangte das blaue Transparent der SVF-Fans in der Halle hinter den
Torpfosten der HSG Holstein: Friedrichsorter Frauen – Die neue Handball-Macht
an der Kieler Förde.
Nach dem einseitigen Derby zwischen einem etwas zu vorlauten Herausforderer und
dem in dieser Form erneut erfolgsversprechenden Mitfavoriten waren die
tatsächlichen Kräfteverhältnisse in der Landeshauptstadt zum
Regionalliga-Saisonauftakt wieder zurecht gerückt.
Fast ohnmächtig mussten die krampfhaft bemühten Friedrichsorterinnen
miterleben, wie sie von den Krabben mit 18:36 (10:17) überrollt wurden.
So blieb SVF-Trainerin Brigitte Franz nach dem jederzeit anständigen
Nachbarschaftsduell vor fast 200 Fans nichts anderes übrig als fair zum selbst
in dieser Höhe verdienten Sieg zu gratulieren:
„Wenn es schlecht läuft, geht eben alles schief. Der Respekt war einfach zu
groß, um die Krabben zu knacken.“
Mit biederer Hausmannskost sowie einer kaum oberligatauglichen Abschlussquote
konnte man die lokale Konkurrenz nur in der Anfangsphase hin und wieder mal
über den Kreis in kleinere Verlegenheiten bringen.
„Vielleicht waren wir doch ein bisschen übermotiviert“, suchte die Norwegerin
Anne-Grethe Eggen, noch die beste Akteurin im SVF-Trikot, nach Erklärungen.
Erst einmal in Torlaune gekommen, war die Truppe von Jan Strunk kaum noch zu
stoppen. In dieser Saison scheint sogar jede Position doppelt gut besetzt zu
sein. Variabel in der Offensive wie in der Defensive wird die HSG mit der
erstklassigen skandinavischen Achse zwischen der norwegischen Regisseurin Lene
Ege und dem schwedischen Neuzugang Anna Carlsson im Rückraum wieder regelmäßig
für Furore sorgen.
„Ich habe ein gutes Gefühl. Vieles hat schon auf Anhieb sehr ordentlich
geklappt“, strahlte Anna Carlsson, nachdem sie mit ihrem siebten Treffer den
Schlusspunkt unter einen vielversprechenden Einstand gesetzt hatte. In einer
Mannschaft ohne Schwachpunkte, ragten neben dem kongenialen Duo Ege/Carlsson
die beiden Torhüterinnen Sigrid Jungjohann (15 schwere Bälle und zwei
Siebenmeter abgewehrt) und Christine Meyer (zehn Glanzparaden sowie zwei
gehaltene Strafwürfe) heraus.
„Die erste Auszeit habe ich noch genommen, um die taktische Einstellung etwas
zu justieren. Die zweite lediglich, um meiner Mannschaft eine kleine
Verschnaufpause zu gönnen“, freute sich Jan Strunk über einen noch stärkeren
Auftakt als im Vorjahr (32:15 gegen den Eidelstedter SV) und die gewonnene
Wette gegen den 1. Vorsitzenden der KSV Holstein, Dr. Sven Jacob, der die
Krabben nach ihrem köstlichen Aperitif höchstpersönlich bei Kassler in
Blätterteig und kalten Getränken beköstigte.
HSG:
Meyer,
Jungjohann – Carlsson 7, Ege 8, Gronau, Hansen 1, Köhn 5/3, Maukel 4, Metz 2,
Schulz 2, Thoma 4, Ziegler 3
„Vorbericht
Kieler Nachrichten vom 14.9.02“
Das sportliche Ungleichgewicht der Kräfte im Kieler Derby zwischen
dem Aufsteiger SV Friedrichsort und dem Vizemeister HSG Holstein Kiel /
Kronshagen scheint klar zu Gunsten der Krabben verteilt.
Trotzdem könnte es zum Saisonauftakt in der Handball Regionalliga der Frauen
heute (Sonnabend) um 16.45 Uhr in der Halle der Integrierten Gesamtschule
spielerisch durchaus kurzweilig und kämpferisch knackig werden.
„In jedem Spiel ist eine Überraschung drin, und außerdem haben Derbys
bekanntlich ihre eigenen Gesetze", fiebert die SVF-Trainerin Brigitte
Franz zusammen mit ihrer in Bestbesetzung antretenden Truppe sowie den eingefleischten
Friedrichsorter Fans der perfekten Punktspielpremiere entgegen:
„Wir können befreit auftrumpfen und an Rückendeckung wird es nicht
mangeln."
HSG-Erfolgsgarant Jan Strunk hält dagegen: „Ein bisschen Rambazamba in der
Halle ist nie verkehrt, aber wir fürchten uns nicht vor den
Friedrichsorterinnen."
Kleinere Sorgen bereitet Jan Strunk nur die Einsatzfähigkeit von Diana Köhn
(Rückenprobleme), Franziska Ziegler (Fußverletzung) sowie Meike Gronau
(Schulterblessur) und eine interne Wette mit dem Ersten Vorsitzenden der KSV
Holstein, Sven Jacob:
„Es geht darum, wer den ersten Holstein-Sieg der Saison holt. Die
Handballerinnen oder die Fußballer."
Saisonvorbericht:
„Kieler Nachrichten vom 11.9.02“
Aufsteiger
Friedrichsort peilt Regionalliga-Klassenerhalt an - HSG Holstein will in die
Zweite Liga
Zum Saisonstart in der Regionalliga wollen die Handballerinnen der beiden
Kieler Klubs auf Touren kommen. Die Spielerinnen der HSG Holstein
Kiel/Kronshagen wollen dort anknüpfen, wo man im Vorjahr mit der
Vizemeisterschaft aufgehört hat, um die eigenen Anhänger weiterhin mit
weiblicher Raffinesse zu begeistern.
Die Friedrichsorterinnen haben sich als Aufsteiger zwar nur den Klassenerhalt
auf die Fahne geschrieben, versuchen aber ebenfalls mit Spielwitz die eigenen
Fans zu stimulieren und für die erforderliche Rückendeckung langfristig an sich
zu binden.
Bereits der Auftakt am Sonnabend um 16.45 Uhr in der Sporthalle der
Integrierten Gesamtschule verspricht den ultimativen Kick in einem
emotionsgeladenen Derby.
HSG Holstein:
Mit 13 heimischen Krabben, der Norwegerin Lene Ege sowie
"Schwedenhappen" Anna Carlsson will Holsteins Erfolgsgarant auf der
Trainerbank, Jan Strunk, leckere Handball-Kost anbieten und erneut als Hecht im
Karpfenteich für Furore und volle Punktenetze sorgen.
"Wir sind aber jetzt kein Überraschungsteam mehr. Das macht die Situation
schwieriger. Wer glaubt, eine solche Supersaison wie im Vorjahr lässt sich so
einfach wiederholen, ist ein Träumer", fischt Jan Strunk zurzeit
allerdings noch ein bisschen im Trüben.
Neben der exzellenten Regisseurin Lene Ege, die nach einigem Hin und Her bei
Holstein geblieben ist, köderte Strunk mit Anna Carlsson nun eine zweite
Spielmacherin, um die Kielerinnen für die hochkarätige Konkurrenz im
Titelrennen noch unberechenbarer zu machen.
"Wer Meister wird, will auch wirklich in die Zweite Bundesliga aufsteigen.
Da gibt es diesmal kein Geschacher", verspricht Jan Strunk zumindest in
den schönsten Fanggebieten der Regionalliga mitfischen zu wollen.
Abgänge: Katrin Gohlke (Babypause).
Kader:
Tor: Sigrid Jungjohann, Christine Meyer, Manja Wulf (SV Fortuna
Neubrandenburg).
Feld: Anna Carlsson (TuS Holtenau), Denise Dewald, Lene Ege. Meike Gronau,
Sonja Hansen, Diana Köhn, Katrin Maukel, Stefanie Metz, Annika Mordhorst,
Dajana Schulz, Ann-Christin Thoma. Franziska Ziegler.
Trainer: Jan Strunk (im zweiten Jahr).
Favoriten: SGH Rosengarten, Eidelstedter SV, SG Kisdorf/Leezen.
Zielsetzung: Platz eins bis vier.
Pokalspiel gegen Bordesholm / 7.9.02:
„Kieler Nachrichten vom 9.9.02“
Lange Zeit sah es nach einer lockeren Angelegenheit für den
Regionalligisten HSG Holstein Kiel/Kronshagen aus.
Doch am Ende wurde das Handball-Pokalspiel in der 1. DHB-Hauptrunde für die HSG
noch einmal ganz eng.
Nur mit 25:23 (17:11) behaupteten sich die Schützlinge von Jan Strunk bei der
klassentieferen SG Bordesholm/Brügge.
„Bordesholm machte heute physisch den besseren Eindruck. Wir hatten vorher
allerdings schon hart trainiert", so Strunk, bei dem sich trotzdem nie das
Gefühl einstellte, verlieren zu können.
Nachdem der komfortable HolKro-Vorsprung immer weiter schmolz, wurde es sechs
Minuten vor dem Ende dramatisch. Isabelle von Seeler (SGBB) glich zum 23:23
aus, und Franziska Ziegler musste auf die Strafbank.
Aber das Strunk-Team überstand diese Phase schadlos und kam durch Tore von
Ann-Christin Thoma und Dajana Schulz um eine Verlängerung herum.
Überschattet wurde die Partie von einer schweren Verletzung von Diana Köhn, die
nach Sturz auf das Becken vorsorglich ins Krankenhaus gefahren wurde.
HSG: Meyer, Jungjohann – Maukel 2/1, Hansen 1,
Ziegler 4, Thoma 3, Köhn 4/4, Schulz 1, Ege 6, Metz 4, Carlsson
„Holsteinischer Courier vom 9.9.02“
Die Überraschung blieb aus! Die Handballerinnen der SG
Bordesholm/Brügge verloren in der ersten Runde des DHB-Pokals gegen die
klassenhöhere SG Holstein Kiel/Kronshagen zwar mit 23:25 (11:17), boten aber
eine rundum gute Leistung.
Die Partie - die erste Halbzeit fiel mit einer 17:11-Führung klar an Holstein -
entwickelte sich erst in den zweiten 30 Minuten zu einem Pokalhit, der die etwa
70 Zuschauer in Bordesholm phasenweise von den Sitzen riss.
Dies hatte zum einen etwas mit der Einwechslung von Gaby Fortier gegen die
glücklose Ulla Bielefeldt im SGBB-Tor zu tun, zum anderen mit dem Kräfteschwund
der Gäste, die sich mitten in einem viertägigen Trainingslager befanden.
Die 39-jährige Torfrau entschärfte ein ums andere Mal die HSG-Würfe, während
ihre Teamkolleginnen vorne mehr und mehr die Lücken fanden und auch zum
Torabschluss kamen.
Als Kiels Pausenvorsprung nach zwei Tempogegenstößen von Isabelle von Seeler
dann auf 20:18 geschmolzen war (47. Min.), erkannte SGBB die Chance zur Wende.
Die im Spielaufbau glänzende Petra Birreck sowie von Seeler übernahmen die
Initiative und schafften den 23:23-Ausgleich 54.).
Holstein hatte vorne jetzt Pech mit Aluminiumtreffern.
Trotz einer Überzahlsituation kassierte SGBB dann aber das 23:24 (56.) und
hatte nun die sonst guten Schiedsrichter Homeister/Jöhnk (Gettorf) gegen sich.
Mehrere Aktionen wurden zu Gunsten der Gäste gepfiffen, die somit in der
Schlussminute mit dem 23:25 alles klar machten.
„Wir haben heute einen großen Schritt nach vom gemacht. Ärgerlich waren die
Schiedsrichterentscheidungen gegen uns", resümierte Bordesholm-Coach
Hartwig Schütt.
Gästetrainer Jan Strunk schlug in die gleiche Kerbe. „SGBB hat sich enorm
weiterentwickelt. Wir haben uns sehr schwer getan."
„KN, Holsteiner Zeitung vom 9.9.02“
Im
Handball-Pokal unterlag die SGBB mit 23:25 gegen die HSG Holstein/Kronshagen
Bordesholm (ör) Respekt
SG Bordesholm/Brügge! Es fehlte ein bisschen Glück und ein wenig Mut der beiden
Schiedsrichter, dann wäre das Frauenteam von Trainer Hartwig Schütt in die
zweite DHB-Pokalhauptrunde eingezogen. So aber stand am Ende von 60
interessanten, am Spielschluss dramatischen Minuten eine 23:25
(11:17)-Niederlage des Handball-Oberligisten gegen den Drittligisten HSG
Holstein Kiel/Kronshagen. Die spielentscheidenden Szenen aus Sicht der SG
Bordesholm/Brügge spielten sich zwischen der 54. und 59. Minute ab. Beim Stand
von 23:23 wird gegen die in der zweiten Halbzeit von den Kielerinnen überhaupt
nicht mehr zu stoppende Isabelle von Seeler ein Vorteil weggepfiffen.
Kronshagens Ann-Christin Thoma trifft zum 23:24 (56.). Anschließend bekommt
erst Monika Beisch für einen Durchbruch an den Kreis keinen Siebenmeter, ehe
ein Wackler von Silja Neu aus der parallelen Grundstellung als Schrittfehler
geahndet wurde. Nicht nur SGBB-Trainer Schütt, auch viele der 70 Zuschauer
schüttelten über diese Entscheidung den Kopf.
Das Team von Holstein, das direkt aus dem Trainingslager anreiste und am Tag
bereits fünf Stunden trainiert hatte, war in dieser Phase kräftemäßig am Ende.
Doch konnten die Kieler das Spiel für sich entscheiden. Dajana Schulz traf 30
Sekunden vor dem Ende zum 25:23 und bewahrte ihr Team vor einer Verlängerung,
in der die Bordesholmerinnen wahrscheinlich gesiegt hätten.
"Die Mannschaft hat einen großen Schritt nach vorn gemacht", lobte
Schütt sein Team. Dabei stand ihm nach den kurzfristigen krankheitsbedingten
Ausfällen seiner beiden Neuzugänge Katja Risske und Daniela Busdorf nur eine
Auswechselspielerin zur Verfügung. Aber der erfahrene SGBB-Coach verstand es
immer wieder, mit entsprechender Positionsrochade jeder Spielerin eine Pause zu
geben.
Nachteilig nur, dass sich die SGBB in der ersten Halbzeit zu viele Ballverluste
leistete und die Gäste zu einfachen Toren kamen. Auch zeigte sich die Abwehr
vor allem auf den Halbpositionen zu halbherzig. "Das haben wir nach der
Pause deutlich besser gemacht", so Schütt. Folglich gelang es, den
Rückstand, der zum Ende des ersten Spielabschnitts sechs Tore betrug, Stück für
Stück zu verkürzen. Hinten hielt die für Ulla Bielefeldt eingewechselte Gaby
Fortier, die mit der Deckung nun gut zusammenarbeitete, ihr Tor sauber. Vorne
waren Petra Birreck und von Seeler nicht mehr zu halten. Das Rückraum-Duo
nutzte die Durchbruchmöglichkeiten an den Kreis und kam über Gegenstöße zum
Erfolg.
"Trotzdem haben wir, als es hektisch wurde, den Kopf nicht verloren",
haderte Gäste-Trainer Jan Strunk eher mit dem Pech bei Pfosten und
Lattentreffern. "Sonst wäre es gar nicht mehr soweit gekommen."
Bedauerlich aus seiner Sicht, dass Diana Köhn mit einer Beckenprellung (41.)
ausschied. SGBB-Obmann und Vater Siegward Köhn wollte die Fahrt ins Krankenhaus
als Vorsichtsmaßnahme verstanden wissen.
Meldungen Vorbereitung:
„Handball-SH.de vom 23.8.02“
Einen Ausrutscher leisteten sich die Damen des Regionalligisten
HSG Holstein/Kronshagen, von vielen als Mitfavorit auf den Zweitligaaufstieg
gehandelt, am Donnerstag beim Testspiel in Bordesholm: gegen den Oberligisten
SGBB gab es eine 21:22 (11:12)-Niederlage.
Trotz sechs fehlender Spielerinnen ließ Trainer Jan Strunk keine Ausreden
gelten und sagte kurzerhand die geplanten Testspiele in Lüneburg am Wochenende
ab, um mit seinen Spielerinnen "handballerische Grundfertigkeiten" zu
üben.
"Dieses Spiel war vom Handball ungefähr so weit entfernt, wie der FC St.
Pauli von der Champions-League", so die knappe Spielanalyse des Kieler
Trainers.
„Handball-SH.de vom 19.8.02“
Die
Regionalligisten sind im Teststress: während bei den Männern Aufstiegskandidat
Stockelsdorf gegen die japanische Nationalmannschaft knapp mit 21:23 unterlag,
sicherten sich die Damen der HSG Holstein/Kronshagen den NF-Cup vor DGF
Flensborg.
Regionalligisten testeten beim NF-Cup
Traditionell überprüfen die Schleswig-Holsteinischen Regionalligisten beim
NF-Cup in Bredstedt ihre Frühform.
Im diesjährigen Finale setzten sich die Damen der HSG Holstein/Kronshagen nach
30 Minuten Spielzeit deutlich mit 16:8 gegen DGF Flensborg durch.
Die Flensburgerinnen hatten sich zuvor in der Platzierungsrunde mit 7:3 gegen
Ligakonkurrent Olympia Neumünster behauptet.
Die Neumünsteranerinnen siegten danach im B-Finale mühsam mit 5:4 gegen den
Bezirksligisten TSV Melsdorf.
„Handball-SH.de
vom 15.8.02“
Frauen-Zweitligist TSV Nord Harrislee hat am Wochenende in einem
Testspiel gegen den Regionalligisten HSG Holstein/Kronshagen eine herbe 11:40
(6:18)-Niederlage bezogen.
Gegen die stark aufspielenden Kieler "Krabben" gelangen den TSV-Damen
in 60 Minuten ganze 4 Feldtore.
Zum Glück verbleibt Mannschaft und Trainer bis zum Auftaktspiel am 14.09. gegen
SC Germania List noch knapp ein Monat um in Form zu kommen.
„Handball-SH.de vom 6.8.02“
Nach
der überragenden letzten Saison startet Frauen Regionalligist HSG
Holstein/Kronshagen unter völlig veränderten Vorzeichen in die kommende Saison:
anders als im Vorjahr wird die Konkurrenz die Krabben von Beginn an im Kampf um
die Meisterschaft auf der Rechnung haben. Auch wenn Trainer Jan Strunk
bekanntermaßen gerne tiefstapelt - in Kiel träumt man vor der Saison schon
heimlich von der 2. Liga.
Insbesondere die überraschende Wende im "Fall Ege" verstärkt den Optimismus
an der Förde: eigentlich galt der Wechsel der Norwegerin Lene Ege zum
Bundesligisten Buxtehude als sicher, doch zum Trainingsauftakt stand die
norwegische Nationalspielerin plötzlich wieder auf der Matte und soll nun mit
ihrer spielerischen Klasse auch in dieser Saison die Fäden bei der HSG ziehen.
Nach dem sie vorläufig in Norderstedt eine Wohnung bezogen hat befindet sich
jetzt auch Torwartneuzugang Manja Wulf im Training. Die 19-Jährige wechselte
vom letztjährigen Regionalliga-Vierten (und Zweitligaaufsteiger) SV
Neubrandenburg nach Kiel.
Ein weiterer Neuzugang lässt dagegen noch auf sich warten: die Schwedin Anna
Carlson (vorher TuS Holtenau) weilt noch bis Ende August in ihrer Heimat. Für
die Integration von Carlson sicherlich ein Nachteil, doch auch ihre
Erstligaerfahrung wird die HSG spielerisch voranbringen.
Auch Torhüterin Christine Meyer wird erst Ende August ins Training eingreifen.
Die 36-Jährige befindet sich zur Zeit auf Hochzeitsreise.
Während Dajana Schulz nach langer Verletzungspause wegen einer schweren
Schulterverletzung wieder erste Versuche im Training unternimmt, steht Maike
Gronau dem Team vorerst nicht zur Verfügung. Die Rückraumspielerin laboriert
ebenfalls an einer Schulterverletzung.
Auf die übrigen Spielerinnen wartet erneut eine harte Vorbereitung. Schon in
der abgelaufenen war die starke Physis einer der Trümpfe der Krabben.
Mit zahlreichen Einheiten, Testspielen und Turnierteilnahmen will Jan Strunk
seinen Damen wieder die nötige körperliche Fitness mitgeben, um in dieser
Spielzeit am Ende vielleicht ganz oben zu stehen.
"Für uns wird es deutlich schwerer, als in der letzten Saison.
Unterschätzen wird uns niemand mehr", versucht Strunk die Rolle des
Mitfavoriten etwas beiseite zu schieben. "Die anderen Vereine haben auch
nicht geschlafen und sich teilweise ausgezeichnet verstärkt. Zudem spielen
kurioserweise die drei stärksten Mannschaften der letzten Saison erneut
gegeneinander", blickt der HSG-Coach (mit einem weinen Auge?) noch mal auf
die verpasste Aufstiegschance seines Vereins zurück.
„Kieler Nachrichten vom 24.7.02“
Mit einem positiven Paukenschlag begann für die HSG Holstein
Kiel/Kronshagen am Montagabend der Saisonauftakt in der Handball-Regionalliga
der Frauen.
Pünktlich um 18.30 Uhr stattete die prominenteste Krabbe im Kader, Lene Ege,
ihrem staunenden Team beim ersten Leistungstest im Universitäts-Stadion einen
überraschenden Trainingsbesuch ab. Der guten Nachrichten nicht genug, denn auch
zukünftig wird die Norwegerin regelmäßig an den Übungseinheiten teilnehmen, da
der bereits als perfekt vermeldete Wechsel zum Bundesligisten Buxtehuder SV
geplatzt ist.
Die 26-jährige Nationalspielerin wird weiterhin beim Vizemeister der Vorsaison
im Trikot mit der Nummer 13 auf Torejagd gehen und im Rückraum Regie führen.
"Lene hat uns jetzt trotz weiterer lukrativer Angebote anderer Vereine
definitiv zugesagt. Außer Buxtehude kam für sie ohnehin nur Kiel in
Betracht", freute sich Holstein-Coach Jan Strunk darüber, dass die Krabben
auch in der kommenden Saison für handballerische Delikatessen gut sein werden,
zumal durch die Verstärkung mit Anna Carlsson vom TuS Holtenau auch ein
schmackhafter Schwedenhappen zusätzliche spielerische Impulse setzen soll.
Nur um den Neuzugang im Tor, Manja Wulf, gibt es noch kleinere
Ablösestreitigkeiten mit dem Zweitligisten SC Fortuna Neubrandenburg. Vom
bisherigen Stammpersonal der Kielerinnen müssen zurzeit Maike Gronau wegen
ihrer Schulterprobleme und Franziska Ziegler aus beruflichen Gründen zwar
kürzer treten, aber das tat der guten Stimmung beim schweißtreibenden Auftakt
überhaupt keinen Abbruch.
Kieler Woche Cup 2002
„Kieler Nachrichten vom 24.6.02“
Eigenes Handball-Turnier vor Flensburg gewonnen
Die
Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen haben nach 1981 erstmals
wieder ihr eigenes Hallen-Turnier gewonnen. Neben dem Tabellenzweiten DGF
Flensburg und dem Dritten, HSV Grimmen, sorgte auch das Oberligateam der HSG
Holstein II als Hecht im Karpfenteich der Regionalligisten für positive
Überraschungen. Aufsteiger SV Friedrichsort verpatzte dagegen als Schlusslicht
des zweitägigen sportlichen Vergleichs die Prestige-Premiere von Trainerin
Brigitte Franz.
Holsteins Handballlehrer Jan Strunk wollte den Gewinn des Cups 2002 nicht als
gutes Omen für die kommende Serie gedeutet wissen:
„Wir interpretieren diesen Turniersieg eher als passenden Schlussstrich unter
die jetzt abgelaufene Saison Glücklicherweise hat sich niemand neu verletzt,
und wenn der Kader bald wieder komplett ist, können wir ja vielleicht da
anknüpfen, wo wir aufgehört haben.“
Besonders am Sonnabend wussten die teilnehmenden Teams handballerisch zu
gefallen. Gestern mussten alle Beteiligten dem Kräfteverschleiß mit Hin- und
Rückspielen und der kurzen Kieler-Woche-Nacht ein bisschen Tribut zollen.
Auch für das Reserveteam der HSG Holstein Kiel/Kronshagen II floss der Schweiß
in hitziger Atmosphäre und heißer Halle nicht nur in den spannenden Lokalderbys
gegen die eigene erste Mannschaft oder den alten Oberliga-Rivalen in Strömen,
so dass sich Coach Jens Grabowski über einige Achtungserfolge freute: „Wir
haben uns gegen die höherklassige Konkurrenz gut verkauft. Unser Minimalziel
war es, vor Friedrichsort zu landen, und das haben wir geschafft.“
Meldung:
„Kieler Nachrichten vom 31.5.02“
Die erste perfekte Personalie für die kommende Handball-Saison
vermeldet Frauen-Regionalligist HSG Holstein Kiel / Kronshagen.
Mit dem "Schwedenhappen" Anna Carlsson haben die "Krabben"
einen dicken Fisch bereits an der Angel. Die skandinavische Erstligaspielerin
und Freundin des THW-Torwarts Matthias Andersson wechselt vom Oberligisten TuS
Holtenau zum Vizemeister.
Mit dem Torwarttalent Manja Wulf hängt ein weiterer Neuzugang am Holstein-Haken.
Die 19-jährige vom Zweitliga-Aufsteiger Fortuna Neubrandenburg hat ebenfalls
großes Interesse bekundet, um in Schleswig-Holstein beruflich und sportlich ihr
Glück zu suchen.
Reine Formsache scheint auch die Weiterverpflichtung von HSG-Trainer Jan Strunk
zu sein.
Der Erfolgsgarant hatte seinen auslaufenden Vertrag fristgerecht gekündigt, um
im Falle eines Aufstiegs neue Konditionen auszuhandeln.
"Im Grundsatz wurde Einigung erzielt. Meine mündliche Zusage steht",
freut sich Jan Strunk auf die Fortsetzung seiner Arbeit. rok