Presseberichte HSG 1.Frauen

Saison 2001/02

 

Rückrunde

 

Meldungen:

 

„Handball-SH.de vom 15.5.01“

Kiel und Kisdorf verzichten auf Zweite Liga

 

"Wenn Drei nicht wollen oder dürfen, so freut sich der Vierte" - so oder ähnlich könnte man nach der Frauen-Regionalligasaison die Aufstiegsregelung zur 2. Bundesliga umschreiben.

Der sportliche Meister und eigentliche Aufsteiger SG Harburg hat für die 2 Liga beim DHB keine Lizenz beantragt, geht doch die Damen-Mannschaft zur neuen Saison in die neue SG Rosengarten über, die dann allerdings dem Regionalverband Nord angehören wird.
Dieser SG Rosengarten wurde vom DHB die Zweitligalizenz verweigert.

Folglich hätte die HSG Holstein/Kronshagen als Vizemeister Anspruch auf den Aufstiegsplatz, doch den HSG-Verantwortlichen schien das finanzielle Risiko zu groß. Auch wenn die HSG in der kommenden Spielzeit auf Regisseurin Lene Ege, die nach Buxtehude wechselt, verzichten muss, hätte Trainer Jan Strunk die sportliche Herausforderung gerne angenommen.
Nach den Kielerinnen hätte jetzt die SG Kisdorf/Leezen die Chance auf den Aufstieg gehabt, doch auch der Tabellendritte wird auf das Abenteuer 2. Liga verzichten.
So kommt nun, sportlich sicherlich fraglich, der Viertplazierte der regulären Saison, Fortuna Neubrandenburg, in den Genuss des Aufstiegs.

 

 

„Kieler Nachrichten vom 13.5.01“

HSG Holstein verzichtet auf Zweitliga-Aufstieg

 

Handball-Regionalligist HSG Holstein Kiel / Kronshagen hat es versäumt, eine große sportliche Chance beim Schopfe zu packen, um nach dreijähriger Abstinenz wieder in die Zweite Bundesliga Gruppe Nord der Frauen zurückzukehren.

Nachdem die SG Harburg als Regionalliga-Meister keine Lizenz für die Zweite Liga beim Deutschen Handball Bund beantragt hatte, wurde ein entsprechender Antrag der SG Rosengarten - unter diesem Vereinsnamen startet die
Spielgemeinschaft in der kommenden Saison - vom Frauen-Ligaausschuss einstimmig als unzulässig verworfen.

„Natürlich sind wir nicht erfreut, dass der Meister sein Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen kann, aber die SG Rosengarten hat nie in der Regionalliga gespielt", begründete der Lizenzausschussvorsitzende, Harald Wallbaum.

Folgerichtig hätte die HSG Holstein als Vizemeister von dieser Situation profitieren können. Aber es lag bis Mitte April kein finanzielles Konzept für den Fall der Fälle vor.

Als die Anfrage des DHB und die Probleme der SG Harburg publik wurden, schaltete sich zwar der Vorstand von Holstein Kiel in die Planungen ein, konnte aber innerhalb von 72 Stunden keine Wunder bewirken. „Wir hätten immerhin die persönliche Zusage des Vorstandes für die erforderliche Bürgschaft sowie weitere Sponsorengelder, die den Gesamtverein nicht belasten, zugesichert", erklärte der erste Vorsitzende, Sven Jacob.

Dass das finanzielle und sportliche Abenteuer trotzdem vorzeitig scheiterte, lag letztlich am zaudernden Vorstand der HSG sowie den Vorbehalten des Fördervereins:

„Das Risiko war einfach zu groß und die Kosten in der Kürze der Zeit kaum kalkulierbar. In Zukunft wollen wir uns früher kümmern, um Mittel und Wege zu finden", sagte Klaus Rohde als HSG-Vorsitzender.

Der Trainer der Krabben, Jan Strunk, meinte: „Das war eine sehr gute Gelegenheit. Wir hätten die sportliche Herausforderung angenommen."

Da auch der Tabellendritte SG Kisdorf/Leezen verzichtet hat, kommt nun Fortuna Neubrandenburg zu Zweitliga-Ehren.
Immerhin eine Kielerin genießt zukünftig sportliche Professionalität. Die norwegische Regisseurin Lene Ege ist sich über einen Wechsel zum Bundesligisten Buxtehude einig.

 

 

„Handball-World.com vom 13.5.01“

Verwirrung um Staffeleinteilung in der 2. BL Nord

 

Laut einer dpa-Meldung darf der RL-Nordost-Meister SG Harburg nicht in die 2. BL aufsteigen. Dafür würde dann der 4. der Nordost-Staffel Fortuna Neubrandenburg aufsteigen, da der Zweite Kiel/Kronshagen und Dritte Kisdorf/Leezen verzichteten.

Der Vierte der Regionalliga Nordost der Frauen, der SV Fortuna 50 Neubrandenburg, steigt nach einem Beschluss des DHB in die Zweite Liga auf. Der eigentliche Meister dieser Staffel, die SG Harburg, verzichtet auf Leistungssport und wechselt mit dem Kader und dem Trainerstab zur niedersächsichen SGH Rosengarten (wir berichteten).

Am Freitagabend hat der DHB nun entschieden, dass Rosengarten nicht aufsteigen darf, weil ein solcher Wechsel vom NOHV zum NHV in der Zweiten Liga nicht rechtens sei.

Die SGH Rosengarten spielt damit in der kommenden Saison in der Regionalliga Nord (bisher: 2.Bezirksklasse!), während durch den Verzicht der SG Harburg in der Regionalliga Nordost ein Platz frei wird. Kurioserweise verzichtete sowohl der Zweite als auch der Dritte der Regionalliga Nordost auf den Aufstieg.

Die HSG Holstein Kiel-Kronshagen (Vizemeister der Regionalliga Nordost) wird vermutlich ihre Spielmacherin Lene Ege zum Challenge-Cup-Finalisten Buxtehuder SV abgeben und sieht sich auch in finanzieller Hinsicht nicht in der Lage, in der Zweiten Liga zu bestehen. Auch die drittplatzierte SG Kisdorf-Leezen verzichtet auf einen Aufstieg.

Somit ist Fortuna (Neubrandenburg) im Glück, als Vierter aufsteigen zu dürfen - und das mit nur 33:19 Punkten in der abgelaufenen Spielserie. "Wir reden schon seit Jahren davon, in die zweite Bundesliga aufzusteigen. Deshalb sollten wir diese Chance jetzt auch nutzen. Damit haben die vielen Talente in unserem Verein eine sportliche Perspektive", erklärte SV-Trainer Levold. Ob der 42-Jährige selbst als Trainer für diese Aufgabe zur Verfügung steht, ließ er offen. Sportlich hält der Neubrandenburger Coach die Aufgabe für durchaus lösbar und sieht seine Mannschaft nicht als Kanonenfutter. "Wir haben in vielen Spielen in der Regionalliga nachgewiesen, dass die Mannschaft das Niveau für die zweite Liga hat. Was uns noch fehlt, ist die Konstanz", meinte er. Trotzdem will sich Levold nach geeigneten Verstärkungen für die Mannschaft umsehen.

 

 

 

Punktspiel gegen TSV Travemünde / 4.5.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 6.5.02“

Wird die Ananas zur Aufstiegsfrucht?

"Krabben" könnten vom SG-Rückzug profitieren
28:18-Sieg zum Saisonabschluß gegen Travemünde


Die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen beendeten die Saison 2001/2002 in der Regionalliga der Frauen so, wie sie gestartet waren, mit einem überzeugenden Kantersieg.

Beim 28:18 (14:8)-Triumph in eigener Halle über den Tabellenfünften TSV Travemünde zeigten die „Krabben" den mehr als 200 begeisterten Zuschauern noch einmal Spielwitz und kämpferische Leidenschaft pur und wurden nach dem Schlusspfiff zurecht von den Fans mit Standing Ovations gefeiert.

„Heute hat man noch einmal gesehen, warum wir mit nur elf Minuspunkten Vize-Meister geworden sind", zollte HSG-Trainer Jan Strunk seiner Mannschaft höchsten Respekt.

Die überreichte ihrem Erfolgsgaranten als Geste der Anerkennung eine goldene Ananas zur vorläufigen Krönung, nicht ahnend, dass diese Frucht der monatelangen harten Arbeit zu vorgerückter Feierstunde noch symbolische Bedeutung erlangen sollte.

Erst später wurde nämlich nicht nur die Nachricht vom Titelgewinn der SG Harburg beim HSV Grimmen bestätigt, sondern auch eine offizielle Anfrage des Deutschen Handball Bundes bekannt, ob die HSG Holstein Kiel/Kronshagen für den Fall der Fälle, dass die Hamburgerinnen auf den Aufstieg verzichten würden, als Nachrücker das Startrecht für die Zweite Bundesliga in Anspruch nehmen könnten.

„Wenn das wirklich stimmt, schicke ich die goldene Ananas meinem Harburger Trainerkollegen Gerd Lawrenz. Natürlich müssen wir uns jetzt selbst unsere Gedanken machen", reagierte Jan Strunk prompt positiv auf die schon länger in der Handball-Szene kursierenden Gerüchte aus der Hansestadt.

Der Meldeschluss für dieses Aufstiegs-Abenteuer in die Zweite Bundesliga wäre allerdings schon der kommende Freitag.

Natürlich müsste nach den Spielerinnen nun auch die HSG finanziell an ihre Leistungsgrenze gehen, aber nachdem es die „Krabben" in der ganzen Saison erfolgreich auf dem Parkett praktiziert haben, dass der Wille Berge versetzt sollte man diese Chance auch beim Schöpfe packen.

HSG: Jungjohann, Meyer - Ege(7/2), Gronau (l), Hansen (3), Köhn (2), Maukel (6), Metz (2), Mordhorst, Thoma (6), Rathjen (l),

 

 

„Travemünde-Handball.de vom 5.5.02“

Chancenlos gegen Holstein Kiel

 

Am letzten Spieltag der Regionalliga Nord-Ost kassierte das Team um Coach Thomas Kruse eine 28 : 18 (14 : 8) Niederlage gegen Holstein Kiel.

Zu verschlafen agierte die Mannschaft in den ersten 10 Minuten, so dass man schnell mit 9 : 2 ins Hintertreffen geriet. Egal welche Deckungsformation gespielt wurde, Kiel wirkte wacher und nutzte seine Chancen konsequent. Diverse Unsicherheiten im Aufbauspiel wurden von dem Gastgeber mit einem gezielten Konterspiel bestraft und man ging mit einem 14 : 8 Rückstand in die Halbzeit.

Aus den Kabinen heraus präsentierte sich Travemünde sicherer und spielte konsequenter im Angriff. Das 16 : 13 in der 40. Minute ließ noch einmal Hoffnung aufkommen ehe dann vier verworfene 7-Meter und eine nur durchschnittliche Mannschaftsleistung ausschlaggebende Punkte für eine deutliche 28 : 18 Niederlage waren.
Einziger Wehrmutstropfen im Spiel um die "goldene Ananas" ist, dass Travemünde nun nicht mehr die beste Abwehr der Liga stellt, sondern der direkte Konkurrent aus Neubrandenburg sich diesen Titel einstreichen kann.

Auch wenn die Mannschaft sicherlich gerne die Saison mit einem weiteren Sieg abgeschlossen hätte, bleibt jedoch eine Menge Stolz übrig. Als Rückrundenmeister und 5. der Regionalliga Nord-Ost hat man in diesem Jahr alle Erwartungen übertroffen. Den Zuschauern wurde im vergangenen Jahr teilweise schönster Handballsport gezeigt, so dass man sich auf eine neue Saison in Travemünde freuen kann.

Die Mannschaft fliegt nun für 7 Tage auf die Sonneninsel Mallorca, um sich von den Strapazen zu erholen und die erfolgreiche Saison zu feiern. Danach wird das Mannschaftstraining wieder aufgenommen und die Saison erst mit dem Beachhandball-Turnier am Travemünder Strand (08. + 09.06.02) offiziell für beendet erklärt.

 

 

 

„Vorbericht Kieler Nachrichten vom 4.5.02“

"Krabben" feiern ihre Vize-Party

 

Die Plakate mit der Ankündigung zu den Feierlichkeiten der
Vize-Meisterschaft der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga der Frauen mit den Fans sind längst gedruckt und die Planungen für die Party auf dem Parkett nach dem Saisonfinale heute gegen den TSV Travemünde (16.30 Uhr, Schulzentrum am Suchsdorfer Weg) laufen auf Hochtouren, doch HSG-Trainer Jan Strunk glaubt noch bis zur letzten Sekunde an die theoretische Titelchance. „Ich wünsche mir einen Sieg mit drei Toren Vorsprung. Sollte die SG Harburg beim Schlusslicht HSV Grimmen wirklich straucheln, würde dieses Resultat rechnerisch für uns reichen."

Diesen Traum gegen die beste Mannschaft der Rückrunde zu realisieren wird schon schwer genug, aber gefeiert wird nach einem überaus erfolgreichen „Krabben-Jahr" auf alle Fälle. Ein Abschiedsgeschenk gibt's für Katrin Gohlke, die bis zu ihrer Schwangerschaft in der Hinrunde als Torgarant glänzte und beruflich vom Bundesgrenzschutz nach Cuxhaven versetzt wurde.

 

 

 

Punktspiel gegen Fort. Neubrandenburg / 27.4.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 27.4.02“

"Krabben" nur 13:20 - Titelrennen verloren

HSG-Trainer Strunk: „Müssen uns als Vizemeister nicht verstecken“

Die Frauen der HSG Holstein Kiel / Kronshagen haben das Rennen um den Titel in der Handball-Regionalliga so gut wie verloren. Bei der 13:20 (6:10) Niederlage in Neubrandenburg kamen die „Krabben“ am vorletzten Spieltag der Saison sportlich böse unter die Räder und mussten Tabellenführung wieder an die SG Harburg abgeben.

Die Hanseatinnen setzten sich im Hamburger-Derby gegen Wandsbek mit 29:14 durch und haben vor dem Finale nicht nur zwei Zähler Vorsprung vor den Kielerinnen, sondern nun sogar das um drei Treffer bessere Torverhältnis.
Dass die Harburgerinnen beim sieglosen Schlusslicht HSV Grimmen noch einmal in letzter Sekunde stolpern könnten, halten wohl selbst die größten Kieler Optimisten für ein Meisterschafts-Märchen.

„Wir gratulieren Harburg herzlich zum Titel. Rein rechnerisch ist immer noch etwas möglich, aber die Hamburgerinnen sind ja nicht Leverkusen und als Vizemeister haben wir keinen Grund uns zu verstecken“, hatte HSG-Trainer Jan Strunk seinen Humor nach der ersten Enttäuschung über die schlappe Vorstellung schnell wieder gefunden.

Ohne Regisseurin Lene Ege (private Gründe) und Ersatzspielmacberin Dajana Schulz (Schultereckgelenksverletzung) blieb bei den Holsteinerinnen handballerisch vieles Stückwerk. Katrin Maukel, Diana Köhn sowie Sonja Hansen mühten sich zwar nach Kräften, aber da Meike Gronau und Ann-Christin Thoma auf beiden Halbpositionen nur ein torloses Streichergebnls ablieferten und auch das Spiel über Außen sträflich vernachlässigt wurde, drohte beim Stand von 10:20 (50.) sogar ein noch schlimmeres Debakel.

Nach Spuren der Resignation leitete erst die Auszeit von Jan Strunk das viel zu späte Aufbäumen der Krabben ein und rettete zumindest noch ein bisschen die Contenance des enttäuschten Handballlehrers: „Heute hat man gesehen, warum wir am Ende der Saison nicht ganz oben in der Tabelle stehen.“

HSG: Jungjohann, Meyer - Gronau, Hansen (2), Köhn (4/4), Maukel (6), Metz, Thoma, Ziegler, Rathjen, Haas (1).

 

 

 

Punktspiel gegen TH Eilbeck / 13.4.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 15.4.02“

„Joker“ sicherten den Sieg

HSG HoIKro hat wieder Chancen auf den Titel

Aller guten Dinge sind drei. Zumindest was für die HSG Holstein Kiel / Kronshagen die Begegnungen in dieser Saison der Handball-Regionalliga gegen den TH Eilbeck angeht.

Nach Hinspielerfolg und Pokalsieg folgte im dritten Anlauf ein 19:18 (10:6)-Zittersieg, der den Frauen von Trainer Jan Strunk die Vizemeisterschaft sicherte.
Nach dem gestrigen Punktverlust der SG Harburg in Kisdorf haben die "Krabben" als Tabellenführer sogar wieder eine Hand am Titelgewinn.

Allerdings ließen die stark ersatzgeschwächten Kielerinnen (ohne Kathrin Gohlke, Lene Ege, Annika Mordhorst und Sonja Hansen) ihre Verantwortlichen lange bangen.
Nach einer relativ souveränen ersten Halbzeit ging der „Akku“ immer mehr zur Neige. Die Abwehr war sich im offensiven 5:0+1-Verbund nicht immer einig. Die Freiräume nutzte Kati Timme mit sechs Toren im zweiten Abschnitt.

Erst als Strunk die Abwehr auf 6:0 umstellte und Sigrid Jungjohann für die im ersten Abschnitt starke Christine Meyer zwischen die Pfosten rückte, wurde drohendes Unheil minimiert. Aber der Ausfall von Dajana Schulz (40., Sturz auf die lädierte Schulter) war kaum zu kompensieren.
Nun agierte Ann-Christin Thoma im zentralen Rückraum, hatte bei ihren Würfen jedoch wenig Fortune. Das galt aber auch für Katrin Maukel, während Meike Gronau die nötige „Traute“ vermissen ließ.

Zum Glück hatte Strunk mit Barbara Kurth und Birgit Böckrnann zwei Joker aus der eigenen „Zweiten“ dabei. Beim 13:14 (45.) traf Böckmann nach Thorna-Zuspiel zum Ausgleich, und Kurth verwandelte einen herrenlosen Ball 33 Sekunden vor dem Abpfiff zum 19:17.

„Man muss auch ‘mal Glück haben“, atmete Strunk nach dem Schlusspfiff auf.

HSG: Meyer, Jungjohann - Maukel(4), Ziegler, Thoma (2), Köhn (7/7), Schulz (3), Gronau, Metz, Kurth (2)‚ Böckmann (1).

 

 

 

Punktspiel gegen SG Harburg / 6.4.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 8.4.02“

Meisterträume der "Krabben" ausgeträumt

Der Traum von der Meisterschaft in der Handball-Regionalliga der Frauen ist für die HSG Holstein Kiel/Kronshagen vorerst ausgeträumt.

Im Spitzenspiel unterlagen die Schützlinge von Trainer Jan Strunk vor 270 Zuschauern der SG Harburg mit 14:22 (7:7). Zu schwer wogen dabei die personellen Handicaps der Kielerinnen.

Während Spielmacherin Lene Ege nach ihrer Magenoperation nicht spielfähig war, hatten die Virus-Krankheiten bei Katrin Maukel und Franziska Ziegler doch ihre Spuren hinterlassen. Zu allem Überfluss konnte die als Aushilfe eingeplante Sylke Rathjen krankheitsbedingt nicht mitwirken. Umso überraschender dabei zunächst das Spiel der Gäste. Nach anfänglichem 1:3-Rückstand (9. Min.) zeigte die HSG, dass sie nicht zu Unrecht im Titelrennen mitspielt. Vier Tore in Folge waren ganz nach dem Geschmack der mehr als 70 mitgereisten Kieler Fans. Aber leider gelang es nicht, die Führung mit in die Pause zu nehmen.

Die überhart agierenden Harburgerinnen (vor allem Sonja Storch und Sandy Lindner) hatten bei einigen Entscheidungen der Unparteiischen das nötige Glück. "Wir können die Spielauffassung der Schiedsrichter nicht ändern, aber müssen uns darauf einstellen", sagt HSG-Coach Jan Strunk.

Das war der einzige Vorwurf, den der Trainer seinem Team machte. So rieben sich seine Spielerinnen in Zweikämpfen auf, anstatt – wie vor dem Spiel oder während der Auszeiten besprochen – Ball und Gegner laufen zu lassen. Hinzu kam das Auslassen einiger Chancen, so dass sich HSG-Torhüterin Sigrid Jungjohann in den zweiten 30 Minuten häufiger Gegenstoß laufenden Harburgerinnen gegenüber sah.

Die Vorentscheidung fiel, als sich die SGH nach dem 10:9 (40.) zunächst auf 14:12 (43.) absetzte und anschließend vier weitere Tore folgen ließ. "Wir hatten in der entscheidenden Phase nicht die spielerischen Mittel. Uns fehlte es eben auch an Kraft", so Strunk. Trotzdem wollen die Kielerinnen den Kopf nicht in den Sand stecken. "Danke an alle Fans, die uns unterstützt haben", will Strunk nun am Sonnabend zumindest die Vizemeisterschaft klarmachen. Ob im Heimspiel gegen den TH Eilbeck allerdings Sonja Hansen mitwirken kann , ist noch unklar. Die Kreisläuferin wurde nach einer Kopfblessur ins Eppendorfer Krankenhaus eingeliefert. Am Abend konnte sie die Klinik jedoch wieder verlassen.

HSG: Meyer, Jungjohann – Gronau (2), Hansen (1), Köhn (3/3), Maukel (4), Metz, Schulz (1), Thoma (3), Ziegler

 

 

 

„Vorbericht Kieler Nachrichten vom 5.4.02“

Showdown für die Kieler „Krabben“

 

In der Spitzenpartie der Handball-Regionalliga der Frauen fahren die „Krabben“ der HSG Holstein Kiel/Kronshagen morgen (19 Uhr, Bezirkssporthalle Hamburg, Kerschensteiner Straße 10) zwar als Tabellenführer zum zweitplatzierten Top-Favoriten SG Harburg, vom Titel oder gar Zweitliga-Aufstieg wagt im Team von Erfolgstrainer Jan Strunk aber noch niemand zu träumen. „Von einer Klatsche bis zu einem weiteren tollen Triumph ist alles möglich.“

Während der Fanbus der Kielerinnen auf Grund der starken Nachfrage wohl aus allen Nähten platzen wird, reist Jan Strunk schon etwas früher in die Hansestadt, um zuvor beim „Final Four“ um den DHB-Pokal dem THW Kiel kräftig die Daumen zu drücken. Vielleicht finden anschließend ja sogar einige Interessierte den kurzen Weg aus der Alsterdorfer Sporthalle zur Austragungsstätte der Krabben, um die Ambitionen der HSG Holstein beim spannungsgeladenen Showdown als Zugabe noch in Augenschein zu nehmen.

Den Heilungsprozess der angeschlagenen Holsteinerinnen hat der Handball-Hit jedenfalls beschleunigt. Franziska Ziegler steht nach sechswöchiger Zwangspause zum ersten Mal wieder im Kader und auch Katrin Maukel will nach auskurierter Krankheit wieder auf Torejagd gehen. Nur hinter der rechtzeitigen Genesung der norwegischen Regisseurin Lene Ege steht nach ihrer Magenoperation noch ein Fragezeichen.

„Körperlich sind die Rekonvaleszenten zwar im Keller, aber auch ohne optimalen Fitnessstand werden alle hochmotiviert sein“, verspricht Jan Strunk.
Die Nervenschwäche der Harburgerinnen nach drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen sollte die Kielerinnen positiv stimulieren. Für die in den Osterferien befindliche Schülerin Annika Mordhorst rückt Sylke Rathjen als willkommene Alternative aus der zweiten Mannschaft erneut ins HSG-Aufgebot.

 

 

 

„Vorbericht Kieler Nachrichten vom 3.4.02“

"Krabben"-Countdown läuft auf Hochtouren

 

Die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/ Kronshagen genossen als Spitzenreiter in der Regionalliga der Frauen zwar ein paar freie Ostertage, die Vorbereitungen auf den Saisonhöhepunkt am kommenden Sonnabend (19 Uhr, Bezirkssporthalle Hamburg, Kerschensteiner Straße 10) beim Tabellenzweiten SG Harburg laufen allerdings auf Hochtouren.

Um auf die Rückendeckung der eigenen Fans in dieser vielleicht schon vorentscheidenden Auswärtspartie in der Hansestadt nicht zu verzichten, gibt es Mitfahrgelegenheiten für Interessierte. Die Abfahrt vom Holstein-Stadion erfolgt um 16 Uhr. Reservierungen unter Telefon: 0431-67098023.

Ein Stammplatz im Bus könnte allerdings unbesetzt bleiben, denn Krabben-Regisseurin Lene Ege musste nach dem letzten 24:21-Heimsieg über Olympia Neumünster mit Magenschmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert werden und wurde inzwischen bereits erfolgreich operiert. Wie lange das ärztliche Sportverbot einen Einsatz der norwegischen Ex-Nationalspielerin ausschließt, steht noch nicht fest. "Wenn Lene ausfällt, wird die Aufgabe in Harburg zwar noch schwieriger, aber wir haben in dieser Saison schon so viele personelle Hiobsbotschaften weggesteckt, das schaffen wir in den letzten vier Spielen bis zum Finale dann auch noch", so HSG-Trainer Jan Strunk trotzig.

 

 

 

Punktspiel gegen Olympia Neumünster / 24.3.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 26.3.02“

"Krabben" kriechen Traumziel entgegen

 

Während in der Handball-Regionalliga der Frauen die Spielerinnen der SG Harburg im Schlussspurt der Saison weiter schwächeln und in Eidelstedt von der Spitze stürzten, krabbeln die Kieler „Krabben“ erfolgreich auf dem Zahnfleisch dem Traumziel entgegen. Im prestigeträchtigen Landesderby gegen den MTSV Olympia Neumünster ging das letzte Aufgebot der HSG Holstein Kiel/Kronshagen kämpferisch auf dem Parkett über die Leistungsgrenze hinaus und quälte sich durch den 24:21 (14:9) Heimsieg auf Platz eins.

Dass der Wille Berge versetzt kann, bewiesen die Holsteinerinnen auch ohne Gohlke, Dewald, Maukel und Ziegler eindrucksvoll. Im Schweiße ihres Angesichts mobilisierten die Schützlinge von Trainer Jan Strunk schnörkellos die letzten Kraftreserven:
Lene Ege (Fußverletzung) agierte mit schmerzstillenden Mitteln zwar stark gehandicapt, machte aber allein durch ihre Anwesenheit Räume für ihre Nebenleute frei.

Besonders die beiden „Halben“ Ann-Christin Thoma (6 Tore)und Maike Gronau (5) leisteten im Rückraum ganze Arbeit. Diana Köhn foppte auf Linksaußen in schöner Regelmäßigkeit ihre Gegenspielerin sowie die beiden Olympia-Torhüterinnen Marion Albrecht oder Tanja Rathje. Christine Meyer stach ihre Kontrahentinnen im Kasten über 60 Minuten jedenfalls deutlich aus.

Eng wurde es nur Mitte der zweiten Halbzeit (16:10), als Holstein mit nur einer Auswechselakteurin auf der Bank dem Tempo Tribut zollen musste und die Neumünsteranerinnen die Verschnaufpause nutzten, um auf 19:18 zu verkürzen. Da sich die Gäste aber in dieser Phase durch verbale Disziplinlosigkeiten selbst doppelt dezimierten und die Kielerinnen doch noch einmal eine Schippe drauflegen konnten, endete das Derby leistungsgerecht. Allerdings fehlte den „Krabben“ beim Schlusspfiff sogar die Kraft zum Jubeln.

„Der Kieler Erfolg ist zwar durchaus verdient, aber erst die Zeitstrafen haben uns das Genick gebrochen“, gratulierte Olympia-Trainer Volker Paul seinem Pendant zur sensationellen Tabellenführung.
„Wir haben heute taktisch mit den letzten Trümpfen hoch gepokert und gewonnen. Kompliment für dieses Engagement“, entließ Jan Strunk seine erschöpften Lämmer in die 14-tägigen Osterferien.

HSG: Meyer, Jungjohann - Mordhorst, Hansen (1), Thoma (6/1), Köhn (6/2), Schulz (2), Ege (3), Gronau (5), Metz (1).

MTSV Olympia Neumünster: Albrecht, Rathje - Wildner, Reinert, Hoffmann (1), Reimers, Felkel (3), Löbau (2), Petersen (2), Dencker (6/1), Szpila (6)

 

 

 

„Holsteinischer Courier vom 26.3.02“

Olympias Moral nicht belohnt

Knappe Niederlage beim Spitzenteam HSG Holstein Kiel/Kronshagen

 

Die Überraschung ist ausgeblieben! In der Handball-Regionalliga der Frauen unterlag Olympia Neumünster beim Tabellenzweiten HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 21;24 (9:14) und kehrte ohne Punkte im Gepäck zurück in die Schwalestadt. Dabei hätte es für die Mannschaft von Trainer Volker Paul durchaus zu einem oder sogar beiden Punkten reichen können – diese Tatsache macht die Niederlage umso ärgerlicher.

 

Olympia hielt zu Beginn der Partie gut mit und schaltete HSG-Spielmacherin Lene Ege, Ehefrau des THW-Torhüters Steinar Ege, die angeschlagen in die Begegnung gegangen war und anfangs von Mareike Hoffmann und später von Katja Löbau und Kathrin Dencker kurz gedeckt wurde, fast komplett aus.

Trotzdem lief es alles andere als rund bei den Gästen, die vor allem in der Deckung die Lücken nicht schließen konnten und sich somit selbst ins Hintertreffen brachten. 9:6 stand es nach 20 Minuten für die HSG und die wenigen Zuschauer brauchten nicht das Gefühl haben, dass dieser Vorsprung gefährdet war. Das lag auch daran, dass Olympia gleich viermal in der ersten Hälfte den Ball bei einem Tempogegenstoß vertändelte und den Abstand nicht verkürzen konnte, sodass es mit einem relativ klaren 14:9 für die Gastgeberinnen in die Kabinen ging.

 

Im zweiten Spielabschnitterzielte der Aufstiegsaspirant zunächst zwei Treffer, bevor das Paul-Team endlich die Gegenstöße abschloss und selbst zu drei schnellen Toren zum 17;12 kam. Jetzt löste der Olympia-Trainer die kurze Deckung gegen Ege auf, womit die Gastgeberinnen zunächst nicht klarkamen und die Gäste zur Aufholjagd ansetzten. Je zweimal Kathrin Dencker und Andrea Petersen, die erst jetzt ins Spiel fand, sowohl Katja Löbau und Agnieszka Szpila trafen in die HSG-Maschen und plötzlich stand es 18:19 (49.).

 

Doch gerade jetzt zeigte sich das taktische Manko der Gäste. Janina Wildner schloss ein wenig überhastet ab und im direkten Gegenzug erzielte Lene Ege für ihre Farben das 20:18 (52.), auf das noch zwei weitere Treffer folgten. „Das war unser Genickbruch“, analysierte Paul im Anschluss die Partie diese Phase, ging aber auch auf die ersten dreißig Minuten ein. „Wenn wir uns in der ersten Halbzeit nicht so dusselig anstellen, gehen wir nicht als verlierer aus der Halle“, war sich der Coach sicher. Schlussendlich konnte Holstein/Kronshagen die Führung halten. Positiv war jedoch, das die Mannschaft sich nicht hängen ließ und zumindest kämpferisch überzeugte. Anlass zur Diskussion bot auch das Schiedsrichterduo aus Segeberg, das mit einigen fragwürdigen Entscheidungen auf beiden Seiten negativen Einfluss auf das Niveau hatte. Man hatte einige Male den Eindruck, die Herren in Schwarz wollten sich selbst in den Vordergrund stellen.

 

 

 

Punktspiel gegen Elmshorner MTV / 17.3.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 18.3.02“

Elmshorn "verpulte“ den Krabben eine bittere Niederlage

 

Die Krabben haben in der Handball-Regionalliga der Frauen die gute Gelegenheit nicht genutzt, um am Tabellenführer SG Harburg vorbeizuziehen. Während sich der Spitzenreiter am Sonnabend den Luxus einer 26:28-Heimniederlage gegen den TSV Travemünde leistete, strauchelte keine 24 Stunden später auch die HSG Holstein Kiel/Kronshagen am 21. Spieltag zum ersten Mal auswärts in dieser Saison mit 25:28 (10:15) beim Elmshorner MTV.

"Es gibt Tage, da passt einfach gar nichts. So viele Fehler wie heute habe ich in der ganzen Rückrunde noch nicht gesehen", traute HSG-Trainer Jan Strunk seinen Augen am schwarzen Sonntag kaum. Selbst eine Ausnahmeakteurin wie die norwegische Regisseurin Lene Ege ließ sich während der katastrophalen ersten 50 Minuten von der ungewohnten Nervosität ihrer Nebenleute anstecken und war bei einem Siebenmeter, den die Ex-Nationalspielerin sogar neben das Tor setzte, völlig von der Rolle.

Beim Stand von 17:25 musste man deshalb Böses befürchten, aber immerhin zeigten die ersatzgeschwächten Kielerinnen, bei denen mit der A-Jugendlichen Annika Mordhorst sowie Stefanie Metz nur noch zwei Feldspielerinnen auf der Einwechselbank saßen in dieser sportlichen Bredouille zumindest Charakter und ihr wahres spielerisches Gesicht. Ohne Franziska Ziegler und Katrin Maukel (Grippe) streckte sich der ohnehin kleine Kader mit dem letzten Aufgebot allerdings vergeblich. Die aufregende Aufholjagd im Schlussspurt kam zu spät. „ Ein paar Minuten länger und die Partie wäre wohl noch gekippt“, rekapitulierte Jan Strunk etwas konsterniert

HSG: Jungjohann, Meyer - Ege (7/1), Gronau (3), Hansen (2), Köhn (4/4), Metz, Mordhorst, Schulz (3), Thoma (6).

 

 

Punktspiel gegen VfL Bad Schwartau / 2.3.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 4.3.02“

Holstein-Damen sind Spitze

Tabellenführer mit 19:16 über Bad Schwartau

Die Kieler "Krabben" klopfen mit aller Macht ans Handballtor zur Zweiten Bundesliga. Während der bisherige Spitzenreiter SG Harburg mit 22:26 bei Fortuna Brandenburg strauchelte, übernahm die HSG Holstein Kiel/Kronshagen durch den 19:16 (10:10)-Sieg im Regionalliga-Landesderby gegen Bad Schwartau wieder die Tabellenführung. Spielerisch war die Vorstellung der ersatzgeschwächten Mannschaft von Trainer Jan Strunk über weite Strecken zwar nicht Zweitligareif, aber dafür trumpfte die Rumpftruppe kämpferisch erstklassig auf.

Ohne die abwesende Ausnahme-Handballerin Lene Ege, die schwangeren Katrin Gohlke und Denise Dewald sowie die verletzte Franziska Ziegler wurden die Ausfälle mit Katja Schrader und Angela Gaber aus dem Oberliga-Team kompensiert. "Ein wertvoller Sieg. Man hat wieder einmal gesehen, dass es notfalls auch ohne Lene ganz gut geht", freute sich Jan Strunk. "Von den Schmerzen spürt man nichts, wenn man siegt", zeigte die angeschlagene Dajana Schulz, deren Ermüdungsbruch im Fuß sich nur als Nervenquetschung herausgestellt hat, neben ihren Nehmerqualitäten auch in der Offensive gute Szenen als Lenkerin auf der Mittelposition.

In der 3-2-1-Deckung wusste Stefanie Metz als vorgezogener Ege-Ersatz über fast 60 Minuten zu gefallen und da Torhüterin Christine Meyer sich mit 14 abgewehrten schweren Bällen den mehr als 120 Zuschauern in toller Tagesform präsentierte und Diana Köhn auf dem linken Flügel mit sieben blitzsauberen Buden brillierte, wurden die Schwartauerinnen nach ausgeglichenem Spielverlauf in der ersten Halbzeit nach dem Seitenwechsel niedergekämpft.

HSG: Jungjohann, Meyer - Gronau (2), Hansen (3), Köhn (7/2), Maukel (1), Metz, Mordhorst, Schulz (2), Thoma (4), Schrader, Gaber

 

 

 

Punktspiel gegen MTV Herzhorn / 23.2.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 25.2.02“

22:17 -"Krabben" machten kurzen Prozess

Handball-Regionalliga: Dajana Schulz überzeugte

Die Frauen des Handball-Regionalligisten HSG Holstein Kiel/Kronshagen dürfen vor dem letzten Saisondrittel als Tabellenzweiter weiter von der Zweiten Bundesliga träumen. Nachdem die Krabben das Minimalziel Klassenerhalt längst in der Tasche haben, wurde der Punktesack durch den 22:17 (11:9)-Erfolg beim Vorletzten MTV Herzhorn erneut prall gefüllt. Die HSG hat mit 33 Pluspunkten jetzt schon mehr erreicht, als zum Bilanzabschluss des Vorjahres und ein Ende der Erfolgsstory ist, sieben Spieltage vor dem Finale noch nicht in Sicht. "Jetzt werden wir alles dafür tun, um auch das letzte mögliche Ziel vielleicht doch noch zu erreichen", sagt Jan Strunk dem Spitzenreiter SG Harburg den Kampf an.

Eine kleine Pause ist im Konzept von Jan Strunk inzwischen längst einkalkuliert, um seine Spielerinnen jeweils Mitte der ersten Halbzeit mit einer Auszeit etwas aufzumuntern. Der Weckruf wirkte auch in Herzhorn wieder Wunder, denn die Krabben konnten nach einem 7:8-Rückstand den Spieß bis zum Pausenpfiff prompt umdrehen und machten nach der zweiten Kabinenpredigt in der stärksten Phase zwischen der 40. und 50. Minute sportlich kurzen Prozess mit den nun überforderten Gastgebern.

Zu den Aktivposten bei der HSG zählte einmal mehr Dajana Schulz, die seit Wochen ihre Vielseitigkeit beweist und sowohl vom Kreis (ein Tor) als auch von Außen (zwei Treffer) Torgefährlichkeit aufblitzen ließ. Meike Gronau, zuletzt ein bisschen unter ihren Möglichkeiten, scheint das kleine Formtief überwunden zu haben. Herzhaft im Angriff und ein gutes Auge beim Anspielen ihrer Nebenleute nähren die Hoffnung auf ein Happy End im weiteren Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft.

HSG: Jungjohann, Meyer - Ege (7), Gronau (3), Hansen (1), Köhn (2), Maukel (2), Metz, Mordhorst, Schulz (3), Thoma (4)

 

 

 

 

Punktspiel gegen HSV Grimmen / 16.2.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 18.2.02“

Letztes Aufgebot willensstark

 

Kampf, Einsatz und der Wille trotz aller personeller Widrigkeiten zu gewinnen, war Trumpf beim glanzlosen 23:21 (11:9)-Arbeitssieg der HSG Holstein Kiel/Kronshagen gegen das immer noch sieglose Schlusslicht HSV Grimmen.

Ohne Regisseurin Lene Ege, Torjägerin Katrin Gohlke sowie Franziska Ziegler und Denise Dewald feierte die frühere Zweitliga-Spielerin Barbara Kurth, die es ansonsten in der zweiten Mannschaft ruhiger angehen lässt, auf Rechtsaußen ein prima Comeback. "Darauf hatte ich in meinem Alter gar nicht mehr zu hoffen gewagt", gab sie zu Protokoll. Dass die 34-Jährige kaum etwas von ihrer Klasse eingebüßt hat, bewies die konditionsstarke zweifache Mutter mit einem guten Auge in der Abwehr. Während die Gäste aus Grimmen doch häufiger durch die Mitte an den Kieler Kreis durchkamen und fast ein Dutzend Mal nur durch Siebenmeterreife Fouls am Einwurf gehindert werden konnten, brannte bei der HSG über die Flügel selten etwas an. Zum Glück hatte Christine Meyer eine sehr gute Tagesform zwischen den Pfosten erwischt und Katrin Maukel erzielte neun blitzsaubere Tore aus dem Rückraum. "Die personellen Vorraussetzungen waren ja fast irregulär. Der angeschlagene Restkader hat sich besser behauptet, als zu befürchten war. Barbara hat kurzfristig ausgeholfen und mit ihrer Routine viele Situation bereinigt", resümierte Holstein-Trainer Jan Strunk gut gelaunt.

HSG: Meyer, Jungjohann - Mordhorst, Maukel (9), Hansen, Thoma (4), Köhn (7/5), Schulz (2), Gronau (1), Kurth, Metz

 

 

 

Punktspiel gegen MTV Wandsbek 72 / 3.2.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 4.2.02“

Ein Geistesblitz reichte "Krabben" zum 19:18-Erfolg

Ann-Christin Thoma behielt in Wandsbek die Nerven

Mühsam und noch etwas müde auf den Beinen haben die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen ihre Frühsportaufgabe gestern Vormittag beim MTV Wandsbek 72 gemeistert. Ein einziger spielerischer Geistesblitz reichte dem Spitzenreiter, um durch den glücklichen 19:18 (10:9) Sieg die Tabellenführung in der Regionalliga der Frauen vor der SG Harburg zu verteidigen und auswärts in dieser Saison weiterhin ungeschlagen zu bleiben. Ann-Christin Thoma sorgte Sekunden vor der Schlusssirene für ein Happy End der Langschläferinnen.

"Für das Torverhältnis müssen wir ja nicht mehr unbedingt etwas tun", nahm HSG-Coach Jan Strunk die Zitterpartie mit Humor. Gleich zweimal musste der 34-jährige Rechtsanwalt seine Schützlinge allerdings mit Auszeiten und taktischen Winkelzügen auf die Erfolgsspur zurückbringen.

Als die Krabben nach 15 Minuten (0:3) immer noch auf ihren ersten Treffer warteten, erfolgte der erste lautere Weckruf des Handballlehrers, und als die Holsteinerinnen nach der roten Karte für Sonja Hansen (57., grobes Foulspiel) beim 17:18 die zweiminütige Unterzahl geschickt überstanden und anschließend sogar zum Ausgleich getroffen hatten, verhinderte das zweite Time Out vielleicht den 22. überhasteten Fehlversuch in der Offensive. In aller Ruhe wurde der finale Schachzug vorbereitet, Ann-Christin Thoma herrlich freigespielt und die hochmotivierten Wandsbekerinnen durch den 71. Saisontreffer der 25-jährigen Rückraumstrategin doch noch matt gesetzt.
Neben Thoma übernahm auch Katrin Maukel viel Verantwortung, als es drauf ankam.

HSG: Jungjohann, Meyer - Ege (4/1), Gronau, Hansen (1), Köhn, Maukel (5), Metz (1), Mordhorst, Schulz (2), Thoma (6), Rathjen

 

 

 

 

Punktspiel gegen SG Kisdorf-Leezen / 26.1.02:

 

 

„Kieler Nachrichten von 28.1.02“

HSG stolpert über Kisdorf und Ohnsorg-Pfeiftheater

Holstein verlor Landesderby 23:27

Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen bleibt zwar trotz einer verdienten 23:27 (11:14) Heimniederlage gegen den Favoritenschreck Nummer ein, SG Kisdorf/Leezen, Spitzenreiter in der Handball-Regionalliga der Frauen, aber die spielfreie SG Harburg hat jetzt drei Minuspunkte weniger auf dem Konto. "Jetzt hört jedenfalls das Gerede von einer möglichen Meisterschaft auf", rang HSG-Trainer Jan Strunk unmittelbar nach dem Abpfiff sichtbar nach Fassung.

Zweitligareif war das, was seine Schützlinge in der äußerst schwachen ersten Halbzeit zu bieten hatten nie. Melanie Ahrens kümmerte sich Auge in Auge um Lene Ege und engte den Radius der Regisseurin zunächst fast nur auf den Mittelkreis ein. Der Spielfluss und der Tempo-Handball der Krabben geriet völlig ins Stocken (4:11; 20.) und erst als die letzten der mehr als 200 Zuschauer ihre Parkplatzsuche vor der Tallinnhalle beendet hatten, fanden auch Holsteinerinnen nach einer Auszeit sowie einem Torwartwechsel (Meyer für Jungjohann) den richtigen Rhythmus. Innerhalb weniger Minuten löste sich die Verkrampfung bei den krabben. Ann-Christin Thoma sorgte für den Ausgleich (16:16), Lene Ege brachte ihr Team in Führung und als Katrin Maukel zum 19:16 (45.) traf, schien die heile Holstein-Welt wieder in Ordnung.

In dieser Phase sorge das Hamburger Schiedsrichtergespann Meyerfeldt/Voss für eine schon amüsant anmutende Vorstellung in bester Tradition des Ohnsorg-Theater. Willkürliche Zeitstrafen und fragwürdige Siebenmeter-Entscheidungen brachten die Kisdorferinnen erst auf die Erfolgsspur zurück. Als Heidi Kabel nicht nur das 23:23, sondern kurz darauf das 23:25 erzielte, war die Moral der Mannschaft von Jan Strunk gebrochen: "Kisdorf hat sich in Kiel sehr gut verkauft und wir waren in der Abwehr ungewohnt schwach. Aber in den entscheidenen Situationen haben nicht wir die Fehler gemacht. Was die beiden Schiedsrichter hier veranstaltet haben, kann man fast nur als Vorsatz bezeichnen."

HSG: Jungjohann, Meyer - Ege (9/4), Gronau, Hansen (2), Köhn, Maukel (7), Metz, Mordhorst, Schulz (2), Thoma (3), Ziegler

 

 

 

 

Punktspiel gegen DGF Flensborg / 19.1.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 21.1.02“

"Krabben" machten gegen DGF mächtig Dampf

 

Spitzenreiter HSG Holstein Kiel/Kronshagen verteidigte in der Handball-Regionalliga der Frauen die Tabellenführung durch einen 27:18 (12.9) Heimsieg über die DGF Flensburg.
Der vermeintliche Angstgegner aus dem hohen Norden, den die "Krabben" in der Hinrunde einen Punkt abgeknöpft hatte, war wiederum ein äußerst unbequemer Kontrahent. Erst als die Kräfte der Flensburgerinnen in der Schlussphase nachließen, setzte sich die weitaus bessere körperliche Konstitution der Erfolgstruppe von Jan Strunk standesgemäß durch.

"Wir lassen uns von niemanden bange machen und fürchten nur uns selbst", strotzt der Erfolgstrainer vor Selbstvertrauen und Stolz auf sein Team. Die Gefahr, einen Gegner zu unterschätzen, erscheint eher gering und solange Lene Ege mit Spielwitz und technischer Raffinesse glänzt, sollte die Super-Serie der Holsteinerinnen halten. Dabei verliert die norwegische Regisseurin bei allem sportlichen Ernst nie den Spaß aus dem Sinn. Ein Augenzwinkern für die überforderten Gegenspielerinnen, zum Schiedsrichtergespann oder in Richtung Ehemann Steinar auf der Tribüne ist immer drin. "Locker zu bleiben ist meine Mentalität. Wir denken noch nicht an den Titel, sondern weiter nur von Spiel zu Spiel", bleibt die Blondine auf dem Boden der Tatsachen.
In dieselbe Kerbe schlägt auch Diana Köhn, die nach der Schwangerschaft von Katrin Gohlke weitaus mehr als ein Lückenfüller für die immer noch zweitbeste Torschützin auf Linksaußen ist. Die 25-jährige Flügelflitzerin erklärt das Erfolgsrezept der Krabben: "Wir lassen alles gelassen auf uns zukommen".

HSG: Jungjohann, Meyer - Ege (9/1), Gronau (1), Hansen (2), Köhn (7/5), Maukel (2), Metz, Mordhorst, Schulz (2), Thoma (3), Ziegler (1)

 

 

 

Punktspiel gegen Eidelstedter SV / 13.1.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 14.1.02“

"Krabben" bissen sich auch in Eidelstedt durch

 

Einen Rückrundenauftakt nach Maß erlebte die HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga der Frauen. Während der bisherige Spitzenreiter SG Harburg spielfrei war und die Verfolger Kisdorf und Neumünster überraschend patzten, beeindruckten die Kieler Krabben einmal mehr durch ihre Kontinuität. Durch den 23:20 (11:8) Auswärtssieg beim Siebten Eidelstedter SV übernahm die Truppe von Jan Strunk am 14. Spieltag die Tabellenführung.
Die als Meisterschaftsmitfavorit gestarteten Hanseaten hatten ihren Kader nach einer enttäuschenden Hinrunde in den Weihnachtsferien kräftig entschlackt und traten ohne die noch nicht spielberechtigten Neuzugänge nur mit sieben Feldspielerinnen die Herausforderung gegen Holstein an. Die HSG-Abwehr hatte zwar einige Probleme mit der Regionalliga-Torschützenkönigin Dana Kretschmann, aber die Pluspunkte sammelten die Kielerinnen in der Offensive dadurch, dass die Verantwortung gleichmäßiger auf nahezu allen Schultern der eingesetzten Akteurinnen verteilt war.
In überdurchschnittlicher Tagesform stärkte zudem Torfrau Sigrid Jungjohann ihren Vorderleuten mit zahlreichen Paraden den Rücken, so dass der siebte Streich in fremder Halle ungefährdet und folgerichtig war. "Wenn es drauf an kam, konnten wir immer noch mal ein bisschen zulegen", lobte Jan Strunk sein Kollektiv, obwohl Regisseurin Lene Ege, Rückraumspielerin Katrin Maukel und Torhüterin Christine Meyer nach ihrer urlaubsbedingten mehrwöchigen Trainingspause sogar ohne Wettkampfpraxis in die Partie gegangen waren.

HSG: Jungjohann, Meyer - Ege (7/1), Gronau (2), Hansen (2/2), Köhn (1/1), Maukel (2), Metz (1), Mordhorst, Schulz (3), Thoma (4), Ziegler (1)

 

 

Pokalspiel gegen TH Eilbeck / 5.1.02:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 7.1.02“

Sonja Hansen ließ Holstein aufatmen

Nach dem 20:18 gegen Eilbeck im DHB-Pokal

Die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen haben sich für den DHB-Pokal 2002/2003 qualifiziert. Beim etwas mühsamen 20:18 (9:10)Heimerfolg über den Regionalliga-Konkurrenten TH Eilbeck standen sich die „Krabben“ allerdings lange Zeit selbst im Weg.
Von 13 Siebenmetern konnten nur sechs Strafwürfe ins hanseatische Netz gesetzt werden. Erst Teamkapitän Sonja Hansen sorgte bei der effektiven Ausführung der Standardsituationen mit ihrer Nervenstärke zusammen mit den sehenswerten Treffern von Dajana Schulz im Schlussspurt für die spielentscheidenden Tore.

„Großer Sport war heute auch nicht zu erwarten“, beschied sich HSG-Trainer Jan Strunk mit dem geglückten Auftakt in das Jahr 2002. Ohne Torfrau Christine Meyer, Katrin Maukel, Katrin Gohlke und vor allem Lene Ege mussten immerhin vier Leistungsträgerinnen ersetzt werden.

In der offensiven 3-2-1-Deckung verdiente sich Stefanie Metz als Ege-Ersatz zwar eine gute Note, aber im Angriff konnte Diana Köhn den Ausfall der norwegischen Regisseurin erwartungsgemäß nicht adäquat ersetzen. Auch das 17-jährige Eigengewächs aus der Jugend, Annika Mordhorst, setzte auf dieser Position kaum Akzente.

Als das Spiel auf Grund der Siebenmeterschwäche selbst Mitte der zweiten Halbzeit noch auf des Messers Schneide (15:15) stand, trieben der trommelnde Fanclub auf der Tribüne und die vorbildliche Leistung von Kreisläuferin Sonja Hansen Holstein zum richtigen Rhythmus auf dem Parkett. Die torgefährlichste Offensivkraft Ann-Christin Thoma rackerte unermüdlich bis zu ihrer roten Karte (dritte Zeitstrafe, 56. Minute), und so führte der kollektive Zwischenspurt die Kielerinnen letztlich doch noch auf die Erfolgsspur zurück.

HSG: Siedenburg, Jungjohann - Gronau (1), Hansen (5/2), Köhn (2/1), Metz (1), Mordhorst, Schulz (3), Thoma (7/3), Ziegler (1)

 

 

 

 

Hinrunde

 

 

Punktspiel gegen TSV Travemünde / 23.12.01:

 

„Kieler Nachrichten vom 24.12.01“

Travemünde endlich eine Reise wert

HSG Holstein durchbrach den Negativ-Nimbus beim 24:18

Die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen haben ihre gute Ausgangsposition zum Abschluss der Hinrunde in der Regionalliga der Frauen beim TSV Travemünde nicht verzockt.

Während die Verfolger der Krabben einmal mehr strauchelten, bleiben die Schützlinge von Jan Strunk Spitzenreiter SG Harburg ganz dicht auf den Fersen. Bei der mit 18:24 (9:11) bisher höchsten Heimniederlage des TSV sollten sich die Befürchtungen einer bösen Bescherung der Holsteinerinnen am Tag vor Heiligabend nicht bewahrheiten.

"Man muss in Travemünde offensichtlich doch nicht nur verlieren", brach Jan Strunk mit der schlechten Tradition der Vorjahre. Solange die Kräfte der Gastgeberinnen reichten, gestalteten sie die Partie bis zur 40. Minute (14:14) zwar offen, aber als Folge einer belebenden Kieler Auszeit spielte der Tabellenzweite seine physischen Vorteile aus. Nach dem energischen Zwischenspurt (23:14) gönnte der Handballlehrer seinen Leistungsträgerinnen in der Schlussphase sogar noch einige Verschnaufpausen und den Nachwuchstalenten die Möglichkeit Wettkampfpraxis zu sammeln. Die 20-jährige Stefanie Metz nutzte ihre Chance auf Linksaußen mit einigen fintenreichen Aktionen und auch die "kleinste Krabbe" Annika Mordhorst (17 Lenze) hatte noch Anteil am sechsten Auswärtssieg.

"Optimal wäre für den bisherigen Saisonverlauf fast schon untertrieben. Was meine Mannschaft in der Hinrunde geleistet hat, ist schon eher beängstigend", zog Jan Strunk mit nur drei Minuspunkten auf dem Konto eine zauberhafte Bilanz.

HSG: Jungjohann, Meyer - Ege (4), Gronau, Hansen (3), Köhn (7/6), Maukel (3), Metz (2), Mordhorst, Schulz (2), Thoma (2), Ziegler (1)

 

 

 

Punktspiel gegen Fort. Neubrandenburg / 8.12.01:

 

„Kieler Nachrichten vom 10.12.01“

"Krabben" boten Hausmannskost

Keine Gefahr beim 26:20 gegen Neubrandenburg

Handballerischen Hochgenuss hatten die Kieler Krabben in dieser Saison schon häufiger aus dem Hut gezaubert. Beim nie gefährdeten 26:20 (16:10)-Heimsieg der HSG Holstein Kiel/Kronshagen über den SV Fortuna Brandenburg verabschiedete sich die erfolgshungrige Truppe von Jan Strunk allerdings mit Hausmannskost von ihren treuen Fans.

Nur vor dem Anwurf prasselte reichlich Naschwerk auf die knapp 100 Zuschauer als nachträgliches Nikolaus-Geschenk nieder.

Die sportliche Wundertüte brauchten die Kielerinnen gegen die biederen Neubrandenburgerinnen nicht zu öffnen, um den prallen Punktesack mit zwei weiteren Zählern zu füllen. "Natürlich sind alle mit der Zeit etwas verwöhnt. Es gibt aber überhaupt keinen Grund unzufrieden zu sein, auch wenn wir uns in der Offensive seit drei Spielen etwas schwerer tun. Die Hinrunde verlief nun wirklich ganz hervorragend", wollte Jan Strunk die phasenweise Quälerei mit dem Ball nicht dramatisiert wissen. Verausgaben sollten sich seine Spielerinnen nie, um den sicheren Vorsprung seelenruhig über die Zeit zu schaukeln.

Ann-Christin Thoma und Katrin Maukel legten immer dann aus dem Rückraum eine Schippe drauf, wenn es Not tat und durften sich bei Arbeitsbiene Sonja Hansen bedanken, die emsig am Kreis Räume frei sperrte und selbst zweimal traf. "Bei uns arbeitet jeder für den anderen. Ich freue mich, wenn ich meinen Teil beitragen kann, dass wir weiter oben mitspielen", bleibt die 24-jährige "Wühlerin" bescheiden.

Der Teamgeist der Holsteinerinnen scheint die Geheimwaffe des Tabellenzweiten zu sein. "Die Zuschauer haben eine größere Erwartungshaltung als wir an uns selbst. Die Mannschaft ist auf einem guten Weg und jetzt feiern wir schon in der Hinrunde eine Nichtabstiegsparty", will auch Torhüterin Sigrid Jungjobann die Feste so feiern wie sie halt bei den Krabben vom Himmel fallen.

HSG: Jungjohann, Meyer - Ege (4/4), Gronau (1), Hansen (2), Köhn (3), Maukel (4), Metz (1), Mordhorst, Schulz (2), Thoma (7), Ziegler (2)

 

 

 

Punktspiel gegen TH Eilbeck / 2.12.01:

 

„Kieler Nachrichten vom 3.12.01“

Flügelzange der "Krabben" schnappte in Eilbeck zu

 

Eine vorweihnachtliche Bescherung gab es am ersten Advent in der Handball-Regionalliga der Frauen für die HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Während Spitzenreiter SG Marburg zum ersten Mal in dieser Saison Schwächen offenbarte und vor eigenem Publikum gegen Kisdorf strauchelte, konnten sich die Krabben mit 24:13 (13:6) beim TH Eilbeck schadlos halten und sind nach dem elften Spieltag wieder bis auf einen Punkt dran an dem Tabellenführer.

"Schön, dass es so spannend bleibt. Ich hätte allerdings auch nicht gedacht, dass es für uns in Eilbeck so einfach wird", schnalzte HSG-Trainer Jan Strunk doppelt zufrieden mit der Zunge.

Vom jüngsten Aufwärtstrend der Hamburgerinnen war jedenfalls nur 15 Minuten etwas zu spüren (6:7), dann sorgte die Auszeit des Kieler Handballlehrers für einen sanften Weckruf und fortan bissen sich die Gastgeber an der nun aufmerksamen Deckung sowie der guten Sigrid Jungjohann im Holstein-Tor die Zähne aus.

Viermal wurde die harmlosen Eilbeckerinnen sogar zu abgepfiffenen Zeitspielen gezwungen, doch der eigene Angriff der Kielerinnen kam ebenfalls nur etwas mühsam auf Touren.

"In der Offensive waren wir leider nicht 100-prozentig bei der Sache. Das, was die Abwehr abgefangen hat, wurde im Angriff oft unkonzentriert verworfen", fand Jan Strunk doch noch ein Haar in der Siegersuppe.

Zufrieden durfte er immerhin uneingeschränkt mit der Flügelzange seiner Krabben sein. Linksaußen Diana Köhn verwandelte auf der Stammposition der weiterhin mit Knieproblemen fehlenden Katrin Gohlke nicht nur fünf von sechs Siebenmetern sicher, sondern war mit acht Toren sogar erfolgreichste Werferin ihres Teams. Rechtsaußen Franziska Ziegler sorgte mit vier blitzsauberen Treffern ebenfalls dafür dass der Auswärtssieg nie in Gefahr geriet.

In der gemütlichen Schlussphase konnte sich Jan Strunk sogar den Luxus erlauben, etwas zu experimentieren und mit allen Spielerinnen von der Einwechselbank zu rotieren.

HSG: Jungjohann, Meyer - Ege (4), Gronau, Hansen (2), Köhn (8/5), Maukel (3), Metz, Mordhorst, Schulz, Thoma (3), Ziegler (4)

 

 

 

Punktspiel gegen SG Harburg / 24.11.01:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 26.11.01“

Storch biss gegen die Krabben zu

Erste Saisonniederlage für HSG HolKro

Spielerisch hochklassigen Ansprüchen genügte der Handball-Hit in der Regionalliga der Frauen vor 230 zahlenden Zuschauern zwischen dem Tabellenzweiten HSG Holstein Kiel/Kronshagen und dem Spitzenreiter SG Harburg zwar nicht, die Spannung war allerdings bei der 20:23 (8:10)-Heimschlappe und ersten Saisonniederlage der ”Krabben” nicht zu steigern. Ausgerechnet eine Spielerin namens Sonja Storch biss in den letzten 120 Sekunden zweimal zu und sorgte für ausgelassenen Jubel bei den Harburgerinnen, während bei den Kielerinnen nach dem Abpfiff doch ein paar Tränen der Enttäuschung kullerten.

Angefangen hatte es mit zittrigen Fingern bei den Holsteinerinnen. Bis zur 20. Minute (4:9) bot die HSG Fehlpass-Festival. Die Fang-, Fuß- und technischen Fehler waren kaum zu zählen, und die Chancenverwertung gegen die gute SG-Torfrau Andrea Kehl war selbst vom Siebenmeterpunkt kläglich. Erst eine Auszeit von Jan Strunk beendete den Krampf. ”Eigentlich wollten wir fortan auf Harakiri-Aktionen verzichten. Wer aber so viele Fehler macht und Chancen vergibt, darf sich nicht wundern. Die hohe Erwartungshaltung ist jedenfalls erst einmal weg, und das Team steht da; wo es realistisch hingehört.” Ohne Kathrin Gohlke fehlte die gefährlichste Offensivkraft der Kielerinnen, während auf der Gegenseite der Aktionsradius der 30-jährigen Claudia Hümpel, die mit acht blitzschnellen Kontern die Krabben mit ihren eigenen Waffen schlug, nie unterbunden werden konnte.

Trotzdem stemmten sich die Strunk-Schützlinge mit aller Leidenschaft gegen die drohende Niederlage. Torfrau Christine Meyer stärkte ihren Vorderleuten mit tollen Paraden den Rücken, Sonja Hansen wirbelte am Kreis unermüdlich, und Lene Ege zeigte in schöner Regelmäßigkeit ihre Genialität. Tor um Tor holten die Holsteinerinnen auch dank der Treffsicherheit von Katrin Maukel auf, die aus dem halblinken Rückraum bei fünf Versuchen kurzen Prozess machte: ”Es war. der Höhepunkt der Hinrunde, und die Halle war voll. Vielleicht waren deshalb alle ein bisschen nervöser als sonst.” Als Diana Köhn, als zweiter Linksaußen auf der Gohlke-Position mit Licht im Angriff und Schatten in der Deckung, zum 20:21 (58.) traf, schien die Partie zu kippen. Doch das vom Schirigespann angezeigte Harburger Zeitspiel wurde ebenso wenig verhindert wie die Brachialgewalt von Sonja Storch über Rechtaußen. ”Das stecken wir weg und kriegen keinen Knacks. Es gibt ja noch die Möglichkeit zur Revanche im Rückspiel”, verkündete Diana Köhn trotzig.

HSG: Meyer, Jungjohann – Maukel (5), Hansen (2), Ziegler (1), Thoma (1); Köhn (4), Schulz, Ege (7/2), Gronau, Metz.

 

 

 

„Harburger Nachrichten vom 26.11.01“

Sieg der SG Harburg im Topduell

 

Harburg - Er konnte, die Tränen nicht mehr unterdrücken. Kaum war die Spitzenpartie in der Handball-Regionalliga zwischen der HSG Kiel/Kronshagen und der SG Harburg abgepfiffen, riss Trainer Gerd Lawrenz die Arme in die Höhe, lief in die Hallenmitte und drückte jede Spielerin in seine Arme. Dabei kullerten dem emotionsvollen Handballtrainer immer wieder die Trainer über die Wangen. Freude pur nach dem 23:20-Sieg. Damit bleiben die Harburgerinnen unangefochten an der Tabellenspitze, haben nun 20:0 Punkte auf dem Konto und drei Zähler Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Kiel/Kronshagen. Von Anfang an spielte der Tabellenführer aus Harburg in der mit rund 300 Besucher gut gefüllten Sporthalle am Suchsdorfer Weg konzentriert und lag ständig bis auf ein einziges Mal in Führung. Bis weit in die zweite Hälfte hinein sah es nie so aus, als könnten die Gastgeberinnen aus dem Kieler Stadtteil Kronshagen dem Tabellenführer gefährlich werden. Teilweise lag das Team von Trainer Gerd Lawrenz mit vier Toren in Front. Doch eine Viertelstunde vor Schluss hatte die SGH einen Durchhänger. Da wirkte das Team vor allem im Angriff ideenlos und verwarf und vergab viele gute Möglichkeiten. In dieser Phase stand aber mit Christine Meyer eine ausgezeichnete Kieler Torhüterin zwischen den Pfosten. Auch wenn Ausnahmespielerin Lene Ege mit sieben Treffern beste Torschützin der HSG Kiel/Kronshagen war, die Grande Dame sollte sie an diesem Nachmittag nicht werden. Dazu spielte sie häufig ein wenig zu hochnäsig und arrogant, vergab leichtfertig zwei Siebenmeter. Die ehemalige Buxtehuder Bundesliga- und norwegische Nationalspielerin hatte nicht ihren besten Tag in diesem Topduell, Licht und Schatten wechselten sich ab. Bis auf ein Tor kamen die Kielerinnen heran, Lene Ege traf per Tempogegenstoß zum 19:20. Trainer Lawrenz hatte in dieser Phase leichte Zweifel, glaubte aber dennoch fest an den Sieg. Und seinen Damen enttäuschten ihren engagierten Coach nicht. Gerd Lawrenz redet aber noch längst nicht von der Meisterschaft. ”Die Saison ist noch lang”, sagte der Trainer, der in diesem Jahr endlich den erhofften Zweitliga- Aufstieg anstrebt, nachdem er in den Vorjahren zweimal knapp an diesem Vorhaben gescheitert ist. Das Zeug dazu hat die SG Harburg allemal für den Sprung in die zweithöchste Klasse. Der traumhafte Saisonstart mit zehn Siegen in Folge sollte dem Team von der Kerschensteinerstraße genügend Selbstvertrauen geben, auch kommende Aufgaben zu meistern. 

Die Tore: Claudia Hümpel (8), Sonja Storch (4), Viola Kosiedowski (4/davon ein Siebenmeter), Sandy Lindner (3), Kathrin Behrens (3), Melanie Schuster (1).

 

 

 

Punktspiel gegen Olympia Neumünster / 17.11.01:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 19.11.01“

Krabben nicht zu stoppen

24:20-Sieg bei Olympia

 

Die Kieler Krabben agieren in der Handball-Regionalliga der Frauen spielerisch weiterhin hochklassig und in dieser knallharten Krimi-Woche künstlerisch wertvoll. Im Nachbarschaftsderby bei Olympia Neumünster setzte die HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit dem 24:20-Sieg die Erfolgsserie fort, am Mittwoch (20.15 Uhr, ARD, ”Ende der Saison”) folgt der Thriller, in dem die Kieler Handballerinnen in ungewohnter Statistenrolle auch eine gute Figur auf dem Parkett abgaben, und am Sonnabend erreicht die Spannung den Siedepunkt, wenn Spitzenreiter SG Harburg beim Tabellenzweiten antritt.

”Zunächst einmal bin ich heilfroh, das Derby unbeschadet überstanden zu haben”, freute sich HSG-Erfolgstrainer Jan Strunk, Olympias Heimnimbus auch ohne Katrin Gohlke geknackt zu haben. Die effektivste Offensivspielerin, die bisher mehr als ein Drittel aller Holstein-Tore erzielte, fehlte wegen einer Knieverletzung.

Regisseurin Lene Ege’ war zwar rechtzeitig aus Norwegen in Neumünster eingetroffen, erfreute sich allerdings einer Sonderbewachung. ”Wir haben die Chancen zwar schön rausgespielt, aber in ebenso schöner Regelmäßigkeit versägt”, stellte Jan Strunk eine unerwartete Abschlussschwäche fest.

Grund zum Zittern gab es für die Krabben trotzdem nicht. Die Deckung stand wie ein wasserdichtes Alibi, und Katrin Maukel sowie Ann-Christin Thoma sorgten auf den Halbpositionen für viel Druck.

Da Lene Ege nie über 60 Minuten ausgeschaltet werden kann und auch Rechtsaußen Franziska Ziegler zwischenzeitlich zauberte, endete der erste Teil des Handball-Krimis mit einem Happy End. Am Mittwoch folgt nun mit der Mannschaftssitzung vor dem TV die zweite Folge der Trilogie, bei der Denise Dewald allerdings fehlen wird. Die Berlinerin reduziert auf Grund ihrer Schwangerschaft den kleinen Kieler Kader auf nur noch zwölf Spielerinnen. Aber dieses dynamische Dutzend fiebert jetzt schon dem Hit gegen Harburg mit heißen Herzen entgegen.

HSG: Jungjohann, Meyer – Ege (7/1), Gronau, Hansen (1), Köhn (1), Maukel (5), Metz (1), Mordhorst, Schulz (1), Thoma (6), Ziegler (2).

 

 

 

„Holsteinischer Courier vom 19.11.01“

Viel Lob trotz Niederlage

Olympia hielt gegen Holstein/Kronshagen sehr gut mit

 

Die Handballerinnen des MTSV Olympia Neumünster können in der Spitzengruppe der Regionalliga Nordost mithalten! Trotz einer 20:24 (5:7)-Heimnieder-

Lage gegen den tabellenzweiten HSG Holstein Kiel/Kronshagen boten die Schützlinge von Trainer Volker Paul eine tolle Leistung und hätten mit ein wenig mehr Glück für eine Sensation sorgen können.

 

Gäste-Trainer Jan Strunk war nach der Partie voll des Lobes für den Gegner. „Olympia ist mit Sicherheit die Mannschaft, die uns bisher über 60 Minuten am meisten gefordert hat. Es war ein hartes Stück Arbeit hier zu gewinnen“, fasste der Holstein-Coach ein wirklich packendes Handballspiel zusammen. Die Kielerinnen mussten in der KSV-Halle auf ihre beste Torschützin , Katrin Gohlke, wegen einer Knieverletzung verzichten, so das nun die norwegische Ausnahmespielerin Lene Ege das Spiel allein organisieren musste. Schon nach 60 Sekunden drückte Ege der Partie ihren ganz persönlichen Stempel auf. Mit einer herrlichen Einzelaktion ließ sie die gesamte Olympiaabwehr alt aussehen und wuchtete den Ball mit einem ansatzlosen Wurf in den Torwinkel. 

 

Olympia-Trainer Volker Paul reagierte sofort und stellte ihr eine Bewacherin direkt auf die Füße. Abwechselnd versuchten sich Christine Gränert, Kerstin Felkel und vor allem Katja Löbau in diesem Job. Trotz dieser Sonderbewachung warf Ege aber immer noch 6 Tore und war somit der spielentscheidende Faktor. „Ohne Lene Ege ist diese Mannschaft nur Regionalliga-Mittelmaß“, meinte Paul. Dennoch taten sich die Gäste gegen eine hervorragend eingestellte und engagiert zu Werke gehende Olympia-Mannschaft sehr schwer, sodass die Begegnung über 60 Minuten spannend blieb. Wenn die Angriffe der Kielerinnen mal nicht im Abwehrblock der Neumünsteranerinnen hängen blieben oder die Würfe am Tor vorbei gingen, war bei Tanja Rathje meist Endstation. Die Torhüterin erwischte einen äußerst guten Tag und entschärfte reihenweise freie Würfe der Kielerinnen. Auf der Gegenseite hatte Olympia aber nicht viel mehr Glück. Alleine achtmal klatschte das Leder in der ersten Hälfte ans Aluminium und von dort in die Hände der Gäste. Zudem taten einige technische Fehler ihr übriges, sodass Olympia den Rückstand zwar konstant auf ein bis zwei Tore hielt, aber nicht von einer Führung träumen durfte.

 

Als mit insgesamt zwölf erzielten Toren die Seiten gewechselt wurden, fühlten sich wohl die Offensivkräfte der Teams bei der Ehre gepackt und legten jetzt richtig los. Das Tempo aus der ersten Halbzeit wurde jetzt noch ein wenig erhöht, und es ging ständig hin und her. Erst baute die HSG ihren Vorsprung kurzfristig auf drei Treffer aus, dann kam Olympia schnell wieder heran und glich nach 42 Minuten durch ein wunderschönes Tor von Kerstin Felkel zum 12:12 aus. „Wenn wir in dieser Phase in Führung gegangen wären, hätten wir das Spiel mit Sicherheit gewonnen“, trauerte Paul den vergebenen Chancen nach. Stattdessen gelang den Gästen innerhalb von 20 Sekunden ein Doppelschlag zum 12:14.

 

Entschieden wurde das Spiel schließlich zwischen der 52. und 56.Minute. Die Kielerinnen Ege, Ann-Christin Thoma und Katrin Maukel fassten sich nach individuellen Fehlern der Gastgeberinnen im Spielaufbau und im Abschluss aus dem Rückraum ein Herz und erzielten vom 14:15 bis 14:19 vier schnelle Tore in Serie. Trotz dieser Vorentscheidung kämpften die Olympianerinnen weiter und erzielten durch Kathrin Dencker sowie Andrea Petersen nach tollen Spielzügen einige schöne Tore und hielten die Niederlage in Grenzen. Mit dem nötigen Quäntchen Glück wäre vor einer wahren Rekordkulisse in der brechend vollen KSV-Halle die Sensation nicht unmöglich gewesen.

 

 

 

„KN, Holsteiner Zeitung vom 19.11.01“

Olympia ließ Kiel lange zittern

Handball Regionalligist überzeugte trotz Niederlage

Neumünster (ör) Die KSV-Halle in Neumünster war bis zum Bersten gefüllt. Und die mehr als.300 Besucher brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. In einem auf sehr hohen Niveau stehenden Spiel in der Handball-Regionalliga der Frauen fehlte dem MTSV Olympia Neumünster einfach das Quäntchen Glück, um ein .besseres Resultat als das 20:24 (5:7) gegen den ungeschlagenen Tabellenzweiten HSG Holstein Kiel/Kronshagen zu erzielen.

”Wir können froh sein, das Spiel überstanden zu haben. Olympia war der erste Gegner, der uns über 60 Minuten voll gefordert hat”, meinte HSG-Coach Jan Strunk. Die Erleichterung beim Trainer entlud sich auch in einer Jubeltraube seiner Spielerinnen. Dabei herrschte in der ersten Halbzeit zunächst noch Mangelware an Toren. Das hatte zwei Gründe.
Zum einen rettete nach Würfen von Agnieszka Szpila, Kathrin Dencker und nicht zuletzt Andrea Petersen gleich achtmal das Aluminium für die bereits geschlagene Sigrid Jungjohann im Kieler Tor, und zum anderen brachte Olympias Torhüterin Tanja Rathje die Gäste schier zur Verzweiflung. Neun gehaltene Bälle, darunter ein Siebenmeter von Lene Ege sowie tolle Fuß- und Handreflexe gegen die freistehenden Diana Köhn, Ann-Christin Thoma und Meike Gronau, ließen den besten Angriff der Liga mit nur sieben Toren in die Kabinen gehen. Zusätzlich hatte die Maßnahme von Olympias Trainer Volker Paul mit der Manndeckung von Katja Löbau oder Cristine Gränert gegen Ege dem Spiel der Gäste viel von der Effektivität genommen. Allerdings hielt sich die Norwegerin lange Zeit auch deutlich zurück.

Die Gäste, die ihre gefährlichste Gegenstoßspielerin Katrin Gohlke (Knieverletzung) schmerzlich vermissten, konnten sich diesen Luxus bis rund 20 Minuten vor dem Ende leisten. Als Olympia nach Toren von Dencker, Petersen und Felkel das 9:12 egalisierte, wankten die Kielerinnen und nun drehten Ege und Katrin Maukel und Ann- Christin Thoma auf.
Knackpunkt aber war wohl die Petersen-Zeitstrafe. Obwohl sie mit ihrem Protest im Recht war - Ege; die per Gegenstoß an Rathje scheiterte, hatte den Ball unerlaubterweise geführt – war die Schimpfkanonade überflüssig. ”Wenn wir hier in Führung gehen, bin ich mir jetzt noch sicher, dass wir gewonnen hätten”, kommentierte Paul.

So aber kam Holstein durch Köhn und Ege in Überzahl wieder zu einem Zwei-Tore-Vorsprung, der zwischendurch sogar auf 20:15 (55.) ausgebaut wurde. Im Schlussspurt verkürzten die Neumünsteranerinnen auf 19:21 und mussten 100 Sekunden vor Schluss versuchen, mit passiver Abwehr in Ballbesitz zu kommen. Nun kam die Show von Lene Ege,. die mit einem ”Bilderbuch-Wackler” gleich drei Olympianerinnen vernaschte und das Spiel ’beim 19:22 entgültig entschied. ”Wir haben uns gut verkauft, Holstein war ein wenig im Glück”, sagte Paul, der den Kielern einen Sieg beim Tabellenführer Harburg am nächsten Wochenende voraus sagte.

Olympia NMS: Rathje, Albrecht (n.E.); Wildner (2), Reinert (n.E.), Hoffmann (n.E.), Reimers, Felkel (2), Löbau (1), Petersen (5), Gränert (1), Dencker (7/ davon 5 Siebenmeter), Szpila (2/1).

 

 

Punktspiel gegen Elmshorner MTV / 4.11.01:

 

„Kieler Nachrichten vom 5.11.01“

"Krabben" bewiesen Nervenstärke

Strunk-Team weiter ungeschlagen

Spaß hat der glanzlose 28:22 (17:13)-Arbeitssieg der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Handball-Regionalliga der Frauen über den Elmshorner MTV den mehr als 160 erwartungsfrohen Zuschauern auf der vollbesetzten Tribüne sowie den 12 ”Krabben” und ihrem Erfolgstrainer Jan Strunk auf dem Parkett sicherlich nicht gemacht, aber immerhin konnte der weiterhin ungeschlagene Tabellenzweite dem beachtlichen Punktekonto zwei weitere Zähler hinzufügen.

Selbst die harte Gangart der Gäste und die haarsträubenden Entscheidungen des konsequent schlechten Schiedsrichtergespanns Olaf Jantzen/Lutz Ehlers aus Bad Segeberg konnten die Kielerinnen nie aus der Ruhe bringen. Nur in den ersten 25 Minuten kam der Motor der Holsteinerinnen ein bisschen stotternd in Schwung. In der Deckung klafften nach der frühen Verletzung (2.) von Sonja Hansen ungewohnte Lücken, die vor allem MTV-Akteurin Nicoleta Baicu zu nutzen wusste, und im sonst so schnellen Offensivwirbel war doch etwas Sand im Getriebe. Erst als Sigrid Jungjohann die diesmal glücklose Christine Meyer zwischen den Pfosten ablöste, kehrte mehr Sicherheit in die Angriffs-Aktionen der HSG zurück. Ein energischer Zwischenspurt jeweils fünf Minuten vor (14:13) und nach dem Seitenwechsel (21:13) sorgte für Klarheit im taktischen und technischen Kräfteverhältnis. Was anschließend bis zum fast einzigen korrekten Schlusspfiff folgte, war ein farbenfrohes Festival an Zeitstrafen (18) und roten Karten (Katrin Gohlke; Janina Hopp:, Linda Sawade) der Männer in Schwarz. Erst beim finalen Siebenmeter von Lene Ege keimte wieder etwas Spaß bei den Kielerinnen auf, auch wenn sie mit ihrem Pirouetten-Strafwurf scheiterte.

HSG: Meyer, Jungjohann – Gohlke (8/3), Maukel (3), Hansen, Ziegler (2), Thoma (8), Schulz, Dewald, Ege (5/3), Gronau (2), Metz.

 

 

 

„Elmshorner Nachrichten vom 5.11.01“

Handball ist was für Frauen

EMTV-Team bei Holstein Kiel hart angefasst: 22:28-Niederlage

Elmshorn/Kollmar. Es war weniger deutlich wie erwartet: Die Elmshorner Regionalliga-Handballerinnen mussten bei Holstein Kiel eine 22:28-Niederlage hinnehmen. Noch bis zur 25. Minute hielten die Schützlinge von Trainer Patrick Drefke die Partie ausgeglichen 13:-13, ehe die Kielerinnen davonzogen.

Trainer Drefke vielsagend: "Die Schiedsrichter waren etwas unausgeglichen." Gegen die Gäste aus der Krückaustadt verhängten die Referees zwölf Zeitstrafen, gegen die Gastgeber aus der Landeshauptstadt ganze sechs. Dabei sah der Elmshorner Coach "einen vorsätzlichen Kopftreffer" beim Siebenmeter gegen die Elmshorner Torhüterin Miriam Hawen und einen Ellbogencheck gegen die Rumänin Nicoleta Baicu, die beiden besten Spielerinnen im Dress des Elmshorner MTV.

Die Mannschaft ärgert sich jetzt über die Spielpause, denn die Leistung in Kiel war mehr als beachtlich. Einen Sparringspartner für das kommende spielfreie Wochenende zu finden hält Drefke für aussichtslos: "Ein Gegner aus der Bezirksliga würde uns nicht weiterhelfen."

 

 

 

Punktspiel gegen VfL Bad Schwartau / 27.10.01:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 29.10.01“

32:14 - "Krabben"-Fabrik produziert beste Qualität

 

Froh über das, was seine Spielerinnen derzeit ”fabrizieren” war Jan Strunk, Trainer der HSG Holstein Kiel/Kronshagen nach dem deutlichen 32:14 (12:6) in der Handball-Regionalliga der Frauen bei der SG VfL Bad Schwartau. Durfte er auch sein, steht doch das ”Krabben”-Fabrikat derzeit für Qualität in puncto Spielwitz und Torhunger.

Körperlich weit überlegen und in der Abwehr kompakt, setzte sich die HSG schnell auf 4:0 ab, baute den Vorsprung bis zum 12:6 zur Pause aus. ”Aus den Ballgewinnen haben wir phasenweise nicht genug gemacht, uns dem Gegner zu sehr angepasst”, kritisierte Strunk. Trotzdem konnte er beruhigt mit ansehen, wie seine Spielerinnen dem Gegner keine Chance ließen und ihre Trefferquote auf mehreren Schultern verteilten.

”So bin ich nicht immer auf Top-Tage einzelner Spielerinnen angewiesen.“ An die Tabellenspitze schiele man indes nicht. Die Partien gegen die direkten Konkurrenten werden Aufschluss geben. Bis dahin wolle man, so Strunk, ”noch üben”.

HSG: Meyer, .Jungjohann – Ege (7/3), Gohlke (9), Maukel (7), Hansen (4),. Metz, Thoma (1), Schulz, Dewald, Gronau (2), Ziegler (2)

 

 

 

„Lübecker Nachrichten vom 30.10.01“

SG-Frauen kassieren 14:32-Pleite

 

Lübeck - Ideenlos, ratlos, hilflos - die Regionalliga-Handballerinnen der SG Schwartau kassierten erneut eine deftige Pleite, diesmal in der heimischen Jahnhalle. Die SG-Frauen verloren eine Woche vor dem Pokal-Derby gegen Zweitligist SC Buntekuh gegen die HSG Kiel/Kronshagen mit 14:32 (6:12).

"Wenn wir so gegen Buntekuh spielen, kassieren wir 40 ,Dinger'. Wo soll das noch hinführen", war Trainer Bernd Kunz nach der Heimpleite tief enttäuscht und auch ratlos. "Ich bin seit zehn Jahren Trainer, aber ich wusste zum ersten Mal nicht mehr, was ich noch machen sollte. Egal wen ich brachte oder in welchen taktischen Formationen wir spielten - es wurden stets die gleichen Fehler gemacht. Ich konnte nicht mehr helfen."

In der Tat: Das Spiel der SG-Frauen glich den vergangenen. Stark in der Deckung (16 Bälle wurden vor der Pause gewonnen), zeigten sie sich im Vorwärtsgang nicht fehlerfrei, "brachten sogar Bälle über drei Meter nicht an", monierte Kunz. Die Kielerinnen luden sie so immer wieder zu leichten Toren ein. "Jetzt müssen wir im Training bei Null anfangen, erst einmal Passspiel üben", so Kunz, der in der Vorwoche noch versucht hatte, seinen jungen Spielerinnen in Gesprächen die Angst vor Fehlern zu nehmen.

Seine Frauen begannen auch verheißungsvoll, steckten einen 0:4-Rückstand weg, kamen auf 4:6 heran, um dann wieder in die bekannten Fehler zu verfallen. Nach der Pause (6:12) gelang kaum noch etwas. Halbzeit zwei ging so deutlich mit 8:20 verloren. Für die SG-Frauen trafen Jessica Tamm (4/2), Kathrin Hansen (4/1), Wiebke Kunz (3), Nicole Metz (2) und Kirstin Schukowski.

Trainer Kunz, der seinem jungen Team, das nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga stark verjüngt wurde, noch Schonzeit bis Ende November gegeben hatte, kündigte derweil eine härtere Gangart an: "Wenn das, was wir im Training immer und immer wieder üben, nicht umgesetzt wird, müssen wir mit Strafen arbeiten. Vielleicht hilft das ja."

 

 

 

Punktspiel gegen MTV Herzhorn / 20.10.01:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 22.10.01“

Holstein weiter auf Höhenflug

 

Der MTV Herzhorn fand in der Handball-Regionalliga der Frauen am Sonnabend nie ein probates Mittel gegen die starke HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Die Folge: zehn Siebenmeter für die HSG, davon neun verwandelt, zehn Zeitstrafen gegen den MTV, Endergebnis 28:14 für Kiel. ”Wir fühlen uns besonders in eigener Halle sehr wohl. Hoffentlich wird die Erwartungshaltung der Zuschauer nicht zu groß”, sagte HSG-Trainer Jan Strunk nach einem weiteren beeindruckenden Heimsieg. Der geriet nach anfänglichen Nachlässigkeiten bis zum 7:6 (15.) niemals in Gefahr. Die Abwehr zeigte eine sichere Vorstellung, im Angriff überforderten die Kielerinnen den Gegner durch schnelle und variantenreiche Kombinationen. Selbst die Maßnahme, Lene Ege in enge Deckung zu nehmen, erwies sich für Herzhorn als Nachteil. ”Im Spiel fünf gegen fünf boten sich uns große Lücken”, so Strunk. Die nutzten besonders die Rückraum-spielerinnen Katrin Maukel mit sechs und Ann-Christin Thoma mit fünf Treffern. Immer wieder wusste sich der MTV nur mit Fouls zu helfen. Die Vielzahl der Siebenmeter verwandelte Lene Ege sicher. Später wurde sie von ihrer Sonderbewachung ”erlöst” und durch Stefanie Metz ersetzt. Einen ”Qualitätsverlust” sah Coach Jan Strunk in der Folgezeit nicht, die er für weitere personelle Experimente nutzte. ”Es läuft gut”, so Strunk. ”Und wenn wir in den nächsten beiden Partien nicht patzen, wird es zum Ende der Hinrunde richtig interessant.”

HSG: Meyer, Jungjohann – Ege (11/8), Gohlke (3/1), Maukel (6), Hansen, Metz, Thoma (5), Schulz (1), Dewald, Gronau, Ziegler (2)

 

 

Punktspiel gegen HSV Grimmen / 13.10.01:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 15.10.01“

Punkte und Präsente für die HSG Holstein

 

Mit zwei Punkten und weiteren Präsenten kehrten die Kieler Krabben mit einer flotten Fangquote von der Fahrt zur HSG Grimmen an die Förde zurück. Wie in einem Märchen zauberten die Schützlinge von Jan Strunk beim 35:27 (16:15)- Sieg in Mecklenburg-Vorpommern in der Offensive, verlängerten die stolze 9:1-Zwischenbilanz um zwei weitere Zähler und feierten den behaupteten zweiten Tabellenplatz in der Handball-Regionalliga der Frauen nach einer feucht-fröhlichen Heimreise anschließend noch ausgelassen in einem beliebten Handball-Treff der Landeshauptstadt. Dass bei der Tombola des nicht wie ein möglicher Abstiegskandidat auftretenden Gastgebers mit den beiden Hauptpreisen (Präsentkorb und ein Essen beim besten Griechen in Grimmen) auch noch das Füllhorn über den mitgereisten HSG-Fans ausgeschüttet wurde, rundete den schönen Ausflug Richtung Rostock zum Schlusslicht der Regionalliga ab. ”Alle waren froh, die undankbare Aufgabe ordentlich gelöst zu haben. Ein Sieg beim Tabellenletzten ist zwar eigentlich Pflicht, aber wie schnell wird man sonst schon mal zur Lachnummer”, bescheinigte Jan Strunk seinem Team eine gute Angriffsleistung: ”An der Abwehr werden wir arbeiten, aber wenn den Spielerinnen vorne nichts einfällt, ist es schlimmer.” Neben den bewährten Qualitäten von Lene Ege oder Katrin Gohlke konnten in Grimmen mit der Unbekümmertheit von Ann-Christin Thoma (neun Treffer) und der resoluten Spielweise von Katrin Maukel zwei weitere Holsteinerinnen attraktive Akzente setzen. ”Ann-Christin macht von Woche zu Woche einen Schritt nach vorn, und Katrin hat auch wieder Fuß gefasst”, verteilte der Kieler Handballlehrer Komplimente.

HSG: Jungjohann, Meyer – Ege (8/3), Gohlke (6), Gronau, Hansen (3), Köhn (2/1), Maukel (3), Metz, Schulz (3), Thoma (9), Ziegler (1)

 

 

Punktspiel gegen MTV Wandsbek 72 / 6.10.01:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 8.10.01“

Lene Ege ebnete Weg zum 24:16

Handball-Regionalliga: ”Krabben” souverän

Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen bleibt in der Handball-Regionalliga der Frauen auf der Überholspur. Ein 30-minütiger rasanter Spielrausch reichte, um im Spitzenspiel gegen den MTV Wandsbek 72 einen ungefährdeten 24:16 (16:6)-Heimsieg einzufahren. Regisseurin Lene Ege in Länderspielform und Torfrau Christine Meyer mit 17 gehaltenen schweren Bällen waren die Führungspersönlichkeiten auf dem Parkett, die in der konfusen zweiten Halbzeit bei den ”Krabben” klaren Kopf behielten und den Weg auf den zweiten Tabellenplatz ebneten.
Von der internationalen Bühne hat sich die schlitzohrige Norwegerin zwar auf eigenem Wunsch zurück gezogen, aber wer das temperamentvolle Energiebündel mit ihren Gegenspielerinnen Katz und Maus spielen sieht, muss diese Entscheidung aus sportlicher Sicht einfach bedauern. Vor dem Seitenwechsel drückte Lene Ege ordentlich auf das Gaspedal, nach dem Pausentee zog die 25-jährige Strategin die Handbremse an, als ihre Mannschaftskameradinnen nicht mehr auf Touren kamen und nur noch mit viel Leerlauf die zwei Punkte unter Dach und Fach brachten. "Da hat man gesehen, dass wir uns noch verbessern müssen", sagte Ann-Christin Thoma, die zusammen mit Maike Gronau im Windschatten von Lene Ege auf den Halbpositionen zunächst viele positive Akzente setzte.
In überragender Form präsentierte sich zudem Christine Meyer. Wie Windmühlenflügel rotierten die Extremitäten der 181 Zentimeter langen Torhüterin zwischen den Pfosten. Was die Wandsbekerinnen auch versuchten, die 35-jährige Teammanagerin bekam immer eine Hand oder einen Fuß an den Ball. "Die Deckung stand einfach gut", gab Meyer das Lob an ihre Vorderleute weiter. "Wir wollen uns aber nicht mit Spekulationen belasten, welche Plätze wir belegen könnten. Es wird jetzt immer schwieriger zu gewinnen."
Nun, zumindest die bisher ungeschlagenen Hamburgerinnen waren lange Zeit völlig perplex ob des HSG-Angriffswirbels. MTV-Trainer Dr. Lutz Siemsglüss durfte nach der frühen Auszeit (16.) nur mit der Moral einer überforderten Mannschaft halbwegs zufrieden sein: "Die Kielerinnen waren sogar mit dem Ball stets zwei Schritte schneller als wir."

 

HSG: Meyer, Jungjohann – Ege 12/5, Gohlke 6, Gronau 1, Hansen, Köhn 1/1, Maukel, Metz, Mordhorst, Schulz, Thoma 4

 

 

 

Punktspiel gegen SG Kisdorf-Leezen / 30.9.01:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 1.10.01“

Wieder zwölf Tore von Katrin Gohlke

HSG Holstein Kiel/Kronshagen nach 22:13 schon auf Platz zwei

 

Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen setzte die jüngste Erfolgsserie in der Handball-Regionalliga der Frauen in beeindruckender Art und Weise fort und entführte mit dem 22:13 (11:6) bei der SG Kisdorf/Leezen nun zum ersten Mal in dieser Saison beide Punkte aus der Fremde. Ein starker Abwehrverband und Linksaußen Katrin Gohlke mit erneut einem Dutzend Toren in der Form ihres Lebens sorgten dafür, dass die Kieler Krabben schon auf Platz zwei immer dichter an die Tabellenspitze krabbeln. Traumwandlerisch sicher im Tempogegenstoß nutzte die 26-jährige Bundesgrenzschutzbeamtin die präzisen Vorlagen ihrer Mitspielerinnen, um dank ihrer Schnelligkeit und Kaltschnäuzigkeit das persönliche Torkonto auf 37 Treffer in drei Spielen zu erhöhen. Selbst eine kurze Deckung gegen die Kieler Regisseurin Lene Ege ist längst kein probates Mittel mehr, den Spielfluss der Holsteinerinnen zu hemmen. ”Das liegt den anderen dann umso mehr”, freut sich HSG-Trainer Jan Strunk über die Unberechenbarkeit seines kleinen Kaders. Sogar der kurzfristige Ausfall von Sigrid Jungjohann zwischen den Pfosten, die sich einen Lendenwirbel ausgerenkt hatte, konnte durch Christine Meyer glänzend kompensiert werden. Vom Teamgeist angesteckt wurde auch Inga Siedenburg, die sich spontan als Ersatzfrau im Tor auf dem Spielberichtsbogen eintragen ließ.

HSG: Siedenburg, Meyer – Ege (4/3), Gohlke (12), Gronau, Hansen (2), Köhn (1), Mauke, Metz, Mordhorst, Schulz (1), Thoma (2)

 

 

Punktspiel gegen DGF Flensborg / 22.9.01:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 24.9.01“

Holstein kratzte beim 20:20 am DGF-Nimbus

 

Die HSG Holstein Kiel/ Kronshagen blieb auch am zweiten Spieltag in der Handball-Regionalliga der Frauen ungeschlagen und kratzte beim 20:20 (9:10) sogar am Heimnimbus der Unbesiegbarkeit der DGF Flensburg. Seit 1999 hat der Aufsteiger in eigener Halle inzwischen schon nicht mehr verloren und rettete diese bemerkenswerte Bilanz allerdings erst 30 Sekunden vor dem Abpfiff.
Wichtiger als das Ergebnis dürfte für die Kieler dagegen die Erkenntnis sein, dass man auch ohne die aus privaten Gründen fehlende Regisseurin Lene Ege konkurrenzfähig ist.
Wie schon in der Vorwoche überzeugten die Holsteinerinnen auch im hohen Norden erneut spielerisch.
Katrin Gohlke knüpfte mit neun Treffern dort an, wo sie gegen Eidelstedt aufgehört hatte. Ann-Christin Thoma ging im Angriff ebenfalls sehr beherzt auf Torejagd, und die erst 16-jährige Annika Mordhorst zeigte bei ihrem Regionalliga-Debüt schon gute Ansätze.

Einziges Manko blieb die Chancenverwertung der offensivfreudigen Spielerinnen von Jan Strunk. „Wenn man so viele Fahrkarten wirft, fängt man irgendwann an, über diese Fehlversuche nachzudenken", registrierte der Handballlehrer mit mehr als 30 verpatzten Angriffen eine schlechte Wurfquote.

Maßgeblichen Anteil an diesem Kieler Manko hatte die ehemalige Mönkebergerin Anja Pullwitt zwischen den DGF-Pfosten, die viele Bälle wie mit einem Magneten in den Schuhen magisch anzog.

HSG: Jungjohann, Meyer – Gohlke (9/2), Gronau (1), Hansen (1), Köhn (3/3), Maukel, Metz, Mordhorst, Schulz, Thoma (5), Ziegler (1)

 

 

 

„Flensburg Avis vom 24.9.01“

20:20 gegen Spitzenreiter HSG Holstein Kiel

DGF-Frauen nicht wieder zu erkennen

Dank einer grandiosen kämpferischen Leistung haben die Frauen von DGF Flensburg ihren ersten Punkt in der Handball-Regionalliga geholt. Gegenüber der Auftaktpleite in Elmshorn waren die DGF-Frauen nicht wieder zu erkennen und ließen Spitzenreiter HSG Holstein Kiel/ Kronshagen beim 20:20 (10;9] nur selten ins Spiel kommen. ”Vom Spielverlauf her wäre sicher mehr möglich gewesen, doch am Ende ist die Punkteteilung gerecht”, sagte Trainer Bernd Vosgerau. Wie schon bei der Niederlage in Elmshorn hatte Aufsteiger DGF zunächst Probleme mit der offensiven 3:2:1-Deckung der Gäste.

Aufstiegsfavorit Holstein Kiel/Kronshagen provozierte geschickt einen Flensburger Fehler nach dem anderen und ging nach zehn Minuten mit 4:1 in Führung. Die Flensburgerinnen zeigten sich diesmal wenig geschockt und spielten fortan mit mehr Geduld im eigenen Angriff, Dank der sicher stehenden Deckung kämpfte sich DGF wieder auf 5:5 heran. ”Diese Phase war sehr wichtig für unser Selbstvertrauen, um nicht wieder hoffnungslos ins Hintertreffen zu gelangen”, sagte Vosgerau, Die Führung wechselte fortan hin und her, bis DGF kurz vor der Halbzeitpause die 10:9- Führung gelang. Mit gestärktem Selbstvertrauen kam DGF aus der Kabine. Dank der Paraden von Torhüterin Anja Pullwitt konnten einige erfolgreiche Konter eingeleitet werden, welche die Gastgeberinnen zur 14:11-Führung (40) nutzen konnten. In dieser Phase schwächte sich DGF durch zwei unnötige Zeitstrafen selbst und brachte den Gegner noch einmal ins Spiel zurück. ”Mit ein bisschen mehr Cleverness hätten wir da schon den Sack zu machen können”, bedauerte Vosgerau. Nach dem 14:14-Ausgloich konnte sich keine Mannschaft mehr entscheidend absetzen.

Kiel legte vor und Flensburg glich aus, Beim 18:18 hatte DGF noch einmal Pech, als der Ball schon über der Torlinie schien, aber die Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen ließen. So mussten die Flensburgerinnen bis zur Schlussminute zittern, als der viel umjubelte und verdiente Ausgleich gelang, ”Die Mannschaft hat heute die erwartete Leistungssteigerung gezeigt und verdient einen Punkt gewonnen”, freute sich Vosgerau.

 

 

 

Punktspiel gegen Eidelstedter SV / 15.9.01:

 

 

„Kieler Nachrichten vom 17.9.01“

Leckere HSG-Delikatessen

Katrin Gohlke beim 32:17 gegen Eidelstedt 16-fache Torschützin für Holstein

Das Heimdebüt der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in der Regionalliga der Frauen begeisterte mehr als 130 Zuschauer in der Halle am Suchsdorfer Weg. Mit 32:17 (17:8) wurde der Titelanwärter Eidelstedter SV nach allen Regeln der Handball-Kunst verputzt. Der erste „Krabben Cocktail" der Saison 2001/2002 war mehr als nur ein Appetithäppchen auf weitere sportliche Leckerbissen und dürfte ein Vorgeschmack auf die nächsten Delikatessen sein. Für das Dressing auf diesem Festmahl sorgten Regisseurin Lene Ege, die für ihren Spielwitz immer wieder Szenenapplaus erhielt sowie Linksaußen Katrin Gohlke, die 16 Tore zum Rausch der Sinne beisteuerte.

Stillstand gab es bei der taktisch und konditionell hervorragend vorbereiteten Truppe von HSG-Trainer Jan Strunk nur bei der Gedenkminute für die Opfer der abscheulichen Attentate in Amerika. Ansonsten waren alle Akteurinnen 60 Minuten permanent in Bewegung, standen bereits fünf Minuten nach dem Halbzeitpfiff wieder voller Tatendrang auf dem Parkett und trieben die hoch gehandelten Eidelstedterinnen mit ihrer unorthodoxen Offensivdeckung und den attraktiven, temporeichen Angriffsvarianten schier zur Verzweiflung. „Bei uns herrschte das blanke Chaos. Einige kommen wohl mit dem Druck der als Favorit auf uns lastet nicht klar", staunte die ehemalige Schwartauer Zweitligaspielerin Dana Kretschmann, die zwar elf Treffer erzielte aber von ihren Mitspielerinnen kläglich im Stich gelassen wurde, über den wunderbaren Wirbel den die Holsteinerinnen veranstalteten.

Den raffinierten Anspielen der Norwegerin Lene Ege – vor den Augen ihres Mannes Steinar (Torwart beim THW Kiel) und der elf Monate alten Tochter Lotte auf der Tribüne - an den Kreis oder per Rückhand auf die Halbpositionen und präzisen Pässen zum schnellen Gegenstoß standen die Gäste völlig hilflos gegenüber. Nutznießer dieser vorzüglichen Vorarbeit war neben Ann-Christin Thoma oder Katrin Maukel und Sonja Hansen vor allem Katrin Gohlke. Ein Dutzend Mal schloss die 26-jährige Traumkombinationen fast nach Belieben erfolgreich ab, vier Tore versenkte sie zusätzlich vom Siebenmeterpunkt. „An so ein Spiel kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Das hat wirklich allen viel Spaß gemacht", strahlte die kongeniale Partnerin von
Lene Ege mit ihren Teamkolleginnen um die Wette.

„Wenn es läuft, passt eben alles und Eidelstedt ist ja nicht irgendein Gegner. So ein Ergebnis mit 32 Toren zum Einstand, da bekomme ich ehrlich gesagt fast schon ein bisschen Angst", genoss auch Jan Strunk den in dieser Höhe sensationellen Triumph.

HSG: Meyer, Jungjohann – Gohlke (16/6), Maukel (2), Hansen (4), Ziegler (l), Thoma (4), Köhn (1/1), Ege (2), Schulz, Dewalt, Gronau (2)

 

 

 

„Vorbericht Kieler Nachrichten vom 15.9.01“

HSG-"Krabben" fordern Favoriten

 

Während der Saisonstart in Schleswig-Holstein auf Grund der abscheulichen Attentate in Amerika ab der Handball-Oberliga abwärts um eine Woche verschoben wurde; soll nach dem Willen der verantwortlichen Funktionäre in der Regionalliga weiter um Tore, Punkte und Siege gekämpft werden.

Ihr Heimdebüt hätten sich die Handballerinnen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen heute um 17 Uhr (Sporthalle des Schulzentrums am Suchsdorfer Weg) sicherlich fröhlicher vorgestellt. Trotzdem versuchen die „Krabben" den favorisierten Eidelstedterinnen einen oder vielleicht sogar beide Punkte zu verpulen. „Wir wissen, was wir können und hoffen, zumindest einen guten Auftritt hinlegen zu können. Niemand erwartet Wunderdinge gegen einen Meisterschaftsanwärter von uns", nimmt HSG-Trainer Jan Strunk fürsorglich den Druck von seinem Team.

Bis auf die Rekonvaleszentin und dienstälteste Holsteinerin Diana Köhn stehen inzwischen alle Spielerinnen aus dem doch recht kleinen Kader wieder zur Verfügung, auch wenn die 23-jährige Rückraumakteurin Katrin Maukel nach ihren ersten sportlichen Gehversuchen erst langsam wieder auf die Beine kommt.

 

 

 

 

Saisonvorbericht:

 

„Kieler Nachrichten vom 11.9.01“

Eine zentrale Rolle für Lene Ege

Frauen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen starten gut vorbereitet in die Regionalliga-Saison

In der Handball-Regionalliga der Frauen fiebert die HSG Holstein Kiel/Kronshagen nach den sehr guten Testspielergebnissen nun dem Saison-Startschuss entgegen. Das Ende der Trainer-Ära mit Tina Asmussen wird für Nachfolger Jan Strunk und seinem neuformierten Team, zum Auftakt am Sonnabend um 17 Uhr gegen einen der Top-Favoriten auf die Meisterschaft, den Eidelstedter SV, gleich mit einer sehr schweren Standortbestimmung besiegelt.

Nimmt man die bisherigen Eindrücke zum Maßstab, müsste ich mir wohl keine sportlichen Sorgen machen. Jetzt gilt es, sich unter Wettkampfbedingungen zu beweisen", hofft der 34-jährige Anwalt, der in der Handball-Szene als Verfechter einer offensiven Deckungsvariante gilt, dass zum doppelten Trikotsatz seiner Schützlinge in Stresssituationen auch ein gutes Nervenkostüm gehört.

Eine zentrale Rolle im Konzept von Jan Strunk spielt dabei die norwegische Nationalspielerin Lene Ege. Mit der Ehefrau des THW-Torwarts Steinar haben die Holsteinerinnen einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Die 25-jährige Rückraumspielerin, die vom Oberligisten TuS Holtenau zur HSG gewechselt ist, soll als Regisseurin die Fäden ziehen und in der Abwehr die Kommandos geben.
"Selbst wenn Lene mal ausfällt, verlieren wir nicht gleich. Die Verantwortung ist auf vielen
Schultern verteilt. Die Abgänge einiger Leistungsträgerinnen wurden gut verkraftet. Dafür haben sich jetzt Spielerinnen aus dem zweiten Glied freigeschwommen", wertet Jan Strunk den vierten Platz des Vorjahres nicht als belastende Hypothek sondern als motivierenden Anreiz.
Als Hecht im Karpfenteich könnten die "Kieler Krabben" im oberen Tabellendrittel konkurrenzfähig sein.

Tor: Sigrid Jungjohann, Christine Meyer (reaktiviert).

Feld: Denise Dewalt (gekommen von Siemensstadt Berlin), Lene Ege (TuS Holtenau), Katrin Gohlke, Meike Gronau, Sonja Hansen, Diana Köhn, Katrin Mauke, Stefanie Metz (SV Friedrichsort), Annika Mordhorst (eigene Jugend mit Doppelspielberechtigung), Dajana Schulz, Ann-Christin Thoma, Franziska Ziegler.

Trainer: Jan Strunk

Abgänge: Tina Rudat (TuS Holtenau), Iris Mainusch (Lüneburg), Maren Starck (beruflich), Steffi Woelcke (unbekannt), Mareke Siedenburg (Studium in Flensburg), Inga Siedenburg (hört auf).

 

 

 

 

Kieler Woche Cup 2001:

 

„Kieler Nachrichten vom 18.6.01“

Asmussen-Abschied

Gelungener Strunk-Einstand beim Holstein-Handball-Cup

Die SG Minden hat das 23. Hallenhandball-Turnier für Frauenmannschaften der HSG Holstein Kiel/Kronshagen gewonnen. Der Bundesligist holte sich den Kieler Woche-Cup 2001 unangefochten vor dem Gastgeber, bei dem Jan Strunk einen guten Einstand als Nachfolger von Tina Asmussen auf der Trainerbank feierte.

Die Mindenerinnen zeigten sich an beiden Turniertagen putzmunter. Trainer Dieter Löffelmann: „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben das Turnier schon ernst genommen. Das ganze Drumherum in Kiel ist bärenstark, und als Titelverteidiger kommen wir im nächsten Jahr gerne wieder.“

Nur einmal musste Löffelmann seine ‚Landratten“ an der Kieler Küste etwas lautstarker wecken ("Hört hier auf, La Paloma spielen zu wollen"), als die Holsteinerinnen dem haushohen Favoriten handballerisch und körperlich beherzt Paroli boten. Letztlich setzte sich der Bundesligist gegen den Kieler Regionalligisten mit 17:12 durch.

„Hut ab. Das war schon ganz anständig. Immerhin haben wir in der zweiten Halbzeit ein Remis erkämpft“, kommentierte Holsteins neuer Coach Jan Strunk.

Derweil schaute sich seine Vorgängerin Tina Asmussen, die die Landeshauptstadt aus beruflichen Gründen schweren Herzens verlassen wird, das Geschehen mit gemischten Gefühlen etwas abseits stehend an.
„Das Zugucken geht eigentlich noch, aber der Abschied fällt mir schon schwer“, hatte die Sportwissenschaftlerin, die mehr als ein Jahrzehnt sehr erfolgreich im Trikot oder auf der Trainerbank Handball-Vereinsgeschichte für die HSG Holstein Kiel/Kronshagen schrieb, schon einen kleinen Kloß im Hals.

Die von den Fans festlich dekorierte Halle und der zweite Platz ihrer ans Holstein-Herz gewachsenen Mannschaft war sowohl für Tina Asmussen ein würdiger Abschied als auch für Jan Strunk ein schöner Auftakt.

 

 

 

Meldung:

 

„Kieler Nachrichten vom 6.6.01“

Wechsel bei der HSG Holstein

Jan Strunk folgt Tina Asmussen auf dem Trainerstuhl

Beim Handball-Regionalligisten HSG Holstein Kiel / Kronshagen werden die Weichen für die sportliche Zukunft gestellt. Nach dem beachtlichen vierten Tabellenplatz in der abgelaufenen Saison peilen die ranghöchsten Kieler Handballerinnen langsam wieder höhere Ziele an. Ein fliegender Wechsel soll den Frauen dabei Flügel verleihen, denn Jan Strunk folgt der bisherigen HSG-Verantwortlichen Tina Asmussen auf der Trainerbank.

„Das soll kein sportliches Himmelfahrtskommando werden. Ich brauche nur ein bisschen Anlaufzeit, um eine solide Basis zu finden“, freut sich Jan Strunk auf die neue Herausforderung. Eine „feindliche Übernahme“ der leitenden Position durch den bisherigen KMTV-Coach (Bezirksliga Männer) hat es auch nicht gegeben, denn Tina Asmussen scheidet nach insgesamt elf Jahren als Spielerin und als Übungsleiterin (3) bei den Kieler „Krabben“ keineswegs im Unfrieden aus ihrem Amt.

„Fakt ist, dass ich einen Job suche. Wenn ich den in Kiel nicht bekomme, muss ich mich beruflich woanders orientieren. Natürlich liegt mir die Mannschaft sehr am Herzen, aber es ist für alle Beteiligten der vernünftigste Weg rechtzeitig Planungssicherheit zu schaffen“, zeigt Tina Asmussen vollstes Verständnis für die Entscheidung des Vereins.

Federführend bei den Verhandlungen mit möglichen Nachfolgern war die frühere Holstein-Torfrau Christine Meyer die inzwischen Vorsitzende des Fördervereins ist. Nachdem die sportlichen Kompetenzen und der finanzielle Rahmen mit Strunk weitestgehend geklärt waren, gab auch die HSG durch ihren Handballobmann Uwe Hartwig die Absichtserklärung einer Zusammenarbeit bekannt. „Wir sind natürlich nicht glücklich, dass Tina bei uns ihre Sachen packt. Die Empfehlung des Fördervereins liegt vor und wir wollen mit Strunk ins Geschäft kommen. Die Modalitäten des Vertrages müssen noch geklärt werden“, stellte Uwe Hartwig klar. „Wir greifen für die zweite Bundesliga an und dazu kann er hoffentlich beitragen.“

Spätestens zum Kieler Woche Handball-Turnier der HSG Holstein soll die Tinte unter dem Vertrag getrocknet und die Verabschiedung von Asmussen gleichzeitig der Einstieg für Jan Strunk sein. „Ich habe mir meine Entscheidung nicht leicht gemacht, denn eigentlich stand ich schon beim KMTV im Wort. Die Möglichkeit mich sportlich zu verbessern wurde aber akzeptiert“, erläuterte der 34-Jährige Rechtsanwalt, der in Kiel wohnt und sich in Bordesholm eine berufliche Existenz aufbaut, seine Wechselabsichten.